NFL Draft 2016 – Recap zu Runde 1

Nachklapp auf eine überraschende 1te Runde im NFL Draft 2016.


Die große Geschichte des ersten Draft-Tags 2016 ist ohne Zweifel das Hickhack um OT Laremy Tunsil von der University of Mississippi. Tunsil, lange Wochen als Top-Pick gehandelt und bis vor kurzem als charakterlich „sauber“ beschrieben, musste sich in den Minuten vor und nach Start des Drafts mit allerlei Nebenkriegsschauplätzen beschäftigen.

Zuerst wurde der Twitter-Account von Tunsil gehackt, der Tunsil beim Kiffen ertappte.

Während Tunsils Agent die Identität seines Schützlings im Video abstritt, tauchte in einem anderen Online-Netzwerk Schriftverkehr über Tunsils Geschäftsgebahren bei Ole Miss auf. Tunsil musste zugeben, am College Geld angenommen zu haben und den einen oder anderen Joint inhaliert zu haben.

Im hektischen Treiben des Drafts flog Tunsil von nicht bloß einem Draft-Board und wurde erst an #13 von den Miami Dolphins gezogen. Hinter der Aktion gegen Tunsil wird dessen Stiefvater vermutet, mit dem Tunsil seit Monaten im Clinch liegt. Auf alle Fälle soll es jemand aus seinem unmittelbaren Umfeld mit Zugang zu Tunsils social network accounts gewesen sein. Rachefeldzug geglückt: Tunsil verliert Millionen.

Zum Draft selbst

#1 QB Jared Goff zu den Rams. Goff wird mit übertriebenen Erwartungen in der NFL antreten müssen, mit der Vorgabe, in einer schweren Division mit nur wenigen Offense-Waffen und einem inkompetenten Trainerstab, in der ultimativen Medienmetropole der USA ein Team nach pompösem Umzugsgebahren anzuführen. Viel Spaß.

#2 QB Carson Wentz zu den Eagles. Auch hier keine Überraschung mehr. Bei den Eagles wird nun zu sehen sein, wie sich die QB-Controversy um Sam Bradford löst. Bradford antwortet derzeit nicht auf Anrufe seiner Coaches und will dem Vernehmen nach unbedingt die Eagles verlassen. Die Frage ist: Wohin? Gibt es für den bestenfalls mittelmäßigen QB Bradford eine bessere (sportliche) Option als Philadelphia, wo in Wentz ein hoher Pick noch nicht spielbereit ist?

Wentz wird kaum vom ersten Tag an spielen. Sollte Bradford abziehen, gibt es noch immer den 21 Mio schweren Backup-QB Chase Daniel.

#3 DE Joey Bosa nach San Diego. Die erste kleine Überraschung, denn Bosa hatte man nicht zu einem 3-4 Defense Team gehen sehen. Die Chargers draften damit den Mann, der für viele der kompletteste Spieler im Draft war. Bosa soll am College in 40% seiner „double team“ Situationen Druck auf den QB ausgeübt haben. Kein anderer Konkurrent hatte mehr als 16%.

Bosa kommt damit in einen „leisen“ Markt, zumindest solange die Chargers San Diego nicht verlassen. Für den schmallippigen Bosa ist das zumindest Location-technisch ein guter Ort für den Start einer NFL-Karriere. Sportlich wird viel Druck auf ihm lasten – und er muss in ungewohnter 3-4 Position liefern.

#4 RB Ezekiel Elliott nach Dallas. Horrender Pick. Die Cowboys mit einer der besten Offensive Lines im Lande nehmen den höchsten Pick, den sie seit vielen Jahren haben, die wertloseste Skill-Player Position der NFL. Elliott mag 1600 Yards und den Offense-Rookie des Jahres Preis gewinnen, aber vergiss bitte nicht die „Opportunity Cost“ beim Ziehen eines Runningbacks.

