Gedanken zum Schutz gefährdeter Gehirne

Patriots-TE Rob Gronkowski leistete sich gestern im Spiel gegen die Buffalo Bills einen hirntoten Aussetzer, als er den am Boden liegenden Bills-CB #27 Tre’Devious White mit dem Ellbogen gegen den Kopf attackierte. Die Aktion kann man sich hier noch einmal anschauen:

White erlitt bei der Aktion eine Gehirnerschütterung. Oder deutlicher: Er erlitt einen bleibenden Gehirnschaden. Gronkowski bekam heute ein Spiel Sperre von Seiten der NFL – eine Sperre, die er und seine Patriots natürlich anfechten werden, mit guter Chance auf Verringerung der Strafe – Gronkowski ist Ersttäter.

White ist ein kleiner Fisch. Stell dir vor, der exakt gleiche Hit wäre gegen Rodgers oder Brady gegangen. Morddrohung und Ausschluss bis Jahresende? Oder hätte die NFL den Weg verfolgt, den sie meistens geht – wahllos zwischen einem und drei Spielen? Inwieweit spornen solche lächerlichen Strafen potenzielle Bountyjäger an, es Gronkowski gleichzutun? Wird das nächste Opfer ein großer Name sein? Wird es dann eine Reaktion der Liga hervorrufen?

Hauptproblem an der ganzen Sache sind noch nichtmal die laschen Strafen allein. Es sind die willkürlichen Strafen, oder anders: Die NFL hat keinen praktikablen Strafenkatalog für Aktionen vom Typus Gronkowski. Typen wie Burfict bekommen hie und da eine Woche Auszeit aufgebrummt, wenn sie mal wieder gen Kopf gingen. Ein Trevathan bekam für seinen Brutalo-Hit gegen Davante Adams nur zwei Spiele, reduziert im Entlastungsverfahren auf ein Spiel. Sean Payton und Gregg Williams bekamen ein Jahr. Ein Kiko Alonso wurde noch nichtmal ausgeschlossen, geschweige denn gesperrt. Jetzt ein Spiel für Gronkowski – möglicherweise bald ebenso aufgehoben.

Ein Vorschlag wäre die Trennung zwischen Aktion im Spiel (gefährliches Spiel) und Aktion abseits Spiel (Tätlichkeit). Gefährliches Spiel, also Kopfjäger, ein bewusster Hit gegen einen Gegner: 2 Spiele. Tätlichkeit nach dem Spiel ohne direkten KO-Punch: Ebenso 2 Spiele. Bewusste Tätlichkeit mit Ziel, den Gegner zu verletzten: 4 Spiele aufwärts, für Wiederholungstäter Saisonaus. Wer solche Strafen in Zeiten von CTE-Bewusstseinsbildung als zu lasch befindet, mag argumentieren für einen Multiplikationsfaktor – 1.5 oder 2 hätte ich im Angebot.

Die Uhr tickt – wann wird die NFL reagieren? Wird sie überhaupt reagieren?

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41 Kommentare zu “Gedanken zum Schutz gefährdeter Gehirne

  1. Zustimmung auf so vielen Ebenen! nicht nur wegen der Gesundheit der Spieler, sondern ganz egoistisch auch, weil die vielen schweren Verletzungen mein Interesse am Spiel schön langsam ernsthaft gefährden.

  2. Das alte Leid im Sport: Einerseits will man sich den Zuschauern gegenüber möglichst seriös darstellen, andererseits will man sich aber nicht ins eigene Fleisch schneiden. Leider ist ersteres immer unwichtiger, es zählt nur noch was mehr Geld bringt und welches Unternehmen macht schon gerne sein eigenes Produkt schlechter, wenn es nicht absolut dazu gezwungen ist. Deine Vorschläge, korsakoff, klingen für mich sehr gut und ich würde auch gerne die entsprechenden Änderungen in der NFL sehen, aber ich bin mir fast sicher, dass die NFL sich da keinen meter bewegen wird. Man muss sich nur mal angucken wie die NFL mit den Situationen in den letzten Wochen umgegangen ist: Bei Green vs Ramsey und bei Talib vs Crabtrees Kette lief es jeweils für alle beteiligten auf lächerliche Strafen hinaus.
    Nur mal zur Erinnerung: Die Argumentation bei häuslichen Vergehen (auch wenn sie strafrechtlich nicht verfolgt werden) läuft darauf hinaus, dass die NFL ihre Spieler in einer Vorbildfunktion sieht und entsprechend höhere Standards setzt und bei Verstößen dagegen harte Strafen ausspricht. Ein Elliott bekommt 6 Spiele Sperre für ein Vergehen dass ihm der Rechtsstaat nicht nachweisen konnte, AJ Green, der während eines Spiels ausrastet und wie von Sinnen auf seinen Gegenspieler einprügelt bekommt eine Geldstrafe „weil er durch die ejection ja schon ein Spiel verpasst hat“. Mir fehlt da einfach die Verhältnismäßigkeit

  3. Abseits des Spiels, maximal blind side (keine auffangende Körperspannung), mit dem Ellbogen gegen den Kopf, (schwere) Verletzungsfolge – ich weiß, ich nerve, wenn ich immer alles am Eishockey messe. Im Hockey ist bestimmt auch nicht alles richtig.

