College Football Playoff 2018 – Die Entscheidung

[18h43] Die Opening-Spreads sind auch schon raus:

  • Alabama mit 14 Punkten favorisiert gegen Oklahoma
  • Clemson mit 11.5 Punkten favorisiert gegen Notre Dame

[18h38] Georgia geht als #5 raus, Ohio State als #6. Ohio State wird in der Rose Bowl gegen Washington spielen, Georgia bekommt einen At-Large Platz.

[18h36] Damit sind auch die Halbfinalpaarungen bekannt:

  • Alabama – Oklahoma (Orange Bowl in Miami)
  • Clemson – Notre Dame (Cotton Bowl in Dallas)

Können wir auch gleich die Heisman-Ehrung nächste Woche absagen und an den MVP der Orange Bowl vergeben.

[18h33] Das Feld ist bekannt:

#1 Alabama
#2 Clemson
#3 Notre Dame
#4 Oklahoma

Alles wie erwartet.

[18h27] Tagung des Komitees ist beendet.

[18h12] Das CFP-Playoff wird um 18h30 MEZ bekanntgegeben.

[18h08] Ich habe heute Vormittag bei Seth Walder/ESPN angefragt, welches SOR-Ranking (Strength of Record) UCFs beide Perfect-Seasons „combined“, also zusammen, erreichen würde. Die Antwort: #6 oder #5:

Alabama, Georgia, Clemson und Oklahoma sind auf alle Fälle über UCF zu stellen, selbst wenn wir beide Saisons zusammenziehen.

[18h05] ESPNs Playoff-Predictor sieht eine andere Reihenfolge als die meinige: Ohio State auf #4.

[11h00] Die Entscheidung wird erst am späteren Nachmittag fallen, aber hier schon einmal die wesentlichen Punkte nach den Spielen und Ergebnissen von heute Nacht.


#1 Alabama besiegte in einem epischen SEC-Finale die #4 Georgia Bulldogs mit 35-28. Für die Story des Spiels sorgte dabei Alabamas Backup-QB Jalen Hurts, der für den verletzten Superstar-QB Tagovailoa eingewechselt wurde und einen 21-28 Rückstand noch zum Sieg drehte. Damit haben wir vertauschte Rollen wie im National Championship Game vom Jänner, als Tagovailoa für Hurts eingewechselt wurde und das Spiel drehte.

Georgia hatte zwischendurch schon mit 2 TD geführt, Tagovailoa komplett neutralisiert (bzw. mit 2 INT sogar an die Wand gespielt), aber dann wie schon im Jänner die Führung verschenkt. Diesmal waren u.a. ein Fieldgoal-Fehlschuss und eine bizarre 4th&11 Punt/Fake-Entscheidung von Kirby Smart in der Crunch-Time mitschuldig.

#2 Clemson spielte Pitt erwartungsgemäß 42-10 an die Wand und gewinnt die ACC.

#5 Oklahoma gewann nach großem Kampf mit 39-27 gegen #14 Texas und ist zum vierten Mal in Folge Big-12 Champ. Oklahoma zeigte sich dabei sogar von einer ganz neuen Seite: Die Sooners haben eine Defense! Was diesmal nicht vollends überzeugte: Die Offense um QB Kyler Murray – Zeugnis dafür, welch gewaltige Erwartungen wir mittlerweile an die Sooners-Offense stellen.

#6 Ohio State gewann 45-21 gegen #21 Northwestern und ist damit Big-Ten Champion. Dabei war das Spiel nach einigen Big-Runs für Northwestern in der zweiten Halbzeit aber noch lange Zeit offen, u.a. stand es zwischendurch nur 24-21. Am Ende aber holte der phänomenale QB Haskins die Kohlen aus dem Feuer.

Das Argument

Drei der vier Plätze in den Playoffs sind damit vergeben:

#1 Alabama (13-0, SEC Champ)
#2 Clemson (13-0, ACC-Champ)
#3 Notre Dame (12-0)

Der vierte Platz ist noch in der Verlosung. Im Prinzip sehe ich keine große Diskussion – aber Leute wie Kirk Herbstreit („Georgia muss hoch auf #3“) scheinen in den USA derzeit noch für Wirbel zu sorgen.

Ich denke nicht, dass Ohio State eine Chance hat. Die Buckeyes waren schon vor dem Spiel nur die #6 und auch wenn das nicht das einzige Argument ist (siehe 2014), so waren sie nicht überzeugender als Oklahoma.

Bleibt uns das Patt zwischen Oklahoma (12-1, Big 12 Champ) und Georgia (11-2). Beim reinen Blick auf die Records und den Verdienst ist die Sache klar: Oklahoma muss rein. Die Sooners haben die besten Offense im Lande, einen Conference-Titel, und sie wurden nicht mit 20 Punkten von LSU (3-Loss Team) abgeschossen und verloren nicht gegen einen Backup-QB das Conference-Finale.

Georgia punktet vor allem mit dem einen: Sie sind nach den meisten Advanced-Metrics, u.a. auch des ESPN FPI und des Vegas-Spreads, die bessere, komplettere Mannschaft als Oklahoma, und sie haben gerade eben das unbesiegbar scheinende Alabama bis aufs Letzte gefordert.

Dann kann der Vegas-Spread wirklich ein Argument sein, wenn Georgia das Spiel, das es gewinnen musste, verlor? College Football ist der einzige Sport, bei dem Geschwafel abseits des Feldes wichtiger sein kann als das effektiv Geschehene auf dem Feld.

Insofern: Für mich besteht eigentlich keine Diskussion. Georgia hat sein Playoffspiel bereits verloren. Wenn sich nicht noch rhetorische Wunderkinder für Georgia einsetzen oder Koffer unter Tischen verschoben werden, muss die #4 im diesjährigen Playoff Oklahoma lauten.

Wer Lust hat: Die Kollegen um Christian Schimmel (Der Draft.de) veranstalten ab 12:00 Uhr einen Google-Hangout auf dem Der-Draft-Kanal zum Thema. Wenn wir nach den diversen Twitter-Diskussionen geben, ist zumindest einer der Diskutanten nicht meiner Meinung.

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4 Kommentare zu “College Football Playoff 2018 – Die Entscheidung

  1. Hat das Kirk Herbstreit so gesagt? Ich seh den sehr gerne aber so ne Aussage find ich hahnebüchen. Georgia verliert und soll noch steigen? Das wäre sehr strange.

  2. Die Paarungen sind jetzt auch für mich nachvollziehbar und ok. Nach dem Texas Spiel:
    „Die Sooners haben eine Defense!“
    Der Orange Bowl in Miami dürfte damit zu einem Spektakel werden.

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