Defensive Backs in der Combine 2019

Die Cornerback-Klasse von 2019 sieht einige Top-Prospects. Man ist sich noch nicht sicher, wie es mit der Tiefe aussieht. Normalerweise ist die Combine für Cornerbacks wichtig, denn sehr starke oder sehr schwache Zeiten in Sprint und Richtungswechsel ändern manchmal den Draft-Status von Prospects drastisch.

Als Top-CB im Draft gilt Greedy Williams von LSU. Mit 6‘1 ist er relativ hoch aufgeschossen und bei LSU nun zwei Jahre Erfahrung als Starting-CB in Manndeckung. Williams spielt weniger mit Physis, mehr mit Geschwindigkeit – daher gibt es noch Fragezeichen, ob er in jedes Schema passt und ob er nicht gegen Receiver wie z.B. Nuk Hopkins komplett überfordert wäre.

Der #2 Corner auf den meisten Boards ist Byron Murphy von der Cornerback-Fabrik Washington Huskies: Schon Leute wie Marcus Peters, Sidney Jones oder Kevin King sind in den letzten Jahren von dort in die NFL gekommen. Murphy ist der nächste in der Pipeline. Er ist eher klein mit 5’10, aber durchhaltevermögend. Hat kaum Snaps verpasst, ist nicht der schnellste, aber spielt physisch und auf manchen Boards aufgrund seiner Flexibilität die #1.

Deandre Baker von Georgia ist weder der überragende Athlet noch besonders groß, aber er galt am College als Mann mit hohem Spielverständnis. Baker soll in Press-Coverage keine Idealbesetzung sein, aber in Off-Coverage der vielleicht beste Prospect des Jahrgangs.

Rock Ya-Sin von Temple ist konkurrenzlos der Cornerback mit dem besten Namen. Weil er schon 23 ist, könnte er auf manchen Boards als bereits „zu alt“ gelten. Er gilt vor allem als CB für Zone-Schemes.

Trayvon Mullens von Clemson ist für viele ein 1st Rounder. Er ist sicher einer der besten Athleten und auch groß genug um es mit vielen Wide Receivern aufzunehmen. Mullens ist damit der Corner 2019, bei dem am intensivsten über die Diskrepanz zwischen „bisheriger Leistung“ und potenziellem „Ceiling“ diskutiert wird: Man redet bei ihm nicht über das, was er ist, sondern das, was er mal sein könnte.

Julian Love von Notre Dame ist nicht wie ein typischer NFL-Corner gebaut. Er ist nur 5’11 und auch nicht der beste Sprinter. Doch seinen Wert sah man nicht zuletzt im College-Football Semifinale, als er ausfiel: Kaum war er draußen, brach Notre Dames Defense komplett ein und wurde von Clemson an die Wand gespielt. Love gilt als angehender Nickelback – keine schlechte Ausschreibung in der NFL 2019.

Joejuan Williams von Vanderbilt gilt als typischer Press-Man Corner: Kein hoher Football-IQ um komplexere Zone-Schemes zu verstehen, aber total physisch an der Anspiellinie und damit in der Lage, Routen früh in ihrer Entwicklung zu stören.

Saivion Smith von Alabama hatte am College seine Momente, doch in großen Spielen wurde er von Clemson auseinandergenommen. Machte dort mental nicht den besten Eindruck. Er gilt als anfällig gegen Big-Plays, weil er nicht immer konzentriert zu Werke geht – das hassen NFL-Coaches. Ein Wunder, dass er unter Nick Saban überlebte.

Safetys

Die Safety-Klasse gilt nicht als überragend und hat keine super Prospects für die Top-20, aber man diskutiert schon heiß über die Vielseitigkeit der Klasse von 2019: Für jeden Need ist was dabei.

Der typische Strong Safety, der aggressiv downhill gegen den Mann geht, ist Jonathan Abram von Mississippi State. Kein Mann, den du zu oft in Coverage haben willst, aber ein Aggressor vor dem Herrn. Man sagt über ihn, dass er im Notfall immer in Special-Teams eingesetzt werden kann um Gegnern den Kopf abzuhacken, sollte er die Deckungen der NFL nicht schnell genug begreifen um Defense zu spielen.

Der klassische Single-High Safety für Cover-1 oder Cover-3 Deckungen ist Nasir Adderley, der vom kleinen Delaware College (FCS, die Uni von Joe Flacco) kommt. Adderley spielte dort viel Cornerback, aber auch viel Safety. Sein Tape wird schwer zu bewerten sein, weil er gegen inferiore Konkurrenz spielte und der Sprung in die NFL ein großer ist. Aber man traut ihm athletisch alles zu.

Mehr den Weg eines Lamarcus Joyner als verkappter Nickelback einschlagen könnte Chauncey Gardner-Johnson von Florida: Aggressiv, immer lästig für die Offense, aber nicht groß und physisch genug um eine Rolle als Centerfielder einzunehmen.

Der größte Name der Safety-Klasse ist noch gar nicht angesprochen: Deionte Thompson von Alabama, der als echter Free-Safety gilt. Thompson galt vor Wochen als klare #1, doch sein Standing soll bei Scouts bereits gefallen sein, weil er sich zu leicht von simplen Augen-Fakes der QBs verarschen lässt und nicht immer technisch sauber tackelt. Er ist natürlich ein relativ erfahrener Freelancer, aber auf der anderen Seite kann ihm just das auch gerade negativ ausgelegt werden – dann nämlich, wenn die Scouts ihm ankreiden, trotz aller Erfahrung nix dazugelernt zu haben…

So gilt mittlerweile Tyler Rapp von Washington als Geheimtipp, als erster Safety vom Board zu gehen: Rapp ist kein megamäßig schneller Athlet. Er punktet vor allem mit dem „Sicherheits-Faktor“: Er kann vieles gut, begeht relativ wenige Fehler. Seine 40-Time wird wichtig: Ist sie zu langsam, werden Scouts Zweifel anmelden, ob er schnell genug für tiefe Patrouille sein kann.

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