Vor dem NFL-Draft 2018

Die letzten Infos zum NFL Draft 2018: Das Wann, Wo, Wer und Wie. Nur das Warum sparen wir uns auf die Tage danach.

Ablauf des Drafts

Wann und Wo – Der Zeitplan des Drafts sieht wie folgt aus:

  • Do/Fr 26./27.04. ab 02h 1. Runde
  • Fr/Sa 27./28.04. ab 01h 2./3. Runde
  • Sa 28.04. ab 18h 4.-7. Runde

Das NFL Network (bekömmlich über den NFL Gamepass) ist an allen Tagen fast rund um die Uhr live drauf. Auch DAZN streamt alle Runden live. ProSieben Maxx ist in der Nacht auf morgen live und in deutscher Sprache live im Free-TV dabei.

Rund um die Uhr und in allen Runden voll dabei sein werden wie in den letzten Jahren auch Christian Schimmel und Roman John von Der Draft.de, die in denglischer Sprache kommentierend alle Runden begleiten (Link zu den Streams kann man bei @Chris5Sh oder @maschemist noch abgreifen). An allen Tagen werden Gäste mit von der Partie sein:

Tag 1 = Jan Weckwerth und Julian Barsch
Tag 2 = Mattis Oberbach und Martin Senfter
Tag 3 = Jan Weckwerth und Martin Senfter

Austragungsort ist in diesem Jahr das Dallas-Cowboys Stadion in Arlington.

Überblick über die besten Prospects

Wer – Ich habe sie natürlich nicht alle gescoutet, aber hier in Kurzform der Überblick über die wichtigsten Prospects:

Kurzfassung: Es gibt fünf wichtigte QB-Prospects um die herum sich die erste Runde dreht – Josh Rosen, Sam Darnold, Baker Mayfield, Josh Allen und Lamar Jackson.

Tier 1 – Es gibt zwei Mega-Prospects in der Offense, allerdings auf eher mäßig wichtigen Positionen: RB Saquon Barkley und OG Quenton Nelson. Und 4-6 Elite-Prospects in der Defense: DE Bradley Chubb, LB Tremaine Edmunds, LB Roquan Smith, DB Mincah Fitzpatrick, CB Denzel Ward, S Derwin James.

Tier 2 – Zu den besten Offense-Prospects außerhalb der Genannten gehören RB Derrius Guice, WR Calvin Ridley, OL Connor Williams, OT Mike McGlinchey und die TEs Mike Gesicki und Dallas Goedert.

In der Defense ist die Tiefe bedeutend besser mit Leuten wie DE Marcus Davenport, DE/LB Harold Landry, DE Arden Key, DT Vita Vea, DT Da’Ron Payne, DT Maurice Hurst, LB Leighton Van der Esch, CB Tarvarus McFadden, CB Josh Jackson, CB Jaire Alexander, S Ronnie Harrison.

Es wird also ein eher Defense-dominierter Draft, wenn wir von den Headlinern auf QB und Barkley absehen.

Wie wird sich die 1te Runde entwickeln?

Wie – Eine der Knackpunkte in diesem Draft: Wie scharf sind QB-suchende Teams wie Buffalo oder Arizona auf „ihren“ Franchise-QB? Sind sie bereit, die Munition in die Hand zu nehmen um in die Top-10 oder gar Top-5 zu traden um eine Chance auf QB-Resteficken zu bekommen? Also alles, was Browns, Jets und evtl. Giants nicht haben wollen?

Und weiter: Was ist dran an den Gerüchten, dass die New England Patriots (aktuell #23 und #31) in diesem Draft auf die Suche nach dem Nachfolger von Tom Brady gehen? Ist ein Trade mit San Francisco (#9) vorstellbar? Oder wird aus der angedeuteten Palastrevolte dann doch nichts?

Die möglichen Szenarien sind breit gestreut und drehen sich um die Quarterbacks:

#1 Cleveland Browns – alles geht davon aus, dass die Browns einen Quarterback ziehen werden. Der Favorit schien lange Sam Darnold zu sein, auch wenn sich in den letzten Tagen hartnäckig das Gerücht hält, dass Clevelands Körpermaße-geiler GM John Dorsey den riskanten Josh Allen oder Baker Mayfield draften möchte. Vor allem Allen würde ein Erdbeben für die nächsten Picks bedeuten. Aber: Genaues weiß niemand nicht.

