NFL-Football aktuell: Zum Thema Laufspiel und Runningbacks

Das Thema „Wert von Runningbacks“ bzw. „Wert von Laufspiel“ bleibt eines der am hitzigsten geführten in der laufenden Offseason. Dabei kristallisieren sich immer mehr zwei Fronten heraus.

Das Argument dreht sich um das Schlagwort „runningbacks don’t matter“„Runningbacks sind unwichtig“. Was gerne verwechselt wird mit „Laufspiel ist unwichtig“. Was zu Konfusion führt, denn zweites Argument ist bestenfalls ein Cousin des ersten.

Doch im Kern dreht sich die Diskussion darum, ob man für Laufspiel essenzielle Positionen in der heutigen NFL überhaupt noch hohe Gehälter zahlen sollte bzw. darum ob der Runningback überhaupt noch eine „wichtige“ Position für den Erfolg des Laufspiels ist.

Anyhow. Die beiden Lager lassen sich mittlerweile klar abgrenzen.

Lager 1: Stat-Heads

#1 Die Analytics-Community, deren Argument zugespitzt werden kann auf eben „don’t pay running backs“. Das Argument geht in etwa so:

  1. Passspiel ist wichtiger als Laufspiel. Viel wichtiger sogar. Laufspiel ist vor allem als situative Ergänzung zu betrachten: Short-Yardage Situationen, Redzone und Goal-Line.
  2. Establish the Run ist als Grundphilosophie nicht mehr vertretbar: Der Erfolg von Play-Action Passing ist weder abhängig von einem erfolgreichen Laufspiel, noch von hohem Einsatz des Laufspiels. Ebenso ist der richtige Zeitpunkt für erhöhtem Einsatz von Laufspiel vor allem dann gekommen, wenn es darum geht, eine (mit viel Passspiel herausgespielte) Führung nach Hause zu bringen. Die entscheidende Grafik lieferten Timo Riske / Josh Hermsmeyer gleich mit:

  1. Selbst wenn wir uns nur auf das Laufspiel allein beschränken: Play-Calling und Offensive Line sind die wichtigeren Faktoren zum Erfolg von Laufspiel als der Runningback. Zwei bahnbrechende Artikel dazu: Josh Hermsmeyers Vergleich von „Box-Defendern“, Spielsituation und Laufspiel, die fast perfekte Korrelation aufweisen. Und PFFs Grundsatzdokument zum geringen Wert des Runningbacks.
  2. Runningbacks sind nach x Carries sowieso aufgebraucht. Kürzeste Lifetime aller NFL-Positionen. Hohe Verletzungsgefahr.
  3. Ergo: Man sollte Ressourcen lieber in das Passspiel investieren, und wenn man schon Laufspiel möchte, dann besser in die O-Line investieren.
  4. Und als Goodie: Hochbezahlte Top-Runningbacks sind sogar doppelt schädlich, weil sie nicht nur Salary-Cap Budget blockieren, sondern vielmehr auch noch Coaches dazu verleiten, sie noch stärker mit ineffizienten Carries zu füttern, die die Offense weiter blockieren.

Lager 2: Ex-Spieler

#2 Dem gegenüber steht die Fraktion alteingesessener Experten und ehemaliger Spieler, die klarstellen, dass sie das am Feld so anders erlebt haben, dass Laufspiel sehr wohl essenziell für die Implementierung von Play-Action Passing sei und dass man die Gegner physisch out-grinden müsse um in der NFL zum Erfolg zu kommen.

Letzte Woche ging die Debatte mal wieder steil, als der ex-QB Dan Orlovsky, mittlerweile ein respektierter Experte in den großen Networks, eine Lanze für den Wert von „Elite-Runningbacks“ brach. Wie die „Diskussion“ geführt wurde, kann man sich in etwa ausmalen. Auf alle Fälle landete sie am Ende bei folgendem – nunja, sagen wir mal vorsichtig: bestreitbarem – Tweet Orlovskys:

Sagen wir zusammenfassend so: Verhärtete Fronten. Eine „alte Welt“ mit ihrem abgrundtiefen Misstrauen gegen die statistischen Methoden der „neuen Welt“ – ein Misstrauen, das so tief geht, das bei jeder neuen kontra-intuitiven Erkenntnis sofort die Keule von wegen „willkürliche Zahlenschieber“ ausgepackt wird. Ein Argument, das sich leicht widerlegen lässt.

