ORG XMIT: 98777942 LANDOVER - SEPTEMBER 12:  Casey Rabach #61 of the Washington Redskins snaps the ball during the NFL season opener against the Dallas Cowboys at FedExField on September 12, 2010 in Landover, Maryland. The Redskins defeated the Cowboys 13-7. (Photo by Larry French/Getty Images) ORIG FILE ID: 98777942LF0020_Cowboy_Redskn

Die furchtlose NFL-Vorschau 2016/17 | Die Kellerkinder

Vier Tage bis NFL-Start, und damit Zeit für die alljährliche NFL-Vorschau, die wie in den letzten Jahren als Vierteiler kommt. Diskutiert werden wie immer alle Mannschaften auf Basis ihrer Kader, der Spielpläne sowie einiger Advanced-Stats, die man im verlinkten Kasten nachvollziehen kann.

Zu jedem Team gibt es eine kleine Infobox mit Division, Headcoach, dem erwarteten Strength of Schedule (nacverlinkter Kalkulation von Warren Sharp), Siegbilanz 2015 und meinem Tipp für 2016.

Heute der Start mit den acht Mannschaften, die in der anstehenden Saison keine Chance auf den Gewinn der Lombardi-Trophy haben.

Cleveland Browns

Div       AFC North
Coach     Hue Jackson
Schedule  #13
Pyth      4.0
2015      3-13
Tipp      5-11

Die Cleveland Browns sind der erste Streichkandidat, wenn wir 31 Mannschaften nach und nach von der Liste der Superbowl-Teams 2016/17 streichen wollen. Die Browns wechseln auch nach der Amtsübernahme von Besitzer Jimmy Haslam im Zweijahresrhythmus ihr Front-Office und ihre sportliche Ausrichtung durch. Zuletzt war es im Jänner mal wieder soweit.

Einher mit der Installation des „Analytic-Departments“ um Baseball-Starcontroller Paul DePodesta ging nicht nur die Anstellung des neuen Head Coaches Hue Jackson, sondern auch eine Rosskur für den Spielerkader der Browns. Diese Kur führte zum Abgang fast aller der (wenigen) Leistungsträger der Mannschaft: WR Benjamin, OT Schwartz, C Mack, P Lee. Neuzugänge außerhalb des Drafts sind rar – und so fragt man sich in der Szene derzeit, ob die Browns in dieser Spielzeit ihre 3-13 Bilanz aus dem letzten Jahr noch unterbieten können.

Die Offense ist für 2016 im Modus „Baylor reloaded“ geplant: Der ehemalige Baylor-QB Robert Griffin III soll die beiden ehemaligen Baylor-WRs Josh Gordon und Rookie Corey Coleman bedienen.

Vor allem für Griffin ist Cleveland Station der allerletzten Chance. RG3, der vor vier Jahren als Rookie die NFL im Sturm eroberte, hat drei Seuchenjahre hinter sich und galt eigentlich als komplett verbrannt. Nach seiner Entlassung in Washington fand er in den verzweifelten Browns einen einzigen Abnehmer. Er gilt als nicht NFL-reif in der Pocket, soll aber in der Preseason lichte Momente im „Presnap-Reading“ gehabt und Ansätze von intelligentem Scrambling gezeigt haben.

Auch Gordon ist ein Fall von „last chance saloon“. Gordon hatte ein Monsterjahr 2013, als er 1646yds und 18.9yds/Catch machte. Danach verpasste Gordon fast zwei Jahre mit Alkohol- und Drogensperren. In zweiter Berufungsinstanz wurde ihm die Spielerlaubnis für 2016 gegeben – allerdings gibt es aktuell noch Trade-Gerüchte um Gordon. Rookie Coleman gilt als „sauber“. Von ihm erwartet man große Dinge – was auch immer „große Dinge“ bei einer für Rookie traditionell schwierigen Position wie Wide Receiver bedeutet.

Viele Hoffnungen werden an Chefcoach Jackson und seine Fähigkeit, QB-Talente zu entwickeln, geknüpft. You see me sceptical… Jacksons Ruf gründet vor allem auf der erstaunlichen Entwicklung von Bengals-QB Andy Dalton im letzten Jahr. Vor nur 12 Monaten hätte keine Sau in Jackson einen Heilsbringer gesehen.

Und: Cleveland hat seine größte Offense-Stärke aufgegeben: Die Offensive Line. Mit Mack und Schwartz sind zwei der drei besten Offense Liner im Register der Abgänger verzeichnet. Als neuer Center soll Cam Erving agieren, 2015 gedraftet bereits äußerst skeptisch beäugt. Im Backfield sollen sich wieder RB Isaiah Crowell und der sehr fangstarke change of pace Back Duke Johnson (61 Catches) die Carries teilen – letztes Jahr hatten aber beide unter 3.8yds/Carry hinter einer besseren O-Line.

In der Defense müssen 7.4 NY/A gegen den Pass ge-upgradet werden (#31 der Liga). Die Maßnahmen dazu waren u.a. die Verpflichtung von FS Rahim Moore sowie die Drafts der Passrusher Ogbah (2te Runde) und Nassib (3te Runde). In der Run Defense vertraut man auf die Entwicklung des jungen NT Danny Shelton (1st Rounder 2015).

