Free Agency 2019 – Tag 2: Odell Beckham jr. wechselt zu den Cleveland Browns (und mehr)

Es ist viel passiert auch am zweiten Tag. Ach was: „Viel“ ist eine Untertreibung!

Der gestern bereits als fix vermeldete, aber noch ohne vertragliche Inhalte kommunizierte Wechsel von Vikings-LB Anthony Barr zu den Jets ist Medienberichten zur Folge doch noch geplatzt. Barr soll eine Nacht über den Deal geschlafen haben und sich dann von den Vikings doch noch überzeugen lassen haben, zu bleiben.

Barr unterschreibt in Minnesota für weitere 5 Jahre. Er kassiert 67 Mio, davon 33 Mio. als Garantien. Barr hätte bei den Jets zum Edge-Rusher umgeschult werden sollen. Er bleibt nun als Off-Ball Linebacker in Minnesota.

Ebenso schrieb ich gestern über einen Verbleib von DE Dante Fowler bei den Rams. Das wurde mittlerweile bestätigt. Fowler kassiert aber nicht 14 Mio. fix, sondern 12 Mio. plus 2 Mio. an möglichen Prämien.

Bekannt sind nun auch die Parameter von Lamarcus Joyners Vertrag in Oakland: 4 Jahre, 42 Mio. 16.7 Mio Handgeld.

Damit zu den großen neuen Deals.

Trade für WR Odell Beckham jr.

Browns bekommen WR Beckham
Giants bekommen S Jabrill Peppers, Picks #17 und #95

Die Gerüchte hatten sich seit Tagen gehalten, dass die Giants WR Beckham verkaufen wollten – und heute Nacht ist es schließlich passiert: Beckham geht nach Cleveland. Der Trade-Gegenwert ist FS Jabrill Peppers (1st Rounder vor 1-2 Jahren), sowie der 1st und 3rd Round Pick der Browns.

Die Meinungen über den Trade gehen alle recht klar in eine Richtung: Klarer Punktsieg für die Brownssiehe hier Bill Barnwell bei ESPN. Beckham ist erst 26 und New York frisst den Löwenteil des garantierten Gehalts (17 Mio Dead-Money für NYG). Bizarr: Die Giants hatten erst letzten Sommer mit Beckham verlängert – für 5 Jahre, 90 Mio und über 20 Mio. bereits ausbezahltes Handgeld.

Giants-GM Gettleman räumt damit endgültig mit seinem Vorgänger GM Reese auf: Beckham war der vorletzte Draftee aus der Ära Reese. Gettleman, der seit ca. einem Jahr als Verfechter der 1970er Jahre, ground and pound Fetischisten gegolten hatte, verkauft mit Beckham auch seinen wertvollsten Offensivspieler im Passspiel. Komplett ist die Transformation der Giants-Offense zum Laufspiel-Monster: OG Zeitler eingekauft, WR Beckham verkauft. Top-WRs, die in Big-Blue verbleiben:

  • Sterling Shepard
  • Corey Coleman
  • Quadree Henderson
  • Jawill Davis
  • Alonzo Russell
  • Brittan Golden

Nein, die letzten vier Namen habe ich nicht selbst erfunden. Weil man mit Eli Manning ohne Waffen sowieso nur noch Captain Checkdown spielen kann, wird die Giants-Offense 2019 ganz nach dem Motto „37x laufen ist der sicherste Weg zum Siegen“ aussehen. Saquon Barkley = der Barry Sanders unserer Generation: Sensationelles Einzeltalent in konzeptionell fragwürdiger Offense.

Ist Gettleman insgeheim genial, weil er bereits jetzt „Tank for Tua“ spielt und auf den #1 Pick 2020 schielt? Oder ist es der Weg zum Umbau der Defense, jetzt, wo man zwei 1st Rounder (#6 und #17) und zwei 3rd Rounder hält? Oder möchte man QB Haskins im April verpflichten und braucht dafür Picks für den Trade nach oben? Oder Trade für Josh Rosen?

Völlig kurzfristig gedacht sieht der Trade jedenfalls aus Giants-Brille nicht aus – außer Gettleman glaubt wirklich das, was er jedem sagt („Laufspiel gewinnt“). Was ich nicht glauben kann. Denn dann wäre Gettleman eh in einem Jahr Geschichte. Es bleibt spannend in New York. Nicht hochklassig, aber spannend.