    Aber selbst in der lächerlichsten, aggressionsfreundlichsten Kirmesliga bekommt der Tüp für die Aktion einen sofortigen Spielausschluss und nachträglich eine erhebliche Sperre.

    Und eins aufs Maul.

    Und da wäre ich als Vollzeit-Pazifist übrigens der Erste, der über die Bande springt.

    Das kannste nicht bringen. Der verlässt nicht das Eis, ohne dass ich („Ja, Herr §Schiedsrichter, haben Sie völlig recht – ich geh dann mal“) wegen ihm ebenfalls in die Box wander.

    Um mal das ganz große Fass aufzumachen: Mich irritiert grundsätzlich, wie einerseits Trump et al rumheulen, die NFL sei nur noch was für Mädchen, und andererseits wird sowas quasi toleriert.

    Versteht mich nicht falsch: Ich liebe AF. Aber das ist ein Aspekt, den ich wirklich nicht verstehe. Man geriert sich ja gerne (Liga und vor allem auch die Fans) als einzigen echten „Männersport“ (hey, diese schwulen Fußballer immer mit ihrem ständigen rumgeheule immer). Aber in einem aus meiner Sicht „richtigen Männersport“ wie z.B. Hockey oder Rugby herrscht ausreichend Respekt voreinander, dass sowas entweder nicht passiert oder wenn, dann entsprechend sanktioniert wird.

    [Klarstellung: ich bin mir als Inhaber eines unvollständigen Chromosomensatzes = Mann bewusst, dass „Männersport“ falsch verstanden werden kann und meine ausschließlich die Metapher]

  4. Ich war recht erstaunt so eine Aktion von Gronk zu sehen und habe mich gefragt, ob sein Hirn wohl schon genauso aussieht wie das seines ehemaligen Kollegen Hernandez.

    Ansonsten natürlich volle Zustimmung für den Artikel und auch einiges aus den Kommentaren. Ich sehe es auch so, dass die NFL erstmal angemessen über das Geschehen auf dem Platz richten sollte damit es dort vorbildlich zugeht, ehe man die Themen neben dem Platz angeht und so tut als wäre man eine bessere Strafverfolgungsbehörde. Das sind schon absurde Prioritäten die da gesetzt werden.

    Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

  5. Ich wäre für knallharte Strafen für solche Aktionen. Wenn so etwas abseits des Spiels passiert, wie hier, dann würde ich sogar für 16 Spiele sperren, völlig egal ob Ersttäter, Wiederholungstäter, Superstar oder sonst was.
    Hier hatte Gronkowski nichts anderes im Sinn als seinen Gegenspieler ernsthaft zu verletzen.
    Sowas kann keine ernsthafte Liga mit so einer lächerlichen Sperre „bestrafen“, also durchgehen lassen.

  6. Oftmals bin ich hin und her gerissen ob dem American Football, wenn solcherart Gewalteinsätze, wie auch bei heutigen MNG zwischen Cin und Pit mit mindest Strafen kaum geahndet werden.
    Aber, das ganze ist doch auch eine Widerspiegelung der auf Gewalt beruhenden US Gesellschaft-Politik. Betende Heuchler.

  7. Ich sehe das nächste CBA als einzige Chance, den Strafenkatalog konsistenter zu bekommen. Goddell wird den Teufel tun und sich diese Allmacht jetzt in irgendeiner Form ad hoc beschneiden lassen, solange er nicht muss. Und niemand hat Leverage ihn dazu zu zwingen, nicht einmal die Owner wirklich, wenn er nicht will.

    Inhaltlich: in solchen Fällen müssen einfach Sperren her, die weh tun. Was kümmert es Gronk und die Patriots, ob in einem quasi wertlosen Spiel wie gegen Miami jetzt Gronk fehlt? Da muss es – z.B. – Sperren für Play-off Spiele geben, wenn die Mannschaft noch Chancen auf die Playoffs hat. Das haut mal rein.

    Und ganz generell gehören gesundheitsgefährdende Sachen einfach gescheit geahndet (der angesprochene Hit von Kiko Alonso z.B.) und diese Kindereien (Crabtree & Talib) sollen die Typen unter sich selbst am Feld ausmachen. Da braucht die NFL nicht Kindermädchen spielen, wenn das alles erwachsene Männer sind.

    @Häusliche Gewalt (weil von einigen angesprochen): das sehe ich etwas anders als in den Vorkommentaren. Ich habe erstmal kein Problem damit, wenn die NFL hier sagt, dass sie höhere Standards an ihr Personal anlegen, als dies z.B. bei Strafverfolgungen der Fall ist. Der wichtige Faktor für mich ist, dass die Strafverfolgungen gerade in den USA zumeist deshalb im Sande verlaufen oder gar nicht erst zu Stande kommen, weil das Opfer gekauft wird, nicht weil die feinen Herren Rice, Elliott, oder wie sie auch heißen mögen nichts getan haben. Wenn das im Vorhinein klar kommuniziert wird – und das wird es wenigstens in den letzten Jahren in der NFL – dann habe ich damit kein Problem, dass da Dinge sanktioniert werden, die nicht vor dem Richter landen.