Neuer DefCoord ist Ray Horton, der auf bisherigen NFL-Stationen mit aggressiver Defense-Arbeit und unkonventionellen Aufstellungen (Stichwort 2-4-5) auf sich aufmerksam machte. Horton wird seine Pass-Coverage um den für gewöhnlich verlässlichen CB Haden bauen und hoffen, dass Moore zumindest das gröbste Loch in der Spielfeldmitte zudeckt und vielleicht aus dem „anderen“ Cornerback, Justin Gilbert (1st Round Flop von 2014), noch was wird (edit, Gilbert wurde heute Nacht an Pittsburgh verkauft).

Dennoch: Es wird eine lange Saison. Cleveland ist auf zu vielen Stellen nicht NFL-tauglich besetzt. Im „Best Case“ Szenario groovt die Baylor-Offense um einen reanimierten RG3 die Browns auf 8-8. Im Worst-Case unterbieten die Browns das 3-13 vom letzten Jahr.

Allerdings: 2016 ist nicht der Fokus des aktuellen Regimes. Der ist eher 2018. Und dank aktueller Erfolge von Cavaliers (Basketball) und Indians (Baseball) sind die Browns als Epizentrum von Sport-Cleveland momentan zum Glück etwas aus der Schusslinie der stets völlig überhöhten Erwartungen geraten. Es lässt sich also etwas ruhiger arbeiten.

Dallas Cowboys

Div       NFC East
Coach     Jason Garrett
Schedule  #32
Pyth      5.2
2015      4-12
Tipp      5-11

Bei den Dallas Cowboys ist die erste Horrormeldung der Saison bereits vor Beginn der Saison aufgeschlagen: QB Tony Romo fällt 6-10 Wochen mit Rückenverletzung aus. Wieder der Rücken. Romo ist 36 Jahre alt und seit Jahren körperlich schwer angeschlagen. Es tut weh, diesen Spaß-Footballer in den Ruhestand zu schicken. Aber es täte noch mehr weh, ihn erneut am Spielfeld abgeschossen zu sehen.

Schade, Romo.

Für Dallas ist dieser Ausfall nicht unbedingt eine Mega-Überraschung, denn zu oft war ihr QB zuletzt im Krankenstand. Und dennoch: Leise hatte man gehofft, dass Romo noch einmal heil durch die Saison kommen würde. Tut er nicht.

Dallas hätte Romo gebraucht um trotz einer völlig kaputten Defense zu den NFC-Playoffkandidaten zu zählen. Im Bestbesetzung liest sich die Cowboys-Offense nämlich wie ein Guss: Romo auf WR Dez Bryant, mit TE Witten auf den zweiten Blick, und die beste Offensive Line der NFL als Vorblocker für den frisch in der 1ten Runde gedrafteten RB Ezekiel Elliott. Die Offense hätte Potenzial für Großes gehabt.

Doch nun wird die Last des Werfens auf QB Dak Prescott zurückfallen, einen Rookie von Mississippi State, der nicht unbedingt als präzisester College-QB der letzten Jahre in Erinnerung ist. Prescott kommt aus der 7ten Runde – solche Starting-QBs sind extrem ungewöhnlich. Oder wird es der ewige Mark Sanchez, heute Nacht frisch aus Denver geholt? Eigentlich egal: Dallas wird weder mit Prescott noch mit Sanchez 7 NY/A im Passspiel auf das Spielfeld zaubern. Damit können die eklatanten Schwächen in Coaching und Defense nicht kaschiert werden.

Problemzone Coaching: Jason Garrett ist seit Jahren einer der konservativsten Coaches, der bis auf wenige Ausnahmen zu selten die Wahrscheinlichkeiten für sich nutzt. Garretts Play-Calling wird sich ohne Romo noch stärker auf hartes Laufspiel über die Mitte beschränken.

Problemzone Defense: Es gibt keinen Pass Rush, keine Defensive Tackles und nur einen Linebacker (Sean Lee) von Format – und jener Lee überlebte die letzten Jahre salopp gesagt kaum den dritten NFL-Spieltag (38% der Spiele in den letzten drei Jahren verpasst). Die Secondary ist zwar in CB Claiborne und CB Jones mit ehemaligen 1st Roundern besetzt, doch sie gelten entweder als Busts (Ersterer) oder als noch zu jung (Letzterer), und mal ehrlich: Wenn der Gegner nach 5 Sekunden noch immer problemlos werfen kann, weil kein Pass Rush zündet, hielte dir auch ein besseres Defensive Backfield nicht dagegen.

DefCoord Rod Marinelli konnte letztes Jahr trotz allem noch „immerhin“ 6.8 NY/A aus der Defense herausholen, #25 der Liga. Man hatte schlimmeres befürchtet. Jetzt tritt Dallas mit einer personell noch schwächeren Defense an – Marinelli müsste ein noch größeres Wunder vollbringen (oder hoffen, dass die Offense mit Laufspiel so viel Zeit von der Uhr nimmt, dass seine Defense nur 170 Drives am Feld steht).

Man hatte gehofft, dass die Offense ein letztes Mal in voller Pracht auflaufen könnte und Romo zum letzten Halali bläst. Das hat sich erledigt. Wenn Romo zurückkehrt, wird Dallas aus dem Rennen sein. Wenn Dallas noch im Rennen ist, wird Romo nur zwei Spiele später erneut abgeschossen. Die Dallas Cowboys sind ein Wrack.

