Sonntagsvorschauer – Week 14

Viertletzter Spieltag der NFL-Saison 2017/18 – und es geht auf mindestens fünf Spielfeldern zwischen potenziellen bis echten Spitzenmannschaften zur Sache.

Frühschicht

  • 19h: Buffalo Bills – Indianapolis Colts
  • 19h: Cincinnati Bengals – Chicago Bears
  • 19h: Cleveland Browns – Green Bay Packers
  • 19h: Kansas City Chiefs – Oakland Raiders
  • 19h: New York Giants – Dallas Cowboys
  • 19h: Tampa Bay Buccaneers – Detroit Lions
  • 19h: Carolina Panthers – Minnesota Vikings
  • 19h: Houston Texans – San Francisco 49ers

Los geht es schon in der 19h-Schicht, die neben einer Handvoll Gurkenpartien auf zwei Spiele von Format liefert: Oakland Raiders vs Kansas City Chiefs als das Duell zweier 6-6 Teams aus der AFC West, und den NFC-Kracher Carolina (8-4) vs Minnesota (10-2).

Raiders – Chiefs war vor zwei Monaten das erste echte Saison-Highlight, als Oakland mit einer Latte an untimed downs erstmals seine Saison rettete. Star der Partie damals war WR Amari Cooper, der heute wohl verletzt ausfällt. Da trifft es sich gut, dass die Chiefs aus freien Stücken auf ihren Top-CB Peters verzichten, der von Headcoach Andy Reid wegen Disziplinlosigkeiten im letzten Spiel suspendiert wurde.

Kansas Citys Probleme in den letzten Wochen sind wohlbekannt: 1-6 Record seit dem 5-0 Start. Mal war die stagnierende Offense das Problem, mal eine auseinanderfallende Defense. Ohne den Star-Safety Berry, der seit Woche 1 fehlt, fehlt es der Secondary an Rückhalt – und „vorne“ ist der Pass Rush noch nichtmal inkonstant. Er ist teilweise nonexistent. Nun fällt auch noch DE Ford für den Rest des Jahres aus.

Die Raiders wären aber noch froh um eine Defense vom Schlage der Chiefs. Die absurden Passverteidigungsprobleme führten sogar zur Entlassung von DefCoord Ken Norton vor zwei Wochen – seither hat sich Oakland gegen Denver und die Giants passabel geschlagen – aber Denver und die Geno Smith Giants sind keine NFL-Gegner von Format. Da dürften Alex Smith und Kollegen eine ganz andere Challenge darstellen – auch wenn das Laufspiel seit Wochen krankt: WR #10 Hill ist ein deep burner und TE Kelce wird so variabel eingesetzt wie ein kaum ein anderer Positionsgenosse.

Zweifel sind auch an der Raiders-Offense angebracht: Ohne ein funktionierendes Top-WR Duo Cooper (andauernd verletzt) / Crabtree (zuletzt vor allem damit beschäftigt, Rachegelüste gegenüber CB Talib zu verdrängen) stottert der Motor. QB Derek Carr sieht streckenweise richtig verschreckt aus, traut sich nur mehr selten, tief zu gehen. Immerhin: Letzten Sonntag kam wie aus dem Nichts ein Beitrag zweier längst vergessener Protagonisten: RB Marshawn Lynch powerte aus der I-Formation, WR Cordarelle Patterson fing fast 100 Yards. Heute wird zumindest Crabtree zurückkehren – eventuell wird das die beste Vorstellung der Raiders-Offense seit langem.


Ein richtiger Kracher verspricht Panthers gegen Vikings zu werden. Vor allem für Carolina hatte bereits das Donnerstagsspiel Atlanta gegen New Orleans (Atlanta nach spektakulärer Schlussphase gewann trotz 3 INT gegen QB Ryan mit 20-17, weil LB #45 Deion Jones in der letzten Minuten eine Interception in der Endzone fing) große Auswirkungen:

Klar vor dem Duell gegen die Vikings ist: Nach Advanced-Stats stellt Minnesota das bessere und vor allem komplettere Team in dieser Saison. Aber letzte Woche lieferte ausgerechnet Carolinas Divisionsrivale Atlanta eine Blaupause, wie man die Vikings-Offense in Schach halten kann: Konstant Druck gen QB Case Keenum bringen, notfalls aus der zweiten Reihe. Und just hier gefallen die Panthers außergewöhnlich – eigentlich untypisch, da Ron Riveras Mannschaften in der Vergangenheit nie blitzfreudig waren. Das scheint 2017 anders zu sein und könnte heute als Faustpfand agieren.

Ein anderer wichtiger zu beachtender Punkt: Wie wird sich Carolinas noch immer junges Defensive Backfield gegen das tödlich präzise Route-Running der WRs Diggs / Thielen schlagen? Und: Inwiefern kann sich Vikes-TE #82 Rudolph gegen die grandiosen Panthers-Linebacker Verhör verschaffen und auch in diesem Spiel als Sicherheitsoption für Keenum operieren? Wenn Rudolph komplett ausgeschaltet wird und Keenum zu schnell Druck bekommt, ist eine abgewürgte Vikings-Defense nicht auszuschließen.

Am gegenüberliegenden Ufer liefert die Panthers-Offense eine einigermaßen unkonstante Saison – was nicht unerwartet kommt: Man ist immer noch in Umstellung begriffen, weg von der lauflastigen Cam-Option Offense mit eingestreuten tiefen Bällen, hin zu einer Timing-basierteren Offense mit Kurzpässen für RB/WR McCaffrey. Das sieht nicht immer schön aus und ist nicht immer effizient, aber definitiv hatte die Offense dieses Jahr trotzdem ihre Momente. Jetzt trifft sie wohl auf die bislang reifste Defense.


