Montagsvorschauer – Woche 7: Patriots vs. Jets

Monday Night Game von heute: New York Jets (1-4) vs. New England Patriots (6-0). Das Hinspiel vor ein paar Wochen war ein Witz, aber heute ist ein einigermaßen spannendes Rückspiel gar nicht so ausgeschlossen.

Das liegt an zwei wesentlichen Gründen:

#1 Jets-QB Sam Darnold ist nach Pfeifferischem Drüsenfieber wieder zurück – und er war letzte Woche gegen die Dallas Cowboys sogar richtig gut! Man kann gar nicht überschätzen, welche großes Upgrade Darnold gegenüber dem NFL-untauglichen Ersatzmann Luke Falk (der im Hinspiel gestartet war) ist.

Ohne Darnold war die Jets-Passing Offense die schlechteste der NFL – schlechter als die historisch schwachen Dolphins! Mit Darnold ist man irgendwo in Nähe des NFL-Durchschnitts. Vor allem: Mit Darnold kann man sowas wie eine offensive Identität entwickeln – sich konkret Gedanken machen, wie man eine gegnerischen Defense attackiert.

Wichtig in dieser Hinsicht ist auch der Fakt, dass man alle relevanten Skill-Player neben Darnold fit hat. Man muss keine Notnagel-Offense mit einem Mimimi-Playbook mehr spielen. Wenngleich sowas gegen die bis dato so dominante Patriots-Defense nur die halbe Miete ist.


#2 Patriots-Verletzungen. New England bringt eine wackelige Offensive Line und einen Receiving-Corps mit nach New York, bei dem alle drei Top-Optionen, Edelman, Dorsett und Gordon, mit Fragezeichen versehen sind.

Die Jets haben theoretisch die Waffen, die Schwachstellen in der Pats-OL zu attackieren. Allerdings ist dabei Vorsicht geboten: DefCoord Gregg Williams gilt als Blitz-Fetischist, doch QB Tom Brady ist, selbst wenn er momentan nicht in Bestverfassung agiert, in seiner Karriere immer gut gegen den Blitz gewesen. Zu aggressiv sollte Williams also nicht zu Werke gehen.


Die Patriots bleiben zusammenfassend zwar der Favorit in dieser Partie, aber sei nicht total geschockt, wenn dieses Spiel knapper wird als gedacht. Im ersten Spiel brauchten die Jets zwei TD von Defense und Special-Teams um ihre 14 Punkte zu machen. Du kannst heute Gift drauf nehmen, dass das besser wird.

Und nur nebenbei bemerkt: Wo die Patriots auch unterstützt durch einen einfachen Schedule und QB-Verletzungen andernorts (Chiefs, Steelers…) ungefährdet in Richtung #1 Seed cruisen, könnte es für die Jets auch nach dem missratenen 1-4 Start (der vielleicht nach heute ein 1-5 ist) noch einen Weg durch die Hintertür ins Playoff geben. Der Spielplan nach der heutigen Partie:

@Jaguars
@Dolphins
vs. Giants
@Redskins
vs. Raiders
@Bengals
vs. Dolphins
@Ravens
vs. Steelers
@Bills

Die nächsten 7 Spiele bringen sieben potenzielle Siege – mindestens ein 5-2 könnte dort allemal drin sein, und wenn man mit sechs oder sieben Siegen in den Dezember geht, ist in dieser desolaten AFC East, in der selbst Buffalo die Miami Dolphins nicht richtig an die Wand spielen kann, nix ausgeschlossen.

10 Kommentare zu “Montagsvorschauer – Woche 7: Patriots vs. Jets

  1. Darnold wusste aber schon, dass er zu den Spielern im grünen Trikot werfen muss oder? *scnr*

    Ernsthaft: Habe nur die Kurzzusammenfassung gesehen, aber die INT sehen schon sehr komisch aus.

  2. ein spiel des Grauens,man will wohl die monday night games absetzen. wär vor der season jets vs pats als prime time Game setzt der muss wohl ein sehr großer Optimist sein um zu hoffen das die jets mit den patriots mithalten können.

  3. Also wenn ich mich nicht täusche, dann waren die INTs größtenteils erzwungene (frühe) Würfe von Darnold. Da hat das Blitz-Pickup bei den Jets überhaupt nicht funktioniert und die Pats DBs standen dann halt am richtigen Fleck – im Vgl. zu den Jets Receivern 😀

  4. Patriots traden 2nd Rounder für Sanu. Kein schlechter Receiver, das ganz sicher nicht, aber 2nd Round Pick erscheint mir persönlich doch recht teuer. Auch wenn’s ja wieder allem Anschein nach ein (sehr) später Zweitrunden Pick sein wird. Spricht nicht gerade für viel Vertrauen seitens BB in die Zuverlässigkeit des Receiving Corps, oder?

  5. Ein teurer, aber sportlich irgendwo logischer Move. So ein Typus fehlt den Pats noch. Gibt auch Potenzial für Trick-Plays.

    Wenn dann Gordon wieder fit ist, kann due Offense die Defense-Regression auffangen.

    Und ist all-in für Brady. Den 2nd Rounder hätte Beluchick eh für einen mäßigen DB ausgegeben…

  6. Bei BB 2nd Round Geschichte ist der tausch dann tatsächlich nicht mehr allzu teuer. Wären dann inzw auch der 2. Receiver mit verhältnismäßig passablem Wurfarm neben Edelman.
    Abzuwarten bleibt auch noch, wie sich 1st Round Rookie Harry macht, wenn er von IR runterkommt. Im Trainig ist er wieder, schaut also alles nach schnellstmöglicher Aktivierung aus. Aber hoch gezogene WR und DBs sind nun wirklich nicht Belichicks beste Freunde, mit wenigen Ausnahmen (DMac, Samuel, Branch, Harmon und evt noch 2, 3 weitere).

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