#5 DB Jalen Ramsey nach Jacksonville. Der Traum-Pick für Jacksonville. Aus Spielersicht lodert hier natürlich Gefahr von wegen „Perle vor die Säue“, aber wenn wir mal die ganzen 2-14 und 3-13 Saisons in Jacksonville ausklammern, gibt es mittlerweile durchaus Hoffnung für Jacksonville. Die Offense ist um den überraschend guten QB Bortles, WR Robinson und WR Hurns ebenso jung wie dynamisch besetzt. Die Defense begrüßt neben teuren Free Agents dieses Jahr neben Ramsey auch den zuletzt schwer verletzten DE Dante Fowler, #3 Pick im letzten Jahr. Kurzum: Jacksonville hat mit unzähligen hohen Draftpicks schön langsam einen echten Kern beisammen. Nun ist die Frage: Wird Ramsey Gus Bradleys neuer Earl Thomas? Oder sein neuer Richard Sherman?

#6 OT Ronnie Stanley zu den Ravens. Gerüchten zur Folge nahm Ravens-GM Ozzie Newsome OT Tunsil nach den ersten Gerüchten vom Tablett. Also blieb Stanley, unisono anerkannt guter Pass-Blocker.

#7 DE DeForest Buckner nach San Francisco. Die Storyline “Chip Kelly draftet einen Oregon-Spieler” wurde recht wenig diskutiert, was dran liegt, dass der Buckner-Pick so logisch ist wie vielleicht nur noch der Ramsey-Pick. San Francisco stellt damit in Zukunft eine Oregon-Line mit Buckner und Arik Armstead (1st Rounder 2015) auf.

#8 Trade Cleveland/Tennessee, OT Jack Conklin das Karnickel. Tennessee hätte die Chance gehabt, doch noch Tunsil zu kaufen. Lehnte die Option ab und zieht Conklin. Der Preis, den Tennessee an die Browns zahlte, ist recht happig: Zuzüglich zum Tausch #15 vs #8 Pick bekommen die Browns einen 2nd und 3rd Rounder von den Titans.

#9 Trade Bears/Buccs, DE Leonard Floyd is da man. Pass Rusher für John Fox.

#10 CB Eli Apple nach New York. Cornerback hatte nun wirklich keine Sau für die Giants auf dem Zettel gehabt, und dann noch dazu Apple, wenn ein Vernon Hargreaves noch auf dem Tablett gewesen wäre!

#11 CB Hargreaves nach Tampa. Hargreaves geht einen Spot später nach Tampa Bay. Die Buccs sind damit einer der Gewinner der 1ten Runde: Trade nach unten und dennoch genau den Spieler bekommen, den alle nach Tampa hatten gehen sehen.

#12 DT Sheldon Rankins nach New Orleans. Rankins wurden von vielen mit Aaron Donald verglichen. Wie genau er in die Defense der Saints passt, ist mir noch nicht klar, aber nachdem bereits DT Fairley vom Transfermarkt aufgegabelt wurde, bekommt „Der Plan“ bei den Saints langsam ein Gesicht: Stärkte die Front Seven.

Rankins galt als einer der meistgehypten Spieler in der 1ten Runde. Viele sahen ihn spätestens an #14 nach Oakland oder an #16 nach Detroit gehen.

#13 OT Tunsil nach Miami. Dann „endlich“ der Tunsil-Pick. Miami, permanenter Hort von OL-Problemen, zieht Tunsil. Der Tunsil-Fall ist auch ein interessanter Fall von Risikomanagement im Draft: Viele sahen in dem Mann den vermutlich besten Prospect des Jahres. Seit einigen Tagen rumorte es aufgrund eingangs beschriebener familiärer Streitigkeiten um Tunsil, aber dass er weiter als #6 (Baltimore) fallen würde, hatte niemand erwartet. Dann platzen die Bomben in den Minuten vor dem Draft gleich reihenweise, und die Teams müssen in Minutenschnelle über das Schicksal des Spielers entscheiden.

Manche nehmen ihn runter. Andere „entwerten“ ihn bloß. Bis zu dem Punkt, an dem Talent > Risiko ist. #13 war der Moment. Ein Moment, der schon in Kürze als „Steal“ gelten könnte, auch wenn Tunsil dem Vernehmen seine Karriere in Miami auf der weniger geachteten Position des Guards beginnen soll.

#14 S Karl Joseph nach Oakland. Eher hatte man Offensive oder Defensive Line für die Raiders gesehen, aber mit Joseph bekommt nun auch die Secondary ein neues Gesicht.

