Samstagsvorschauer 2019 – Woche 5

Vorschau auf den heutigen Samstag.

Ein Samstag ohne das ganz große Spitzenspiel im College Football. Hier die Partien in aufsteigender Reihenfolge nach dem jeweiligen AP-Ranking:

#1 Clemson – UNC (21h30 / ESPNP)

#2 Alabama – Ole Miss (21h30, CBS): Eher einfache Heim-Übungen für die beiden Titel-Topfavoriten.

Nebraska – #5 Ohio State (01h30 / ESPNP): Vielleicht das sportlich interessanteste Spiel des Tages, obwohl Ohio State mit 18 Punkten favorisiert ist. Die Buckeyes sind erstaunlich dominant in die Saison gestartet – etwas, das man nach dem Trainerwechsel von Urban Meyer auf Ryan Day nicht unbedingt hatte so kommen sehen.

Doch QB Justin Fields scheint der perfekte QB für das Zone-Read/Power-Running der Buckeyes zu sein – er ist eine ideale Ergänzung zu J.K. Dobbins, der 7 YPC macht. Für Nebraska ist die Ohio-State Offense eine riesige Herausforderung: Sie muss verzweifelt versuchen, sie in der Spielfeldmitte zu halten – Containment um sie ja nicht über die Flanken rennen zu lassen!

Nebraskas Offense ist noch ein bisschen wackelig. Man macht zwar gute Yards, aber es fehlt noch an Killerinstinkt. Zu wenige Touchdowns, zu viele Turnovers. Letzte Woche hatte man Probleme, Illinois an die Wand zu punkte, obwohl man fast 700 Yards machte (und nur 300 kassierte). QB Adrian Martinez ist zu oft der Alleinunterhalter – und er ist noch nicht komplett genug dafür.

Trotzdem ist eine sensationelle Performance von Martinez die beste Chance für ein Upset der Cornhuskers: Ohio States Defense muss erst noch beweisen, dass man nach der Neuformierung und einem schwachen jahr 2019 nun in der Lage ist, solche Spread-Option Teams zu stoppen. Doch solange die Nebraska-Defense nicht physisch und in Geschwindigkeit mit Ohio States Rushing-Offense mithalten kann, wird man keine Chance haben.

#6 Oklahoma – Texas Tech (18h / FOX)

#7 Auburn – Mississippi State (1h / ESPN): Eine Partie zwischen zwei nicht unähnlichen Mannschaften: Auburn wie Mississippi State sind um ein knochentrockenes Power-Running und eine knackige Defense gebaut – und beide haben bis jetzt Wackel-QBs, denen man nicht das Heft des Handelns in die Hand drücken möchte.

Bei Auburn ist QB Bo Nix als Freshman einfach noch zu jung. In Mississippi State hat der Starting-QB Tommy Stevens Verletzungsprobleme, verpasste zuletzt sogar Spielzeit. Vielleicht ist er heute wieder fit. Er wäre lebenswichtig, denn nur ein fitter Stevens ist für die Bulldogs ein Ausweg aus dem ansonsten unvermeidlichen Wettkampf „wer jagt seine Runningbacks erfolgreicher in die gegnerischen, harte Mauer hinein?“

Northwestern – #8 Wisconsin (18h / ESPN)

#9 Florida – Towson (22h / SEC)

#10 Notre Dame – #18 Virginia (21h30 / NBC)

#14 Iowa – Middle Tennessee (18h / ESPN)

#17 Washington – #21 USC (21h30 / FOX): Eine Partie, die live bei uns nur in der Grauzone zu sehen ist. Pac-12 Football wird gerne mal verspottet, weil es keinen absoluten National-Title Contender gibt – und auch Washington und USC sind heuer schon gestolpert und haben wohl keine Ambitionen landesweit mehr.

USC ist aber eine der spannenderen Mannschaften: Letzte Woche verletzte sind nach Stamm-QB Daniels auch dessen Backup Kaden Slovis – ideale Bühne für den 3rd-stringer QB Matt Fink, der 350yds und 3 TD auflegte und Utah schlug! Washingtons junge Secondary wird alle Hände voll zu tun haben um die Air-Raid Offense zu stoppen. Man kann davon ausgehen, dass die Huskies-Defense eher konservativ spielt und Fink zwingt, viele Plays zu machen.

Die Washington-Offense stockte diese Saison noch. Gegen Cal wurde sie komplett abgewürgt. QB Jacob Eason scheint einen besten Receivern nicht richtig zu vertrauen. TE Hunter Bryant und WR Aaron Fuller sind die einzigen Leute mit mehr als einer Handvoll kritischer Receptions.

#19 Utah – Wazzou (4h / FS1): Zwei Teams, die letzte Woche „crushing losses“ kassierten. Utah wurde vom Third-String QB der USC Trojans geschlagen. Wazzou kassierte ein legendäres Upset gegen UCLA nach 32 Punkten Vorsprung.

#20 Michigan – Rutgers (18h / BTN): Michigan wurde letzte Woche von Wisconsin verprügelt, dass einem Hören und Sehen vergeht: 0-28 Rückstand zur Pause, nicht ein einziger gelungener Offensivspielzug. Rutgers taugt heute als einfacher Aufbaugegner, aber der QB den jeder sehen will, Patterson-Backup QB Dylan McCaffrey, ist nicht wirklich fit und wird vielleicht gar nicht spielen.

