Baltimore Ravens in der Sezierstunde

Ein Blick auf die Baltimore Ravens, die mit einer unkonventionellen Offensiv-Strategie in die neue Saison gehen werden.

Die Ravens waren letzte Saison 10-6, gewannen die AFC North und verloren ihr erstes Playoffspiel mit einem Score zuhause gegen die Los Angeles Chargers. Das war ein mehr als akzeptables finales Resultat für diese Mannschaft, wenn man bedenkt, dass sie zur Saisonhälfte am Rande der Selbstzerfleischung begriffen war, mit einem quasi abgesägten QB Joe Flacco und ersten Berichten ob einer bevorstehenden Entlassung von John Harbaugh.

Nach neun Spieltagen waren die Ravens 4-5. Ich schrieb schon damals, dass es abseits des Records wenig Grund zur Sorge gab – schließlich waren die Effizienz-Stats hervorragend und deuteten auf ein Top-5 Team hin. Aber man verlor die meisten der Close-Games.

In der Bye-Week nach Woche 9 zog Harbaugh dann den überfälligen QB-Wechsel vom Superbowl-Champion Flacco auf den unerfahrenen 1st-Round QB Lamar Jackson durch – und über Nacht verwandelte sich die lahme Passing-Offense um Flacco zu einer Aufsehen erregenden Rushing-Offense um Jackson, RB Gus Edwards und RB Kenneth Dixon. Baltimore ging in den letzten Wochen 6-1 (einzige Niederlage: 24-27 in Kansas City), qualifizierte sich souverän für die Playoffs und schöpfte dort, nach drei schwachen Vierteln gegen die Chargers, mit einem akzeptablen Schlussviertel zum Saisonausklang auch Hoffnung, dass man Jackson zu einem adäquaten Passer entwickeln könnte.

Offense

Jetzt übernimmt Greg Roman die volle Kontrolle als Offensive Coordinator. Roman hat Erfahrung mit mobilen QBs der Güteklasse Jackson: Mit Colin Kaepernick spielte er 2012 und 2013 eine der vielseitigsten Rushing/Option-Offenses, die ich in der NFL bislang gesehen habe und später hatte er in Buffalo mit Tyrod Taylor erneut recht gute Erfolge.

Jetzt also Jackson, der „neue Michael Vick“, was Explosivität und Speed im Laufspiel angeht, aber kein fulminanter Werfer des Balls. Jacksons Passing ließ letzte Saison noch einigermaßen zu wünschen übrig und blieb vor allem in der Tiefe des Spielfelds hinter den Erwartungen: Jackson versuchte nur 29 tiefe Passversuche in seiner kompletten Saison – weniger als z.B. ein Jeff Driskel in Cincinnati, und der spielte weniger Snaps als Jackson.

Tiefes Passspiel ist gerade für ein Team mit der Veranlagung der Ravens von essenzieller Bedeutung. Jackson ist nicht der präziseste Werfer unter der Sonne, doch bei langen Bällen haben Receiver die bessere Gelegenheit, an etwaig ungenaue Würfe zu adjusten. Auch kann die tiefe Bombe aus Play-Action eine valide Strategie sein.

So ging der neue Ravens-GM Eric DeCosta tat viel um Jackson neue Waffen zu besorgen:

  • WR Hollywood Brown kam in der 1ten Runde. Er ist mit 4.31 Sekunden Sprintzeit einer der explosivsten Receiver in der NFL und gilt als deep threat vor dem Herrn. Brown primäre Aufgabe wird sein, das Feld in der Länge auseinanderzuziehen.
  • WR Miles Boykin folgte in Runde 3. Boykin ist höher aufgeschossen als der Winzling Brown, und er ist ähnlich explosiv, wenn auch etwas ungeschliffener.

Diese beiden Receiver ersetzen WR Crabtree und WR John Brown, die letzte Saison nicht mehr funktionierten. Doch mit dem Duo ist es nicht getan. WR Chris Moore ist ein typischer WR2, Willie Snead seit Jahren eine Konstante im Slot, Seth Roberts eine gute Ergänzung – und auf der in Baltimore oft angespielten Tight End-Position haben Hayden Hurst (1st Round 2018) und Mark Andrews (3te Runde 2018) nun ein Jahr Erfahrung nachzuweisen.