#15 WR Corey Coleman nach Cleveland. Die Baylor-Connection bei den Browns bekommt ein Gesicht: Ex-Baylor QB Robert Griffin III wirft zu ex-Baylor WR Coleman und ex-Baylor WR Josh Gordon kämpft noch um eine Spielerlaubnis nach etlichen Fällen von Drogenmissbrauch.

Coleman ist damit der erste Wide Receiver im Draft 2016. Auch das hatte man nicht wirklich kommen sehen. Im Prinzip macht ein Skill-Player in der Browns-Offense aber schon Sinn. Coleman gilt als Genie, wenn er den Ball gefangen hat. Ohne Ball gilt er als großes Fragezeichen, das Blocking zum Beispiel ist nicht vorhanden.

Allerdings verlangt die Baylor-Offense von ihren Spielern aber auch nicht, dass geblockt wird. Insofern strafst du mit so einem Urteil vielleicht auch einen Spieler dafür ab, dass er genau das gemacht hat, was seine Coaches von ihm wollten.

#16 OT Tyler Decker nach Detroit. Ein schrecklich tätowierter Offensive Tackle für die Lions, die vermutlich gehofft hatten, dass DT Rankins zu ihnen fällt. Decker ist kein inspirierender Pick, aber Offensive Line war letztes Jahr ein ganz großer Schwachpunkt.

#17 FS Keanu Neal für Atlanta. Neal kommt aus dem Gar Nichts, obwohl er mit Florida an einem großen College Football spielte. Schnell mal recherchiert und gelesen, dass Neal als „hit or miss“ Spieler gilt, der für einen harten Tackle seine Großmutter verkaufen würde, aber auch öfter als dir lieb ist ins Leere springt.

#18 C Ryan Kelly nach Indianapolis. Protection für Andrew Luck, aber so hoch werden Center nur selten gezogen. Insofern ein merkwürdiger Pick.

#19 DE Shaq Lawson nach Buffalo. Der Mario-Williams Nachfolger. Lawson wird kein Vollzeit-Passrusher im ersten Jahr sein, hat in Buffalo aber das Glück, in einer vollbesetzten Defense Line mit den DTs Dareus/Williams und DE Hughes anzutreten. Das heißt, er wird nicht viele Doppeldeckungen sehen. Und Rex Ryan gilt als Coach mit vielen Ideen, wie man einen Passrusher gut aussehen lässt.

Lawson war am College in Clemson ein dominierender Spieler. Als NFL-Prospect war er etwas umstritten, aber wenn du nur mal anschaust, was der Athlet am College zustande gebracht hat, ist das Label „1te Runde“ durchaus berechtigt.

#20 LB Darron Lee zu den Jets. Wie immer viel Lärm um die Intentionen der Jets vor dem Draft. Diesmal aber ein eher „leiser“ Pick mit Lee, der als sehr system-spezifischer Spieler gilt und den rapide alternden Linebacker-Corp der Jets auffrischen soll. Quarterback bleibt damit ein offenes Fragezeichen in New York.

#21 WR Will Fuller nach Houston. Ein Burner für die Texans-Offense, der die Verteidigungen auseinanderziehen soll. Fuller ist ein Sprinter, der in einer Aufstellung mit WR Hopkins viele single coverages sehen wird. Die Intention hinter dem Pick ist mir sehr klar, aber nicht vergessen: Fuller gilt als komplettes one trick pony, kann nur geradeaus laufen und lässt zu viele Bälle fangen. Da fällt dir schnell mal Heyward-Bey anno 2009 ein.

#22 Josh Doctson nach Washington. Doctson war für viele der beste Wide Receiver im Draft. Seine Tapes sehen gigantisch aus, mit vielen schweren Catches entlang der Seitenlinien runter. Aber das sind Big-12 Spiele, die es den Receivern oft einfacher machen als es aussieht. Trotzdem passt Doctson theoretisch ganz gut nach Washington, das in den letzten Jahren viele Ressourcen in die beiden Lines gesteckt hat, das QB Cousins für gutes Geld halten konnte und das in WR Garcon und WR Jackson bereits zwei erstklassige, aber alternde Receiver im Kader hat.

