Furchtlose NFL-Vorschau 2019/20 | Die Mittelklasse

Teil 2 der großen, Furchtlosen NFL-Vorschau 2019/20 heute mit den Teams aus der unteren Hälfte des NFL-Tableaus, für die eine Playoff-Qualifikation nicht auszuschließen ist, doch die dafür mehr Glück brauchen als die Mannschaften in der morgigen „Kronprinzen-Kategorie“.

Chicago Bears

Record 2018: 12-4 (Wildcards)
Close Game Bilanz: 6-4
Pythagorean:  11.6 Siege
Schedule 2019: #5

Die Chicago Bears sind eine ganz harte Nuss in der Preseason-Bewertung: Einerseits sprechen wir hier über ein Team, dessen 12-4 Bilanz der letzten Saison durchaus gemäß ihrer Leistungsfähigkeit zustande kam:

  • Der Pythagorean von 11.6 Siegen war der beste der NFL
  • Auch 53% Net-Success Rate und 0.19 Net-EPA/Play in Offense und Defense waren jeweils Bestwert der NFL.
  • Die 6-4 Bilanz in engen Spielen impliziert nicht nur relativ wenig Zufall im Spiel, sondern auch die Tatsache, dass kein einziges Spiel mit mehr als einem Score verloren wurde
  • In Special Teams hatte man sagenhaft viel Pech, u.a. durch das viertschlechteste Kicking („Doink, Doink, Double-Doink“) und das meiste Pech bei Hidden-Points

Dennoch darf man zur anstehenden Saison durchaus skeptisch sein, was die Aussichten der Chicago Bears angeht – und ich habe es schon vor ein paar Monaten im Detail beschrieben:

  1. Regression in der Defense – Nicht intuitiv, aber dutzendfach bewiesen: NFL-Abwehr tendiert viel stärker als die Offense zu Regression. Chicagos Abwehr war 2018 außergewöhnlich gut, aber zusätzlich zur natürlichen Leistungseinbuße verliert man nun auch noch DefCoord Fangio sowie die beiden Defensive Backs CB Callahan und FS Amos.
  2. Turnovers – Die Bears-Defense erzwang 2018 insgesamt 36 Turnover von Gegnern und hatte eine Netto-Bilanz von +14 Turnovers. Die Vorhersehbarkeit von Turnovers ist saison-übergreifend nahe null – man kann also nicht davon ausgehen, dass die Bears erneut auch nur ansatzweise solches Glück haben werden.
  3. Verletzungen – Chicago, viele Jahre eines der verletzungsgeplagtesten Teams in der NFL, war 2018 plötzlich die #3 in der Adjusted-Games Lost Statistik. Matt-Nagy Effekt oder Zufall? Die Geschichte der NFL tendiert eher zu letzterem.
  4. Schedule – Chicago spielt nun einen 1st-Place Schedule und hat nach Football-Outsiders den #5 Schedule der NFL.
  5. Divisionsrivalen – Minnesota, Green Bay und Detroit sind qualitativ diese Saison alle besser aufgestellt als 2018.
  6. QB Mitchell Trubisky – der prototypische „System-QB“ in der aktuellen NFL. Trubisky überlebte in seiner zweiten NFL-Saison, weil das Offensiv-Scheme von Headcoach Matt Nagy nahezu perfekt griff – doch die Bears konnten mit ihrer ultra-dominanten Defense auch häufiger als alle anderen Teams mit Führung im Rücken spielen und mussten mit Trubiskys Schrotflinten-Präzision nicht mehr als das Minimum riskieren.

Chicago bleibt in etlichen Bereichen gut aufgestellt. Die Offensive Line ist eine der zehn besten in der NFL. Der Receiving-Corps mit WR Allen Robinson, WR Taylor Gabriel, WR Anthony Miller, Allzweckwaffe Tarik Cohen und TE Trey Burton wurde um Cordarrelle Patterson und Rookie-WR Riley Ridley ergänzt – und auf Runningback tauschte man Howard durch Rookie David Montgomery aus.

In der Defense wurden allerdings FS Amos durch FS Clinton-Dix und Slot-CB Callahan durch Slot-CB Skrine ersetzt – beides Downgrades. Der Rest bleibt zwar personell erstklassig besetzt: Edge-Rush mit Khalil Mack, Leonard Floyd sowie Aaron Lynch und Bilal Nichols und Defensive Interior dem Tackle-Pärchen Hicks / Goldman sind fantastisch aufgestellt.

Auf Linebacker geht das Juwel Roquan Smith in sein wichtiges zweites Jahr neben dem grundsoliden LB Trevathan. Im Defensive Backfield decken CB Kyle Fuller und CB Prince Amukamara die Flanken, und in der Mitte patrouilliert mit SS Eddie Jackson einer der Defensive MVP-Kandidaten. Doch was passiert bei der ersten Verletzung – kann diese Defense dann erneut so dominant wie 2018 auftreten?

Bears-Kader und Headcoach sind nicht das Problem der Bears. Regression, Kadertiefe und QB Trubisky sind die kritischen Punkte, die ausreichend um ernsthafte Zweifel an den Superbowl-Ambitionen der Bears anzumelden.

