Update Trainerkarussell 2018 – Wo ist der Buzz?

Update zum Coaching-Eintrag zum Black Monday. Sagen wir so: Das Trainerkarussell hat sich schon mal aufregender präsentiert.

Die neuen Head Coaches

Oakland Raiders

Die wichtigste Einstellung hat jeder mitbekommen und war schon letzte Woche so gut wie fix: Die Oakland Raiders holen Jon Gruden aus der ESPN-Kommentatorenkabine und machen ihn zum neuen Headcoach. Augen öffnend war aber der Rentenvertrag, den man Gruden unterjubelte: 100 Millionen Dollar über 10 Jahre verteilt. Dieser Vertrag sprengt die Proportionen bisheriger NFL-Headcoaches zumindest bei der Laufzeit und weitet die Gehaltsklasse in Sphären eines Belichick. Was besonders krass ist, weil Gruden so lange aus dem Geschäft war (seit 2008).

Man erklärt sich diesen Vertrag vor allem als „splashy move“ der Raiders, die 2019 nach Las Vegas umziehen und dort mit großen Namen Eintrittskarten verkaufen müssen. Sportlich ist und bleibt Gruden ein Risiko.

Nochmal – wie schon letzte Woche skizziert: Gruden galt in seiner ersten Raiders-Amtszeit als Offensiv-Mind, als er mit dem greisen QB Rich Gannon als Anführer der Offense mehrere Titel-Anläufe startete. In Tampa gewann Gruden eine von der Defense getragene Super Bowl, aber eine brauchbare Offense konnte Gruden bei den Buccs nie zusammenstellen.

Gruden war seit 2008 nicht mehr Coach, aber er konnte in seiner Arbeit als ESPN-Experte bei etlichen Mannschaften „in-depth“ stöbern und hat mit Sicherheit keine Trends im Football verpasst. Gruden dürfte im Vergleich zu einem Herm Edwards deutlich fortschrittlicher zu Werke gehen und sollte auch Zeit gehabt haben um über die Probleme, die er bei den Buccs mit jungen QBs hatte, nachzudenken.


Man munkelte, dass Gruden seit Wochen an seinem Trainerstab bastelte, aber was man in den letzten Tagen registrierte, war vor allem, dass Gruden nicht seinen Wunsch-DefCoord bekam: Teryl Austin von den Lions. Austin unterschrieb in Cincinnati – dort, wo der Posten von Paul Guenther geräumt wurde. Jener Guenther ist nun Grudens DefCoord – kein schlechter Mann.

Der neue OffCoord ist Greg Olson, der eine wechselhafte Zeit in der NFL hinter sich hat und vor Jahren in Tampa daran scheiterte, Josh Freeman zu einem NFL-tauglichen QB zu coachen. Olson war Mitte der 2000er OffCoord in den finsteren Lions- und Rams-Offenses, war dann ein Jahr OffCoord in Grudens letztem Jahr bei den Buccs, ehe er bei Oakland und Jacksonville durch die Liga tingelte und im abgelaufenen Jahr als QB-Coach bei den Rams einiges von richtig guten Offensiv-Geistern abschauen konnte.

Als OL-Coach soll Dave DeGuglielmo angestellt werden, der die Line bei den Patriots so weit abwirtschaftete, dass Belichick Dante Scarnecchia aus dem Ruhestand zurückholte. Als QB-Coach hat zuletzt Rich Gannon abgesagt – ist das der Staff, den Gruden seit Monaten zusammenstellt?

GM Reggie McKenzie bleibt bei den Raiders im Sessel, auch wenn seine Rolle nicht ganz klar ist, denn Gruden gilt als Alphatier, der volle Kontrolle über alle Personalentscheidungen halten will. Und: Gruden hatte zumindest in Tampa eine eher grauenhafte Bilanz beim Draften.


