Sonntagsvorschauer, Woche 4 | Scheinheiligkeit und Bewusstseinsbildung

Vierter Spieltag der NFL-Saison.


Die Frage, die sich heute abseits des Spielfelds alle stellen, ist natürlich, wie es mit den NFL-Protesten gegen die Äußerungen von #45 („feuert die Hurensöhne wenn sie nicht aufstehen!“) weitergeht. In das Thema lässt sich als Außenstehender, der nie länger in den USA verweilt ist, nur schwer einsteigen, da man es eh nicht so richtig fassen kann.

Es ist mittlerweile sogar mehr ein „Themenkomplex“, da sich die komplette Diskussion von der ursprünglichen Protest-Intention des Colin Kaepernick entfernt hat – weg von Sitzen oder Knien gegen Ungleichbehandlung von Schwarzen seitens der Polizei über Sitzenbleiber beleidigen die amerikanische Flagge und damit das Volk hin zu Was ist eigentlich Meinungsfreiheit im Sinne des First Amendment?

Nick Wright fasst die Ambivalenz, mit der die Diskussion auf so vielen verschiedenen Ebenen geführt wird, recht gut zusammen:

 

Festzuhalten bleibt: Es ist erstaunlich, was für eine Lawine Colin Kaepernick ohne viele Worte losgetreten hat. Was für eine Wucht eine einzelne, stille Geste entwickeln kann, wenn verschiedene Interessensgruppen einsteigen um ein Thema für sich auszuschlachten. Und wenn die NFL noch so sehr aus jeder Pore nach Scheinheiligkeit trieft: Es ist Bewusstseinsbildung. Please mix more sports with politics.

Kaffeekränzchen um 15h30

  • Miami Dolphins – New Orleans Saints (aus Wembley, P7 Maxx, PULS4)

Das Duell zweier krisengeplagter Mannschaften. New Orleans konnte letzte Woche mit einem klaren Auswärtssieg bei den Carolina Panthers zumindest den ersten Saisonsieg einfahren, weiß aber immer noch nur zu gut um seine absurden Defense-Probleme. Und Miami? Wurde letzte Woche von den unisono als unterirdisch bezeichneten Jets abgeschlachtet.

Frühschicht um 19h

  • Atlanta Falcons – Buffalo Bills
  • Cleveland Browns – Cincinnati Bengals
  • Dallas Cowboys – Los Angeles Rams
  • Minnesota Vikings – Detroit Lions
  • New England Patriots – Carolina Panthers (P7 Maxx)
  • New York Jets – Jacksonville Jaguars
  • Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers (ran.de)
  • Houston Texans – Tennessee Titans

Kein absolutes Topspiel in dieser Schicht, aber einige durchaus interessante Ansetzungen.

Cowboys – Rams: Urplötzlich ist das eine der spannendsten Ansetzungen. Das liegt vor allem daran, dass die Rams-Offense tatsächlich schon nach wenigen Monaten der Arbeit mit neuem Cheftrainer Lebenszeichen von sich gibt.

Streckenweise ist das sogar sehr verheißungsvoll, was die Rams spielen. Bei QB Goff wäre man nach dessen katastrophaler Rookiesaison 2016 schon um kleine Fortschritte froh gewesen, aber Goff hat mehr als einen Schritt gemacht. Er scheint sich exzellent im Schema von Headcoach Sean McVay zurecht zu finden. Da sieht man doch mal wieder, was Coaching selbst in einer sehr dichten Liga wie der NFL ausmachen kann. Auch WR Sammy Watkins scheint sich von seiner Schokoladenseite zu präsentieren: 13 Catches, 194yds, 2 TD.

Die Vorsicht, die geboten ist: Bislang wurde nur Laufkundschaft wie Indianapolis und San Francisco geschlagen. Gegen den einzigen nennenswerten Gegner Washington wurde verloren, wenn auch nur knapp. Aber all das ist massiver Fortschritt gegenüber „Fisherball“.

Die Rams-Offense ist die Story, aber für dieses Spiel vielleicht noch wichtiger ist das andere Matchup: Dallas-Offense vs Rams-Defense. Dallas hat heuer Probleme, ins Laufen zu kommen: Nur 3.5yds/Carry für RB Elliott, der nicht mehr die gewaltigen Löcher freigeblockt bekommt wie noch 2016. Folge: Mehr Last für QB Prescott, der naturgemäß nicht mehr die simplen Plays wie in der Vergangenheit zeigen kann. Natürlich hat Denver aber auch drei exzellente Defenses gesehen: New York, Denver und Arizona.

