AFC Championship 2016/17 im Liveblog: New England Patriots – Pittsburgh Steelers

Und Schluss.


[03h52] Endstand New England Patriots 36, Pittsburgh Steelers 17

Neunte Superbowl-Qualifikation für die Patriots – NFL Rekord. Die siebte (!) in der Ära Belichick/Brady. Pittsburgh heute war kein Gegner, weil die Steelers mit ihrer Defense absolut nicht auf die Stärken der Patriots-Offense passen.

New England geht als leichter Favorit in die Super Bowl gegen Atlanta. Problem für die Falcons: Sie haben nicht die Front-Four um ohne Unterstützung durch Blitzes konstant Druck auf Brady auszuüben. Also muss Atlanta New England outscouren.

Etwas, das die Falcons imstande sind.

Das allein lässt Vorfreude auf die Superbowl aufkommen. Dass die meisten Playoff-Spiele 2016/17 Blowouts waren, ist klar. Aber so perfekte Offense-Vorstellungen wie heute Atlanta und New England haben auch was.

[03h37] Patriots sind leichter Favorit in der Super Bowl:

[03h34] Touchdown Pittsburgh
New England 36, Pittsburgh 17 | Q4

Wenn wir Phil Simms so zuhören, hat Roethlisberger heute eines der besten Spiele der Saison geliefert.

[03h27] Fieldgoal New England
New England 36, Pittsburgh 9 | Q4 6:24
26yds-FG Gostkowski

Jetzt dürfte dann die B-Mannschaft auflaufen.

[03h19] Interception Rowe
Vogelwilder Roethlisberger-Pass downfield. CB Rowe mit der einfachsten Interception der Welt.

[03h14] „Where is Roger“-Sprechchöre im Stadion.

Patriots zwei Jahre nach dem Deflategate-Witz dominanter als zuvor.

[03h10] Turnover on Downs Pittsburgh
4th/Goal an der 1, Fade Route für #83 Cobi Hamilton. Incomplete.

Drittes Viertel

[03h06] Ende Q3 in Foxboro. Patriots 16, Pittsburgh 0 in diesem Viertel der letzten Hoffnung für die Steelers.

Wir können uns langsam damit beschäftigen, wie Belichick die Super-Offense der Falcons bremsen wird. Es gibt in Julio Jones den einen Mann, den Belichick so gern stoppt, aber die Falcons leben davon, als Team so komplett wie keine andere Offense aufzulaufen.

[02h57] Touchdown New England
New England 33, Pittsburgh 9 | Q3
10yds-TD Catch #11 Edelman

Done.

[02h56] Fumble Pittsburgh!
#17 Rogers kurz angespielt, LB #53 Van Noy, in Detroit vom Hof gejagt, reißt Rogers den Ball aus der Hand und LB #50 Ninkovich recovert an der PIT 28.

Sargnagelverdächtig.

[02h52] Touchdown New England
New England 27, Pittsburgh 9 | Q3 2:44
1yds-TD Run #29 Blount

Tomlin wird für seinen Schisser-Call bestraft: Patriots marschieren 88 Yards durch zum TD. Nur 8 Plays. Wieder Hogan mittendrin mit einem 39yds-Catch.

Diesmal sogar wieder Laufspiel mit einem RB Legarrette Blount, der kraftvoll durch die Defense walzt und das Stadion auf Hochtouren bringt.

[02h44] Punt Steelers
…und in einer 4th/7 Situation an der NE 40 setzt Mike Tomlin zum Punt an. Eine sehr üble Entscheidung.

Nur folgerichtig, dass der Punt missrät und für nur 28 Yards an der NE 12 abgefangen wird.

[02h35] Fieldgoal New England
New England 20, Pittsburgh 9 | Q3 9:59
47yds-FG Gostkowski

Klein/Klein bei New England: 9 Plays, 55 Yards, wieder drei Punkte mitgenommen. Brady-Fumble bleibt bei den Patriots, weil es keinen eindeutigen gegenteiligen Videobeweis gibt; Tomlin verliert durch die Challenge sein erstes, potenziell noch wichtiges, Timeout.