  8. Bin auch der Meinung, dass bei vielen Strafen die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben ist, beispielsweise PEDs vs. Marihuana vs. häusliche Gewalt vs. unnötige Härte auf dem Spielfeld. Bin auch ziemlich enttäuscht von dieser Entgleisung von Gronk. Für mich war er immer ein Quatschkopf und selbsternannter Party-Gott, der noch unglaublich dominant Football gespielt hat. Dieser unnötige, brutale Hit wird seinem Image definitiv schaden.

    Ich weiß nicht so recht, ob ich Philipp S. hier zustimmen soll. Er hat natürlich schon einen guten Punkt, mit dem höheren Standard an das NFL Personal. Trotzdem sollte für mich die Strafverfolgung eines Rechtsstaates die höchste Instanz sein. Da sollte man nicht zwischen Bürgern und NFL Profis unterscheiden.

    Auf der anderen Seite sollen sich die NFL Profis einfach mal zusammen raufen. Kann mich in den letzten 5 Jahren an kaum mal was erinnern, wo sich Bundesligaprofis in der Öffentlich derart daneben / kriminell verhalten wie manche NFL Profis neben dem Platz (Ray Rice im Aufzug, Joe Mixon mit dem KO Punch im Fast Food Restaurant). In der Bundesliga gibt es ja schon einen Aufschrei, wenn ein Lewandowski mal ein kontroverses Interview gibt.

  9. Dass es mitunter scheppert, ist sicher auch für mich als einer der Gründe zu nennen, warum ich AF mag. Aber bei allzu harten Hits habe ich schon immer die Augen zusammengekniffen, „Au!“ gesagt und mir gedacht, dass hoffentlich nichts Ernstes passiert ist.

    Erst vor wenigen Minuten habe ich mich (wieder) über die Grundeinstellung auf win-football.de geärgert, wo Huldigungshymnen auf harte Hits gesungen und die „guten alten Zeiten“ schmerzlich vermisst werden. Neben all den Ismen, die man dort durchkaut, ist auch das nicht gerade appetitanregend…

  10. Zunächst möchte ich feststellen, dass ich sämtliche unnötige Härte in Football als auch sämtlichen anderen Sportarten unangebracht finde. Darum bin ich auch von Gronks Hit am WE nach dem Play wenig begeistert. Ebenso wenig begeistert bin ich allerdings auch davon wie gleich wieder auf den Bandwagon aufgesprungen wird. Das ungleiche Maß wie es oben mehrmals in anderer Form Verwendung findet, wird ebenso gegen Rob G. angewandt. Er ist mit Sicherheit seit er vor übereits einer HALBEN Dekade in die Liga kam einer der fairsten Spieler der Liga. Ich erinnere mich nicht dass er jemals ähnliches unsportlixhes Verhalten gezeigt hat. Solche Hits ieht man nun leider oft genug und häufIG gehen betroffene gegnerische Spieler für einige Plays vom Platz oder sind sogar richtig verletzt. Kaum leistet sich einer der ansonsten sehr diszipinierten Patriots Squad einen Fauxpas wird das Geschrei wieder laut. Wie wäre es mit einem Injury-Gate.
    Ich würde mich als Vikings und nicht Pats Anhänger dennoch freuen, mehr Objektivität zu lesen und sehen. Als ob ein Brady Hit anders geandet werden würde. Der Spieler der als personifizierte ZielscHeine von Com Roger Godell gilt.
    Ferner möchte ich noch anmerken, dass es eine Beleidigung ist den Geisteszustand Gronkowskis mit dem eines First Degree Murderers wie Hernandez zu vergleichen. Wegen eines überhastet und unangebrachten Plays auf dem Feld der Härte.

    Ich persönlich hatte auch den beinahe late hit gegen A Rodgers als zu hart empfunden und der hat en ganze franchise aus der Bahn geworfen. Prinzipiell gibt es aber jede Woche zu üble Hits in fast allen NFL Spielen. So auch neulich als, ich weiß leider das Match nicht mehr. Einer der jungen Wilden (könnte Watson oder Winston gewesen sein. An der Seitenlinie auf den Nacken eines Gegenspielers deutete und kurz darauf eine Dampframme den markierten Spieler ins Seitenaus buchsierte, dass mir ganz anders wurde).

    Fazit. Härteres Durchgreifen gewünscht. Faire Auseinandersetzungen die das jeweilige Play auseinander nehmen wären hilfreich. Und bei allen Drittbeteiligten, mehr Objektivität bitte. Die eigenen favorisierten Teams gewinnen die Lombardy Trophy nicht nur weil schlüsselspieler ungewünschter Contender gesperrt werden.