#23 Laquon Treadwell nach Minnesota. Treadstone, für die „anderen“ Experten der beste Receiver im Draft, zu den Vikings. Das scheint zu passen, denn der QB mit dem schwachen Arm, Teddy Bridgewater, bekommt den WR mit den langsamen Beinen, Treadwell. „deep threat“ geht zwar anders, aber ein technisch sauberer Receiver mit fixen Händen und gut im Zweikampf, kann wertvoll sein.

#24 CB William Jackson III nach Cincinnati. Cornerback in der ersten Runde für die Bengals hatten wir in den letzten Jahren öfters als weiland Wide Receiver nach Detroit.

#25 CB Artie Burns nach Pittsburgh. Defensive Back in der ersten Runde nach Pittsburgh hatten wir hingegen ungefähr so oft wie erfolgreichen QB-Pick für Cleveland. Der letzte DB für die Steelers war aber ein Superstar, Polamalu 2003. Seither steht Fokus auf Front Seven und Offense Line. Ich bin gespannt, was Pittsburgh schematisch mit diesem neuen Spieler macht.

#26 Trade Denver/Seattle, QB Paxton Lynch zu den Broncos. Es gibt Gerüchte, dass auch andere Mannschaften an einem Tauschgeschäft mit Seattle interessiert waren, aber Denver gewinnt das Hakeln. Lynch kommt in eine theoretisch gute Situation: Eine großartige Defense und ein Coaching-stab, der im Ruf steht, „einfache“ Offenses für seine Quarterbacks zu designen.

Lynch ist für viele ein verdienter 1st Rounder, weil athletisch viele gute Voraussetzungen. Allerdings ist Lynch ähnlich wenig spielfertig wie ein Carson Wentz. Insofern zahlt Denver vielleicht einen Preis mit Fokus auf eine mittelfristige, keine kurzfristige, Lösung.

#27 DT Kenny Clark nach Green Bay. Clark als Nachfolger des jüngst zurückgetretenen BJ Raji.

#28 G Josh Garnett nach San Francisco. Chip Kelly scheint schon das Ruder in San Francisco übernommen zu haben: Trade nach oben.

#29 DT Robert Nkemdiche nach Arizona. Der dritte Ole-Miss Spieler (nach Tunsil und Treadwell), und der dritte, der später gedraftet wird als angenommen. Nkemdiche ist ein Spaltpilz: Spielerisch gilt er in lichten Momenten als Megatalent, aber gleichzeitig soll er trainingsfaul sein und hat spätestens nach Aufsehen erregenden Drogenzwischenfällen um die Weihnachtszeit einen Ruf wie die Pest.

Nkemdiche ist der Mann, der ex-Teamkollege Tunsil mit in die Scheiße zog („Laremy hat auch mitgekifft als ich benebelt aus dem 4ten Stock gefallen bin“) und er hat einen Bruder Denzel, der in Verdacht steht, mit synthetischen Drogen gehandelt zu haben.

Arizona war schon in jüngerer Vergangenheit ein Hort für solch umstrittene Typen. Insofern ein kalkuliertes Risiko von GM Keim und HC Arians.

#30 DT Vernon Butler für Carolina. Panther-GM Dave Gettleman wird niemals von seinem Mantra “best player available” abrücken, und so wird er auch in den Tagen nach der Entlassung von CB Josh Norman nicht Secondary, sondern Defense Line draften, wo in Short und Lotulelei zwei extrem gute, junge Tackles bereits im Kader stehen.

#31 OT Germain Ifedi nach Seattle. Der einfachste Pick des Tages als Ende einer nicht nach Skript verlaufenen ersten Runde im Draft.

Wer ist noch übrig?

Eine erste Runde, die Leute wie LB Myles Jack, CB Mackensie Alexander, LB Jaylon Smith oder DT Andrew Billings auf dem Tablett hat warten lassen. Sie alle galten zu einem Zeitpunkt in nicht allzu ferner Vergangenheit als mögliche Top-10 Picks.

Jack ist gefallen wegen Bedenken ob einer chronischen Knieverletzung. Jack war auf Pressekonferenzen ehrlich und sagte „möglicherweise brauche ich bald eine OP um den Zerfall meines Knies aufzuhalten“. Dahinter kann aber auch Taktik stehen: Als Prospect willst du lieber Anfang 2te Runde als Ende 1te Runde gezogen werden, weil du dann schon nach 3 Jahren, nicht erst nach 4, auf den Markt kommst, und weil du dann nicht befürchten musst, dass dein Team dir die „5th Year Option“ überstülpt.

