Aufwärmphase für Superbowl 2015

[23h31] Das soll es für die Aufwärmrunde gewesen sein. In wenigen Minuten mache ich den Liveblog für Super Bowl 49 auf. Zuerst wird wie alle Jahre das Stockwerk gewechselt, da die ersten Gäste bereits eingetroffen sind.

[23h02] Wunderschöne Impression von gestern Abend aus Seattle – der Space Needle in Seahawks-Farben beleuchtet:

[21h17] Büsschen was Statistik-lastiges für unsere Freunde: Nate Silver bei 538 über die durchaus überraschende Geschichte des Point-Spreads in der Super Bowl: The Strange, Strange History of the Super Bowl Spread. Im Hinterkopf können wir behalten, dass es in diesem Jahr quasi keinen Spread gibt, weil fast alle Wettbüros sich zwischen -1/+1 Punkten bewegen – in Fachkreisen bezeichnen sie das als Pick’Em (wähl dir deinen Sieger).

[21h12] Jürgen „King“ Kalwa in der FAZ über den deutschen Offensive Tackle in dieser Super Bowl: Sebastian Vollmer, einst Seabass genannt: Deutscher Gladiator im Super Bowl.

[21h07]

Rückblende: Vor zehn Jahren

[20h12] Heute haben die Seahawks die Chance, die Super Bowl zu verteidigen. Das letzte Team, dem dieses Kunststück gelang, war der heutige Gegner New England. Die Patriots gewannen vor fast genau auf den Tag zehn Jahren gegen die Philadelphia Eagles in Jacksonville mit 24-21 – damals zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren.

Es war damals eine eher sterile Super Bowl. Die Eagles sorgten für Furore mit ihrem Überschwang und ihrer Freude nach so vielen Jahrzehnten des Elends und nach damals drei verlorenen Conference-Finals en suite. Die Patriots marschierten damals mit dem Selbstverständnis eines FC Bayern ins Endspiel und ließen sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen, auch nicht durch mehrmaligen Rückstand zu Beginn.

Die Bilder nach Spielende waren eher von Erschöpfung und Kopfnicken geprägt als von ausgelassenem Jubel. Ein QB Tom Brady hielt eher eine politische Rede denn eine Siegeransprache. Es war die Zeit, in der man sich an die Dominanz der Patriots gewöhnt hatte.

Es war das damals letzte Spiel von beiden Coordinators des Bill Belichick. OffCoord Charlie Weis wechselte nach dem Spiel zu Notre Dame. DefCoord Romeo Crennell wurde Head Coach der Cleveland Browns. Am Ende des Spiels blieb ein selten rührendes Bild von Belichick mit Weis und Crennell im Arm. Crennells Defense ging in jener Partie mit einem letzten Knalleffekt aus der Partie.

Im ersten Viertel, als die Eagles mit viel Druck aus der Kabine kamen, gab es eine Sequenz, die ich mir später noch oft angesehen habe und die für mich für die Patriots jener Tage prägend wurden: Pass McNabb an die Endzone, Interception Asante Samuel und langer Return. Flagge, Strafe gegen LB Roman Phifer, neues 1st-Down Eagles. Nächster Snap, nächster Pass McNabb, ein saftlos in der Luft hängender Ball, und SS #37 Rodney Harrison segelt in den Ball – nächste Interception, und diesmal zählend. Nächster Eagles-Drive, wieder in Richtung entfernte Fieldgoal-Reichweite, 3rd-Down, Fumble des Tight Ends, mal wieder Turnover.

Das war keine unglaubliche Patriots-Defense, für die sie hinterher wegen markanter Typen wie Bruschi, Harrison, Seymour oder Law (in der Superbowl verletzt) gemacht wurde, aber es war eine sehr solide, die tatsächlich immer wieder das Näschen zu haben schien, die entscheidenden Plays in den rechten Momenten zu machen. Sie ließen mich auch lange glauben, dass Big Plays so steuerbar sind wie es das TV uns so oft erzählen will. Ich brauchte lange um mich von diesem Eindruck und dem überwältigenden Gegenbeweismaterial (Stichwort: Advanced Stats) überzeugen zu lassen.

Zehn Jahre später sind neben Belichick und einigen Coaches noch zwei Spieler mit dabei: Brady und DT Vince Wilfork, der damals als Rookie seinen ersten Ring holte. Ich wette, heute wäre die Freude überschwänglicher als damals.

Superbowl 2015 Preview & Prediction

[17h55] Superbowl 49 ist in der Tat ein auf dem Papier knappes Matchup. Man kann nachvollziehen, weswegen die Buchmacher keinen legitimen Favoriten ausmachen wollen und schlicht und ergreifend eine 50/50 Quote ausgeben. Die Unterschiede zwischen beiden Teams sind minimal. Ohne zum tausendsten Mal aufrollen zu wollen was andere hier und anderswo bereits geschrieben haben [1][2][3][4][5], gibt es doch ein paar letzte Anmerkungen.

Seattles Offense-Schlüssel liegen natürlich im Laufspiel. Seit C Max Unger wieder fit ist, funktioniert das Laufspiel über #24 Marshawn Lynch über die Spielfeldmitte wieder wie gerieben. Dem entgegen werfen die Patriots eine Laufverteidigung, die gegen zone blocking-Mannschaften der Güteklasse Miami, Baltimore oder Kansas City in dieser Saison üble Probleme hatte. Seattle spielt wiederZufalleswill auch Zone.