Wermutstropfen für New England: Belichick verpasst eine Challenge eines nicht als Fang gewerteten Catches von Mitchell.

[02h23] Punt Steelers
Exzellente Deckung von CB #26 Ryan im 3rd Down gegen WR #17 Rogers. Deshalb Punt.

Zweites Viertel

[02h07] Halbzeit New England Patriots 17, Pittsburgh Steelers 9

Mike Tomlin verschläft es, den letzten Patriots-Drive vor der Pause mit Timeouts zu unterwandern und verzichtet auf einen definitiv möglichen zusätzlichen Ballbesitz. Kein gutes Coaching.

Insgesamt eine offene Partie mit Vorteilen für New England, das bislang eiskalt WR #15 Chris Hogan in den Mittelpunkt gestellt hat: Hogan 8x angespielt für 7 Catches, 117yds und 2 TD. Hände hoch, wer das so hatte kommen sehen. Hogan, der Mann, der am College Lacrosse spielte und nur 12 Catches in unterklassigen Ligen hatte, der von 3 NFL-Mannschaften gecuttet wurde, ist hier der große Star.

Je 12 First Downs pro Team. New England mit etwas mehr Yards, aber keine komplette Demontage. Beide Offense Lines machen einen guten Job in Pass-Protection. Pittsburgh verpasste einen Extrapunkt, hat aber den ersten Ballbesitz nach der Pause. Guter Spielfluss, keine Strafen. Kein schlechtes Spiel bis jetzt.

[02h01] Fieldgoal Steelers
New England 17, Pittsburgh 9 | Q2 1:39
23yds-FG Boswell

Guter Drive, aber sehr enttäuschender Abschluss für den Steelers-Angriff, der nach mehreren quicken Pässen für TE #81 James sich schon beim Touchdown wähnte. Aber Replay zeigt: James ist ein paar Zentimeter zu kurz.

Danach verpassen die Steelers den Punch, müssen nach Raumverlust für Williams und Incompletion ein kurzes Fieldgoal schießen, das noch weh tun kann.

15 Plays. 70 Yards. Über sechs Minuten. Aber die Ausbeute ist zu wenig. Und jetzt noch 99 Sekunden für Brady auf weitere Punkte, weil New England seine Timeouts sinnvoll eingesetzt hat.

[01h45] Bell kommt für ein Play zurück, humpelt wieder runter. Nimmt den Helm ab. Sieht nicht gut aus.

[01h40] Touchdown New England
New England 17, Pittsburgh 6 | Q2 7:43
34yds-TD Catch #15 Hogan

Double-Pass der Patriots in Form eines Flea-Flickers: #33 Lewis legt ab für Brady, der downfield #15 Hogan findet. Hogan mit seinem zweiten TD, wieder meilenweit offen, da die Defense aggressiv auf den angetäuschten Lauf reagiert.

Ein fassungsloser Patriots-Drive: 9 Plays, 82 Yards. Hogan bereits mit 7 Catches für 117yds und 2 TD – alte Patriots-Schule: So lange etwas funktioniert, mach es bis der Gegner von allein draufkommt. Hogan wird ein ums andere Mal angespielt.

Das sieht bis jetzt aus wie das klassische Patriots/Steelers Matchup: New England immer einen Schritt voraus.

[01h31] Touchdown Pittsburgh
New England 10, Pittburgh 6 | Q2 11:31
4yds-TD Run #34 Williams

Viel Einsatz für #34 Williams, der etwas direkter läuft als Bell und damit nicht wenig Erfolg hat: 4 Carries, 25 Yards, TD.

Dann verschießt Boswell den Extrapunkt.

Erstes Viertel

[01h22] Ende Q1 in Foxboro. Schnellstart der Patriots, deren Offense als erste zündet. Bei den Steelers ist man noch auf der Suche nach dem Groove. Die positiven Zeichen: New Englands Blitzes werden sauber aufgenommen und Roethlisberger kriegt wenig Druck.