  11. @photoschopp: Klar wird grade was defensives Verhalten gegen Gronkowski betrifft mit einem ganz eigenen, eigentümlichen Maß gemessen. Aber nichts, absolut nichts, darf solche gesundheitsgefährdenden Cheap-Shots rechtfertigen. Das muss man einfach auch ganz klipp und klar so sagen, wie es in dem Fall vor allem Belichick (und Gronk selbst zum Teil) im Nachhinein getan haben: das ist scheiße und hat nichts im Football verloren. Punkt. Da darf es – in meinen Augen – kein Relativieren geben. Über die Behandlung seinerseits durch Schiris kann man an anderer Stelle berechtigterweise diskutieren.

    Ich finde übrigens überhaupt nicht, dass es hier ein großes Anti-Pats-Bias in der Berichterstattung gibt. Es war einer der dümmsten Late Hits dieser Saison und hat auch noch einen Spieler verletzt – das sollte schon auch thematisiert werden. Und die Strafe ist jetzt überhaupt nicht unverhältnismäßig, gerade angesichts dessen, dass sie eh noch reduziert werden könnte.

  12. @photoschopp: Es tut mir leid, dass hier alle so gemein zu den Patriots sind.

    Um Dir etwas Hintergrund zu meiner Person zu geben: Du hast natürlich völlig Recht. Ich kann die Patriots nicht leiden.

    Gleichzeitig finde ich Gronk an sich super.

    Und soll ich Dir noch etwas über mich verraten? Ich bin Fan von Borussia Mönchengladbach. Und wenn ich zwei Spieler nennen soll, deren Spielweise mir so richtig auf den Sack gegangen ist, dann fallen mir zuerst Sascha Rösler und Marko Marin ein.

    Ich bin nämlich – das wird Dich jetzt umhauen – dazu in der Lage, meine Wertvorstellungen von meinen irrationalen Sympathien zu abstrahieren. Doch, doch, das geht. Ich würde bei jedem anderen Spieler auf der Welt zu dieser Aktion exakt dieselben Worte finden. Auch wenn du mir das nicht zuzutrauen scheinst.

    Eine Wortwahl, zu der ich hingegen nicht in der Lage bin, ist diese vorsätzliche Körperverletzung als „überhastet und unangebrachtes Play auf dem Feld der Härte“ zu bezeichnen. Relativierender hattest Du es nicht? Entschuldige bitte, aber der Mann liegt auf dem Boden. Im Aus. Und ich zähle allein in diesem GIF vier Schritte, während der Gronk sich diesen spaßigen kleinen Einfall nochmal durch den Kopf gehen lassen konnte. Was bitte ist daran überhastet?

    Wenn ihm diese Attacke tatsächlich im Übereifer und als auf dem Feld der Härte vielleicht etwas unangemessene, aber doch letztlich normale Aktion so zugestoßen ist, wie Du es andeutest – dann, ja dann würde der Vergleich mit Hernandez plötzlich gar nicht mehr so übertrieben erscheinen. Den Vorsatz, den ich da sehe, finde ich weniger beunruhigend.

  13. Den Rest vom Post kann ich nachvollziehen, aber der Vergleich mit Hernandez ist schon etwas pietätlos in meinen Augen. Und muss inhaltlich genausowenig sein, wie das Relativieren von Gronks Aktion.

  14. @ Philipp Schemeth und Sternburg

    Ich möchte nochmals betonen, dass ich die unnötige harte weder gutheiße noch toleriere. Und dass ich selbst als Jemand der einige Zeit ambitioniert Amateursport betrieben hat und in dieser Zeit zweimal mit einem Fairplay Preis nach der Saison ausgezeichnet wurde nie wirklich versucht habe mit unfairen Mitteln mir Vorteile zu verschaffen. Meiner Zeit als Trainer habe ich das auch immer meinen Spielern vermittelt. Ehrgeiz ist das A und O über seine Grenzen hinauszuwachsen; falscher Ehrgeiz hingegen weckt Missgunst und ist der erste Schritt zum Foul play.

    Also nochmals. Die Strafe ist meines Erachtens allemal gerechtfertigt. Die Strafen-Carta müsste in meinen Augen überholt werden und eine striktere Reglementierung getroffen werden.

    Allerdings für alle Spieler. Ob nun das kleinste Licht der Browns, das gerade aus dem Trainingssquad ins Team gesigned wurde eine üble Tätlichkeit begangen hat oder Josh Norman die Fäuste fliegen lässt, es sollte die selbe Aufmerksamkeit erregen und auch ebenso hart bestraft werden.

    Mich hat vor Allem geärgert, dass direkt ein Vergleich zu einem Hit gegen Brady gezogen wurde und wie da dann das Strafmaß ausfallen würde. Es ist defakto einfach nicht so.

