American Football erklärt: Routen im Passspiel und Route-Tree

Oft nachgefragt: Die Pass-Routen, die im American Football gelaufen werden. Sie werden im so genannten „Route Tree“ aufgelistet, dem Baum der Erkenntnis für die Wide Receiver und Tight Ends in der NFL. Ein Blick auf die wichtigsten Routen im Football und die Grauzonen in ihrer Definition.

Vorneweg: Die Definition der exakten Routenbezeichnungen kann von Quelle zu Quelle variieren. Das kann man anhand dreier Youtube-Videos von Leuten, die es wissen müssen, ablesen: Solomon Wilcots von NFL.com, Ross Tucker und The Ringer verwenden jeweils in Nuancen leicht abgewandelte Routenbezeichnungen.

Also Disclaimer: Mit diesem Eintrag riskiere ich, als totales Football-Wildschwein enttarnt zu werden. Wer Anmerkungen hat, kann diese gerne einbringen. Wir wollen schließlich alle lernen.

Route Tree

Grundsätzlich kann man den Baum der Routen („Route-Tree“) so aufzeichnen (links = Spielfeldrand / boundary, rechts = Spielfeldmitte / field side):

Route Tree

Erweiterter Route Tree – by korsakoff

Die von mir blau gefärbten Routen mit Nummern sind Teil des oft zitierten „klassischen Route-Trees“, in dem die Routen sogar Nummern bekommen haben. Die wichtigste Faustregel lautet: Routen mit geraden Nummern sind nach innen designt, Routen mit ungeraden Nummern sind nach außen designt.

Ich habe als Visualisierung noch ein paar orangene Routen mit eingebaut, wobei nur für die Drag-Route die Richtung entscheidend ist, da sie immer nach innen designt ist. Die Drag-Route wird jedoch häufig auch mit der Dig / In Route gleichgesetzt.

Kurze Routen

1 – Flat Route / 5 Yards Out

Eine kurze Route, die nach drei Schritten vom Receiver aus im 90° Winkel nach außen gelaufen wird, wird 5-yards out Route genannt.

Manchmal verzichtet man dabei auch auf den Cut, sondern läuft direkt nach draußen. Relativ häufig startet der Routenläufer dabei nicht schon an der Line of Scrimmage, sondern aus dem Backfield. Die Flat-Route ist damit eine der Routen für Runningbacks, aber auch H-Backs.

Sie wird häufig dann eingebaut, wenn die Receiver tiefe Routen laufen um die Defense auseinanderzuziehen. Die Idee dahinter ist, dass sich dadurch Räume um die Line of Scrimmage herum öffnen könnten. Idealerweise trifft der Runningback dann auf einen Linebacker.

Die Flat-Route grenzt sich von der Swing / Flare-Route insofern ab, dass die Flat-Route „flach“ / geradeaus gelaufen wird, während der Runningback auf einer Swing-Route schon einen leichten Bogen läuft um dann nach dem Catch schon in erhöhter Geschwindigkeit downfield laufen zu können.

Im weiteren Sinne verwandt zu diesen Routen ist auch die „Wheel-Route“, die als Flat-Route begonnen wird, um dann in einem weiten Bogen downfield abzubiegen. Die Wheel-Route ist ein potentes Mittel für Outside-WR, wenn der benachbarte Receiver via Slant nach innen zieht. Sie wird häufig auch von Runningbacks gelaufen. Als besonders effizienz gilt sie dann, wenn der QB via Pump-Fake zuerst den Pass antäuscht um die Defense zu freezen und erst dann wirft, wenn der Runningback schon die ganze Kurve fertig gelaufen und in Vollspeed an der Seitenlinie downfiels läuft.

2 – Slant Route / 3 Step Slant

Ein kurze Route, bei der der Receiver nach drei Schritten 45° nach innen abbiegt. Die Slant-Route eignet sich für schnelle Pässe, bei denen der Quarterback nur einen oder drei Schritte nach hinten macht und sofort wirft. Der 45°-Winkel ist dabei oft tödlich für die Defense, weil der Receiver damit immer einen Schritt dem Verteidiger voraus ist.