Das Negative: #26 Bell ist seit Minuten an der Seitenlinie und wirkt als hätte er eine Zerrung. Und WR #84 Brown ist bislang bei Butler abgemeldet, hat noch kein Anspiel.

[01h14] Touchdown New England
New England 10, Pittsburgh 0 | Q1 2:47
16yds-TD #15 Hogan

Hogan mutterseelenallein in der Endzone. QB Brady hat keine Probleme, die Defense-Schemen der Steelers auseinanderzunehmen. Das Hauptproblem für Pittsburgh ist im Moment, dass die Blitzes nicht durchkommen. Kein Druck auf Brady ist ein todsicheres Rezept dafür, dass du zerpflückt wirst.

New England zudem mit extremer Geschwindigkeit: 7-8 Plays kamen, als die Play-Clock noch keien 15 Sekunden heruntergetickert war. Pittsburghs Defense selten in Aufstellung, als der Snap kommt. Und wenn doch, audibelt Brady downfield für einen tiefen Pass auf Hogan.

[01h06] Punt Steelers
Patriots mit Manndeckung, soweit ich erkennen kann. CB #21 Butler gegen WR #84 Brown. CB #26 Ryan gegen WR #17 Rodgers.

„Vorne“ hängt vieles dran, ob sich DT #97 Alan Branch soweit Respekt verschaffen kann, dass er nicht von 1 Mann im Alleingang geblockt wird.

[01h00] 3/out Patriots
DT #79 Hargrave zerbröselt die Offense Line im Alleingang, Sack gegen Brady im 3rd Down und die Patriots zum Punten gezwungen.

[00h57] 3/out Steelers
3rd/1 und Roethlisberger bekommt downfield ein 1-vs-1 Matchup zwischen WR #14 Coates und CB #25 Rowe. Ben mit dem Wurf, genau in den Lauf gelegt, aber Coates macht den Fliegenfänger.

Also Punt. Mutige Entscheidung, mit der Chance auf Single-Coverage tief zu gehen.

[00h51] Fieldgoal New England
New England 3, Pittsburgh 0 | Q1 13:08
31yds-FG Gostkowski

Patriots feuern in den ersten 3 Snaps aus allen Rohren: TE Bennett für 12, WR Edelman für 41 und Brady für Mitchell und 5 Yards. Dann wird es harzig. Mitchell droppt das 3rd Down.

4th/inches und Bill Belichick lässt zu meiner Überraschung nicht ausspielen, sondern Fieldgoal kicken. Fragwürdige Entscheidung, wenn wir diese Offenses im Hinterkopf behalten.

Pregame

[00h48] Katastrophales Bild im Gamepass. Ich hoffe, das sind nur die Rauchschwaden nach dem Feuerwerk.

[00h45] 7.5 Punkte Favoritenstatus der Patriots nach meinem Power-Ranking. Wettbüros sehen die Partie bei NE -6.

[00h42] Münzwurf. Patriots gewinnen und nehmen zur Überraschung aller das erste Ballrecht an. Bislang war Belichick häufig ein Meister des Deferrens.

[00h40] Drei Rookies in der Steelers-Stammverteidigungsformation: CB Burns, FS Davis, DT Hargrove.

[00h35] Jetzt das zweite Halbfinale. Vorschau hat Alexander Herrmann geschrieben. In Foxboro soll es laut Nicolas Martin, der vor Ort ist, 5°C bei leichtem Nieselregen haben:

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47 Kommentare zu “AFC Championship 2016/17 im Liveblog: New England Patriots – Pittsburgh Steelers

  1. Typisch Patriots: irgendwelche Spieler, die keiner wirklich auf der Liste hatte machen auf einmal die plays.

  2. 2016 New England Patriots 15 14 38 680 17.9 79T 4
    nun ja vom Hauptbahnhof kommt er nicht- er bekommt die Freiräume, weil andere gedeckt werden und das wird halt einfach bis zum Erbrechen ausgenutzt; ist ja kein Blinder, der da zufällig ein Trikot übergestreift bekam.

