Vor der Neuauflage: #1 Alabama Crimson Tide – #2 Clemson Tigers

Heute Nacht ab 02h30 02h findet in Tampa/Florida das Endspiel um die Landesmeisterschaft im College Football statt (SPORT1 US überträgt live). Die Ansetzung ist quasi ein Novum: #1 Alabama Crimson Tide (14-0) vs #2 Clemson Tigers (13-1), die erste Neuauflage des Vorjahresfinals in der Geschichte des College Footballs.


Gleichzeitig ist es auch das Duell der beiden in der Preseason an #1 und #2 gerankten Mannschaften. Auch das ist selten genug: Dass sich am Ende des Jahres die beiden Mannschaften durchsetzen, die man im Vorfeld der Saison ganz vorne gesehen hatte. Aber so dramatische Windungen und Wendungen es im College Football manchmal gibt, 2016/17 brachte uns das erwartete Endspiel.

Alabama und Clemson sind, wie ich schon letztes Jahr schrieb, zwei philosophisch ähnlich zusammengestellte Mannschaften. Beide sind im „Bible-Belt“, dem US-Südosten, zuhause, wo College Football als Art Ersatzreligion gelebt wird und zum Teil des Selbstverständnisses der Region gehört. Alabama ist als Serienchampion der Parade-Conference SEC das Aushängeschild schlechthin, während Clemson aus der Atlantic Coast Conference (ACC) seit vielen Jahrzehnten eher den Ruf der lovable losers pflegt.


Seit der Ankunft von Head Coach Dabo Swinney hat sich das Bild der Clemson University jedoch gewandelt. Der detailverliebte Swinney hat Clemson nicht nur zu einem Recruiting-Monster gemacht, sondern auch einen spielerischen Stempel aufgedrückt, der aus diesem Team eines der markantesten überhaupt gemacht hat: Spektakuläre Spread-Offense gepaart mit druckvollem Pass Rush, der gegnerische Offense Lines einfach überrennt.

Swinney gilt nicht nach außen als Typ der großen Worte. Er versteht es aber, trotz wechselnden Offensive Coordinators einen Angriff in Gang zu halten, der sich gewaschen hat, und überlässt seine Defense dem DefCoord Brent Venables, einem bei Oklahoma gescheiterten Passrush-Fetischisten, der aus der Clemson-Defense die druckvollste Unit neben von – natürlich – Alabama geformt hat.


Jenes Alabama ist das Reich von Head Coach Nick Saban. Saban ist das College-Football Gegenstück zu Bill Belichick aus der NFL, was nicht nur daran liegt, dass Saban wie Belichick kroatische Wurzeln hat, dass Saban einst als Assistent Belichicks seine ersten Sporen verdient hat oder dass er wie Belichick stets dreinschaut als hätte er Sodbrennen: Saban ist auch der Coach, der es am besten versteht, sein Starensemble stetig so weiterzuentwickeln, dass es nie ausrechenbar wird.

Die Konstante ist die Defense, die keine Zauberdinge veranstaltet, sondern basierend auf dem besten Talentpool im Lande und perfekt einstudierter Formationen alles niederwalzt was sich ihr in den Weg stellt. In der Offense aber hat Saban die Zeichen der Zeit erkannt und sie so angepasst, dass sie heute moderne Elemente wie Spread und Hurry-Up draufhat und im Notfall ein vollständiges Arsenal an Plays auffahren kann.

Sabans Trick: Er ließ den andernorts mit wehenden Fahnen untergegangenen Lane Kiffin als OffCoord ran und einfach mal machen. Das einstige Großmaul Kiffin, u.a. bei Alabamas Rivalen Tennessee als Fahnenflüchtiger verhasst, gilt als Haupt-Treiber der Offense-Innovation in Alabama. Aber Kiffin ist wie Saban kein einfacher Typ – und so kam es vor wenigen Tagen endgültig zum Bruch zwischen den beiden Alphatieren, und Kiffin, der noch an Silvester das Halbfinale gegen Washington gecoacht hatte, wird heute nicht mal mehr im Stadion sein.

Saban hat schon das nächste Rebuilding-Projekt am Laufen: Steve Sarkisian, bei USC gescheitert weil er Alkoholprobleme hatte, übernahm als neuer OffCoord die Spielvorbereitung für das Endspiel heute Nacht. Für Saban genau die richtige Ablenkung im Vorfeld des Spiels: Reporter konzentrieren sich mit Kiffin auf einen Mann, der gar nicht mehr Bestandteil des Teams ist, während er selbst keine lästigen Fragen Marke „Wie fühlen Sie sich vor dem großen Spiel?“ beantworten muss. („Hob a riesn Gaudi kopt uns drauf vorzubereiten“)

Die Vorgeschichte

Alabama und Clemson haben sich, wie eingangs angedeutet, schon vor einem Jahr als Endspielgegner gegenübergestanden und sich dabei einen sensationellen Shootout geliefert, für den kein Superlativ zu schade ist und der für mich nur eine halbe Stufe unter den ganz legendären Footballspielen wie Fiesta Bowl 2007 oder Rose Bowl 2006 steht.