Detroit Lions

Div       NFC North
Coach     Jim Caldwell
Schedule  #15
Pyth      6.9
2015      7-9
Tipp      6-10

Die Detroit Lions stehen ähnlich wie Cleveland vor einer Übergangssaison. Der Unterschied zu Cleveland: Detroit interpretiert 2016 nicht als solche. Die Lions haben in den letzten beiden Offseasons ihre beiden prägenden Spieler – DT Ndamukong Suh und WR Calvin Johnson – verloren. Vorteil jener Abgänge: Sie sanierten die üble Salary-Cap Situation. Nachteil: Johnson und Suh waren die mit Abstand besten Spieler in Offense und Defense.

Für ein Team wie Detroit, das seit Jahren um seine Topstars gebaut war, sportlich ein mittleres Drama. „Mittel“ deswegen, weil der mittlerweile gefeuerte GM Martin Mayhew immerhin halbwegs gut gedraftet hat. Detroit hat recht vielversprechende junge Mannschaftsteile vorzuweisen. Der neue GM Bob Quinn muss immerhin kein Fundament mehr gießen, sondern kann auf einer Basis aufbauen.

Detroit 2015 war in fast allen Belangen mittelmäßig: 6.3 NY/A in der Passoffense sind #16, 6.6 NY/A in der Passdefense #20. Das äußerte sich in einer letztlich „gerechten“ 7-9 Saison. Der Saisonverlauf lässt hoffen: Nach einem komplett missratenen Saisonstart (1-7 Bilanz zur Halbzeit) brach das Team nicht auseinander. Im Gegenteil: Vor allem der komplett indisponierte QB Matthew Stafford erfing sich unter der Anleitung des neuen OffCoord Jim Bob Cooter und mit etwas mehr Glück (oder Konsequenz) hätten die Lions noch einen oder zwei Siege mehr holen können.

Das ist ein gutes Zeichen für Head Coach Jim Caldwell und seine Menschenführung. Das ist ein gutes Zeichen für Cooter. „Dank“ der dürftigen 2015er Saison konnte mit auch DefCoord Tyler Austin auch einer meiner Lieblinge gehalten werden. Und mit LB DeAndre Levy kehrt zur anstehenden Saison auch einer der Top-3 Verteidiger zurück (Levy 2016 nur mit 17 Snaps, Detroit fiel ohne ihn auf #29 in der Deckung gegen Tight Ends zurück).

Das sind die Hoffnungsschimmer.

Andererseits: Johnson war schon der definierende Spieler der Offense. Der für 8 Mio/Jahr aus Cincinnati geholte Marv Jones kann ihn nicht annähernd ersetzen. WR Tate hatte 2014 in Abwesenheit des damals verletzten Johnson eine sehr gute Serie, aber ein wahrer #1-WR ist auch er nicht. WR Boldin ist mit 36 auch nicht mehr weit vom Karriereende entfernt. Und TE Ebron (1st Rounder von 2014) hat noch keine NFL-Tauglichkeit nachgewiesen.

Die Offense Line – ein wunder Punkt der letzten Jahre – ist noch jünger geworden. Auf Left Tackle startet nun mit Tyler Decker ein Rookie. Größter Vorteil: Dadurch wechselt ein anderer 1st-Rounder, Riley Reiff, auf die rechte Seite. Dazwischen die beiden blutjungen, aber unbeständigen Guards Tomlinson und Warford sowie der neue Center Swanson. Potenzial ist da, sogar großes, aber wird es bereits 2016 abgerufen?

Die Defense ist um die drei Eckpunkte DE Ziggy Ansah, LB Levy und CB Darius Slay gebaut. DefCoord Austin hat in den letzten beiden Jahren mit „Scheming“ stets um die größen Schwachstellen herum doktern können. Suhs Abgang konnte halbwegs kaschiert werden, in DT A’Shawn Robinson gibt es einen weiteren Rookie für die Tackle-Rotation. Insofern habe ich weniger Angst um die Defense als um die Offense.

Es wird trotzdem schwer. Vieles wird davon abhängen, was Stafford ohne Johnson reißen kann. Die Historie verheißt nichts Gutes. Cooter mag Ende 2015 für Belebung in der Offense und in Staffords Karriere gesorgt haben, aber es war auch nur eine halbe Saison. Wenn Stafford in seinem achten Jahr und ohne Johnson urplötzlich seine (durchaus vorhandenen) PS auf den Boden bringt, ist eine Überraschung möglich.

Wenn nicht, sehe ich maximal 6-10.

Los Angeles Rams

Div       NFC West
Coach     Jeff Fisher
Schedule  #5
Pyth      6.5
2015      7-9
Tipp      6-10

Einiges Neuigkeiten bei den Rams – Heimatstadt Los Angeles und Quarterback an vorderster Front. Sehr wenig neu sind aber die großen Fragezeichen in der Offense. Die sind so groß, dass man den Rams keine Playoff-Chance einräumen kann – denn zu wenig dominant ist dafür die Defense.

