AFC-Divisionals 2015/16: Denver Broncos – Pittsburgh Steelers live

Watchability Steelers@Broncos: 8/10. Und damit bin ich raus. Es war ein tolles Viertelfinalwochenende mit interessanten Spielen. Ich klappe meinen Laptop zu und lege mich schlafen. Man liest sich.


[01h55] Endstand Denver Broncos 23, Pittsburgh Steelers 16.

Ich bin zu müde für eine ausgedehnte Analyse. Pittsburgh war heute die explosivere Mannschaft und verdient sich ohne verletzte Schlüsselspieler meinen Respekt. Große Vorstellung von QB Roethlisberger. Am Ende aber killen zwei Dinge die Steelers: Feldposition und der eine Turnover, den Denver vermied.

Die Broncos mit einer einmal mehr enttäuschenden Offense-Vorstellung, aber nach dem Fumble spielen sie den einzigen guten Drive – einen sehr mächtigen, lauflastigen Drive zum einzigen Touchdown des Tages. Ansonsten viel Ausnutzen von guter Feldposition und starke, lange Kicks von K Brandon McManus in windigen Verhältnissen.

[01h52] Letzte Woche viermal Auswärtssieg, heute viermal Heimsieg. Damit stehen die Conference-Finals fest:

So, 24.1. 21h Broncos – Patriots
S0/Mo 24./25.1. 0h30 Panthers – Cardinals.

Zweimal #1 vs #2.

[01h51] Brady mag mehr Superbowl-Ringe haben, aber wenn Manning nächste Woche gewinnt, ist Manning 3-2 in Playoffs vs Brady.

Auf der anderen Seite: Denver wird bessere Offense brauchen, ansonsten sehe ich nächste Woche gegen New Engand schwarz.

[01h50] Kick geht an die Broncos, die damit ins AFC-Finale einziehen. Und eine weitere Woche voller Brady vs Manning Storylines.

[01h48] Fieldgoal Pittsburgh.
Denver 23, Pittsburgh 16 | Q4 0:19.
47yds-FG Boswell.

Jetzt kommt der Onside Kick.

[01h46] Jetzt Spike der Steelers. 47yds-FG Versuch, dann Onside Kick und Hail Mary.

[01h43] Fieldgoal Denver!
Denver 23, Pittsburgh 13 | Q4 0:53.
46yds-FG McManus.

Denver macht gerade die paar Yards um das potenziell sehr lange Fieldgoal etwas zu verkürzen – und McManus versenkt aus immer noch großer, aber nicht unmöglicher Distanz.

Wind? Pfeif drauf.

[01h39] Turnover on Downs, Denver | Q4 1:49. Hervorragende Deckung Denver. Sack gegen Roethlisberger. Erster guter Play vom ansonsten unsichtbaren LB #58 Miller.

Pittsburgh hat vorhin bei 2:19 ein Timeout in der Offense verbrannt. Das schmerzt nun brutal. Timeouts in der Offense in engen Spielen sollte man nicht wegwerfen – die Offense kann den Ball anderweitig stoppen, per Spike oder aus dem Spielfeld gehen.

[01h35] Wilder GWP-Drive:

[01h27] Touchdown Denver!!
Denver 20, Pittsburgh 13 | Q3 3:00.
1yds-TD Run #22 Anderson.

13 Plays, 65 Yards, 6:52min von der Uhr genommen: Ein sehr lauflastiger Scoring-Drive der Broncos, die zusätzlich zum TD auch noch die 2pts-Conversion verwerten.

Denver macht hier vieles richtig: TD statt Fieldgoal. Keine Turnovers. Uhr immer laufen lassen.

Pittsburgh hat aber noch 3 Timeouts.

[01h17] Fumble Pittsburgh! Q4 9:52. Große Raumgewinne durch Passspiel, dann übernimmt RB #33 Touissant und fumbelt den Ball nach einer Streicheleinheit von CB #29 Roby an die Broncos zurück.

Denver übernimmt an der DEN 35. Nächste weggeworfene Chance für Pittsburgh.

[01h11] Punt Denver | Q4 11:33. Furchtbare Serie der Broncos voller Drops und verschmissener Timeouts. Nach dem Timeout kommen sie raus und laufen quer für -3yds.

Dann Punt, Wheaton erneut mit einem Fumble (jetzt wissen wir, warum die Steelers im normalen Spielbetrieb Antonio Brown für das Return-Spiel „verschwenden“). Ball wird von einem Steeler aufgenommen – und zu allem Überfluss für Denver erlaubt ein Regelparameter in dem Fall einen Touchback.

