Washington Huskies | 2016/17 Vorschau

Wenn es um die Geheimfavoriten vor der anstehenden College-Football Saison geht, sind die Washington Huskies ein oft genannter Kandidat. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  1. Head Coach Chris Petersen ist seit Boise-Zeiten US-weit als Coaching-Genie anerkannt und hat in seinem dritten Jahr seinen ersten richtig runden, annähernd reifen Kader beisammen.
  2. 2015 fuhr man trotz komplett neu aufgestelltem Kader eine 7-6 Bilanz in der schweren Pac-12 Conference ein, trotz unglücklicher 1-3 Bilanz in engen Spielen.
  3. Washington mag wechselhafte Vorstellungen hinter sich haben, aber die Hochs waren 2015 extrem hoch: Arizona wurde 49-10 niedergemetzelt, Oregon State 52-7, Utah State 31-17. USC wurde auswärts geschlagen. Gegen Oregon nur mit -6 verloren. Gegen Boise State nur mit -3, als eigentlich besseres Team.

Mannschaften vom Typus Washington gibt es quasi jedes Jahr im College Football. Letztes Jahr als Beispiel die Arkansas Razorbacks als klassischer Sleeper: Sie waren 2014 7-6 gegangen, mit 0-4 Record in engen Spielen. Arkansas schaffte den großen Durchbruch im darauf folgenden nicht – zumindest noch nicht.

Bei Washington ist der Fall ähnlich gelagert: Super Ansätze, aber mit einem sehr jungen Team (u.a. Freshman-QB und Freshman-RB) auch nicht immer stabil. Die Hoffnung ist, dass das um ein Jahr gereifte Team in Jahr 3 unter Cheftrainer Petersen nun die notwendigen PS auf den Boden bringt, um in einer Pac-12 North Division mit Oregon und Stanford zu bestehen.


Washington spielt mit 50/50 eine für College-Verhältnisse eher passlastige Offense: Letztes Jahr 427 Pass-Downs vs 426 Rush-Downs. QB Jake Browning, letztes Jahr ein kompletter Grünschnabel, geht in sein zweites Jahr am College. Seine Stats lesen sich nicht übel: 63% Completion Rate, fast 3000yds, 16 TD, nur 10 INT. Seine Sack-Quote von 7.9% ist etwas hoch, aber seine Offense Line war stellenweise auch ein Torso. Man erwartet große Dinge von Browning.

Neben Browning erwartet man von RB Myles Gaskin (als Freshman 227/1302yds und 14 TD) und dem von Verletzung genesenen deep threat John Ross (wenn fit über 22yds/Catch) große Dinge.


Ähnliches Bild in der Defense: Letztes Jahr hatte man eine superbe Run-Defense, aber Probleme mit einer extrem jungen Secondary. Der Kader sollte dieses Jahr gereifter und tiefer besetzt sein. 5/6 des DL-Stamms, 8/11 bei den Linebackers und 7/8 der Secondary bleiben dem Teamerhalten. DefCoord Kwiatkowski ist ein langjähriger Vertrauter Petersens – die beiden wissen, wohin sie mit ihrer Verteidigung wollen. Kwiatkowski galt zudem schon zu Zeiten in Boise als Coach, der es hervorragend versteht, die kleinen Stellschrauben so zu drehen, dass seine Unit stets auf gegnerische Fragen Antworten wusste.


Washington beginnt im Coaches Poll als #18. In vielen statistischen Modellen ist Washington noch höher eingestuft, um Platz 10-15. So geht es dir, wenn du zwar nur 7-6 warst, aber deine Vorstellungen durchaus eines Teams mit 9 oder 10 Siegen würdig waren. Es ist nicht schwierig zu sehen, wieso Washington so gehypt wird. Es ist aber auch denkbar, dass 2016 noch ein Jahr zu früh kommt. Im Vergleich zu Stanford oder Oregon könnte es tatsächlich noch zu früh sein, aber es wäre keine komplette Sensation, wenn sich die Huskies für das Pac-12 Finale qualifizieren.

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