Oklahoma Sooners – Houston Cougars live

[21h35] Game Recap.

Ein richtig starkes Auftaktspiel beider Mannschaften in der 1ten Halbzeit. Beide Teams scorten in fast jedem Drive und waren in der Lage, längere Drives auszuspielen. Houstons QB Greg Ward mit einer atemberaubenden Vorstellung und einigen Highlight-Plays, die noch das ganze Wochenende zu sehen sein werden. Houston-Drives von 71, 84, 75, 59 Yards vor der Pause. Trotzdem nur eine knappe 19-17 Führung.

Nach der Pause machte Houston mehr oder minder innerhalb weniger Plays ein klares Ergebnis daraus: 100yds-Return eines zu kurzen Fieldgoals, dann ein Fumble von Oklahoma und Ward treibt die Offense mit etlichen 3rd Downs das Feld hinunter zum 33-17.

An Houston hat mir neben der offensichtlichen spielerischen Qualität der Mannschaft hervorragend gefallen, mit welchem Selbstverständnis die Mannschaft aufgetreten ist. Das war Boise State 2.0. „Wir können jeden schlagen“.

Heimlicher Star des Spiels – neben QB Ward – war natürlich die exzellent vorbereitete Defense. DT #10 Oliver bekam viel Hype und wird zurecht noch viel Hype bekommen. Ein gewaltiger Prospect.

Oklahoma in der zweiten Halbzeit mit einer ernüchternden Vorstellung. Das erinnerte ein wenig an das Semifinale gegen Clemson, wo man auch nach der Pause keinen Stich mehr setzte. QB Mayfield mit einer schrecklichen Vorstellung. Schon in Halbzeit 1 eher zögerlich, wurde es nach der Pause brutal anzuschauen, wie Mayfield ein ums andere Mal in der Pocket krepierte, zögerte und zauderte und dann entweder gefällt wurde oder einen sinnlosen Scramble ansetzte.

Trotzdem noch einige Chancen für Oklahoma, aber zu hoch geworfene Bälle oder der misslungene Trick Play, der ein sicherer TD gewesen wäre.

[21h31] Endstand Houston Cougars 33, Oklahoma Sooners 23.

Erste große Sensation des Jahres, nachdem Tennessee am Donnerstag noch gerade so von der Schippe gesprungen ist.

ESPN bringt den verbleibenden Schedule von Houston und diskutiert bereits über die Playoff-Chancen der Cougars. Der heutige Sieg über Oklahoma ist sicher beeindruckend – aber es muss sich erst zeigen, wie Oklahoma dieses Jahr wirklich einzuschätzen ist. Eine 13-0 Regular Season von Houston müsste vermutlich trotz des heutigen Sieges sehr überzeugend zustande kommen, ohne knappe Siege – das Playoff Komittee würde ansonsten jede Ausrede finden um Houston zu eliminieren.

Für Oklahoma ist die Niederlage natürlich schlecht, aber kein Beinbruch. Oklahoma hat noch den Big 12 Schedule und Ohio State im Spielplan. Natürlich darf man sich keine weitere Niederlage mehr erlauben, aber eine 11-1 Saison würde vermutlich immer noch reichen.

[21h29] Onside Kick an Houston und wenn es keinen Fumble mehr gibt, ist es das gewesen.

[21h26] Touchdown Oklahoma – #81 Andrews mit dem Catch. Aber die 2pt Conversion scheitert. Houston 33, Oklahoma 23 und nur noch 2 Minuten.

Oklahoma muss nun im Prinzip zweimal den Onside Kick erobern, ein schnelles Fieldgoal schießen und dann auf Hail Mary hoffen. Das gelingt dir einmal in 100 Versuchen.

[21h18] Q4, 4:03 to go, und Houston fumbelt den Ball ohne Not in die Endzone hinein. Die Ballübergabe von Ward an RB Catalon misslingt ohne Druck des Gegners. Touchback. Keine Punkte.

[21h15] Erster Sargnagel: Oklahoma scheitert am 4th Down – und wie: Druck gegen QB Mayfield, der komplett panisch wird und bei 4th/14 einen hoffnungslosen Scramble versucht. Fumble, RB #25 Mixon nimmt den Ball auf und rennt 15yds rückwärts und wird an der OKL 30 gefällt.

Erstaunlich, wie diszipliniert Houston das auch spät im Schlussviertel noch runterspielt. Erstaunlich, dass QB Mayfield solche Plays macht. Das ist verheerend. Das sind die undraftbaren Quarterbacks.

Die Offense kann nun mit weiteren Punkten – FG oder Touchdown – praktisch den Sack zumachen.

[21h10] Houston-Offense wird konservativer, nur noch auf Zeitspiel bedacht. Oklahoma spielt das insofern in die Karten, als dass man sich auf nur noch eine Dimension konzentrieren kann. Im 3rd Down ein Sack gegen QB Ward.

Dann Punt, und die Houston-Specialteams begehen den dümmsten möglichen Fehler: Fair Catch Interference, 15 Yards Strafe. Oklahoma bekommt nun hervorragende Feldposition.

[21h06] Nächster Oklahoma-Drive abgewürgt. Houstons Defensive Line zerbröselt mit vier Mann die komplette Protection und bricht von links und über die Mitte in die Pocket. Vor allem der erst 18-jährige NT #10 Ed Oliver tut sich als Einzelakteur hervor und wird zurecht als Star der Defense gelobt.

Noch 9:45 Minuten. Die Sensation wird greifbarer.

