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NFL Power Ranking 2018 – Woche 14

NFL Power-Ranking nach Woche 14. Die ersten Defenses melden sich auf dem Parkett der Großen zurück.

Führungswechsel in der Bel-Etage

Es mag einigermaßen irritierend klingen, dass die New Orleans Saints just in einer Woche, in der sie erneut größere Probleme hatten (gegen Tampa zur Pause 3 Punkte gescort), als neue Spitzenreiter im Power-Ranking aufscheinen, aber tatsächlich übernimmt New Orleans nach dem am Ende klaren 28-14 Sieg in Tampa Bay als neue #1.

Der bisherige Spitzenreiter Los Angeles Rams fällt nach der leblosen Pleite in Chicago zurück auf #3, hinter den Stadtrivalen Chargers, der auf #2 hochklettert. Kansas City verharrt nach dem hart erkämpften Heimsieg über Baltimore auf #4. Dahinter folgen ohne Veränderung #5 New England, #6 Baltimore, #7 Pittsburgh, während Chicago (neue #8) und Seattle (jetzt #9) die Plätze tauschen.

Doch bei aller Bewegung: Interessant finde ich den Blick auf das Offense/Defense Ranking der Top-Mannschaften:

New Orleans hat nun die #14 Defense! Nach einigen Wochen war das noch eine der schlechtesten Defenses der Liga gewesen. Bei allem Gerede um die Mini-Krise bei QB Drew Brees: Die Saints sind noch immer gefährlich, weil in der Zwischenzeit ihre Defense nach oben geklettert ist.

Ähnlich LAR: Die Rams fallen zwar im Offense-Ranking, das sie viele Wochen lang klar dominierten, zurück auf #4, sehen nun aber mit der #7 Defense plötzlich wie ein schön austariertes Team aus. „Balance“ anstatt „eine Unit dominiert, die andere ist nur gut genug um nicht zu verlieren“. Die Rams-Defense war heuer zu Beginn des Jahres jenseits der #20 klassiert!

Das Gegenstück dazu ist Kansas City, deren Offense auf #1 übernimmt, die aber mit ihrer #26 noch am ehesten ein „One Trick Pony“ sind.

Die Freak-Truppen in den Top-10 bleiben Baltimore (7-6 Siegbilanz) und Pittsburgh (nach drei Niederlagen en suite nur noch 7-5-1 Siegbilanz, aber weiter #7 im Power Ranking). Baltimore ist dabei recht spannend im Vergleich zu den Chicago Bears:

  • BAL: #22 Offense, #2 Defense -> #6 Overall
  • CHI: #20 Offense, #1 Defense -> #8 Overall

WTF? Bessere Offense und bessere Defense für die Bears – und trotzdem ist Chicago hinter Baltimore klassiert? Die Antwort liegt in den Special-Teams die von Baltimore (#1 in Special-Teams) dominiert werden, während die Bears dort nur an #23 rauslaufen.

Seattle Seahawks

Seattle gewann am Montag ein enorm wichtiges Spiel um die Wildcard-Plätze 21-7 gegen Minnesota und hat damit sein Playoff-Ticket so gut wie gelöst. Trotzdem fallen die Seahawks im Power-Ranking einen Platz nach unten – was geht hier ab?

Seattle ist ein recht interessanter Case-Study „Auge vs. Stats“. Der Faktor Auge wird ganz gut von Robert Mays beschrieben:

Die Seahawks-Spiele gegen Green Bay oder am Montag gegen Minnesota wirkten wie kontrollierte, souverän geführte Spiele – was vor allem gegen die Vikings am Spielstand lag: Schnelle Führung, Gegners wichtige „Hebel-Plays“ gestoppt, am Ende mit 1-2 eigenen Big-Plays klar gewonnen.

Doch der Blick auf das Stat-Sheet sieht was anderes. Im Passspiel, die mit Abstand wichtigste Kennzahl in meinem Power-Ranking, wurden die Seahawks in diesen beiden Spielen recht klar dominiert:

  • SEA vs. MIN: 2.9 NY/A Offense, 5.5 NY/A Defense
  • SEA v. GB: 6.2 NY/A Offense, 8.9 NY/A Defense

Richtig gelesen: Seattle hatte am Montag zweikommaneun Yards pro Passversuch. Es lag nicht allein an der hirntoten Interception von QB Russell Wilson kurz vor der Halbzeit. Wilson war insgesamt mau: Nur 10 von 20 Pässen complete, nur 27% Pass-Success Rate. -0.62 EPA/Pass, einer der schlimmsten Pass-Werte der kompletten Saison.