Auf Patriots-Seite bleiben die Fragen, welche Cornerbacks man auch welche Receiver ansetzt. Gemeinhin glaubt man, dass #24 Revis auf #89 Baldwin abgestellt wird, weil Baldwin als bester Seahawks-WR gilt. Weil jedoch WR #15 Kearse eher das deep threat darstellt und man den penalty-anfälligen CB #39 Browner möglicherweise nicht gegen Kearse abstellen will (40yds-DPI going to come), könnte es jedoch auch gemischte Deckungen geben. Seattles TE #82 Willson schien in den letzten Wochen immer wichtiger für den GamePlan zu werden. Wie wird New England dagegen reagieren?

Schließlich und endlich muss New England Pass Rush kreieren. DE #95 Chandler Jones wird sich gegen LT Okung aufreiben, LB #50 Ninkovich wird auf der gegenüberliegenden Seite nur sporadisch geschickt werden, da Ninkovich auch Aufgaben als Spy gegen QB Russell Wilson und seine Scrambles übernehmen dürfte. Daher sind einige Blitzes aus der zweiten Reihe von den Patriots zu erwarten: #91 Collins und #52 Hightower dürften einige Chancen bekommen – gegen Wilson, der nicht als souveränster QB gegen den Blitz gilt.

Seattle kann mit Laufspiel und dezent eingestreuten tiefen Bällen für Wunden in der Defense sorgen. New England schaut dagegen eindimensionaler aus. Dem Laufspiel über #29 Blount würde ich nicht vertrauen, selbst nicht gegen eine durch Abgänge und Verletzungen dezimierte Front-Seven bei Seattle. Der monströse DT #93 Kevin Williams dürfte auch 35jährig noch genug im Tank haben um zumindest die Mitte abzusichern, und dahinter gilt LB #56 Wagner als eines der größten Talente. Seit Wagner im November von Verletzungen zurückgekehrt ist, spielt Seattles Defense auf einem gänzlich anderen Level.

Bleibt der Pass. Tiefe Waffen hat New England außer vielleicht TE Gronkowski auf Seam-Routen nicht, was aber gegen die meisten Defenses kaum auffällt. Gegen Seattle könnte das Fehlen von deep threats aber bitterlich wehtun. Es lädt vor allem extrem viel Druck auf QB Tom Brady. Es wird unendliche Geduld von den Brady verlangen und rattenscharfe Präzision. Jede Strafe gegen die Offense, jede Incompletion bringt die Offense sofort in Kalamitäten – so zumindest sagt es das Skript.

Von Seattles Defense ist nicht zu erwarten, dass sie ihr Erfolgsrezept umstellen wird. Sprich: Cover-3, hartes Tackling, aber keine undisziplinierte Aggressivität. CB Sherman wird auf seinem angestammten auf der rechten Verteidigungsseite verharren und denjenigen WR bewachen, den die Patriots „opfern“ (vermutlich LaFell). Im Slot wird man wohl auf CB #20 Lane vertrauen, dass dieser Edelman / Amendola aus dem Spiel nehmen kann (je nachdem, wer nicht außen antreten wird), bzw. darauf vertrauen, dass FS #29 Earl Thomas tatsächlich die tiefe Spielfeldmitte komplett killen kann.

Ein extrem wichtiges Matchup wird jenes zwischen der „Defensive Interior“ der Seahawks und den Guards/Center der Patriots werden. C Stork ist ein Rookie, der gerade rechtzeitig zum Kickoff fit zu werden scheint. Spielt er, können die Patriots den Schwachpunkt Wendell auf Guard setzen. Stork/Wendell und Dan Connolly wird die Aufgabe zuteil, den Druck der Seahawks über innen einzudämmen. Keiner von ihnen ist hoch gedraftet. Bei den Seahawks lässt die Kadertiefe gerade auf dieser Position arg zu wünschen übrig, aber gerade ein Bennett gilt als Monsterwaffe auch von der Tackle-Position aus.

Kriegt Seattle ohne Blitz-Verstärkung Druck auf Brady zustande, ist das ein vielleicht entscheidender Gewinn für die Seahawks. Braucht es Blitzes, ist zu hoffen, dass Brady einen eher schwachen Tag gegen den Blitz hat. Kriegt Brady den Ball trotz allem schnell aus der Pocket, kann Seattle a) hoffen, dass die an der Anspiellinie so physische Deckung trotzdem hält oder b) darauf hoffen, dass New England mit seinem Kurzpassgewichse sowieso in jedem Drive acht, neunmal en suite fehlerlos bleiben muss.

Die Partie läuft nicht auf einen Shootout hinaus. Das lädt wiederum zusätzliches Gewicht in lange Special-Teams Returns und Turnovers, die in einem zu erwartenden Feldpositionskampf das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschwingen könnten. Bloß: Beide Teams sind nicht bekannt dafür, gegen Turnovers anfällig zu sein (NFC-Finale mal ausgeklammert).

Seattle ist für meine Begriffe noch immer knapp zu favorisieren, wenn wir das Zufalls-Moment mal auf Null setzen. Für die New England Patriots ist die Lage aber nicht aussichtslos. Sie brauchen allerdings ein großes Spiel ihres Quarterbacks und etlicher Rollenspieler. So oder so: Der Sieger wird sich für seinen Ring die Hände schmutzig machen müssen. Er wird den Ring am Ende redlich verdient haben.