20yds Raumgewinn für Pittsburgh, das an der PIT 20 startet.

[01h09] Nächstes Timeout der Broncos-Offense. Wir haben 12:48 to go.

Kubiak < Andy Reid.

[01h08] Interessanter erster Denver-Play: Manning mit dem Slide zu Boden, aber unberührt. Manning steht auf und bedient WR #10 Sanders für 34yds. Umstritten, weil es die Regel to give yourself up gibt – kommt hier aber nicht zur Anwendung.

[01h04] Punt Steelers. Strafe gegen die Offense, und Pittsbrugh entscheidet sich im 4th/13 von der DEN 34, den Ball zu punten. Diesmal kickt ihn der Punter (nach all den 20yds-Bobbles) viel zu weit, Touchback. Netto-Raumgewinn für die Steelers: 14 Yards.

Drittes Viertel

[00h58] Ende Q3 in Denver. Pittsburgh ist die bessere Mannschaft und schon wieder in der Redzone. Es wird an der Zeit, die Überlegenheit in Punkte umzuwandeln, sprich: Touchdowns zu erzielen.

[00h49] Fieldgoal Denver
Denver 12, Pittsburgh 13 | Q3 2:45.
40yds-FG McManus.

Denver zieht das Tempo an und hat etwas Erfolg. RB #22 Anderson macht heute gute Yards in den wenigen Ballberührungen. Dann aber immer wieder diese überworfenen Bälle von Manning.

Broncos verbrennen ein Timeout bei 3rd/11. Dann incompelte und Fieldgoal.

[00h47] Timeout Manning gegen Ende Q3 in einem knappen Spiel.

[00h41] 3/out Steelers. 3 Läufe ins Nichts. Diesmal ein guter Steeler-Punt an die DEN 47.

[00h37] Punt Broncos. Ein 19yds-Pass, aber dann ist wieder Schluss. Denvers Offense bringt wenig zustande – man stützt sich darauf, dass Defense und Special-Teams die Last tragen.

Die Special-Teams liefern auf alle Fälle. Wieder ein erstklassiger Punt, der nach einem „Fast-Muff“ von Wheaton an der PIT 6 ins Aus geht.

Solche Unterstützung seiner Special-Teams hätte Manning in früheren Jahren gerne öfters gehabt.

[00h31] Field Goal Pittsburgh.
Denver 9, Pittsburgh 13 | Q3 9:32.
28yds-FG Boswell.

Wieder so ein WR-Screen, der in großem Raumgewinn endet: Roethlisberger für #10 Bryant, den die Zone-Defense der Broncos komplett ignoriert, und Bryant sprintet 52yds über das Feld. Recht stümperhaft, wie Denver hier immer wieder Steelers-WR allein auf weiter Flur operieren lässt.

In der Redzone sind die Schotten dichter, aber nicht dicht: WR Bryant macht ein weiteres 1st Down. Erst in der Endzone bekommt CB #21 Talib Zugriff auf Bryant – allerdings mit viel Körperkontakt. Keine DPI, also Fieldgoal.

[00h23] Punt Broncos. Viel Kleinscheiß der Broncos. Steelers-Defense weiß meistens schon vor dem Snap, was kommen wird, und kann sich auf solides Tackling konzentrieren.

WR #88 Thomas muss nach einem Tackle runter. Broncos können sich einen Ausfall von Thomas nicht erlauben.

Zweites Viertel

[00h10] Halbzeit Denver Broncos 9, Pittsburgh Steelers 10.

Spannender Spielverlauf in Denver, und die bessere Mannschaft – Außenseiter Pittsburgh – führt verdient! Die Steelers bewegen die Ketten schneller und effizienter: 30 Plays, 195yds, 6.5yds/Play. Laufspiel und Passspiel klappen besser als bei den Broncos, die schwer mit Droppitis zu kämpfen haben.

QB Roethlisberger sieht nicht sehr angeschlagen aus. QB Manning sieht aus wie immer 2015/16: Unrund, aber die größeren Hemmschuhe sind die Drops der Receiver.

Denver profitierte von exzellenten Feldpositionen, ohne die man keine 9 Punkte gemacht hätte. Pittsburgh brachte 10 Punkte zustande, obwohl man meistens hinten reingenagelt war. Gut und gerne 20 Yards Differenz in der Starting-Feldposition.

[00h05] Field Goal Denver.
DEnver 9, Pittsburgh 10 | Q2 0:00.
51yds-FG McManus.

