Cleveland Browns in der Sezierstunde

Die Cleveland Browns sind der aktuelle Komödiantenstadel der National Football League. Die Franchise sorgt in den letzten Jahren in einer Regelmäßigkeit für bizarrste Schlagzeilen, dass man schön langsam nicht mehr an einen Zufall glauben mag. Sportlich indes steht das Team nach einer vielversprechenden Saison 2014/15 unter Head Coach Mike Pettine ganz ordentlich da.

Der Owner

Seit der letzten Sezierstunde vor fast eineinhalb Jahren hat sich bei den Browns wenig gebessert, und man kann mittlerweile davon ausgehen, dass die Scheiße tatsächlich beim Kopf anfängt: Owner Jimmy Haslam, der kein Fettnäpfchen auslässt. Nachdem im Winter 2014 so ziemlich alles an sportlicher Leitung rasiert wurde, was Haslam erst ein einziges Jahr zuvor installiert hatte, ging die Saga in der letzten Saison weiter.

Im Jänner 2015 kündigte OffCoord Shanahan, erst 2014 angeheuert, frustriert seinen Rücktritt an, nicht ohne Andeutungen zu machen, wer in Cleveland in Wirklichkeit für die Aufstellungen verantwortlich ist: Haslam. Da war es nur folgerichtig, dass kurz darauf in der Textgate-Affäre öffentlich wurde, wie das Front-Office dem Trainerstab im laufenden Spiel die Plays durchsagte – in der NFL nicht nur nicht erlaubt, sondern auch in Trainerkreisen verpönt.

Und weiter: Der Haslam-Ziehsohn Johnny Manziel mauserte sich binnen eines Jahres vom Feierbiest am College zu einer Lachnummer in der NFL. Manziel soll völlig unvorbereitet in die Spiele gegangen sein, besoffen Trainings verpasst haben und ließ sich nach Saisonende freiwillig in die Reha einliefern – drei Monate Alkoholentzug mit 22. Manziel soll mittlerweile clean sein, aber kein Mensch traut sich zu sagen wie lange.

Auch die FBI-Ermittlungen gegen Haslams Ölkonzern Pilot wegen Betrügereien sind noch nicht komplett abgeschlossen und werden noch eine Weile parallel zum Browns-Elend vor sich hin lungern. Da fragt man sich tatsächlich, wie viel Pech eine Stadt haben muss, dass auf einen Owner wie Randy Lerner ein Owner wie Jimmy Haslam folgen kann. Dass es nun, wo Cleveland unter minimal verändertem Logo und neuen Trikots, besser wird, glaubt kein Schwein.

Sportlich war 2014 trotz aller Nebengeräusche ein durchaus positives Jahr. Cleveland war lange im Wildcard-Rennen dabei und verlor erst in den letzten Wochen mit einer Niederlagenserie unter dem QB Manziel das Ticket: 7-9 Bilanz, was für die Browns ein deutlicher Fortschritt war und dem Head Coach Pettine großes Lob einbrachte.

Die Offense

Offensive Line ist in Cleveland seit Jahren die große Stärke, und weil der 2014er Rookie Joel Bitonio auch gut eingeschlagen hat, wird dem auch so bleiben. Dass man in der 1ten Runde trotz durchaus anderweitiger Needs in Cameron Erving von FSU einen weiteren Offensive Liner draftete, könnte darauf hindeuten, dass C Alex Mack nächstes Jahr seine Ausstiegsklausel ziehen wird. Auf alle Fälle liest sich der Pick ohne diese Vermutung ein klein wenig wie Luxus.

Die Probleme liegen auf den Skill-Positionen. Als Nachfolger von Kyle Shanahan wurde OffCoord John DeFilippo verpflichtet, der zuletzt drei Jahren in Oakland tätig war… mit welchem Erfolg, kann jeder selbst beurteilen. DeFilippo wird die schwierige Aufgabe haben, die Quarterback-Position hinzubiegen.

Vom Transfermarkt wurde QB Josh McCown geholt, der in Tampa 2014 w.z.e.w. (wie zu erwarten war) ein unterirdisches Jahr hatte. An McCown kann man wunderbar ablesen, wie komplett neben den Schuhen der QB-Markt mittlerweile ist, denn McCown sackte einen Dreijahresvertrag für 14 Mio. ein (5.5 Mio guaranteed). Damit ist er der 13t-teuerste Mann im Browns-Kader in dieser Saison – und vermutlich der schlechteste Starter.