Dass Orlovsky am Ende der Fahnenstange sein eigenes Argument („Der Runningback ist extrem wichtig und Zeke Elliott ist der wahre Treiber der Cowboys-Offense“) widerlegt ohne es auch nur zu merken („Pats, Rams und Chiefs haben ihre Runningbacks natürlich locker ersetzt, weil sie auf den entscheidenden Positionen fantastisch besetzt sind“), ist nur der zwischenzeitliche Tiefpunkt einer mittlerweile sinnbefreiten Diskussion.

My 2 cents

Persönlich bin ich das Thema langsam leid. Auf Basis sämtlicher Evidenz ist es kaum mehr begründbar, Top-Runningbacks als ernsthafte, wahrnehmbar „positive“ Faktoren auf dem NFL-Spielfeld zu bezeichnen.

Den letzten entscheidenden Artikel lieferte Hermsmeyer bei Five-Thirty-Eight gleich gratis mit: Ezekiel Elliott is not worth the money he wants – der letzte Sargnagel auf der „Pay Runningbacks!“-Agenda, in dem Hermsmeyer sämtliche Schwachstellen in der Argumentation zerlegt und vor dem wahren Kern des Problems warnt: So großartig Zeke sein mag, es schlägt sich in den Zahlen nicht nieder. Ein teurer Zeke bedeutet noch mehr ineffiziente Carries für Dallas, bedeutet noch mehr Vollspeed ins Mittelmaß.

Die Indizienlage ist offensichtlich. Die Gegenargumente gegen den proklamierten geringen Wert von Laufspiel und Runningbacks sind bestenfalls öde, schlimmstenfalls fahrlässig.

Wissend, dass sich die Auseinandersetzung an dieser Stelle verfestigt und uns das Thema noch auf Jahre verfolgen wird, weil Argumente an dieser Stelle nicht mehr zählen, halte ich es an dieser Stelle mit Bill James: Nach vorne schauen anstatt sich in sinnlosen Diskussionen aufzureiben. Den Alten ihre Meinung lassen und mich mit den wirklich interessanten Dingen beschäftigen. Eines davon wurde gestern im PFF-Forecast Podcast mit Eric Eager, George Chahrouri und Matthew Coller besprochen.

Der Widereceiverback

PFF Forecast Podcast vom 19.07.2019

Denn der Punkt ist: Das, was die „guten“ von den „schädlichen“ Runningbacks im NFL-Ambiente von 2019 unterscheidet, ist ihre Fähigkeit, als Receiver eingesetzt zu werden. Die Podcast-Diskussion bot einen spannenden Ausblick auf die Entwicklung von Laufspiel und Runningbacks:

  1. Receiving-Fähigkeit ist wichtiger als Rushing-Fähigkeit, auch aus dem Backfield heraus.
  2. Routenlaufen ist wohl deutlich schwieriger zu erlernen als reines Balltragen, was nicht zuletzt einer der „Receiving-Backs“ der NFL, Jedrick McKinnon, mehrmals bestätigte.
  3. Es gilt herauszufinden, inwiefern das reine Balltragen von „non-Runningbacks“ erlernbar ist bzw. ohne drastischen Qualitätsverlust erlernbar ist.
  4. Ein künftiger Weg könnte demnach sein, zunehmend gelernte Wide Receiver ins Backfield zu stellen. Drei Vorteile: Der Mann im Backfield wäre automatisch ein besserer Receiver, man könnte problemlos und ohne Qualitätsverlust per Motion auf Empty-Backfield stellen und man könnte auf die Bezahlung einer ganzen Positionsgruppe (Runningback) verzichten.

Eine Immersion der Position Runningback durch die Positionsgruppe Receiver: Zufall oder weise Voraussicht, dass mal wieder Bill Belichick (mit Corrdarrelle Patterson) einer der Pioniere war, die bereits erfolgreiche Experimente damit gemacht hat. (Auch der so oft kritisierte Mike McCarthy mit Ty Montgomery im Übrigen)

Mutmaßlich ist derartige Entwicklung gar nicht zu verhindern, je stärker sich der Fokus auf das Passspiel setzt. Mehr Receiver am Feld bedeutet mehr Receiver im Roster, bedeutet weniger Platz für gelernte, reinrassige Ballträger ohne wirkliche Receiving-Fähigkeit.