Die Browns mutieren mit diesem Trade endgültig vom Underdog zum Titel-Kandidaten. Beckham ist das fehlende Puzzlestück zu einer dominanten Offense. Beckham mag ein Spinner sein und einen Rattenschwanz an medialen Problemen mit sich schleppen, aber es gilt als unbestritten, dass er ein Kämpfer ist, dass er unter Footballerkollegen hoch und heilig verehrt wird und dass er ein Elite-Talent, sagen wir Top-5 WR, ist. Und er passt perfekt ins Spielsystem der Browns.

Beckham wird die neue #1 in Cleveland, neben seinem Kumpel und Studienfreund Jarvis Landry, der die Kurzpässe in Empfang nimmt. Beide werden in Cleveland nun auch von Adam Henry gecoacht, der sie schon bei LSU unter seinen Fittichen hatte.

Nach Beckhams Verpflichtung zog zwar der #3-WR Perriman (den man ursprünglich für ein 4-Mio. Commitment gehalten hatte) sein Engagement in Cleveland zurück und ging nach Tampa, doch es bleibt WR Callaway als neue #3, plus TE Njoku. Callaway ist selbst ein Problemkind – aber ich könnte mir ehrlich vorstellen, dass Beckham/Landry zu Callaway persönlich soweit Zugang finden, dass sie ihn durchschleppen – auf positive Weise!

Die Browns-Offense ist mit Beckham nun auch charakterlich faszinierend besetzt: Das Super-Ego Beckham und der ultrakompetitive QB Baker Mayfield in der gleichen Mannschaft – wird das gut gehen? Ich meine im Sinne des Gewinners: Ja. Auf eigenartige Weise ist man verlockt, an dieses Monster-Duo zu glauben. Wenn nicht: Rookie-Headcoach Freddie Kitchens, viel Spaß…

Doch die Cleveland Browns haben gestern nicht nur Offense geholt, sondern auch Defense…

DT Sheldon Richardson nach Cleveland. 3 Jahre, 39 Mio. mit 21.5 Mio guaranteed. Einer der spektakulärsten Moves in der Free Agency, der aber unterging, weil weder Laufzeit noch Vertragssumme bei so vielen verrückten Verträgen ins Auge sticht.

Richardson ist eine wichtige Verpflichtung für die Browns, deren Defensive Line letztes Jahr nicht allzu konstant spielte. Richardson ist aber nach dem Einkauf von DE Vernon via Trade das vierte und letzte Puzzlestück für eine potenziell hervorragende D-Line: DE Garrett / DT Richardson / DT Ogunjobi / DE Vernon, mit Backups wie DE Emmanuel Ogbah oder DT Coley.

Richardson war zu Jets-Zeiten ein phänomenaler Tackle, geisterte aber in den letzten zwei Jahren durch Seattle und Minnesota und bekam jeweils keine Vertragsverlängerung. Seine Passrush-Künste gelten als hervorragend, seine Run-Defense ist nicht immer überzeugend. Doch die Browns scheinen alles in die Waagschale zu werfen: Punktreiche eigene Offense bedeutet eine Defense, die sich vor allem aufs Pass-Verteidigen zu konzentrieren hat.

Also – was haben die Browns diese Offseason geleistet?

  • DE Vernon eingekauft für DE Vernon OG Zeitler
  • WR Beckham eingekauft für FS Peppers und 1st/3rd Round Picks
  • DT Richardson eingekauft
  • RB Kareem Hunt eingekauft
  • LB Jamie Collins und WR Perriman ziehen lassen

Das sind nicht mehr die Chaoten-Browns. Das sind nun Browns für wenigstens drei Jahren im Win Now Modus. Die AFC hat einen neuen Contender. Auch dank Sashi Browns Tanking.

Und – große Scheiße für die Giants:

LeVeon Bell geht zu den Jets

Ein Superstar aus New York raus, der andere rein…

Frisch erreicht uns noch die Nachricht, dass auch der vorletzte große Free Agent (Earl Thomas steht noch aus) einen Vertrag unterschrieben hat: RB LeVeon Bell. Das Theater hat ein Ende – Bell geht wie erwartet zu den New York Jets. Der Vertrag: 4 Jahre, 52.5 Mio. Dollar mit Option auf 61 Mio. Insgesamt 35 Mio. sind garantiertes Gehalt.

Das sind ca. 13 Mio/Jahr, mit Option auf bis zu 15 Mio. Also in etwa zwischen den 11 und den 17 Mio, die noch bis gestern kolpotiert wurden. Bell ist ein Runningback, der laufen und fangen kann. In Pittsburgh wurde er jedoch meistens sehr kurz, im Schnitt nur ein halbes Yard von der Line of Scrimmage entfernt, angespielt. In New York sollte es tiefer sein, um seine Effizienz zu maximieren.