Die Rams hatten letztes Jahr mickrige 5.2 NY/A im Passspiel. Jetzt verstärkt man sich mit dem Top-Draftpick 2016, QB Jared Goff, für den man Haus und Hof verkaufte. Goff bedient einen WR-Corp voller nahezu gescheiterter ehemaliger mittelhoher Draftpicks. Sollte Goff nicht einsatzbereit sein, wird Case Keenum starten – Karriereschnitt 5.8 NY/A.

Goff kommt aus einer Air-Raid / Spread Offense am College in eine erzkonservative Profi-Offense. Einen richtigen OffCoord gibt es nicht, nur Head Coach Jeff Fishers durchwachsene Offense-Vergangenheit. Die Sterne für einen reibungslosen Umstieg in die NFL stehen schlecht.

Erschwerend kommt hinzu, dass Los Angeles weiterhin keine Offensive Line auf die Beine gestellt bekommt. Trotz vieler hoher Picks gibt es nicht einen einzigen Offense Liner von NFL-Format. Auch der vor zwei Jahren mit viel Tamtam gedraftete LT Greg Robinson ist bislang ein großer Flop.

Mit solcher Protection riskierst du, deinen jungen Quarterback schnell zu verbrennen. Der junge Runningback der Rams, Todd Gurley, machte 2015 trotz schlechter Blocker seine Yards: 1106yds in 223 Carries, 4.8yds/Carry und 10 Touchdowns. Gurley hatte aber mit 37% eine relativ schlechte Success-Rate, sprich: Sein Erfolg basierte vor allem auf den großen Highlight-Runs. Die sind wichtig, aber in einer Offense mit problematischem Passspiel ist ein konstant funktionierendes Laufspiel von immenser Bedeutung – auch Gurley muss sich also steigern.

Die Defense lebt allein von ihrer großartigen Defensive Line. Diese muss nun in DT Fairley und DE Long zwei wichtige Rotationsspieler abgeben. Ein DT Aaron Donaldfür PFF der beste NFL-Spieler der vergangenen Saison – hat bewiesen, dass er an die 1000 Snaps mit hoher Qualität spielen kann, aber kannst du einem DT Brockers, DE Hayes oder DE Quinn jeweils ca. 200 zusätzliche Snaps aufhalsen?

Im Defensive Backfield gibt es mit Abgängen wie CB Janoris Jenkins oder FS McLeod zwei Starter zu ersetzen. In der Stammformation wird Jenkins durch CB Gaines ersetzt, der das gesamte letzte Jahr verletzt verpasste und 2014 immerhin als sehr brauchbarer Rookie galt.

Die Defense war in den letzten Jahren stets im oberen Mittelfeld klassiert. Das reichte aufgrund der unterirdischen Offense nie ansatzweise für die Playoffs. Dass man mit absurder Offense die Super Bowl gewinnen kann, bewies zuletzt Denver eindrucksvoll. Aber dafür braucht es Elite-Defense. Die hat Los Angeles nicht – bei weitem nicht. Es wird im Idealfall 7-9.

San Diego Chargers

Div       AFC West
Coach     Mike McCoy
Schedule  #18
Pyth      6.0
2015      4-12
Tipp      6-10

Mehr Upside, aber auch mehr Downside als die Rams haben die San Diego Chargers. Mehr Upside, weil dank QB Philip Rivers die Offense jederzeit über 7 NY/A Passspiel zustande bringen kann. Mehr Downside, weil es in Offensive Line und auch in der Defense weit mehr Sollbruchstellen gibt, als man für beruhigte Nächte gebrauchen kann.

Die Offense bleibt eindimensional wie eine Scheibe Toastbrot. Das Laufspiel hat zumindest 2015 nicht den gewohnten Aufschwung gesehen, den man vom hoch gedrafteten Melvin Gordon erhofft hatte (3.5yds/Carry, 0 TD). Kann mir niemand sagen, ich hätte das nicht prophezeit… So ist es weiter an Rivers, den Angriff durchzuschleifen.

Rivers hat noch immer sehr lichte Tage, wie z.B. seine epische Partie letztes Jahr in Green Bay. Trotzdem landete San Diego 2015 bei letztlich eher durchschnittlichen 6.5 NY/A im Passspiel – zu durchschaubar war der Angriff letztlich geworden. In Sachen Offense Line wurde C Slausson aus Chicago und C Tuerk (3te Runde) im Draft geholt, und der Receiving-Corp wurde mit Free Agent-WR Benjamin aus Cleveland und Rookie-TE Hunter (2te Runde) verstärkt. Sie müssen die Alterserscheinungen bei TE Gates kompensieren.

Die viel größere Sollbruchstelle ist dennoch die Defense, letztes Jahr mal wieder unterirdisch gegen den Lauf (54% Success-Rate, #31 der Liga) und nicht viel besser gegen den Pass (7.0 NY/A, #28 der Liga).

Es besteht Hoffnung, dass es etwas besser wird als 2015, aber die Frage ist, wie viel besser: Der Top-CB Verrett ist nach langem Verletzungsausfall wieder fit und CB Hayward wurde aus Green Bay losgeeist. Dafür verliert man in SS Eric Weddle einen langjährigen All-Pro und Sympathieträger an die Baltimore Ravens. Weddle, der über 9 Saisons in San Diego sensationelle 91% der Defense-Snaps spielte, kann durch Neuzugang SS Lowery nicht adäquat ersetzt werden.