Der interessante Diskussionspunkt beim Thema Laufspiel/Runningback ist also nicht, ob man Runningbacks überhaupt noch hoch bezahlen sollte (Die Antwort darauf ist nein). Viel spannender ist die Frage, ob man das reine Balltragen verstärkt als Nebenprodukt des Receivings interpretieren sollte und somit die Stellenbeschreibung der Runningback-Position grundlegend verändern sollte.

Das langfristige Resultat wären die Verschmelzung der Positionsgruppe Runningback als kleine Teil-Einheit der Positionsgruppe Receiver und das Verschwinden der reinen „Bell-Cows“ von der Bildfläche.

32 Kommentare zu “NFL-Football aktuell: Zum Thema Laufspiel und Runningbacks

  1. Was macht man mit einem Back wie Alvin Kamara? Er ist zwar nominell ein Back (883 rushing yards) hat aber die Hände eines Receivers (709 receiving yards) . Zahlt man den oder nicht?

  2. Kamara ist einer der wertvollsten Runningbacks in der NFL. Man könnte ihn fast schon als Receiver sehen: Seine 2.1 Yards per Route-Run sind meilenweit der beste Wert unter RBs und sind WR-würdig.

    Kamara ist überdies extrem gut im Erzwingen von Missed-Tackles und hatte in den letzten beiden Jahren fast 40 Receptions, die über 15 Yards machten.

    Gemeinsam mit McCaffrey gehört er zu den Vorreitern der die Spieler, die man „Receiverback“ nennen könnte.

  3. In der Bye-Week nach Woche 9 zog Harbaugh dann den überfälligen QB-Wechsel vom Superbowl-Champion Flacco auf den unerfahrenen 1st-Round QB Lamar Jackson durch – und über Nacht verwandelte sich die lahme Passing-Offense um Flacco zu einer Aufsehen erregenden Rushing-Offense um Jackson, RB Gus Edwards und RB Kenneth Dixon. Baltimore ging in den letzten Wochen 6-1 (26.7.19)
    wer hats geschrieben 😉

  4. Harbough hat das einzig richtige getan , wenn etwas nicht funktioniert , dann muß ich was ändern ! ( das zeichnet einen guten Coach aus ! ) wollte nur sagen oder bin der Meinung , du brauchst den Lauf !!!!!! ( jüngstes bsp. die Rams mit einen in Form gewesenen RB Gurley hätten den letzten SB gewonnen !

  5. Sie hätten die Superbowl gewonnen, wenn Goff die offenen Receiver getroffen hätte.

    Laufspiel hatte wenig Einfluss, denn mit dem durchsichtigen Play-Calling McVays hatten die Patriots Leichtez die Box zuzustellen. Gurley hätte annähernd nix bewegt.

  6. Die Rams waren am anfang der Saison überragend mit einem unfassbaren Gurley (habe unheimlich viele Punkte im Fantasy-Manager mit Ihm gemacht !!) und eben dann hätte es Goff auch leichter gehabt !!!

  7. Rätsel die ganze Zeit, wie die Zahlen von Shannahans Backfield nächste Saison aussehen wird. Mckinnon, breida (2018: 1,63 yards per route run from slot; 90.1 (#1 unter rb) rec grade, coleman und juszek (fb) sind alles gute passcatcher. 3 davon sind tendenziell überbezahlt. Einerseits gehen hier viele ressourcen (unnötig?) in die RBs, andererseits nutzt Shannahan gerade seine Rec-RBs als zentrales MatchUp-Mittel seiner offense.

  8. Todd Gurley Is In The Right System At The Right Time , wenn ich die Überschrift lese spricht das für Gurley ( der ja auch sagenhafte 5.. Yard per Carry am Anfang der Saison erlief ) und die Symbiose zwischen Pass und Lauf hat gestimmt . Gegen ende der Saison war Gurley nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Packers übrigens wollen unter Ihrem neuen Headcoch auch wieder mehr Laufen . Wenn der QB fast ständig aus der Shotgun spielen mus , ist das eine enorme Belastung so wie Rogers im SB – Jahr . Auf dauer kann es nicht gut gehen , weil es irgend wann was auf die Hörner gibt, es gibt zu viele gute Defens Spieler die dazu in der Lage sind !