Viele Augen sind auch auf Cleveland gerichtet, das heute die Chance auf ein Upset gegen die von QB Hundley angeführten Packers bekommt. Aber darüber redet niemand, denn Gesprächsthema Nummer 1 am Kaffeeautomaten ist die Entlassung von Browns-GM Sashi Brown unter der Woche und das damit einhergehende Ende von „The Process“, dem analytischen Umbau des Cleveland-Browns Kaders.

Der Move kommt mit so vielen Fragen und hat so viele verschiedene Blickwinkel, die anzuschauen wären, daher an dieser Stelle nur eine kurze, nicht gegliederte Zusammenstellung an Punkten, die mir einfallen:

  • The Process sollte immer langfristig angelegt sein. Darf sich Brown nach der schnellen Entlassung nach nicht einmal zwei Jahren hintergangen fühlen? Hätte Brown mit dem Wissen, schon nach zwei schlechten Jahren gefeuert zu werden, im April nicht doch bereits einen QB gedraftet, nur um einen QB gedraftet zu haben?
  • Viele Quellen, die ich verfolge, verdammen den Move und hätten lieber Hue Jackson gefeuert gesehen. Jackson hat aus einem durchaus nicht mehr unterirdischen Kader im Prinzip nichts gemacht. 1-27 als Bilanz ist selbst in Anbetracht der aktuellen Situation in Cleveland ein Graus. Von den planlosen QB-Wechseln mal ganz zu schweigen.
  • Browns damit nach nur zwei Jahren mal wieder mit einem kompletten Kurswechsel. Da greift das alte Sprichwort: Der Fisch stinkt vom Kopf. Oder klarer: Die Scheiße liegt bei Owner Haslam.
  • Als neuer GM wurde John Dorsey eingestellt, zuletzt in Kansas City im Juni (!) gefeuert. Angesichts der aktuellen Diskussionen ob Hue Jackson Watson wollte oder nicht: Reminder an der Stelle, dass Dorsey als Chiefs-Officer Millionen für Pat Mahomes anstelle Watsons ausgab.
  • Paul DePodesta bleibt als Strategie-Officer erhalten. DePodesta, Dorsey und Jackson sind ab sofort alle direkt dem Owner unterstellt – Intrigenspiel, Teil II, ick hör dir trappsen…
  • Sashi Brown mag nicht alles richtig gemacht haben, aber er hat diszipliniert sein Protokoll eingehalten und hinterlässt als Vermächtnis eine ganze Latte an Draftpicks nebst einem bereits jetzt jungen, mit vielen Talenten gefüllten Kader. Dumm nur, dass das Signal rausgeht: Versuchst du den Umbau, bist du
  • Oder anders: Diese Ungeduld führt bestenfalls ins Mittelmaß. Das nagt vor allem an den schlechten Franchises. Die „guten“, wie Pittsburgh oder New England, grinsen sich einen ab. Sie haben Stabilität. Können sich Stabilität leisten. Können langfristig denken. Und haben langfristig Erfolg.
  • Oder müssen wir anders denken? Vielleicht darf ein totaler Umbruch maximal ein Jahr dauern, maximal ein Jahr „Tanken“, dann sollte schon ein 6-10 realistisch sein. Vielleicht darfst du einfach nicht versuchen, drei Jahre komplett abzuschenken.
  • Die Browns werden in spätestens zwei Jahren trotzdem ein starkes Team besitzen – und der „traditional scouting“ Approach wird alle Lorbeeren einstreichen, auch wenn die Grundlage von Sashi Brown und Konsorten gelegt wurde.

Quervergleiche zu den Philadelphia 76ers aus der NBA hat Seth Walder gezogen. Chase Stuart fasst ganz gut die Vor- und Nachteile der sportlichen Leitung in Cleveland zusammen:

Spätschicht

  • 22h05: Denver Broncos – New York Jets
  • 22h05: Los Angeles Chargers – Washington Redskins
  • 22h05: Arizona Cardinals – Tennessee Titans
  • 22h25: Los Angeles Rams – Philadelphia Eagles
  • 22h25: Jacksonville Jaguars – Seattle Seahawks

Die 22h-Schleife ist mit zwei, den Terminus „Kracher“ muss ich mir für das Sunday Night Game aufsparen, deswegen: Topspielen – Jacksonville (8-4) vs Seahawks (8-4) sowie Rams (9-3) vs Eagles (10-2) –exzellent besetzt.

Vor allem Los Angeles gegen Philadelphia staubt dabei die Headlines ab: Draftpick #1 von 2016 gegen Draftpick #2 von 2016! Jared Goff gegen Carson Wentz! Als wäre ein 9-3 gegen 10-2 Spiel zu einem so späten Saisonzeitpunkt nicht schon aufregend genug.

Goff und Wentz sind beide auf einem exzellenten Weg, sich zu NFL-Stars zu entwickeln. Einer meiner Lieblings-Analysten behauptet sogar: Wentz ist bereits ein Superstar auf der Stufe eines Tom Brady. Die Begründung dafür: Wentz hat nicht nur einen Mega-Wurfarm. Er hat vor allem die Fähigkeit, Spielzüge in die Länge zu ziehen und ähnlich wie ein Andrew Luck dabei immer effizient zu bleiben. Die Eagles-Coaches haben die Offense in den letzten Wochen stetig um eine Komplexitätsstufe erhöht – bislang hat Wentz alles gemeistert.

Philly hat eine starke Offense Line mit Brechern (Ajayi & Blount) sowie Tricksern (Barner) auf Runningback für ein starkes Laufspiel, das Wentz immer wieder erlaubt, schon in den ersten Downs tief zu gehen, weil Defenses auf Play-Action hereinfallen. Philly hat exzellente Receiver in Jeffery / Smith / Agholor / Ertz – aber als wesentlichster Faktor für den Erfolg wird trotzdem Wentz ausgemacht, der keinen Funken Nervosität ausstrahlt und ganz ehrlich, immer wieder phänomenale Bälle einstreut.

