Sonntagsvorschauer-Quickie, Woche 2

Guten Morgen. Noch nicht zuhause angekommen, aber hier schonmal eine schnelle Aufstellung der einzelnen Duelle von heute Abend.

  • 19h: Atlanta Falcons – Carolina Panthers. Atlanta zum Auftakt mit einer desaströsen Offensivleistung, muss nun mit LB Deion Jones und FS Keanu Neal auf zwei wesentliche Verteidigungsstützen verzichten: Die Saison droht also schon früh zu verderben. Gegner Carolina dominierte letzte Woche die Dallas Cowboys nach Belieben. Der 16-8 Sieg war für den Grad der optischen Dominanz viel zu knapp.
  • 19h: Buffalo Bills – Los Angeles Chargers. Beide Teams kassierten Auftaktpleiten, wobei die Abschlachtung der Bills ungleich brutaler war als der 10-Punkte Loss der Chargers gegen die Chiefs. Wichtigste Personalie heute: QB Josh Allen wird starten, nachdem QB Nathan Peterman noch heute die Geister von 2017 sieht: Peterman fabrizierte damals in seinem ersten Start 5 INT in einer Halbzeit. Letzte Woche lieferte Peterman erneut keine NFL-taugliche Vorstellung ab, wurde in seinem dritten Start zum dritten Mal ausgewechselt. Jetzt also Allen – der Mann, der nach Ansicht aller erst hätte nächstes Jahr spielen sollen.
  • 19h: Green Bay Packers – Minnesota Vikings. Green Bay mit einem massiven Comeback-Sieg gegen die Bears und einem QB Rodgers, der auf quasi einem Bein Chicago an die Wand spielte. Heute sieht Rodgers eine noch komplettere Defense, die imstande ist, alle Receiver zuzudecken und über die Mitte Druck zu bringen. Das ist theoretisch ein gutes Konzept um einen limitiert mobilen Quarterback ineffizient zu machen.
  • 19h: Tennessee Titans – Houston Texans. Zwei enttäuschte Auftaktverlierer. Houston hatte brutale OL-Probleme in New England und ist erstmal von der Liste der AFC-Contender gestrichen. Tennessee? 67% Lauf-Quote im 1st&10 in Miami war WHAT THE FUCK hoch drei für den neuen OffCoord LaFleur, von dem man sich große Dinge versprochen hatte.
  • 19h: New Orleans Saints – Cleveland Browns. Die Saints offenbarten non-2017 artige Defense-Probleme gegen die Buccs und kassierten von QB Fitzpatrick und Co. Satte 48 Punkte. Unwahrscheinlich, dass die Defense gegen die Browns zum Sorgenkind wird: Cleveland brachte noch nichtmal mit einer +5 Turnover Ratio gegen Pittsburgh einen Sieg zustande und machte in der Offense so viele Fehler, dass es beim Zuschauen weh tat.
  • 19h: New York Jets – Miami Dolphins. Zwei Auftaktsieger. Die Jets scorten in Detroit nach Belieben und glauben schon nach einem Spiel, in Sam Darnold den neuen QB-Heiland gefunden zu haben.
  • 19h: Pittsburgh Steelers – Kansas City Chiefs. Pittsburgh mit einer katastrophalen Auftaktvorstellung in Cleveland. Ein Faktor, der heute zu beachten ist: Passspiel auf Runningbacks. Kansas Citys Defense wurde davon letzte Woche an die Wand gespielt. Pittsburgh ist ohne LeVeon Bell, aber James Connor zeigte sich als brauchbarer Ersatz. Bloß: Connor wurde von Roethlisberger kaum angespielt.
  • 19h: Tampa Bay Buccs – Philadelphia Iggles. Zwei Auftaktsieger. Philly hat aber Offensiv-Fragezeichen, weil QB Foles nur wenige Optionen im Playbook zulässt. Bei den Buccs spielt Fitzpatrick heute vielleicht um eine Chance auf den permanenten Starter-Job, wenngleich gegen eine wesentlich schwierigere Defense als jene der Saints.
  • 19h: Washington Redskins – Indianapolis Colts. Von beiden nicht viel gesehen. Indy ließ QB Luck über 50 Pässe werfen.
  • 22h05: Los Angeles Rams – Arizona Cardinals. Die Cards waren hoffnungslos gegen Washington. Die Rams kämpften drei Viertel mit den Raiders – mehr als ihnen lieb sein kann. Dann schossen sie Oakland doch noch deutlich ab.
  • 22h05: San Francisco 49ers – Detroit Lions. Gebrauchter Auftakt für beide Mannschaften letzte Woche, wobei sich San Franciscos Auswärtsniederlage bei Minnesota noch besser liest als das 17-48 Debakel der Lions zuhause gegen den vermeintlichen Gurkentrupp Jets. Besorgnis erregend für beide Offenses: Ihre Quarterbacks Garroppolo und Stafford fabrizierten Interceptions am Fließband. Bei den Lions soll es an den Handzeichen gelegen haben, die der Gegner einfach lesen konnte; sie werden diese Woche korrigiert. Bei den 49ers lag es wohl in erster Linie an der gegnerischen Defense, die Garroppolo ein ums andere Mal komplett verwirrte. Heute sieht Jimmy G eine bedeutend einfachere Defense – jene der Lions, oder wie Spötter behaupten, jene von Patricia. Lions-HC Patricia hat nun zwei katastrophale Defense-Vorstellungen en suite zu verantworten: Superbowl 52 und letzte Woche. Das letzte Mal, dass er auf Kyle Shanahan getroffen ist, war Superbowl 51 – als seine Defense gerade gut genug hielt um der Offense ein Comeback von 28-3 Rückstand zu erlauben.
  • 22h25: Denver Broncos – Oakland Raiders. Dinge, die kannste nicht ab: Oaklands Headcoach Gruden moserte nach der letztwöchigen Niederlage gegen die Rams den zu schwachen Passrush seiner Mannschaft an. Besorgter sollte Gruden ob der unterirdischen Vorstellung von QB Derek Carr sein, der mehrere Pässe warf, bei denen man sich nicht recht entscheiden kann ob man sie „lustlos“ oder „NFL-unwürdig“ nennen möchte. Auf alle Fälle waren sie leichtes Futter für die Rams.
  • 22h25: Jacksonville Jaguars – New England Patriots. Die Neuauflage des AFC-Finals aus dem Jänner. Der große Fact, der zu beachten ist, kommt von Warren Sharp, der schon im Winter die merkwürdigen Hintergründe der Jaguars-Defense aufzeigte: Gegen 11-Personnel total dominant, gegen 2-WR Sets nahe dem Liga-Bodensatz. Wie wir alle wissen, spielt das gegenwärtige New England kaum noch 11-Personnel. Und den monströsen Passrush der Jaguars ist QB Brady theoretisch in der Lage zu kaschieren – denn Brady ist nach wie vor in der Lage, den Ball unfassbar schnell aus der Pocket zu bringen. Letzte Woche bekamen Star-Passrusher wie Watt und Clowney keine Hand an Brady, bis es bereits zu spät war.
  • 02h20: Dallas Cowboys – New York Giants. Zwei Auftaktverlierer, wobei sich die Giants noch besser machten. Dallas wurde von Carolina komplett dominiert und hatte extreme Probleme mit extrem langen 3rd-Downs. New York hätte mit etwas besserem Quarterback-Spiel von Eli Manning sogar den Dreier gegen Jacksonville holen können, doch Eli Manning verpasste einen offenen WR Beckham in der Endzone und warf einen Pick-Six.