Superbowl-Werbung 2015

[17h00] Die Super Bowl ist in den Staaten nicht bloß Sportevent und heimlicher Nationalfeiertag, sondern für den übertragenden Broadcaster (heuer: NBC) auch die Gelegenheit, Abermillionen durch den Verkauf von Werbespots einzunehmen. NBC soll zirka 4 Mio Dollar für 30 Sekunden kassieren.

Teure Werbeplätze erfordern gute Werbespots für ein Publikum, das in der Regel um die 100 Millionen Zuschauer und mehr im Schnitt beträgt. Auf diesem Blog habe ich stets die Budweiser-Clips angepriesen, die mit ihren Clydesdalern seit vielen Jahren für die Highlights sorgen (Beispiel 9/11). Letztes Jahr mixte man einen Welpen mit rein zu einem Clip, der wie erwartet alle Rekorde sprengte und millionenfach verlinkt wurde („Puppy Love“). Heuer schaltet Bud ein Follow-Up, das bei Youtube schon um die 18 Millionen Mal angeschaut wurde – „Lost Dog“:

Die besten der Superbowl-Clips 2015 hat das Magazin Ad Week schon vorab vorgestellt.

Sideline Reporter Drinking Game 2015

[16h20] Das offizielle Drinking Game von Sideline Reporter sei auch wieder angeführt, und nachdem es letztes Jahr keine Beschwerden für Anstiftung zum Alkoholismus gab, bleiben wir diesmal bei denselben Rationen. Für Bier empfehle ich heuer Tegernsee. Shots sind jedem freigestellt. Im Hause korsakoff wird es Klaren geben – zur Verdauung.

Ein Schluck Bier

  • Jedes Mal, wenn ein Kommentator „Superbowl 49“ (in Worten: Superbowl neunundvierzig) sagt
  • Jedes Mal, wenn Cris Collinsworth „WOW!!!!!!“ sagt
  • Jedes Mal, wenn Al Michael „huge“ wie „yiiiiudsch“ ausspricht
  • Für jede Einblendung von Russell Wilsons Tränen
  • Für jede Einblendung eines kaugummikauenden Pete Carroll
  • Jedes Mal, wenn Tom Brady und „Legacy“ in einem Satz erwähnt werden.
  • Für jede Erwähnung von „Glendale“ anstelle von „Phoenix“
  • Jedes Mal, wenn Seattle und „Dynasty“ im selben Satz verwendet werden.
  • Für jede Erwähnung von Seattles „12th man“
  • Für jede Erwähnung von „Legion of Boom“

Zwei Schluck Bier

  • Jedes Mal, wenn Frank Buschmann „Momentum“ sagt
  • Jedes Mal, wenn Marshawn „Beast Mode“ wird
  • Für jede Erwähnung von Lenny Kravitz
  • Für jeden Touchdown-Spike von Gronkowski
  • Jedes Mal, wenn sich Richard Sherman mit einem Arm den die Schulter hält

Drei Schluck Bier

  • Jedes Mal, wenn Jan Stecker „Momentum“ sagt
  • Jedes Mal, wenn Jan Stecker „Joe Montana ist der beste QB aller Zeiten“ sagt
  • Jedes Mal, wenn Jan Stecker „Tom Brady braucht diesen vierten Ring“ sagt
  • Für jede Erwähnung von Marshawn Lynchs Standard-Antworten
  • Wenn ein Kommentator „crunch Time“ erwähnt
  • Für jede Erwähnung von Seattles Halbfinal-Comeback

Ein Shot

  • Für Münzwurf HEADS
  • Für Münzwurf TAILS
  • Für jeden Turnover
  • Für jeden Punt
  • Für jede Interception gegen Russell Wilson
  • Für jeden Sack gegen Peyton Manning Tom Brady
  • Für jeden Wilson-Lauf bei der „read-option“
  • Für jedes verkickte Field Goal
  • Für jede gelbe Flagge
  • Wenn die Seahawks gewinnen.
  • Wenn die Patriots gewinnen.
  • Für die erste Overtime
  • Wenn ein QB MVP wird

Zwei Shots

  • Wenn kein QB MVP wird
  • Wenn die Hymne über 100 Sekunden dauert
  • Jedes Mal, wenn Spygate thematisiert wird
  • Jedes Mal, wenn Pete Carrolls Vergangenheit bei den Patriots erwähnt wird
  • Für jedes Personal-Foul
  • Für jeden Touchdown im Schlussviertel
  • Für die zweite Overtime

Drei Shots

  • Für die dritte Overtime
  • Für jede Erwähnung von „Deflategate“. Wiederhole die drei Shots, wenn jemand auf der Party über die Vorteile von nicht aufgepumpten Bällen referiert
  • Für jede Erwähnung von „Tom Terrific“
  • Für jedes Lächeln von Bill Belichick
  • Wenn Katy Perry zu mehr als 25% bekleidet ist

Vier Shots

  • Wenn Katy Perry zu weniger als 25% bekleidet ist
  • Wenn Katy Perry „I kissed a girl“ singt
  • Für jede Erwähnung von Gronkowskis Romanzen-Schnulze

Schnapsflasche auf Ex

  • Wenn Marshawn Lynch MVP wird und im Siegerinterview sagt „You know why I’m here“

Prost.