Aber es fiel nicht auf, denn Seattles Defense machte Minnesotas Running Game platt (einfache Übung…), stoppte zwei wesentliche 4th-Downs (Jumbo-Running der Vikings – Hirnfurz!) und konnte sich im Passspiel darauf beschränken, keine Big Plays zuzulassen. Die Vikings-Passbilanz ist durch die paar späten langen Pässe auf WR Thielen geschönt.

Seattle „fühlt“ sich damit an #9 erstmal als zu niedrig an – doch bei genauerem Hinsehen scheint es eine adäquate Platzierung zu sein. Vor allem die Defense hat nicht mehr „Legion of Boom“-Kaliber, auch wenn nun alle schreien „hast du nicht Bobby Wagners Mega-Tackles gesehen?“. Seattle kassierte heuer zuhause zum Beispiel schon…

…9.2 NY/A gegen die Rams
…7.7 NY/A gegen die Chargers
…8.9 NY/A gegen die Packers
…7.9 NY/A gegen die 49ers

Erstklassige Abwehrvorstellungen wie gegen Dallas (machte nur 3.5 NY/A, allerdings schon in Woche 3) oder Minnesota waren für die Hawks im Century Link Field heuer eher die Ausnahme. Doch in den Playoffs spielt man eh auswärts…

Wildcard-Rennen

Das Divisionsrennen ist in fast allen Staffeln nach Woche 14 entschieden:

  • AFC East: New England (9-4) zwei Spiele vor Miami
  • AFC South: Houston (9-4) zwei Spiele vor Indianapolis/Tennessee
  • NFC East: Dallas (8-5) zwei Spiele + Tie-Breaker vor Philly/Washington
  • NFC North: Chicago (9-4) zweieinhalb Spiele vor Minnesota (6-6-1)
  • NFC South: New Orleans (11-2) ist durch
  • NFC West: Los Angeles Rams (11-2) sind durch

In der AFC West entscheidet sich das Rennen zwischen Kansas City (11-2) und den LA Chargers (10-3), die morgen Nacht aufeinander treffen – wer in dieser Division Zweiter wird, hat eine Wildcard und den #5 Seed so gut wie sicher.

Doch dahinter tobt der Wildcard-Sturm: Zwischen Pittsburgh (7-5-1) und Baltimore (7-6) wird ein Team die AFC North gewinnen. Der Verlierer hat es im AFC-Wildcardrennen mit mehreren Kontrahenten zu tun, die teilweise arge Flauseln haben (hier mit Platzierungen im Power-Ranking und Rest-Spielplan):

  • PIT (7-5-1): #7 | Rest: NE (#5), @NO (#1), CIN (#26)
  • BAL (7-6): #6 | Rest: TB (#23), @LAC (#2), CLE (#24)
  • IND (7-6) #13 | Rest: DAL (#11), NYG (#20), @TEN (#18)
  • MIA (7-6) #27 |Rest: @MIN (#16), JAX (#22), @BUF (#31)
  • TEN (7-6) #18 | Rest: @NYG (#20), WAS (#29), IND (#13)
  • DEN (6-7) #17 | Rest: CLE (#24), @OAK (#28), LAC (#2)
  • CLE (5-7-1) #24 | Rest: @DEN (#17), CIN (#26), @BAL (#6)
  • CIN (5-8) #26 |Rest: OAK (#28), @CLE (#24), @PIT (#7)

Miami z.B. stellt ein Graupen-Team, hat aber dank 5-1 Bilanz in One-Score Games eine 7-6 Bilanz und bleibt im Rennen um die Wildcards – trotz schlechter Tie-Breaker Situation ist die Situation für die Dolphins so aussichtslos nicht: Ein angeschlagenes Minnesota, Jacksonville und Buffalo sind machbare Lose. Adam Gase hat in seinen Jahren als Dolphins-Cheftrainer noch nie eine gute Mannschaft gehabt, aber seine Close-Game Bilanz ist phänomenal: 28-5! 28 aus 33 engen Spielen gewonnen.

In der NFC ist Seattle (99.5% Playoffchance) fast durch. Dahinter bleibt das Rennen offen:

  • MIN (6-6-1) #16 | Rest: MIA (#27), @DET (#21), CHI (#9)
  • CAR (6-7) #19 | Rest: NO (#1), ATL (#15), @NO (#1)
  • PHI (6-7) #12 | Rest: @LAR (#3), HOU (14), @WAS (#29)
  • WAS (6-7) #29 | Rest: @JAX (#22), @TEN (#18), PHI (#12)
  • GB (5-7-1) #10 | Rest: @CHI (#9), NYJ (#30), DET (#21)

Tampa, Giants und Detroit (alle 5-8) haben nur noch sehr theoretische Chancen. Es existiert sogar noch ein Szenario, in dem Atlanta (4-9) durchrutschen könnte. Aber wir sind noch nicht soweit, Fantasie-Bilder zu malen.