  3. @Panthers: Wen meinst du? Chris Hogan ist jetzt kein Unbekannter. Die ganze Saison schon die echte Deep Threat der Pats.

  4. @ Favre
    Wenn er die Freiräume bekommt, weil andere gedeckt werden, dann ist das exzellentes Playdesign. Bellicik weiß, wie die Defense funktioniert, welche Reads sie machen, und wie man das ausnutzt.

    @hogan
    Kann ich mich beurteilen. Er war aber keiner, der als großer impact player galt, der das Play-off Game dominiert.

  5. @Hogan: Wurde halt im Vorhinein von dem Hype um Lewis und dem regulären Hype um Brady überschattet. In der ganzen Saison hat man aber schon gesehen, dass er den Patriots ein ganz wichtiges Element in die Offense bringt.

  6. Sorry, aber Hogan ist bislang DIE Anspielstation schlechthin in diesem Spiel.

    Das hat niemand so erwartet. Zumindest gibt es kein einziges Schriftstück, das darauf schließen ließ.

  7. in fact hat Gronk sogar mehr ypc (~22), aber auf deutlich weniger Catches.
    Nur falls noch irgendwie unklar war was der Typ für ein freak ist.

  8. – 1 P im Kick und jetzt – 3,x bis 4 P;
    nicht mehr nicht weniger, wenn man ein per se enges Spiel vergeigt;
    14-17 müsste sich P. in Hz verabschieden.
    Aber Ihnen fehlt dann genau diese Klasse + auch Glück ( Varianz ) wie im Spiel vorher, um es enger zu halten.

  9. @korsakoff: wie gesagt, so überraschend finde ich es nicht, wenn man die Pats diese Saison bislang gesehen hat. Die Shots auf Hogan gab es in jedem Spiel, heute funktionieren halt alle davon und deswegen haut man da noch mehr drauf.

  10. Sorry aber möchte nochmal mich o.g. zitieren.

    2016 New England Patriots 15 14 38 680 17.9 79T 4
    Hogan Stats; das ist doch ein typischer B. Gotoguy.

    Der ist doch nicht jetzt als Kai aus der Kiste wie so ein Karnickel aus dem Hut anzusehen.
    Das ist eine elementarer Rollenspieler im O System, den sich Herr B. doch bewusst gesucht hat; jeder Spieler bei Bel. ist doch beachtenswert, weil er seinen gegenüber zerbrechen soll wenn vor ihm alle sich neutralisieren.

    Und natürlich kann man nicht ein Prieview zum 52 Matschup machen , aber eben erkennen, dass jeder im Kader bei einem Team insb. Bel. kein Vollpfosten ist.

  11. Schon klar, aber „Rollenspieler“ und „der Mittelpunkt“ unterscheiden sich wesentlich.

    Niemand ist überrascht, dass Hogan hie und da angespielt wird. Niemand ist überrascht, wenn Hogan ein Big Play macht. Aber dass Hogan eine ganze Halbzeit lang der komplette Mittelpunkt der Offense ist, ist unerwartet.

  12. Naja- da ist aber schon eine Differenz.
    4 TDs die reguläre Saison, 2 allein heute
    Und es ist ja schon noch mal ein Unterschied, ob du Deep Thread bist mit 3 receptions per Game oder 7 in einer Halbzeit machst.

    Das Potential da war will ich ja nicht bestreiten, aber du hättest sicherlich eine gute Quote bekommen, wenn du auf 2 Johan tds gewettet hättest.

  13. Thema vollpfosten:

    Viele bellichek Rollenspieles wurden wo anders als vollpfosten davongejagt.
    Bspw hogan, blount, Lafell,….

  14. Der Punt von Tomlin in der Tat fragwürdig. Vor allem weil die Pats eh quasi in jeder Possession scoren..

  15. Solche Punt sagt man in der Preseason an, wenn man keine Lust mehr hat, aber nicht in einem Playoffspiel, auswärts gegen eine Offense, die du nicht im Griff hast.