Die Slant-Route gehört zu den wichtigsten Routen in der auf Kurzpassspiel aufgebauten West Coast Offense. Sie ist vor allem dafür gedacht, Cover-2 Defenses zu attackieren, indem man die Schnittstelle der Zonen zwischen Safety & Cornerback findet. Sie ist neben der später diskutierten Drag-Route eine der beiden wichtigen „Crossing-Routen“ im Football, weil sie dafür designt ist, das Spielfeld quer zu überbrücken.

Mittellange Routen (intermediate)

Mittellange Routen sind die Routen, auf denen Cornerbacks oft auf sich allein gestellt sind, weil sich die Safetys eher auf die Verteidigung von Laufspiel und die tieferen Routen konzentrieren. Sie sind vielleicht die wichtigsten Routen in der heutigen NFL.

3 – Comeback Route

Eine mittellange Route, bei der der Receiver zwischen 8 und 15 Yards downfield läuft und dann plötzlich 45° nach außen in Richtung Seitenlinie abbiegt. Für den Quarterback gilt die Comeback-Route als schwierig zu werfen. Für den Receiver ist wichtig, einen Downfield-Sprint abzutäuschen. Er muss quasi im vollen Lauf plötzlich abbremsen und sich nach außen drehen.

4 – Curl Route

Die Curl-Route ist das Äquivalent zur Comeback-Route, nur dass der Receiver 45° nach innen abbiegt.

Die Curl-Route wird oft auch als Hitch Route oder Hook Route bezeichnet. Hitch (“abruptes Abkoppeln”) wird im Footballjargon oft aber auch schlicht als Synonym für eine plötzlich abgebrochene Route benutzt – z.B. wenn der Receiver eine tiefe Go-Route antäuscht und den Gegenspieler mit einem quicken Abbremsen verlädt.

Ort des Routen-„Abbruchs“ ist dabei meistens die vermutete Übergabe von einer Zone an die nächste. Der Receiver bleibt also in deren Nahtstelle einfach stehen um dem Quarterback eine „sichere“ Anspielstation zu geben. Dabei ist der Übergang zur oft beschworenen „Seam-Route“ (kommt unten) fließend.

5 – Out Route / 10 Yards out

Ähnlich wie bei der Comeback-Route läuft der Receiver hier zwischen 10 und 15 Yards downfield, ehe er im 90°-Winkel nach draußen abbiegt. Die Würfe sind für den Quarterback nicht einfach, sie müssen genau getimt werden, damit der Receiver noch im Feld den Catch machen kann.

Out-Routen sind insbesondere gegen Halbzeit-Ende beliebt, weil sie auch bei Completion die Möglichkeit bieten, die Uhr anzuhalten. Sie gelten als potent gegen Man-Coverage, weil es selten Safety-Unterstützung gibt. Allerdings besteht im Falle eines ungenauen Passes hohe Interception-Gefahr bzw. sogar „Pick-Six“ Gefahr, weil der Verteidiger potenziell freie Bahn in die Endzone hat.

Wird die Out-Route „kurz“ gelaufen, also Abbiegen schon nach ca. 5 Yards, spricht man oft von einer Quick-Out Route.

6 – In Route / Deep Dig Route / Drag Route / Square-In Route

Keine Route hat so viele Namen wie diese Route – was kein Zufall ist, denn es gibt diese Route in vielen unterschiedlichen Ausprägungen. Als erstes kannste dir merken: Diese Route ist eine Crossing-Route. Sie ist dafür designt, das Spielfeld über die Mitte zu überbrücken.

Die In-Route biegt nämlich im Gegensatz zur Out-Route 90° nach innen ab. Wann genau der Cut kommt, hängt ein bisschen vom Routen-Design ab. Traditionell spricht man von einer Deep-Dig-Route, wenn der Cut nach ca. 10 Yards kommt, und von Drag-Routes, wenn der Cut weniger scharf ist und früher kommt.

Die Route ist erstmal nicht kompliziert zu laufen: Start downfield, dann Cut nach innen. Gegen Manndeckung sollte ein agiler Receiver theoretisch im Vorteil sein – weil in den attackierten Underneath-Zonen oft genug Platz ist. Schwierig ist sie gegen Zone-Deckung, weil der Receiver dann immer „vor“ den Verteidigern sein muss um eine Chance zu haben. Bei In-Routen gegen Zone-Defense steigt die Interception-Gefahr.