Carolina hat ein Monster-Programm mit zweimal Saints – vor allem jetzt, wo New Orleans wohl bis zu Woche 17 um den Top-Seed mitspielt. Minnesota dürfte der Favorit auf den letzten Playoff-Platz bleiben, vor allem, sollten die Bears am letzten Spieltag ihre Starter bereits schonen.

Washington ist mit Third-String QB raus. Green Bay? Nicht völlig ausgeschlossen, dass die Packers alle drei Spiele gewinnen und 8-7-1 gehen. Aber es wird alle drei Siege brauchen, denn so problematisch Philly ist: Ausgeschlossen ist es nicht, dass die Eagles zumindest zwei Spiele gewinnen – und dann wäre Philly einen Upset am Sonntag @Rams davon entfernt, sicher vor den Packers zu landen.

NFL Power Ranking 2018 - Woche 14.png

NFL Power Ranking 2018 – Woche 14.png

Und so liest sich das ganze: Die erste Sektion (WP | E16) beschreibt die Stärke der jeweiligen Mannschaft. WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16). Die zweite Sektion (SOS | Rs) beschreibt die Stärke des Schedules und die Platzierung des Schedules. OFF ist die Platzierung der Offense, DEF die Platzierung der Defense. Fett gedruckte Teams stehen schon in den Playoffs.

Hier noch einige erklärende Grafiken mit den Statistiken hinter dem Power-Ranking und weiteren Zahlen:

Wahrscheinlichkeiten für Woche 15

Letzte Woche 9-7 Bilanz für das Power-Ranking, weil die Gurkentruppen wie Oakland, San Francisco oder Jets das „Tanking“ verweigerten und Überraschungserfolge feierten. Über die Saison ist die Bilanz des Rankings nun 89-40, oder 69% Genauigkeit.

Am Wochenende haben wir wieder einige kritische Spiele mit knappen Spread, gehen wir nach diesem Ranking:

  • Steelers vs. Patriots: PIT Favorit mit sagenhaften 0.2 Punkten. Da verseht man, wieso Las Vegas teilweise keinen Opening-Spread ausgegeben hat.
  • Giants vs. Titans: 1.1 Punkte für New York.
  • Chiefs vs. Chargers: 1.2 Punkte für Kansas City. Chiefs also nur dank Heimvorteil der leichte Favorit in dieser Partie, die möglicherweise über den AFC-Top Seed entscheidet.
  • Indianapolis vs. Dallas: 1.8 Punkte Favoritenstatus in diesem überlebenswichtigen Spiel für die Colts

Hier alle Spreads aus Sicht dieses Power-Rankings:

Wahrscheinlichkeiten für Woche 15.PNG

11 Kommentare zu “NFL Power Ranking 2018 – Woche 14

  1. Wilson mit seinem schlechtesten Spiel der Saison. Allerdings, wenn man das Tape sieht: Sein perfekter Touchdownpass wurde (neuen Bildern wohl zu Unrecht) von Moore verschlampt, dazu war Minnesotas Deckung und der Rush hervorragend. Sie haben sich halt komplett darauf konzentriert, Wilson Big Plays zu verhindern. Ein Pyrrhussieg: Denn das sorgte überhaupt dafür, dass eine Top-Run-Defenso so überlaufen wurde.

    Und wenn du über 200 Yards am Boden machst, musst du eben nicht viel werfen. Zumal Wilson wieder zur richtigen Zeit ein Bigplay hatte.

    Die Lesart müsste meiner Meinung nach ohnehin eine anderer sein: Obwohl Wilson nicht einmal ansatzweise sein Talent abrufte, mit Fluker, Baldwin und Wright drei wichtige Starter fehlten, wurde ein gesundes Minnesota dominiert. Und mit etwas mehr Chupze führt Seattle mit 17:0 zur Halbzeit.

    Und was von dir, lieber Korsakoff noch kein einziges Mal berücksichtigt wurde. Diese Mannschaft ist im REBUILD. Sie sollte, glaubt man den Experten im Sommer, zu dieser Zeit auf Platz 22 stehen und die Playoffs längst rechnerisch verpasst haben.