    Und dass gewisse Berichterstatter eine rege Antipathie gegen die wie man zweifellos anerkennen muss, am besten arbeitende Franchise (Trainerstab, Backoffice und on Field Performance ) hegen, kommt sehr häufig zum Ausdruck.
    So z.B. Seuchenjahr 2013 als J Edelman zum valuable Player der Pats wurde nachdem in der Offense Welker wg seines Contract Gambles gehen musste; Gronk verletzt ausfiel und Hernandez wg des verübten Mordes einsaß, (dazu viele andere Abgänge in Offense und Defense) kämpfte man sich doch bis ins championship game und verlor unglücklich gegen Denver. Mit einem Kader voller unbekannter 3rd Stringer und frisch unter Vertrag genommen Freeagents die aufgetanen Lücken füllen mussten.

    Allem was die Pats in diesem Jahr erreicht haben wurde nicht der Wert zuteil den es verdient hätte. Hingegen wurde parallel die Leistung eines P Manning selbst im schlechtesten Jahr seiner Karriere als Denver dank der no1 Defense und einem soliden B Osweiler 2015 den Titel holte immer über Wert verkauft.

    Und wir sind in den vegangenen Jahren unzählige Beispiele beim Lesen aufgefallen. Seien es Spitzen oder lediglich abwägige Beurteilungen innerhalb einer sonst so objektiven und professionellen Beurteilung.
    Warum lese ich eigentlich nichts darüber wie unverdient und glücklich die Steelers dieses Jahr sich in die Playoffs als first seat mogeln. Mit ihren nunmehr halben Dutzend last minute field goal siegen über so Hochkaräter wie die Browns, Colts, geschwächte Packers usw. Ganz zu schweigen von dem out-of-bounds step im gestrigen Spiel gegen die Bengals, der geahndet vll einen ganz anderen Spielverlauf ergeben hätte. Verlieren die Steelers geg. die
    Bengals, dann in der Woche drauf gegen den etwas anderen Steelcurtain aus Baltimore und werden in Woche 15 von den Pats gewhooped… Schon steht es 9:5. Ach Baltimore das eine üble offensive Saison hinlegt zieht zu dem Zeitpunkt nach dem Sieg in Woche 14 mit einem besseren record und dem tie Breaker an Steel City vorbei und die so tollen Steelers haben nicht nur nicht mehr den 1st Seat inne, sondern spielen die Wildcard round…

    Und ja ich bin immer noch Vikings Anhänger und im Fußball seit Kindheitstagen Fan von 1860 München, die meiner Meinung nach auch vor vielen Jahren als 4ter knapp den Aufstieg in Liga 1 verspielt hatten nachdem man die letzten drei Spieltage gegen den 15ten 15ten und 15ten verlor und eigentlich ein Punkt gereicht hätte um einen Aufstiegsplatz zu sichern… Wer schlecht spielt der steht zurecht unten. Egal in welchem Sport und echter Fan gesteht das auch ein und hält trotzdem zu seinem Team.

  15. @photoschopp: Ich verstehe die Richtung nicht ganz, in die die Diskussion gelenkt wird bzw. was die Forderung nach einem definierten Strafenkatalog mit zu hoher Wertschätzung für Peyton Manning zu tun hat.

  16. Ich möchte mich noch mal zu meinem Hernandez-Spruch äußern. Meine Intention ist es nicht Gronk zu beleidigen oder pietätlos zu erscheinen. Wie hier schon festgestellt wurde, ist Gronk bisher nie negativ aufgefallen. Weswegen auch mich seine Aktion überraschte. Seit der Untersuchung von Hernandez‘ Gehirn weiß man, dass CTE schon relativ früh auftreten kann. Ich muss hier nicht weiter ausführen zu welchen Verhaltensmustern CTE führt. Ich finde schon, dass man das man das thematisieren kann. Ich bin natürlich weit weg davon ein Experte auf dem Gebiet zu sein aber irgendwo fängt die Bewusstseinsveränderung an, noch vor einem Mord, noch bevor eine Frau verdroschen wird. Möglicherweise war es auch nur ein krasser Aussetzer und Gronk wird nie wieder in der Beziehung auffällig sein. Ich hätte auch einen Vergleich zu Seau ziehen können wenn man das geschmackvoller findet, mir ging es eher um den Zusammenhang CTE – junges Alter – auffällig unangemessen aggressives Verhalten. In dem Kontext ist Hernandez nun mal das Beispiel schlechthin. Mir ging es nicht darum Gronk auf eine Stufe mit Hernandez zu stellen. War aber wahrscheinlich aus missverständlich.

    @Philipp S./Häusliche Gewalt: Ich habe auch kein Problem damit wenn die NFL hohe Standards an ihre Spieler anlegen würde aber:
    1. Sehe ich das kritisch, wenn sich jemand über Strafverfolgungsbehörden stellt. Mag sein, dass das amerikanische Rechtssystem Fehler hat aber wenn sich die NFL, so dilettantisch wie sie sich gibt, darüber stehen will, dann wird mir schlecht weil das kann nicht besser sein.
    2. Ist es scheinheilig solange wir sehen was wir zur Zeit so auf und um das Spielfeld herum sehen. Erstmal sollte die NFL dafür sorgen, dass die Disziplin auf dem Platz stimmt. Das ist es was ich meine wenn ich von absurden Prioritäten spreche.
    3. Sollte man dabei auch die nötige Kompetenz und Glaubwürdigkeit an den Tag legen anstatt so ein Affentheater wie wir es erst jetzt bei Elliott hatten.