University of Phoenix Stadium

University of Phoenix Stadium, Glendale

University of Phoenix Stadium, Glendale – Bild: Wikipedia

[15h30] Das University of Phoenix Stadium ist die Heimstätte der Arizona Cardinals und Footballfans bekannt, weil es darüber hinaus etliche wichtige Spiele beheimatet, wie zum Beispiel die alljährliche Fiesta Bowl um Neujahr oder diverse BCS-Championships, aber auch die bedeutendste aller Super Bowls, die Ausgabe 42/2008, als das ungeschlagene New England im Endspiel gefällt wurde.

Die Arena ist 2006 eröffnet worden und hat sich seither als fixer Bestandteil der US-Sportwelt etabliert, auch als architektonisches Aushängeschild. Laut Architekten soll es die Form einer speziell in Arizona vorkommenden Kaktus-Pflanze inklusive umschlingender Schlange haben, aber tatsächlich erinnert das Teil auch wenn man sich schon längst daran gewöhnt hat noch immer an ein Spaceship gigantischen Ausmaßes.

Die Arena hat ein verschließbares Dach – wichtig für die Cardinals, die erst seit 1988 in Arizona spielen, aber bis zur Eröffnung dieser Arena fast nie im September spielen konnten, da es die Temperaturen im Vorgängerstadion nicht erlaubten. Die Arena hat auch einen ausfahrbaren Rasen ähnlich der Schalke-Arena. Im Normalbetrieb fasst sie zirka 63.000 Zuschauer, aber für große Events wie eine Super Bowl sollen über 70.000 zugelassen sein.

Sponsor des Stadions ist die private University of Phoenix, die nicht etwa wie man erwarten würde ein eigenes Footballteam ins Rennen schickt, sondern vielmehr eine Art Online-Universität für Erwachsene ist, eine For-Profit Organisation mit einigen Hunderttausend Studenten quer über die Staaten und darüber hinaus. Die Organisation hat durchaus auch ihre Kritiker, und es gerüchtelt immer wieder, dass öffentliche Fördergelder zur Finanzierung des Sponsorendeals (20 Jahre, 154 Mio. Dollar) abgezwackt wurden.

Das Stadion liegt in Glendale, einem westlich von Phoenix gelegenen Vorort. Nebenan steht das Hockey-Stadion der Phoenix Coyotes. Direkt in Phoenix konnte nie gebaut werden, weil zu wenig Platz und problematische steuerliche Gründe. Die Cardinals spielten vor Fertigstellung des Stadions fast zwei Jahrzehnte lang auf dem Campus der Arizona State University in Tempe am „anderen“ Ende der Stadt im Sun Devil Stadium. Das ist noch immer eine eher marode Angelegenheit, war aber immerhin auch schon einmal Austragungsort einer Super Bowl in den 90ern (Steelers – Cowboys).

Zurück in die Gegenwart: Für New England ist es die Rückkehr an den Ort der bittersten Niederlage der Vereinsgeschichte: 2008 gegen die New York Giants.


[12h30] Verabschiedung für einige Stunden auf die Skipiste. Mitnehmen werde ich zwei Podcasts, die in den letzten Tagen online gegangen sind: Die Grantland-Preview mit Bill Barnwell und Robert Mays sowie das Comeback des Hardcount-Podcastes, wo sich Flo Zielbauer und Benni Köpfle auf das Endspiel vorbereiten.

Superbowl-Matchup: NE Offense – SEA Defense

[11h53] Am Freitag hatten wir das Duell der Seahawks-Offense gegen New Englands Defense. Das „andere“ Matchup beschreibt Herrmann heute:

#1 Seattles „Man-free lurk“coverage

Damit hat Seattle letztes Jahr Denver im Super Bowl plattgemacht. Bei „man-free lurk“ spielen die LBs und CBs Manndeckung, Earl Thomas patrouillert tief, während Kam Chancellor kein eindeutige Aufgabe hat, sondern in der Nähe der LBs lauert oder umherschleicht („to lurk“). Chancellor sucht sich dann nach dem Snap einen Spot oder einen Gegenspieler, meistens bleibt er dabei in der Mitte und macht jede crossing route zu einem Himmelfahrtskommando. Wes Welker und Demaryius Thomas haben heute noch Albträume. Es macht den Raum zum Passen in der Mitte enger, aber vor allem eliminiert Chancellor die Yards After The Catch.

#2 Patriots „Wheel route“ gegen Cover-3

Seattle spielt natürlich auch immer jede Menge Zonenverteidigung, das gute alte Cover-3. Wie man ihnen da große Probleme bereiten kann, hat Denver in dieser Saison gezeigt. Der WR an der Seitenlinie läuft eine tiefe Route und zieht so den CB mit; in diese vom CB verlassene Zone läuft dann ein TE, von seiner Startposition läuft er in einem Bogen (oder eben „like a wheel“) Richtung Seitenline und vorwärts (Bild)

Tim Wright ist der ideale TE für dieses Konzept. Darüber hinaus haben die Patriots auch noch Mr. Weel Route himself: Shane Vereen. Der schnelle RB kann die weel route aus dem Backfield oder aus dem Slot heraus laufen. Dafür braucht es  aber akkurate lange Bälle und Zeit für den Quarterback.