#22 UCF – UConn (1h / ESPN): UCF wurde letzte Woche vom Favoritenschrecke Pitt überraschend 35-34 geschlagen – die erste Regular-Season Pleite für die Knights seit Menschengedenken.

Arkansas – #23 Texas A&M (18h / ESPN) – Arkansas’ Coach Chad Morris gerät langsam unter Druck, weil es auch in Jahr 3 keine richtige Entwicklung gibt. Texas A&M ist auch eher enttäuschend gestartet und hat gegen den Monster-Schedule von 2019 wohl keine Ambitionen mehr, aber man scheint Jimbo Fisher momentan noch ruhig Zeit zu geben. Arkansas muss aber geschlagen warden.

Oklahoma State – #24 Kansas State (1h / ESPN+): Culture-Clash in Stillwater! Oklahoma State mit seiner explosive Offense und seiner total passiven bend but don’t break Offense gegen K-State vom neuen Headcoach Chris Klieman, das offensiv um 22-Personnel oder gar 1-3 Personnel und die Philosophie „establish the run“ gebaut ist – und damit bis jetzt überraschend gut gefahren ist!

Oklahoma State habe ich letzte Woche gesehen. Sie sind spektakulär in der Offense. QB Spencer Sanders ist ein Juwel. WR Tylan Wallace hat keine Probleme, selbst gegen die Texas-Defense die WR1-Rolle erfolgreich auszufüllen. RB Chuba Hubbard wird Carry für Carry in den Boden gerannt.

K-State habe ich noch nicht gesehen. Sie sind im Jahr 1 nach Legende Bill Snyder überraschend 3-0, haben zuletzt gar Mississippi State bezwungen. Gelingt ihnen heute erneut ein Coup auswärts bei den Cowboys, wird man sich ernst nehmen müssen.

#25 Michigan State – Indiana (21h30 / BTN)

Rugby-WM

Gleich geht es auch mit Rugby los:

  • 09. 9h15 Japan – Irland: Irland letzte Woche total dominant gegen Schottland, aber Fly-Half Johnny Sexton ist angeschlagen. Er wird heute wohl weder kicken noch durchspielen.
  • 09. 11h45 Südafrika – Namibia: Südafrika verlor das Topspiel gegen Neuseeland letzte Woche und kann sich damit wohl schon auf ein Viertelfinale gegen Irland einstellen.
  • 09. 7h15 Georgien – Uruguay
  • 09. 9h45 Australien – Wales

Argentinien vs. Tonga ist bereits zu Ende.

8 Kommentare zu “Samstagsvorschauer 2019 – Woche 5

  1. jetzt wird es auf das Spiel in 14 Tagen gegen Schottland ankommen. Die Iren werden, trotz der Pleite, ins VF einziehen. Glaube auch, dass es für die egal ist, ob es gegen NZL oder SAF geht. Und Japan gilt, dass sich 2015 nicht wiederholen darf, als man nach dem Sieg gegen SAF das Spiel gegen die Schotten deutlich verloren hat.

  2. Japan sah gegen die Iren aber eine ganze Ecke potenter aus als 2015. Damals war es ein Freak-Team. Heute war das eine von Anfang bis Ende disziplinierte, auch physisch überlegene Mannschaft.

    Ich denke schon, dass es für die Iren bitter wäre, die Gruppe A nicht zu gewinnen. Man wäre gegen beide Außenseiter – aber Neuseeland ist eine ganze Ecke stärker als Südafrika. Gegen die Springboks hätte man vielleicht eine Chance. Gegen die All-Blacks wohl trotz eines Testsiegs letztes Jahr und trotz Joe Schmidt nicht.

  3. Als Ergänzung für die Übertragung
    Pro7 Maxx zeigt Texas A&M Aggies vs. Arkansas Razorbacks (ab 17:45)
    DAZN zeigt 21:30 CLEMSON @ NORTH CAROLINA
    1:00 MISSISSIPPI ST @ AUBURN

  4. Texas vs Arkansas findet im Cowboys Stadium Staat, schon krass das die Hütte ausverkauft ist obwohl nur zwei College Teams spielen.

  5. „Ein Samstag ohne das ganz große Spitzenspiel im College Football“.
    Was genau den Reiz ausmachte um sich mal andere Paarungen zu geben.
    Rund 7 Stunden vor 2 Bildschirmen mit je zwei zusätzlichen Tabs – und es wurden tolle, spannende Spiele geliefert. Meine Auswahl:
    Arkansas – Texas A&M
    Nordwestern – Wisconsin
    Wake Forest – Boston College
    Iowa State -Baylor
    Virginia – Notre Dame
    Clemson – Nord Carolina

    Lange Zeit offene Paarungen mit doch überraschenden abwechselten Wendungen. Die Verlierer waren für mich auch Sieger bei dieser Unterhaltung.
    Clemson muss nochmals über die Bücher, oder lag es an der Unerschrockenheit des Teams von Mack Brown?

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