McCown tingelt seit zirka zehn Jahren durch die NFL, und trotz einiger Lichtblicke zu seiner Anfangszeit in Arizona schaffte er nie annähernd den Durchbruch. McCown kassiert die vielen Millionen dank einer vierwöchigen guten Serie vor zwei Jahren unter Marc Trestman in Chicago, wo er wirklich gute Stats einfuhr. Vier Wochen gegen zehn Jahre – und Clevelands GM Farmer bezahlte ihn nach der kleineren der beiden Testmengen.

McCown hat gute Chancen auf den Stammplatz, denn was aus Manziel wird, weiß keiner. Manziel gilt weiterhin als Owners Liebling, und der Coaching-Staff könnte einen Manziel-Einsatz aufoktroyiert bekommen, aber glaubt man den Berichten, kommt es zu einer Rebellion im Team, wenn Manziel noch einmal so lustig in die Schlacht geworfen wird wie letzten Herbst.

Viel zum Arbeiten hat keiner der Quarterbacks. WR Bowe wurde aus Kansas City geholt, WR Hartline aus Miami. Slot-WR soll WR Hawkins geben, und auf Tight End gibt es nach dem Abgang von Jordan Cameron keine bekannte Option mehr. Der einzige Browns-Receiver von Format, Josh Gordon, soll auch 2015 gesperrt bleiben, weil er in seiner Bewährungszeit im Mannschaftsflieger (!) Alkohol konsumiert haben soll. Kann man machen.

Auf Runningback bekommen der wendige RB West und der bullige RB Crowell in Rookie Duke Johnson (3te Runde) neue Gesellschaft. Die Browns werden, wie es aussieht, recht viel über das Laufspiel machen müssen, da man von der Luftwaffe recht wenig erwarten kann.

Die Defense

Auf dieser Seite sieht die Welt hingegen anders aus – Cleveland hatte 2014 eine Top-10 Offense mit nur einem ganz großen Schwachpunkt: Run-Defense gegen kurze Läufe. Hier schmierte man mit nur 52% Erfolgsrate (#30 der Liga) ziemlich stark ab. Via Draft wurde dem Abhilfe geschaffen: Mit dem ersten der beiden 1st-Rounder zog man NT Danny Shelton, den Brocken von der University of Washington, der ziemlich schnell den neuen Ankermann in der Defensive Line geben soll. Shelton wird vermutlich viel Spielzeit als Rookie sehen, denn viele Optionen gibt es abseits von ihm nicht.

Der ebenso 2015 gedraftete (3te Runde) DT Xavier Cooper gilt eher als 5-technique, der sich auf der undankbaren 3-4 DE Position mit DT Bryant die Snaps teilen muss. Vermutlich für den anderen der beiden 3-4 End Spots wurde Randy Starks aus Miami geholt – kein gutes Zeichen für Phil Taylor, erst vor vier Jahren in der 1ten Runde gedraftet. Taylor hat den Durchbruch offensichtlich auch noch nicht gepackt.

Im Passrush verlor man in Jabaal Sheard einen gerne unterschätzten Mann an die New England Patriots. Das bedeutet mutmaßlich wieder eine größere Rolle für Paul Kruger, den man vor zwei Jahren als Superbowl-Sieger für gutes Geld aus Baltimore holte – und der bislang nichts gezeigt hat. Auch seit 2013 im Kader: Edge Rusher Barkevious Mingo, der nach zwei Jahren bei atemberaubenden 7 Sacks steht. Mingo bekommt durch den heurigen 2nd-Rounder DE Nate Orchard Konkurrenz.

Trotz aller Probleme in der Front-Seven: Die Defense hielt trotzdem mit 5.8 NY/A gegen den Pass. Natürlich hat man einen eher mäßigen Pass-Schedule gesehen, aber angesichts der personellen Besetzung bislang ist das doch beachtlich. 2015 hat der Meister des Schemings, Mike Pettine, endlich auch die gewünschte Kadertiefe beisammen.

Das Defensive Backfield gilt als überwiegend gesattelt. Auf Safety ist man mit Donte Whitner und Tashaun Gipson ordentlich besetzt, und bei den Cornerbacks hat man nach dem Einkauf von CB Tramon Williams aus Green Bay nun auch einen verlässlichen Partner für CB Joe Haden.