#3 Gronkowski gegen Thomas & Sherman

Weil in den letzten beiden Wochen ja über viel, viel wichtigere Dinge geredet werden mußte, weiß keiner so genau, wie stark verletzt Earl Thomas und Richard Sherman sind. Thomas hat sich gegen Green Bay die Schulter ausgekugelt, Sherman hat eine Bänderverletzung im Ellbogen, gegen Green Bay mußte er in der Schlußphase seinen linken Arm mit dem rechten festhalten, hatte also keinen Arm zum verteidigen.

Mit dem Gronk sollten die Pats schnell versuchen herauszufinden, wie sehr Thomas und Sherman von ihren Verletzungen beeinträchtigt sind. Da jeder weiß, wie Seattle verteidigt, ist es recht einfach, Gronk in diese match-ups zu bekommen. Für Sherman stellt man Gronk einfach an die rechte Seitenlinie und attackiert Sherman mit dem „backside slant“ (alle anderen WRs/TE sind auf der anderen Seite, links), der „comeback route“ oder einem hohen „back-shoulder pass“, also alles Routen, die zu sehr physischen Duellen zwischen Angreifer und Verteidiger führen. Wenn nicht mit Gronk, dann kann man es auch mit dem großen und kräftigen Brandon LaFell versuchen. Oder ganz anders: mit dem kleinen wendigen Edelman.

Um in ein Duell mit Thomas zu kommen, braucht Gronk nur seine beliebte „seam route“. Dabei läuft er geradeaus zwischen hash marks und den Nummer auf einer Seite des Feldes; ist er durch die Zonen der LBs hindurch, muß Thomas ihn übernehmen. Kann Thomas sich mit allem was er hat in den zwei Meter großen, 120kg schweren Gronk werfen oder muß er seine Schulter schützen?

Hall of Fame Klasse 2015

[10h42] Achtköpfige Klasse in diesem Jahr, und wie immer nicht ohne Diskussionen. Bei drei Köpfen hält sich die Diskussion in Grenzen: Bill Polian, ehemaliger GM der Buffalo Bills und Indianapolis Colts, Ron Wolf, Funktionär bei den Packers, und Mike Tingelhoff, Spieler in den 70ern, gibt es zu wenige Beobachter, die besonderes beitragen könnten.

Intensiver diskutiert werden natürlich die bekannteren, weil aktuelleren Namen. Die fünf Reingewählten sind:

  • LB Junior Seau, LB bei den Chargers und zu seinem Karriereausklang bei den Patriots. Seau galt als bester Linebacker der 90er, bis ihm Ray Lewis ab der Jahrtausendwende etwas den Rang ablaufen konnte. Seau stand zweimal in der Super Bowl, verlor beide. Alle, die ihn gecoacht haben, sagen, er sei der beste Spieler gewesen, den sie gekannt haben. Seaus Leben nahm nach seinem Karriereende eine dramatische Wende: 2012 beging er Selbstmord. Ursachen waren Gehirnschäden infolge der langen Footballkarriere. Nachzulesen hier: Die dunkle Seite.
  • RB Jerome Bettis, genannt „Der Bus“, ein extrem stämmig gebauter Runningback aus den 90ern und 2000ern bei den St Louis Rams und später den Steelers. Bettis war ein Sympathieträger und mit seinem Karriere-Abschluss eine große Geschichte: Wollte 2004 aufhören, wurde dann von QB-Grünschnabel Roethlisberger überredet, noch ein letztes Jahr durchzuziehen, denn 2005/06 fand die Super Bowl in Detroit statt, Bettis‘ Heimatstadt. Pittsburgh wurstelte sich als sehr starkes #6-Seed Team tatsächlich in die Super Bowl und gewann. Bettis fumbelte im Viertelfinale in Indianapolis um ein Haar den sicheren Sieg weg – es war ein Moment, der in der ORF-Kommentatorenhistorie einen Hall-of-Fame Platz verdient hätte. Über die Karriere sammelte Bettis extrem viele Yards (#5 der All-Time Liste), aber nur 3.9yds/Carry. In seinen letzten Jahren war er nur noch Short-Yardage Back.
  • OG Will Shields, langjähriger Guard bei den Kansas City Chiefs. 12x Pro Bowl, 3x All Pro. Shields wurde auch bekannt, weil er in seinem Rookiejahr ein Spiel verpasste… und danach 13 Jahre kein einziges mehr. Brett Favre lässt grüßen.
  • WR Tim Brown, Heisman Trophy Gewinner und später ein wichtiger Wide Receiver bei den LA/Oakland Raiders und Tampa Bay Buccs. Brown hatte nur selten das Vergnügen, mit akzeptablen Quarterbacks zu spielen, fing trotzdem über seine lange Karriere 14.934yds (Top 3 der ewigen Bestenliste). Brown war auf der anderen Seite nie All Pro in seiner Karriere.
  • DL Charles Haley, fünffacher Super Bowl Sieger mit den Cowboys und 49ers. Haley steht in der Hall of Fame, weil er Ringe sammelte wie andere Briefmarken. Als Spieler hätte es deutlich bessere Alternativen gegeben. Haley schrieb nach seinem Karriereende aufgrund häufiger Aggressionsanfälle Schlagzeilen. Man schiebt diese Anfälle ähnlich wie bei Seau auf Gehirnerschütterungen während der langen Karriere.