Nebenkriegsschauplatz zur Trainersuche der Raiders: Sie haben die Rooney-Rule verletzt, weil sie erst Gruden als Chefcoach bestellt und erst dann das Pseudo-Interview mit einem Schwarzen geführt haben. Die NFL wird sich das nun anschauen und eventuell eine Strafe aussprechen.

Chicago Bears

In Chicago wurde Matt Nagy zum neuen Headcoach bestellt. Nagy, ungarischer Abstammung, war fast zehn Jahre lang ein fleißiges Mitglied im Trainerstab von Andy Reid und gilt als Vertreter der West Coast/RPO Offense, die viele Elemente aus dem College übernahm.

Die Einstellung kommt mit Ansage: Jeder wusste, dass Chicago einen Offensivgeist einstellen würde, um den 2017 gedrafteten QB Mitchell Trubisky bestmöglich zu entwickeln. Unter Nagys Anleitung riecht das nach einer RPO-lastigen Offense mit den zentralen Bausteinen Trubisky und RB Jordan Howard. Gespannt sein darf man auch auf die Entwicklung von RB Cohen, der einen ähnlichen Weg nehmen könnte wie Tyreek Hill in Kansas City.

Nagy ist natürlich nicht ohne Risiko. Er ist 39 und hat seinen ersten Cheftrainerposten. Er war unter Reid nur ein Jahr lang OffCoord – und es ist bekannt, dass Reid selbst die meiste Arbeit in der Offense verrichtet. Nagy soll aber zumindest im Dezember das Play-Calling übernommen haben, als die Chiefs-Offense wieder zurück in die Spur fand, und er wird von Reid als der reifste seiner bisherigen Coordinators bezeichnet.

Äußerst spannend – und die These von Spread-Elementen und RPO stützen – ist die Bestellung von Nagys neuem Offensive Coordinator:

Helfrich gilt nicht nur als ein super Typ, sondern auch als exzellenter Coach. Helfrich wurde bei den Oregon Ducks von Chip Kelly höchstpersönlich zum Nachfolger bestellt und man kann Argumente aufbringen, dass Helfrichs 2014er-Offense mit QB Mariota die beste Oregon-Offense ever war. Allein: Er war kein Recruiter von Format und nach dem Kollaps der Defense wurde Helfrich nach drei Jahren bei den Ducks gefeuert.

Nun also das Comeback – in der NFL, und ausgerechnet in Chicago, das in seiner ewig langen Geschichte mit Nagy erst zum zweiten Mal einen offensivorientierten Headcoach bestellt hat (nach Marc Trestman, der nach vielversprechendem Einstand 2013 schon ein Jahr später wieder gefeuert wurde). Ich würde Helfrich den Erfolg gönnen und muss als Lions-Fan feststellen, dass nun mit Mike Zimmer, Mark Helfrich und Aaron Rodgers lauter Typen durch die eigene Division geistern, für die man auch geistern bzw. sich begeistern kann. (zu den noch trainerlosen Lions gleich mehr)

Defensive Coordinator ist in Chicago noch ein Fragezeichen. Vic Fangios Vertrag ist am Dienstag ausgelaufen. Man möchte ihn der Stabilität und Erfahrung wegen halten, aber zumindest gestern Abend hatte er noch nicht unterschrieben.

Die Bestätigten im Amt

In Tennessee hat man nach dem Playoff-Sensationssieg in Kansas City am Wochenende den Head Coach Mike Mularkey bestätigt. Im Prinzip eine typische Entscheidung: Zufällig das richtige Ergebnis eingefahren, also muss der Coach gut sein. Dass Mularkey seine Offense komplett an den Talenten von QB Marcus Mariota vorbeicoacht, ist in Nashville niemandem aufgefallen – insofern wäre es für die Entwicklung der Titans besser gewesen, man wäre von den Chiefs deutlich abgeschossen worden.

So bleibt die Hoffnung, dass Mularkey selbst einsieht, wie schlecht seine Offense designt ist und die Konsequenzen zur nächsten Saison zieht und mehr Spread-Elemente einbaut.


