Mini College-Review 2019 – Woche 7

Lektion vom letzten Wochenende im College Football: Lamentieren hilft! Einfach genug jammern, und College Football hört dir zu. In anderen Worten: Wir haben unser erstes fettes Upset – und wir haben ein unterhaltsames Wochenende erlebt.

In short die wichtigsten Ereignisse

UPSET! Es traf nicht eine der gefühlt „instabilen“ neuen Contender wie LSU oder Oklahoma mit ihren suspekten Defenses, sondern ausgerechnet das als so extrem mächtig angesehene #3 Georgia, das zuhause gegen South Carolina mit 26-23 in der zweiten Overtime verlor.

Ein grandioser Sieg für die Gamecocks, aber man darf nicht vergessen, wie glücklich er zustande kam: +4 Turnover-Bilanz pro Gamecocks, und nach Bill Connellys Methoden gewinnt ein Team mit South Carolinas Stats so eine Partie in nur 8% der Fälle. Aber wir nehmen alles. Jedes Upset stiftet Chaos – und die College-Saison 2019 brauchte nix dringender als einen ersten Chaos-Agenten.


#6 Oklahoma 34, #11 Texas 27. Ein souveräner, nie wirklich gefährdeter Sieg der Oklahoma Sooners in der Red River Rivalry. Das Endresultat von nur 7 Punkten Differenz täuscht darüber hinweg, dass Texas nach dem ersten Viertel nie mehr innerhalb von einem Score an den Sooners dran war.

Und das, obwohl Oklahoma in der 1ten Halbzeit sträflich mit seinen Chancen umging:

  • Redzone INT
  • Fieldgoal von der 1
  • Fieldgoal verschossen

Die Texas-Defense sah über weite Strecken völlig desolat aus: Tackling in vielen Situationen, aber vor allem im offenen Feld mäßig, oft wirkte die Defense schlicht nicht vorbereitet auf das, was QB Hurts und Co. veranstalteten. Ein Resultat des Fakts, dass Texas Woche für Woche seine Standard-Base Defense wechselt wie andere ihre Unterhosen? Hätte Jalen Hurts nicht zwei üble Interceptions gewonnen, wäre das ein totaler Blowout geworden.


#5 LSU 42, #7 Florida 28. Ein fettes Statement von LSU-QB Joe Burrow und seiner Offense. Florida in seine Einzelteile zerlegt – schon wird Burrow von PFF als 1st Round QB-Prospect 2020 geführt, als #2 QB hinter Tagovailoa.

Und mal ehrlich: Das ist die beste LSU-Offense, die ich je gesehen habe. So viele Waffen, so ein aggressiver / mutiger QB und Coaches, die ihre Stars einfach mal machen lassen. Das hatte vor der Saison niemand so kommen sehen.

Um auch etwas Kritisches zu LSU zu sagen: Ihre Defense ist nicht mehr wiederzuerkennen. Was ist los mit diesem ultraphysischen Pass-Rush und der Secondary mit ach so großartigen NFL-Prospects wie CB Fulton oder FS Delpit? Florida bewegte den Ball über weite Strecken des Spiels nach Gutdünken – ein Trend, der schon vor ein paar Wochen beim LSU-Spiel in Texas zu beobachten war.

LSU ist nicht mehr in den Top-30 nach Defensive SP+, und das fühlt sich zurecht so an. Es ist eine neue Zeitrechnung: LSU ist jetzt ein Offensive-Juggernaut.

Die AP-Rankings jetzt

#1 Alabama (6-0)
#2 LSU (6-0)
#3 Clemson (6-0)
#4 Ohio State (6-0)
#5 Oklahoma (6-0)
#6 Wisconsin (6-0)
#7 Penn State (6-0)
#8 Notre Dame (5-1)
#9 Florida (6-1)
#10 Georgia (5-1)
#11 Auburn (5-1)
#12 Oregon (5-1)
#13 Utah (5-1)
#14 Boise State (6-0)
#15 Texas (4-2)
#16 Michigan (5-1)

#4 Ohio State spielt schon heute Nacht gegen Northwestern. Morgen geht es dann weiter mit relativ wenigen Duellen zwischen zwei gerankten Teams. Absolutes Spitzenspiel ist nicht dabei – doch dafür beginnt dort, wo es wirklich wichtig ist (Rugby-WM), das Viertelfinale.

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