Hurst war als Rookie „gut“. Andrews war besser. PFF sieht in ihm einen echten Breakout-Kandidaten. Andrews ist nicht bloß ein starker Blocker. Er ist vor allem ein exzellenter Receiver, der satte 2.01 Yards/Route erzielte: 3t-bester Wert unter allen Tight Ends, die wenigstens 25x angespielt wurden. Andrews gilt als idealer Tight End in 11-Personnel, während Hurst und TE Nick Boyle eher in 12-Personnel ihre Einsatzzeit sehen dürften.

Das O-Line Quintett wird von PFF als #11 der NFL gerankt:

  • LT Ronnie Stanley gilt als einer der besten jungen Offensive Tackles der NFL
  • RG Marshal Yanda ist auch 34-jährig ein All-Pro Kandidat
  • RT Orlando Brown nahm während seiner Rookie-Saison eine vielversprechende Entwicklung, verbesserte sich massiv vor allem im Pass-Blocking nach harzigem Debüt.
  • Auf Center (Skura) und Left-Guard (Alex Lewis) ist man nicht ideal besetzt, doch Sollbruchstellen tun sich dort nicht auf, und in Ben Powers gilt ein Rookie aus der 4ten Runde als potenzieller Nachfolger, sollte es Probleme geben.

Der einzige fragwürdige Offseason-Move war der 5 Mio/Jahr teure Einkauf von Saints-RB Mark Ingram, der prinzipiell nicht zur Mannschaft passt: Zum einen sind 5 Mio/Jahr ein hoher Preis für einen Runningback. Doch vor allem ist der Preis hoch, weil oft bewiesen wurde, dass Laufspiel in Mannschaften mit mobilen Quarterbacks per Automatismus deutlich effizienter ist als Laufspiel neben QB-Statuen. Ingram ergänzt das Backfield neben Edwards und Dixon.

Die Rahmenbedingungen wären also geschaffen: Offensive Coordinator, der weiß wie man mit einem QB wie Jackson umgeht. Jackson zum ersten Mal mit einer vollen Offseason im neuen System. Neue, explosive Wide Receiver zum Auseinanderziehen der Defense sowie Tight Ends mit bereits einem Jahr NFL-Erfahrung, und eine der besseren Offensive Lines in der NFL.

Der Knackpunkt bleibt QB Jackson selbst. Es steht außer Frage, dass seine Entwicklung als Passer über Wohl und Wehe entscheiden wird, denn selbst das effizienteste Laufspiel wird nicht reichen. Teams werden mit einer Offseason Film-Studium die Tendenzen der Ravens-Offense studieren. Die Blaupause der Chargers mit einer geschwindigen, von sieben Defensive Backs angeführten Defense ist auch schon bekannt. Über Jacksons Rookie-Saison habe ich schon vor ein paar Tagen geschrieben.

Jackson muss sein Arsenal erweitern. Er muss unberechenbarer werden und auch schwierigere Würfe nehmen. Hoher Einsatz von Play-Action (2.0 NY/A besser als non-Play Action Passing) und verstärktes 12-Personnel Passing würden helfen: In beiden Elementen war Jackson bereits nahe Liga-Durchschnitt.

Defense

2018 war die Ravens-Defense im ersten Jahr von DefCoord Don Martingale nach zahlreichen erdenklichen Metriken eine Top-3 Defense – und das, obwohl sie gar nicht mal so viele Turnovers produzierte (nur deren 17). Doch 5.5 NY/A gegen den Pass war die #3 Passing-Defense und 63% Run-Success-Rate war die 4t-beste Rushing-Defense. Dichte Schotten reichte aus um die allermeisten Offenses abzuwürgen.

Der Ausblick auf 2019 wäre demnach rosig, doch es gibt ein paar kritische Abgänge: LB C.J. Mosley unterschrieb bei den Jets, EDGE Za’Darius Smith ging zu den Packers, EDGE Terrell Suggs kehrte heim nach Arizona und der 34-jährige, aber extrem wichtige, FS Eric Weddle ging zu den Rams.

Nur wenige Defenses könnten solche Abgänge ohne weiteres verkraften – immerhin handelt es sich um die beiden besten Passrusher sowie den wichtigsten Linebacker und den besten Safety. Doch die Ravens haben tatsächlich eine Chance, „auf Level“ zu bleiben.