Problem für Bell: Sein ganzer Vertragspoker scheint leicht nach hinten losgegangen zu sein. Laut @AllbrightNFL, dem man vertrauen kann, verzichtete Bell in Pittsburgh letztes Jahr auf ein 5-Jahresangebot mit 70 Mio, davon 35 Mio. garantiert, plus natürlich das eine verlorene Jahr Franchise-Tag (wobei dieses Jahr ohne Verletzungsrisiko war).

Problem für die Jets: Vor lauter Fokus auf Bell haben sie vergessen, den Free-Agent Center Matt Paradis zu holen. Der ging für 3 Jahre, 27 Mio nach Carolina, wo man den zurückgetretenen Kalil ersetzen musste.

Für die Jets war der Start in die Free Agency trotzdem rasant:

  • RB Bell (13-15 Mio/Jahr)
  • LB Mosley (17 Mio/Jahr)
  • WR Crowder (9.5 Mio/Jahr)
  • WR Bellamy (2.5 Mio/Jahr)
  • DE Henry Anderson (3 Jahre, 8-11 Mio/Jahr)

Hätten die Jets auch noch LB Barr aus Minnesota loseisen können, wäre das ein sagenhafter Einkaufszettel gewesen. So ist es immerhin Verstärkung auf Skill-Positions und Linebacker – dort, wo Hilfe notwendig war. Über den Preis lässt sich bei Mosley und Bell natürlich streiten. Doch dafür, dass die Jets 2019 – 2021 im Erfolgsfenster mit QB Darnold unter Rookievertrag operieren, kann man hochpreisige Einkäufe rechtfertigen. Wermutstropfen bleibt die verpasste Verpflichtung von Center Paradis.

Buffalo Bills

Über die Bills habe ich bereits gestern geschrieben.

Green Bay Packers

Dreimal Defense für die Packers innerhalb weniger Minuten am gestrigen Tag – insgesamt schüttelte GM Brian Gutekunst locker 80 Mio. an Fixgehältern aus dem Ärmel.

LB/DE Za’Darius Smith – 4 Jahre, 66 Mio. / 34.5 Mio. in den ersten beiden Jahren (was nicht 1:1 gleichzusetzen ist mit den Vertragsgarantien), angeblich 20 Mio. Handgeld.

LB/DE Preston Smith – 4 Jahre, 52 Mio. / 27.5 Mio guaranteed.

FS Adrian Amos – 4 Jahre, 36 Mio. / 12 Mio. guaranteed.

Die beiden Smiths gelten als interessante Moves. Beide verstärkten den seit Jahren verwaisten Passrush bei den Packers, doch beide Moves kommen nicht ohne Risiko. Vor allem Za’Darius war in Baltimore zwar ein super-effizienter Edge-Rusher, doch in stark limitierter Einsatzzeit. Man geht davon aus, dass er in Green Bay eine wesentlich prominentere Rolle spielen wird – und es wäre nicht das erste Mal, dass solche Spieler mit viel mehr Snaps plötzlich an Effizienz verlieren. Gerade dafür ist der mit 16.5 Mio/Jahr dotierte Vertrag aber nicht gedacht.

Erinnert sei gerade im Packers-Sinne an vergangene Part-Time Edge-Rusher wie Paul Kruger oder Pernell McPhee, die wie Za’Darius produktive Teilzeitangestellte in Baltimore waren, ehe sie woanders fette Verträge unterschrieben. Beide wurden aus verschiedenen Gründen sportlich nicht glücklich.

Amos galt als Geheimtipp unter den Free-Agent Safetys. Er kommt natürlich billiger als die Freak-Verträge für Landon Collins oder Tyrann Mathieu von vorgestern. Doch mit 9 Mio/Jahr ist auch Amos nicht mehr ganz so billig wie erhofft.

Darüber hinaus verpflichtete man OG Billy Turner (zuletzt Denver) für vier Jahre und 28 Mio. als Schutz für Aaron Rodgers. Turner ist ein vielseitig einsetzbarer Line-Mann. Für viele ist er aber auch nicht mehr als ein solider Backup. Was wir mit all den Free-Agent Tätigkeiten in Green Bay mit Sicherheit sagen können: Gutekunst hat für einen Paradigmenwechsel gesorgt.

Sonstige Moves

Zweimal Guard für die Atlanta Falcons:

  • OG Jamon Brown für 3 Jahre, 18.75 Mio und 12.75 Mio guaranteed
  • OG James Carpenter für 4 Jahre, 21 Mio.

Verstärkung für die letztes Jahr so kaputte Offense Line.