Die Cincinnati Bengals haben bekanntlich doch noch mit Marvin Lewis verlängert. Lewis hat OffCoord Bill Lazor bestätigt und DefCoord Teryl Austin von den Lions geholt. Beide Coordinators (und Lewis selbst) haben bei mir einen guten Ruf. Wichtiger Move auch: Lewis konnte Frank Pollack als O-Line Coach aus Dallas holen. Einer der „guten“ Coaches im Business.


In Green Bay war Hausreinemachen im Trainerstab angesagt: Im Prinzip mussten alle fast alle Coaches außer dem Headcoach Mike McCarthy gehen. Als OffCoord wurde Joe Philbin zurückgeholt. Als DefCoord wurde Mike Pettine bestellt, einer meiner Favoriten als Coordinator.

Dazu wurde in einer medial viel beachteten GM-Suche mit Brian Gutekunst eine interne Lösung gefunden. Gutekunst soll die volle Kontrolle über das Personalwesen und den Kader in Green Bay bekommen. Der ex-GM Ted Thompson wurde in eine Berater-Rolle geschoben und soll sich künftig um das kümmern, was er eh am liebsten macht: Scouting.


Der von vielen Anhängern favorisierte Eliot Wolf, Sohn von Packers-Legende Ron Wolf, ging im GM-Rennen in Green Bay leer aus. Er wechselt zu den Cleveland Browns und wird dort stellvertretender GM von John Dorsey.

(Update Headcoach Browns: In Cleveland ist Hue Jackson noch immer Head Coach.)

Bei den Chargers wurde Gus Bradley als Defensive Coordinator bestätigt. Ken Whisenhunt bleibt OC.

Die Suchenden, Head Coach Edition

Wenig Inspiration gibt es auf der Front der Headcoach-Suchenden. In Arizona wurde die in-House Lösung DefCoord James Bettcher offensichtlich wieder von der Liga der Kandidaten gestrichen – nun soll Pat Shurmur offensichtlich der neue Favorit auf den Posten sein. Jener Shurmur hat als OffCoord der Rams und Headcoach der Browns vor einigen Jahren einen erschreckend schlechten Job gemacht, aber in dieser Saison konnte er seinen Ruf mit der guten Vikings-Offense aufpolieren. Er ist ein insgesamt wenig inspirierender Kandidat.


Aus Detroit erfährt man nur Gerüchte. Das Heißeste: Der von GM Bob Quinn von Anfang an favorisierte Matt Patricia (aktuell DefCoord bei den Patriots) soll auch von den New York Giants heiß umworben sein. Intern sollen sich die Giants auf Patricia festgelegt haben, aber Patricia soll eher zu den Lions tendieren.

Michael Lombardi im Belichick/Patriots-Umfeld bestens vernetzt, hält Patricia bereits für fix in Detroit eingestellt. Das Problem bei Lombardi: Er würde für eine gute Schlagzeile auch seine Großmutter verkaufen, selbst wenn sich seine Prognosen als kompletter Bullshit erweisen.

Sollte Patricia in Detroit unterschreiben: Wer wird es dann bei den Giants? Der ursprünglich favorisierte Jim Schwartz?

Unterschreibt Patricia wider Erwarten doch in New York: Wer wird es dann bei den Lions? Schwartz ist natürlich kein Kandidat für die Lions. Aber wer ist es dann? Die bislang Interviewten: Teryl Austin hat die Franchise verlassen, Mike Vrabel ist ein Grünschnabel, Shurmur könnte (Gott sei’s gedankt) nach Arizona gehen, Winston Moss von den Packers wurde nur als Alibi-Schwarzer zur Erfüllung der Rooney-Rule befragt – wird es tatsächlich Jim Bob Cooter? Und mehr: Bereut man dann, den gar nicht unterirdischen Jim Caldwell gefeuert zu haben?

Oder (*Wunschtraum*) lockt man Jim Harbaugh die paar Kilometer rüber aus Ann Arbor?