Schließlich bleibt die Secondary weiterhin exzellent besetzt: Das CB-Trio Marlon Humphries, Brandon Carr und Tavon Young ist vielleicht das beste der NFL (PFF rankt es an #2) – und das ist erst der Anfang: Humphries war schon 2018 einer der besten Manndecker, und er geht erst in sein drittes Jahr. Young hatte noch mit den Spätfolgen einer Knieverletzung zu kämpfen und war trotzdem einer der besseren Cornerbacks 2018.

Und in der Hinterhand hält man CB Jimmy Smith, einen der besten Manndecker in der NFL, dessen einziges Problem in den letzten Jahren war, dass er aufgrund von Verletzungen und Dopingsperren zu viel Spielzeit verpasste. Doch ein Smith als Ergänzungsspieler? Purer Luxus.

So stark Cornerback aufgestellt ist, Safety ist mutmaßlich die noch besser besetzte Position: Das Kronjuwel am Transfermarkt war FS Earl Thomas, der beste Safety des Jahrzehnts, der für 13 Mio/Jahr bei den Ravens unterschrieb. Thomas ist mittlerweile 29 und kommt von einem Kreuzbandriss, doch wenn er nur eine 90%-ige Version der glorreichen Legion-of-Boom ist, kann der neue DefCoord Martingale ganz anders schemen. Selbst Thomas‘ angedachter Nebenmann Tony Jefferson gilt als einer der besseren Safetys in der NFL.

Wir erinnern uns: Coverage ist wahrscheinlich wichtiger als Pass-Rush. Doch obwohl der Ravens-Passrush nie (auch nicht in der Terrell-Suggs Blütezeit) allein um einen super-Individualisten gebaut war, gilt für 2019 die bange Frage, ob man mit Smith/Suggs nicht zuviel Qualität im Pass-Rush verloren hat.

Vor allem im Edge-Rush gibt es ein paar Fragezeichen: DE Matt Judon ist nur Mittelmaß, und die beiden über Free-Agency eingekauften OLBs Pernell McPhee und Shane Ray sind andernorts in einer Rolle als Starting-Passrusher gescheitert. Immerhin kennt McPhee Baltimore bereits: Bevor McPhee die Ravens vor ein paar Jahren Richtung Chicago verlassen hatte, war er ein gefährlicher Situational-Passrusher gewesen. Vielleicht kann er die alte Magie wieder aufleben lassen, wenn er nur ca. 200 Passrushing-Snaps spielen muss. Andernfalls lebt die Ravens-Hoffnung auf dem nicht überaus athletischen Rookie-DE Jaylon Ferguson (2te Runde).

Ausblick

GM DeCosta hat die Offseason fast perfekt gespielt: Als klar wurde, dass Mosley zum gebotenen Preis nicht zu halten war, ließ man ihn wie EDGE Smith anstandslos ziehen und wird nächstes Jahr einen 3rd-Rounder als Compensatory-Pick dafür abstauben. FS Thomas ist vielleicht der Königstransfer der kompletten NFL-Offseason, und in der Offense baute er neue explosive Waffen ein um mit tieferem Passspiel die suboptimale Präzision in Lamar Jacksons Wurfarm besser kompensieren zu können. Einzig RB Ingrams Einkauf wirkt wie ein Fremdkörper im ansonsten runden Gebilde.

Als #6 nach DVOA der letzten Saison, #11 in meinem Power-Ranking, mit Pythagorean von satten 10.8 Siegen (#5 der NFL) und mit einer letztes Jahr negativen Turnover-Bilanz (von -3) gibt es einige positive Regressions-Faktoren. Doch andererseits hatte man letztes Jahr auch außerordentlich großes Glück mit Verletzungen (nur 30 verpasste Starts).

Die meisten Projections bei den Ravens gehen in Richtung 8-8 oder 9-7, was vor allem an der engen, ungewissen AFC North Division liegt. Die Ravens würde man schon allein ob ihrer Defense bestimmt über den Cincinnati Bengals verorten, aber im Dreikampf mit Steelers und Browns ist es momentan fast unmöglich vorherzusagen, wo Baltimore 2019 landen wird. Qualität für den Divisionssieg und einen Playoff-Run ist bestimmt da. Aber Superbowl wird es nur, wenn Jackson einen mächtigen Sprung macht. Bleibt der Sprung gänzlich aus, so ist auch ein Verpassen der Playoffs eine realistische Option.