Weil das Schicksal der Bears am Ende der Argumentationskette an Trubiskys Entwicklung hängt, sehe ich folgende Szenarien als möglich: Stagniert Trubisky, läuft es auf 8-8 oder 9-7 hinaus. Macht er einen Rückschritt, ist Chicago Jacksonville 2.0. Nur wenn Trubisky einen mächtigen Leistungssprung hinlegt – einen Sprung, der wesentlich größer ist als jener von 2017 auf 2018 – wird das für Chicago was mit der Superbowl. Ich würde auf letzteres Szenario nicht wetten.

Alle Szenarien kombiniert, ist das wahrscheinlichste eine Enttäuschung in der anstehenden Saison. Es wird Platz 3 oder 4 in der NFC North.

Detroit Lions

Record 2018: 6-10
Close Game Bilanz: 1-4
Pythagorean:  7.0 Siege
Schedule 2019: #24

Die Detroit Lions sind eine der größten Unbekannten vor dem Start der zweiten Saison von Head Coach Matt Patricia.

Die optimistische Version der Lions-Vorschau muss sich darauf fokussieren, dass Detroit zwar letztes Jahr 6-10 war und damit eine Bauchlandung hinlegte, doch mit Pythagorean von 7.0 Siegen besser war als der Record andeutet (u.a. mit 1-4 Bilanz in engen Spielen).

Dass Patricia, ein guter Defense-Coach, der letztes Jahr mit Patriots und Rams gleich beide Superbowl-Teilnehmer outcoachte, nach den Einkäufen von DE Trey Flowers, Slot-CB Justin Coleman und DT Mike Daniels sowie der Einberufung von vier Verteidigern mit den ersten fünf Draftpicks nun endlich auch auf dem Papier das Personal beisammen hat um seine „hybride“, auf alle gegnerischen Schemes anpassbare Defense zu spielen.

Dass man in der Offense mit der Einberufung von TE T.J. Hockenson die perfekte Waffe gedraftet hat um die vom neuen OffCoord Darrell Bevell gepredigte „multiple offense“ zu spielen, dass der Einkauf von Slot-WR Amendola eine perfekte Ergänzung zum starken WR-Pärchen Marv Jones / Kenny Golladay ist, und dass die Verschiebung von OL Frank Ragnow (1st Rounder 2018) von Guard auf Center gleich zwei Positionen verstärkt.

Doch dem gegenüber steht die pessimistische Variante, die in der letztjährigen Bilanz Horrorvorstellungen wie gegen Trubisky und die Bears sieht, sowie die Tatsache, dass einer der sechs Siege ein von den Packers geschenkter in Woche 17 war.

Dass die von Patricia und GM Bob Quinn kommunizierte Strategie von wegen wir nässen uns mit „pound the football“ unsere Höschen der falsche Weg ist. Dass Betonfuß-QB Matthew Stafford kein Russell Wilson ist und OffCoord Bevell daher nicht die gleiche Offense wie in Seattle implementieren kann.

Dem werfen die Optimisten den Verweis entgegen, dass Bevell Play-Action lastige Offense liebt, die ja bekanntlich als effizienter Approach durchgehen. Doch die Pessimisten schreien „Effizient ja, aber dafür brauchen wir keine 60% Rushes in die Mauer um den Lauf zu etablieren wie von Patricia kommuniziert“.

Die Optimisten sagen, dass die Defensive Front Seven nun endlich im Zusammenspiel mit der Secondary funktionieren kann: DT Snacks Harrison ist als der beste Run-Defender selbst ohne herausragendes Passrushing für PFF einer der 30 wertvollsten Verteidiger der NFL, ein DT Mike Daniels als Rotationsspieler ist purer Luxus, und wenn es gut läuft, kann man mit einer vertieften Secondary sogar LB Jarrad Davis verstärkt das machen lassen, was er am besten kann: Blitzen.

Doch die Pessimisten halten dagegen: Eine Top-Run Defense ist nix wert ohne eine passable Passing-Defense, und Detroit war dort #31 der NFL nach DVOA. Superstar-CB Darius Slay verzichtete zwar auf einen Holdout, aber der Kader hinter ihm ist dünn, Coleman war bis zu seinem Durchbruch aus dem Nichts vor zwei Jahren noch ein Niemand und auf Safety hängt zu viel von unerfahrenen Grünschnäbeln ab.

Unbestritten ist: Das Spielerpersonal in Detroit ist besser als 2018. Fest steht auch: Wenn Patricia tatsächlich „Establish the Run“ spielt, deckelt er ohne Not das Potenzial seiner Lions – und zwar beträchtlich. In einer NFC North, in der alle vier Mannschaften qualitativ eng beisammen stehen, sollte allerdings jeder Hebel und jede Stellschraube gedreht werden um sich kleine Vorteile zu verschaffen.

Aufgrund meiner Zweifel am Play-Calling in der Offense bin ich skeptisch ob eines „worst to first“-Turnarounds der Lions. Sie werden bestimmt seltener abgeschossen, doch schon wenn der Start in die Saison mit @Cardinals, Chargers, @Eagles, Chiefs, @Packers und Vikings in die Hosen geht und man Mitte Oktober 2-4 oder 1-5 steht, droht gewaltige Unruhe bis hin zu ersten Rufen nach einem Rauswurf Patricias. Dass die Saison unter solchen Umständen in die Playoffs führt, halte ich für nahezu ausgeschlossen.