Die NFL hat mit Bettis einen Charakterkopf, um den herum sie ihre Hall-of-Fame Zeremonie im August stricken kann, um so die tragischen Geschichten wie Seau und Haley zu verdecken. Ansonsten bleibt wie immer die Frage, ob Bettis tatsächlich einer Hall of Fame würdig ist – er ist sicherlich einer der schlechtesten RBs in der Ruhmeshalle.

Mehrere gute Kandidaten blieben außen vor: QB Kurt Warner schaffte es nicht und wird auch 2016 Schwierigkeiten haben, denn dann ist Brett Favre „eligible“ und wird mit Sicherheit gewählt. Noch krasser ist die Negierung von Warners Left Tackle zu Zeiten der Greatest Show on Turf: Orlando Pace, der als einer der besten Tackles ever gilt.

Kevin Greene wurde nicht gewählt: Greene war in den 90ern einer der „lautesten“ Pass Rusher, schaffte in kürzerer Zeit satte 59.5 Sacks mehr als ein Haley… aber Greene spielte nie mit guten Quarterbacks, gewann somit nie die Super Bowl, und ist für die Hall of Fame ein weiteres Jahr kein würdiger Kandidat.

Draußen blieb auch Marvin Harrison, der Mann, der von Peyton Manning die Bälle fing. Harrison, sagen alle, hätte ein besseres Resümee als mindestens Brown, Bettis und Haley gehabt. Aber Wide Receiver sind in der Ruhmeshalle eh eher selten. Harrison wird 2016 gewählt werden. Positiv für die Zeremonie: Man wird ohne Harrison keinen Feuerschutz um die Hall of Fame herum aufbauen müssen.

NFL-Awards 2014/15

[08h25] Die NFL-Awards werden seit einigen Jahren am Tag vor der Super Bowl vergeben. Keine Ausnahme diesmal. Es gibt auch recht wenige Überraschungen bei den Geehrten. NFL MVP wurde zum zweiten Mal nach 2011/12 der Packers-QB Aaron Rodgers, der wie allgemein erwartet den atemberaubenden Defensive End der Houston Texans, J.J. Watt, schlagen konnte.

Watt darf sich mit dem Gewinn des Defensivspielers des Jahres (zum zweiten Mal) zufrieden geben. Die Auszeichnung wirkt angesichts der Leistungen Watts im Vergleich zu seinen Artgenossen eine Spur zu leichtgewichtig und könnte ein Zeichen dafür sein, dass kein Abwehrspieler jemals mehr den NFL MVP abstaubt. Auf der anderen Seite: Der Zirkel der Verteidiger, die diesen Preis zweimal gewonnen haben, ist sehr, sehr klein. Watt befindet sich in erlauchter Gesellschaft, und nur der epische Lawrence Taylor hat ihn einmal öfters gewonnen.

Offensivspieler des Jahres wurde Cowboys-RB DeMarco Murray, der Free-Agent wird und 2014 fast verheizt wurde: 392 Carries, 1845yds, 13 TD plus 57 Catches für 416yds allein in der Regular Season. Murray hatte allerdings auch 6 Fumbles und die Hilfe der vermutlich besten Offensive Line der Liga. Runningbacks mit vielen Yards sind noch immer Lieblinge von MVP-Wählern, aber es hätte bessere Kandidaten gegeben, wenn man schon keinen QB als Offense-Spieler des Jahres haben will.

Murrays Teamkollege Dez Bryant zum Beispiel: 88 Catches, 1320yds, 16 TD in der Offense mit den zweitwenigsten Pässen. Das Steelers-Duo RB LeVeon Bell / WR Antonio Brown. Oder Patriots-TE Rob Gronkowski haben für meine Begriffe alle das bessere Resümee auf der Habenseite.

Offensiv-Rookie des Jahres wurde WR Odell Beckham jr von den Giants, dessen Stats sich mit 1300yds und 12 TD in nur elf Einsätzen fantastisch lesen. Überhaupt war es eine monströse Offense-Klasse mit etlichen Wide Receivern, die ihre großen Versprechungen überwiegend halten konnten.

Defensiv-Rookie des Jahres wurde Rams-DT Aaron Donald, zum Stand von heute vor einem Jahr noch für zu leicht für die NFL empfunden, aber gerade diese Leichtigkeit scheint Donald gegen die betonfüßigen Guards gut zu bekommen. Donald ist nur ein weiteres Monster in der furchterregenden Defensive Line in St Louis.

Coach des Jahres wurde wenig überraschend Bruce Arians von den Arizona Cardinals: Ein Team so dermaßen über seinen Verhältnissen zu 11-5 Siegen geführt, dass es fast schon weh tat mit anzuschauen, wie die QB-losen Cardinals in den Playoffs vorgeführt wurden. Sein DefCoord Bowles, jetzt Headcoach bei den Jets, wurde Assistenzcoach des Jahres. Auch hier hätte ich einen besseren Kandidaten gehabt: Cowboys-DefCoord Marinelli.

Comeback-Spieler des Jahres ist TE Rob Gronkowski von den New England Patriots. No surprise.