8 Kommentare zu “Baltimore Ravens in der Sezierstunde

  1. Ich hab ja nur das Playoff-Spiel von Baltimore gesehen, aber da sah es schon so aus, als ob dieses aufsehenerregende Laufspiel von den Chargers ziemlich easy abgedreht wurde. Natürlich, die Chargers haben Wahnsinns-Spieler, gerade in der D-Line, aber schematisch wirkte das ähnlich dominant wie dann Patriots – Chargers (nur da halt gegen die Chargers). Rein auf dem Spiel basierend kann ich mir nicht vorstellen, dass es für Baltimore funktioniert, wenn nicht Jackson einen substantiellen Schritt als Passer machen wird. Sonst stellen Mannschaften die Box einfach zu und müssen ihren Linern halt „nur“ einhämmern, dass sie gefälligst diszipliniert in ihren Gaps bleiben müssen, um mehr oder weniger den Offensivladen bei Baltimore dicht zu machen.

  2. Ich finde ja es wird zu viel wg. LJs Passing Abilities rumgeweint. er ist nicht der erste und nicht der letzte Rookie der im ersten Jahr nicht NFL ready ist. Aber im Gegensatz zu den Betonfüßen war trotzdem noch irgendwie nützlich.

    Die Chargers hatten ein Problem: nur noch 1 LB active aber gegen Baltimore war das ein Vorteil da die DB Geschwindigkeitstechnisch in einer ähnlichen Liga spielen wie LJ und gleichzeitig ist Passspiel gegen 6 oder 7 DB eine eher größere Herausforderung.
    Die Patriots sind da dann einfach drüber gelaufen.

    Ich kann mir gut vorstellen das die Ravens dies saison mehr Spread spielen damit die Box nicht so zugeklumpt wird.

  3. Interessanter Artikel! Eine kleine Anmerkung. Thomas hat sich letztes Jahr im Arizona das Bein gebrochen. Die Bänder sind da alle heil geblieben.

    Beste Grüße!

  4. Zwischen den Zeilen lese ich eine heimliche Begeisterung für die Ravens heraus, die ich teile.
    Keyfactor Jackson heißt es immer.
    Ist nicht bei jeder Franchise der QB / die QB-Entwicklung entscheident ?
    QB Mayfield hat zwar die besseren Basics als QB Jackson gezeigt, wohin die Reise, läßt sich auch nur spekulieren.
    Die Grundphilosophie bei Ravens gegenüber Browns gefällt mir besser, verstärkt analytisch, u.a. Stichwort Coverage over Passrush.
    Die Erwartungshaltung ist bei den Browns höher als die bei den Ravens.
    Ob der zusammengewürfelte Kader mit Divencharakter bei den Browns so am Anfang funktioniert , da habe ich meine Zweifel. Bis die den Rhythmus gefunden haben, sehe ich eher Vorteile bei den Ravens (oder gar bei den Steelers).
    RB Ingrams Einkauf sehe ich nicht als Fremdkörper, gibt er QB Jackson mehr RPO-Möglichkeiten und nimmt zusätzlich ein bißchen Last von Jacksons Schultern auch mental.
    Jackson ist eher der ruhigere Typ im vgl. zu Mayfield.
    In Deinem Regression-Indikatoren-Modell
    haben die Ravens noch Luft nach oben bei 10 Wins aus der letzten Season. Die Browns müssen erstmal 10 Wins schaffen und Big Ben wird seine PassingYards mit Smith-Schuster nicht ganz halten können.
    Jackson machte mehr Fehler als Mayfield, hier liegt aber auch hohes Potential.
    Meine Vermutung:
    Der Grad der Verbesserung bei Lamar Jackson wird höher als von Baker Mayfield dieses Jahr ausfallen, Mayfield insgesamt aber noch vor Jackson gewertet.
    Dennoch könnte es einen schönen Dreikampf geben in der Division, wobei die meisten die Ravens an dritter Stelle sehen, nicht unbedingt ein Nachteil für die Ravens.