Bei Goff sind die Lobeshymnen verhaltener, da sie sich auf den Rams-Headcoach Sean McVay fokussieren. McVay hat es geschafft, den völlig verunsicherten Goff schon nach wenigen Monaten zu einem funktionalen NFL-QB zu formen. Nach NY/A ist die Rams-Offense sogar effizienter als die Eagles-Offense, aber das liegt nach landläufiger Meinung vor allem am Spielzugdesign des Coaches, der so nebenbei seinem Quarterback ja auch die Audibles an der Anspiellinie ins Ohr flüstert.

Trotzdem: Du musst als Quarterback auch erstmal so weit kommen, eine solche Entwicklung in einem einzigen Jahr nehmen. Gegen die Eagles-Defense wird Goff ähnlich wie vor ein paar Wochen in Minnesota einen sehr starken Pass Rush sehen, aber die Secondary der Iggles ist nicht so komplett wie jene der Vikings besetzt. WR Watkins sollte einige brauchbare Bälle sehen, und wenn Goff wie in den letzten Wochen auch RB Gurley und TE Everett noch besser einsetzen kann, ist Jim Schwartz‘s Defense durchaus zu knacken.

Gespannt bin ich darauf, wie sich Wentz gegen die ultra-aggressive Rams-Verteidigung schlagen wird. Der Rams-Passrush ist meistens so schnell durch, dass Wentz schon sein ganzes Können bzgl. „Verlängern des Spielzugs“ aufbieten muss. Und die Rams-Secondary hält lange genug durch um keine billigen und schnellen Completions zuzulassen. Wo allerdings einer der Schwachpunkte von Wade Phillips‘ Abwehr liegt: Laufspiel. Werden die Eagles also in diesem Spiel erneut voll auf Carson Wentz‘ Individualkönnen vertrauen oder werden sie den einen oder anderen Kniff durch das Laufspiel einbauen?


Bei Jacksonville vs Seattle sind alle Augen auf Seahawks-QB Russell Wilson gerichtet. Kein Quarterback hat dieses Jahr gut ausgesehen gegen die wirklich phänomenale Pass-Defense der Jaguars – aber Wilson ist vom Typus her ein völlig anderer QB als alles, was Jacksonville bis heute gesehen hat. Er lässt sich nicht so einfach greifen, verlängert Spielzüge, bringt tiefe Bälle spät in der Route noch an den Mann.

Auf der Gegenseite setzte Seattles Defense letzte Woche ein Zeichen, als man nur 10 Punkte gegen Philadelphia zuließ. Zugegeben, es war Glück dabei: Zwei tiefe Wentz-Bomben um Millimeter verpasst und einen Fumble an der Goal Line erzwungen, aber angesichts so vieler Verletzungsausfälle war das schon eine respektable Vorstellung.

Jacksonvilles Offense ist in der Theorie überhaupt nicht dafür gebaut, Seattles Verteidigung zu attackieren: Das einzige, was man wirklich kann, ist Power-Running über RB #27 Fournette (Seattle hat eine massierte Run-D), das einzige, wo Seattle wirklich verwundbar ist, ist tiefes Passspiel (Jacksonville hat QB Blake Bortles). Riecht also nach einer weiteren Partie, in der die Jags den Gegner zu sich herunter ziehen müssen um den Dreier zu landen.

Nachtschicht

  • 02h30: Pittsburgh Steelers – Baltimore Ravens

Schließlich das Nachtspiel, Pittsburgh (10-2) vs Baltimore (7-5), ein Kracher im wahrsten Sinn des Wortes, das AFC-North Derby, das wie kein anderes Spiel (neben Steelers vs Bengals) für blaue Flecken und harte Hits steht.

Ich möchte in Zeiten von Diskussionen um Gronkowski, Burfict oder Juju Schuster keine Elogen auf körperverletztende Aktionen setzen, aber Ravens vs Steelers stand für mich bei aller Rivalität oft auch für die letzte Bühne der black’n’blue Spielweise in der NFL – im Gegensatz zum wirklich hasserfüllt und oft dreckig geführten Duell zwischen Pittsburgh und Cincinnati schien bei Steelers vs Ravens allerdings meistens zumindest ein Restfunken von Respekt voreinander zu herrschen.

Die Partie wird also schmerzhaft. Baltimores Verteidigung ist die beste der Liga nach 3/4 der Saison, muss nun aber CB Jimmy Smith vorgeben – Smith ist mit Verletzung out for season, angesichts seiner nun beginnenden Dopingsperre ein „prächtiger“ Zeitpunkt für eine Verletzung. Pittsburgh hat noch immer seine Triplets, aber mit Schuster ist heute eine WR-Option gesperrt. Das kann weh tun, denn Baltimores Defense hat schon an sich kaum Schwachstellen, die man attackieren kann – da bist du froh um jede zusätzliche Option.

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27 Kommentare zu “Sonntagsvorschauer – Week 14

  1. “ … im Gegensatz zum wirklich hasserfüllt und oft dreckig geführten Duell zwischen Pittsburgh und Cincinnati schien bei Steelers vs Ravens allerdings meistens zumindest ein Restfunken von Respekt voreinander zu herrschen.“

    Da trügt das Gefühl nicht. Spieler auf beiden Seiten haben eben genau das im Vorfeld betont: Es ist eine extrem harte, aber keine „dreckige“ Rivalität. Im Gegensatz zu Steelers-Bengals hat man bei Steelers-Ravens extrem viel Respekt voreinander.