Indianapolis Colts

Record 2018: 10-6 (Divisionals)
Close Game Bilanz: 4-3
Pythagorean: 10.3 Siege
Schedule 2019: #15

Die Indianapolis Colts waren einer der Preseason-Lieblinge von Wettanbietern und Experten – ein Optimismus, der auf drei Säulen gründete:

  • Das megastarke Finish in der letzten Saison, als man nach 1-5 Start noch eine 10-6 Bilanz und einen Playoffsieg in der ersten Runde schaffte.
  • Eine starke, „mathletische“ Offseason von GM Chris Ballard, der zahlreiche weitsichtige Moves machte
  • Ein Headcoach Frank Reich, der sowohl was Play-Design als auch was Play-Calling angeht, als einer der progressivsten Coaches der NFL durchgeht.

Der Name, der dabei selten genannt wurde, weil er so „logisch“ war: QB Andrew Luck. Der trat bekanntlich letzte Woche aus sterneklarem heiterem Himmel von der NFL zurück und hinterließ neben schockierten Gesichtern vor allem eine riesengroße Lücke in der Colts-Mannschaft, die seither versucht, Optimismus zu wahren und sich am Strohhalm des Backup-QBs Jacoby Brissett festzuklammern.

Brissett war schon 2017 Starter bei den Colts. Er führte damals die ineffizienteste Passing-Offense der NFL an – eine Situation, die man jedoch durch einige wesentliche Einschränkungen entschuldigen kann: Brissett war damals noch kompletter Grünschnabel im zweiten Jahr, mit nur zwei Starting-Einsätzen bei den Patriots als Rookie, er war wenige Tage vor Saisonstart gekommen, und er hatte in einem desolaten Colts-System mit einer der schwächeren Offensive Lines spielen müssen.

Diese Ausgangslage ist nun wesentlich verbessert: Brissett kennt die Mannschaft seit zwei Jahren, die Offense Line gehört mittlerweile zu den besten und Play-Caller Reich verhalf nicht zuletzt letztes Jahr Andrew Luck zu wesentlich schnelleren Würfen, was die QB-Pressures und Hits mindestens so stark reduzierte wie die neuen Offense Liner.

So gehen Analysen wie Andy Benoit bereits dazu über, den Luck-Ausfall als gar nicht so dramatisch zu bezeichnen und die Colts weiterhin als AFC-Contender anzupreisen. Das halte ich für Bullshit.

Die Analyse Brissetts von 2017 zeigt Besorgnis erregend konservatives Game-Management von Brissett – eine Haltung, die bei Quarterbacks unabhängig von Coach und Playcaller stabil zu bleiben scheint, wie nicht zuletzt die verzweifelten Versuche der Raiders-Coaches, Derek Carr zu ändern, belegen. Zum anderen zeigte Brissett die Tendenz, den wichtigsten deep threat der Colts und einzigen WR von Format, T.Y. Hilton, schlicht zu ignorieren – weil er zu ungern tief ging.

Der zweite Grund, warum ich die Colts für aus dem AFC-Rennen halte: Sie waren schon vor Lucks Rücktritt überschätzt. Klar, ein Pythagorean von 10.3 Siegen letztes Jahr, erzielt trotz des drittmeisten Verletzungspechs in der NFL, ist kein Zuckerschlecken und sprach schon immer für eine gewisse Qualität der Mannschaft. Doch unabhängig von der Fitness Lucks hielt ich die Offense nur für „1b-klassig“, und vor allem: Die Defense für total überschätzt.

DefCoord Matt Eberflus leistete letztes Jahr ganze Arbeit, als er das jahrelang zahme Pony namens „Colts-Defense“ im Mittelfeld der Liga klassierte. Doch man darf eines nicht einfach ausklammern: Sie spielten gegen eine Serie an Backup-QBs, was trotz aller Opponent-Adjustments selbst in weiterführenden Statistiken wie DVOA zu sachte gewichtet ist. Damit ist 2019 auf alle Fälle vorbei: Man spielt nun gegen mehrere der besten Offenses der NFL. Regression ist unvermeidlich – wie kann das recht softe Cover-2 Schema von Eberflus da gegenhalten?

Passrush-Einkauf Justin Houston wird „vorne“ für Verbesserung sorgen, wie auch im Idealfall die Entwicklung von DE Kemoko Turay, der in sein zweites Jahr geht. Doch „hinten“ sind LB Darius Leonard (Rookie des Jahres 2018) sowie FS Malik Hooker die einzigen „Scheme-übergreifenden“ Talente, die sich über ein vordefiniertes, fixes System hinaus einsetzen lassen. Die meisten Cornerbacks sind vor allem große und schnelle Athleten, denen noch zahlreiche Feinheiten beizubringen sind – gegen die vielen variablen Offenses wird das es eine Herkulesaufgabe, erneut eine überdurchschnittliche Defense aufzubieten.

