Free Agency 2018 – Stunde null

NFL-„Neujahr“ ist erst heute 22h MEZ, aber während der „Tampering“-Periode sind etliche wesentliche Entscheidungen bereits gefallen.


QBBrees (Verlängerung in New Orleans), Cousins (86-Mio. Full-Guarantee über 3 Jahre in Minnesota) und Keenum (18 Mio/Jahr) nach Denver gelten als fixe Deals. Bridgewater zu den Jets soll auch durch sein. Fett: Sogar Bradford bekam in Arizona 20 Mio/Jahr! Bradford hat den besten Spielerberater im Weltsport.

RBCarlos Hyde angeblich nach Cleveland, während die Titans offensichtlich Dion Lewis von den Patriots geholt haben. Bei Lewis bin ich ob des „New England Faktors“ relativ skeptisch, was er andernorts bringt, aber Hyde befand ich immer als einen der besten Runningbacks in der NFL, was Dynamik und Rushing angeht. Hyde ist nicht wirklich komplett im Sinne von „gutem Fänger“, aber er ist vermutlich gut genug als dass die Browns im Draft einen Top-4 Pick für Barkley verschwenden müssen.

WRWatkins (48 Mio über 3 Jahre in Kansas City) und Robinson (42 Mio über 3 Jahre in Chicago) sollen in trockenen Tüchern sein. Amendola nach Miami gilt auch als durch. Ein Move, den ich kaum verstehen: Paul Richardson nach Washington. Richardson ist deep threat – wie passt das zum jüngst verpflichteten QB Alex Smith?

TEBurton von Philadelphia nach Chicago, wo er nun eine größere Rolle als zuletzt bei den Eagles annehmen muss.

OL – Der dickste Move war OG Norwell nach Jacksonville, und heute Nacht sollen sich LT Nate Solder (bislang New England) und die permanent von OL-Problemen geplagten Giants einig geworden sein.

Dazu den Trade von Buffalos LT Cordy Glenn nach Cincinnati, der die Bills im Draft von #21 auf #12 hoch hievt. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass die Bills noch einen zweiten Trade in die Top-5 folgen lassen um sich dort ihren QB der Zukunft zu schnappen (BUF hat noch einen zweiten 1st Rounder und mehrere 2nd und 3rd Rounder als Trade-Munition).

DLStar Lotulelei nach Buffalo ist der dickste Move. Die Bills verlängerten auch mit ihrem DT-Oldie Kyle Williams. Ein anderer Oldie wechselt noch einmal die Mannschaft: Haloti Ngata von Detroit nach Philadelphia. Mu Wilkerson zu den Packers ist auch quasi in trockenen Tüchern. DE Peppers wird in Carolina um ein Jahr verlängern.

DB – Heute Nacht wurden wesentliche Moves bekannt: Trumaine Johnson, durch die Einkäufe von Peters und Talib in Los Angeles entbehrlich geworden, wechselt nach zwei aufeinanderfolgenden Franchise-Tags bei den Rams nun zu den New York Jets: 5-Jahres Deal mit 14.5 Mio/Jahr und zwischen 34 und 45 Mio guaranteed, wenn ich den Deal richtig lese.

Malcolm Butler, der Superbowl-Held 2015, soll bei den Titans im Wort stehen. Sherman zu den 49ers hatten wir bereits seit Samstag verstanden.


Die Übrigen – Von „Resteficken“ zu sprechen wäre noch etwas hart, aber es ist schon erstaunlich, wie viele große Namen bereits vor offiziellem Beginn der Free Agency vom Tablett gegangen sind – so, als gäbe es zur Stunde null keine fette Kohle mehr abzusahnen.

Bekannte Free Agents, die noch bleiben: DT Ndamukong Suh (wird wohl heute von Miami entlassen), DT Sheldon Richardson (zuletzt Seahawks), DT Dontari Poe (2017 in Atlanta), TE Eifert, QB McCarron, WR Terrelle Pryor, OLB Trent Murphy, OL Pugh, S Vaccaro, DE Clayborn, DE Bennie Logan, WR Jordy Nelson.

Noch vertragslos auch: Colin Kaepernick und Eric Reid, die beiden Afro-Aktivisten.