  2. Großartige Matchups, das ist der bis jetzt beste Spieltag der Saison!

    Meine Tipps: Ravens, Seahawks, Eagles, Panthers und Chiefs in den wichtigsten Games und damit noch mehr Chaos in den Divison und Wildcard Races 🙂

    Finde übrigens auch, daß Steelers v Ravens noch ein „freundschaftliches“ Verhältnis ist im Vergleich zu Steelers v Bengals. obwohl das AFC Final zwischen den beiden (mein erstes Football Game) ja inzwischen legendär hart geführt worden ist…

  3. Panthers – Vikings mein Favorit game bin gespannt wie super cam gegen die Monster defensive der vikings besteht

  4. Würde gerne Alexanders Meinung zu den Vorgängen in Cleveland lesen…

    Ich bin allerdings guter Hoffnung, dass es heute zumindest den ersten Sieg für die Browns gibt. Hundley ist der mit Abstand einfachste QB im bisherigen Schedule, mehrere DB fallen bei den Pack aus und Gordon kann sein Breakout Game haben. Nicht dass ich es verschreien möchte, aber WENN es eine reelle Siegchance gibt, dann wohl heute.

    Go Browns

  5. Gettleman Favorit auf den GM Posten bei den Giants… die Vetternwirtschaft der NFL setzt sich fort, ein Retread nach dem anderen, als ob es keine qualifizierten Kandidaten aus der zweiten Reihe gäbe. Man erinnere sich bei Gettleman an den Abgang in Carolina.

  6. Wobei Gettleman in Carolina keinen schlechten Job gemacht hat. Hat den Trümmerhaufen von Marty Hurney saniert und die Panthers zurück zu einer normalen Cap Situation gebracht, ohne Gettlemans Weitsicht hätten die Panthers keinen SB Run gemacht.
    Dass ihm die Spieler schlecht nachreden mag zwar stimmen, aber als GM kannst du nicht immer nur Kumpel sein, sondern musst harte Entscheidungen treffen. Er mag sie nicht gut kommuniziert haben, aber er hat sie getroffen auch wenn wohl die anderen Player gedacht haben daß sie nun solche Mega Contracts wie Deangelo Williams oder Stewart bekommen. Das hat Gettleman souverän verhindert!

  7. „Die Browns werden in spätestens zwei Jahren trotzdem ein starkes Team besitzen.“ Mutige Prophezeihung. Eine Franchise, die seit Jahren (Jahrzehnten?) immer ganz vorn pickt und Erstrundenpicks nicht wirklich zu entwickeln imstande zu sein scheint? Ich denke, da läuft strukturell etwas falsch. Und ohne einen kompletten Neuanfang in der Chefetage (oder fähiges Personal einfach mal einige Jahre machen lassen, wie die 49ers) wird das in zwei Jahren und auch in zehn Jahren noch so sein.

  8. Gettleman zu beurteilen fällt nicht leicht – würe da noch etwas Zeit vergehen lassen, ehe ich mir ein Urteil bilden möchte. Drafts waren beispielsweise auch eher durchwachsen – geraqde weil oft Spieler ohne Not hoch gedraftet wurden und zwar viel SOlides aber wenig herausragendes Dabei war. Kommunikation und Cap Management würde ich ähnlich bewerten wie FloJo

  9. Ich hab gestern den derdraft Podcast über Brown gehört
    http://www.derdraft.de/draftcast-s05e04/.
    Demnach war die Arbeitsmoral von Brown nicht wirklicht gut und er ist früh nach Hause gegangen und hat den Trade mit McCarron möglicherweise absichtlich verbockt.
    Dazu hat er von dem Garoppolo nach SF nichts mitbekommen hat, was an seinem schlechten Netzwerk liegt.
    Haslam soll ihm wohl auch vor ein paar Wochen gesagt haben, dass er lieber einen erfahrenen GM haben will.
    Und auch die Picks bzw. nicht Picks waren nicht schlecht,
    Watson ist wohl ein System-QB und Wentz war Pre-Draft auch nie als überragender QB angesehen worden.
    Jetzt schreien natürlich alle, dass es falsch war sie nicht zu draften.
    Ich denke nachdem ich mir den Podcast angehört hab etwas anders über die Sache, die Entlassung von Brown wird er was mit ihm als Person zu tun haben, als mit einem Ende des analytischen Umbaus.
    .

  10. Aber in New York musst du ein guter Kommunikator sein. Gettleman war 15 Jahre lang Scout bei den Giants, er sollte es eigentlich wissen, und trotzdem hat man ihm nach seinem Abgang keine Träne nachgewenit. Außerdem mit 66 Jahren schon ziemlich alt, ich bevorzuge ganz klar eine Richtung mit einem jüngeren FO, anstelle die immergleichen alten Haudegen zu holen.

  11. @Dizzy:
    „und ohne einen kompletten Neuanfang“ – eben das ist das Hauptproblem in Cleveland: Die ständigen Neuanfänge. Mir gefällt folgende Metapher ganz gut: Ein Schiff, das sich im Ozean verfahren hat, muss sich irgendwann für eine Richtung entscheiden, will es vorankommen. Wechselt es ständig den Kurs, wird es immer durch die Weltgeschichte irren.

    @Klappflügel: Guter Punkt. Ich würde allerdings meinen, dass Sashi Brown mit dem verhinderten McCarron-Trade ein Abschiedsgeschenk hinterlassen hat. Allein, dass Jackson den Trade soweit bringen wollte, hat mein Vertrauen in Jackson nachhaltig geschäftigt.

  12. Pingback: Sonntag Live – Woche 14: Carolina Panthers vs Minnesota Vikings | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  13. „Smith ist mit Verletzung out for season, angesichts seiner nun beginnenden Dopingsperre ein „prächtiger“ Zeitpunkt für eine Verletzung“
    Zählt der Sperrcounter in der NFL tatsächlich nach oben wenn der Spieler eh raus ist?

