Black Friday Preview 2018

Black-Friday ist ursprünglich in den USA entstanden als der Brückentag zwischen Thanksgiving (am Donnerstag) und dem Wochenende – und somit als Startpunkt der Weihnachtsvorverkaufssaison. Wenn ich mir die viele Black-Friday Werbung in meinem Postfach in den letzten Wochen anschaue, so scheint der Black-Friday den Weg von Halloween und anderen US-Traditionen zu nehmen und auch bei uns Einzug zu halten.

20h30 | Mizzou – Arkansas (CBS)
21h30 | Virginia Tech – Virginia (ESPN)
22h00 | Oregon State – Oregon (Civil War, FS1)
22h15 | South Florida – #9 UCF (ESPN)
02h00 | #13 West Virginia – #6 Oklahoma (ESPN)
02h30 | #8 Washington State – #16 Washington (Apple-Cup, FOX)

Ein bekanntes Problem diese Saison: Die besten Spiele sind unter der aktuellen vertraglichen Situation bei uns über die offiziellen Angebote nicht live bekömmlich. So sind z.B. weder der Apple-Cup (Wazzou – Washington) noch das Civil-War (Oregon State – Oregon) im ESPN-Player. Dabei könnte Washington State mit einem Heimsieg über Chris Petersens Huskies den Finaleinzug in das Endspiel der Pac-12 erspielen. Respektive: Washington sich mit einem Auswärtssieg nicht bloß selbst für das Pac-12 Finale qualifizieren und damit eine ansonsten verlorene Saison retten, sondern gleichzeitig dem Lokalrivalen eine Traumsaison zerstören.

Was wir zu sehen bekommen

So bleibt uns der Offensiv-Kracher West Virginia vs. Oklahoma, ab 2h aus Morgantown. Der Sieger der Partie steht im Conference-Finale; Oklahoma hat zusätzlich noch eine Außenseiterchance auf die Playoff-Einladung, sollte es heute (und nächste Woche) gewinnen. West Virginia dürfte zumindest aus den Playoff-Träumen eliminiert sein, seit es am Sonntag bei Oklahoma State verlor. Der Verlierer von heute muss auf eine Texas-Niederlage morgen hoffen um durch die Hintertür dennoch noch das Big-12 Finale zu erreichen.

WVU vs. Oklahoma ist ein Air-Raid Duell zwischen der Dana-Holgorsen Version (Holgorsen war früher übrigens bei Sooners-Rivale Oklahoma State als OffCoord tätig) und der Lincoln-Riley Version. Es ist das Duell des möglicherweise NFL-tauglichen QBs Will Grier und dem fantastischen QB/Athlete von Oklahoma, Kyler Murray, der dem Vernehmen nach eher eine Profikarriere als Baseballer denn als Football anstrebt.

Beide Quarterbacks standen vor drei Jahren übrigens kurz davor, sich als Transfer-QBs zugleich für Oklahoma zu entscheiden: Grier war bei Florida nach einem positiven Drogentest bei Headcoach McElwain unten durchgefallen, Murray war bei Texas A&M nicht weiter gekommen und hatte sich so zu einem Wechsel entschieden.

Morgen wird dann der Finalgegner von WVU/Oklahoma ausgespielt: Es ist Texas, wenn Texas gewinnen sollte. Es ist der Verlierer aus dem heutigen Duell, sollte Texas morgen in Kansas verlieren – außer in dem Szenario, in dem Texas gegen Kansas verliert und gleichzeitig K-State Iowa State schlagen sollte – dann wäre West Virginia trotz Niederlage im Conference-Finale:

Die anderen klangvolle Partie von heute ist das Mid-Major Duell USF Bulls vs. UCF Knights. UCF steht kurz davor, zum zweiten Mal en suite eine Perfect-Regular Season zu spielen. Die Knights haben in der Saison 2016 zum letzten Mal ein Spiel verloren!

Völlig ernst als wahrhafter Playoff-Kandidat werden die Knights von Headcoach Josh Heupel freilich dennoch nicht genommen – aber immerhin: Das Komitee beförderte sie in seinen letzten Rankings vom Dienstag um gleich zwei Plätze nach vorn. Dabei überholten sie sogar die mächtigen Ohio State Buckeyes, die über eine ungleich größere Lobby verfügen.

Sportlich geht es um nicht mehr viel: UCF ist längst für das AAC-Finale qualifiziert, USF seit Wochen aus dem Rennen. Doch gerade weil die Top-Unis aus Florida – FSU, Florida und Miami/FL – aktuell zu schwächeln scheinen, könnten die beiden Unis in das Vakuum im Recruiting stoßen. Dabei gilt es, möglichst gute Figur zu machen.

Für UCF wäre eine zweite ungeschlagene Saison sicherlich ein fetter Recruiting-Bonus, auch wenn es immer noch nicht mit einer realistischen Playoff-Chance punkten kann. Dafür kann es mit der Aussicht auf eine Neujahrs-Bowl locken – was sicherlich vielen ambitionierten Prospects gefallen dürfte.

USF hingegen kann es sich mit seinen fast gleichwertigen Ressourcen fast nicht erlauben, den Aufstieg UCFs als vierte Macht in Florida kampflos hinzunehmen. Und so ist ein ambitioniertes Spiel zu erwarten.

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