Der Hoffnungsschimmer ist der Offensiv-Playcaller: Allein das aggressive Play-Calling von Headcoach Reich (62% Pass-Quote in 1st Downs) wird die Chancen in der Offense optimieren und einige personelle Nachteile ausgleichen.

Doch am Ende des Tages ist es aufgrund aufgezeigter Zweifel nicht verwunderlich, dass die Colts schon vor Lucks Rücktritt „nur“ bei ca. 9 Siegen in den Projections landete – und nicht bei 10 wie sie die absoluten Contender hatten. Auch ist es nicht verwunderlich, dass sie in den meisten Projections nach Lucks Abgang nun auf rund 7 Siege herabgestuft wurde.

Die Colts-Saison 2019 wurde durch Lucks Rücktritt quasi über Nacht von „Einrollen auf das große Titel-Fenster 2020 bis 2021“ zu einem faszinierenden Experiment, in dem GM Ballard nun eine Saison lang Zeit hat um sich ganz sicher zu sein ob man mit Brissett tatsächlich weitergehen sollte, oder ob man nächstes Jahr im Draft einen Monster-Trade für einen der potenziellen Franchise-QBs einfädeln sollte um das Fenster nicht durch das „stuck in the middle“ Phänomen zu gefährden.

Fix ist, dass die Colts zu gut sind für Tanking wie 2017. 6-10 oder 7-9 kann das allemal werden, als unteres Ende der Fahnenstange. Vielleicht schafft Indianapolis es mit einer Serie an knappen Siegen in der wirklich schwachen AFC South sogar, bis zuletzt im Rennen um Divisionssieg oder Wildcards zu bleiben – doch dafür muss ab sofort alles gut gehen.

Jacksonville Jaguars

Record 2018: 5-11
Close Game Bilanz: 2-6
Pythagorean: 5.7 Siege
Schedule 2019: #9

Die Jacksonville Jaguars sind ein gebrochenes Team. Vor eineinhalb Jahren führten sie im letzten Viertel des AFC-Finals bei den New England Patriots und standen vor dem Einzug in die Superbowl. Das alles trotz eines QBs Blake Bortles, dafür dank der besten Defense in der NFL. Doch dann vergeigte man die Führung mit desaströsem Play-Calling und schied knapp aus.

Hernach tat sich Erstaunliches: Anstatt die in dicken, fetten Lettern an die Wände geschmierten Zeichen der Zeit zu erkennen und sich von Bortles zu trennen, statteten sie Bortles mit einem neuen Vertrag aus – mit vorhersehbaren Resultaten: Man stürzte auf 5-11 ab. Und trennte sich erst dann, das eine entscheidende Jahr zu spät, von Bortles.

Die Jaguars 2018 hatten jedoch noch andere Probleme als QB: Da wäre z.B. die Defense, die wie zu erwarten war ihren unfassbaren Level von 2017 nicht halten konnte und von „episch“ auf „sehr gut“ schrumpfte. Da wäre ein tödlich ineffizientes Laufspiel, das keinen Stich machte. Da wären die zahlreichen Verletzungen (4t-meist verletztes Team der NFL).

Jetzt folgt der Reset-Button: Anstatt OffCoord Hackett und QB Bortles geht man mit OffCoord John DeFilippo und QB Nick Foles ins Rennen. Dieses Duo leistete bereits beim Eagles-Superbowl Run Entscheidendes.

Doch bevor man in zu viel Euphorie verfällt: Foles war über seine Karriere ein nur wenig besserer Spieler als Bortles, und wie kompatibel das DeFilippo-Playcalling (das zu hoher Pass-Quote tendiert) mit den Dinosauriern in Jacksonville ist, kann ich dir schon sagen: Es ist accident waiting to happen. DeFilippo will RPO und viele Pässe.

Das Triumvirat aus Übervater Tom Coughlin, dessen GM-Strohmann Dave Caldwell und der quasi-enteierten Headcoach-Marionette Doug Marrone will dagegen was anderes: Fournette-Läufe in die Mauer, am liebsten in 1st und 2nd Down.

Jene Mauer (O-Line) ist trotz Rookie-RT Jawaan Taylor als Verstärkung eher unterhalb als oberhalb von NFL-Durchschnitt anzusiedeln. Es dürfte etliche lange 3rd Downs regnen, und dann warten Foles-Pässe auf den mutmaßlich schlechtesten Receiving-Corps der NFL (PFF und Barnwell sehen ihn einhellig als #32).

Das Fazit zur Offense ist also schnell gezogen: Sollte DeFilippo entgegen der Anweisungen “pass first” im 1st Down denken, riskiert er zur Saisonmitte erneut als Sündenbock gefeuert zu werden. Diese Ausgangslage ist keine rosige.

Wie weit Jacksonville also in der schwächsten Division der NFL kommt, hängt also alles an der Defense: Kann sie, die 2017 so viele Turnovers holte und 2018 so wenige, den Turnaround schaffen? Pass-Rush mit DE Campbell, DE Ngakoue und Rookie-DE Josh Allen ist sensationell, Cornerback mit CB Jalen Ramsey und CB A.J. Bouye im ersten Anzug auch, und in der D-Line kann man sich leisten, den 1st-Rounder 2018, DT Taven Bryan, als Rotationsspieler zu halten.

