San Diego Chargers in der Sezierstunde

Die San Diego Chargers schreiben derzeit die meisten Schlagzeilen mit dem wankelmütigen Kurs der Owner-Familie Spanos, die derzeit alle Möglichkeiten prüft, die Stadt gen Los Angeles zu verlassen. Chef Alex Spanos, der über viele Jahre als außergewöhnlich loyal zum südkalifornischen San Diego galt, soll schön langsam die Geduld verlieren, weil sich die Stadt in harten Stadionverhandlungen keinen Cent öffentlicher Beiträge aus den Rippen leiern lässt.

Qualcomm Stadium

Qualcomm Stadium

San Diego spielt seit fast 40 Jahren im Qualcomm Stadium, einer Arena, die in Zeiten von Hightech-Arenen mit verschließbaren Dächern oder Full-HD Ausstattung als hoffnungslos überholt gilt. Sogar die Liga hat sich bereits eingeschaltet und das sonnige San Diego trotz idealem Klima von der Liste potenzieller Superbowl-Austragungsorte gestrichen, sollte es zu keinem Stadionneubau kommen.

Immerhin ließ sich die Stadtverwaltung in den letzten Wochen zur Abhaltung eines Bürgerentscheids hinreißen – solche Referenden sind nicht nur hierzulande eine ständige Wundertüte. Weil die NFL derzeit mit neuen Umzugsfristen testet, ist es ungewisser denn je, dass die Chargers auch 2016 noch in San Diego auflaufen werden. Los Angeles, schon in den Gründerjahren Heimat dieser Franchise, lockt mit frischen Millionen und Finanzspritzen. Weiterlesen