  16. Zitat:
    “ Da kann es doch nicht passieren, dass man J.E. 1-1 durchlaufen lässt“ – Ran; doch weil Hr. H vorher so frei war, weil man Herrn Edel. “ besondere Aufmerksamkeit schenkte “
    und
    während ich es nachdem Catch schreibe Bummm Edelmann TD – Fragen ?

  17. Immer das Zitat von deutschen Kommentar?

    Das hat damit quasi null zu tun. Steelers spielen Zone Defense, und p. Attackieren genau die Nahtstellen. Edelman läuft eine geniale Route genau zwischen zwei Zonen. DB 1 übergibt ihn, edelman macht den cut zurück und ist offen.

  18. Hogan ist frei, nicht, weil die corner sich denken, der ist eh nicht so wichtig, sondern weil die Dbs sauber ihren Job machen, damit das Concept aber nicht verteidigen können

  19. Also dass die DBs sauber ihren Job machen bezweifle ich teils. Siehe erster TD Hogan, wo der 2. Safety sich für Cover 2 viel zu mittig orientiert und damit das Scheuentor für Hogan auf macht.

  20. Weißt du, welches Play die Steelers gespielt haben?
    Kennst du das Steelers playbook?

    Denn wen nicht wäre ich gab vorsichtig damit, über Fehler zu entscheiden…

  21. In den Perspektiven hat es relativ eindeutig ausgeschaut. 2 tiefe Safetys bei denen einer eine Seite und einer die Mitte, dafür aber keiner die andere Seite verteidigt – was soll das sein? Da erscheint mir ein verpenntes Assignment eines der DBs wesentlich wahrscheinlicher.

  22. @ Panthers dein Zitat
    „Weißt du, welches Play die Steelers gespielt haben?
    Kennst du das Steelers playbook?

    Denn wen nicht wäre ich gab vorsichtig damit, über Fehler zu entscheiden…“

    Ja, der „Schwarze Peter“ war, ich nehme Hr. Edel und Hr. D.Adem. und Hr. Bl. raus und Hr. Hogan lasse ich mit meinem Rest in der D zu tun haben- soweit so gut.
    Hr. Tomlin. probierte aus ob Hr. Ho. sich durchsetzen kann und ja das konmnte er.
    Als Herr Hoga sich durchsetzt beim ersten, gibts nen 2 ten ,
    gibts nen bis zum Erbrechen Play seitens Herrn Bil.; das Playbook an das sich Hr. Tom von den Pi. St. kümmert ist ab dem Zeitpunkt Müll.
    Die Frage ist nur, wie lange magst du Müll in deinen Händen halten oder ihn wegwerfen- also ich fands zu spät, weil sooooo schlecht war seine Truppe nicht, um dagegen zu halten im Gegensatz zu Spiel 1, wo ich mich sehr über GB gefreut habe in einer bitteren Stunde.

    Receiving REC YDS TD LG
    C. Hogan 9 180 2 39

    Das ganze Spiel war weit deutlicher als jemals gedacht.

    Das 2 Spiel war z.B. völlig anders:
    3 QB late Hits ohne Strafe ( jedes Mal + 15 y teils neue First Downs ohne Punt, Standard FG verschossen, Fumbles an fremder Endzone daraus ein Fumble Rec. eher noch TD ab und an nur zu Saftey oder 1 Y aber gegen GB ein 20Y Neustart Atlanta mit Ball, Drops bis der Arzt kommt ( zumindest 3- manche sagen 5 ), mehrere Interceptions eben nicht seitens Def. GB gefangen mit teils guter Feldposition – aber zum Verhindern von 7 Punkten Atlanta, durch Ergebniszwang durchgeführte Onsidekicks zugunsten des Gegners für dessen gute Feldposi und zum Schluss ohne Ende Verletzte zu GBs Ungunsten auch während dem Spiel.

    Das ganze Ding hätte auch in OT gehen können trotz Krankenstatus GB.