Bei den Linebackern besteht die Hoffnung, dass LB Perryman seine super Entwicklung gegen Ende der letzten Saison fortführen kann, aber sein Nebenmann LB Teo verpasst zu viele Tackles. Aber das große Problem besteht „vorne“ in der „Front Five“, wo man seit Jahren Probleme hat, Druck auf den Quarterback auszuüben. 2015 fabrizierten die Chargers in 36% der Pass-Plays Druck, Liga-Mittelmaß, aber zu selten Sacks: 5.8% Adjusted Sack-Quote, unteres Drittel.

Neue Personalien sind nun DT Mebane aus Seattle und natürlich DE Joey Bosa, der #3 Draftpick. Bosa gilt als Supertalent, aber Bosa hat nach monatelangem Vertragsstreit noch Trainingsrückstand und er galt eigentlich als besserer „Fit“ in einer 4-3 Defense. San Diego spielt vor allem 3-4. Oder 5-2, wenn man die beiden Outside Linebacker mitrechnet: Ingram und Attaochu. Beiden wurde zuletzt eine positive Entwicklung bescheinigt.

Insgesamt ist Skepsis angesagt. San Diego hat einen eher dünnen Kader. Brutal viel hängt an QB Rivers, die Offense im Alleingang durchzuschleifen, sowie an der Defense, gesund zu bleiben. Fallen auch nur 2-3 nennenswerte Stammspieler aus, wird es schnell dünn.

Es wird besser als 4-12 werden. San Diego hatte einen Pythagorean von 6.0 und war 3-8 in engen Spielen. Aber ich sehe vor allem auch in der schweren AFC West keine Chance für die Chargers, an mindestens zwei der drei besser aufgestellten Mannschaften – Oakland, Kansas City und Denver – vorbeizukommen.

San Francisco 49ers

Div       NFC West
Coach     Chip Kelly
Schedule  #1
Pyth      3.8
2015      5.11
Tipp      5-11

Die San Francisco 49ers sind ein Jahr nach dem in Eigenregie und aus heiterem Himmel eingeläuteten Umbruch (besser: Abbruch) eine einzige große Baustelle. Das Experiment mit Head Coach Tomsula erwies sich wie erwartet als einjähriges Desaster. Als Tomsulas Nachfolger wurde ein Überraschungskandidat präsentiert: Chip Kelly, der bei den Eagles gescheiterte high speed Coach.

Kelly, dem man in Philadelphia nichts als Schimpfwörter hinterherwarf, hätte man nicht zugetraut, auf einer Großbaustelle wie San Francisco Arbeit zu suchen. Er kommt nun mit der Aufgabe, eine Offense zu reanimieren, die letztes Jahr total neben der Spur war: 5.7 NY/A im Passspiel, 53% Success-Quote im Laufspiel, jeweils drittschwächster Wert der Liga.

Hoffnung auf Besserung besteht vor allem in der Rückkehr von OT Anthony Davis aus seinem einjährigen Sabbatical, sowie in der Kompatibilität von RB Carlos Hyde mit Kellys Offense-System.

Hyde gilt als potenzieller Superstar. Er kennt das Zonen-basierte Schema Kellys, und Hyde ist es gewohnt, Körperkontakt abzuschütteln: Er hatte pro Carry famose 2.8yds after Contact – ein Wert, der an einen Marshawn Lynch erinnert. Zugegeben in nur rund 200 Carries in 2015, und zugegeben sprangen letztlich trotzdem nur 4.0yds/Carry heraus, aber das zeigt einmal mehr das Eine: Die O-Line ist horrend, der Runningback ist brauchbar. Wenn Kelly irgendwo mit Stärken beginnen möchte, hier hätten wir sie.

Neben Davis gibt es in OG Josh Garnett (1te Runde Draft) einen weiteren neuen Vorblocker, von dem man sich große Dinge erwartet. Bausteine sind also da. Die Hoffnung wird aber gedämpft von der Problemzone: Quarterback.

Denn: Dort bahnt sich das Desaster schlechthin an: Ein Stamm-QB Blaine Gabbert. Gabbert spürt Geister in der Pocket. Er ist irreparabel geschädigt, hat aber offensichtlich in der Preseason den einstigen Über-QB Colin Kaepernick geschlagen. Kaepernick zettelte zudem eine Patriotismus-Diskussion an, die selbst die Südtiroler Schützen in Ehrfurcht erstarren lässt, aber immerhin für Ablenkung vom tristen sportlichen Alltag sorgte. Es ist noch nicht sicher, ob Kaepernick im Kader bleibt.

Der WR-Corp besteht in Torrey Smith und Quinton Patton aus okayen Leuten… wenn du sie als #3 und #4 einsetzen würdest. Ich tue mir schwer, ein auch nur halbwegs funktionierendes Passspiel mit diesem Personal auszumalen – trotz Kelly.

In der Defense versuchte da Front Office in den letzten Jahren, Frischblut für die Front-Seven bereitzustellen: Mit DT Arik Armstead und DT DeForest Buckner hat man zwei 1st Rounder in den beiden letzten Drafts gezogen – wiederZufalleswill kommen beide von der University of Oregon, dem Ort, an dem Chip Kelly seine Legende begründete. Vor allem Buckner gilt als Megatalent – viele haben ihn als besten Prospect des Draft 2016 bezeichnet.