Gar kein einfacher Kick für McManus in dem Wind. Die Torstangen biegen sich im Wind, aber McManus nagelt ihn knapp aus 52yds rein.

Damit bügelt er auch eine eher missglückte Schlussphase der Broncos-Offense aus, die eine erstmal gut aussehende Feldposition mit missed blocks und Fumbles noch kaputtzumachen drohte.

[23h56] Punt Steelers.

[23h50] Turnover on Downs Denver | Q2 5:12. Die Broncos hemmen ihre Flow mit unzähligen Offense-Drops. Ich habe vorsichtig gezählt sechs, vielleicht sieben Drops, mitgeschrieben. Teilweise Drops in sehr einfachen Momenten, ohne Gegenspieler.

Kubiak spielt nun tatsächlich ein 4th/3 aus, aber Pass ist incomplete. in and out of the hands of the receiver, wie die Amerikaner zu sagen pflegen.

[23h42] 3/out Steelers. Diesmal ein Coverage-Sack gegen Roethlisberger im 3rd Down – just jene Momente, in denen man doch merkt, dass ein Brown fehlt. Dann Punt, und zum dritten Mal ein schwacher Punt der Steelers, der an der DEN 41 aus dem Feld geht.

[23h39] 3/out Denver. Nächster Drop, diesmal lässt RB #22 Anderson komplett unbedrängt den Ball im 3rd/4 fallen. Das Publikum wird ungeduldig, buht Anderson gnadenlos aus.

[23h35] Fieldgoal Steelers.
Denver 6, Pittsburgh 10 | Q2 10:19.
43yds-FG Boswell.

Diesmal resultiert der große Raumgewinn aus einem Pass für WR #88 Heyward-Bey, der völlig alleingelassen angespielt wird und sich mit seinem Speed 58 Yards in die Redzone vorarbeitet.

Dort Sack gegen Roethlisberger und eine knappe Incompletion für TE Miller – und Fieldgoal. Aber die Steelers sind im Prinzip die bessere der beiden Mannschaften bisher. Wie eingangs geschrieben: Roethlisberger ist unkaputtbar.

[23h28] Punt Denver. Mannings tiefe Bälle gehen an Freud und Feind vorbei. Ein möglicher Grund (neben den bereits bekannten Gründen in Sachen Peyton Manning) ist der nicht wirklich berechenbare Wind.

Erstes Viertel

[23h24] Ende Q1 in Denver. Interessantes Spiel. Die Steelers-Offense mag WR #84 Brown vorgeben, sieht aber im Prinzip recht normal aus. Pittsburgh ist auch die deutlich produktivere Mannschaft mit 18 Snaps für 133 Yards, wohingegen Denver jetzt gerade zum ersten Mal sowas wie „Drive“ aufnimmt und bei 14 Plays für 70 Yards steht.

Denver profitierte von großartiger Feldposition: Einmal langer Punt Return, einmal misslungener Steeler-Punt. Pittsburgh dagegen oft hinten reingenagelt, brauchte einen langen TD-Drive.

[23h16] Touchdown Steelers!
Denver 6, Pittsburgh 7 | Q1 1:22.
1yds-Run #33 Touissant.

Holla, die Waldfeh – Steelers sind mittendrin in der Partie. Das Laufspiel treibt einen 5 Plays, 80yds Drive das Spielfeld runter. Die Kernkomponente des Drives: SPEED.

WR #10 Bryant bekommt einen End-Around und nutzt geschickt den Block von TE Miller zu einem 40yds-Raumgewinn. Bryant ist nicht der spielintelligenteste Receiver, aber mit diesem Speed eine ständige Bedrohung.

Dann reißt sich RB #33 Touissant frei, lässt mehrere Tackler aussteigen und geht an die 1. Von dort vollendet Touissant höchstpersönlich zu seinem ersten Touchdown seiner Profi-Karriere.

[23h09] Fieldgoal Denver!
Denver 6, Pittsburgh 0 | Q1 3:40.
41yds-FG McManus.

Kein 1st Down für Denver, und Fieldgoal. Steelers-Defense reagiert sehr aggressiv auf den Lauf.

[23h06] 3/out Steelers. Snap und Punt werden vom Winde verweht. Punt geht an der DEN 31 aus dem Feld, oder besser: Sie geben das Aus an der DEN 31 – denn wirklich eine Methode steckt bei den Refs nicht dahinter.