Aderlass in New England? – wie erwartet verlieren die Patriots einige Leistungsträger. LT Solder, RB Lewis, CB Butler und WR Amendola sind alle bereits fix weg, weitere wie LB Harrison oder RB Burkhead könnten folgen. Bei jeder anderen Franchise würden wir von Alarmglocken sprechen, doch in New England noch kein Weltuntergangsszenario zu erkennen.


Philadelphia – Die Eagles haben mit dem Trade für DL Michael Bennett und der Verpflichtung von Oldie DT Ngata zwei Ergänzungsspieler für die Defense Line geholt, aber die beiden Einkäufe könnten mit dem Abgang von Vinny Curry einhergehen. Curry ist einer meiner Lieblings-Situationsspieler und war stets ein exzellenter Pass Rusher in bestimmten Packages. Ich bin mir nicht sicher, ob „Curry zu Bennett“ ein Upgrade für die Eagles ist.


Superbowl-Modus – Klar erkennbar trotzdem: Die Eagles sind im Full-Title Modus, wie z.B. auch die Rams. Beide Teams eint: Sie haben junge Star-QBs in billigen Verträgen. Das ist heutzutage in der NFL ein Mega-Plus, ein Fenster, das man nutzen muss ehe die fetten Star-Verträge für die QBs kommen. Vor allem bei den Rams erkennt man dabei den Willen, die Fisher-Ära hinter sich zu lassen: Während Jeff Fisher die 11-5 Saison genutzt hätte um für sich und seine Assistenten fette 5-Jahresverlängerungen herauszuschlagen, fackelten McVay und Konsorten nicht lange und packen seit Tagen den Kader mit Stars wie CB Peters oder CB Talib zu.

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17 Kommentare zu “Free Agency 2018 – Stunde null

  1. Ein GANZ FROSSER Spieler der nie im Rampenlich war verlässt die Bühne.
    #73 Joe Thomas neendet die Karriere.

    Klar habe ich die Brownsbrille auf, aber für mich ein Superspieler.
    Solide , kaum Verletzungen, keine Skandale und Top Leistungen. 10 Pro bowls.
    Ich kann mich noch an 2007 erinnern als ich hoffte dass sie ihn draften als Baustein für eine neue Brownsepoche.
    Er war nicht in der Musiccityhall sondern zum Fischen auf einem See.
    Für mich ein Vorzeigeidol und ich ziehe den Hut.
    Respekt auch, dass er erkannt hat jetzt zurückzutreten weil Gesundheit wichtiger ist. Er hätte sicher noch gute Jahre abgeliefert.

    ich glaube leider nicht, dass er den Browns am Spielfeldrand erhalten bleibt. trotzem ALLES GUTE und DANKE für ALLES #73 Joe Thomas.
    Zu bitter oder schade und total unverdient, dass es zu keinem einzigen Playoffspiel gelangt hat.
    Danke für die Treue.

  2. error nicht Frosser sondern Grosser. Die anderen Tipselfehler – bitte auch drüber wegsehen.

  3. Tyrann Mathieu wurde von den Cards entlassen, das finde ich beachtlich. Green Bay hat ja nun mit Graham und Wilkerson ja schon mal für Wisconsin-verhältnisse spektakulär angefangen, aber den Honey Badger jetzt als Anführer einer Secondary, das hätte doch was. Wäre das realistisch? Würde Mathieu zu einer Bettine-Defense passen?

  4. Also das ist jetzt meinerseits natürlich seehehr viel Wunschdenken, aber ich würde A-Rod mal eine Saison wünschen, wo ihm eine funktionierende Defense zuarbeitet. Nebenbei bemerkt: auch meine Tippfehler (Bettine statt Pettine) bitte ich zu entschuldigen, das ist die MAC-Autokorrektur. Statt Honey Badger kam eben schon Honnef Bagger raus…

  5. The #Cardinals released 25-year old Tyrann Mathieu for cap reasons.
    They will pay injury-plagued 30-year old Sam Bradford at least $15-million to be a bridge quarterback this year.
    Enjoy what’s left of your sanity, folks.