Wenn die absoluten Schlüsselspieler wie Campbell, Bouye und Ramsey gesund bleiben, riecht das mit etwas Turnover-Regression erneut nach einer der besten Defenses. Das allein kann in der AFC South den einen oder anderen Sieg bringen.

Doch sollte dieses Trio nicht performen, riskieren die Jaguars schnell den Absturz nach unten: Der drittbeste Cornerback ist D.J. Hayden, das Safety-Duo Wilson/Harrison hat nur etwas mehr als zwei Handvoll NFL-Snaps auf dem Buckel und der Top-LB Telvin Smith setzt die Saison aus privaten Gründen aus.

NFL-Prognosen sind immer schwer, doch zurückkehrend zum Big-Picture sind die Jaguars wie folgt: Ein Team, dessen Pythagorean von 5.7 Siegen eher für Verbesserung als für Verschlechterung spricht. Ein Team, das mit 2-6 Bilanz in One-Score Games 2018, einer Turnover-Bilanz von -12 (also zwölf Ballverluste mehr als die Defense erobert hat) und nur 39% eroberten Fumbles extrem unglücklich war.

Das alles spricht für Verbesserung. Mit eingerechnet, dass Foles zumindest ein kleines Upgrade gegenüber Bortles ist und die Mannschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit gesünder durch die Saison kommt, kann das in einer AFC South ohne Andrew Luck durchaus wieder zu einer 7-9 oder 8-8 Bilanz reichen.

New York Jets

Record 2018: 4-12
Close Game Bilanz: 1-5
Pythagorean: 5.3 Siege
Schedule 2019: #31

7-9 oder 8-8 wäre auch eine Bilanz, die man sich für die New York Jets als realistisches Szenario ausmalt. Immerhin herrscht bei der „Gang Green“ trotz Chaos im Front-Office (der neue Headcoach Adam Gase mobbte den verhassten GM Maccagnan raus, der neue GM ist der bislang unerfahrene Joe Douglas) zum ersten Mal seit Jahren wieder Optimismus.

Das liegt vor allem an QB Sam Darnold. Darnold hat eine durchwachsene Rookie-Saison hinter sich, die sich gewissermaßen gemäß der Erwartungen entwickelte: Ein holpriger Start gegen einen brutalen Schedule, gefolgt von einem starken Saisonabschluss. Darnold zeigte im Prinzip alle Attribute, die man schon im Draft prognostiziert hatte: Mut zum Playmaking, aber auch hirnlose Entscheidungen.

Jetzt gibt es ausreichend Hinweise auf einen Leistungssprung:

  1. Für junge Quarterbacks ist das zweite Jahr das entscheidende.
  2. Darnold bekommt in Gase einen neuen OffCoord/Headcoach. Dessen Qualitäten sind noch umstritten, weil er in Denver von der Präsenz Peyton Mannings schmarotzte und in Miami keine wirklich effiziente Offense aufs Parkett zauberte. Doch Gase ist in 1st und 2nd Down passlastig – und somit schon qua Design der richtige Coach für einen Darnold (Vorgänger Bates war extrem konservativ)
  3. Neue Skill-Player allerorts: Slot-WR Crowder wurde aus Washington geholt, TE Wesco kam via Draft und RB LeVeon Bell kommt als fangstarker Runningback aus Pittsburgh.
  4. Die Offensive Line, letztes Jahr eine der schwächsten der NFL, sieht in OG Osemele und dem aus dem Ruhestand reaktivierten Ryan Kalil zwei wichtige Upgrades auf sehr kritischen Positionen.

Die Sterne für eine durchschnittliche (oder leicht überdurchschnittliche) Passing-Offense stehen gut, sofern RB Bell den Coaching-Stab nicht mit seinen Intrigen unterwandert, weil er sich zu selten in Szene gesetzt fühlt.

Doch der Grund, wieso man sich einen Jets-Sprung von 4-12 auf eine .500 Bilanz so gut vorstellen kann, liegt nicht in der Passing-Offense allein:

  • Pythagorean von 5.3 Siegen war schon deutlich besser als die Siegbilanz
  • Man gewann nur 1 von 6 Spielen, was für außerordentliches Pech spricht
  • Turnover-Bilanz von -10 wird sich höchstwahrscheinlich klar verbessern
  • Der Schedule ist einer der einfachsten in der NFL

Und: Die Defense wurde personell verbessert. Es ist nicht anzunehmen, dass New York plötzlich eine Top-10 Abwehr aufs Feld schicken wird, doch in LB Mosley (aus Baltimore) sowie den 1st und 2nd Round Rookies DT Quinnen Williams und EDGE Jachai Polite (Edit: Mittlerweile schon wieder entlassen) wurden drei wichtige Ergänzungen für Run-Defense und den zuletzt matten Edge-Rush getätigt.

Natürlich bleibt die Secondary abseits des exzellenten Safety-Pärchens Jamal Adams/Marcus Maye suspekt at best besetzt, und wenn noch nichtmal CB Trumaine Johnson wieder die Form alter Tage erreicht, könnte die Passing-Defense nach wie vor ein Problem sein.

