Montagsvorschauer 2019 – Woche 1

Wie seit vielen Jahren gewohnt, schließt die NFL ihren 1. Spieltag mit einem Monday-Night Doubleheader ab.


Das eine zu beachtende Team ist dabei die ESPN-Kommentatorencrew: Der unsägliche Jason Witten wurde als Co-Kommentator nach nur einem Jahr aus der Kabine gedrängt und hat auch gestern per TD-Catch bewiesen, dass es für ihn einfacher ist zu spielen als über das Spiel zu reden.. Er wird durch Booger McFarland ersetzt, der von seinem Booger-Mobile hoch in den Booth wechselt. Regulärer Play-by-Play Mann bleibt Joe Tessitore.

Die beiden Spiele von heute Nacht:

  • New Orleans Saints – Houston Texans (01h10)
  • Oakland Raiders – Denver Broncos (04h20)

Zu erst zu Saints vs. Texans. Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, deren Front-Offices philosophisch Brüder im Geiste sind – „Scheiß auf die Zukunft! Es zählt das Hier und Jetzt!“. Die Saints sind seit Jahren Spezialisten darin, weil sie verzweifelt versuchten, eine schlimme Salary-Cap Hölle zu umgehen ohne im Herbst von QB Drew Brees‘ Karriere noch einmal einen ernsthaften Umbruch einleiten zu müssen. Permanente Umstrukturierungen von Spielerverträgen und zahllose Uptrades im Draft waren die Folge.

Die Texans schauten sich offensichtlich vieles davon ab und opferten letzte Woche sagenhafte zwei 1st Rounder und einen 2nd Rounder um sich die Rechte am nicht viel besser als etwas überdurchschnittlichen LT Laremy Tunsil aus Miami zu sichern. Viele haben den Move begrüßt, weil er QB Deshaun Watson besser beschützen kann. Ich bin aus oft genannten Gründen skeptisch.

2019 sind beide Teams nicht nur im „Win Now“-Modus. Sie sind im „Must Win Now“-Modus. Beide sind gesegnet mit potenten Offenses, die aber nahezu diametral anders funktionieren:

  • Die Saints spielen eine quicke Kurzpass-Offense, in der QB Brees nahezu nie unter Druck gerät und die Bälle auf Ziele wie WR Michael Thomas oder RB Alvin Kamara verteilt, die viele Yards nach dem Catch machen
  • Die Texans sind trotz der wackeligen Offensive Line erpicht darauf, tiefe Routen auszupacken. QB Watson geht gerne tief, und sowohl der brachiale WR Hopkins als auch WR Will Fuller und der neu aus Miami eingekaufte WR Kenny Stills sind Receiver mit hohen aDOT-Werten (average depth of target).

In der Defense muss Houston erstmals ohne DE Clowney antreten. Bei den Saints sind alle Augen auf DE Marcus Davenport gerichtet, für den man letztes Jahr zwei 1st Rounder zahlte und der heuer liefern muss.


Die zweite Partie ist um 4h20 Raiders vs. Broncos. Der Mann, über den alles spricht – Antonio Brown – ist dabei gar nicht mehr mit von der Partie. Browns Abgang ist eine brutale Schwächung. WR Tyrell Williams ist vor allem ein deep threat, der nicht viel mehr kann als tief zu laufen – und wie er nun mit dem erzkonservativen QB Derek Carr zusammenpassen soll, wenn ihm niemand kurz die Räume freiläuft, bleibt abzuwarten. Gerade gegen die aggressive Denver-Front riecht das nicht nach vielen Raiders-Punkten.

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