    Das musst du dir mal vorstellen. Gab einen ganz guten Tweet: Letztes Jahr hatte Seattle die drittteuerste Verteidigung, dieses Jahr liegt sie im Gehaltsranking auf Platz 28. Und spielt dafür oft ganz gut. Mit Griffin (2. Jahr) und Flowers (Rookie, 1. Jahr als Cornerback), Thompson (2. Jahr), McDougald (Dreijahresvertrag mit „Minigehalt) wächst da eine junge Secondary heran, die langfristig besser werden sollte.

    Die Runningbacks haben Power ohne Ende und sind noch 2 bzw. 3 Jahre günstig, und Wilson wirft trotz OC Schotty wohl so viele Touchdowns wie nie (29 TD, 6 Int) und das mit einem 7-Rnd-Pick, Lockett, einem dauerverletzten Baldwin und Tightends wie Ed Dickson und Nick Vannett. Sorry, Korsakoff, aber das deckt dein statistischer Firlefanz nicht mal ansatzweise ab. Ich, natürlich durch die Fanbrille auch etwas vernebelt, rechne mit harten Jahren für dich als Seahawkshasser.

    Und btw: wenn Receiver nicht dauernd frei sind oder droppen (anders als bei Goff und Mahomes), kann man sie eben auch nicht locker anwerfen.

    Aber das ist ja alles noch Meinungssache, mein Blick ist sicher auch zu rosig. Das einzige, was ich bei dir nie nachvollziehen werde: Dass du geschafft hast, Bobby Wagner nicht in deine Top-Verteidiger-Liste aufzunehmen. Den besten Linebacker der NFL.

    Das lässt tief blicken.

  2. „… für dich als Seahawkshasser“… Aha, ich habe hier wohl einen andern Blog gelesen die letzten Jahre 🤨🤔. Du bringst hier mehrere gute und diskussionswürdige Punkte hervor, aber ganz grundsätzlich ist dieser angriffige Kommentar mehr als unnötig an dieser Stelle.

  3. Wieso man hier trotz des „statischen Firlezanzes“ mitliest erschliest sich mir nicht wirklich.

    Auch das sich zukunftsprognosen auf Grund von Statistiken schwierig gestalten sollte klar sein.

    Ich finde ebenfalls, dass du einige Punkte ansprichst die diskussionswürdig sind. Aber die Form solltest Du evtl. Nochmal überdenken….

  4. Niemand bestreitet, dass Seattle eine Saison über den Erwartungen spielt. Niemand kritisiert Russell Wilson für eine gute Saison.

    Ich zitiere nur Fakten.
    2.9 NY/A gegen Minnesota? Fakt.
    -2.7 NY/A Pass-Differenzial gegen Green Bay? Fakt.
    NY/A als hervorragende Kennzahl zum Prognostizieren und Schätzen der Leistungsfähigkeit einer Mannschaft? Check.

    Kann man diese Metriken schlagen? Ja – oft diskutiert und Wege dazu aufgezeigt.

    Hasst dieses Power-Ranking die Seahawks? Ein Vergleich: DVOA #9, FPI (vor dem mäßigen Montagsspiel) #8.

    Hassen diese Metriken Bobby Wagner? #4 LB auf der Big-Play Liste von letzter Woche (deren Grenzen ich aufgezeigt hatte!), trotz eines verpassten Spiels. Schande.

  5. @alexanderbrink: Fanbrille. Bei Hawksfans besonders rosa (oder hawksgrün) gefärbt. Oft miterlebt und darunter gelitten 😉 Sehen die Sache nicht so entspannt wie Panthers, die Mittelmaß gewohnt sind…

  6. Was man den Seahakws aber zugute halten muss, sind ihre guten Niederlagen: Nach diesem PR gegen die #2, #3 (zweimal), #9 und #17 verloren mit insgesamt 25 Punkten. Klarster Loss: 8 Punkte.

    Hätte ich ehrlich gesagt so nicht kommen sehen, nach all den negativen Geräuschen um die Schotty Bestellung zum OC und v.a. nach dem Umbau und Season Out von Earl Thomas. Eine starke Coaching Leistung von Pete Carroll und seinem Team, die Hawks sind definitiv eine Überraschung diese Saison.

    Top 10 Ranking sehe ich schon gerechtfertigt.

  7. Mir geht es eher um die ganzen Nebenbemerkungen, die hier fallen gelassen werden. Angefangen beim Lions-Playoffspiel 2016…. Immer mal wieder ein Ellenbogen in die Seite.

