Sideline Reporter NFL Power Ranking

NFL Power Ranking 2016 – Week 11

Ich habe heute Dark Horses zu verkaufen.


New England bleibt nach Woche 11 und einem klaren Auswärtssieg in San Francisco die Nummer 1 im Power Ranking, mit fast 6% (oder 3 Punkten) Vorsprung auf die Seattle Seahawks, die als neue Nummer 2 ihren Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen.


Seattle wird von vielen als recht sicherer Titel-Contender gehypt. Ich würde sagen: Nicht zu Unrecht. Die Seahakws sind nach den Metriken des Power Rankings vielleicht das kompletteste Team in einer Suppe von Liga, die die NFL in dieser Saison 2016 ist:

NFL Graph, Week 11.png

Die Seahawks sind die einzige Mannschaft, die sowohl Offense als auch Defense in den Top-10 klassiert hat: #8 Offense, #5 Defense. Seattles Offense mag nicht mehr die variabelste sein: Laufspiel ist mit rund 30% Erfolgsquote nach wie vor eines der schlechtesten der Liga, aber dafür geigt die Pass-Offense in den letzten Wochen massiv auf: QB Wilson mit nunmehr 7.3 NY/A und einigen eindrucksvollen Vorstellungen in den letzten Wochen. Wilson sieht auch optisch etwas beweglicher aus als noch im Oktober, als er sich mehr über den Platz schleppte als er rund lief.

Seattle hat mit 7-2-1 Siegen die NFC West fast sicher im Sack, nachdem Arizona zwar nominell eines der besser gerankten Teams (#8 overall) bleibt, aber mit 4-5-1 Siegen doch schon deutlichen Rückstand aufweist. Für die Seahawks geht es nun vor allem darum, alle notwendigen Siege einzufahren um sich den Heimvorteil in den NFC-Playoffs zu sichern. Der Restspielplan ist mit TB, CAR, GB, LA, ARZ und SF günstig.


Zweites Dark Horse: Die Buffalo Bills. Buffalo mag „nur“ 5-5 nach Siegbilanz sein, aber Achtung: Die Bills sind 1-4 in engen Spielen, haben nach Pythagorean die Performance eines 6-4 Teams abgeliefert und sind nach dem 16-12 Auswärtssieg in Cincinnati am Wochenende mittlerweile auf Platz 4 im Power Ranking geklettert!

Als #7 Offense und #15 Defense sind die Bills in der Tat auch eines der balancierteren Teams. Die Pass-Offense erschrickt mit 5.7 NY/A zwar keinen, aber dafür ist die Rushing-Offense mit 51% Success-Rate sensationell. Die Defense hat sich mit mittlerweile 6.6 NY/A gegen den Pass auch einigermaßen erfangen, und Buffalo ist nach Jahren der Probleme mittlerweile auch nahezu im Mittelfeld angekommen, was Strafen anbelangt.

Aber am wichtigsten: Buffalo hat den schwersten Teil seines Spielplans hinter sich. Ab sofort warten noch: JAX, OAK, PIT, CLE, MIA, NYJ. Nach den Metriken des Power-Rankings ist das der einfachste Restspielplan aller Mannschaften. Nicht auszuschließen, dass die Bills hier vier oder fünf Siege zu holen imstande sind und am Ende als Wildcard-Team in die Playoffs ziehen.


Dass sich das Power Ranking nicht um Siege oder Niederlagen am letzten Spieltag scheißt, sehen wir daran, dass sich Dallas und Minnesota trotz Siegen über Baltimore respektive Arizona leicht nach hinten bewegen, während New Orleans trotz Pleite in Carolina in die Top-10 klettert.


Mannschaften, denen die Advanced-Metrics trotz exzellentem Record eher skeptisch gegenüberstehen, sind Oakland (8-2), das nur an #13 gerankt ist, Washington (6-3-1) an #14, die Giants (7-3) an #17 sowie Houston (6-4) an #23 und Detroit (6-4) an #25.

Oakland hat nur die #27 Defense und einen nicht haltbaren 6-1 Record in engen Spielen. Die Raiders haben nach Pythagorean bislang 2.3 Siege über-performt.