Auch der Fall Billings ist interessant: Billings ist mit erst 20 Lenzen einer der jüngsten Spieler der Draft-Geschichte. Athletisch gilt er als großes Versprechen, persönliche Probleme sind zumindest öffentlich nicht bekannt. Im Prinzip ist so ein CV mehr als 1st-Round würdig, aber Billings fiel trotzdem durch den Rost.

Heute geht es weiter.

27 thoughts on “NFL Draft 2016 – Recap zu Runde 1

  1. Also ich bin glücklich mit Ryan Kelly.
    Per @PFF, Ryan Kelly played 1,032 snaps in 2015.
    Kelly committed 0 penalties and allowed 0 sacks, in 488 pass blocking plays.

    Niemand hätte mit 2 Safetys in den Top 17 gerechnet (Ramsey ausgeklammert)

  2. Wobei man leider gerade bei Neal zu den Falcons mal wieder die schlechte Vorbereitung der Jungs bei Pro7 maxx gesehen hat. Hinsichtlich des eher schwachen Safety-Angebots waren die vergleichsweise hohen Picks eine Überraschung, aber es war klar, dass WENN ein S halbwegs hoch weg geht, dann Neal zu den Falcons. Das war im Vorfeld zu lesen, dass Quinn ein großer Fan ist, und ihn seinerzeit schon nach Florida geholt hat. Konnte man sich im Studio überhaupt keinen Reim drauf machen. Der beste Mann war dann auch tatsächlich der als Gast in den Hintergrund gesetzte Nils, der letztes Jahr bei der Suche nach einem Co-Moderator gegen Schmiso den kürzeren gezogen hat. Wenn sie ihn gefragt haben, hatte der aber mal richtig Ahnung.

  3. Ole Mi$$ in der Kritik? Huch, is ja ganz was neues.

    Der Nummer 1 Pick fühlt sich in der Bäckerei wohl, denn in seiner Collegekarriere gab es lauter Cupcakes. Gegnerische Passverteidigungen (ohne fcs): 70 (Washington), 65, 77, 97 (Utah verloren mit 5 INT), 32 (verloren), 93 (USC, verloren mit 2 INT), 125 (of 128) (Oregon verloren mit 1 INT), 110 (Oregon State), 66 (Stanford), 128.

    Der Nummer 2 Pick fuhr ein Rennen im Amateurcup mit einem Porsche gegen ein paar alte VW’s, dabei nur 23 Runden, , hat den Porsche noch beschädigt und sein Grünschnabel-Back-Up hat genauso gut gespielt. NDSU ist 5-maliger FCS-Meister (hintereinander), Talentweise massiv überlegen, er hat sich Verletzt, weniger Spiele bestritten und sein True Freshman Back up hat genauso gut gespielt. Massiv überdraftet, insbesondere was die Eagles für ihn bezahlt haben. http://stats.gobison.com/fb/2015/indgbg.htm#IGBG.PAS

    Und Paxton Lynch is genau der große QB mit dem starken Arm, der von der kleinen Schule kommt und durch körperliches Talent schwächen in seinem Spiel auf niedrigen Niveau wettmachen kann. (Tom Savage; Logan Thomas; Zach Mettenberger; Mike Glennon; EJ Manuel) Einer von diesen wurde in Runde 1 gedrafted und ist ein Bust.

    Eigentlich war die Safety-Position dieses Jahr realtiv breit besetzt, warum dann so hoch draften?. Der von Duke (Cash, SS); Ohio State (Vonn Bell, FS) ; Clemson (T.J. Green, FS); sind alle noch da…

  4. #pro7maxx
    bis zum 9.Pick Trade Bucs/Bears waren die Jungs ganz gut drauf.
    Surprise, surprise, Trade, original #9 Bucs / #11 Bears hat die
    komplette Crew aus der Bahn geworfen, alle hektisch in ihren
    Unterlagen am suchen.
    Da hat man den feinen Unterschied zwischen Show und plötzlich
    Sport feststellen können, hat mir Spaß gemacht.
    Wie Santiago15 schon bemerkte, der Nils hat was drauf.
    Nach dem Bearspick war ich dann weg. Neugier befriedigt.

