Montagsvorschauer – Woche 9

Abschluss von Woche 9 mit dem Monday Night Game: New York Giants (2-5) vs. Dallas Cowboys (4-3).

In Woche 1 pulverisierten die Cowboys die Giants mit einer Orgie an Play-Action Pässen in einer sehr modern aussehenden Offense und gewannen locker 35-17. Der Hype ist seither recht stark abgeflaut, aber Dallas führt in der NFC East noch mit 4-3 Bilanz.

Heute Nacht gegen die Giants ist das für Dallas aber ein „Must-Win“ Spiel, denn ab sofort geht der Schedule von Dallas und dem „anderen“ NFC East-Bewerber Philadelphia relativ unterschiedlich:

DAL: Vikings, @Lions, @Patriots, Bills, @Bears, Rams, @Eagles, Redskins
PHI: BYE, Patriots, Seahawks, @Dolphins, Giants, @Redskins, Cowboys, @Giants

Und obwohl die Cowboys natürlich deutlich gegen die Giants zu favorisieren sind, wird das heute in den Meadowlands keine einfache Partie, denn die halbe Offense plagt sich mit Verletzungen rum: WR Cooper hat Wehwehchen und in der Offense Line ist nicht auszuschließen, dass LT Tyron Smith, RT La’el Collins und OG Zach Martin ausfallen oder nur limitiert spielen können.

State of the Giants: QB-Watch

Die Giants gehören zu den schwächsten Mannschaften der Saison, doch für sie ist eh weniger die sportliche Bilanz interessant, als vielmehr die Entwicklung ihres Rookie-QBs Daniel Jones, der seit seiner Einberufung mit dem #6 Draftpick im April die Geister scheidet.

Jones „sieht“ mit seiner Statur wie ein echter Franchise-QB aus – und Giants-GM Gettleman rühmte sich im Zuge des Draftprozesses damit, dieses Talent in nur einer Handvoll Snaps erkannt zu haben. Da rümpfte der gemeine Stat-Nerd nur die Nase – „minimale Sample Size“ und so.

Das hielt Jones nicht davon ab, bei seinem NFL-Debüt vor ein paar Wochen gegen die Tampa Bay Buccaneers eine famose Performance hinzulegen. Schon waren die traditionals wieder da und verspotteten die Nerds. Die verwiesen erneut auf die geringe Testmenge und spielten auf Zeit.

Und wie wir ahnen konnten: Jones hat seither eher wenig Positives gezeigt. Altbekannte Probleme von wegen zu langsame Coverage-Erkennung und fehlende Pocket-Awareness traten verstärkt auf – Resultat: Jones hat manchmal richtig schön Plays, aber zu häufig eingestreut totale Stinker, bei denen man sich fragt, wie so ein Mann überhaupt auf ein NFL-Feld darf.

Punkt ist: Noch ist es sehr früh, Jones zu bewerten. Gemessen an der Erwartung aus dem Draftprozess sieht es zwar mehr wie eine nahtlose Fortführung seiner College-Karriere aus als nach dem notwendigen krassen Leistungsaufschwung – aber wir haben erst ein paar Spiele gesehen, und diese mit einem ständig verletzten WR-Corps.

3 Kommentare zu “Montagsvorschauer – Woche 9

  1. Glaubst du an DAL oder PHI als Division-Sieger und wer hat deiner Meinung nach den schwierigeren Rest-schedule?

  2. Philly hat den einfacheren Spielplan, aber nicht so deutlich.

    Gefühlt hätte ich bis vor kurzem noch immer Philadelphia als Divisionssieger getippt, aber die Probleme in diesem Team sind „for real“ und die Lösungsansätze sind eher tragisch.

    Dallas ist ein Top-5 Team nach meinem Power-Ranking von letzter Woche, während die Eagles in der unteren Hälfte der NFL rangieren:
    https://sidelinereporter.wordpress.com/2019/10/30/nfl-power-ranking-2019-woche-8/

    Ich war lange geneigt, den Eagles den „Benefit of Doubt“ zu geben, aber mein Glaube schwindet rapide, trotz der Siege gegen Buffalo und Chicago. Das waren keine restlos überzeugenden Dinger.

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