Doch im Normalfall tingelt sich die Defense irgendwo um oder knapp unter Durchschnitt ein. Und so ist das gepaart mit der zu erwartend durchschnittlichen Offense und dem soften Schedule ein einfacher Grund um die Jets in Jahr 2 des Darnold-Fensters schon ins Liga-Mittelfeld zu tippen. Wenn man dank des einen oder anderen Zufallssieges sogar im Wildcard-Rennen der AFC mitmischen kann, wäre das ein willkommener Bonus – bloß sollten die Verantwortlichen dann nicht zu euphorische Schlussfolgerungen mit Blick auf 2020 und 2021 ziehen. Schließlich sind diese die beiden Jahre, in denen New York ganz oben angreifen kann.

San Francisco 49ers

Record 2018: 4-12
Close Game Bilanz: 3-5
Pythagorean: 5.6 Siege
Schedule 2019: #13

Die San Francisco 49ers werden zum zweiten Mal en suite als große Preseason Dark-Horses gehandelt. Letztes Jahr ging das mit 4-12 Bilanz fürchterlich schief, doch für die anstehende Saison sprechen tatsächlich viele Faktoren für rasche Verbesserung:

  • QB Jimmy Garroppolo ist wieder zurück. Jimmy-G spielte 2018 nur zweieinhalb Spiele und auch wenn man nach immer noch nur 10 Starter-Einsätzen und drei schnellen Verletzungen noch nicht genau weiß was man an ihm hat, so dürfte er als QB, der wenige große Fehler macht und dem gleichzeitig nach PFF mehr schwierige Würfe gelingen als einem durchschnittlichen QB auf jeden Fall besser sein als die Combo Beathart/Mullens aus 2018.
  • Verstärkter Pass-Rush durch die Neuzugänge DE Dee Ford und DE Nick Bosa (#2 overall Pick im Draft), die dem famosen interior-Rusher DT Buckner zur Seite gestellt werden.
  • Zwangsläufige Regression bei Turnovers: Letztes Jahr erzwang die Defense nur unfassbare zwei (nochmal: ZWEI) Turnovers. San Francisco hatte -25 Turnover-Bilanz, ein unerhörter Wert.
  • Pythagorean von 5.6 Siegen, der wesentlich besser war als die vier effektiv geholten Siege
  • Verletzungsglück: Die Chancen stehen gut, dass man nicht erneut Platz #28 in der Adjusted-Games Liste belegt.

Dieses Quintett an Faktoren allein dürfte San Francisco in die Range von sechs oder sieben Siegen als Base-Line katapultieren. Doch es gibt tatsächlich Anzeichen, dass es noch weiter nach oben gehen könnte. So führte das Play-Calling von Headcoach Kyle Shanahan schon letztes Jahr dazu, dass man trotz Backup-QB und third stringer eines der besten Teams in „Early-Downs“ (1st und 2nd Down) war – wohin führt das erst mit Garroppolo?

Auch der Receiving-Corps wurde etwas verstärkt: WR Deebo Samuel als Slot-Waffe und WR/RB Jalen Hurd als Allzweckwaffe sorgen für mehr Tiefe, der fangstarke RB Jedrick McKinnon kehrt von ACL zurück (Edit: Wieder auf IR gesetzt) und der Shanahan aus Falcons-Zeiten bestens bekannte Tevin Coleman für das Zone-Running sind durchaus brauchbare Neuzugänge.

Doch es gibt zwei wesentliche Fragezeichen, die das Potenzial der 49ers im Playoff-Rennen deckeln:

  1. In der Secondary wurde so gut wie nichts getan – CB Verrett kam aus Los Angeles und er ist einer der besten seines Fachs wenn fit. Aber Verrett ist mit 3 Einsätzen in den letzten 3 Jahren nie fit! Neuzugänge ansonsten für die Secondary, die nur 2 Turnovers erzwang und die schlechteste Coverage-Grade von PFF bekam: Fehlanzeige.
  2. QB Garroppolo ist mit nur 10 Starter-Einsätzen mehr Unbekannte als den 49ers lieb sein sollte. Was, wenn er doch nicht so gut ist wie alle meinen?

Klare Verbesserung von 4-12 ist also fast sicher. Doch reicht das mit zwei so massiven Fragezeichen auf zwei so wichtigen Positionen am Ende für ganz oben? Ein Play-off Run der 49ers würde nicht erstaunen. Doch es gibt bessere Kandidaten in der NFC, sich die letzte Wildcard zu holen.