    Die ganze AFC ist dieses Jahr ein Schrotthaufen und im Superbowl wird man das sehen trotz NE – glaube gar diesmal an einen der schlechtesten SB ever mit gar 20 + für Atlanta – einfach eine Mörderklatsche.

  23. Ich wünsche mir „Philipp S.“ und „Panthers“ als Kommentatoren bei ran. Ist wirklich interessant. Ontopic: Ich finde diese SB hervorragend. Shootout ja, aber Klatsche? Ich denke nein.

  24. @Dizzy: wir warten auf Angebote 😉

    @Philipp:
    Ich kann es natürlich auch nicht sagen, kann sein, dass du recht hast.

    In Zeiten von Roling Coverages, Pattern Read Coverages, Cover 4 und Cover 6 kann es aber recht schwierig sein, die Coverage mit allen ihren Regeln zu lesen.
    Dagegen spricht zum Beispiel, dass Der Safety bereits PreSnap Mittig steht. Und das ergibt auch Sinn: New England ist mit einer Trips draußen und der Nr 3. Reciever wird von einem Linebacker gedeckt – da gebe ich gerne tief Hilfe….

    Der Kern des Plqay ist der Nr. 3 Receiver, der den Safety und den Corner davon abhält in die fiefe rechte Zone zu gehen und Hogan zu covern. Und so wie die Route aussieht, ist das genauso geplant.
    Der äußere COrner geht auf die Nr 2 mit der Corner Route und weil der Safety und der innere Corner bei der Nr. 3 bleiben ist Hogan meilenweit offen.

    Ob COrner/ oder Safety hier einen Fehler machen, oder beide genau auf die Reads reagieren, die sie machen sollen ist dann schwer zu beurteilen….

    FÜr mich sieht es eher danach aus, dass der Croner Nr 3 covert, weil er eine COrner Route liest und der Safety bei ihm bleibt, weil er eine Fade Route list – so kann keiner auf Hogan droppen…..

  25. Golden heißt der Safety (mir nicht bekannt).
    Egal welche assignments er da auch ausführt, jeder gute Safety sollte in der Lage sein Spielsituationen zu erkennen.
    Wenn rechts von ihm 1x Receiver / 2x DBs und links 3x Receiver / 2x DBs sind dann bringt es wenig nur auf den QB zu starren und in der Mitte zu stehen.
    Es war nicht mal eine Pass zu einer guten Route sondern Hogan noch einige Sekunden auf den Pass gewartet.

  26. Blödsinn.
    Ein guter Safety führt sein Assignment aus und macht nicht, was er will.
    Die Spielsituatiin zu lesen ist gar nicht so einfach. Und bei den allermeisten Trips bricht mindestens eine Receiver Route nach innen….

  27. Da kommt mir ein Zitat von Belichick in den Kopf (ich kann es leider grade nicht finden), der vor ein paar Jahren mal sinngemäß in Bezug auf die Frage, ob man von einem Trick Play überrascht wurde, dass für ihn diese Frage wenig Sinn macht, weil bei jedem Defensive- und Special Teams-Play Call Assignments für sämtliche Eventualitäten definiert sind.

    Sprich: Dass man mit etwas einfach „nicht rechnet“, z.B. einem Fake Punt, kommt im Play Call nicht vor. Wenn dann rechnet ein einzelner Spieler nicht damit oder er liest die Situation falsch und gibt dem Gegner damit eine Möglichkeit. Aber grundsätzlich ist das Assignment da.

    Das macht für mich durchaus Sinn, denn einfach Receiver oder Zonen per Design ungedeckt zu lassen, mit der Grundidee „da kommt eh nie wer hin“ wäre eine reichlich dumme Strategie. Gerade bei tiefen Safetys in einer Zone kommt es ganz oft darauf an, dass die eben „das Play lesen“ und richtig reagieren, weil die Zonen die sie verteidigen sehr groß sind (weil sehr weit weg vom Ball und damit Reaktionszeit vorhanden ist).