Hinter den beiden wird es aber schnell dünn: Die Top-Passrusher sind Harold und Lynch, junge Leute, und Lynch hat Drogenprobleme. Auf Linebacker sucht LB Navorro Bowman verzweifelt seinen Groove – Bowman galt letztes Jahr als kompletter Bust in der Coverage. Dort kassierte man 7.2 NY/A, #30 der Liga.

Noch größere Schuld als in der Front Seven sucht man dabei aber im Defensive Backfield. San Francisco hatte nie eine überragend besetzte Secondary, aber bei Manndecker-CB wie Brock und Ward wunderte der Zusammenbruch der Deckung ohne Passrush auch niemanden mehr. CB Redmond aus dem Draft soll die Tiefe verstärken, aber einen Rookie aus den mittleren Runden wirfst du eher ungern als Schlüsselspieler ins Getümmel.

San Francisco war letztes Jahr 5-11. Ein geschöntes 5-11. Man war 4-2 in engen Spielen. Im Power-Ranking schlossen die 49ers abgeschlagen an #32 auf – nach dessen Metriken hätten sie nur 4.0 Spiele gewinnen sollen. Nach Pythagorean hätten es 3.8 sein sollen. Und nun trifft man mal wieder auf den schwersten Schedule der Liga.

Die Advanced-Stats, die Hoffnung machen, dass es zumindest in diesem Jahr nicht noch schlechter wird: Eine 1.6% INT-Quote in der Defense ist häufig ein Indikator für Regression zur Mitte. Ein zweiter positiver Faktor könnte Kellys wissenschaftlicher medizinischer Ansatz im Training sein. Du kannst über Kelly sagen, was du willst, aber seine Eagles waren in der AGL-Verletztenstatistik in den drei Jahren an #1, #5 und #6 gerankt. Für die 49ers mit ihrem dünnen Kader ist eine gesunde Mannschaft ein Um und Auf um nicht vollends abzuschmieren.

Tennessee Titans

Div       AFC South
Coach     Mike Mularkey
Schedule  #17
Pyth      4.8
2015      3-13
Tipp      5-11

Die Tennessee Titans sorgen schon die gesamte Offseason mit der Ankündigung, eine „exotic smashmouth“ Offense spielen zu wollen, für Belustigung. Der Terminus stammt von Head Coach Mike Mularkey und soll bodenständige Grundwerte und physische Härte signalisieren. Er soll auch die neue Offense-Ausrichtung beschreiben: Viel Laufspiel aus der I-Formation. Passt ja prächtig zu einem Team, das vor 16 Monaten Marcus Mariota als Franchise-QB mit dem #2-Draftpick verpflichtet hat.

Kongruent mit Mularkeys propagierter Spielphilosophie ist auf alle Fälle die Personalpolitik der Offseason: Mit Rookie-OT Jack Conklin und C Ben Jones wurde die Offense Line aufgebolstert, dazu kamen RB DeMarco Murray via Trade aus Philadelphia und mit RB Derrick Henry der Heisman-Trophy Gewinner via Draft als Murrays Backup. Vier wuchtige Körper für wuchtige Offense.

Der Grundgedanke hinter der Offense: Etabliere den Lauf, damit du mit Play-Action im Passspiel operieren kannst. Die Zeiten galten als vergangen. Jedoch: In der Preseason soll dieser Ansatz hervorragend geklappt haben. QB Marcus Mariota soll sich in dem Spielsystem auch besser zurecht finden als im letzten Jahr, wo er in 12 Einsätzen zwar durchaus okaye 6.2 NY/A im Passspiel, aber auch 9.3% Sack-Quote fabrizierte.

Helfen sollte in Tennessee auch der umgebaute Receiving-Corp: WR Rishard Matthews kommt aus Miami, dazu Altstar WR Andre Johnson aus Indianapolis – die beiden stehen wie auch der überraschend starke Rookie-WR Tajae Sharpe und TE Delanie Walker für präzises Route-Running. Das hat man in Tennessee seit vielen Jahren nicht gesehen. Im Gegenzug wurde der hochveranlagte, aber trainingsfaule Dorial Green-Beckham bereits nach einer Saison an die Eagles verkauft. Die Drop-Rate sollte sinken.

Kurzum: Die Offense sollte, egal wie altbacken oder hyperexotisch sie nun auftreten wird, bessere Werte als 5.8 NY/A im Pass (#26 der Liga) und 36% Erfolgsquote im Laufspiel (#32 der Liga) zustande bringen.

In der Defense wurde der 78-jährige Dick LeBeau zum Defensive Coordinator befördert. LeBeau stand früher stets für heftiges Blitzen. Mit einer Front-Seven mit guten Passrushern wie DT Jurrell Casey oder den Edge-Rushern Orakpo und Morgan sowie einer äußerst dünn besetzten Secondary ein solches Blitzlichtgewitter für Tennessee jedoch nach hinten losgehen.

Viel Qualität ist hinter dem genannten Passrush-Trio nicht vorhanden. Man setzt auf verbesserte Kadertiefe durch Rookies (DT Austin Johnson, DE Kevin Dodd und FS Kevin Byard in den ersten 3 Runden), die Rückkehr von CB McCourty und die Entlassung des horrenden Safetys Griffin.