Fix ist: GM Dorsey hat das letzte Sagen bei den Browns, aber Cleveland hat auch den vielleicht besten Scout der NFL in seinen Reihen: Scot McCloughan, der Mann, der die Monster-Teams von San Francisco und Seattle gebaut hat. McCloughan versprüht Zuversicht – gut gemeinter Rat aus 10.000 Meilen Entfernung: Macht das, wozu dieser Typ rät!

#2 New York Giants – Sinn machen würde ein Quarterback als Nachfolger des mittlerweile 36-jährigen Eli Manning. Aber das Front Office soll von keinem Prospect so recht überzeugt sein, weswegen einige eher an eine Defense End wie Chubb oder sogar RB Barkley glauben. Denkbar ist auch noch ein Trade nach unten mit einem QB-geilen Team wie den Bills.

#3 New York Jets – Die Jets haben massiv Munition (1st Rounder + 3x 2nd Rounder) investiert, um sich das dritte Draftrecht 2018 zu erkaufen. Es wird mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit ein QB: Rosen oder Darnold, wenn sie noch zu haben sind, sonst wohl Mayfield.

#4 Cleveland Browns – Wieder die Browns. Obwohl theoretisch möglich, dass Cleveland an dieser Stelle noch einen QB draftet um nach bald 20 Jahren der Misere seine Chance auf den „richtigen“ QB zu maximieren. Aber so wirklich realistisch ist das Szenario nicht. Eher läuft es darauf hinaus, dass die Browns an dieser Stelle „Best Player Available“ (BPA) gehen und einen der Big-Four DE Chubb, RB Barkley, OG Nelson oder DB Fitzpatrick ziehen – oder einen Haufen Draftpicks in einem Trade mit QB-Jägern wie Bills oder Cardinals einsammeln.

#5 Denver Broncos – spätestens an dieser Stelle gehen die möglichen Wege, die der Draft 2018 gehen kann, in alle Richtungen. Als eher unwahrscheinlich gilt, dass Denver nach vielen Flops einen QB draftet. Eher vorstellbar ist eine BPA-Strategie in Offense oder Defense – oder bei passendem Gebot ein Trade mit einem QB-suchenden Team wie Buffalo oder Arizona.

#6 Indianapolis Colts – Die „logischen“ Picks für Indianapolis wären, wenn verfügbar, OG Quenton Nelson (Schutz für QB Luck) oder DE Chubb (Verstärkung für den mauen Pass Rush). Auch denkbar ist ein weiterer Trade nach unten um Draftpicks zu sammeln.

#7 Tampa Bay Buccaneers – Die Buccs suchen Runningback, Offense Line, Pass Rush und Defensive Back. Das passt wie die Faust aufs Auge der Needs: RB Barkley, OG Nelson, DE Chubb/Landry, DB James/Fitzpatrick – wer auch immer verfügbar sein wird, könnte über diesen Weg in Tampa landen.

#8 Chicago Bears – Fast jeder Mock-Draft sieht Linebacker Roquan Smith nach Chicago gehen. Alternative wären Defensive Backfield.

#9 San Francisco 49ers – Es läuft, wenn nicht auf Trade, dann auf Defensive Backfield oder Linebacker hinaus.

#10 Oakland Raiders – Defensive Backfield als größer Need. Sind die Safetys James/Fitzpatrick oder aber auch CB Ward an dieser Stelle noch zu haben, ist schwer vorstellbar, dass sie den Raiders entflutschen.

Vier oder sogar fünf Quarterbacks in den Top-10 sind nicht auszuschließen. Plus DE Chubb, LB Smith, OG Nelson und DB Fitzpatrick, die man relativ sicher als Top-10 Picks abhaken kann. Etwas wackeliger ist RB Barkley, dessen Position ganz einfach nicht mehr den Wert vergangener Tage hat. Vielleicht rutscht daher ein Mann wie Harold Landry durch das Hintertürchen in die Top-10.

Tipps für das Drinking Game

Das Special – Ein echtes Draft-Drinking Game sollte um folgende Phrasen herum gebaut sein: on the clock, the pick is in, here’s the commissioner, upside, character issues, playmaker, versatility, can make all the throws, stiff hips, best player available, high ceiling, upside, boom or bust, need pick, value pick, high motor, intangibles, baller, love this kid, love this pick, skill set, ball skill und first guy in, last guy out.

Pick dir drei Phrasen raus und du wachst erst morgen Abend mit Kopfweh wieder auf.

4 Kommentare zu “Vor dem NFL-Draft 2018

  1. Werde wieder als konsumierender Zuhörer live bei
    Christian Schimmel und Roman John mit ihren kompetenten Gästen dabei sein. Nirgends wird im deutschsprachigen Raum so detailliert die Probanden im Draft vorgestellt und informiert.

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