    Nicht falsch verstehen: dass hier ist der mit Abstand beste Platz für deutsche Footballtexte. Und wenn ich bei RAN oder Spox was zu melden hätte, würde ich Korsakoff schon längst als Kolumnist in den Büchern haben, weil er nicht nur fachlich, sondern auch von der Schreibe her allen anderen überlegen ist. Das ist aufrichtig gemeintes Lob. Und sonst würde ich hier nicht jeden Tag brav gucken, ob was neues auf der Seite ist (was zum Glück der Fall ist).

    Aber so mancher Nebensatz nervt mich seit 2,5 Jahren gewaltig. Ob es das Lionsplayoff-Spiel ist, dass Jacksonville- oder das Packersding. Alles haften geblieben. 🙂

    Und das „Seahawkshasser“ sollte man auch nicht bierernst nehmen. Es ist halt mein subjektiver Eindruck.

    Und allgemein: ich sehe halt die statistischen Werte und besonders die Beurteilungen anhand der Daten kritisch. Weil: sie eben nur etwas über die Resultate aussagen, nicht aber über den Weg dahin. Es ist für mich eben ein gravierender Unterschied, ob man sich im System Belichick bewehren darf oder ob man unter MCCarthy leidet. Oder ob man einen Gronkowski bzw. Kelce anwirft oder einen Noname. Das regt mich an der Footballschreiberei weltweit auf: dass es ein Spiel der Zahlen ist. Aber sehr oft, nur als Beispiel, hat ein QB mit nem 90er Rating besser gespielt als der mit einem 130er. Ein Goff, ein Wentz oder ein Mahomes spielen eben ein anderes Spiel als Rodgers, Wilson oder, wenn man will, Tannehill – und zwar ein leichteres.

    Und dann sind wir eben bei Bobby Wagner, der aufgrund seines Jobs in der Mitte eben viel weniger Chancen hat statistische Erfolge zu erzielen wie ein Von Miller (der grandios ist, keine Frage). Und solche Zahlenspiele sollte man auch kritisieren dürfen. Sie sind eben nur die halbe Wahrheit.

    Und lieber Korsakoff, weil es im ersten Post anders klang: ich schätze den Sidelinereporter sehr.

  8. Wie die Meinungen auseinander gehen… Wenn ich zu den Seahawks eine Tendenz auf diesem Blog erkennen möchte, dann dass sie ZU GNÄDIG mit der Fehlentwicklung in Seattle ist (vom Team mit 4 DVOA #1 Abschlüssen das 2 Super Bowls gewinnen muss zu einem Middle of the Pack Team verkommen und den Kern mit Chancellor und Sherman vergrault und Thomas fast auch).

    Habe mir auch noch einmal die Blogs rund um das DET-SEA Game vor zwei Jahren angeschaut. Kein einziger negativer Kommentar in Richtung Seattle, außer dass es keine große Leistung war ein Lions Team zu schlagen, das in den Playoffs nichts zu suchen hatte. Soweit ich weiß, sind die Lions „Korsakoffs Team“. Wenn er über sein eigenes Team schreibt, dass es unverdient in den Playoffs war, dann sagte das doch einiges aus?

    Keine Ahnung was das Packersding oder Jacksonvilleding sein soll, aber wenn du die oft hier geäußerte Kritik am Playcalling meinst, dann Gute Nacht. Wenn man absurd schlechtes Playcalling nicht mehr aufzeigen/kritisieren darf, dann sollte man besser nur noch ESPN besuchen und nicht diese Seite die als eine der wenigen sich mit strategischen Zusammenhängen in diesem wunderbaren Rasenschach Spiel auseinandersetzt, oder man könnte dieser Seite genauso Lionshassertum vorwerfen.

    Bobby Wagner = Super Spieler, aber die beleidigte Leberwurst raushängen zu lassen wenn man ihn nicht allein als besten Spieler der Menschheitsgeschichte anhuldigt, ist Fanboytum der müdesten Art.

    Just my 2 cents, aber ich kann aufgrund meines Korsakoff Fanboy Status natürlich auch alles zu rosig sehen 😉

  9. Alle NFL Coaches sollte Zugang zu den Erfolgsaussichten von Run, Pass, RPO, Playaction Fake und so weiter haben, daher liegt es nicht an den Coaches, sondern an ihrem Unwillen es umzusetzen. Mal ganz zu schweigen vom TO und Challenge Management, wo man sich schon als normaler Zuschauer fragt, was die für einen Mist machen. Das es außer BB niemand wirklich gut und konstant umsetzt bleibt für Außenstehende ein Rätsel.
    McCarthy ist kein schlechter HC, der ist nur kein guter Ingame Manager.
    Wie so viele HCs.

  10. Pingback: Aaron Rodgers vs. Matt Ryan | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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