Los Angeles hat theoretisch auch so eine Super-Defense, aber: Diese hat bislang Probleme, den Lauf zu stoppen: Bottom-10 in der Liga. Diese ultra-aggressive Front Seven ist vor allem für Passrush gut aufgestellt. Aber wie schon in Denver hat DefCoord Wade Phillips bei den Rams Schwierigkeiten, eine dominante Run-Defense aufzustellen. Das in Kombination mit Heimvorteil für die Cowboys macht diese Partie zu einem echt spannenden Aufeinandertreffen.

Finden die Cowboys zurück zu ihrer 2016-Identität? Oder können sich die Rams tatsächlich in die Riege der NFC-Mitfavoriten spielen?

Vikings – Lions: Ein spannendes NFC North Duell. Detroit tritt diese Saison bedeutend konsistenter auf als befürchtet und könnte mit etwas mehr Glück bei 3-0 Siegen stehen. Heute haben die Lions sogar das Glück, dass Minnesota ein weiteres Mal ohne QB Sam Bradford auflaufen muss und somit eine eindimensionale Offense aufstellt.

Knackpunkt für Detroit: Die Lions haben noch keine so komplette Defense wie jene der Vikings gesehen. Vor allem das Mismatch der Offense Line (namentlich LT #73 Robinson) gegen die vielfältigen Passrusher der Lions lässt einen langen Tag für einen wohl oft unter Stress stehenden QB Stafford erwarten. Weil die Vikes-Defense mit ihren zahlreichen starken Cornerbacks auch hervorragend auf die breit aufgestellte Receiving-Armada der Lions passt, erwarte ich nicht allzu viele Punkte von Detroit.

Die Frage ist, wieviel die von QB Keenum angeführte Vikes-Offense auflegen kann. RB Dalvin Cook hatte einen starken NFL-Einstand und mit der verbesserten Offensive Line hat Minnesota auch mehr Mittel gegen eine Front Seven als in der Vergangenheit – aber: Es wird längere 3rd Downs geben. Kann eine Keenum-Offense dann den Punt verhindern?

Wenig zu erwartende Punkte heißt oft auch spannendes Spiel und mehr Fokus auf Special Teams, Turnovers und vereinzelte Big Plays. Es ist kaum vorherzusehen, welche der beiden Mannschaften diese Plays machen wird. Aber man kann ahnen, welche Wichtigkeit sie in einer Partie von immenser Bedeutung haben – denn: Detroit muss die Bradford-Abwesenheit nutzen, will es im Playoffrennen ein Wort mitreden. Und Minnesota kann ein ganz fettes Pfand setzen, wenn es ohne Bradford einen wichtigen Divisionskonkurrenten schlagen kann.

Patriots – Panthers: Die Partie, die immer für die grandiose Superbowl 38 stehen wird. Im Vorfeld der Partie gibt es in beiden Teams klare Brennpunkte. Bei den Patriots ist es die zahnlose Defense, auf deren Pass Rush seit Wochen eingeprügelt wird. An der Kritik ist sicher was dran, aber gegen Houston war auch das Defensive Backfield problematisch. Was ein eigentlich seit Jahren geschätzter Mann wie McCourty durch die Secondary irrlichtert, wirft aktuell kein wirklich gutes Bild auf den Coaching-Staff der Patriots. Oder probieren die Pats gerade neue Dinge aus, an die sich die Spieler noch nicht gewöhnt haben?

Carolina könnte ein idealer Aufbaugegner für New England sein. Belichicks Defenses haben zwar seit vielen Jahren immer wieder Probleme mit mobilen QBs wie Cameron Newton, aber Newton hat momentan Probleme mit sich selbst. Beziehungsweise mit der Art und Weise, wie Carolina Offense spielen möchte. Die Panthers befinden sich in einer Phase des Wandels, weg von den tiefen Routen, hin zu einem Annäherungsversuch an mehr Kurzpassspiel auf quicke Waffen wie McCaffrey oder Samuels.

Das funktioniert bestenfalls bedingt. Newton, der am besten ist, wenn er Spielzüge lang machen kann, dann improvisiert und die tiefe Bombe heraushaut, ist aktuell damit beschäftigt, schnell Deckungen zu erkennen und gut getimte Pässe auf kurzen Routen zu werfen. Manche sagen auch, er ist weniger beschäftigt als überfordert.

Eine konfuse Panthers-Offense gegen eine konfuse Patriots-Defense: Wer hockt am längeren Hebel?

Ravens – Steelers: Die große Black’n’blue Rivalität aus der AFC North mit zwei 2-1 Mannschaften, die nach übel verlaufener Woche 3 ihre Wunden lecken. Mehr mit sich selbst beschäftigt sind dabei die Ravens, die von niemand anderem als Blake Bortles (!!) und seinen Jaguars an die Wand gespielt wurden und 44-7 verloren. Man redet sich nun ein, dass hauptschuldig an der Niederlage nicht ein urplötzlich überragender QB-Flop war, sondern die lange Reise nach London.