  9. einfach ist es natürlich nicht , aber will sagen du brauchst einen oder zwei gute RB , was wäre Dallas ohne Elliot , die Saints ohne Kamara+Ingram ,Gaints ohne Barkley , usw. Um es ganz deutlich zu sagen, nur auf mein Bauchgefühl verlassend , du brauchst einen oder zwei gute RB , auch die Pats ( Sony Michel+Burkhead) sind in den Play Offs viel gelaufen ! Für meine Packers würde ich mir einen von diesen RB wünschen und sie sind ihr Geld wert ! Es ist aber auch der härteste Job auf dem Feld , wenn sie dir das Ei unter den Arm klemmen ( jeder will dich tacklen oder einen Hit geben) und du deine Knochen hin halten must !

  10. Die Giants sind mit Barkley 5-11.

    Die Cowboys-Offense ist erst in dem Moment wiedererstarkt, als man WR Cooper eingekauft hat. Man kann sich natürlich Elliott schönsaufen u.a. durch seine Dutzende 3rd & long Targets, die nix bringen außer ein paar Yards Ergebniskosmetik.

    Die Saints funktionieren dank Brees und den Receiving-Fähigkeiten Kamaras, nicht wegen Ingrams Rushing. Dieses ist vor allem eins: Hinderlich, weil es zu oft in ineffizienten 1st Downs gecallt wird.

    Der Job ist natürlich hart. Aber das sollte Teams nicht daran hindern, ihn als relativ austauschbar zu empfinden. Nicht umsonst ist nur noch die Positionsgruppe der Long-Snapper im Schnitt niedriger bezahlt als die des Runningbacks.

  11. Ohne Zweifel mit Cooper haben die Cowboys einen Glücksgriff gemacht, man kann aber auch sagen, am Laufspiel hat es nicht gelegen , das die Offs so schlecht war ! Kamara , fängt gut, aber hat er nicht auch 14 Rush TD ! Die Calls für Ingram , kommen doch vom Offs-C od. HC. , wenn der es nicht versteht Ingram richtig einzusetzen, ja dann ( Ingram ist ein wuchtiger RB mehr für die kurzen Yards, würde ich denken ! Barkley 11 TD , null Fum , eine sicher RB , Manning 21 TD ( geht so) aber 11 Int , klare Sache gib Barkley noch öfter das Ei! Im Schnitt bezahlt, die wenigen guten RB, deren Spiel oder Team auch auf den Lauf baut, die verdienen schon nicht so schlecht , wobei das was Bell bei den Steelers gemacht hat, na ja ein Jahr frei (aber fit halten must du dich trotzdem), aber keine Kohle, da sind schon ein paar Milliönschen verloren gegangen?! ( das spricht wieder mehr für deine These! Die Teams wollen nicht mehr so viel für RB zahlen) Und James Conner , ich verwette mein Puff in Arizona, sein nächster Vertrag wird besser sein!

  12. 5 Kamara-Rush TD in 2018 kamen von der 1-yds Line.
    4 weiteren von innerhalb der 5-yds Line.

    Man würde von jedem vernünftigen NFL-Runningback erwarten, die Bälle von dort zum TD reinzutragen. Zumal Kamara hinter einer Top-5 OL spielt.

    Kamara hatte innerhalb der 5-yds Line 19 Lauf-Versuche bei einer Success-Rate von 53%. NFL-Schnitt = 50%.

    Barkley hatte, so gut er auch individuell sein mag, eine niedrigere Success-Rate als der durchschnittliche NFL-Back im offenen Feld.
    Barkley von innerhalb der 5-yds Line: 20 Versuche, 6 TD. Success-Rate = 30%.
    Sogar Chris Carson war mit 39% erfolgreicher.

    Zeke Elliott von der 5-yds Line? 16 Versuche, 4 TD plus ein 1st Down. 31% Success-Rate.

    Todd Gurley? 26 Runs, 11 TD, 2 First Down. 50% Success-Rate. Liga-Durchschnitt.