  17. @photoschopp:

    „Mich hat vor Allem geärgert, dass direkt ein Vergleich zu einem Hit gegen Brady gezogen wurde und wie …“

    Okay. Ich war also anscheinend gar nicht angesprochen. Mir persönlich ist nicht ganz klar, wer angesprochen wurde. Aber ich bin zu selten Gast in diesem Theater, um dazu eine Meinung zu besitzen.

    „(…) und im Fußball seit Kindheitstagen Fan von 1860 München, die meiner Meinung nach auch vor vielen Jahren als 4ter knapp den Aufstieg in Liga 1 verspielt hatten nachdem man (…)“

    Um ehrlich zu sein, habe ich von diesem Part auch kein Wort verstanden (und ich bin wirklich im Stoff). Aber mir *räusper* fiele ein Theater ein, dessen Publikum diese Vorstellung bestimmt goutieren würde. Nur falls Dir hier der diesbezügliche Applaus fehlen sollte.

  18. @photoshopp: Was genau willst du uns hier eigentlich sagen?

    Die Willkür im Strafmaß der NFL ist ein absoluter Witz. Da bekommen Smith-Schuster und Iloka Sperren für zugegebenermaßen unnötig harte Football Plays (!), während ein Gronkowski für die Asi-Aktion schlechthin (nach dem Play, nur darauf ausgelegt den wehrlosen Gegenspieler möglichst hart am Kopf zu treffen/verletzen) auch nur ein Spiel bekommt. A.J Green und Ramsey dürfen sich eine wilde Prügelei liefern und werden gar nicht gesperrt.
    Nicht falsch verstehen, meiner Meinung nach können alle diese Spieler gesperrt werden, aber die Verhältnismäßigkeit in der Länge der Sperre ist rein gar nicht gegeben.

  19. Kurzer Nachtrag:
    Deswegen bin ich genau bei korsakoff, eine Unterscheidung zwischen gefährlicher Aktion im Spiel und richtig dreckigen Aktionen abseits des eigentlichen Spielgeschehens müssen her. Gerne auch mit der obig aufgelisteten Sperren-Länge.

  20. Sind eine Handvoll Mitteleuropäer eigentlich die Einzigen, die das interessiert? Oder wird das in den USA gerade auch so heiss diskutiert?

  21. Es wird, soweit ich das beurteilen kann, weniger kritisch gesehen (zumindest bei den in-game Aktionen).
    Wo z.B. bei uns so gut wie jeder die Sperren von Smith-Schuster und Iloka zumindest nachvollziehen kann, ist ein beträchtlicher Teil der amerikanischen Football-Experten auf Twitter der Meinung, dass in diesen Fällen eine Sperre hochgradig lächerlich sei.

  22. Achja, in der Zwischenzeit haben die Bengals ein Statement zum Iloka-Hit abgegeben: Sie sehen da kein Vergehen von Iloka und alles in allem sei ja Brown Schuld, weil er den Kopf runternimmt (zu finden auf Rappaport’s Twitter).
    Diese Organisation. Ohne Worte.

  23. Die Diskussion hier und in die in den USA ja heftiger geführten Debatten um Elliott oder Brady zeigen mir immer wieder, dass die Sanktionen in der NFL vor allem ein Problem haben: Transparenz.

    Neben der öffentlichen Diskussion war das auch immer ein Argument der NFLPA vor den regulären Gerichten, es ging immer auch um die Frage ob es ein faires Verfahren gab das zur Strafe führte.

    Es gibt das CBA und darauf aufbauend Goddells Entscheidungen… was hindert die NFL daran, eine Spruchkammer wie in anderen Sportligen aufzubauen? Goddell schlägt die Mitglieder vor, die Owner wählen bzw bestätigen (meinetwegen auch im Block, damit Jerry Jones nicht ständig einzelne Kandidaten blockiert ;-P )… das müsste doch allen mächtigen Männern gut genug sein, um ihren Einfluss zu sichern.

    Juristen in der Spruchkammer könnten ein Verfahren sicherstellen dass vor zivilen Gerichten besteht und mit Ex-Trainern und Ex-Schiedsrichtern in der Kammer wäre die Autorität eine ganz andere: Wenn Jon Gruden und Jimmy Johnsson hinter einem Urteil stehen läuft die Diskussion sicherlich anders.