Das Positive an den Titans: Sie waren letztes Jahr zwar 3-13, aber sie hatten einen Pythagorean von 4.8 Siegen. Das riecht nach Verbesserung der Bilanzen. Wenn Mariota fit bleibt, dürfte er in seinem zweiten Jahr zudem ein Upgrade gegenüber der unheivollen 2015er-Kombination „Rookie-Mariota und Mettenberger“ stellen. Dazu kommt erheblich verbesserte Kadertiefe durch die vielen gelungenen Draft-Trades.

Andererseits: 6 oder 7 Siege wären schon eine ziemliche Verbesserung für den jungen Kader der Titans. Die Zukunft sieht vielversprechend aus. Die Gegenwart dürfte dann doch noch ein oder zwei Jahre zu früh kommen.

Washington Redskins

Div       NFC East
Coach     Jay Gruden
Schedule  #4
Pyth      8.2
2015      9-7
Tipp      6-10

Washington mag als letztjähriger Gewinner der NFC East in dieser Aufstellung überraschen: Mit 9-7 Siegen zogen die Redskins letztes Jahr in die Playoffs, aber man bedenke, dass es dafür ein verletzungsgeplagtes Dallas, ein sich selbst zerfleischendes Philadelphia und eine waidwunde Giants-Mannschaft in der eigenen Division brauchte. Washington war nach Pythagorean mit 8.2 Siegen ein eher glückliches Team. In meinem Power-Ranking schnitten sie im unteren Leistungsdrittel der NFL ab.

Das Gute: QB Kirk Cousins machte deutliche Schritte nach vorn, 6.9 NY/A im Passspiel sind eine gute Ausbeute, auch wenn Cousins ein teilweise haarsträubender Quarterback ist, der dem Gegner in hirntoten Momenten den Ball auf der Brust serviert. Cousins kam letztes Jahr mit 2.0% INT-Quote halbwegs schadlos durch, aber über seine bisherige Karriere war das ein deutlicher Ausreißer nach unten.

Das Front-Office stellt ihm nun neue Waffen zur Verfügung: Der eh schon starke Receiving-Corp um WR Jackson, WR Garcon und TE Reed wird ergänzt durch 1st-Round Rookie-WR Josh Doctson von TCU. Einen viel breiter aufgestellten Kader an Anspielstationen gibt es in der NFL derzeit nicht. Ein Fragezeichen bleibt aber das Laufspiel, wo RB Morris ziehen gelassen wurde.

Sorgenfalten bereitet die Defense, die trotz 7.3% Sack-Quote 6.8 NY/A gegen den Pass aufgab. Die auffälligste neue Personalie ist CB Josh Norman, der in Carolina entlassen und im Anschluss sofort von den Redskins aufgegabelt wurde – unter dem Risiko, dass man sich mit Norman ein „one year wonder“ eingekauft hat, denn vor 2015 hatte man vom mittlerweile 28-jährigen Norman auch nicht viel gehört.

Im Optimalfall hat sich Washington mit ihm einen echten 1er-CB geholt, der auch das Leben des jungen CB Breeland vereinfacht. Im schlechten Fall ist Norman ein Produkt des Systems Carolina, wo eine exzellente Front-Seven mit viel Passrush alles platt gemacht hat, sodass die Defensive Backs leichtes Leben hatten.

Einen so breiten Pass Rush hat Washington nicht zu bieten: Die OLBs Kerrigan und Preston Smith gelten als durchaus passabel, aber die Achillessehnenverletzung von OLB Galette (out for season) tut weh. Gegen den Lauf verliert man in DT Knighton einen weiteren Ankermann.

Ich bin gespannt. Ich halte Head Coach Jay Gruden und GM Scot McCloughan durchaus für Männer, die wissen, was sie machen. Washington hat in den letzten zwei Offseasons viele Ressourcen in die beiden Lines gesteckt, hat seinen Receiving-Corp erweitert und hatte bei der Norman-Verpflichtung etwas Glück, dass Norman von Carolina freigegeben wurde.

Skepsis ist trotzdem angebracht. Zu lange waren die Redskins ein Saustall, zu sehr kam 2015 aus dem Nichts. QB Cousins hat mir noch nicht ausreichend bewiesen, dass er die NFL im Sturm nehmen kann. Ich sehe mit aufgemotzter Konkurrenz in der NFC East keine wirkliche Chance für Washington, den Coup mit dem Divisionssieg zu wiederholen.

16 thoughts on “Die furchtlose NFL-Vorschau 2016/17 | Die Kellerkinder

  1. #Browns: CB Justin Gilbert wurde gestern für einen 6th Round Pick (!) nach Pittsburgh geschickt.
    Damit wurden jetzt alle 1st Round Picks aus der Zeit 2012-2014 aus
    Cleveland wegrationalisiert.

  2. Die Rubrik, auf die ich mich jedes Jahr freue.

    Ich finde die Aufstellung der Duckmäuser diesmal interessant, weil ich in mindestens vier, vielleicht fünf Teams anders „aufgestellt“ hätte.

    Detroit – Die Lions sind für mich kein Gurkenteam, Megatron hin oder her. 2015 am Ende stabil 7-9 mit überdurchschnittlichen Stats in fast allen Bereichen, und jetzt ist die größte Schwäche OL verstärkt worden.