Bei den Colts interviewt man alles von Kris Richard über Steve Wilks zu Josh McDaniels und vorgestern sogar den Baylor-Head Coach Matt Rhule, dem man immerhin nicht nachsagen kann, Angst vor schweren Aufgaben zu haben. Doch McDaniels scheint der Favorit zu sein, zumindest in den lokalen Zeitungen, wo man sich McDaniels‘ katastrophale Kurzzeitanstellung bei den Denver Broncos als Jugendsünde schönredet.

Die Suchenden, Offensive Coordinator Edition

Spektakel ist auch auf der Position der Offensive Coordinators geboten. Hier gibt es zwei überraschende Entlassungen zu vermelden:

  • Mike Shula in Carolina
  • Darrell Bevell in Seattle

Beide Entlassungen sind nachvollziehbar. Shulas Offenses in Carolina haben nie wirklich zu den Talenten von QB Cam Newton gepasst – zumindest nicht so gut wie jene von Vorgänger Chudzinski. Carolina soll sich als Shula-Nachfolger den ollen Norv Turner, einen Spezl von Chefcoach Ron Rivera, gegriffen haben.

Turners Offenses bauten stets als 7-Step Dropbacks und tiefe Passrouten. Sie waren nie Spread, brauchten einen starken Tight End und ließen Runningbacks meist lange zum Pass-Blocking im Backfield um die Routen sich entwickeln zu lassen. Turners berühmtester Spielzug ist der Kurzpass zum Fullback, mit dem Daryl Johnston in den 1990ern in Dallas berühmt wurde und sich einen Job als FOX-Kommentator sicherte.

Turner galt immer als exzellenter Offensivgeist – bis seine Offenses in Minnesota in den letzten Jahren immer mauer wurden und Turner vor zwei Jahren aus freien Stücken zurücktrat. Bei seinem Abgang gab er zu, von der Zeit überholt worden zu sein. Nun wird Turner, dessen Offense zumindest theoretisch zu Newton passt (minus Read-Option Elemente), wieder mit LT Matt Kalil vereint werden. Kalils Karriere wäre wegen der langen Drop-Backs in Minnesota fast den Bach runter gegangen – nun sieht er sein persönliches Schreckgespenst wohl bald wieder. Aber immerhin hat er den Millionenvertrag nun bereits kassiert.

Turner ist aber noch nichts gegen das, was in Seattle als Bevell-Nachfolge diskutiert wurde: Erst war es OL-Coach Tom Cable, aber der wurde dann ebenso gefeuert. Dann war es Steve Sarkisian, ein Buddy von Pete Carroll aus alten USC-Trojans Zeiten am College. Und dann sollte es Brian Schottenheimer sein. Tiefer geht nimmer.

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15 Kommentare zu “Update Trainerkarussell 2018 – Wo ist der Buzz?

  1. Wenn ich den Absatz über die Raiders so lese, und ich verlasse mich da eher auf das Geschriebene, weil ich die Coordinator Coaches und Positionstrainer nicht kenne, dann sieht das echt schwarz aus. Guenther ist ein guter DC, aber die Zeilen über den OC und den O Line Coach klingen echt sehr ernüchternd.

    Ganz allgemein glaube ich mittlerweile, dass es beim Posten den HC gar nicht mehr so darum geht, inwieweit der Kandidat ein gutes Offensiv- oder Defensiv“mind“ ist. Ich glaube, „weiche“ Faktoren sind da bedeutend wichtiger und generell die Philosophie, sowohl was die Ausrichtung angeht als auch In-Game-Coaching. Mit guten Koordinatoren kann man trotzdem gute Einheiten aufstellen.Ausnahmen sind natürlich jene HC, die auch auf einer Seite die Plays callen (McVay, Shanahan).

    Ich halte Patricia für eine Pflaume als DC, aber er scheint in der Liga gefragt zu sein, weil er als Typ anscheinend das zeug zum HC hat. So stelle ich es mir auch bei Gruden vor. Der QB Coach der Eagles, DeFilippo wurde ja auch lang als Kandidat gehandelt. Der würde ja quasi eine Koordinatoren Stelle komplett überspringen, was meine These vllt nur bestärkt.