Alabama gewann 45-40 gegen ein beherzt aufspielendes Clemson, das sich nicht versteckte und dessen grandioser QB Deshaun Watson 4 Touchdowns und fast 500 Yards auflegte. Alabama brauchte Verletzungsausfälle von Schlüsselspielern beim Gegner, eine Handvoll ganz langer Big Plays und einen für den normalerweise stockkonservativen Saban untypischen überraschenden Onside-Kick um sich des Underdogs Clemson zu erwehren und die vierte Landesmeisterschaft innerhalb von sieben Jahren zu sichern.

Das fulminante Finale führte natürlich zu großen Erwartungen für 2016. Beide Mannschaften wie erwähnt in der Preseason an #1 und #2 gerankt.

Alabama konnte die Erwartungen von Tag 1 an erfüllen, ja eigentlich sogar noch übertreffen: Angeführt von der Defense, die bereits heute nicht zu Unrecht als eine der besten aller Zeiten angepriesen wird, cruiste Alabama ungeschlagen durch die Saison. Dabei wurde nicht nur die komplette SEC geplättet, sondern auch der spätere Rose-Bowl gewinner USC mit 52-6 (!) an die Wand genagelt.

Im Semifinale ließ Alabama dem Pac-12 Champion Washington keine Chance, obwohl Washington so ziemlich seine bestmögliche Leistung ablieferte: 24-7 Endstand. „Nur“ 17 Punkte, aber Washington hätte nicht drei, sondern eher weitere dreißig Drives gebraucht um die notwendigen Punkte zusammenzubringen.


Clemson kam eher holprig in die Saison. Erst im Oktober fand die Offense zu sich und scorte ausreichend Punkte, um die schwersten Conference-Gegner wie Louisville und Florida State aus dem Weg zu räumen. Gleich zweimal schlitterte Clemson am Rand des Abgrunds, als NC State in letzter Sekunde ein potenzielles siegbringendes Fieldgoal verschoss und zwei Wochen später, als Clemson zuhause gegen das mittelmäßige Pitt verlor.

Da jedoch auch ausreichend Playoff-Konkurrenten stolperten, qualifizierte sich Clemson als ACC-Gewinner für das Semifinale, wo #3 Ohio State mit 31-0 aus dem Stadion geschossen wurde – ein Ergebnis, das stark genug ist um Clemson heute als legitimen Gegner für Alabama zu fühlen.

Wenn Alabama den Ball hat

Alabamas Offense 2016 galt unter Kiffin als hervorragend eingestellte und gecoachte Unit, die anders als in den letzten Jahren nicht an den Einzeltalenten eines Derrick Henry, Amari Cooper oder Calvin Ridley hing. Kiffin verteilte die Last ungewohnt stark auf verschiedene Schultern: Der junge Freshman-QB Jalen Hurts durfte nicht viel werfen, wurde aber als Läufer von der Leine gelassen. Im Offensive Backfield teilten sich RB Damien Harris, RB Joshua Johnson und RB Bo Scarborough die Carries, aber keiner hatte mehr als 12 pro Spiel. Im Passspiel sah ein WR Ridley zwar 66 Catches, was aber deutlich weniger ist als Ridley oder Vorgänger Amari Cooper in den letzten Jahren an Bällen sahen.

Jetzt ist Kiffin weg – und keiner weiß genau, was Sarkisian für einen Gameplan bauen wird. Die Wetten stehen gut, dass es kein grundlegen neuer sein wird. Alabama muss die frühen Downs gewinnen um nicht gegen Clemsons gefürchteten Pass Rush in lange 3rd Downs zu kommen – in jenem Fall sind nicht viele Punkte für die Alabama-Offense zu erwarten. Das heißt viel Laufspiel und Zermürbungskampf über 60 Minuten von Seiten der Alabama-Offense.

QB Hurts ist nicht wirklich ein geschliffener Werfer. Nicht zuletzt im Semifinale wurde er von Washington komplett kaltgestellt (nur 7/14 Completions), und unter Druck kann Hurts schneller panisch werden als einem Alabama-Anhänger lieb ist. Das trifft sich für Clemson mit seiner monströsen Defensive Line natürlich blendend.