  5. Interessanteste 1. Runde seit langem.

    Größte Gewinner sind für mich Cleveland, Jacksonville und Arizona.
    Browns haben für 2017 schon Draft Value im Wert von 2 ganzen Drafts zur Verfügung WOW, und was man so liest, wollen sie ihren #32 Pick von heute nacht auch noch für einen 1. Rounder 2017 eintauschen.
    Jacksonville fällt auf #5 der beste Spieler im ganzen Draft in die Hände und weiß noch immer nicht wieso.
    Arizona bekommt DT Nkemdiche fast für lau. Aber alle, die von Arians Wunderkräften bei schwierigen Typen reden, sollten nicht Daryl Washington unterschlagen. Arians hat nicht ALLE Problemspieler gekurt.

    Verlierer sind für mich Tunsil, Dallas, Baltimore, Laquon Treadwell (nicht Treadstone, das gibt es nur bei Jason Bourne ;-))
    Tunsil… da heuern die Teams ganze Horden von Scouts an die 10 Monate lang jeden Prospect auf Schritt und Tritt verfolgen und jeden Verstolperer notieren, und dann bringt ein simples Video alle Strukturen in Sekundenschnelle durcheinander. Ich frage mich immer wieder, wie lächerlich ich den Drafting Process finde.
    Baltimore: Aus Muffensausen auf den besten OT im Draft verzichtet. FREIWILLIG.
    Dallas = RB, really???
    Treadwell = nur als VIERTER WR gezogen, das klang bis vor wenigen Tagen noch ganz anders. Alle Ole Miss Player weit unter Wert geschlagen.

  6. Der tollen 1. Runde folgt ein komischer 2. Tag, den ich noch nicht ganz fassen kann…

    RB Henry nach Tennessee
    Ein Trade Up für einen Kicker??
    Diese QB Picks…

    Ich meine, was haben sich die J-E-T-S gedacht als sie Hackenberg genommen haben? Dieser Pick ist für mich der unsinnigste im ganzen Draft, du hast Geno und Petty und willst Fitzpatrick für lau zurückholen und du draftest den kaputten Hackenberg.
    Und auch die Pats mit dem Brissett Pick, was soll das, so viele Mid Round Picks für QB in den letzten Jahren ausgegeben, aber der Kader hat doch etliche Lücken v.a. in der OL, da ist ein Brisstt mehr als Luxus.

    Smith OVER Myles Jack, hätte kein Mensch gedacht…
    Wenn Jack fit ist könnten die Jaguars zwei Top 5 Player im Draft bekommen haben, wow. Der Power Shift in der AFC South ist nah. Die Colts werden trotz Andrew Luck zu beißen haben.

    Andrew Billings noch auf dem Board für Tag 3…
    Galt der nicht mal aus 1. Round Pick?

    Ach, ja und dann dieses Goodie für die Götter:

  7. Gehen wir mal ein paar interessante Picks durch:

    #32 CLE: DE Ogbah

    #33 TEN: DE Dodd
    Pass Rush macht theoretisch Sinn für Tennessee, aber Dodd ist angesichts der Verfügbarkeit von Leuten wie Spence ein eigenartiger Pick: Mit 24 recht alt, wenig explosiv, hat am College davon profitiert, dass Teamkollege DE Lawson die Doppeldeckungen bekommen hat.

    #34 DAL: LB Jaylon Smith
    Der Risikopick. Gerüchten zur Folge wollte auch New England Smith. Zwischen All-Pro und Lattimore II ist hier alles drin.

    #35 SD: TE Henry
    Der Gates-Nachfolger, kann eine Saison lang eingelernt werden, in der Hoffnung, kein neuer Lardarius Green zu werden.

    #36 JAX: LB Myles Jack
    Jack geht damit nach Jaylon Smith. Er geht aber vor Pick 45 und muss damit auf seine Versicherung verzichten. Jack galt als Riesentalent. Jacksonville bekommt damit in einem Draft DB Ramsey und LB Jack. Oder anders: Jacksonville hat den Draft, den eigentlich hätte Dallas haben sollen.
    (Bloß: In Dallas hat wieder Jerry Jones das Ruder übernommen)

    #37 KC: DT Chris Jones
    Jones war auf einigen Boards ein hoher 1st Rounder, u.a. bei PFF. Aber ein riskanter Pick: Jones, seit vielen Jahren gehypt, hat erst 2015 eine Starter-Rolle am College erkämpft.