Zur Abgrenzung von längeren und kürzeren In-Routen.

Häufig ist eine Kombination von zwei crossenden In-Routen: Zwei von links und rechts aufeinander zu laufende In-Routes bilden eine „Zange“, mit der die Offense versucht, Konfusion in der Defense zu erzeugen. Solche Crossing-Routen haben sich z.B. in der Air-Raid Offense als „Mesh-Konzept“ etabliert.

Nicht immer ist das Abbiegen nach innen dabei ein 90°-Cut. Oft läuft der Receiver auch einfach nur einen „Bogen“ nach innen. In diesem Zusammenhang fällt dann meistens der Begriff „Drag Route“ – in diesem Stil werden die eben genannten Crossing-Routes auch meistens gelaufen. Die Abgrenzung von Drag-Route zum Shallow-Cross ist auch nie ganz klar: Beim Shallow-Cross biegt der Receiver nach 3-5 Yards nach innen ab. In solchen Fällen würde man dann eindeutig eher von einer „kurzen“ Route als von einer „mittellangen“ Route sprechen.

Eine Abwandlung der Drag-Route ist die Jerk-Route, bei der ein Receiver eine Route als Drag-Route beginnt und nach einigen Schritten die Option hat, entweder die Drag-Route zu Ende zu laufen, oder mit einem kurzen Doppelschritt downfield abzubiegen und den Verteidiger zu verarschen. Ein Beispiel dafür gab es in der 49ers vs. Ravens Superbowl.

Tiefe Routen

7 – Corner Route / Flag Route

Die Corner-Route ist eine tiefe Route, die nach außen designt ist: Der Receiver läuft (oft aus der Slot-WR Position kommend) downfield und biet nach etwa 10-15 Yards im 45°-Winkel nach draußen ab – in Richtung „Corner“ (Ecke). Besonders effizient ist die Route, wenn der Cornerback die Innenschulter des Receivers verteidigt, weil damit der Weg nach außen frei ist.

Diese Route wird oft als Ablenkungsmanöver benutzt um in Kombination mit kürzeren Routen den tiefen Safety in die falsche Richtung zu ziehen. Die Corner-Route wird in der Redzone auch manchmal „Fade“-Route genannt: Der Receiver biegt nach draußen in Richtung Eck der Endzone ab, der Quarterback wirft einen gelupften Jump-Ball. Geht der Pass schieft, stehen die Kritiker dann meist Schlange.

Pro Football Focus und der Ringer stehen der Fade-Route ablehnend gegenüber. Nicht unerheblich scheint mir in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass auch die gleich besprochene Go-Route manchmal als Fade-Route bezeichnet wird – z.B. wenn der Receiver downfield läuft und der QB dann auf die hintere Schulter wirft. In dem Fall muss der Receiver den Gegner nicht überlaufen, sondern kann einfach außen den Ball gegen den verdutzten Cornerback fangen.

Recht spannend beim Thema Fade-Route ist dieses Youtube-Video mit Calvin Johnson:

8 – Post Route

Das Gegenstück zur Corner-Route: Der Receiver biegt downfield im 45°-Winkel nach innen ab – in Richtung Goal-Post (Torstange). Die Post-Route ist eine der häufigsten Routen, da sie gegen viele verschiedene Deckungskonzepte funktionieren kann. Post-Routen können sowohl gegen eine 1-deep Secondary funktionieren (nur ein tiefer Safety) wie auch gegen 2-deep (wenn sie genau die Schnittstelle zwischen den beiden Safetys trifft).

Eine zentrale Rolle spielt die Post-Route im berühmten „Mills-Konzept“, mit dem Steve Spurrier als Headcoach der Florida Gators den College Football revolutionierte. Smart Football hat ausführlich darüber geschrieben.

Die Post-Route wird manchmal leicht abgewandelt nur mit einem sehr leichten Knick nach innen gelaufen und sie dabei nicht unähnlich einer kerzengeraden Go-Route aus. Dieser nur leichte Knick hat den Zweck, dass man zwar den Outside-Cornerback aussteigen lassen möchte, aber nicht den tiefen Safety aus der Spielfeldmitte nach draußen ziehen will. In solchen Fällen spricht man von „Skinny Post“.