  14. @ brown Bomber.
    Eventuell schreibe ich morgen noch was zum GM Wechsel in Cleveland.
    Habe im Moment noch iniges um die Ohren.
    Zur Niederlage heute. Naja, immer das slebe. Man ist es gewohnt.
    Gute Nacht, alexander

  15. Nein aber ich fänd das nur folgerichtig. Warum sollte denn die Strafe auf einmal im Niemalsland verschwinden bloß weil sich der Spieler verletzt? Das hebt die Rechtfertigung der Strafe nicht auf.

  16. @Brown Bomber

    https://www.dawgsbynature.com/2017/12/7/16749560/reflections-on-a-revolution-in-berea
    Der Kommentar zeigt mMn super auf was Sashi Brown in seinen zwei Jahren alles erreicht hat. Nach dem Ray Farmer Debakel war sein Ansatz des rebuilds die richtige Alternative.

    Der eigentliche Idiot dabei ist Owner Jimmy Haslam der öffentlich (https://www.ohio.com/akron/sports/top-stories-sports/browns-owner-jimmy-haslam-preaches-patience-understands-skepticism-until-we-start-winning-people-are-going-to-make-fun-of-you) von „multiple years“ spricht, um die Wende bei den Browns herbei zu führen und dann den Mitarbeiter entlässt der seine Aufgabe eigentlich genau erfüllt hat.
    Unter den Fans wurde die Entscheidung von den meisten Leute heftigst kritisiert. HC Hue Jackson hat deutlich mehr Kritik abbekommen, da das Roster bei weitem nicht so schlecht sein sollte wie der Record momentan aufzeigt.

    Über John Dorsey als Nachfolger hört man geteilte Meinungen. Die Einen sagen mehr oder weniger „Super Talent Evaluator“, die anderen „Ein guter Pick pro Draft und der Rest sind Nieten“. Einigkeit besteht bei der Meinung, dass sein Salary Cap Handling schlecht ist.

    Bin zwar nicht @Alexander aber ich hoffe ich konnte dir dennoch weiterhelfen.

  17. Hier meine Einschätzung zu den Vorgängen in Cleveland.
    Dass der mangelnde sportliche Erfolg auch im zweiten Jahr weder den geplagten Fans noch dem Owner gefällt, ist klar.
    Für mich gibt es hier kein schwarz und weiss, einer gut und einer böse, die Sache ist, wie so vieles, eben komplizierter mit viel Grau bis Schwarz.
    Trotzdem Um es schonmal gleich zu sagen, Hue Jackson muss auch weg.
    Haslam hat ihm ja anscheinend eine Garantie für 2018 gegeben ( was ich für eine Katastrophe halte), aber mal sehen ob es so bleibt

    Mal einiges zusammengefasst was mir wichtig erscheint.
    Haslam hat keine Ahnung wie man vernünftig eine Franchise führt und das sieht man an der unausgegorenen Organisation und den vielen Fehlern die die Browns auch abseits des Spielfeldes hinlegen seit Jahren hinlegen.
    Der Machtkmapf zwischen Jackson und Brown war schon länger entbrannt. Das ganze eskalierte dann mit dem geplatzen Tade für den Ersatz QB der Bengals ( für nen second und einen third rounder), als die Unterlagen durch die Schuld der Browns zu spät zur NFL kamen.

    Gerüchteweise hat Sashi Brown den Trade bewusst versemmelt ( wegen den zu hohen Tradekosten). wenn es stimmt dann hat er Eier – Respekt, ansonsten gehörte er sowieso gefeuert. Ich denke, dies war der Schklüsseltag zur Entscheidung Brown zu feuern.

    Beide (Jackson und Brown) boten genügend Angriffsziele, damit jeweils der andere mit den Fingern drauf zeigen konnte.
    Nur zwei Beispiele: Hue Jackson mit seiner Ankündigung vor der Saison, er werde mit dem nach seiner Meinung deutlich verbesstern Kader mehr Siege als im Vorjahr schaffen.
    Dazu die ganzen QB Wechselspielchen wo er auch aktiv mitmitschen durfte. RG3, Kizer, Kessler, den Osweiler lasse ich mal weg.

    Andererseits fand ich das Vorgehen von Brown zu radikal was das entfernen von Veteranen angeht ( mack, Schwartz, Haden …)
    Das was nachkam war bisher nicht mit den Abgängen zu vergleichen.
    Es fehlt dem Team an Erfahrung, dann hätte man zumindest mal den einen oder anderen Sieg verbuchen können.
    Und WR Kenny Britt war ein teurer Fehlgriff der Brown anglelastet werden muss.

    Hue Jackson spielt seine Spielchen die er wohl auch schon in Oakland gespielt hat und konnte diesesmal noch Haslam überzeugen, so dass Sashi Brown gehen musste.
    Ein dauerhafter Erfolg wird mit ihm nicht möglich sein und ich hoffe, dass am Black Monday sein Name doch auf der Liste mit entlassenen headcoaches steht.

    Zum neuen GM Dorsey: ich finde gut, dass ein football guy da ist. Welche Richtung nun mit Podesta gegangen wird – es bleibt spannend.

    Das wichtigste ist in meiner Sicht, dass die vorhandenen Draftpicks auch mal den entsprechenden Erfolg bringen.
    Was nützt es hohe Picks anzusammeln, wenn danach nur solche Gurken wie Manziel udn Konsorten rauskommen.
    Das ist aber ein Problem, welches schon länger in Cleveland vorhanden ist, wenn man sich die Liste der Firstrounder der letzten Jahre ansieht und was aus ihnen geworden ist, kann einem schlecht werden.