    Nun kann es, bezogen auf den ersten Hogan-TD, schon sein, dass der Safety Golden (z.B.) liest, dass Brady links aus der Pocket scrambelt und entsprechend mit verschiebt, weil üblicherweise QBs nicht und niemals „across the body“ werfen (sollen). Vielleicht hätte auch der DB (#22 glaub ich) der Amendola auf der Hook-Route übernimmt die tiefe Zone covern sollen und er hat den Spielzug falsch gelesen und overcommited.

    Das kann man tatsächlich nicht beurteilen, ohne das genaue Play zu kennen. Aber, und das schließt den Bogen zu meiner Einleitung, dass eine Hälfte der Endzone bei einem Play von der 16 yd Linie per Design komplett offen gelassen wird, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

  28. Also um mal bei dem Hogan TD zu bleiben, habe mir das Play jetzt mehrmals angeschaut und versucht, zu erkennen, was die einzelnen Verteidiger machen.
    -Ein Ansatz, dem ich zustimmen könnte, ist der von @Philipp S., der sich darauf bezieht, dass der tiefe mittig stehende Safety (Golden) den QB liest und bei dessen Bewegung nach links aus der Pocket raus, mit“verschiebt“.

    -Erstmal die Verteidiger abhaken, die fern des Spielzugs sind und die keinen Zugriff haben. Auf der linken Seite spielt ein CB 1-vs-1 gegen WR #19 Mitchell und hat einen Safety over-the-top.
    -An der Line ist ein Zone Blitz angesagt, bei dem beide ILBs (#94 Timmons und #50 Shazier) in diesem Fall die A-Gaps (das Loch rechts und links vom Center) attackieren. Dieser geht jedoch ins nichts, da C Andrews den rechten Blitzer übernimmt und RB #28 James White den linken Blitzer. Die DTs rushen über die jeweilige Außenschulter der Guards und werden so vom jeweiligen Tackle in ein Double-Team genommen. Blitz verpufft also.
    -Die beiden OLBs #92 Harrison und #48 Dupree droppen in die kurzen underneath zones. Auf Harrison’s Seite ist das blöd gelaufen, weil dieser nur grüne Wiese covert -> WR Mitchell läuft nämlich eine Fly route, und zieht so 2 DBs mit. In Harrison’s Zone gibt es keinen Angreifer.

    – Bei Dupree wird es interessant, denn wir kommen auf die Play-side. Wie von @panthers schon richtig angeführt, kommen die Pats auf der rechten Seite in einer Trips Formation raus. Zählen wir von außen nach innen durch, haben wir: 1er WR: #15 Chris Hogan, 2er WR #80 Danny Amendola und 3er WR #11 Julian Edelman.

    – Edelman läuft eine 5-and-out route: Er released an dem droppenden Dupree vorbei und macht nach 5 yds den cut nach außen. Auf diesen cut reagiert der Nickelback #22 William Gay, denn diese route wäre genau zum 1st down gegangen. (Situation war 3rd down and 5).
    – Amendola läuft eine out-and-up route & Hogan eine Fly oder einen skinny-post (Mischung zwischen Fly und Post). Damit attackieren die Patriots mit 2 Leuten die tiefe rechte Zone, ein klassisches Zone-beater Konzept –> den dortigen Verteidiger zu einer Entscheidung zu zwingen. Dessen Job ist es, die Distanz der beiden so lange wie möglich zu halbieren, um beim Wurf noch in beide Richtungen reagieren zu können. Das macht #21 anfangs auch und lässt sich von Amendolas out-and-up route nicht veräppeln sondern bleibt tiefer als dieser. Wenn er sich hier für den nach innen und tief laufenden Hogan entscheidet, geht Brady nach außen zu Amendola. #21 macht das echt nicht schlecht, er weiß dass er innen noch nen Kollegen hat (Golden). Dieser pennt aber leider und hat seine Augen nur auf dem QB. Normalerweise liest ein Safety nicht nur diesen, sondern hat auch die WRs im Blick – insbesondere, welche Routen tief und damit in seine Zone kommen könnten.