  5. Zwischen den Zeilen lese ich eine heimliche Begeisterung für die Ravens heraus, die ich teile.
    Keyfactor Jackson heißt es immer.
    Ist nicht bei jeder Franchise der QB / die QB-Entwicklung entscheident ?
    QB Mayfield hat zwar die besseren Basics als QB Jackson gezeigt, wohin die Reise, läßt sich auch nur spekulieren.
    Die Grundphilosophie bei Ravens gegenüber Browns gefällt mir besser, verstärkt analytisch, u.a. Stichwort Coverage over Passrush.
    Die Erwartungshaltung ist bei den Browns höher als die bei den Ravens.
    Ob der zusammengewürfelte Kader mit Divencharakter bei den Browns so am Anfang funktioniert , da habe ich meine Zweifel. Bis die den Rhythmus gefunden haben, sehe ich eher Vorteile bei den Ravens (oder gar bei den Steelers).
    RB Ingrams Einkauf sehe ich nicht als Fremdkörper, gibt er QB Jackson mehr RPO-Möglichkeiten und nimmt zusätzlich ein bißchen Last von Jacksons Schultern auch mental.
    Jackson ist eher der ruhigere Typ im vgl. zu Mayfield.
    In Deinem Regression-Indikatoren-Modell
    haben die Ravens noch Luft nach oben bei 10 Wins aus der letzten Season. Die Browns müssen erstmal 10 Wins schaffen und Big Ben wird seine PassingYards mit Smith-Schuster nicht ganz halten können.
    Jackson machte mehr Fehler als Mayfield, hier liegt aber auch hohes Potential.
    Meine Vermutung:
    Der Grad der Verbesserung bei Lamar Jackson wird höher als von Baker Mayfield dieses Jahr ausfallen, Mayfield insgesamt aber noch vor Jackson gewertet.
    Dennoch könnte es einen schönen Dreikampf geben in der Division, wobei die meisten die Ravens an dritter Stelle sehen, nicht unbedingt ein Nachteil für die Ravens.

  6. Zwischen den Zeilen lese ich eine heimliche Begeisterung für die Ravens heraus, die ich teile.
    Keyfactor Jackson heißt es immer.
    Ist nicht bei jeder Franchise der QB / die QB-Entwicklung entscheident ?
    QB Mayfield hat zwar die besseren Basics als QB Jackson gezeigt, wohin die Reise, läßt sich auch bei ihm nur spekulieren.
    Die Grundphilosophie bei Ravens gegenüber Browns gefällt mir besser, verstärkt analytisch, u.a. Stichwort Coverage over Passrush.
    Die Erwartungshaltung ist bei den Browns höher als die bei den Ravens.
    Ob der zusammengewürfelte Kader mit Divencharakter bei den Browns so am Anfang funktioniert , da habe ich meine Zweifel. Bis die den Rhythmus gefunden haben, sehe ich eher Vorteile bei den Ravens (oder gar bei den Steelers).
    RB Ingrams Einkauf sehe ich nicht als Fremdkörper, gibt er QB Jackson mehr RPO-Möglichkeiten und nimmt zusätzlich ein bißchen Last von Jacksons Schultern auch mental.
    Jackson ist eher der ruhigere Typ im vgl. zu Mayfield.
    In Deinem Regression-Indikatoren-Modell
    haben die Ravens noch Luft nach oben bei 10 Wins aus der letzten Season und das obwohl Jackson nicht alle Spiele gemacht hat. Die Browns müssen erstmal 10 Wins schaffen und Big Ben wird seine PassingYards mit Smith-Schuster nicht ganz halten können.
    Jackson machte mehr Fehler als Mayfield, hier liegt aber auch hohes Potential, gerade im Passing müßte er aufholen.
    Meine Vermutung:
    Der Grad der Verbesserung bei Lamar Jackson wird höher als von Baker Mayfield dieses Jahr ausfallen, Mayfield insgesamt aber noch vor Jackson gewertet.
    Dennoch könnte es einen schönen Dreikampf geben in der Division, wobei die meisten die Ravens an dritter Stelle sehen, nicht unbedingt ein Nachteil für die Ravens.

  7. Baltimore werden die Division gewinnen.
    Zu mehr wird’s aber nicht reichen, dafür ist das Gesamtkonzept noch nicht ready. Ich denke aber wenn Jackson sich gut entwickelt führt kein Weg am Superbowl Sieg vorbei.

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