    #39 TB: DE Noah Spence
    Großes Talent mit fragwürdiger Vergangenheit. Spence gilt aber als ehrlich im Umgang mit seiner eigenen Vergangenheit. Tampa braucht händeringend Edge Rusher, insofern ein völlig „logischer“ Pick. Auf dem Papier einer der besten Picks der 2ten Runde.

    #40 NYG: WR Sterling Shepard
    Shepard als Nachfolger von WR Cruz? Hat man einigen Scouts vor dem Draft zugehört, ist es ein Wunder, dass Slot-WR Shepard überhaupt in die 2te Runde gefallen ist. Giants damit mit einem WR Depth Chart WR Beckham, WR Randle, WR Cruz, WR Shepard. Viel besser geht nicht.

    #41 BUF: LB Ragland
    Ragland ist wegen Problemen an der Halsschlagader (!) in die 2te Runde gefallen. Linebacker für Buffalo, Rex Ryan draftet weiter munter Defense.

    #42 BAL: DE Correa
    Edge Rusher für die Ravens, wo DE Dumervil und DE Suggs gefühlt auf die Mitte 30 zugehen.

    #43 TEN: DT Austin Johnson
    DT macht auf dem Papier Sinn für die Titans. Johnson gilt allerdings nicht als guter Pass Rusher.

    #44 OAK: DE Jihad Ward
    Für viele ein „Reach“. Ward war mir bislang unbekannt. Gilt als Risikopick, athletisch hervorragend, aber wenig geschliffen. Oakland wird verbal für den Pick verprügelt, weil solidere Optionen zu haben gewesen wären.

    #45 TEN: RB Derrick Henry
    Auf dem Papier ein haarsträubender Pick. Henry = Power Back, der Platz braucht. Dazu als Fänger und Blocker eine Null. Braucht eine starke OL, wird sich mit RB Murray um die Carries fetzen, und wir wissen, wie Murray auf Konkurrenz im Backfield reagiert.

    #46 DET: DT Robinson
    Robinson gilt als prima Run-Defender, aber kein Antritt für den Pass Rush. Viele loben den Pick, aber ich bin skeptisch. Robinson ist aber erst 21. Würde man nicht meinen, wenn man den Bart von sieben Talibanpredigern in einmal begutachtet.

    #51 NYJ: QB Hackenberg
    Macht für mich ähnlich wenig Sinn wie von He Hate Me beschrieben. Jets haben damit 3 (mit Fitzpatrick 4) völlig unterschiedliche QB-Typen im Kader. Wirkt wie ein verschlissener Draftpick. Für Hackenberg nach der Penn-State Erfahrung so etwas wie „vom Regen in die Traufe“.

    #54 MIN: CB Mackensie Alexander
    Value-Pick. In der heutigen NFL kannst du kaum genügend Cornerbacks haben. Vikings frischen die Secondary damit weiter auf, und Alexander galt am College als exzellenter Manndecker.

    #59 TB: K Aguero
    Aguayo hat 2015 50% seiner 40+ Yards Kicks versemmelt und ist ein schlechter Kickoff-„Spezialist“.

    #60 NE: CB Cyrus Jones
    Belichicks erster Pick = ein Corner aus dem Team seines Spezls Saban. Defensive Backfield war in der Vergangenheit in Drafts eine Position, auf der Belichick erstaunlich viele Fehlgriffe hatte.

    #61 NO: FS Vonn Bell
    Saints ergänzen die Safety-Position nach Bush, Byrd und Vaccaro mit einem weiteren Mann.

    #62 CAR: CB Bradberry
    Ein Cornerback für Carolina! Kommt überraschend.

    #72 CHI: DT Bullard
    Bullard war für einige ein möglicher Top-20 Pick.

    #75 OAK: DE Calhoun
    Und noch einer für die Defense/Front-7 für die Raiders.

    #85 HOU: WR Braxton Miller
    Zweiter WR für Houston im Draft. Miller war lange Jahre QB bei Ohio State, soll in den Workouts als Receiver aber eine großartige Figur gemacht haben. Miller wird in Houston vmtl. die #3-Rolle hinter Hopkins und Fuller einnehmen.

