Wide Receiver und Tight Ends in der Combine 2019

Machen wir es für heute kurz: In der Combine stehen die Quarterbacks, Wide Receiver und Tight Ends auf dem Programm. Erstere haben ich schon letzte Woche kurz angeschaut.

Wide Receiver gilt im Draft 2019 nicht als Position, die sehr viele Top-Anwärter für die Top-10 liefert, aber es soll durchaus eine Handvoll Draftees für die ersten drei Runden geben. Manche Scouts sagen der Klasse sogar halbwegs gute Tiefe nach. Tight End soll dagegen hervorragend besetzt sein – und die beiden Top-Tight Ends kommen sogar aus der gleichen College-Mannschaft!

Wide Receiver

D.K. Metcalf/Ole Miss – Hat WR-Gardemaße und die besten Voraussetzungen des Jahrgangs, irgendwann ein echter #1-WR zu sein, aber verpasste am College eineinhalb Spielzeiten mit schweren Verletzungen.

A.J. Brown/Ole Miss – Brown war als Teamkollege von Metcalf der Slot-Receiver im System von Ole Miss. Er gilt als durchaus präziser Routenläufer und als Grinder. Er studiert das Tape wie wenige andere. Wenn er Zweifel an seinem Downfield-Running ausräumen kann, könnte auch er in der 2ten oder 3ten Runde gehen.

Hollywood Brown/Oklahoma – Ein Wicht von einem Receiver, aber sehr quick. War der Star der Runde in Kyler Murrays Pass-Armada. Gilt als explosiv, wird aber die Fragen nach seiner Physis beantworten müssen, denn im College Football Playoff war er nicht ganz fit und dann sofort ein Non-Faktor.

Kelvin Harmon/NC State – Nicht der überragendste Athlet unter der Sonne, aber extrem produktiv am College. Gilt als physischer Receiver im Kampf Mann gegen Mann, der auch ohne absolute Sprinterqualitäten im 1-vs-1 mit dem Ball runterkommen kann.

Riley Ridley/Georgia – Calvin Ridleys Kleiner Bruder. Gewinnt ähnlich wie sein Bruder vor allem mit sehr gutem Route-Running, was ihm in der NFL noch größere Vorteile als am College bringen wird, wo oft reine Physis und Speed reichen um die Duelle zu gewinnen. Die Reviews sind nicht überschäumend, aber viele trauen Ridley aufgrund seiner guten Routen-Technik eine starke NFL-Karriere zu.

N’Keal Harry/Arizona State – Großer, schlanker und super-produktiver Receiver am College. Er ist nicht der schnellste Sprinter, aber da er es exzellent versteht, Wurfbahnen zu tracken und seine Routen an die Bälle anzupassen, trauen ihm viele zu, in 1-2 Jahren ein Starting-WR zu sein.

Emanuel Hall/Mizzou – Superber Sprinter mit Verletzungsproblemen. Gilt als einer der besten Deep-Threats. Aber er hatte auch in Drew Lock einen der besseren QB-Prospects als Ballverteiler. Henne oder Ei: Wer war der wirkliche Grund für den Erfolg. Der eine oder andere? Oder kann der eine nicht ohne den anderen?

JJ Arcega-Whiteside/Stanford – Alleinunterhalter am College. Kein Star-Athlet, aber intelligent im Ball-Tracking und physisch im Moment des Catches.

Deebo Samuel/South Carolina – Gilt als seiner der besseren Yards-after-Catch Spieler des Jahrgangs. Bei ihm sind sich viele einig, dass er nicht in jedem Scheme brauchbar sein wird.

Mecole Hardman/Georgia – Supersprinter mit 10.64 Personal Best über 100m. Starker Puntreturner. War am College in der SEC produktiv, aber einige behaupten, vor allem wegen seines Speeds, nicht weil er so präzise läuft. Im schlimmsten Fall könnte er ein guter Returner werden. Bloß: Returner ist eine Position, die rapide an Wert verliert.

Sie sagen, es gibt noch mehrere gute Talente wie Oregons Dillon Mitchell oder Andy Isabella von UMass. Schaut sie euch selber an…

Tight End

Es ist hipp, über die starke Tight-End Klasse von 2019 zu referieren. Die beiden Top-TE kommen den Auguren nach von der University of Iowa – wann hat er sowas schonmal gegeben, dass gleich zwei Tight Ends aus dem gleichen College als 1st Rounder gehypt werden?

T.J. Hockenson ist dabei der geschliffenere der beiden Prospects. Er ist nicht so explosiv wie sein Kollege Noah Fant, aber er ist kompletter, ein besserer Blocker. Dafür ist Fant etwas größer, schneller, wenn auch ein paar Pfund leichter. Fant gilt als Tight End im Stile eines Eric Ebron: Mehr Receiver als Blocker. Aber sie sagen ihm nach, in den letzten Monaten große Fortschritte im Blocking gemacht zu haben.

Irv Smith von Alabama ist die #3 im Bunde. Er hat nicht die große Erfahrung, gilt aber als technisch feiner Spieler. Wird ihn Alabama-Fetischist Belichick mit Pick #32 draften und als neuen Gronkowski aufbauen? Natürlich nur, wenn New England den 1st Rounder nicht über Lustmolch Bob Kraft an Roger Goodell abführen muss…

Es gibt ein paar weitere Prospects, die es sich anzuschauen lohnt: Isaac Nauta von Georgia, Kaden Smith von Stanford, Jace Sternberger von Texas A&M oder Dawson Know von Ole Miss, das in dieser Offseason extrem viele Skill-Player an die NFL zu verlieren scheint.

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