[23h00] Punt Broncos. Denver mit einem Trick-Play, Wildcat-Versuch: Manning täuscht einen Audible vor und in dem Moment kommt der Snap. Aber RB Hillman wird von der aufmerksamen Defense gestoppt – hätte sich Manning nur ein klein wenig um einen Block bemüht, der Spielzug wäre geglückt.

Punt, und die Broncos schlagen den Ball an der PIT 2 ins Aus.

[22h56] Turnover on Downs Steelers | Q1 7:56. Langer Catch/Run für WR #14 Coates. Dann kommen die Steelers galore:

3rd/8 an der DEN 39. Bubble-Screen und Lauf zum 4th/1.
4th/1 an der DEN 31. Tiefer Ball in die Endzone, incomplete.

Diese tiefen Bomben bei 4th/1 sind grandios, wenn es geling. Aber vermutlich ist die bessere Strategie, einfach die Chance zu maximieren, überhaupt zum 1st Down zu kommen.

[22h47] Fieldgoal Denver!
Denver 3, Pittsburgh 0 | Q1 11:21.
28yds-FG McManus.

Omaha-Offense von Peyton Manning. Dann 4th/1, und hier sehen wir den Unterschied zwischen Kubiak und den richtig guten Game-Managern: Kubiak lässt kicken.

Nicht vergessen: Kubiak um 2008, 2009, 2010 war der schlimmste von allen konservativen Headcoaches, der es zustande brachte, eine erstklassig besetzte Texans-Mannschaft Jahr für Jahr aus den Playoffs zu coachen.

[22h46] Abstimmung Ende: 71% geben den Broncos den Vorteil.

[22h44] Punt Steelers. Roethlisberger mit einem tiefen Ball, incomplete. Dann Run und Negativ-Run. Punt und Return der Broncos an die PIT 30.

[22h42] Erster Pass von Ben ist eine Ansage: Tief 50yds für #11 Wheaton. Aber überworfen.

[22h41] Pittsburgh nur mit 2 aktiven QB heute: Ben + Landry Jones.

[22h37] Um mal die Euphoriebremse zu drücken:

[22h25] Schließlich das letzte Duell eines bislang sehr gutklassigen Viertelfinalwochenendes: Denver Broncos – Pittsburgh Steelers. Vorschau von Herrmann hier. In der Tat ist es kein überaus schwieriges Duell vorherzusagen. Es hängt schlicht alles an der Gesundheit von QB Ben Roethlisberger.

Big Ben ist unkaputtbar. Er wird heute spielen. Es ist bloß die Frage, in welcher Form er auflaufen wird. Nimmst du den letzten Drive vom Wildcard-Wochenende her, ist es ein Wunder, dass Ben überhaupt spielt. Auf der anderen Seite hat Roethlisberger seine Verletzung selbst kommuniziert, und all die Meldungen rundherum waren so konstruiert, dass ich über ein Auflaufen zu großer Form heute ebenso wenig überrascht wäre.

Obwohl das Broncos-Schreckgespenst aus dem Regular-Season Duell, WR Antonio Brown, auf keinen Fall antritt (Gehirnerschütterung), halte ich die Steelers mit einem gut aufgelegten Roethlisberger für konkurrenzfähig. Ich tue mir bloß schwer, mich von den brutalen Eindrücken von letzter Woche zu lösen.

Deshalb Tipp: Broncos.

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24 Kommentare zu “AFC-Divisionals 2015/16: Denver Broncos – Pittsburgh Steelers live

  1. Schöne Grüße aus Neuseeland 👋🏼 Auch hier wird die NFL samt dem Sideline Reporter weiterverfolgt 😄

  2. ein Underdog in gelben Hosen, der leicht überlegen zu sein scheint, aber zu wenige Punkte macht und bei seinen Punts immer gute Field Position verschenkt. Spielen die Packers wohl schon wieder?

  3. eventuell sollte man überlegen wheaton heute weitere punts retunieren zu lassen. das ist ja suiziedmodus!

  4. Machen Stecker/Buschmann eigentlich gerade eine sehr gut gemachte Aikman-Satire mit ihrem Momentum gefasel oder ist das echt deren ernst?!
    „Das ist Momentum! Denver!“
    „Oh, Strafe.“
    „Da wird das Momentum gleich wieder zerstört.“
    *facepalm*

  5. Stecker wettet gerade um 500€ dass in der NFL niemand eine 2PC versucht wenn er nach dem TD 1 Punkt zurück ist.
    Offenbar hat er die Statistik von gestern gelesen 😉

  6. Die bezog sich allerdings auf die 2pts Conversion, nachdem der Rückstand von 14 auf 8 verkürzt wurde.

    2pts Conversion bei 1 Punkt Rückstand ist häufiger.