Der letztes Jahr nicht gedraftete CB K’Waun Williams gilt als Idealbesetzung für den Slot und ist laut Pettine für dieses Jahr durchaus als Stammspieler eingeplant. Und dann hat man in der Hinterhand noch CB Justin Gilbert, der letztes Jahr in der 1ten Runde gedraftet wurde (Pick #9). Gilbert hat ein verheerendes Rookiejahr hinter sich, u.a. mit Suspendierung nach einem Besäufnis im Hause Manziel. Ganz abschreiben will man einen Spieler, der für die wenigen Snaps sein Talent zumindest angedeutet hat, noch nicht – gut möglich, dass er im Lauf der Saison auch Snaps von Tramon Williams nehmen kann.

Ausblick

Im Management wird sich der Laden der Browns nicht bessern – Punkt. Haslam wird bleiben und auch künftig für Misstöne sorgen, wenn nicht noch ein großes Wunder geschieht und der Mann mit 60 Lenzen sich ändert. GM Farmer – 4 Spiele wegen Textgate suspendiert – gilt bestenfalls als Strohmann des Owners und steht unter Beobachtung der Liga.

Headcoach Pettine kann einem entweder leid tun oder man kann ihm die Daumen drücken: Wer sich in dem Ambiente wie in Cleveland durchsetzt, dürfte in der NFL ganz gute Zukunftsaussichten haben.

Sportlich schreibe ich seit Jahren, dass den Browns nur ein Quarterback zur Rückkehr in die oberen Gefilde fehlt – allein: Hier hat man in den letzten Jahren sensationell viele Flops gezogen. Couch, Quinn, Weeden, jetzt Manziel – das sind nur die 1st-Rounder, die in die Hosen gegangen sind bzw. im Fall Manziel drohen in die Hosen zu gehen.

Dummerweise wird auch 2015 vieles davon abhängen, was der Trainerstab aus der QB-Position herauswringen kann. Die Wetten stehen schlecht, dass hier einer den Durchbruch schafft, aber wenn ja, sind die Browns in der AFC North ein ernst zu nehmender Kandidat.

10 thoughts on “Cleveland Browns in der Sezierstunde

  1. Browns Spiele habe ich die letzten beiden Jahre immer gerne gesehen. Drama,…. Verrücktheiten….. Sensationelle Leistungen/Einbrüche…… großes Kino garantiert!

  2. Hallo korsakoff,

    treffend die Situation beschrieben.

    Eine Korrektur und drei Anmerkungen noch hierzu:

    Shanahan warf nicht frustriert das Handtuch, weil er vielleicht nicht ganz das sagen hatte.
    Schon als er vor einem Jahr unterschrieb, soll (vertraglich?) klar gewesen sein, dass er leicht rauskommt.
    Und zwar nur deshalb weil er dem Ruf eines besseren Teams dann leichter folgen kann.
    Cleveland war für ihn eine Station, damit er nicht ein Jahr arbeitslos ist bis woanders der Job winkt,
    Die Opferrolle für Shanahan passt hier nicht., Er wäre sowieso gegangen und Textgate oder die vermeintlich beschnittene Rechte sind nicht der Grund. .

    Die Clevelandpresse ist zurecht und wahrlich nicht schonend mit Haslam umgegangen.
    Aber beim Abgang Shanahans wurde schon gut recherchiert und berichtet, dass das dauerhafte Engagement vom Shanahan jun. von seiner ersten Minuten in Cleveland eher gering war.

    Zu McCown.
    Ich hätte auch viel lieber Hoyer behalten und sehr geflucht als McCowns mit seinen Tampa Stats verpflichtet wurde. .
    Mit Hoyer ging es bei den Browns letzte Saison erst bergab, als die OL verletzungsbedingt auseinander fiel und Josh Gordon zurück kehrte.

    Beide Gegebenheiten haben wir ja nun nicht im September bzw. für das ganze Jahr.
    Dem Oldie McCown kann man nur die Daumen drücken.
    Ich vermute dieses Jahr sollte er ein stabilere OL und ein besseres Laufspiel als in Tampa zur Verfügung haben.
    Ausserdem sollte ihm das Spielsystem mehr liegen.
    Von daher warte ich mal ab, wie er sich schlägt.