RB Latavius Murray nach New Orleans. Vertragsinhalt: 4 Jahre, 14.4 Mio. Ein Move, der das Ende von Mark Ingram in New Orleans markiert. Dennoch hebe der die Hand, der diesen Deal versteht. Runningback ist keine wichtige Position, vor allem nicht in der Saints-Offense, in der jeder Back sowieso nur die zweite Geige hinter Alvin Kamara spielt. Und Murray ist keiner der produktiveren Runningbacks der NFL. Er rangiert nach Success-Rate und EPA/Run in der unteren Tabellenhälfte.

OG Roger Saffold nach Tennessee. Saffold wird, sofern er den Medizincheck übersteht (was schon einmal vor ein paar Jahren in Oakland schiefging), bei den Titans unterschreiben.

CB Eric Rowe (der ehemalige Patriots-CB, der in der Superbowl vor ein paar Jahren verbrannt wurde, ohne dass CB Butler eingewechselt worden wäre) für 1 Jahr, 3.5 Mio. nach Miami.

Dann hätten wir zwei Deals für Arizona:

OG J.R. Sweezy nach Arizona. Ein merkwürdiger Einkauf der Cardinals: Nur 2 Jahre Vertrag für Sweezy, der doch Mann gilt als desaströser Pass-Blocker und wurde von der Rams-DL nun über Jahre in Seattle komplett verbrannt. Warum braucht Arizona Run-Blocker?

Und LB Jordan Hicks: 4 Jahre, 36 Mio, davon 20 Mio garantiertes Gehalt. Hicks galt in Philadelphia nicht als Passrusher, aber als athletischer Linebacker, der durchaus ein Händchen für kritische Turnovers hatte.


WR DeVante Parker verlängert in Miami. Zwei Jahre, maximal 13 Mio. Parker, ex-1st Rounder, hat damit relativ niedrige Wertschätzung erfahren.

FS Tashaun Gipson nach Houston: Der Ersatz für Tyrann Mathieu. Gipson erhält einen Dreijahresvertrag über 22 Mio. Gipson galt in den letzten 2-3 Jahren als abbauender Spieler, der einiges von seinem früheren Speed verloren hat – damit ist er sicherlich ein Downgrade im Vergleich zu Mathieu (der in Kansas City unterschrieb).

Dafür hat Houston mit CB Bradley Roby auch noch auf Cornerback aufgerüstet. Roby kriegt ein Jahr für 10 Mio. Der „prove it“ Vertrag. Roby galt einige Jahre in Denver als kommender Star, aber sein Vertragsjahr 2018 ging in die Binsen.

LB Chickillo verlängert für 2 Jahre, 8 Mio in Pittsburgh.

DE Cameron Wake wechselt auf seine alten Tagen (er ist 37!) noch einmal die Mannschaft: 3 Jahre Vertrag (!!), 23 Mio. davon 10 Mio. guaranteed (Edit: Wake geht nach Tennessee/Edit Ende). Da ist man doch immer wieder erstaunt. Wake war zwar in seinen 20ern ein paar Jahre raus aus dem NFL-Football, spielte aber immerhin in der CFL.

Es mag sein, dass in der Aufstellung noch der eine oder andere Deal fehlt. Doch damit zum letzten großen Deal von heute Nacht – der noch nicht ganz offiziell ist…

Dee Ford

Die Chiefs scheinen tatsächlich ihren Edge-Rusher Dee Ford nach San Francisco traden zu wollen. Als Kompensation ist ein 2nd Rounder 2020 im Gespräch. Nur ein 2nd Rounder 2020. Ford soll einen Fünfjahresvertrag über 87 Mio. bekommen. Man wartet gespannt.

Offizielle Verkündung soll heute kommen.

15 Kommentare zu “Free Agency 2019 – Tag 2: Odell Beckham jr. wechselt zu den Cleveland Browns (und mehr)

  1. Du hast zweimal DE Vernon in der Übersicht bei den Browns.
    Irgendwie vergessen sich die Giants wie die Browns früher. Anders als bei Grudens Raidern erkenne ich auch kein System bei Gettlemann.
    Alles vollständig konzeptlos bzw jedes Jahr ein neues.
    Und Spieler von den Pats zu holen scheint oft ein großes Risiko zu sein, weil sie anderswo schlechter sind.

  2. Schätze mal du wolltest schreiben, dass Cameron Wake auf seine alten Tage nochmal nach Tennessee wechselt 😉

  3. Ist Peppers seinem Status als 1st rounder gerecht geworden? Ich habe seinen Namen seit dem draft nicht mehr groß gehört, aber das kann auch sehr gut an mir liegen.