Clemson steckt extrem viele Ressourcen in die Defensive Line. So hat man unter anderem je einen getrennten Positionscoach für die Defensive Ends und Tackles. Folge: Trotz zahlreicher Abgänge und hoher Draftpicks in den letzten 2-3 Jahren steht heuer wieder eine grandiose Unit auf dem Feld, angeführt vom 157kg-Monster Dexter Lawrence auf Tackle, dem du nicht ansehen willst, dass er ein 18-jähriger Freshman ist, oder den beiden zielstrebigen Ends Carlos Watkins und Christian Wilkins. Gemeinsam gilt dieses Trio als kaum zu stoppen, wenn es auf den Quarterback losgeschickt wird.

Die Frage ist: Kann diese Unit auch dem tacklefreudigen LB Ben Boulware den Rücken freihalten, wenn man in den 1st und 2nd Downs die Laufspielzüge der Alabama Crimson Tide verteidigt? Im Prinzip ist genau das der Schlüssel zum Erfolg für Clemsons Verteidigung: Zwinge Alabama dazu, im dritten Down zu werfen – und du hast die halbe Miete. In jenem Fall wird Hurts bei seinen Würfen derart viele Gegner vor der Fresse haben, dass es nur noch von zweitrangiger Bedeutung sein wird, welcher Defensive Back auf den geschwindigen WR Ridley abgestellt wird – Hurts wird eh nicht dazu kommen, tiefer zu werfen.

Wenn Clemson den Ball hat

Das Matchup des Jahres. Alabamas Defense ist episch und muss nicht weiter im Detail diskutiert werden. Aber: Clemsons Offense ist die einzige, der man zutraut, Alabama gefährlich zu werden. In Deshaun Watson haben die Tigers einen kompletten und sehr erfahrenen Quarterback, mit dem man sowohl im Laufspiel auch im Passspiel alle Formationen auspacken kann um des Gegners Defense anzugreifen. RB Wayne Gallman fand in den letzten Wochen seinen Groove und hat schon bewiesen, selbst gegen Alabama Nadelstiche setzen zu können.

Der Receiving-Corp ist vielleicht der beste im Lande: WR Mike Williams gilt als sicherer 1st Round Pick und gewinnt seine Mann-gegen-Mann Duelle gegen fast alle College-Cornerbacks. Sein Komplementär ist der etwas quickere WR Artavis Scott, kleiner gewachsen als Williams, aber besser als fast alle #2-Cornerbacks. Dazu laufen in der Spielfeldmitte WR Hunter Renfrow und der famose TE Jordan Leggett über den Weg, und Leggett gilt als Waffe sowohl im Blocking als auch auf Mitteldistanzen.

Clemson hat nicht bloß die Spieler, sondern auch die Erfahrung im Trainerstab. Wer will, kann sich bei Smart Football in ein spannendes Detail aus dem Clemson-Playbook einlesen – die Inverted Veer Formation, gegen deren Tücken sogar Alabama in den letzten Jahren verwundbar war.

Das große Fragezeichen in der Clemson-Offense sind die Big Plays, von denen es in der laufenden Saison deutlich weniger als erwartet gab. Die Tigers-Offense gilt als extrem stark selbst in langen 3rd Downs – sie ist so gut in 3rd und 9 wie eine normale Offense bei 3rd und kurz – aber Alabamas Defense ist besser als alle andere Defenses in so ziemlich jeder Spielsituation.

Bill Connelly hat es bei SB Nation recht kurz zusammengefasst: Wenn Gallmann in 1st Downs 4 Yards pro Carry macht, ist das die halbe Miete für Clemsons Offense. Dann wird Clemson seine 3rd Downs und das Spiel gewinnen. Die Frage ist, ob die nicht schlechte, aber doch eher junge Offensive Line genügend Löcher für Gallman aufreißen kann, damit Gallman nicht 20 Mal in eine Wand rennt.

Ausblick

Ich habe es schon oft geschrieben: Traumfinale. Es wäre vermessen, eine qualitativ ähnlich sensationelles Endspiel wie vor einem Jahr zu erwarten, aber wir können ja hoffen. Die wichtigsten Faktoren sind noch einmal zusammengefasst:

  • Alabamas Defense ist schlicht überragend gegen den Lauf und sehr, sehr exzellent gegen den Pass, aber gegen den perfekten Pass gibt es keine Verteidigung, und Clemson hat die variabelste Offense im Lande.
  • Clemson muss den einen oder anderen Big Play in den Offense setzen.
  • Wenn Clemson seine ersten beiden Downs nicht durchbringt, muss Clemson seine Stärke ein letztes Mal auspacken, und viele lange 3rd Downs
  • Alabama muss die langen 3rd Downs vermeiden, da ansonsten QB Jalen Hurts vom furiosen Clemson-Passrush gefressen wird.

