Only in Cleveland? Andrew Luck!

Da haut’s dich aus dem Bett: QB Andrew Luck wechselt von den Indianapolis Colts zu den Cleveland Browns. Der erste Big Move vom neuen Front Office der Cleveland Browns! So wie Strategy Officer DePodesta heute Nacht auf der Pressekonferenz klang, haben die Browns den Move von langer Hand geplant und wohl die schlechte Laune von Luck, der sich bei den Colts nicht mehr wohl fühlte, ausgenutzt. Luck unterschreibt in Cleveland einen Fünfjahresvertrag über 125 Mio. Dollar, mit 75 Mio in den ersten drei Jahren – beides neue Rekorde. Eine quicke Analyse.

Es hatte seit Monaten gerüchtelt, dass Luck in Indianapolis nicht mehr einverstanden mit der Strategie war. Einen Wechsel hat trotzdem niemand erwartet. Aber die Vertragsverlängerungen für GM Grigson und Headcoach Pagano haben das Fass wohl zum Überlaufen gebracht und Luck seinen Abgang forciert.

Als Erklärung: Ein Wechsel eines Franchise-QB in seiner Blüte ist in der NFL schier unerhört. Viel mehr: Er ist eigentlich ohne Beispiel. Luck geht in sein fünftes Profijahr, und er hätte in der anstehenden Saison unter der „5th Year Extension“ gespielt. Selbst in Jahr 6, 7 und 8 hätten die Colts ihm die „Franchise Tag“ überstülpen können und hätten keine 70 Mio. Dollar in Summe bezahlt – zwar ein Rekordpreis, aber angesichts der Luck’schen Kombination aus Alter und Talent kein exorbitanter Preis.

Luck muss sehr deutlich gewesen sein: Kein Down mehr für die Colts. Wenn dich dein Quarterback in den besten Jahren verlässt um nach Cleveland (sic!) zu gehen, hast du was falsch gemacht. Seine neue sportliche Heimat ist für Luck immerhin familiäres Terrain: Cleveland ist die Geburtsstadt seines Vaters Oliver. Damit dürfte er die Schwierigkeit seiner anstehenden Aufgabe zumindest erahnen.

Indianapolis versüßt sich den bitteren Abgang immerhin mit massivem Trade-Value: Drei 1st Rounder und der 2nd Rounder von 2016 gehen nach Indy. DePodesta schwadronierte auf der PK von wegen „wir haben die Karriere-Kurve von Andrew nach genauesten Regressionsmodellen errechnet und sind zum Schluss gekommen, dass das genau der faire Preis ist“.

Drei 1st Rounder und ein 2nd Rounder? Klingt nach einer bekannten Entschädigung? Yup, vor vier Jahren bezahlte Washington genau jene Summe für die Rechte an QB Robert Griffin III. RG3 wird wiederZufalleswill wohl Lucks Backup werden. Obwohl: RG3 klang auf der PK anders: „Ich freue mich, mit Andrew um den Starting Job zu competen. Das wird ein heißes Duell. Wir sind seit dem Draft gute Kumpels.“

Indianapolis erbt damit den #2 Overall Pick im kommenden Jahr. Es dürfte klar sein, dass sie den lt. Mike Mayock „nächsten Luck“ ziehen werden: Carson Wentz von North Dakota State. Die Browns dagegen scheinen nach Jahren des Misserfolgs endlich einen veritablen Franchise-QB gefunden zu haben. Oder werden sie nun auch Luck in die Scheiße ziehen?

16 thoughts on “Only in Cleveland? Andrew Luck!

  1. Super! Toll vorbereiteter und durchgezogener April-Scherz. Hat bei mir sogar für Sekundenbruchteile funktioniert. Und das obwohl ich heute Morgen bereits auf der nfl.com Seite war, um mich über Kaepernick zu informieren und da seltsamerweise nix von diesem Monster-Trade stand…😀
    Danke für den schönen Aprilscherz!

  2. Hehe, das wäre mal ein Szenario😉
    Bin mir aber nicht sicher, ob ein Spieler so viel Value wert ist. Nicht einmal bei Luck.

  3. Gibt wahrscheinlich ein paar Teams die den Trade sofort und ohne zu zögern durchziehen würden. Ist natürlich total unrealistisch, weil Luck wohl nie auf den Markt kommt und das ist auch gut so

  4. na ja hätte man was bessere bringen können, so was wie tom brady beendet plötzlich seine Karriere

  5. Super Aprilscherz😀
    Aber mal ernsthaft, an Lucks Stelle würde ich es mir bei so einem Angebot sogar überlegen…

  6. @Rice Up: Der Wert eines Spielers hängt mMn von der Situation des künftigen Teams ab. Wenn Elway die Möglichkeit hätte? Denver mit Andrew Luck als QB??? Wow. In meinen naiven Augen definitiv drei First Rounder wert.

  7. @panthers: Holy …. ! Boehringer läuft eine 4.43!? Schade, dass der gute nicht irgendwo College gespielt hat. Wie drücken es die Amis so schön aus: „The level of play, even in Germany’s top league where he dominated last season, is so far below the college level in the U.S. that all tape on him has little value aside from Madden-level entertainment.“

  8. Ein Aprilscherz ist immer nur dann ein Aprilscherz, wenn er auch am 1. April gelesen wird. Danach wäre eine Sichtbarmachung wünschenswert

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