Pittsburgh verlor in Chicago knapp in der Overtime. Man muss sich eigentlich in die eigenen Eier beißen, denn verschusselt hat man es teilweise wirklich selbst, z.B. indem man zum Start des Spiels einen sicheren 75yds-TD leichtfertigt verschenkt.

Texans – Titans: Divisionsduell aus der AFC South. Tennessee ist 2-1 mit einer letzte Woche eindrucksvollen Vorstellung gegen Seattle. Houston ist 1-2, schöpfte aber gerade nach der knappen Auswärtsniederlage in New England neuen Mut, weil man in QB Deshaun Watson den neuen Offense-Heiland gefunden zu glauben meint.

Watson war nicht perfekt, und z.B. die erste INT war ein bitterböser Wurf, der selbst Rookies nicht zwingend passieren sollte. Aber auf der anderen Seite streute Watson auch b-r-i-l-l-a-n-t-e Würfe auf nicht einfachen Routen ein. Beispiel: Der Touchdown für #12 Ellington auf Seam-Route gegen Cover-3 Defense zwischen Safety und Cornerback war einer dieser Würfe Marke „besser als Sex“. Extrem enges Fenster, eine einzige Chance den richtigen Mann zu treffen – Pass, Hit, Strike.

Watson bringt mit seiner Mobilität sowieso eine bislang ungekannte Dimension in die Texans-Offense. Wenn er nun auch noch schneller als erwartet als Werfer reift, haben die Texans den Jackpot geknackt. Aber um den Lobeshymnen einen Riegel vorzuschieben: Watson spielt nun zwei Wochen. Es wäre vermessen, von ihm Konstanz zu erwarten. Es wird Wehwehchen geben, wenn ihm die Milchzähne ausfallen. Wir wissen nicht, ob es diese oder übernächste Woche oder im Dezember sein wird. Bloß: Nicht jede Seamroute oder Faderoute wird 100%ig dem Receiver in den Lauf gelegt werden.

Spätschicht ab 22h

  • Arizona Cardinals – San Francisco 49ers (22h05)
  • Los Angeles Chargers – Philadelphia Eagles (22h05)
  • Tampa Bay Buccaneers – New York Giants (22h05)
  • Denver Broncos – Oakland Raiders (22h25, P7 Maxx, PULS4)

Auch in der Spätschicht kein Spitzenspiel, aber zwei Duelle Prädikat „intriguing“ wie der US-Slang zu sagen pflegt.

Chargers – Eagles: Ich habe die Chargers noch nicht gesehen, aber man erzählt mir, sie würden noch immer überlegen geführte Spiele aus freien Stücken abschenken. Bei den Eagles tue ich mir dieser Tage schwer mit QB Carson Wentz, der in seiner Entwicklung stehen bleibt. Philadelphia kann noch immer nicht mehr als banalste Kurzpassoffense. Alles über 10yds downfield ist harmlos wie ein Schnurrkätzchen.

So wie Wentz spielt, spielte z.B. ein Derek Carr. Carr wurde im zweiten Jahr besser, deutlich besser sogar. Bei Wentz erwartete ich einen ähnlichen Sprung. Wentz wurde z.B. von Scot McCloughan extrem gelobt. Aber ich sehe in dieser Saison keine Entwicklung. Zumindest nicht bislang.

Wentz wird nun eher weniger als mehr entlastet: RB Sproles fällt mit Kreuzbandriss für den Rest der Saison aus. Sproles war einer der einzigartigsten Offensivspieler der letzten zehn Jahre. Wendiger, kraftvoller Typ. Ob er mit 34 von so einer schweren Verletzung überhaupt noch einmal zurückkommt?

Broncos – Raiders: Broncos und Raiders sahen nach Woche 2 wie potenzielle Superbowl-Anwärter aus. Dann kassierten beide eine Pleite nach mehr oder weniger peinlichen Auftritten in Woche 3. Denver verschusselte dabei eine Partie gegen die vermeintlich grottenschlechten Bills. Oakland kam in Washington unter die Räder.

Jetzt ist Wundenlecken angesagt. Denver hat einen mächtigen Passrush, aber Oakland hat eine exzellente Offensive Line. Oaklands Angriff ist darüber in der Spitze exzellent besetzt, aber Denver hat die Cornerbacks um WR Crabtree und Cooper zumindest zu bremsen – und hinter diesem Duo kommt nicht viel.