    Witzig ist, dass sein Bruder ja auch schon in Cleveland QB war

    Zu Josh Gordon. Das ist eine Sache mit sehr vielen Aspekten.
    Er hatte zwei Drinks im Flieger NACH Abschluss der regulären Saison ( und wie er nachvollziehbar meinte nach Abschluss der Auflagenzeit wegen seinen Rauchgewohnheiten) , als einige Spieler privat irgendwo hin flogen um zu feiern.

    Die Strafe ( ein Jahr Sperre) ist natürlich berechtigt aber äusserst dumm entstanden.
    1. Hat keiner es für nötig befunden genauer zu recherchieren, wie lange die Bewährungsauflage von Gordon genau dauert.
    Gordon und seine Mitspieler dachten, Saison vorbei, alles gut. Ich glaube gelesen zu haben, dass die Auflage nur noch einige Tage gegangen wäre.
    Die Schuld will ich hier nichtmal bei Gordon alleine suchen sondern bei Gordons Manager und dem Brownsmanagement. Das sollten doch alles Profis sein , dies herausfinden und dann zu kommunizieren..
    Insofern Diletantismus wieder auch zu 50 % bei den Teamverantwortlichen ( schliesslich gilt Gordon als mit das grösste Talent im Kader) .
    2. Gordon hat überhaupt kein grosses Interesse an Alkohol ( er ist mehr ein Freund des berauschenden Rauchs).
    Er war weder größer angetrunken ( Dauerzustand Manziel) noch hatte er sich Fehltritte bei Drogen während seiner Bewährungszeit erlaubt.
    Blöd war, dass keiner wusste, dass er noch keinen Alkohol trinken durfte, es wäre kein Problem für ihn gewesen.
    3. Es stinkt schon sehr fischig, wenn NACH Abschluss der Saison bei einem Privatflug am Zielflughafen ein Kontrolleur wartet um ihn sofort zu testen, da er ja die ganzen Monate davor problemlos alle Auflagen erfüllte
    Das würde mich schon sehr interessieren, wie es dazu noch kam ( es war nicht so, dass die Auflagen noch Wochen oder gar Monate noch bestand gehabt hätten.) .

    Meine Meinung. Das ist äussert dumm und unprofessionell von allen Seiten gelaufen. Er hat dann einen glaubhaften Offenbarungseid geleistet der zeigen soll, dass er sich ändert und professioneller wird.
    Aber:
    Noch ein Aspekt zu Gordon:
    Aber dass er nun ein Jahr länger in Cle bleiben muss für weniger geld und deshalb seinen Arbeitgeber verklagt, das kreide ich ihm an. Ebenso wie die unmotivierte Spielweise, nach der Rückkehr ( wegen Sperre) in 2014, die das Team auch nach unten zog (und einige INTs auch bedingte).

    An dieser für ihn nun nachteiligen Vertragssituation ist er selbst schuld:
    ( ich hoffe ich gebe es aus dem Gedächnis korrekt wieder) :
    Er hat die Browns nun verklagt weil sie ihn in 2014 für ein Spiel intern gesperrt haben und er als Folge davon ein Jahr länger in Cle bleiben muss ( war ja schon zu Beginn der Saison wegen anderer Dinge von der NFL gesperrt, was die Auflagen ja als Folge hatte) .
    Ich meine die Browns haben ihn schon wegen zu spätkommens ( Partynacht mit Manziel kurz vor einem Spiel , wobei Gordon wenigstens nüchtern war am nächsten Morgen) vorher eine Spielsperre aufgebrummt und er spielte deshalb nicht am letzten Spieltag in BAL.
    Ohne diese Sperre hätte er nach dieser neu kommenden Saison woanders hin wechseln können und gut Kohle verdienen können.
    Durch die beiden Umstände muss er nun noch die kommende Saison und die auch die übernächste warten, bis er wechseln kann.
    Nun spielt er in 2015 wohl kein einziges Spiel und verdient keinen cent und muss dann in 2016 wieder in Cleveland ran (falls die Browns ihn nicht traden).
    Er hat die Browns verklagt, weil er meint, die teaminterne Strafe ( Sperre beim Auswärrtsspiel in BAL) wäre zu hart und koste ihn deshalb zig Mios.