Möglich, dass es schon ab 19h Liveblogging gibt. Ab 22h sollte es mit Jacksonville vs. New England dann auf alle Fälle klappen.

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5 Kommentare zu “Sonntagsvorschauer-Quickie, Woche 2

  1. Gute Chancen, dass sich die Texans heute etwas rehabilitieren. OT Conklin und Lewan fallen aus und Mariota kann den Ball angeblich nicht richtig greifen. Ersatzmann wäre Blaine Gabbert. Der freut sich sicher schon auf Clowney und Watt.

  2. @napoleon: Das sehe ich ähnlich. Da waren üble Abstimmungsfehler der Texans-D gegen die Pats dabei und hier und dort auch einfach Pech. Ich gehe davon aus, dass die Houston-D unter der Woche Filmanalyse betrieben hat und Tennessee abwürgt.
    In other news… Die Browns trennen sich JETZT von Josh Gordon, nachdem sie ihn sechs Saisons nicht haben ziehen lassen? Wegen eines Hamstringproblems und Unpünktlichkeit? Muss man nicht verstehen…

  3. na ja in der NFL denkt man kurzfristig,spielt man ohne rodgers wird die season schnell vorbei sein.also dann lieber mit einem kaputten rodgers ran und die season noch retten.

  4. Pingback: NFL 2018 Live: Week 2, Frühschicht | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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