    Wenn Dorsey mit den vorhandenen First und second roundern gut umgehen kann, dann ist es mir recht, bei Brown hatte ich da meine Zweifel.
    Aber wichtig wäre, dass Haslam mal weiss was er tut und sich dann zurücklehnt, wenn die richtigen Leute gefunden sind.
    Halsam ist ja noch nicht lange Owner der Browns, aber die Liste der verantwortelichen Leute die in kurzer Zeit gehired und gefired wurden ( Banner, Farmer, Brown) ist zu lang und zeigt deutlich auf Null Ahnung seitens Haslam.
    Von daher wäre eine Entlassung Hue Jacksons schon gut, dann kann sich Dorsey seinen eigenen Headcoach suchen und es gäbe nicht wieder das Fingerzeigen und rumheulen.
    Man kann also nur hoffen, dass Dorsey einschlägt und ein guter HC kommt, sonst stehen wir auch in den nächsten 5 Jahren permanent bei maximal 3 Siegen oder weniger.

  18. Sorry @Alexander, aber bei deiner Bewertung der Situation kann ich leider nicht ganz zustimmen. Zunächst hast du natürlich recht, dass sowohl Hue Jackson wie auch Sashi Brown genügend Angriffsziele boten um entlassen zu werden. Man steht ja auch bei 0-13.
    Insgesamt ist es allerdings mMn Hue Jackson der extrem underperformed mit diesem Roster.

    Der Umbruch vor zwei Jahren den du anspricht war mit Sicherheit radikal, aber notwendig. Man darf dabei nicht vergessen, dass die Browns 2015 die bestbezahlte Defense der ganzen Liga hatten mit „Superstars“ wie Paul Kruger, Berkevious Mingo, Desmont Bryant oder Jordan Poyer. Richtig jung war das Team auch nicht mehr und eine klare Zukunftsausrichtung war auch nicht vorhanden. Zudem gab es vor der Free Agency 2016 genügend Berichte, dass Alex Mack und Tashaun Gipson auf keinen Fall in Cleveland verlängern wollten. Joe Haden hat nach seinem längeren Ausfall zu Beginn 2015 auch nicht mehr ansatzweise an sein Niveau von 2014 anknüpfen können. Zudem war kein QB oder WR auf NFL Niveau vorhanden.

    Ich denke wenn man diesen Kontext betrachtet, dann war der Umbruch unter Sashi Brown bitter nötig. Wenn man sich anschaut wen Brown dann auch alles gedraftet bzw. verpflichtet hat, kann man mMn schon sagen, dass er seine Aufgabe richtig gut erfüllt hat. Die O-Line ist sehr gut und langfristig gebunden. Die Front-seven ist sehr Jung und gut und die meisten spielen noch ein paar Jahre unter ihren Rookie Verträgen. Gerade die D-Line hat für die nächsten Jahre massig Potential. Auch auf CB sind die Positionen mittlerweile solide besetzt. WR schaut auch kompetent aus solange Gordon und C. Coleman gemeinsam auf dem Feld stehen.

    Brown wäre nun in das dritte Jahr eines „multiple year process“, mit relativ wenigen, gravierenden Baustellen an dem Roster (QB,S) und dennoch massenhaft Draft-Picks gegangen. Ihn jetzt zu entlassen ist von Haslam eine furchtbare Idee und ein Schlag ins Gesicht für seine Arbeit.
    Schaut man auf die Fan-Websites, ist die Anzahl der Brown Befürworter immer noch groß.
    Wie bereits erwähnt ist es mMn Hue Jackson, der aktuell nicht in der Lage ist mit diesem Team Siege zu holen. Ihn zu behalten ist eine fragwürdige Entscheidung, aber letztendlich vllt. dennoch richtig. Was bringt ein erneuter Coach-Wechsel. Nimm nur mal Danny Shelton als Beispiel. Drei Jahre in der Liga und drei verschiedene DCs. Der erste wollte ihn 20 Pfund schwerer haben, der zweite 20 Pfund leichter. Der Dritte macht ihn vom NT zum DT. Ich kann schlecht abschätzen wie ein Wechsel des Coaches sich auf das extrem junge Roster auswirken würde.

    Bezüglich Dorsey als Football guy: 2014 waren auch alle glücklich als nach Joe Banner und Mike Lombardi endlich Ray Famer als „football guy“ präsentiert wurde und wir wissen alle wie das ausging. Dorsey profitiert in diesem Draft extrem von der Arbeit von Brown. Wie gut Dorsey ist, wird sich dann in 2-3 Jahren zeigen wenn die meisten Rookie Verträge auslaufen und er den Cap verwalten muss.

    @Alexander, ich schätze deine Meinung hier sehr, aber bezüglich der aktuellen Situation bei den Browns stimme ich einfach nicht ganz überein 😉

  19. Hi dansk51,

    freue mich auf den Gedankenaustausch. 🙂

    Der wichtigste Punkt für mich ist NUN, dass Hue Jackson weg muss.
    Ich schreibe nun einfach meine Meinung ohne dies nun groß zu verargumentieren.
    1. Er kann nicht coachen. Der mangelnde Erfolg ist auch ihm mit in die Schuhe zu schieben, gerade die engeren Spiele die verloren wurde.
    Dazu jede Woche dumme Fehler – jede Woche neu. Dumme Penalties, Specialteams die versagen, clockmanagement, dumme Aktionen
    Manches davon kann man auch trainieren und spätestens nach der 4. Woche fängt man an, die einfachen Fehler abzustellen (vor allem wenn es eh an der Qualität im Kader mangelt).
    Mangini anyone der die Spieler bei mental errors im Training damnm extra Runden laufen liess.
    Der Wege fand Spieler und Plays einzubinden und Spieler wie Cribbs und Hillis in einem nach Crennell ausgedörrten Kader passend einband mit Siegen gegen besser teams wie gegen New England als Bsp
    2. Charakterlich Er ist hinterfotzig.