Buccs – Giants ist vermutlich interessanter abseits des Felds, wo sich Giants-Spieler und Front Office nach dem 0-3 Start seit Tagen über die Öffentlichkeit zerfetzen.

Man möchte sich gar nicht vorstellen was abgeht, wenn QB Jameis Winston heute für eine 0-4 Bilanz in New York sorgt.

Nachtschicht um 2h30

  • Seattle Seahawks – Indianapolis Colts (DAZN)

Ein Sunday Night Game zum Wundenlecken. Beide Teams sind 1-2, und auch wenn sich Seattles bisherige Saison bedeutend besser liest, so könnte die Stimmung bei den erfolgsverwöhnten Seahawks kaum miserabler sein: Die Niederlagen in Green Bay und Tennessee waren zwar nicht vom Endergebnis her „deutlich“, aber in der Art und Weise des Zustandekommens. Und der 12-3 Heimsieg gegen San Francisco… steuert auch nicht recht zur Erhöhung des Selbstwertgefühls bei.

Wiederkehrendes Thema: Katastrophale Offensive Line. QB Wilson rennt in quasi jedem Snap um sein Leben. Wilson ist mittlerweile der alleinige Fokus des Angriffs. Ohne ihn läuft nichts. Seattles einstmals so wuchtige, komplette, Offense ist heute nur noch ein Torso. Punt, Punt, Punt, tiefe Bombe, Punt, Zufalls-Scramble, Punt, tiefe Bombe… dass Seattles Offense Line nach Sack-Rate auf #15 rangiert, grenzt an ein Wunder und lässt sich aus dem Gesehenen nicht ableiten. Ohne Wilsons Big Plays ist hier tote Hose. Die Frage ist nun, ob der laue Passrush-Wind der Colts ähnliche Verwirrung im Seahawks-Backfield anrichten kann wie zuletzt San Francisco oder Tennessee.

Die Colts werden trotzdem nur dann eine Chance haben, wenn ihre Defense ohne Vorwarnung „lights out“ spielt, denn in der Offense besteht keine Hoffnung gegen Seattles Mega-Defense. Man scheint ohnehin nur noch darauf zu warten, bis endlich wieder Andrew Luck ins Training einsteigt – aber die Durchhalteparolen klingen nicht wirklich zuversichtlicher, nur weil nun wieder eine Woche den Po hinuntergeflossen ist: Offiziellen Zeitplan für Lucks Rückkehr gibt es nicht.

5 Kommentare zu “Sonntagsvorschauer, Woche 4 | Scheinheiligkeit und Bewusstseinsbildung

  1. Die Panthers haben sich übrigens unter der Woche mit Owner Richardson getroffen um über die sozialen Probleme und Protest zu reden.
    In der Foöge hat sich auch Newton recht klar positioniert – was mir den Mann nochmal sympathischer gemacht hat.

    Die Panthers sind vom ’swag‘ her sicherlich eins der schwärzesten Teams ( wie es Korsakoff im Vorfeld von SB50 ausgedrückt hat…); Owner Richardson wirkt zumindest aus der Ferne als klassischer weißer Südstaatler..

  2. Zum sportlichen Teil:
    Carolinas offense hat massive Probleme, aber bei 3&out ist man auf Rang 9 – gar nicht schlecht- wenn man nicht so wenig Punkte pro Drive Höhlen würde… =>Riverboat!

    Aber immerhin hoffnungsvoller als andersherum

  3. „Pittsburgh verlor in Chicago knapp in der Overtime. Man muss sich eigentlich in die eigenen Eier beißen, denn verschusselt hat man es teilweise wirklich selbst, z.B. indem man zum Start des Spiels einen sicheren 75yds-TD leichtfertigt verschenkt.“
    Das zieht sich schon seit Jahren so und nervt mittlerweile wirklich: Aus welchem Grund auch immer spielt man gegen schwächere Mannschaften selbst katastrophal und vergeigt häufig den sicher eingeplanten Sieg. Genau diese Siege fehlen dann, um ein Playoff-Bye oder sogar Heimrecht durch die Playoffs zu haben. Sowas passiert NE eben kaum, die erledigen den Job nicht nur wie Pittsburgh gegen respektable Gegner, sondern fahren halt auch so gut wie jeden „gimme-win“ ein.
    Erstaunlich ist bei den Steelers, dass die Defense dieses Jahr tatsächlich (keine Übertreibung) um Längen besser ist als die eigentlich so viel besungene Offense. Bei dieser stimmt es noch gar nicht, einzig Brown spielt wieder seine typische All-Pro Saison. Roethlisberger, Bell, Bryant, Rogers und die OL sind schwach bis jetzt-

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