QB Andrew Luck tritt zurück

Es ist die bislang krasseste Nachricht der NFL-Offseason: Colts-QB Andrew Luck hat heute Nacht seinen Rücktritt erklärt.


I’ve been stuck in this process. I haven’t been able to life the live I want to live. It’s taken the joy out of this game….the only way forward for me is to remove myself from football.

Quelle: Pressekonferenz Andrew Luck

Luck war nicht irgendein QB. Er war der QB. Luck war der meistgehypte College-Prospect in den letzten 15 Jahren, und er war ein legitimer Nachfolger der Legende Peyton Manning. Luck war ein Bolzen von Mann, mit einem starken Wurfarm, aber und noch besserem Spielverständnis und noch stärkerem Charakter.

Er war der Mann, der 2010 aus Laune einfach ein Jahr College hinten dranhängte um sein Studium zu Ende zu bringen, obwohl er schon 2011 als #1 Pick in die NFL gegangen wäre. Er war der Mann, der nach seiner Einberufung als #1 2012 nach Indianapolis in den ersten drei Jahren jeweils die Playoffs erreichte, zuletzt gar das AFC-Championship Game. Sein legendärstes Spiel war das 28-Punkte Comeback im Wildcard-Playoff gegen die Chiefs im Jänner 2014.

Er war auch der QB, der in der unterirdischen Pocket in Indianapolis Prügel kassierte, 110x und häufiger pro Saison niedergeschlagen wurde – und irgendwann physisch zerbrach.

Die Verbindung zwischen den Hits und dem geringen Investment der Colts in die QB-Protection ist nicht zwangsläufig – sie kann durchaus auch Zufall sein. Doch der Schluss liegt nahe, zumindest einen entfernten Zusammenhang zwischen dem, was GM Grigson in Offense Line investierte, und dem was Luck an Hits kassierte, zu sehen. Selbst wenn nicht: Lucks Geschichte in den letzten 4-5 Jahren zeigen: Auch die am kräftigsten gebauten Männer sind in der NFL mit all ihrem Tribut nicht gefeit vor Verletzungen.

Luck spielte 2016 ein ganzes Jahr verletzt durch. Er verpasste 2017 komplett mit kaputter Wurfschulter. Indianapolis stürzte auf 4-12 ab. Er kehrte letztes Jahr zurück – und Indianapolis war wieder in den Playoffs.

In der laufenden Offseason mehrten sich in den letzten Wochen die Anzeichen dafür, dass Lucks Wadenprobleme doch schwerwiegender waren als gedacht und Backup Jacoby Brissett die ersten Wochen starten könnte. Man hatte bereits Radio Punxatawney eingeschaltet, fühlte sich in 2017 zurückversetzt.

Jetzt der Rücktritt, mit 29 Jahren in der Blütezeit seiner Karriere. Dieser Rücktritt ist so beispiellos wie er klingt. Es hat schlicht noch keinen Quarterback in der NFL-Geschichte gegeben, der unter 30 nach einer Pro-Bowl Saison zurückgetreten ist.

Luck zitierte neben den physischen Problemen vor allem die mentale Müdigkeit, sich ständig und immer wieder von Verletzungen zurückkämpfen zu müssen. Es klang so, als hätte er schlicht die Lust am Football verloren.

Weil der Rücktritt vor der eigentlichen Pressekonferenz geleakt wurde, gab das den Colts-Fans die Chance, Luck noch im Stadion für seinen Rücktritt auszubuhen – was einmal mehr zeigt: Der Fan ist kein rationales Wesen, und die, die dir heute noch so lautstark die Stange halten, rammen dir morgen das Messer in den Rücken.

Was am Rücktritt positiv überraschte: Die Reaktionen aus der NFL. Wo vor zehn Jahren ein Ricky Williams noch dafür verdammt wurde, in der Hochphase seiner Karriere zurückzutreten, sind die Reaktionen heute überwiegend positiv. Es sei Zeichen von Stärke, sich von der Liebe seines Lebens zu verabschieden, wenn es einfach nicht mehr anders geht (Luck verzichtet mit seinem Abgang auf rund 60 Mio. USD Gehalt).