    Zu Sashi Brown.
    Natürlich hat er Picks gesammelt ohne Ende. Nur dann muss man auch mit den vielen hohen Picks die entscheidenden Spieler erkennen.
    Kann es Brown ? Nein, ich glaube er ist Rechtsanwalt. Kann es de Podesta ? Nein, er kommt vom Baseball ? Kann es ein anderer der ivy Jungs? Eher nicht.
    Gut sie hatten Berry als Football guy.
    Und bitte bring mir nicht Famer als Football guy, der Mann war eine einzige Katatsrophe aber kein Football guy.

    Und ausschliesslich auf Jugend zu setzen ist kein Rezept alleine. Vor allem wenn Rookies nicht von erfolgreichen Veteranen unterstützt werden…. wie der neidische Blick nach Pittsburgh zeigt.
    Nicht Jugend gewinnt Spiele sondern gute Spieler. Und die können auch mal äter sein oder die Mischung muss stimmen.
    Wenn ausschliesslich auf Jugend gesetzt wird, dann sind nach 4 – 5 Jahren die ersten wieder weg wenn sie herangereift wären.
    Ein Mack, ein Schwartz udn ein Haden wurden doch sofort woanders unter Vertrag genommen.
    Und das sind die Spieler, die bei den Browns wenigstens keine Flops waren wie ein Weeden, ein Trent Richardson, ein Manziel, ein Mingo , ein Phil Taylor (ALLES firstrounder in Cleveland).

    Das alleinige Sammeln von Firstround picks bringt nichts, wenn man nicht draften kann.
    Ich bleibe dabei: der Aderlass an Vets war zu hoch, und wir hatten ja jedes Jahr genügend cap um die halten zu können, es ist ja nicht so, dass mit dem freien Geld dann stattdessen Granaten kamen durch Sahsi Brown.

    Nochmal meine Meinung auf den Punkt gebracht, Hue Jackson weiter als HC ist ein NO GO.
    De Entlassung Browns ein verständlicher Schritt. Auch wenn ich Dein Argument verstehe, er hätte die 4 Jahre Zeit verdient gehabt.
    Ich bezweifle , dass wir nach 4 Jahren deutlich spielstärker oder deutlich erfolgreicher unter Brown gewesen wären. Jünger ja, aber erfolgreicher ? Wenn es eine Parallelwelt gäbe, wo das Team quasi in einer Simulation weiter mit Brown laufen würde, ich wäre gespannt.

    Wobei ja nicht gesagt sein muss, dass jetzt ALLES was Brown angefangen hat nun sofort ins Gegenteil umgedreht wird.
    alexander
    Go browns

  20. Das Concept des „Football guys“ ist für mich ziemlicher Humbug…

    1. ist in den USA Football Omnipräsent – jeder hat irgendwie, irgendwann in seinem Leben damit zu tun gehabt.
    2. Was ist der Vorteil davon, irgendwann einmal unter ganz anderen Umständen auf hohem Niveau Football gespielt zu haben? Trainingsmethoden der 70er/80er/90 sind längst überholt; spieler haben heutzutage eine ganz andere Physis, die Gehaltsstrukturen sind anders, etc. pp.
    3. Kann für Aufgaben, bei denen Erfahrung notwendig ist (Coaching/scouting) personal eingestellt werden
    4. Kann ich mich weiterbilden – ich denke hier ist alles erlernbar – es gibt keine geheimen Tricks die, der eine kann und der andere Nicht, es geht darum eine Strategie zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen (Das ich auch gelernt habe als Rechtsanwahlt zu arbeiten heißt ja nicht, dass ich nicht auch Ahnung von Football haben kann)
    5. Bietet nicht gerade der Blick von außen die Perspektive Sachen neu anzugehen – überholte Muster zu verändern?

    Zum argument richtige Spieler mit den Draftpicks holen > ist den die Bilanz der anderen Teams signifikant besser? ICh denke nicht.

  21. @alexander & dansk51
    Danke für eure Einschätzungen. Gehe d’accord dass HUE der erste Gefeuerte hätte sein müssen, er hat aus dem Kader überhaupt nichts gemacht. Ich bin extrem enttäuscht von dieser Saison, es wäre mehr drin gewesen auch mit diesem jungen Roster. Kann verstehen, dass man jetzt danach ruft, man hätte ein paar Routiniers gebrauchen können, aber es geht auch 2017 noch nicht darum viele Siege zu holen, sonder competitive zu sein, zu lernen und nebenbei ein paar Siege mitzunehmen.

    Davon ist nichts zu sehen. Wir haben eine gute DL und eine gute OL was eine gute Basis sein müsste. Was man aus schlechterem Material machen kann, beweist gerade Johnny Mortion bei den Jets. Aber das QB Handling ist unterirdisch, schon allein dafür hätte HUE gehen müssen und nicht SASHI.

    Habe allerdings Hoffnung, dass nicht der ganze Analytics Approach den Bach runtergeht, weil ja doch noch einige geblieben sind. Ein kompletter 180 Degree Kurswechsel ist also vielleicht doch nicht erkennbar.

    So leid es mir nun tut, aber die einzige Hoffnung HUE noch loszuwerden ist nun ein 0-16 mit noch drei Debakeln dann ist HUE vielleicht doch nicht mehr zu halten und Haslam mutiert ein weiteres Mal zum was-interessiert-mich-mein-Geschwätz-von-gestern Jimmy. Es tut mir in der Seele weh das zu schreiben, aber ich hoffe nun auf OH SIXTEEN weil es die einzige Chance ist dass wir mal einen kompetenten Coach bekommen der weiß, wie man ein junges Team entwickelt.