Tampa Bay Buccaneers

Record 2018: 5-11
Close Game Bilanz: 3-6
Pythagorean: 6.4  Siege
Schedule 2019: #3

Man muss sich noch gar nicht sensationell tief mit den Tampa Bay Buccaneers auseinandersetzen um zu erkennen, dass wir es bei dieser Mannschaft trotz der zuletzt enttäuschenden 5-11 Bilanz mit einem echten Sleeper zu tun haben:

  • Pythagorean von 6.4 Siegen ist zwar keine Offenbarung, aber deutlich besser als die 5 Siege, die man letztlich holte
  • Die 3-6 Bilanz in engen Spielen spricht für Regression nach oben
  • Man hatte eine Turnover-Bilanz von -18
  • Die Verheiratung des Schemes vom neuen Headcoach und QB-Flüsterer Bruce Arians mit dem bombastischen, aber fehleranfälligen QB Jameis Winston ist ein „match made in heaven“

Die Buccs verlieren zwar ihren erfolgreichen OffCoord der letzten Saison, Todd Monken, doch Arians ist mit seiner 4-WR lastigen, downfield-orientierten Passing-Offense einer der perfektesten Fits für den QB Winston, der nach vier Jahren noch den Beweis schuldig ist, den Top-Pick 2015 wert gewesen zu sein – doch der jedes Jahr gigantisches Potenzial andeutet.

Winstons größtes Problem: Er ist hie und da zu rücksichtslos nicht nur gegenüber seinen Mitmenschen abseits des Platzes, sondern auch gegenüber seiner eigenen Mannschaft am Feld. Er überzieht, wirft zu viele Interceptions. Doch seine Accuracy vor allem in der extrem effizienten Zone zwischen 10 und 20 Yards downfield ist fantastisch.

PFF bestätigte zuletzt, was ich seit Monaten schreibe: Arians und Winston passen wie Arsch auf Eimer zusammen. Trotz Fragezeichen in der Offensive Line ist davon auszugehen, dass die Buccs aggressiv werfen werden, denn nicht bloß passt das zu Winstons DNA, sondern auch zu Winstons Waffen, die zu den besten in der NFL gehören: WR Mike Evans ist nicht nur einer der komplettesten Receiver, sondern überdies fantastisch downfield, WR Chris Godwin ist ein Speedster vor dem Herrn und TE O.J. Howard ist nur das Häufiger-Angespielt-Werden von Superstar-Status entfernt. Der Abgang des eh nur unterdurchschnittlich oft angespielten WR Humphries sollte verschmerzbar sein.

Die Frage wird sein, ob Arians Winston ausreichend temperieren kann um den Benefit von hohen Yards/Pass-Zahlen nicht auf Kosten zu hoher Turnover-Zahlen zu genießen – und ob man durch den starken Pass-Fokus zumindest soweit Räume für das Laufspiel öffnen kann, dass dieses nicht erneut als Sollbruchstelle die Offense torpediert.

Ich wäre verleitet, die Buccs in die Playoffs zu schrieben, doch das Potenzial dieser Truppe wird gedeckelt durch zu viele Fragezeichen in der Defense: Die Passing-Defense war zuletzt die #32 nach DVOA, und die Probleme waren überall: Vorne im Pass-Rush, hinten in der Secondary.

Personell hat man nicht überaus viel geändert: Der athletische Rookie-LB Devin White ersetzt Kwon Alexander und DT Ndamukong Suh folgt auf den gefeuerten DT Gerald McCoy. Doch White ist als Rookie noch eine Unbekannte, und Suh ist kein dominanter Interior-Passrusher mehr. Zu allem Überfluss fällt DE Pierre-Paul lange verletzt aus (wenn JPP auch etwas überschätzt war).

Der neue DefCoord Todd Bowles muss durch Scheming also all das herausholen, das das Spielerpersonal nicht hergibt – es sei denn, der extrem junge Coverage-Corps um den bislang enttäuschenden CB Vernon Hargreaves und die vielen 2nd und 3rd Rounder der letzten Jahre findet langsam zusammen. In dem Fall wäre es nicht undenkbar, dass die Buccs-Defense sich im unteren Liga-Mittelfeld festsetzt – und die Mannschaft vor dem Durchbruch steht.

Doch selbst dann treffen die Buccs auf dem Weg nach oben auf zwei entscheidende Hindernisse: Mit Saints und Falcons sind gleich zwei Divisionskonkurrenten besser, kompletter aufgestellt – und selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass beide total straucheln, gibt es in den Carolina Panthers einen dritten Gegner, bei dem ebenso viele Zeichen auf Verbesserung gegenüber 2018 stehen. Die schwere NFC South ist in diesem Fall ganz klar ein Fluch für die Buccs.

Tennessee Titans

Record 2018: 9-7
Close Game Bilanz: 4-3
Pythagorean: 8.2 Siege
Schedule 2019: #11

Abschluss des zweiten Teils dieser Vorschau mit einer der grauesten Mannschaften der NFL, den Tennessee Titans. Sie sind in den letzten Jahren sozusagen das Paradebeispiel für das NFL-Streben zum Mittelmaß: 9-7 in 2016, 9-7 in 2017, 9-7 in 2018. „Stillstand“ ist die Parole, die man für solche Entwicklungen (oder besser: Nicht-Entwicklungen?) erfunden hat.

Eigentlich ist vieles, was die Verantwortlichen in Nashville machen, nicht so verkehrt. Doch am Ende sind sie im Fegfeuer des „Quarterback-Mittelmaßes“ gefangen, das sich da nennt: Marcus Mariota. Einst als Super-Prospect gedraftet, hat Mariota in seinen bisherigen vier Spielzeiten ziemlich krass enttäuscht. Es hat viele Gründe, weswegen Mariota sich nicht wie gewünscht entfaltete:

  • Er ist zu oft verletzt, hat noch keine Saison mit 16 Starts
  • Die Titans wechseln zu häufig die Offensive Coordinators: Vier in fünf Jahren
  • Der College-Spread QB Mariota musste in der NFL bislang vor allem mit Heavy-Personnel hantieren.

