Montagsvorschauer, Week 2: New York Giants – Detroit Lions

Abschluss des zweiten Spieltags der NFL-Saison mit dem Monday Night Game New York Giants (0-1) vs Detroit Lions (1-0) aus den Meadowlands – Kickoff 2h30.


Die Detroit Lions starteten letzte Woche mit einem 35-23 Sieg nach merkwürdigem Spielverlauf. „Typisch“ war dabei allein das erneute Q4-Comeback nach 15-17 Rückstand eingangs des Schlussviertels. Dann legte aber plötzlich QB Matthew Stafford mehrere Touchdown-Drives hin und returnierten die Lions eine Interception zum TD – und plötzlich wurde aus einem an sich engen Spiel ein Blowout.

Positiv aus Lions-Sicht war neben dem starken Schlussviertel vor allem die Defensive Back-Seven. Das CB-Duo Slay/Diggs glänzte mit hervorragender Deckung, und auf Linebacker spielte Rookie Jarrad Davis alle Snaps durch und machte nur wenige mentale Fehler in der Deckung. Sogar die Defensive Line brachte etwas Druck auf die Pocket zustande, namentlich DE Zettel mit 4 QB-Pressures.

Auf der negativen Seite ist das anämische Laufspiel zu vermerken. Nicht nur das schwache Run-Blocking stellte ein Problem dar, auch RB Abdullah war nicht der Alte: Speedy ja, aber keine gebrochenen Tackles. So wirkte die Geschichte lange Zeit zahnlos. Das Receiving-Corps spielte ein starkes Schlussviertel, aber zuvor hatte der von Lions-Fans etwas überenthusiastisch als „BabyTron“ bezeichnete Rookie-WR Golladay auch zwei billige Drops. Er kompensierte sie mit großartigen Catches und Touchdowns im vierten Viertel.

Ambivalent auch der Coaching-Staff. Positiv waren die Adjustments nach der Pause, als man das Passspiel „öffnete“ und plötzlich viel variantenreicher spielte. Positiv war auch der von mir geschätzte DefCoord Teryl Austin, der einen exzellenten Gameplan zimmerte. Aber dann sind da wieder diese Bullshit-Momente, wo dein Team im ersten Spielviertel der Saison aus dem Tunnel kommt und gleich mal eine „Leaping-Strafe“ bei einem Fieldgoalversuch kassiert.

Übel auch die Special-Teams, deren Fehler aber unbestraft blieben.


Die Giants stehen nach ihrer 3-19 Pleite in Dallas schon mit dem Rücken zur Wand. Das ist noch nicht mal Über-Reaktion oder zu hart formuliert, denn aus ihrer Auftaktniederlage lässt sich schließen, dass alle Befürchtungen wahr zu werden drohen:

  • Katastrophale Offensive Line. LT Flowers war hilflos und wäre besser als Guard aufgestellt, aber es gibt niemanden, den man an seiner Stelle einwechseln könnte. OG Pugh wäre eine Alternative, aber den lässt man lieber auf seiner angestammten Guard-Position – und unabhängig davon sind Positions-Umstellungen in der O-Line im Saisonverlauf immer problematisch.
  • Der WR-Corps ist extrem von WR Beckham abhängig. Der spielte am Sonntag nicht. Prompt gab es kein gescheites Passspiel.
  • Laufspiel mit 2,9yds/Carry inexistent.

Natürlich ist es für eine Offense auch schwer, wenn sie wie die Giants in Dallas in zehn Drives durchschnittlich von der eigenen 16yds Line starten muss. Positiv zu vermerken bleibt auf Giants-Seite, dass die Defense trotz der zahnlosen Offense nicht auseinanderfiel. Die Defensive Line hielt gegen die wuchtige Dallas-Line temporär recht gut dagegen, und im Defensive Backfield war bis auf Deckungsprobleme bei CB Apple nicht viel zu kritisieren.

Hängen blieb noch ein grottenschlechtes Zeitmanagement bei Headcoach McAdoo. 2:19 im Schlussviertel to go, laufende Uhr, Gegner muss ein Fieldgoal schießen, und McAdoo zieht kein Timeout, lässt die Uhr auf 2:00 herunterlaufen. My Ass…


Im Vorfeld der heutigen Partie gibt es auf beiden Seiten je einen Schlüsselspieler, der „questionable“ ist. Auf Lions-Seite ist es mit DE Ziggy Ansah der wichtigste Passrusher. Ansah wäre gerade gegen New York, dessen Offense Line wirklich zu den „knackbaren“ gehört, wichtig. Mit ihm im Lineup kannst du in der Deckung ganz anders „schemen“ als ohne ihn.