  22. Mit „Umbruch in der Chefetage“ meinte ich nicht den Coach, ich schiele eher in Richtung Haslam. Relocation/Verkauf der Franchise.
    Ich würde nicht ausschließen, dass NFL-Ökonomen im Falle weiterer sportlicher Erfolglosigkeit andere Märkte sehen, wo die Franchise deutlich mehr Gewinn bringt (USA, aber auch Kanada oder Mexiko). Halte ich für möglich in Zeiten von LA Chargers, LA Rams und Las Vegas Raiders…
    Ich persönlich würde die Browns gern weiter in Cleveland sehen, allein schon weil die Fangemeinde bemerkenswert loyal ist. Davon können manch andere Teams nur träumen.

  23. @Alexander & Brown Bomber:
    Bezüglich Jackson sind wir alle der gleichen Meinung, dass er, vor allem in dieser Saison, nichts getan hat um seinen HC Job zu rechtfertigen. Ich interessiere mich jetzt ungefähr seit 2011 für die NFL und bin ca seit 2012 Browns Fan. Seitdem gab es Shurmur, Chudzinksi, Pettine und jetzt Jackson. Auch wenn Hue wirklich nicht gut ist, hoffe ich, dass man ihn einfach der Kontinuität wegen noch ein Jahr mit einem OC weiter machen lässt. Ich hatte das Beispiel Danny Shelton gebracht und ich kann nicht abschätzen, wie sich ein erneuter Trainerwechsel auf so ein junges Team auswirkt, gerade auf die Defense. Alexander hat allerdings die Kritikpunkte super aufgezählt und esvgibt keine Anzeichen die eine Weiterbeschäftigung Jacksons rechtfertigen würden.
    Vor der Saison habe ich im mmqb-Podcast Anthony Lynn gehört und auf die Frage ob er sich denn schon bereit sehe für die HC Position mangels Erfahrung als OC, meinte er, dass die Aufgaben eines HC und eines Coordinators, bzw. Position Coaches komplett unterschiedlich seien. Ich hoffe, dass irgendjemand in der Führungsetage dies erkennt und Hue Jackson seine Aufgaben klar macht.

    Bzgl. Sashi:
    Ich möchte ihn jetzt nicht groß verteidigen, weil es ja nichts mehr bringt. Alexander hat mit Sicherheit recht, dass ein paar Veterans den jungen Spielern extrem geholfen hätten. Ich denke da jetzt speziell an McCown, Dansby, Whitner. Mir geht es nur um zwei Sachen. Sein Track record in den zwei Drafts ist unglaublich gut. Er hat mit 2xColeman, Garrett, Njoku, Ogbah, Shobert, Kindred, Ogunjobi, Brentley und Coley in zwei Jahren sehr viele Spieler geholt, die gutes NFL Niveau verkörpern und unter seine Free Agent Akquisitionen waren mit Zeitler und McCourty auch gute Leute die einen Greco oder Haden nicht vermissen lassen. Die Entscheidungen Wentz, respektive Watson nicht zu holen waren mMn beide Male verständlich, wenn man den Kontext betrachtet.
    Richtig dämlich wird für mich die Entlassung allerdings damit, dass Sashi dafür entlassen wurde, dass er haargenau das umsetzte, was er zu Beginn seiner Amtszeit versprochen hatte. „Building through the draft“, „Building around the Lines“, Creating a culture“ (Schwartz und Pryor können ein Lied davon singen), „Multiple year process“. In welchem Unternehmen wirst du dafür gefeuert, dass du deine Aufgaben punktgenau in die Tat umsetzt.

    @panthers
    Das mit den „football guys“ ist so eine Sache. Ich persönlich sehe nicht warum ein ehemaliger Spieler Talente besser entdecken könnte als ein Außenstehender, der dann vllt. sogar den Cap besser managen könnte. Von dem was ich in meiner Fan-Blase mitbekommen habe, ist der „Analytics approach“ in der medialen Öffentlichkeit von Beginn an sehr schlecht weggekommen. Es ist ja nicht so, dass DePodesta und Brown einen Algorithmus erfunden hätten um Spieler besser beurteilen zu können. Alles was sie gemacht haben war den notwendigen Reset Knopf bzgl. des Rosters zu drücken und die Draft Methodik von Jimmy Johnson wieder aufzuwärmen. Bill Barnwell hat es in einem kurzen Artikel treffend auf den Punkt gebracht wie ich find: http://www.espn.com/nfl/draft2016/story/_/id/15159462/successful-drafting-all-volume-nfl

    Für meine Begriffe erhielten DePodesta und Brown gerade in den großen Medien von Beginn an zu viel öffentlichen Gegenwind. Beat writer wie Tony Grossi von ESPN oder Mary Kay Cabot von cleveland.com hatten oder wollten nicht verstehen was Brown und Co vor hatten. Dieses Problem zog sich durch alle größeren NFL Medien. Dies ist aber mMn ein generelles Problem eines Volkssports wie der NFL. Ich finde auf jedem zweitklassigen NFL Blog treffendere und tiefergehende Analysen und Berichte zu irgendwelchen Angelegenheiten rund um die NFL als über NFL.com oder ESPN (Außer Barnwell und Shefter).Dort geht es lediglich darum die Artikel möglichst einfach zu halten, damit sie jeder versteht und jeder mitreden kann. Ist das Selbe wie wenn man in Deutschland auf SPOX oder, mittlerweile leider auch, im Kicker etwas über Fussball ließt. Wenig Informationsgehalt und Tiefgang, aber jeder kann damit am Montag im Büro darüber reden.

    Sorry, der Post ist am Ende doch länger geworden als ich beabsichtigt hatte.

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