[07h15] Wer es noch nicht mitbekommen haben sollte: Heute ist Superbowl Sunday, inoffizieller nationaler Feiertag in den Vereinigten Staaten. Ausgabe 49: New England PatriotsSeattle Seahawks. Kickoff ist um 0h30 MEZ in Glendale, Arizona. Wir haben uns in den letzten Tagen intensiv mit dem Spiel und den Geschichten rundherum auseinandergesetzt.

Unter dem Tag Super Bowl 2015 Preview habe ich die relevanten Artikel auf eine Seite zusammengefasst, wobei ich mir erlaubt habe, auch Einträge aus den letzten Jahren zu den Patriots und Seahawks mit in die Liste aufzunehmen, schließlich sind beide Mannschaften weniger ein Zufallsprodukt, sondern Teams, die seit einigen Jahren mit dem einen Ziel gebaut wurden: Hier und heute antreten zu dürfen.

Darüber hinaus steht heute wieder sachtes Eingrooven über den ganzen Tag auf dem Programm. Der Eintrag ist hiermit eröffnet.

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25 Kommentare zu “Aufwärmphase für Superbowl 2015

  1. Auch wenn die Stats nur eine „Hall of very good“-Sprache sprechen, aber wenn man mal bedenkt, dass Bettis lange Zeit die einzige Offensivwaffe der Steelers war und dass der Typ wenige Läufe über 30 yds hatte UND noch berücksichtigt, wieviele Jahre/Carries er durchgehalten hat, dann hat er das schon verdient. Langlebigkeit wird auch belohnt, und deswegen wird Terell Davis es wohl nie schaffen 😦

  2. Sehr schön! Der Hardcount podcast ist richtig gut! Schade dass sie in der Saison zwischenzeitlich verschwunden waren.
    Hoffentlich bleibt ihr falls ihr es hier lest während der off-season dran 😉 sonst wird die ziemlich öde

  3. Na na, solange dieser Blog nicht verschwindet, wird es niemals öde 😉

    Zu den Diskussionen um die HoF. Ist doch jedes Jahr dasselbe, und mittlerweile weiß man ja, dass die Typen die nach der Karriere im Broadcast arbeiten die besten Aussichten auf die HoF haben. Dass Parcells so lange nicht gewählt wurde, sagt doch alles. Er hatte kein gutes Verhältnis zu den Medien.

    Überraschend höchstens, daß Warner nicht gewählt wurde, aber er wird 2017 spätestens drin sein. T.O. wird nächstes Jahr das gleiche Schicksal erleben, weil Harrison rein muss.

    2016 gibt es mit Favre und Harrison mMn zwei recht sichere Kandidaten, dazu Greene weil er es längst verdient hat.

  4. Ich glaube nicht, dass die Seattle-Defense so überragend ist. In Woche 11 waren die Seahawks laut deinem Defense-Power-Ranking nur Nummer 14. Danach spielten sie gegen Colin Kaepernick (2x), Drew Stanton, Mark Sanchez, Ryan Lindley, Shaun Hill, und haben die „beste“ Passverteidigung…

  5. Marvin gehörte schon letztes Jahr in die hall of fame… einfach nur traurig und zugleich eine armutszeugnis.

  6. @ Neutraler Zuschauer
    Aber einen solide spielenden Cam Newton (wenn auch mit dürftigem receiving corps) und einen Aaron Rodgers hatte die Seattle-D im Griff.
    Ich würde schon soweit gehen und sagen, die Defense der Seahawks ist auf mindestens dem selben Level wie letztes Jahr (wenn ET#29, Bam Bam Kam und RS#25 komplett fit sein sollten)

  7. RE: Seattle Defense

    Die Defense ist sicher besser als sie im November ausgesehen hat, auch weil wichtige Leute wie Chancellor oder Wagner wieder fit sind.

    Soweit zu gehen, dass sie auf einem Level mit der 2013er-Version ist, würde ich nicht. Vorne fehlt es massiv an der gewohnten Tiefe: Clemons, McDaniel, Bryant haben den Verein verlassen, Mebane ist verletzt. Seattle muss sich auf den ollen Kevin Williams und Michael Bennett verlassen um über die Spielfeldmitte Druck zustande zu bringen – das ist ein klarer Rückschritt gegenüber letztem Jahr.

    Auch „hinten“ deuten alle Effizienz-Stats an, dass sich die Defense leicht verschlechtert hat, was keine Schande ist, wenn der Vorgänger eine der besten Units aller Zeiten war.

  8. Das Vor Grooven bringt mich langsam in Super Bowl Stimmung.

    Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gewinne ich den Eindruck dass die Seahawks heute einen großen Vorteil besitzen werden. Zumindest größer als bisher angenommen.

    Die Legion of Boom hat alle Mittel, die nur durchschnittlichen WR der Pats aus dem Spiel zu nehmen, und ich meine, mit Wagner oder KJ Wright auch die LB um TE Gronkowski zu neutralisieren; und wenn nicht, dann bleibt Gronk die einzige Pats Waffe.
    New England ist kein gutes Lauf Team, egal wie viele 200 Yds Spiele man gegen die Colts macht. Die Seahawks haben eine hervorragende Run D, die hinter der Pass D zu viel untergeht, aber es ist nicht so, daß man gegen SEA einfach mal drauflos laufen kann.
    Der Pats Gameplan muss zu 100% aufgehen und Tom Brady muss alles an den Mann bringen und darf keinen einzigen Fehler begehen damit die Pats hier die notwendigen 16-20 Punkte auf das Tablett bringen.