  24. http://bleacherreport.com/articles/2747939-report-george-iloka-wins-appeal-avoids-suspension-for-hit-on-antonio-brown

    Habe mir gerade beide Fälle mal angesehen und würde anders argumentieren:
    Smith-Schuster setzt einen knallharten Hit – aber eben auch vordergründig mit der schulter und egen die Brust und nicht gezielt gegen den Helm. sicherlich eine Harte aktion – habe ich aber keine größeren Probleme mit – der LB kann ja reagieren, er sieht in ja und das ganze – so hart es auch aussieht, ist meines erachtens weniger gefährlich als chop blocks etc…
    (man mag das anders beurteilen, aber ich sehe keinen gewollten und keinen wirklich harten Helmtreffer…)

    Iloka -ganz anderes Kaliber – er hätte ja überhaupt kein problem tiefer zu gehen – geht aber gezielt mit dem Helm gegen den Kopf – klares Targeting, super hohes Verletzungspotential, gerade was die Spätfolgen angeht – dass sind genau die Plays die ich verbannt sehen möchte, und wo ich für deutlich schnellere Ejections plädieren würde (meinetwegen auch unter der Prämisse, dass man noch mal das Replay anschaut um „falsche“ ejections zu vermeiden)
    Ich bin ein Freund von härte auf dem Platz, aber bei solchen Plays klingeln die alarmglocken, weil ich sofort weiß, dass da bleibende schäden entstehen…

  25. Also das was Smith-Schuster macht sieht für mich auch übel aus. Er sieht den LB, und geht vor dem Hit nochmal mit dem Körper runter und geht dann mit dem Helm von unten gegen den Helm vom LB. Wie der LB umfällt und am Boden „sitzt“ und „rumtorkelt“ sieht genau so aus wie nach einem Kopftreffer. Er ist orientierungslos und kann nicht aufstehen.

    *Verschwörung/Theorie* Nachdem Burfict gegen die Steelers schon mehrfach negativ aufgefallen ist gab es vielleicht einen Anreiz aus der „Kaffeekasse“ falls man den ausschaltet.

  26. @go_pats
    Dafür bräuchte es keine Kaffeekasse, dank dem nicht einschreiten der NFL ist da inzwischen soviel böses Blut gegenüber Burfict, das eine gofundme Aktion vermutlich mehr Geld einbringen würde, als was Schuster per Vertrag in diesem Jahr verdient.

  27. https://www.google.de/amp/s/www.cbssports.com/nfl/news/juju-smith-schuster-injures-vontaze-burfict-on-blindside-block-and-everyone-is-furious/amp/

    Finde hier den winkel ganz gut…

    Grundsätzlich: vor dem Kontakt geht jeder Spieler mit dem Körper noch einmal herunter, sei es tackle oder Block- das coacht jeder so, egal ob Nfl, Highschool oder in Deutschland.
    – das ist für mich also kein Argument für ein unfaires oder gar regelwidriges Verhalten.

    Grundsätzlich ist es sicherlich schwer so was zu beurteilen, auch im Nachhinein über Videos… ich erkenne aber recht deutlich,
    Dass der hauptinpuls von der Schulter kommt und das reicht mir erstmal…
    Den anders als bei Ilona ist es kein Spearing mit der helmoberseite gegen den Kopf..
    ich lese es so: Smith-Schuster will burfict umblasen und mit einem richtig dicken Hit ein Ausrufezeichen setzen (Ob man das gut findet ist Geschmacksache bzw. es muss entschieden werden ob dass so auf immer Teil von Football sein kann/muss)
    Ilona sagen geht rein in der Absicht Brown zu verletzen; wie Grönland auch…

    Daneben muss aber sicher in Frage gestellt werden, ob dieses ganz klassische „Kopf kreuzt den Körper des Gegenspielers “ (wie es vor allem beim tackling vorkommt) – das ja immer mit helmkontakt verbunden ist, wirklich zukunftsfähig ist, oder ob nicht doch Alternativen wie der Hawk tackle sicherer sind…

  28. Das taunting steht dann natürlich wieder auf einem anderen Blatt…

    Um noch einmal den Bogen zur Transparenz zu spannen- wichtig wäre da eben auch eine klare Linie- ich verstehe nicht, warum iloka keine Sperre bekommt, Newton hat letztes Jahr Hits kassiert, die definitiv bestraft hätten werden sollen und doch callten die refs nichts; in den Playoffs sieht man regelmäßig, dass auf einmal ein anderer Standard angesetzt wird….

  29. @Cashman5 Peters wurde von den Chiefs selber suspendiert, nicht von der NFL. Das ist eine interne Festlegung, wahrscheinlich um zu zeigen, dass teamschädigendes Verhalten nicht toleriert wird.

  30. Man muss bei den Spielsperren auch immer bedenken, dass die Spieler dadurch pro Spiel 1/16 ihres Jahresgehalts (Base Salary) verlieren. In Gronkowskis Fall also gut 265.000 $. Und ja das tut auch NFL-Spielern weh.

  31. Grade bei Gronkowski kann das noch um einiges mehr an Kohle sein die er verliert, weil es durch die Incentive-Struktur seines Vertrags durch das Fehlen in dem Spiel wesentlich schwerer wird gewisse Schwellen (80 % gespielte Snaps, 1.200y Receiving,…) zu erreichen.

    Bzgl. der Verhältnismäßigkeit hab ich nicht so ein grundsätzliches Problem wie viele andere hier anscheinend. Das diskutieren wir aktuell doch gerade nur deshalb, weil zufällig am gleichen Spieltag einige Situationen gleichzeitig aufgetreten sind und deshalb die Sperren zum gleichen Zeitpunkt ausgesprochen werden.