Es sei auch ein Zeichen dafür, wie hoch der körperliche Tribut, den die NFL fordert, auch für die vermeintlich „ungefährlichste“ Position Quarterback ist. Dennoch passiert es extrem selten, dass Spitzenspieler aus freien Stücken dem Sport ihren Rücken kehren.

Ob Luck sich mit einem Jahr Abstand noch einmal anders entscheiden könnte? Keine Lust momentan, darüber nachzudenken, aber auszuschließen ist es nicht. Stand jetzt schreiben die Colts rund 25 Mio. Dead-Cap in den nächsten beiden Jahren an mit der Möglichkeit, rund 12.8 Mio. an bereits ausbezahltem Handgeld zurückzufordern.

Doch vor allem ist der Rücktritt die Colts äußerst problematisch aus sportlicher Sicht. Die Franchise hatte sich in den letzten zwei Offseasons unter GM Chris Ballard richtig gut aufgestellt und wäre 2020 und darüber hinaus ein veritabler Titel-Contender gewesen. Es gibt Anzeichen dafür, dass Luck seit ein paar Monaten mit dem Gedanken gespielt hatte, doch dass er ihn relativ spät (Colts sagen: „erst unter der Woche“) auch intern geteilt hatte.

Sie gehen nun mit Jacoby Brissett als Stamm-QB in die Saison. Der ist zwar laut Andy Benoit von SI ein legitimer Starter und – Gehalt eingerechnet – nicht weit von Russell Wilson entfernt, doch in der einzigen Saison mit Brissett als Starter war Indianapolis vor zwei Jahren 4-12.

Die Colts werden damit vom klaren AFC-South Favoriten ge-downgraded zu einem AFC-Mitläuferteam. Dass man mit dem starken Kader zwangsläufig um einen Top-5 Pick mitspielt und damit einen QB im nächsten Draft ziehen kann, ist längst nicht garantiert. Es droht „QB-Fegfeuer“ – eine Katastrophe für eine Franchise, deren Franchise-QBs seit 1998 mit je einer verletzungsbedingten Spielzeit Unterbrechung Peyton Manning und eben Luck waren.

Luck selbst will nun auf Weltreise gehen. Man kann fast hoffen, dass er sie schnell hinter sich bringt und ab nächstem Jahr zumindest als TV-Kommentator, GM oder in sonstiger Funktion in die NFL zurückkehrt. Ich halte Luck nicht nur für den QB schlechthin, sondern auch für einen der intelligentesten Typen, die in der NFL so herumgelaufen sind.


Letztes Goodie: Die QB-Klasse von 2012 ist einfach faszinierend:

#1 Pick – Luck: zurückgetreten mit 29
#2 Pick – RG3: nach einer Saison kaputt, jetzt Backup in Baltimore
#8 Pick – Tannehill: Mittelmaß, jetzt Backup in Tennessee
#22 Pick – Weeden: nach nichtmal einem Jahr verbrannt
#57 Pick – Osweiler: Synonym für den überbezahlten QB schlechthin

#75 Pick – Wilson: Superbowl-Sieger und Rekord-Vertrags QB
#88 Pick – Foles: Superbowl-MVP
#104 Pick – Cousins: Starter in Washington und jetzt Minnesota

Merke: Die NFL entwickelt sich nicht immer so wie erwartet. Lucks Rücktritt ist nur das krasseste Beispiel dafür.


Siehe an Reaktionen auch:

Und hier noch der Verweis, dass es mit Football dennoch weitergeht – bitte nicht den College-Football Mailbag zur Atlantic Coast Conference (ACC) von heute früh vergessen.

25 Kommentare zu “QB Andrew Luck tritt zurück

  1. Wenn es keinen konkreten, akuten Anlass gibt und sich das über längere Zeit abgezeichnet hat, finde ich es relativ arschig, eine Franchise, die dir Millionen Dollar gibt, von heute auf morgen zu informieren. Das ist nicht die feine englische Art, sondern dann lässt man sich deutlich früher krank schreiben und gibt somit dem Front Office die Möglichkeit einen Plan B zu entwickeln.
    Dass jemand nicht mehr spielen möchte, kann immer mal passieren, aber der Zeitpunkt ist (mit Absicht?!) denkbar ungünstigst gewählt. Das macht man doch nur einem Verein gegenüber, den man selbst nicht wirklich mag.