    Mal sehen ob sich in interessiertes Team findet, ich denke schon, dass er sich wandeln wird. Er ist ja kein hoffnungsloser Fall. Und bei der letzten Sperre , da kam schon viel Mist von vielen Seiten zusammen.

    Danke für das SUPER Blog hier.

  3. Kasperletheater. Mehr kann man zu den Browns nicht sagen…
    Aus sportlicher Sicht wird es (denke ich) eine gute bis sehr gute Defense geben und eine katastrophale Offense…
    Mir ist es einfach ein Rätsel (btw super Foto brady12) wie man bei sovielen QBs nicht wenigstens einen vernünftigen finden kann bzw. man die halbwegs ordentlichen QBs wieder wegschickt…

  4. Es geht ja nicht nur um wegschicken, sondern auch um weg-wollen. Willst du bei einem Team bleiben, bei dem der Coach eine Marionette ist und du mitten in ihrer besten Serie für ein besoffenes Bürschchen ohne Arbeitsmoral auf die Bank gesetzt wurdest. Da doch lieber zu den Texans mit besseren Mitspielern (Alleine schon Foster und Blue als RBs), besseren Trainern (Bill O’BRIEN hat Mcgloin zu Nfl-Material gemacht, dazu Training Days Penn State auf Youtube angucken), ein neues Playbook musst du sowieso lernen und eine echte Chance als Starter.
    Ich könnte Hoyer verstehen.

  5. Absolut kann man Hoyer verstehen! Aber in gewisser Weise ist er ja von den Browns weggeschickt worden, wenn auch indirekt. Hätte man einfach einmal professionell gehandelt, würde Hoyer wahrscheinlich noch dort spielen: Also sind im Grunde die Browns mit ihrem Theater und ihren Entscheidungen dafür verantwortlich, dass ein akzeptabler QB weg wollte…

  6. Wieso wird hier getan als wär Brian Hoyer letzte Saison mehr als ein unterdurchschnittlicher QB gewesen? Zur Erinnerung: In den 5 Spielen bevor er gebencht wurde brachte er es auf ein TD-INT Verhältnis von 1-8. Man zeige mir ein NFL-Team, das in dieser Situation nicht überlegt, den Second-Stringer zu bringen, noch dazu wenn dieser ein 1st round pick mit allen erdenklichen Vorschusslorbeeren ist. Nur den Browns wird das immer als Kasperletheater ausgelegt…

  7. Hi,
    erst einmal einen großen Dank an den Autoren für den tollen Artikel im Rahmen der sehr lesenswerten Sezierstunden!
    Insgesamt kann man wenig widersprechen, dass es bei den Browns drunter und drüber geht. Dennoch möchte ich anmerken, dass man Johnny Football vieles (i.d.R. auch zu Recht) vorwerfen kann. Meiner Meinung nach fällt das Urteil „…und verlor erst in den letzten Wochen mit einer Niederlagenserie unter dem QB Manziel das Ticket: 7-9 Bilanz,…“ aber (etwas) zu hart aus. Klar: er ist und bleibt eine Reizfigur und wird wohl in der NFL auch kaum mehr Fuß fassen. Von einer Niederlagenserie zu sprechen, geht mir aber zu weit: gegen Buffalo (13. Woche) spielte er erst im 4. Viertel (als das Spiel schon verloren war) und das (soweit ich mich erinnere) sogar recht ordentlich. Das Spiel gegen Cincy (Woche 15) war natürlich katastrophal. In der darauffolgenden Woche war er schon früh raus, ob es sich dabei tatsächlich um eine Verletzung gehandelt hat sei jetzt mal dahin gestellt. Somit bleibt unter dem Strich 1 Niederlage für die er die (Mit-)Verantwortung trägt. Das diese natürlich seine Karriere wohl beendet hat, hat er sich, nicht zuletzt aufgrund seines Verhaltens und der daraus resultierenden Fallhöhe, irgendwie selber zuzuschreiben. Von daher würde ich die Kritik an ihm eher daran festmachen, dass er es (v.a. charakterlich) nicht geschafft hat Hoyer zu verdrängen und sich ein professionelles Verhalten anzueignen als für die „Niederlagenserie.“

  8. Pingback: Die furchtlose NFL-Vorschau 2015/16 | Die Kellerkinder | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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