Es gibt auch Kombinationen, in der ein Receiver eine Corner-Route anläuft, aber sofort doch wieder nach innen zieht, also eine Post-Route läuft. Das nennt man dann „double move“ – doppelte Bewegung. Der Move soll den Verteidiger ins Leere laufen lassen.

9 – Go / Fly / Streak / Nine Route

Die Route, in der blanker Speed zählt: Receiver rennt einfach downfield und denkt an nichts anderes als den Verteidiger zu überlaufen. Quarterback wirft so tief es geht, und wenn der Receiver den Gegner überlaufen hat, kann es ein langer Touchdown werden.

Wie schon zuvor geschrieben, wird die Go-Route wie die Post-Route manchmal auch als Fade-Route bezeichnet. Die Abgrenzung ist dabei nicht scharf, aber man kann tendenziell so sagen: Wird die Go-Route nahe der Seitenlinie gelaufen, steigt die Chance, dass sie im TV als Fade-Route bezeichnet wird.

Hail-Marys sind meistens Go-Routes.

Im berühmtesten Konzept der Air-Raid Offense, dem Four Verticals Konzept, laufen z.B. vier Wide Receiver jeweils Go-Routen… zumindest ist das die Intention dieses Konzepts, doch alle Receiver haben die Option, ihre Go-Routen mit abruptem Abbrechen zu einer Curl/Comeback Route oder ähnlichem werden zu lassen – das sind dann meistens die oben beschworenen Momente, in denen die Kommentatoren von „Hitch-Routen“ sprechen.

Das Gegenstück dazu ist die Stop and Go Route, manchmal 10-Route genannt: Dabei täuscht der Receiver den Curl an um dann urplötzlich doch Vollgas downfield zu laufen. Ziel dabei ist es natürlich, den Verteidiger auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Diese Route ist eine Kombination aus einer angetäuschten Curl-Route (Receiver biegt nach 10 Yards nach innen ab) und einer Go-Route (nach dem angetäuschten Stop läuft der Receiver geradeaus nach vorn). Ziel ist es, den Verteidiger am falschen Fuß zu erwischen. Die Stop & Go Route verlangt dabei nehmen brutalem Speed auch brutale Agilität und Antrittskraft, weil der Receiver abrupt bremsen und wieder beschleunigen muss.

Weitere Routen

0 – Screen-Pass / 5 Yards In Route

Zu diesen neun Basis-Routen gesellen sich noch zahlreiche weitere mögliche Routen. Zum Beispiel die oft zitierte „0-Route“, die man auch als Screenpass identifizieren kann. Ross Tucker hat darüber ein gutes Video gemacht.

Der Screenpass ist kurz gesagt ein kurzer Vorwärtspass zu einem Receiver, der Blocker vor sich hat. Es geht bei diesem Pass darum, „Yards nach dem Catch“ (Yards after Catch / YAC) zu machen. Oft ist der Screenpass sehr „defensiv“ designt: Die Offense Line zieht sich zurück, lässt die Passrusher kommen, ehe der Quarterback plötzlich kurz nach innen oder außen wirft um den Passrush zu kontern und ins Bockhorn zu jagen.

Es gibt im Kern vier verschiedene Screenpässe:

  • Base Screen: Die älteste Form des Screenpasses. Schneller Dumpoff zum Runningback, der idealerweise drei Offense Liner vor sich hat und hinter deren Blocks versucht, sich durch die Defense zu schlängeln.
  • Jailbreak: Screenpass zu einem WR nach außen. Innen stehen dabei 2 WR (oder 1 WR + 1 TE), diese beiden werden im Spielzug dann als Blocker eingesetzt. Idealerweise geht noch ein weiterer OL nach außen um im Blocking zu unterstützen.
  • Bubble Screen: WR draußen geht im Moment des Snaps nach hinten und kreiert damit eine „Blase“ (Bubble), einen leere Raum zwischen sich und der Verteidigung. Die in der Nähe aufgestellten WR/TE bewegen sich nach vorn und versuchen zu blocken. Die Offense Line ist beim Bubble-Screen nicht direkt involviert.
  • Dropback Screen: Offense Line, Quarterback und Receiver bewegen sich nach dem Snap stark nach hinten und ziehen damit die ganze Defense mit sich. Von draußen zieht plötzlich ein WR nach innen und nutzt die Underneath Zone. So sieht das Blocking initial aus als würde man für eine lange Routenentwicklung (5-step Drop) blocken, aber das wahre Ziel ist ein 5-yds nach innen gelaufene Route vom Wide Receiver, der mächtig viel Platz zwischen Defense Line und Defensive Backs bekommt („Underneath Zone“).