  2. Ergänzung: Kommentar von SPOX‘ Adrian Franke zum Rücktritt:
    http://www.spox.com/de/sport/ussport/nfl/1908/Artikel/kommentar-zum-ruecktritt-von-andrew-luck-respect-ftr.html

    @Glücklicher Mensch: Ich denke nicht, dass man Luck so einen Strick drehen kann. Die Entscheidung fiel nicht über Nacht. Vielleicht wusste Luck vor 3 Monaten selbst noch nicht, dass er zurücktreten würde – schließlich galt die Wadenverletzung einst auch als schnell auskuriert.

    Plan B entwickeln geht im Mai sowieso nicht mehr, wenn wir über die QB-Position sprechen.

  3. diese franchise hat ihn seine Gesundheit gekostet. außerdem wussten die Colts von seinen Plänen. deren Problem.

    es ist einfach wahnsinn wie die Colts einen Franchise QB einfach aus dummheit verbrannt haben. Fuck Ryan Grigson.

  4. Ich dachte erst, die Nachricht sei ein verspäteter Aprilscherz. Es gibt nur ganz wenige NFL-OBs, denen ich Franchise-Status geben würde, aber Luck war definitiv einer davon. Die Colts waren noch locker 5-7 Jahre versorgt. Ich bin kein Colts-fan, aber das ist echt bitter für jeden Footballfreund. Naja, vielleicht geht er noch annähernd gesund in Rente. Ich würde es ihm gönnen.
    @“glücklicherMensch“: Das Timing ist auffällig, stimmt. Ebenso auffällig ist allerdings, mit welcher Entschiedenheit die Colts Andrew Luck durch miserable O-Line Jahr für Jahr aufs Neue zum Abschuss freigegeben haben. Vielleicht hat das eine mit dem andern zu tun.

  5. Bin da bei blub. Ein Treppenwitz, daß Grigson dank Luck sogar mal den GM of the Year gewann. Colts haben sich das Dilemma selbst zuzuschreiben.

    Zu Luck: Einer der sympathischsten NFL Sportler! Good Luck.

  6. WHOA

    Bei der Entscheidung geht es nicht um die Colts, sondern um Luck allein. Der Zeitpunkt ist daher unerheblich. Auch wenn es bitter für die Colts ist. Aber die tun mir am wenigsten leid, so mies wie das Team geführt war.

    Respekt Korsakoff, du hattest von Anfang an Grigson kritisiert, auch als sie gewonnen haben. Habe erst spät erkannt wie viel Substanz die Kritik hatte…

  7. Es gibt GMs, die gut arbeiten, aber das Pech haben, nie die Chance auf einen echten Franchise-QB zu bekommen.

    Es gibt GMs, die vor allem Scheiße bauen, die jedoch von einem Franchise-QB zugedeckt werden.

    Grigson ist der zweiten Kategorie zuzuordnen.

  8. @glücklicher Mensch:
    Ich habe gerade mal die PK geschaut. Es sieht absolut nicht so aus, als wolle er mit dem Timing (so unglücklich es auch ist) irgendwem eins auswischen. Er ist den Tränen nahe. Das ist definitiv kein langfristig geplanter Rücktritt.
    (was meine Überlegung „Luck vs Colts“ aus meinem anderen Post schwachsinnig macht.)

  9. Gerade die PK und den Kommentar von JJ Watt gesehen: Respekt Andrew Luck.

    Der Zeitpunkt ist unwichtig. Luck hat die Entscheidung allein aus eigenen Stücken getroffen, und ich interpretiere es auch aus Angst vor Depressionen und davor wieder in das alte Loch zurückzufallen, in dem er 2017 und zuvor schonmal war. Ich würde ihm Respekt für die Entscheidung zollen bevor es so endet wie bei Enke und ein paar anderen Fällen, die gut dokumentiert sind (nicht dass es zwangsläufig so stark war, aber Luck sagt ja ganz offen, dass er in Reha kein guter Mensch zu seiner Umwelt war und das auch gemerkt hat).