    @Thomas: Ich finde auch, dass du mit McDaniels sehr hart ins Gericht gehst. Sein erster Stint war nicht so gut (aber er musste ja auch mit Tebow spielen), aber er hat ja womöglich daraus gelernt und hat weitere Jahre Erfahrung unter Belichick gesammelt.

  2. Die Bills haben OC Rick Dennison gefeuert.

    Mich wundert, dass niemand mit Jeff Fisher und John Fox gesprochen hat, der Punkt einen HC sucht. Gefühlt werden die Posten fast immer nur an ehemalige HC vergeben.

    Und ob jemand ein guter oder schlechter OC/DC ist hat auf seine Qualifikation als HC wenig Einfluss.

  3. Es gibt da ja auch keinen Ligaweiten Standard. Von Franchise zu Francise ist es unterschiedliche Gelöst, welche Aufgaben von wem geregelt werden und nur manches sickert zur außen Welt durch.

  4. @midrantos:

    Schottenheimer ist ein großer Name. Sein Vater Marty war ein legendärer Coach (und legendärer Unglücksrabe in den Playoffs), dessen konservativer „Marty Ball“ (Run, Run, Pass, Punt) über die Jahre zum NFL-weiten Joke wurde. Brian versuchte wohl, genau des Vaters Gegenteil zu werden und wichst Passorgien aus den 1980er Jahren das Feld runter.

    Schottenheimer steht für ein starres, extrem (und unmotiviert) passlastiges Spiel, das nicht an die Talente der verfügbaren Spieler angepasst wird. Quasi: System steht über den Spielern. Und Schottenheimer wird einfach aus Laune in funktionierenden Drives in die Trickkiste greifen.

    Seine „Erfolgsquote“ in San Diego, New York, St Louis und Georgia am College: Drew Brees wurde erst dann zur Legende, als er nicht mehr von Schottenheimer gecoacht wurde. Mark Sanchez wurde mit 60-Würfe Spielen verbrannt obwohl die Jets für Laufspiel gebaut waren (legendär Sanchez‘ 5 INT Spiel 2009 gegen die Bills). Bradford wurde erst gut, als Schottenheimer die Rams verließ. Georgia wurde erst dann die Macht, als Schottenheimer ging – Schottenheimer ließ die Georgia Bulldogs trotz Chubb/Michel im Backfield 60% werfen! Folge: Mark Richt wurde Ende 2015 gefeuert.

    Fazit: Die Seahawks-Offense wird sowohl extrem passlastig werden, als auch extrem vorhersehrbar (du kannst OffCoord auf dem Sofa spielen und die nächsten Spielzüge raten und wirst als Neuling eine gute Quote haben) und sie wird an den Talenten von Russell Wilson vorbei gecoacht sein.

    Das alles vorausgesetzt, dass wir nicht an Wunder glauben.

  5. @Phil:

    McDaniels hat Tebow nicht nur eigenhändig ausgewählt, sondern auch noch teure Draftpicks verkauft, um für Tebow nach oben zu traden.

    McDaniels hat einen 1st Rounder für CB Alphonso Smith verkauft, den McDaniels nur ein Jahr später wieder gecuttet hat.
    McDaniels hat Cutler aus dem Team vertrieben, weil er Cassell für den besseren QB hielt, und als er Cassel nicht bekam, hat er Kyle Orton aus Chicago geholt, weil er Orton für den besseren QB als Cutler hielt.

    McDaniels hat sich mit allen und jedem zerstritten und wurde von der Mannschaft gehasst, weil er aus einfachsten Spielzügen eine hyper-komplexe Struktur gebaut hat.