    Los Angeles – Goff wird sicher kein Star von Day 1 sein. Aber alles ist besser als Bradford und Foles der letzten Jahre. Um die Defense mache ich mir weniger Sorgen solange A. Donald fit ist.

    San Diego – Für mich eines der Überraschungskandidaten schlechthin. Phil Rivers ist der beste QB in der Division mit Abstand, und die größten Schwachstellen in der Defense DL und DB konnten ausgemerzt werden. Nicht zu vergessen, dass die Defense kaum schlechter werden kann. Auch das Laufspiel kann nicht schlechter werden. SD ist für mich mehr ein „dark Horse“ als ein Bodensatz.

    Dallas und Washington – in der NFC East hat für mich jeder die Chance nach oben zu kommen. Bei Dallas kann durchaus Romo zurückkehren. Die Offense mit dem Running Game kann die Possessions limitieren und damit der Defence helfen. Washington von 9-7 auf 6-10 ist auch schwierig zu argumentieren, QB Cousins hat positiv aufgezeigt und jetzt ist der WR Corp verstärkt. CB Norman ist ein massiver Ugrade für die Defense, er war 2015 einer der 5 Top Defender der Saison.

    Mit den anderen Teams gehe ich daccord. Ich würde wahrscheinlich Chicago, Philly, Jacksonville (ja…), Baltimore und NO nach unten relegieren, aber wie immer sehr lesenswert und ausführlich argumentiert.

  3. Die Rubrik, auf die ich mich jedes Jahr zu Saisonbeginn wahnsinning freue🙂
    Ich hätte wohl ein paar andere Teams im Keller angesiedelt, aber die Begründungen sind bei allen von dir genannten Teams absolut nachvollziehbar.

  4. @He hate me. Wegen den Chargers. Eben weil die Defense nicht viel schlechter werden kann, kann sie auch nicht viel besser werden. Wie auch? Und in der Offense hängt nunmal alles von Rivers, welcher auch mal schlechte Tage hat und einem Oldie TE abhängt, wird das diese Saison wieder nichts.

  5. @Dave:
    „Eben weil die Defense nicht viel schlechter werden kann, kann sie auch nicht viel besser werden. “

    Macht für mich keinen Sinn. Chargers haben doch die richtigen Moves gemacht: Front Seven Upgrades mit Bosa und Mebane, und Secondary Upgrade mit CB Heyward und S Lowery. Dazu nicht vergessen: Verrett ist wieder fit, er hat schmerzlich gefehlt und ist der beste Manndecker.

    Klar, ist es nicht das beste Personal in der NFL und der Bosa Hickhack war überflüssig hoch 3. Aber wenn die Defense 10% verbessert ist und Rivers den Groove findet kann das was werden. Denke auch dran, dass das Running Game kaum ineffizienter werden kann.

    Und Pythagoreische Expectation von 6 Wins.

  6. Toll, dass es wieder losgeht….

    Auffällig: alles Teams, die vor allem durch Vogelwildes Management aufgefallen sind. …. Und ich sehe auch bei keinem so wirklich Potenzial diese Saison oben mitzuspielen – einfach zu viel Unruhe.
    Coach Fisher habe ich bei Hardknox als absoluten unsympathen empfunden….

    Der Norman Fall wird spannend- bei dem Deal haben die Redskins quasi jetzt schon verloren…. Und auch für die Panthers kann eS übel werden – immerhin hat er sich im Systeme pudelwohl gefühlt…..

  7. Bei den Bolts würde ich auch widersprechen, Kadertiefe ist zwar korrekt, aber mit Rivers ein Top QB, das ist viel wert. Denke, dass sie in der AFC West angreifen können wenn Oakland oder KC schwächeln.

    Alle anderen kann man so unterschreiben. Bei Dallas darf Randy Gregory nu wahrscheinlich doch spielen, dann gibt es wenigstens 1 DE mit Anlagen.

  8. @bestof: Exakt so soll es passieren.
    @HeHateMe: Wenn die Ravens gesund bleiben, werden einige andere Teams ziemlich dumm gucken. Ich halte Baltimore aktuell für massiv unterschätzt.

  9. @Red7: Was der Link über QB-Draft außen vor lässt, ist, wieviel Energie ein Team in einen QB zu stecken bereit ist. Die Geduld ist bei einem First-Rounder ist doch um einiges größer als bei einem 7th Rounder. Das spiegelt sich in den Zahlen nicht unbedingt wieder. Mehr First-team Reps, mehr Snaps, mehr game time = mehr Übung, mehr Entwicklungszeit, mehr Erfolg. Generell bin ich der Meinung, dass Spieler heute zu schnell als „Bust“ gebrandmarkt werden. Teilweise schon in der Preseason. Von Entwicklung oft keine Spur.

  10. @Dizzy: Naja, Geldud ist das falsche Wort. Die Kosten für eine Abschreibung sind halt höher und deswegen gibt man ihm mehr Zeit, aber desto höher ist auch der Druck zum liefern. Ich meine ein Geno Smith ist defacto unten durch bei 95% der Leute…

    Und ich würde nicht sagen, dass die Jets zu wenig Energie reingesteckt haben…

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