Der Schlüsselspieler ist trotz aller Nebengeschichten Watson. Er bestreitet heute sein letztes Spiel am College. Wie gut er in die NFL passt, wird in den nächsten drei Monaten ausführlichst diskutiert werden. Dass Watson ein unglaublicher College-Quarterback ist, darüber ist man sich einig. Wenn Watson noch einmal eine Performance wie im letzten Jahr hinlegt, hat Clemson eine großartige Chance, seinen zweiten National Title zu holen.

Aber Watson braucht die perfekte Performance. Wird er zu schlampig und fabriziert Turnovers wie in diesem Jahr das eine oder andere Mal zu oft, gibt er Alabama die kurzen Spielfelder, die Nick Saban braucht um seinen fünften Landesmeistertitel in den letzten acht Jahren zu holen und endgültig eine Dynastie zu schaffen die auch noch in fünfzig Jahren bewundert werden wird.

20 thoughts on “Vor der Neuauflage: #1 Alabama Crimson Tide – #2 Clemson Tigers

  1. Vegas favorisiert Bama mit 6.5 Punkten, das O/U bei derzeit 51 Punkten. Würde die Punkte für Clemson nehmen, sowie eindeutig das Under. Glaube nicht, dass man so ein Punktefeuerwerk zu sehen bekommt, wie im letzten Jahr.

  2. Das ist College Football, immer und immer wieder spannungsgeladen bis zur Schlußsekunde. Respekt an beide Teams für die tolle und fantastische Unterhaltung in diesem Finale.

  3. Eine Frage: Sehe ich das richtig, dass Clemson mit :06 Sekunden und 3 Punkten Rückstand auf das Field-Goal zum Ausgleich verzichtet hat und stattdessen auf Touchdown gegangen ist? Oder war die Idee, innerhalb der 6 Sekunden noch einen Spielzug unterbringen zu können?

    Klingt für mich sehr riskant für ein Finale…

  4. @fabs: Es wirkte wie eine Kombination aus beidem. Die Clemson-Offense hatte in der zweiten Halbzeit Alabama weitestgehend im Griff und hat in nahezu jedem (Pass-)Spielzug ihre Yards gemacht. Das Risiko wirkte begrenzt und die Chance, schnell mit Timeout noch ein Field Goal unterzubringen bestand ja. Als Clemson recht schnell in der Alabama-Red-Zone war, war mir persönlich irgendwie klar, dass sie alles versuchen werden, den Touchdown noch zu machen.

    In der zweiten Halbzeit hat Clemson Alabama teilweise an die Wand gespielt. Der Touchdown von Alabama kurz vor Schluss zur Führung kam irgendwie überraschend und wirkte sehr abgewichst. Mehr Zugriff auf das Spiel hatte gerade in der 2. Hälfte aber Clemson.

  5. Okay, hatte das Spiel nicht verfolgt, aber habe mir schon so etwas Ähnliches gedacht. Will nicht wissen, was los gewesen wäre, wenn der Pass nicht angekommen wäre und die Uhr auf :00 gesprungen wäre…:-D

    Aber auf jeden Fall ein irres Finish, kann man nur hoffen, dass die Playoffs ab nächstes WE auch etwas spannender werden!

  6. Mit 6 Sekunden auf der Uhr und einer Timeout einen quicken Pass spielen, finde ich jetzt gar nicht so spektakulär

  7. Sehe ich auch nicht als besonders spektakulär. Die waren ja an der 2yds-Linie nach der DPI gegen #7 WR Mike Williams. So nah an der Endzone muss man nicht (lange) warten, bis sich eine Route downfield entwickelt, um den Pass zu versuchen. Da dürfte meistens noch genug Zeit sein, das verbleibende Timeout zu ziehen und das FG zum Ausgleich zu kicken.

  8. Nicht falsch, aber auf der anderen Seite sprechen wir über das Finale und es ist nach Spielzugende genau EINE Sekunde übrig geblieben…

  9. Was ich noch hinzufügen möchte:
    „Clemson’s big idea was to wear Alabama down. They figured they could run 60 plays by the fourth quarter if they were fast enough and targeted 80 plays for the whole game. If they hit those numbers, the coaches thought, Alabama’s defense, less deep than last year’s, would get tired. If they hit those numbers, they had a chance.“

    Clemson hatte weniger yards per play (5,2 vs 5.7), aber am Schluss deutlich mehr Yards, trotz Turnovers. Sie hatten 99 Plays (Bama 66), die höchste Zahl, die Sabans Defense je gesehen hat (bisher 90). Alabamas Defense war zum Schluss komplett fertig, und das war IMO der Knackpunkt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s