    Umgekehrt haben die Seahawks einen entscheidenden Vorteil in der Offense: Marshawn Lynch. Die Pats haben keine gute Run D, Wilfork hin oder her. Ihren besten Passrusher müssen sie mit Jones gegen den besten OT Okong opfern und Jones ist kein guter Run Defender. Ninkovich ist besser aber ihn kann man aus SEA Sicht doubeln. Über die Mitte reicht ein Wilfork normalerweise aus, aber nicht gegen einen fitten C Max Unger.
    Russell Wilson erarbeitet sich in jedem Spiel die Chance auf 3 oder 4 Bigplays, egal wie dominant die Pats Secondary gegen die SEA WR ist.

    Insgesamt kein gutes Matchup für NE. Die großen Hoffnungen werden sein, dass Brady einen Sahnetag erwischt (eher unwahrscheinlich bei seiner Historie) bzw dass Sherman und Earl Thomas nicht fit sind.

    Ich sehe kein großes Spiel kommen und tippe 27-10 Seahawks.

  9. das drinking game ist ja tödlich 😀 😀

    Für mich Kopf-Favorit Seahawks, Bauch-Favorit Patriots..
    ich werde mir statt vorberichte jetzt noch n paar condensed spiele geben glaube ich.

  10. es ist ja bezeichnend, dass BUD in seinen spots immer themen aufgreifen muss, die mit ihrem produkt nichts gemeinsam haben. das macht aus fansicht aber nichts, weil wir die besten clips bekommen und das „bier“ trotzdem nicht saufen müssen 😉

  11. Komisch gerade mit den kleineren WR hatte Maxwell diese Saison große Probleme.
    Und Edelman immer noch als nur durchschnittlich zu bezeichnen, naja jeder wie er will.

  12. Bzgl HoF: Im Zweifel wird immer die längere Karriere (Bettis) der kürzeren aber besseren (T. Davis) vorgezogen, was ich als Schande empfinde.

    Für mich ist das, was Terrell Davis gemacht hat, absolut mehr HoF würdig als der Bus. Auch Priest Holmes oder Jamaal Lewis würde ich über Bettis wählen oder meinentwegen heute einen Marshawn Lynch. Ihre Höhen sind einfach höher als Bettis lang (bzw. breit 😀 ) war.

    Kommt wohl immer auf die Interpretation an. Von der großen RB Ära der letzten 15 Jahre würde ich so wählen (Sanders, Emmitt und Davis zähle ich generös in die 1990er):

    Klare HoF
    1. Tomlinson (bester RB der 2000er)
    2. Marshall Faulk (unglaublicher Peak, hat das Spiel verändert)
    3. Peterson (bester RB seit 2007, Karriere noch nicht zu Ende)

    Borderline HoF
    4. Priest (unglaublicher Peak, kurze Karriere)
    5. Clinton Portis (lange Karriere, guter Peak, kompletter RB)
    6. Edge (unglaublich vor seiner Verletzung)
    7. Fred Taylor (lange Karriere, guter Peak)
    8. Beast Mode (guter Peak, Karriere noch nicht zu Ende)
    9. Curtis Martin (Longetivity)

    Keine HoF
    10. Gore (vielleicht zu niedrig)
    11. Jamal
    12. Bettis (lange Karriere, mäßiger Peak)
    13. Shaun Alexander (kurzer Peak, zu schneller Absturz, zu abhängig von OL)
    14. Dillon
    ff. Steven Jackson, Tiki, Thomas Jones,

  13. Man sollte den Spielstand nicht vergessen. Ich denke, dass die Hawks trotz des Outcomes im NFC Championship mit Rückstand ein anderes Team sind und viel limitierter, sprich weniger variantenreich agieren können.

    Ich frage mich ob es für die Pats nicht am besten wäre von ihrer Deferring Strategy abzugehen und bei Gewinn des Münzwurfs aktiv zuerst den Ball zu nehmen um früh in Führung zu gehen.

    Mit einer Führung können die Pats das Tempo vorgeben, Rückstand gegen die Hawks ist meistens tödlich.

    Just say’in…

  14. blöde Frage: überträgt das NFL-Network den super bowl auch live? Oder ist ‚Superbowl Game center‘ nur eine Art Liveticker?

  15. Patriots inactives: DE Zach Moore, WR Josh Boyce, WR Brian Tyms, DT Joe Vellano, Ol Jordan Devey, RB Jonas Gray, RB James White.

    Patriots also nur mit 5 WR/HB und Matt Slater active, da sollte nix passieren während dem Spiel. Dafür aber 8 O-Liner active, wohl Sicherheitsmaßnahme falls Stork einen Rückfall hat, könnte aber auch darauf hindeuten dass Fleming wieder viele Snaps als extra O-Liner/TE bekommt(was ich nicht glaube).

    Bei den Hawks keine bekannten Spieler inactive, wie erwartet sind also alle aus der LoB active.

    #GoPats

  16. Pingback: Super Bowl 2015 im Liveblog: New England Patriots – Seattle Seahawks | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  17. Pingback: Es geht los: Hall of Fame Wochenende der NFL 2015 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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