    Und trotzdem mag sich McDaniels am Ende der Zeit als Glücksfall für die Broncos erwiesen haben, denn hätte McDaniels nicht für so viel Chaos gesorgt, Denver hätte keinen Elway eingestellt, hätte drei Jahre später nicht Peyton Manning geholt, hätte letztlich keine titelreife Mannschaft zusammenstellen können um 2015 die Superbowl zu gewinnen.

    Ich sehe kein Team, das 2017 einen solchen Chaos-Agenten braucht. Cleveland vor 3 Jahren vielleicht, aber heute?

  6. Cleveland bestellt Ken Zampese zum QB-Coach.

    Zampese war von 2003-2015 QB-Coach bei den Bengals. Die 3 primären QBs in dieser Zeit: Kitna, Palmer, Dalton.
    Dann 2 Jahre als OffCoord, ehe er heuer zu Saisonbeginn gefeuert wurde. Nach seiner Entlassung ging es bei den Bengals aufwärts.

  7. Zum letzten Tweet. Ist doch klar, warum man einen Strohmann als Coordinator einstellt: Man hat in Woche 7 ein mögliches Bauernopfer zum Feuern, wenn die Saison schlecht beginnt. Ohne OC fällt der Misserfolg zu schnell auf den HC zurück.

    Hue ist schon fleißig am Lügen um seinen Job so lange wie möglich zu behalten.

  8. zu Hue Jackson: Er will wohl doch nun das Playcalling nicht abgeben. Einen OC hat er aber auch noch nicht gewählt. Dafür trotzdem großes Stühlerücken bei den OFF Coacfhes.
    Letztes jahr wurden ja die DEF Coaches schon ausgetauscht.
    Der man ist 1 – 31. Er ist ein fruchtbarer HC und ein Intrigant. Aber der man hat 7 Leben.
    Bin gespannt, wie er sich aus der Affäre ziehen wird, wenn es die nächsten Niederlagen hagelt.
    Browns haben zwar enormen cap space, aber wenn es heiss Cleveland ist poison, so kann ich das verstehen.
    Mal sehen was GM Dorsey ( „alles andere als ein AFC North Champion ist inakzeptabel“) nun an free Agents nach Cleveland lockt und was sie in der Draft machen.

    Patricia soll wohl als sicherer HC für die Lions gelten.
    Tja, Pats ASS Coaches die es woanders als HC hinzieht, keine gloreiche Vergangenheit.
    Crennel, McDaniels……
    Ich kann mich mit Patricia auch nicht so richtig als HC anfreunden. Aber vielleicht straft er mich ja Lügen

  9. Gerade im Titans-Radio vernommen:

    – GM Robinson war schon länger gegen Mularkey und wollte ihn erst nach Woche 17, dann nach der unvermeidlichen Playoff-Pleite in Kansas City, feuern. Der überraschende Titans-Sieg machte Robinson einen Strich durch die Rechnung.
    – Denn: Mularkey galt als Liebling von Owner Amy Adams Strunk.
    – Vor dem Spiel in New England hatte man Mularkey mündlich eine Vertragsverlängerung zugesichert.
    – Nach dem Spiel nun doch die Entlassung. Mularkey wollte keine Änderungen im Trainerstab (v.a. Offense) vornehmen und soll sich mit harten Worten gegen einen neuen OC ausgesprochen haben. Folge: Robinson hat Strunk weich gekocht. Er ist nun der Mann, der die große Entscheidung in Nashville trifft.
    – Zumindest der Titans-Insider Paul Kuharsky sieht in Robinson den richtigen Mann, die guten Entscheidungen zu treffen. Er hatte die Eier, den Coach zu feuern, der Tennessee zurück in die Playoffs brachte – weil er sah, dass es mit dem Coach sportlich nichts wurde.

  10. Update:
    Steve Wilks wird neuer HC in Arizona.
    Wilks war db Coach bei den Panthers und war erst vor einem Jahr zum DC ernannt worden.

    Ersetzt wird Wilks durch Eric Washington- wieder eine interne Lösung

  11. Pingback: Trainerkarussell 2018: Baby Belichicks | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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