    Die Steelers-Offense war ohne Bell im offenen Feld eher effizienter als ineffizienter.
    An der Goal Line? Der spottbillige James Conner mit 65% Success-Rate wesentlich besser als die hoch gehandelten Elliott, Gurley und Co.

    Fazit: Kamara trennt die Spreu vom Weizen nicht weil er besonders erfolgreicher Runner wäre. Darüber hat er wie jeder Runningback nur begrenzt Kontrolle. Er ist so wertvoll wegen seines Receivings.

  13. Man sollte schon genauer hinschauen und das ganze sehen, insbesondere wenn es darauf ankommt (Play Offs!). Die Postseason zeigt doch die Wahrheit ! 2018 gab es 26 TD on Air, 27 TD per Rush, hinzu kamen bei den QB noch 16 Int !!! und 40 Sacks !!!!! Keiner der völlig überbezahlten QB aber auch wirklich keiner ausser Russell Wilson kam über ein Rating von 100(Regulars. waren es 8 od. 9) !! Gut man kann sagen ein RB Fum auch mal, aber es waren nur 8 Fum.
    Fazit: 1. Laufspiel ist viel wichtiger als Passspiel in den Play Offs.Das Passspiel kann man als situative Ergänzung betrachten: besonders wenn du einen Rückstand aufholen must.
    2. Establish the Run ist ein mus als Grundphilosophie ! Besonders in den Play Offs, wie die zahlen klar belegen. Ebenso ist der richtige Zeitpunkt für erhöhten Einsatz von Passspiel vor allem dann gekommen, wenn es darum geh, einen Rückstand aufzuholen!!
    3. Play-Calling und Offensive Line sind wichtige Faktoren zum Erfolg, aber der RB macht die Yards oder den TD!
    4.Ein oder zwei RB die Top fit sind, sind deine gefährlichste Waffe in den Play Offs.
    5.Man sollte gerade in den Play Offs aufs Laufspiel setzen. Den hoch bezahlten QB flattern da am meisten die nerven und die Leistung steht in keiner Relation zur Bezahlung.
    6.Wenn ich die hoch bezahlten Verträge der QB sehe (100te von Millionen) dann sag ich mir ,hol dir dafür 3-4 gute RB und den Rest Steg in die Defense.Die Chancen in den Play Offs sind dann besser!
    Ausgerechnet dann wenn du Eier brauchst bekommen die QBs nervenflattern

  14. Die Geister, die ich rief.

    @gopackgo: Wissend, dass dir mit Argumenten nicht beizukommen ist, habe ich ein Goodie für deine Illusion von „Playoff-Rushing ist King“.

    In den Playoffs 2018 hatte das Laufspiel 0.03 EPA/Rush Erfolg, das Passspiel war mit 0.02 EPA/Pass unglaublich viel ineffizienter.

    Das für dich, damit du dich in deiner „Small Sample Size“ Welt weiterhin wohlfühlst.

    Dass die Playoffs 2018/19 ein krasser Ausreißer waren und schon 2017/18 das Passspiel mit 0.18 EPA/Pass und 46% Success-Rate vs. 0.00 EPA/Run und 37% Success-Rate komplett dominierte, lassen wir außen vor, denn es passt nicht in unsere Glaubensvorstellung.

    Ebenso verschweigen wir die Playoffs 2016/17 als das Passspiel mit 0.10 EPA/Pass dominierte, während das Laufspiel mit -0.05 EPA/Run („Laufspielzüge haben zu gegnerischen Punkten mehr beigetragen als zu eigenen“) abstank und Pass mit 45% Success-Rate zu Run mit 37% Success-Rate dominierte.

    Wir verschweigen auch, dass Passspiel inklusive Sacks in jedem drei drei Playoff-Jahre mindestens 2 Yards/Play mehr erzielte als der Lauf, in zwei von drei Jahren mehr als 2.5 Yards/Play Differenz.

    Also: Rushing ist King. Ich hoffe für dich, dass die Packers deine Worte ernst nehmen. Ich hoffe es für mich auch. Grüße.

    Ein Detroit-Lions-Fan.

  15. Danke, daß du alle deine Takes mit Zahlen unterlegen kannst. Aber mal ehrlich: Wie anstrengend sind die ewigen Diskussionen?