Seam Route / Angle Route / Slugo Route

Außerhalb des traditionellen Route-Trees werden auch die nachfolgenden Routen häufig zitiert (Aufzählung ist natürlich unvollständig).

Seam Route – oder: Die Route des Rob Gronkowski. Die Seam-Route wird gefühlt immer dann angesprochen, wenn Gronkowski oder ein anderer Star-Tight End einen Catch macht. Dabei handelt es sich bei der Seam gar nicht um eine klassische „Route“, sondern mehr darum, dass der potenzielle Receiver die Nahtstelle („Seam“) in der Zonenverteidigung sucht (und natürlich idealerweise findet), an der ein Verteidiger an den nächsten übergibt (z.B. Linebacker an Safety).

Für eine Seam-Route braucht es also Zonenverteidigung – und der Receiver muss die Optionen bekommen, an den vermeintlichen Nahtstellen die richtige Route zu wählen. Das braucht gutes Verständnis von QB und Receiver.

Angle Route: Eine Route, bei der eine Receiver (meist aus dem Backfield kommend, also Runningback oder Fullback) 45° nach draußen läuft und dann nach einigen Schritten 90° nach innen abbiegt, also dann von der Anspiellinie aus gesehen 45° nach innen läuft.

Slugo Route / „Slant and Go”: Ein Kombination aus Slant-Route und Go-Route. Receiver zieht den Verteidiger per Slant nach innen und biegt dann vertikal ab.

Smash-Route: Receiver läuft kurz nach draußen und biegt dann scharf „Z-förmig“ nach innen ab. Ziel ist es, den Manndecker komplett auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Schlusswort

Es gibt weitere Routen, die ganz anschaulich bei X & O Football erklärt werden. Die Basis-Routen zu kennen ist wichtig, aber nicht ausreichend um das moderne Passspiel zu verstehen, denn wirklich potent werden Routen nur als Kombinationen: Verschiedene Routen kombinieren verschiedene Räume am Feld – idealerweise sich ergänzend. Meine liebste Quelle dazu sind Chris B. Browns Seite „Smart Football – Passing“ sowie seine beiden Bücher The Essential Smart Football sowie The Art of Smart Football.

Über die Sprache, in der Offenses solche Routen-Kombinationen oder „Routen-Konzepte“ (concepts) kommunizieren, habe ich schon einmal anhand der Erhardt-Perkins Offense der New England Patriots geschrieben.

Und, jau: Ich schaue seit vielen Jahren American Football, aber das Thema Routen und Pass-Konzepte bleibt für mich ein unerschöpfliches Gebiet, auf dem es noch so viel zu entdecken gibt. Ich hoffe, diese Einführung hat geholfen.

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5 Kommentare zu “American Football erklärt: Routen im Passspiel und Route-Tree

  1. Bei dem Begriff „Football-Wildschwein“ musste ich doch ein wenig schmunzeln 😉

    Zur Wheel-Route habe ich aber noch ’ne Frage: Läuft dies Route nicht immer außerhalb der Nummern, also am Rand? Oder habe ich Deine Grafik falsch verstanden?

  2. Super vielen Dank für einen wiedermal tollen Artikel. Ebenfalls bemerkenswert, wieviel Du bereits in dieser Offseason geschrieben hast. Das lässt einen die freie Zeit super überbrücken und ich freue mich auf die in ca. 9 Wochen beginnende Saison.

  3. @Nordlicht: Ja, Wheel-Route geht zu beiden Seiten raus, wie alle „organgenen“ Routen außer der Dig-Route. Habe ich versucht, textlich zu beschreiben, vielleicht es ist etwas missverständlich.

    Wollte keine unübersichtliche Grafik kreieren.

  4. Pingback: Air Raid Offense – Die wichtigsten Spielzüge | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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