    Wie JJ es sagt: Nur Luck und die Profis selbst weiß wie viel Arbeit zwischen den Sonntagen steckt und wie viel die NFL von ihren Körpern verlangt. Es verbietet sich hier von außen jedwede Kommentare von wegen will Colts eins auswischen zu machen.

  10. Aber auch im Mai hätte man überlegen können, einzelne Leistungsträger für Picks zu traden, vielleicht sogar noch etwas zu tanken in der nächsten Saison und dann für einen der QBs im Draft zu gehen. Ich habe ein Problem damit, dass jemand in der Preseason aus heiterem Himmel sagt: „Das war’s.“
    Luck ist ja kein Kind, wenn es um Verletzungen geht, dann kann man das entsprechend kompensieren. Für mich klingt es eher nach „Ich habe spontan mal nachgedacht und ich glaube, der Sport tut mir doch nicht so gut wie ich immer dachte“. Auch als QB und „Gesicht der Franchise“ hat man eine gewisse Art Verantwortung und von der sehe ich da aktuell nichts. Das stört mich an dem gesamten Abgang von ihm. Ich bin kein Colts-Fan oder -Sympathisant, ich mochte Luck als Spieler aber schon sehr gerne. Als Mensch konnte ich ihn nicht wirklich beurteilen, das ist über Medien immer schwierig.

    Ich störe mich an der Kombination aus Zeitpunkt und genannten Gründen, die sich so in meinen Augen nicht von einer Nacht auf die andere ergeben. So sind die Colts und das Team am Ende die Dummen, die von nichts wussten und plötzlich von größeren Hoffnungen auf den Boden der Tatsachen gerissen werden. Chancen auf einen guten QB im nächsten Draft gibt es quasi nicht, dafür ist das Team zu gut. Playoffchancen existieren eigentlich genauso wenig. Und richtig reagieren kann man jetzt nicht mehr.

  11. Natürlich ist der Zeitpunkt für die Mannschaft ungünstig. Doch Luck ist keine Maschine. Er ist ein Mensch. Was hätte es gebracht, wenn er nicht mit Kopf & Herz bei der Sache ist und die Saison spielt?

    Gar nix.

    Also lieber Reißleine ziehen, bevor es in Burnout/Depressionen endet, wie Luck selbst andeutete.

  12. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Luck von gestern auf heute entschieden hat, zurückzutreten. Rapoport hat berichtet, dass Luck wohl schon seit 2 Wochen mit den Colts darüber geredet hat. Das passt auch zu der Zeitlinie der ominösen Wadenverletzung, die durch Twitter gegeistert. Und jeder, der Andrew Luck kennt, weiß, dass er ein Sportsmann allererster Güte ist. Dass er sich zu diesem Scxhritt genötigt sah, sollte Bände sprechen.
    Außerdem habe ich verhältnismässig wenig Mitleid mit den Teams. Weil die sehr schnell darin sind, Spieler loszuwerden, die sie nicht mehr haben wollen, siehe z.B. auch Rosen.

  13. Es gibt Videos online, wie die Fans Luck nach dem letzten Preseasonspiel ausbuhen. Ihren Spielmacher, der epische Comebacks geschaffen, die Franchise getragen und wirklich seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt hat um diese „Fans“ zu unterhalten (Kopfvoran durch gegnerische Linebacker hechten, etc.).
    Wenn sie bei Wikipedia noch Beispiele für das krasse Gegenteil von Loyalität suchen: dieses Ausbuhen ist es.

    (Und nochmal: meine Überlegung, ob das Timing etwas mit der Organisation zu tun haben könnte, waren Schwachsinn. Lucks PK lässt da keine Zweifel aufkommen.)

  14. Seinen Roster- und Signing Bonus darf er wohl behalten.
    Das Luck ausgebuht wurde, was ihn nach eigener Aussage verletzt hat, war natürlich unschön. Ich kann mir das nur so erklären, dass für diejenigen die rosige Zukunft mit einem mal in weite Ferne gerückt ist bzw. die Seifenblasen zerplatzt sind.
    Zu diesem Zeitpunkt hatte Luck sein Statement ja noch nicht abgegeben. Vielleicht hätten die Leute, bei Kenntnis der Sachlage und vor allem der Art und Weise der Bekanntgabe, anders reagiert.