Washington mag eine starke Offense besitzen, aber die Run Defense ist ein Torso. Das gibt gegen Dallas ein 17-28 mit 4 zugelassenen Rushing-TD und 180 Yards für RB Elliott.

New York wird von einigen schon wieder dezent gehypt, aber der positivste Angriffspunkt bei den Giants ist die Defense, die mittlerweile auf #9 geklettert ist. Die Giants haben zudem ein Punkteverhältnis von +4, was eher für eine 5-5 Performance als ein 7-3 spricht.

Bei Houston wissen wir seit Wochen, dass die Texans gewaltig über ihren Verhältnissen gewinnen. Die Texans sind mit 5.0 NY/A im Passspiel in der Tebow-Zone und konnten nichtmal gegen eine horrende Oakland-Defense die Ketten per Pass bewegen.

Und Detroit… das 6-4 fühlt sich nett an, aber es ist auch ein 6-4 in engen Spielen. Ein knapper Sieg gegen Jacksonville ist auch nicht das, was du dir von einem Play-off Kaliber erwartest, zumal die Punktedifferenz durch einen INT-Return TD unterstützt wurde und Jacksonville eine kreuzdämliche Strafe in der Crunch-Time beging.

Detroit hat auch den schwierigsten Teil des Schedules noch vor sich. In den letzten sechs Spielen ist man noch genau einmal favorisiert:

  • vs Minnesota 37%
  • @New Orleans 24%
  • vs Chicago 63%
  • @Giants 35%
  • @Dallas 25%
  • vs Green Bay 50%

Ze Power Ranking

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NFL Power Ranking 2016, Week 11

Wahrscheinlichkeiten

Letzte Woche eine 12-2 Bilanz für das Power Ranking, das damit 26-15 über die Saison ist. Gegen den Spread gab es eine 7-7 Bilanz. Damit ist die Bilanz diese Saison 22-18 gegen den Spread. Das sind 55%, knapp unter der Grenze, an der du Geld verdienst (dafür braucht man 57%).

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6 thoughts on “NFL Power Ranking 2016 – Week 11

  1. Was bedeutet genau „Gegen den Spread“? Sorry, bin im Thema Sportwetten leider nicht besonders im Thema.

  2. Finde den Trend, den Du hier bereits letzte Saison geschildert hast, dass alle Teams leistungstechnisch gen Mitte tendieren, Unterschiede versanden und es keine klaren Top-Teams oder Gurkentruppen mehr gibt, diese Saison noch extremer. Jedes Team kann irgendwas (außer SF und CLE, weil im Aufbau und JAX wegen..Pick6 Bortles und Coach) NYG, BUF, PHI, NO, DE, NYG, CAR, GB und ich denke auch DET können an einem guten Tag aufspielen wie die Irren und fast jedes Spiel gewinnen. Sogar Miami und Tampa können irgendwas. Pittsburgh wird nichts wegen Defense und unzureichender Potentialausschöpfung in der Offense. Baltimore hat keine klickende Offense in irgendeiner Hinsicht. Bleiben im Prinzip nur wieder SEA UND NE für ein Finale. Außer DAL ist „for real“ wo ich mir aber noch nicht sicher bin. Aber die Saison fängt ja gerade erst richtig an, hoffentlich kristallisiert sich noch mehr heraus.

  3. @Beige: Der Spread ist ein „Vorsprung“, den die Wettbüros einem Team geben. Du kannst hernach dagegen wetten ob das Team mit dem Vorsprung über die Runden kommt.

    zb DEN -3.5 SPREAD
    Bedeutet, dass die Broncos in einem Heimspiel mit 3.5 Punkten favorisiert werden.
    Tippst du auf Denver, gewinnst du die Wette, wenn die Broncos mit mehr als 4 Punkten Vorsprung gewinnen.
    Du verlierst die Wette, wenn die Broncos mit 1 oder 2 Punkten gewinnen, du verlierst sie bei einem Remis und du verlierst sie, wenn Denver verliert.

  4. Pingback: NFL 2016, Sonntagsvorschauer: Woche 12 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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