    Im Kontext von Sperren für Late Hits ist Gronkowskis Sperre in meinen Augen vertretbar und nicht zu niedrig, gerade angesichts dessen, dass er ‚first time offender‘ ist. Fürs erste Vergehen gibt es nur ganz, ganz selten Sperren, insofern ist die Sperre schon eine eindeutige Botschaft. Dass die Sperre trotzdem den Pats inhaltlich nicht weh tut, ist halt ein anderes Thema.

    Bezüglich den Sperren für diese anderen Geschichten (Talib & Crabtree, Peters – wobei der ja, wie richtigerweise oben festgehalten wird vom Team suspendiert wurde) habe ich das Gefühl, dass man da keine Linie in der NFL hat und das merkt man dann in der Willkür der ausgesprochenen Sanktionen.

  32. Ist Gronkowski war doch bei der SB 49 in die Schlägerei verwickelt und ist dann bestraft worden, von daher wirklich first offender?

  33. „Fürs erste Vergehen bekommt man nur ganz selten Sperren“

    Erstens war es nicht wirklich das erste Vergehen: Wie JD bereits sagte, hat er sich auch damals im SB geschlägert. Aber ok, lassen wir das jetzt einfach mal weg.

    Dann bleibt immer noch die Tatsache, dass man z.B. Smith-Schuster für sein Football-Play (!) – das übrigens völlig legal gewesen wäre, wenn er Burfict nur 5-10 cm weiter unten trifft und zudem das komplett erste Vergehen von Smith-Schuster war – genauso lange wie Gronk gesperrt hat. Das ist einfach Irrsinn.

  34. @Gronkowski: bei ‚first offender‘ geht es – so wie ich das verstehe – um ähnliche Vergehen. Die ganze Situation in der SB 49 war da schon ganz anders gelagert. Aber stimmt natürlich, ist nicht das erste Mal, dass er bestraft wird.

    @SmithSchuster: das Argument ist halt etwas schwammig. Jeder ‚hit to the head‘ ist legal, wenn er nicht gegen den Head geht. Jedes Personal Foul wegen Facemask ist legal, wenn man eben nicht die Facemask berührt/festhält. 5-10 cm mögen nicht viel sein, vor allem nicht angesichts des Tempos eines Spielzuges, aber das ist genau der Unterschied um den es geht und der bei der Bewertung eben auch die Rolle spielt. Und außerdem kam bei ihm bei dem Play dann auch noch Taunting dazu, wohingegen Gronkowski sich im Nachhinein sofort und klar entschuldigt hat (nicht dass das die Gehirnerschütterung in irgendeiner Form mildern würde).

  35. Sorry aber das „Entschuldigen“ ist doch Schwachsinn. Smith-Schuster hat sich nach dem Spiel auch in allen Interviews und auf Twitter entschuldigt. Zudem hat die NFL in ihrem Statement klar gemacht, dass die Strafe nicht wegen des Tauntings, sondern ausschließlich wegen des Hits sei.
    Gronkowskis Aktion ist und bleibt eine ganze Spur ekliger als Smith-Schusters illegaler Block, bei dem sogar viele „Old-School Experten“ auf Twitter einen legalen Block sehen wollen (was ich ausdrücklich nicht so bewerte!).

    Von mir aus soll die NFL Smith-Schuster sperren, aber dann muss auch die Verhältnismäßigkeit gegeben sein. In diesem Punkt schießt die NFL den Vogel ab, wenn man Green, Ramsey etc. gar nicht sperrt und so Aktionen wie von Trevathan oder Gronk gleich bewertet wie Smith-Schusters Aktion.

    Wie korsakoff schon vorgeschlagen hat: Es muss ein Regelkatalog mit klarem, eindeutig festgelegtem Strafmaß her.

  36. 99% aller an die CTE-Forschung gespendeten Gehirne von ehemaligen NFL Spielern wurden mit CTE diagnostiziert, 91% aller College-Spieler und 21% (!!!) aller Highschool Football Spieler.
    Diese Zahlen kommen aus der im Juli veröffentlichten Studie der Boston University. Die Studienleiterin Ann McKee sagte dazu: “It is no longer debatable whether or not there is a problem in football — there is a problem.”
    Goodell / die NFL tut alles um dieses Problem runter zu spielen, https://twitter.com/ESPNNFL/status/892147989707358208
    aber es wird immer mehr ein Problem der NFL werden, denn berechtigterweise werden sich mit vermehrtem Wissen über CTE auch mehr und mehr Eltern überlegen ob sie ihre Kinder Football spielen lassen, oder doch eine andere Sportart wählen. Ein simpler nachvollziehbarer Regelkatalog wie es korsakoff hier fordert muss der erste Schritt sein um das Problem zu adressieren. Die NFL wird aber mehr machen müssen, als Millionen in die CTE-Forschung zu stecken, sie und all ihre Teams, Owners, Coaches und auch Spieler müssen Verantwortung übernehmen für die mittel- und langfristige Zukunft des Sports.

  37. Pingback: Round-Up zur NFL Saison 2017/18 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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