Montagsvorschauer – Woche 10

Was tun mit einem Monday Night Game, in mit San Francisco 49ers (2-7) und New York Giants (1-7) zwei Teams mit desaströser Bilanz aufeinandertreffen?


Lass uns bei zwei Teams, die über eine derartige gemeinsame Geschichte verfügen, mal kurz in Erinnerungen schwelgen. Es gibt wenige Duelle, die in den letzten 40 Jahren so viel gemeinsame Playoff-Geschichte geschrieben haben wie diese beiden Mannschaften: 8 Playoffspiele seit 1982, schön aufgeteilt mit je 4 Siegen. Das fassungsloseste war das „ineligible receiver downfield“ Spiel – doch es gab Partien mit größerer Auswirkung.

Die Giants gewannen insgesamt 4 Superbowls. Auf dem Weg zu dreien davon räumten sie die 49ers aus dem Weg: 1987 mit einem 49-3 Massaker, vier Jahre später mit einem sensationellen 15-13 Sieg. Und 2011/12, als das taube Knie von Kyle Williams New York in das Finale brachte.

Jenes Spiel ist mir noch in bester Erinnerung. Nach einer der brillantesten Hymnen-Performances ever (Kristin Chenoweth) versagte bei nach Stromausfall die komplette Infrastruktur. Ich musste bis zum nächsten Morgen warten. Ich hatte bereits mitbekommen, dass sich in der Nacht Episches abgespielt hatte – und das Tape bot mir am nächsten Abend die beiden Williams-Fumbles auf dem Weg zum zweiten Superbowl-Ring für Eli Manning.


Und heute? Ächzt jener Manning unter den Einwirkungen von Gevatter Zeit, der Manning jeglicher Wurfkraft beraubt hat. Manning ist komplett shot, bleibt aber Starting-QB in New York, zum einen weil er ein eine beliebte Figur in der Stadt ist und zum anderen, weil der mögliche QB-Erbe Lauletta kürzlich zum Knastbruder mutierte. Lauletta – wie behämmert musst du eigentlich sein?

San Francisco musste dagegen notgedrungen seinen QB-Wechsel schon durchziehen, weil sic Garroppolo schwer verletzte. Vor 10 Tagen feierte sogar der third stringer QB Nick Mullens im Donnerstagsspiel gegen die Raiders ein astreiner Debüt. Mullens orchestrierte den Gameplan von Headcoach Kyle Shanahan fehlerfrei das Spielfeld runter.

Doch das war Oakland – und bei aller Häme für die Giants: Sie haben eine wesentlich (und das Wort kannst du ruhig in Großbuchstaben lesen) bessere Defense. Für Mullens wird es heute also schwieriger. Er kann aber darauf bauen, dass ihm Shanahan einen geeigneten Gameplan bauen wird (u.a. viel Play-Action Passing).

Dass die 49ers dennoch mit Chancen in die Partie gehen, liegt an der durchaus überraschenden Entwicklung ihrer Defense. Diese bringt vorne vor allem in den letzten Wochen genügend Druck zustande um gerade die wackelige Giants-OL in Bedrängnis zu bringen.


Viele Gründe kann ich natürlich nicht anbieten, sich die Partie zu geben. Mutmaßlich ist es sogar für den Hardcore Big-Blue Fan das Beste, heute einfach durchzuschlafen, Kraft sammeln für die restliche Woche. Nächste Woche wird die Qualität des Monday-Night Matchups dann mit -1 multipliziert: Rams vs Chiefs aus dem Estadio Azteca.

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