    Pre-Snap und auch danach siehts aus nach irgend einer Variante von Cover-3. Meiner Meinung nach einfach ein scheiß read von Golden.

    –> Der richtige Read für den tiefen Safety wäre gewesen: Edelman durch #22 Gay gecovert (auch Dupree in der Area unterwegs). Amendola von #21 tief gecovert. Hogan auch tief und weiter zur Mitte gelaufen aber nicht gecovert.

  29. @ patpicksix

    Das ist mal ein aufgedröseltes Play. Hut ab.

    Soviel zu einem Spielzug im American Football und bim Fußball denken alle Fans, die Spieler auf dem Platz hätten was auf dem Kasten, nur weil sie mal eine Abseitsfalle richtig stellen.

    Würde man im Doppelpass auf dem ominösen Sport und Call-Sender im dt. TV so detailliert ein Play zerpflücken, wäre nach der einen Laudatio schon die ganze Sendung vorüber.

  30. Aber der ss steht eben schon Presnap mittig, also nichts mit reagieren auf qb….

    von daher würde ich eben auch von einer Cover 3 ausgehen, oder eben von einer modifizierten Cover 2. auf jeden Fall aber mit pattern read Elementen.

    Ich habe auch nie gesagt, dass im playdesign die halbe endzone offen gelassen wird, oder, dass man auf bestimmte eventualitäten nicht eingestellt ist….

    Allerdings hat jeder dB eben seine reads: Macht Receiver x Aktion y verhalte ich mich z.
    Und ich argumentiere eben, dass abgesehen vom klassischen zonenbeater( wie angesprochen) der nr 3 Receiver mit seiner zig Zag Route kann essentiell ist, weil er einen ambivalenten read gibt. Also Nickel und ss beide einen read bekommen an der nr 3 zu bleiben und dadurch eben nicht helfen können.

    Ich sage also, dass im playdesign Elemente eingebaut waren, die Nickel und ss in eine absolut ungünstige Position bringen.
    Und dass ist klassischer bellichek: er versteht die Defense des Gegners und hat ein paar maßgeschneiderte plays dafür parat. Und das ist deutlich mehr als: der Gegner spielt Cover x also spiele ich klassische Cover x bester.

    P.S. Hogan spricht seinen Erfolg übrigens auch dem Coaching zu….

  31. @Panthers:
    Ich nehme an, mit Nr.3 Receiver meinst du #11 Edelman?
    Meiner Meinung nach läuft dieser eine ganz einfache 5-and-out Route. Sobald er sieht, dass Brady nach links aus der Pocket rausrollt und er von #22 Gay gedeckt, bewegt er sich auch in diese Richtung (zusätzlich noch in die Tiefe). #22 Gay bleibt da allerdings an ihm dran und zwischen ihm und Brady ist auch noch #48 Dupree in seiner Zone unterwegs.

  32. @panthers: Wo der Safety pre-Snap steht ist aber keineswegs ein so klarer Hinweis darauf, was sein Assignment ist. Stichwort: Disguises in der Coverage. Ist an der Tagesordnung, grade wenn man sehr viel ähnliche Zone spielt und aus der Zone blitzt, will man dem QB so viele unterschiedliche Pre-Snap Looks wie möglich geben.

  33. Okay. Letzte Korrektur meinerseits zu meiner Analyse: Den DB, der #80 Amendola tief covert, beschreibe ich ständig als #21 – inkorrekt. Müsste #31 Cockrell heißen. Der tiefe mittig spielende Safety ist richtigerweise Golden, aber er trägt die #21. (Dafür hab ich jetzt die Coaches Perspektive vom Gamepass gebraucht 😀
    Und ein letztes zu #11 Edelman’s Route: ist zu 100% eine 5-and-out und keine zig zag route wie von @Panthers vermutet. Er bricht diese einfach ab weil er #22 Gay in seiner Hosentasche stecken hat und versucht zu improvisieren.

    Grüße an alle, die hier bei der geilen, sachlichen Diskussion mitmachen!

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