[20h56] Wieder hervorragende Run-Defense von Houston: 2nd/1 und RB Perine wird 4yds tief im Backfield in den Boden gewrestelt. 3rd Down scheitert gegen hautenge Deckung, und Bob Stoops riskiert an der eigenen 35 nichts und puntet mit elfeinhalb Minuten auf der Uhr den Ball weg.

Oklahoma schwimmen die Felle langsam davon. Houstons Run-Defense ist fantastisch eingestellt, wie schon letztes Jahr in der Peach Bowl gegen FSU.

[20h53] Punt Houston, weil ein Houston-WR über die Füße der Secondary stolpert. Keine Flagge. Der Ball trudelt in die Redzone und kullert wenige Zentimeter über die Endzone. Damit Touchback und Pech für Houston.

[20h48] Start viertes Viertel. Und wieder ein Fumble von Oklahoma! Ein Play, nachdem Oklahoma bei einem Trickspielzug einen sicheren TD um 1m überwirft.

QB #6 Baker Mayfield ist die „andere“ Geschichte in diesem Spiel: Er sieht sehr unsicher aus. Mayfield wirft die Bälle nicht überzeugt raus, sondern zögert, und zögert… als wolle er stets einen noch besser postierten WR finden. Die Kommentatoren machen das am Abgang seines #1 WR vom letzten Jahr, Sterling Shepard, fest.

Dazu sehr gute Deckungen von Houston, das sich exzellent vorbereitet hat. Tom Herman hat hier eine starke Empfehlung für höhere Aufgaben.

[20h40] Touchdown Houston. Houston 33, Oklahoma 17 | Q3 2:15.

Querpass Ward für #45 McCloskey. Die zweite Halbzeit läuft nicht wie gewünscht für Oklahoma.

Schon kurz vor der Pause ist man von der Schippe gesprungen, als Houston nur ein Fieldgoal anstelle eines durchaus verdienten TD gemacht hat, nach einem völlig verrückten Pass von QB Ward für Bonner.

Dann macht Houston aus einem „missed FG Return“ einen Touchdown. Oklahoma fumbelt den nächsten Drive im 2ten Play weg. Und Houston kommt raus und marschiert das Feld runter, verwertet eine ganze Latte an 3rd Downs (unterstützt auch von Strafen der Sooners) und macht den TD.

Jetzt 16 Punkte Differenz. Oklahoma – min Tipp für den National Champion 2016/17 – wankt schon im ersten Spiel.

[20h32] Wir steigen ein im dritten Viertel von Oklahoma Sooners vs Houston Cougars. Es ist ein extrem enges Spiel, in dem Außenseiter Houston 26-17 führt.

Houston wirkt nicht wie ein „non Power 5“ Team. Besser: Houston spielt wie ein Power 5 Team. Und das betrifft die Wucht, aber auch das Selbstverständnis der Coogs, die von HC Tom Herman gecoacht werden.

Superstar des Spiels ist bislang Houston-QB Greg Ward jr., der im aktuellen Drive ein 3rd Down nach dem anderen verwertet. Ward wirkt von der Wurfbewegung auch schon wie ein potenzieller NFL-QB.

5 thoughts on “Oklahoma Sooners – Houston Cougars live

  1. Die Theorie ist ja unter anderem, dass Tom Herman sein Recruiting total auf Houston und Umgebung fokussiert hat und kaum Spieler geholt hat die weiter als einige Dutzend Kilometer vom Campus entfernt sind. Houston ist ja eine riesige Stadt, #3 oder #4 in den USA wenn ich das richtig im Kopf habe.

    Da sind natürlich viele Prospects zu greifen, die früher zu Texas oder zu den Aggies gegangen sind.

    Meinst du, der Win kann für Houston ein wichtiger Faktor beim Anmelden in der Big XII sein? Oder ist die Uni dafür nicht attraktiv genug bzw der TV Markt schon verbraucht.

  2. Bin jetzt nicht mal soo überrascht von der Vorstellung Houston’s. Letzte Saison unter dem Radar bis zum FSU Game, in dem sie sich in einen Rausch spielten…unvergesslich. Dieses Team mit einem mitgehenden Publikum musste auf meine Watchlist für die kommende Saison.

  3. @BBQ Sauce: Geschadet hat der Sieg sicher nicht, aber man sagt, dass die Big 12 kein überaus großes Interesse hat, sich in Houston niederzulassen, weil Texas bereits stark repräsentiert ist. Ich tue mir trotzdem schwer vorzustellen, dass eine Big 12 an einem richtig starken Footballprogramm im Kernmarkt Houston vorbeischauen würde.

    Aber dafür braucht Houston noch einige Jahre – und zwar auf dem Niveau von heute. 2015 war stark, keine Frage, aber es war auch immens viel Zufall im Spiel, dass Houston überhaupt in die Position kam um die Peach Bowl zu spielen.

    Heute war anders, das war eine echte Klassevorstellung. In etwa in den Sphären wie Boise State als es nach Georgia fuhr und Georgia komplett niedermachte.

    Die Uni selbst gibt einiges her. 40.000 Studenten, neues Stadion auf dem Campus, seit Jahren Aufschwung im Footballprogramm. Viele bekannte Coaches haben hier Durchlaufstation gehalten: Kevin Sumlin, Art Briles als Bsp. Jetzt Tom Herman, den man aber auch nur halten kann, wenn die Conference in absehbarer Zeit attraktiver wird.

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