Doch am Ende bleibt festzuhalten: Coaching und Play-Calling mögen suboptimal gewesen sein, doch Elite-QBs tendieren in der NFL, solche Probleme zu übertünchen, und das hat Mariota bis jetzt nicht gemacht. Dass sich in Jahr 5 mit einem Rookie-OffCoord plötzlich alles ändert, ist eher unwahrscheinlich.

Dabei wäre das Personal durchaus adäquat. Die O-Line ist in Top-5 Range, auf Wide Receiver hat man in WR Adam Humphries einen für den Slot geholt und mit Rookie A.J. Brown ein weiteres Talent für die Tiefe gedraftet und kann hoffen, dass der Top-5 Pick 2017, WR Corey Davis nach stark verbessertem Vorjahr nun einen weiteren Schritt macht – und auf Tight End sollte Delanie Walker noch ein starkes Jahr im Tank haben. Im Laufspiel sieht die Geschichte zwar optisch immer hölzern aus, weil RB Derrick Henry eher schwer in die Gänge kommt, doch Henry ist trotz allem einer der effizienteren Backs in den letzten Jahren.

Die Defense ist gebaut um eine starke Secondary um die beiden Playmaker FS Kevin Byard und CB Adoree Jackson sowie den einstigen Patriots-Helden CB Malcolm Butler. Der Passrush ist nur über innen Elite (DT Jurrell Casey / Rookie-1st Rounder Jeffery Simmons fällt noch monatelang aus) und auf Linebacker muss man um das fehlende Highend-Talent herum schemen. In den letzten Jahren reichte das zumeist für eine Platzierung im Mittelfeld der NFL.

Mittelfeld – für viele Teams in der NFL wäre das schon erstrebenswert, doch in Tennessee kann man es nicht mehr hören. Nun bestünde die goldene Chance, nach Luck-Rücktritt und Chaoten-Management in Houston das Zepter der AFC South in die Hand zu nehmen. Doch ohne einen Mariota-Durchbruch glaube ich nicht mehr daran – und so sehr ich Mariota verehrt habe, ich verliere langsam den Glauben. Die Texans haben nicht die bessere Mannschaft als Tennessee, aber den wesentlich besseren QB. Ergo wird es mal wieder nur Platz 2 für die Titans.

13 Kommentare zu “Furchtlose NFL-Vorschau 2019/20 | Die Mittelklasse

  1. Jerick McKinnon ist auf der Pre-53-IR gelandet – seine Saison ist vorbei.
    Sehr viel haben die 49ers von ihm noch nicht bekommen, dafür dass sie ihm vor 1,5 Jahren einen relativ fetten Vertrag für einen Backup-RB gegeben haben.

  2. Außerem haben die Jets Polite gecuttet. Daher ist der Edgerush mal wieder ein ganz schönes Fragezeichen.

  3. Gut lesbare Vorschau, aber Bears unterhalb der Liga Hälfte kann man nicht ernst nehmen. Sorry, aber so schlimm kann die Regression der Defense gar nicht sein, es gibt nur zwei Abgänge die nicht Starter betreffen und Fangio ist mit Pagano durch einen erfahrenen DC ersetzt worden.

    Trubisky macht wahrscheinlich einen Sprung nach vorn und wo sich die anderen NFC North Teams verbessert haben, erschließt sich mir nicht. Es gibt keine Gründe, Da Bears nicht unter den Play-Off Teams zu ranken!!

    Aber was liest man da, der Previewer gehört zum Lions Anhang…

  4. @mike: Mein Bauchgefühl würde die Bears auch weiter oben ansiedeln, aber (abgesehen von Korsakoffs faktenbasierter Analyse) sind halt Vikings und Packers in der Division.
    Ich denke, die Bears sind von ihrer Spielstärke/Kader her in der oberen Hälfte der NFL einzuordnen, aber das hilft ihnen bei Korsakoffs Einordnung (4×8) nicht, wenn sie nicht an den Vikings und Packers vorbeikommen.
    Das NFL-Divisionsystem führt dazu, dass manche starke Teams auf Platz 3 verenden, während schwächere Teams mit 8-8 in den Playoffs landen können.
    Abgesehen davon muss man fairerweise sagen, dass Korsakoff mit seinen Lions immer hart ins Gericht geht. Wenn er nicht darauf hinweisen würde, wäre mir an keiner Stelle aufgefallen, dass er mit den Lions sympathisiert.

    Wünschen wir Trubisky eine Superentwicklung und uns attraktiven Football. 🙂

  5. Man hat Brissett einen neuen Vertrag gegeben.
    Allerdings nur 30Mio$/ 2 Jahre mit 20 davon garantiert.
    Dazu Hoyer für 12 Mio/3 Jahre.
    Sollte in der Zukunft keine so großen Auswirkungen haben, wobei ich mich frage wie sinnvoll der Deal ist.

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