    #91 NE: QB Brissett
    New England braucht einen Backup für Garroppolo in den ersten Wochen, in denen Brady gesperrt bleibt.

    #93 CLE: QB Kessler
    Der RG3-Backup? Kessler galt als wenig inspirierender Pick.

    #95 DET: C Glasgow
    Glasgow kommt von der 50km entfernten University of Michigan nach Detroit. Dritter Draftpick für die Lines nach OT Decker und DT Robinson in den ersten beiden Runden. Kann angesichts der Eindrücke des letzten Jahres nicht schaden.

    Überbleibsel
    – DT Billings
    – QB Prescott
    – WR Listenbee
    – LB Scooby Wright
    – RB Perkins
    – DT Sheldon Day
    – RB Howard
    – RB Booker

    Freak-Team Cleveland Browns:

    Browns haben nächstes Jahr Draftpicks für 2 Klassen.

  8. Was ich bei den Cowboys nicht verstehe: Also erstmal ganz klar, hätte auch Ramsey genommen, aber: Wenn Jerry unbedingt Elliott will, wäre es nicht sinnvoller gewesen, nach unten zu traden? Ich denke, bis zu den Bears wäre da keine Gefahr gewesen.
    Ob Smith oder Jack, mag ich nicht beurteilen, Hauptsache sie tun etwas für die front seven.

  9. Es gab ein Angebot aus Baltimore für nen Trade down (offiziell für Ramsey, Dallas hatte aber Angst dass sie doch Elliott ziehen würden), deswegen haben sie die Option Trade down nicht gezogen. Nichts wäre blöder gewesen, als wen sie am Ende ohne beide Spieler aus dem Trade gekommen wären.

    Ramsey und Elliott standen bei ihnen mit der selben Punktzahl auf dem Board und J.Garrett war dann derjenige der pro Elliott gevoted hat.

    Ich hätte an der Stelle auch gerne Ramsey gesehen, aber ist es halt nicht geworden und jetzt hoffe ich mal, dass er eher am Cowboys Report dran ist, als an allem was ich so gelesen und gesehen habe.

  10. Vinkings könnten passend sein für ihn.
    Er kann den Field-stretcher geben ohne gleich dauernd angespielt zu werden, denn so weit wirft Teddy eh nicht und unter der Woche das NFL-Handwerk lernen.

  11. Interessant ist, dass keine US-website unter „worst first round picks“ Elliott listet. Ich verstehe es nicht. Ich finde ihn nicht brilliant (da war im College auch viel exzellentes Blocking dabei), Dallas hat eine Super-O-line, und dann Elliott auf 4? *kopfschüttel* Defense wins Championships, Jerry.

    Zu Böhringer: Ich vermute, seine Chancen im Roster zu sein stehen besser als 50%, da er physisch so außergewöhnlich stark ist. Sollten die Vikings ihn wider Erwarten doch cutten, müsste er eigentlich sofort wieder von einem anderen Club aufgesammelt werden.

  12. NFL Gamepass Preise sind raus. Aber hier ist wohl gerade Sommerpause. Schoenen Urlaub allen🙂

  13. Naja, die Kombination aus Preiserhöhung und massivem Anstieg der frei im TV verfügbaren Spiele letztes Jahr war ja auch eine suboptimale Kombination

  14. Wobei die Preiserhöhung letztes Jahr vor allem durch den Dollar/Euro Kurs gegeben war, weniger durch eine Preiserhöhung seitens der NFL.

  15. Stimmt, aber im letzten Jahr ist der Kurs kaum wieder so stark gestiegen, dass sie Senkung der Preise damit zu erklären ist.

  16. Wollt nur fragen wieso schon lange keine neue berichte kommen,
    beginnt bald ja neue season. Wird korsakoff auch diese season so intensiv berichten oder wird es aus Zeitmangel etwas weniger. MFG

  17. Nachtrag:
    In Österreich sind es noch 239.99 -.- was ein Mist. Letztes Jahr die Option, die Subscription mit den alten Preisen weiterlaufen zu lassen gabs auch nicht…

  18. Hi JD, der Depth Chart gibt im Grunde nur einen groben Überblick über die derzeitige „Rangfolge“ der Spieler auf den einzelnen Positionen.

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