  15. kann die Fans verstehen der war gesund wider halbwegs fit,da beendet man doch nicht 1 Woche vor dem season start die Karriere.
    natürlich kann man sein Rücktritt durch die Verletzungen die er erlitten hatte akzeptieren,aber nicht so er hätte die Season aus Respekt für die Fans und den Club spielen können und dann am ende immer noch sein Rücktritt verkündet.

  16. Gesund war er nicht, auch vor seinem Rücktritt wurde Brissett als Starting-QB behandelt und nicht Luck. Ganz gesund schien er davor auch nicht gewesen zu sein.

  17. Finde es eher mies, dass jemand die Luck News vor der PK geleakt hat. Nachdem es kaum Luck selbst gewesen sein mag, muss es jemand aus der Colts Franchise gewesen sein.

    Stichwort: Ausliefern an den Mob.

    Colts verdienen den Rücktritt!

  18. Schon mal vorausgedacht für die Colts: So schlimm ist die Ausgangslage vielleicht gar nicht. GM Ballard hat durchaus Draftpicks gesammelt und den Kader bereits mit jungen Spielern gefüllt.

    Im Zweifelsfall lässt sich 2020 ein Trade mit mehreren 1st Roundern hoch für einen der Franchise-QBs einfädeln. Hätte sogar noch den Vorteil, dass dieser QB wesentlich billiger als Luck wäre.

    Schlimmster Fall aktuell wohl: Brissett ist gerade gut genug, dass er Ballard davon überzeugt, die Entscheidung ein weiteres Jahr auszusitzen und mit einem durchschnittlichen Brissett weiterzugehen.

    Ist Brissett überzeugend, gut. Ist er mittelmäßig, müsste Ballard im Prinzip „all-in“ gehen, à la Eagles 2016 mit Wentz.

  19. Mehrere interessante Diskussionen unter diesem Tweet zum Thema „hat Grigson Luck zerstört?“:

    Fazit: Luck hat v.a. deshalb so viele Hits abbekommen, weil er den Ball so lange hielt. Die Indy-OL war nicht überragend, aber auch nicht so horrend wie sie gemacht wurde.

    Der Trainerstab ist wahrscheinlich am tiefsten in der Schuld, weil er trotz mäßiger OL so viele tiefe Routen designt hat und so viele lange Reads verlangt hat.

    Luck hat die meisten Hits sehr, sehr spät im Spielzug kassiert. OL war also nicht zwingend das Problem.

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  22. Gestern ist (groß insziniert im Hauptabenprogramm für den Sponsor) mit Marcel Hirscher (30), der vielleicht beste Österreichische Athlet ever zurückgetreten. Am Zenit seines Erfolges mit aktuellem Weltmeistertitel und als bester der vergangen 8 Ski-Saisonen. Die Gründe scheinen mir sehr ähnlich gelagert wie bei Luck (29), beide sind interessanterweise auch etwa gleich alt… „Es gibt mehr abseits des Sportes und ich habe nur ein Leben hier auf dieser Erde“. Auch die Reaktionen sind teilweise sehr ähnlich und es schwingt auch ein bisschen Unverständnis in der Wehmut mit bei manchen (Meinungsmacher*innen).

    …doch eines ist anders und lässt mich mehr und mehr Bewunderung für Lucks Entscheidung empfinden. Hirscher ist, was seine Erfolge betrifft, eher vergleichbar mit Tom Brady, als mit Luck, Hirscher hat alles gewonnen und fast alle Rekorde gebrochen, er kann nicht wirklich mehr erreichen um zu beweisen, dass er beste seines Sports ist. Aber Luck hat letztendlich nichts gewonnen, keine großen Erfolge verbucht, wie z.B. den Gewinn einer Superbowl oder NFL MVP (sein Können und seine einzigartige Klasse ist unbestritten, das braucht er niemanden beweisen, klar!)… und trotzdem hat er keine Scheuklappen und so viel selbstreflexives Vermögen, dass er sieht was es sonst noch gibt auf dieser Welt. Er ist ein Großer & auch ich hoffe, dass er diesem Sport erhalten bleibt.

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