  6. Ich verstehe nicht, dass Arizona den „Honnef Bagger“ nicht getradet hat. Gibt es eine Regel, die das unmöglich gemacht hat?
    Apropos Secondary: Talib/Peters schaut auf dem Papier äußerst beeindruckend aus. Spannend wird allerdings zu beobachten sein, wie eye-poking, goldchain-snatching Talib und der off-field auch nicht ganz einfache Peters harmonieren. Könnte explosiv werden. Als Zuschauer lehne ich mich zurück und greife nach dem Popcorn. Kann eigentlich nur äußerst entertaining werden. Entweder sportlich oder auf TMZ. Vielleicht sogar beides.

  7. Teddy zu den Jets,da haben die Jets ein kracher geholt,hoffe das Teddy nach der Verletzung nochmal sein Potential zeigt.

  8. Die Rams Defense ist ja langsam völlig verrückt. Wie soll man bitte zwei Defensive Tackles vom Format Aaron Donald und Ndamukong Suh bremsen. Eine Mammutaufgabe für jegliche O-Line, viel Spaß Seattle, San Francisco und Arizona! Haha 😀

  9. Die Rams müssen ein Bomben-Cap-management haben. Andere Teams können nicht mal einen einzigen Mega-FA signen. Und die Rams? Talib, Peters, Suh, … Respekt!
    Nebenbei bemerkt: Würde mich nicht wundern, wenn die Pats kommende Postseason auf die Rams treffen.

  10. Talib und Peters kamen per Trade. Dazu Ist Peters auch noch im Rookie Vertrag, also nicht so teuer. Ebenso Spieler, wie Goff und Donald. Wobei Donald wohl zeitnah verlängert werden muss bzw. sollte.

  11. Nen guter qb alleine spart dir ca 15-20Millonen, dazu nen top Defense Spieler als Rookie. So kann man Geld für ein paar Top Leute ausgeben und hat 2-3 Jahre Zeit.
    Frag mal nach in seattle, wobei dir zwischenzeitlich mehrere Allstar Jungs mit Rookie Verträgen hatten

  12. Die Rams müssen irgendwann dieses Jahr Donald verlängern, der wird dann ab nächstem jahr ~18 mio gegen die cap zählen.
    Suh kostet ja nur 14 nur dieses jahr, das geht sich wohl aus.(der ist auch top verdiener bei den rams)
    das sind jetzt ca 2 jahre bis man Goff ~25 jahren muss um sehr sehr gute SB chancen zu haben.
    Danach hat man das selbe Problem wie jede andere Franchise auch.

  13. Schade, dieses Jahr keine Schlagzeilen zum ersten April… „Sherman ertappt wie er 49ers-Interna an die Seahawks faxt“? „Mike Pouncey bricht Geno Smith den Kiefer“? „Brady stellt Ziege als neues Patriots-maskottchen vor“?

  14. Meanwhile, in LA: Die Rams traden für Brandin cooks. http://www.espn.com/blog/los-angeles-rams/post/_/id/38238

    “They don’t have a pick in the first two rounds of this year’s draft, they don’t have any real wiggle room underneath the salary cap, and they don’t have much certainty at three of their four linebacker spots.“

    Die gehen mal wirklich all in dieses Jahr…

  15. Das mit den Linebackern hab ich mir auch schon gedacht. Die haben jetzt fast in allen Positionsgruppen richtige Stars, aber bei den LBs siehts richtig mau aus. Mir fällt nur Mark Barron ein, der eigentlich als Safety gedrafted wurde und daher kein „konventioneller“ Linebacker ist. Kennt sich jemand mit den Rams LBs aus oder ist die Vermutung die, dass Wade Philipps das schon irgendwie hinbiegt? 😀

  16. Könnte mir vorstellen, dass die Überlegungen dahin gehen, dass du mit Suh und Donald die Mitte so dominierst, dass du keine Top LB sgegen den Lauf brauchst, sondern eher auf schnelle Leute setzt, die Covern können.

  17. Ich bin sehr glücklich über die bisherige Offseason der Saints. Keine große Namen verpflichtet aber alle dringenden Löcher am Roster angegangen mit überdurchschnittlichen Spielern gestopft.
    Sie können ganz entspannt in die Draft gehen und den einfach den jeweils aus ihrer Sicht besten Spieler der verfügbar ist wählen.
    Auch wenn sich die Monsterdraft aus dem letzten Jahr wohl kaum wiederholen lässt, war die mit Abstand beste und wichtigste Verpflichtung Jeff Ireland (2015). Noch eine halbwegs gelungene Saison und er wird wohl irgendwo wieder GM.

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