Auf Giants-Seite ist es natürlich WR Odell Beckham, dessen Absenz sich am Sonntag ganz krass offenbarte. QB Manning harmonierte überhaupt nicht mit den beiden Neuzugängen WR Marshall und TE Engram. Beckham plagen seit Wochen Verletzungssorgen, aber er ist unter der Woche wieder ins Training eingestiegen.

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2 Kommentare zu “Montagsvorschauer, Week 2: New York Giants – Detroit Lions

  1. Anmerkungen zum Spiel:

    – komplette Performance der Detroit Lions, die ich lange nicht so souverän habe auftreten sehen. Offense funktionierte trotz recht schwacher Vorstellung der Offense Line, Defense in Pass Rush und Secondary erstaunlich gut aufgestellt, Special Teams fast fehlerfrei.

    – 3 Sacks für Ziggy Ansah. Super-Vorstellung von Ansah, der in der kompletten zweiten Halbzeit fast durchgehend doppelt geblockt wurde – immenser Respekt seitens der Giants. LT Flowers wurde auseinander genommen.

    – exzellente Vorstellung auch von der Secondary, v.a. CB Slay, der sich von Beckham und Marshall nicht verarschen ließ. Stark auf LB Davis, v.a. in Deckung.

    – sehr gute Vorstellung von QB Stafford. Tiefe Bälle bleiben ein Problem, aber kein einziger hirnloser Pass und exzellente Scrambles.

    – hervorragender Catch von #11 Jones zum TD. Wichtigste Anspielstation trotz weniger Yards: TE Ebron, der sich mehr und mehr zum wertvollsten Bestandteil im Receiving-Corp entwickelt.

    – Laufspiel funktionierte so gut wie seit Jahren nicht. RB Abdullah mit einigen längeren Läufen. Natürlich auch einige Minus-Runs, unvermeidlich bei einer so wackeligen Offense Line.

    – LT #73 Robinson ist eine Penalty-Maschine. Es kann nicht schnell genug gehen, bis LT Decker wieder an Bord ist. Gesamte linke Flanke der Line ist ein Problem.

    Sehr banale Vorstellung von den Giants, deren Offense überhaupt nicht in Rhythmus kommt. 13 Punkte in zwei Spielen gegen vermeintlich unterdurchschnittliche Defenses wie Dallas und Detroit. Schnelle Buhrufe von den Rängen nach zu vielen negativen Laufspielzügen.

    Detroit 2-0. New York 0-2. Wer hätte das gedacht?

  2. Ich als fetter GB Fan seit 20 Jahren, achte sehr genau diese Saison auf die Lions – ich wiederhole ich achte seit 20 Jahren mal drauf ^^ – letztes Jahr schon etwas diesmal sehr sehr viel mehr; 100 y Laufspiel und ich habe es gesehen.

    Sogar auf die Wikinger mit dem graupigen Bradford, der mit dem WR Corpt eventuell dort angekommen ist, wo er sich wohl fühlt + dem RRB – wer interessierte sich für die Rückkehr am ersten Spieltag für Ad . Peterson- niemand – Rokie Record als Höchststrafe gleich verloren bei der Heimkehr !
    Wichtig:
    1:00 PM ET , 31.12 !!! sooo geil
    Packers at Lions

    Diese Zeit ist nur vorläufig – ich könnte mir vorstellen , dass das nicht nur ein dt. Zeit 22:15 sondern ev. wegen anderen Semiplayoffsspielen vorher ein 2:00 Uhr Einzelspiel am 31.12 wird- grosse Silvesterparty ^^.

    Tip beide ein 10-5/ 11-4 und der Sieger mit 10-5 / 12-6 bekommt 1-2 zu 5 Setzplatz und nein möchte bei beiden an nix anderes glauben ^^.
    1 Wocher vorher GB – Min ^^.
    Broncos, Chief, Falcons und Pitts und Dark Horses ( 2 – 3 – kein Oakland) sehe ich, aber ich halte diesmal die NFC North an sich dagegen als stärkste Division und sage dass zu 50 % der SB Champ aus dieser Division kommt, wenn keine schwer Verletzten kommen und bei GB die beiden Oliner + Cobb und 87 in max 2 Wochen zurück sind.
    Wenn Chicago nicht so einen Schwachsinn auf QB gemacht hätte Mike Glennon für 14-16 Mio ^^ etc. könnten die sogar fast bei 2-0 stehen.
    Diesmal wird vieles sehr komisch eng werden; Heimspiele mind. 7-1 gewinnen wird ein grosser Schlüssel diese Saison, da es ein für mich witzige Anordnung gibt, welche AFC – NFC Divison diesmal gegeneinander spielt ( alle 4 Jahre Verschiebung und welche Konferenz innerhalb gegen eine andere alle 3 Jahre spielt und dann noch die 1-1, 2-2,3-3,4-4 und eigene Division); ich finde so ausgelichen war es in sich schon lange lange nicht mehr – 26 Kandidaten für 12.

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