St Louis und sein letztes Date mit den Rams?

Donnerstagsspiel der NFL heute mit einer Ansetzung ohne direkte Konsequenzen für das Playoff-Bild: St Louis Rams (5-8) – Tampa Bay Buccaneers (6-7).

Bei den Rams herrscht merkwürdige Stimmung. Eigentlich gilt es als geritzt, dass Owner Stan Kroenke die Franchise zur nächsten Saison zurück nach Los Angeles verfrachten möchte, aber so einfach wie gedacht ist die Sache nicht:

  • Kroenke hat mit Chargers und Raiders zwei Mitbieter
  • Die Stadt St Louis „droht“ noch ein akzeptables Angebot zu machen
  • Die NFL verlegt die Entscheidung möglicherweise um ein Jahr

Niemand weiß, ob heute das letzte Primetime-Spiel in jenem Dome stattfindet, in dem um die Jahrtausendwende die „Greatest Show on Turf“ geboren wurde.

Auch sportlich wechselt man zwischen Endzeitstimmung bei Head Coach Jeff Fisher und Aufbruchsstimmung im jungen Spielerkader hin und her. Fisher dürfte unabhängig von einem möglichen Standortwechsel der Franchise ein Kandidat für eine Rasur sein. Zu wenig Entwicklung erlebte die Mannschaft, zu sehr wird sie durch die offensichtliche Schwachstelle – Quarterback – seit Jahren ausgebremst. Just jene Schwachstelle wird von Fisher seit Jahren ignoriert.

Die Rams haben eine der besten Defensive Lines in der Liga, sie haben ein junges, vielversprechendes Defensive Backfield, ihr neuer Runningback Gurley spielt eine brauchbare Debütsaison, ihre Offensive Line ist verbessert, ihr Dutzend Wide Receiver wird besser eingesetzt – und dennoch rangieren die Rams auf #32 der Offense, weil das Passspiel rund um die QBs Foles oder Keenum tot ist.

OffCoord Frank Cignetti wurde letzte Woche nach nur 12 Partien gefeuert – ein letzter Verzweiflungsmove Fishers um seinen Kopf zu retten. Aber: Solange die Rams nicht zumindest einen überdurchschnittlichen Quarterback haben, der auch einen tiefen Ball kann, wird das nix. L.A. hin, L.A. her.


Gegner Tampa ist stimmungstechnisch mittlerweile anders gelagert. Man ist sich sicher, in Jameis Winston den QB für die Zukunft gefunden zu haben, und Winston spielt auch wirklich eine hervorragende Rookiesaison. Von außen betrachtet ist die Buccs-Offense bereits „seine“ Offense. Er kommandiert.

Das Playcalling ist allerdings noch eingeschränkt. Relativ häufig muss OffCoord Koetter quicke Spielzüge ansagen, weil die Offensive Line dem QB nicht wirklich Zeit gibt. So wird diese potenzielle Sollbruchstelle halbwegs neutralisiert, aber ich wette, dass die Buccs in der Offseason hier noch Ressourcen investieren. Für heute ist das ein Lackmustest: Winston hinter seiner Wackel-Line gegen die monströsen Passrusher der Rams.


Kickoff um 2h30. SPOX.com, SPORT1 US und der NFL Gamepass übertragen.

2 thoughts on “St Louis und sein letztes Date mit den Rams?

  1. vielen Dank für die gute analyse rund um winston…sehe dort auch den qb der zukunft für die bucs…it’s a bucs life…

  2. Implikationen sehe ich hier schon: eigentlich ist das ein must-win für beide, der Verlierer ist entweder fix (Rams) oder so gut wie fix (Buccs) aus den PO draußen.

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