  7. timeout Entscheidungen der HC am Wochenende.
    Ich fand es in mehreren Spielen sehr gruselig, wie timeouts verschmissen wurde, obwohl abzusehen war, dass man diese am Ende dringend benötigte.
    Oben hier taucht es ja auch schon auf, aber mein Respekt vor den Coaches schwindet hier.
    Der Hausherr hat sich ja auch schon öfter mit dem Thema beschäftigt hier.
    Nur ein Beispiel:
    3. Versuch und deutlich mehr als 20.
    Zeit droht abzulaufen, die Chance auf first down eher gering.
    Was folgt ist timeout statt die5 yards für delay of game zu nehmen.
    Der dritte Versuch natürlich gescheitert und die TO auch weg.
    Mir ist dieses imo schlechte clockmanagement bei erfahrenen Trainern wie in KC, GB und Denver aufgefallen.

    Armcair QB alex war auch unzufrieden, dass es solnge dauerte bis adjustments im playcalling vorgenommen wurden (SEA).
    Nie sass ich so ungläubig vor dem TV und dachte mir, dass gibt es doch nicht was die da callen.

  8. das werde ich auch nie verstehen und fällt besonders in den Playoffs auf, weil es praktisch nur enge Spiele gibt und manche Entscheidungen der HCs dann auch den Ausgang maßgeblich beeinflussen können, man denke nur ans NFC Championship Spiel 2015, ein völliger Coaching-Infarkt von McCarthy. Timeouts verschleudern, 4th downs nicht spielen, FGs auch bei 4th & inches und gigantischem Rückstand kicken… liegt das an der „alten Coachingschule“, die eher konservativ ist? An der allgemeinen öffentlichen Meinung und daraus entstehend an der Angst, dass man für gescheiterte aggressive Playcalls zum Opfer der Medien wird? Oder vielleicht auch zum Opfer der Verantwortlichen der Franchises, die sowas nicht gerne sehen? Football ist doch von vorne bis hinten mit Statistiken und Zahlen belegt, trotzdem werden teilweise statistisch nachvollziehbare Entscheidungen einfach nicht getroffen, weil sie riskant erscheinen, es ist echt ein Rätsel für mich.

  9. „kommt immer mal wieder vor“

    ja, in preseason, pro bowl oder am ende einer saison wo ein team bereits weit aus den playoffs raus ist.
    NFL 2-pt zum win statt PAT. da würden mich mal 2x beispiele interessieren.

  10. Sehr sehr schade, habe das Gefühl, dass man es selbst hergeschenkt hat. Für Denver sehe ich gegen die Pats allerdings schwarz.

  11. @Andi: Ohne eine ausgedehnte Analyse gemacht zu haben: Shanahan gegen San Diego, Gruden gegen die Redskins, Mike Tice fallen mir spontan als Beispiele ein bei Teams, für die es um was ging.
    Houston Texans vor einigen Jahren ebenso als Playoffteam.
    Washington vor 1-2 Jahren, allerdings schon aus dem Playoffrennen.
    Vermeil vor ein paar Jahren gegen die Raiders, Chiefs damals auf alle Fälle noch im Playoffrennen.

  12. danke
    den Alstott sogar erst vor 1-2 monaten mal wieder gesehen. der fällt allerdings raus da ball nicht an der 2-y sondern 1-y line wegen penalty und dies beim PAT!

    die liegen paar jahre zurück. die schon wieder längst vergessen.

    wie im anderen blog eintrag. man muss jeden versuch individuell sehen.
    Shanahan seiner war nachdem der gegner in den letzten sieben! drives punkte erzielt hatte.

    dabei gesehen es war 2008 und es gab bis dahin insg. 7x 2-pt versuche. verloren 4x gewonnen 3x

  13. korrektur. es waren nur sechs drives! in folge.
    nun doch muse mir die anderen anzuschauen.