    Der Artikel sollte den Establish The Run Shit ja entkräften.

  16. @FloJo:

    Gegen Establish the Run zu argumentieren, ist extrem einfach, weil die Zahlen keine anderen Schlüsse zulassen. Man muss sich nur von der Hoffnung lösen, dass man in der „alten Generation“ auf offene Ohren stößt. (Man tut das nicht)

    Ich würde auch nicht sagen, ich habe die Diskussion als beendet erwartet. Schließlich schrieb ich oben bereits: Die Lager bewegen sich auseinander.

    Davon ab: Ich weiß nicht, wie man NFL-Football 2019 schauen kann und ernsthaft – auch ohne eine einzige Zahl angeschaut zu haben – auf die Idee kommt, dass Laufspiel > Passspiel sein kann.

    Der Irrglaube hat sich in jahrzehntelanger Tradition manifestiert und gehalten. Selbst Coaches, die jeden Tag mit den Spielern arbeiten und nichts anderes machen als den ganzen Tag über ans Optimieren zu denken, können sich nicht von dieser Irrvorstellung lösen. Obwohl sie es jeden Tag sehen.

    Das nennt man wohl „Blinder Fleck“.

    Vielleicht hilft es ja der „jüngeren Generation“, dass sie ohne den ganzen Establish-the-Run Bullshit aufgewachsen ist und unbedarfter an die Sache herangeht.

  17. Wie weit wollen wir den zurückschauen? Ich hab das nur mal etwas anders beleuchtet und klar, ein Passfeuerwerk ist mir auch lieber . Aber , wir werden es nicht erleben , das ein NFL Team ganz auf den Lauf verzichten wird ! Dazu gibt es zu viele gute RB und es ist dann auch egal ob er läuft oder fängt !Rb ist RB. Bin auch kein Freund vieler Statistiken , ich finde man mus schon genauer hinschauen , den Statistiken kann man so oder anders interpretieren , da gibt es viel Spielraum . Tendenziell können sie aber schon hinweise geben. Also freut euch alle Excelliebhaber , im fleisig Daten füttern !

    Ich habe hier viel gelernt und sehr gute Artikel gelesen und deshalb bin ich öfters hier, für mich die beste deutschsprachige Seite und wenn ich Zeit habe , gebe ich auch mal meine Meinung oder Senf dazu. Danke Korsakoff für die vielen tollen Artikel und Einschätzungen, mach weiter so! Nicht böse auf mich sein 😉 Ich freue mich auch auf die neue NFL-Saison !
    also, ich hab dann mal genug 😉 geh mal ein Bier trinken, bye

  18. Ich denke es wäre grundsätzlich hilfreich dir Fähigkeiten, das Können eines Spielers von der Effizienz zu trennen. Das würde das ganze entemotionalisieren. Es gibt, denke ich, keine großen Diskussion, dass die oben genannten rb Großartige Spieler sind. Und man kann auch mögen, dass rbs diesen knallharten Job machen – ist halt rine Frage des Weltbildes. Ob Spieler x seinen Job gut macht muss nicht zwingend einen Einfluss aufs Ergebnis haben.

    Das zweite ist, dass klar zwischen rb und run unterschieden werden muss. (Und das machst du, korsakof, ja auch) wie viele erfolgreiche Runs waren zuletzt wr per jet Sweep? Ein Colin Kaepernick konnte auch 264y im Spiel machen.
    Und die Panthers sind mit ihren zwei top Rbs nicht so wirklich vom Fleck gekommen- der Super Bowl kam mit einem Fokus auf TED Gin.

  19. Hier etwas für den Seelenfrieden aller(ausser mir:-( ich sehe es anders) , wir werden auch sehen was die Cowboys mit Elliot machen werden , dessen Vertrag ausgelaufen ist oder neu verhandelt wird !
    http://www.spox.com/de/sport/ussport/nfl/1907/Artikel/running-backs-analytics-twitter-streit-was-ihr-wissen-muesst-ftr.html

    Es grassieren ja schon Fake News, das Elliott + Gurloy bei den Packers im Gespräch sind weil sie ja keiner mehr braucht 😉 bzw. sie zu teuer sind !

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