    Dann hätten die Giants immerhin einen 1st Round Pick und einen Spieler, der schon bewiesen hat dass er zurecht 1st rounder war. Das klingt fast besser als zwei 1st Round Picks mit Unsicherheit.

    Aber selbst dann ist Beckham zu gut um ihn so einfach gehen zu lassen…

  4. Peppers war der „Angel-Safety“ 25 Meter hinter der Anspiellinie, für den DefCoord Gregg Williams berüchtigt war.

    Peppers galt als ähnlicher Spielertyp wie Landon Collins, den Gettleman ziehen ließ. Schwächen in Coverage, aber hervorragender Tackler gegen den Lauf.

    Gerüchten zur Folge wollten die Giants unbedingt ihn haben anstatt eines weiteren Draftpicks.

  5. Ich fand Peppers am College sensationell. Irgendwie schade, dass er jetzt von den Browns weg muss.

  6. Naja, aus Giants-Sicht: sie brauchen einen neuen Quarterback, dem sie vermutlich ein Jahr hinter Eli oder wenn er sofort einsteigt ein Jahr Eingewöhnung geben müssen.
    Sie könnten in diesem Jahr OBJ, Vernon und Collins bezahlen und riskieren, für viel Geld irgendwo im (unteren) Mittelfeld zu landen. Außerdem ist die Frage, ob sie ohne den Trade genug Picks haben um sicher zu sein, dass ihnen kein anderes Team ihren Wunsch-QB wegschnappt. (Von Position 12 aus müssen sie vermutlich nach oben um ihren Wunsch-QB zu kriegen)

    Insofern bietet der Trade zumindest gespartes Geld auf der safety & wr Position und die picks, um in einem qb Wettbieten zu bestehen- sie haben jetzt 3 picks in den top 37, reicht für ein attraktives Angebot an ein anderes Team. Das könnte die Logik der Giants sein.

    Einziges Problem: alle diese Gedanken muss man sich nur machen, weil man letztes Jahr keinen QB gedraftet hat…

  7. Man wacht morgens auf und da steht was von einem OBJ Trade auf dem Handy. Augen reiben, nochmals hinschauen, es steht immer noch da, es war doch kein schlechter Traum – es ist noch schlechtere Wahrheit.

    Selbst jetzt, 15 Stunden später kann ich es immer noch nicht fassen. Ein unglaublich katastrophaler Tag für jeden Giants-Fan! Ich bin echt sprachlos und durchforste das Netz nach wenigstens einen Kommentar, der versucht dem Vorfall etwas Gutes abzugewinnen, eine Absicht, Strategie oder zumindest nachvollziehbare Konsequenz aufzeigt.

    Und das macht es so besonders schlimm. Spieler kommen und gehen, ob einem das gefällt, oder nicht. Aber wenn keine Ratio hinter so einem Move zu erkennen ist, dann tut es besonders weh.

  8. Na der Sinn hinter dem Deal aus Giants Sicht ist doch ihren tollen 2nd Overall RB Pick noch mehr zu promoten….was soll man da denn mit nem Top5 WR wenn man eh RRPP spielt 😉
    Und das die Giants dieses Jahr nen QB draften sehe ich da irgendwie auch noch nicht. Die Picks werden vermutlich in die OLine oder in die Def wandern….

  9. @Schnixx
    Danke für die unnötige und blöde Anspielung auf Barkley. Wenn der Chef sich hier mal zurückhält, dann müssen eben die Speichellecker ran….

  10. sehr dünnes Nervenkostüm bei dem ein oder anderen hier 😉 Dass der Barkley in den Top5 ziemlicher Bullshit war, sollte ja wohl jeder inzwischen bemerkt haben. RB so hoch zu draften während man gleichzeitig auch Need auf QB hat und die QB Klasse auch keine ganz schlechte ist, sollte sich einfach in der heutigen NFL von selbst verbieten. Das geht ja nicht gegen den Spieler selbst, sondern vielmehr gegen das Management der Giants. Und die abvanced Stats geben den ganzen Kritikern im Fall Barkley einfach mal recht. Das hat wenig mit Spechelleckerei zu tun. Und wer mit dem Stil auf dieser Seite nicht klarkommt, nunja… eigenes Pech. Auch mal bissl über die unfähigkeit des eigenen Teams lachen können ist da angesagt. Ich weiss von was ich rede… bin seit 25 Jahren Fan des 1. FC Kaiserslautern . Kann mich also noch an den Gewinn der Meisterschaft ’98 und den folgenden Abstieg, mit vorläufigem „Höhepunkt“ 3. Liga zum heutigen Tag, erinnern…

  11. Pingback: Greedy Williams und sein größtes Problem | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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