    2011 Texans zwar playoff team aber der seed war bereits fest.

    der bericht mit 7x games ist falsch. 2x war es missglückter snap PAT.

    die echten:
    2002 Tice war zum record 4-10
    1997 Bears war zum record 0-7 im heimspiel gegen den aktuellen Super Bowl Sieger
    1995 Jaguars war zum record 3-8 + erste saison
    dazu neu:
    2008 Chiefs war zum record 1-8

  14. Vermeil vergessen wegen dem neuen Chiefs 2008 gesehen.

    finde kein game Vermeil Chiefs-Raiders 2-pt. das 2004 31-30 ist ein FG zum sieg.

    neu:
    2013 Redskins war zum record 3-11

  15. Wenn Vermeil 2005 gegen die Raiders keine 2pts-Conversion war, dann war es ein ausgespieltes Down mit auslaufender Uhr. FG (bzw. PAT) hätte ausgeglichen, TD (bzw. 2pts) brachte den Sieg. Auf alle Fälle auslaufende Uhr.

    #27 Larry Johnson mit der Conversion.

    Eins von beiden, 100%. Hab das Spiel gesehen, um Allerheiligen 2005.

  16. Ich weiß gar nicht was die Diskussion um Two Point Conversion und wie oft sie versucht wird, soll. Dass sie selten versucht wird ist kein Zeichen davon dass es falsch ist, es zu probieren, sondern dass die Coaches grundsätzlich konservativ (von mir aus: feige) sind. Die Conversion ist eine exzellente Underdog Strategie in den letzten Minuten wenn du @Andi schon mit Situational Football argumentieren willst.

    Wie groß ist die Chance, dass Underdog Packers in Arizona nach großem Gegenhalten aber extrem zufälligem Drive zum Ausgleich noch lange bestehen kann? Eben nicht groß, und deswegen hätte eine Conversion ihre Berechtigung gehabt. Dass McKicki lieber auf Sicherheit spielt, geschenkt.

    Mehrere Studien beweisen, dass man mit -15 so früh wie möglich auf 2 Point gehen soll um mit dem Wissen um den Ausgang das restliche Spiel planen zu können. Lieber mit 25 Minuten zwei Punkte verschenken als mit 6 oder 1 Minute auf der Uhr.

    Dass man mit -14 auch 2 Points spielen sollte, ist auch erwiesen. Dass es niemand probiert? Eben nicht intuitiv. Aber auch „rationalere“ Entscheider treffen zu oft die intuitive Entscheidung. auch mit viel Vorbereitung im Business Leben. Leider, aber im Sinne der Emotionalität im Spiel, Football, vielleicht gut. Falsch ist die Strategie dennoch.

    Ich schaue seit 25 Jahren Football und ebenso lange ist klar, dass die NFL mehr Passspiel braucht. 10 Jahre hat es gebraucht bis es sich langsam durchgesetzt hat und das alte Mantra von „Run First“ abgelöst wurde. Mike Martz hat den Trend begonnen, die anderen sind nachgezogen. Kein normaler Mensch spricht heute mehr von Establish the Running Game. Die Wahrheit setzt sich über kurz oder lang immer durch. Die Advancd Stats haben es immer schon gewusst und prophezeit.

    So war es auch mit 4. Down.
    So war es auch mit Onside Kicks.

    So wird es auch mit anderen Stats sein, die heute noch abgelehnt werden, aber auch im Football wird sich die rechnerisch bessere Lösung auf Dauer durchsetzen. Am Anfang glaubt es nur niemand.

    Die Gewinner sind die, die die Percentages zu nutzen wissen bevor die anderen nachziehen um den klaren Nachteil auszugleichen. So wie es mit Martz war. So wie es Rivera ergehen wird. Nur Belichick wird bald schon wieder was Neues finden um das auszugleichen womit er heute Vorteile schöpft aber morgen von Copycat NFL eingeholt wird.

  17. die letzten kommentare beziehen sich auf die frage wie oft es eine 2-pt conversion zu sieg/niederlage gab. mein einwurf ist eben in welchem moment dieses bisher geschah.
    in einem fall gab es eine „echte“ entscheidung. dort Shanhan mit dem hintergrund der gegner hatte vorher in sechs drives in folge punkte erzielt.

    zu Cardinals-Packers
    in dem fall sehe ich die 2-pt conversion sogar als ein gute option an.
    offense dezimiert, auswärts, nicht die bessere mannschaft, den TD in 2 plays 100y erzielt damit den gegner geschockt.

    nur teile ich nicht die aussage es ist ein fehler wenn man den PAT nimmt und in die OT geht.
    besonders wenn man anhand von daten kreuz und quer über teams, jahre, spielsituation hinweg sagt – man muss die conversion spielen.


    ja, Chiefs-Raiders war ein TD zum Sieg statt FG zur OT.
    allerdings fällt der auch raus. der ball war an der 1-y line. nach einem pass mit lauf für 36y, restzeit 5 sekunden.

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