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NFL Power Ranking 2019 – Woche 9

Guten Morgen.

Heute sehr knapp bei Zeit. Damit nur kurz zu den wesentlichen Veränderungen im Power-Ranking:

Trend nach oben:

  • Ravens: Von #9 hoch auf #5, vor allem dank der fabulösen Offensiv-Vorstellung von Lamar Jackson gegen die bislang so sensationelle Patriots-Defense.
  • Raiders: Von #17 hoch auf #12. Die Raiders haben die schlechteste Defense der NFL nach meinen Metriken, aber die Offense ist nach Schedule-Adjustment die #4 der NFL! Ich hatte schon vor 1-2 Wochen mal geschrieben, dass Oakland eine unterschätzte Offense hat – jetzt beginnt es langsam auch der Mainstream mitzubekommen.
  • Chargers: Von #20 hoch auf #14. Die Bolts mit zuletzt zwei sehr überzeugenden Vorstellungen. Am Sonntag wurde die Aaron-Rodgers Offense komplett abgewürgt.

Trend nach unten:

  • Packers: Auch das war uns schon bekannt. Die Packers hielt ich schon länger für überschätzt. Die Offensiv-Explosion seit Mitte Oktober hat zuletzt kaschiert, dass die Packers-Defense nur Durchschnitt ist – der Mainstream sieht sie noch immer als eine der großen Geschichten der Saison. Die Packers fallen mit der desaströsen Vorstellung bei den Chargers von #5 runter auf #9. Aber Vorteil Packers: Ihr Schedule wird nun deutlich einfacher.
  • Steelers: Von #13 auf #18 trotz des knappen Heimsiegs gegen die Colts. Für die Steelers aber gilt wie für die Packers: Günstiger Schedule ab jetzt – der dritteinfachste. Die Steelers kommen nach meinen Metriken sind eine ganz gute Wette auf 8 oder mehr Siege – bei mir landen sie momentan in den Projections auf 8.7 Siege. Das… überrascht.
  • Jets: Sind nach der fassungslosen Pleite @Miami nun das Schlusslicht der NFL.

Ein interessanter Fall sind die Seahawks. Sie haben mit Russell Wilson den größten MVP-Favoriten aktuell als QB – das reicht bislang zu einer 7-2 Siegbilanz, übertüncht aber zahlreiche Probleme der Hawks.

Ihre Defense ist im untersten Drittel der NFL zu finden. Ihr Laufspiel ist desaströs, und damit reicht auch die heuer immerhin ins Ligamittelfeld gekletterte und somit im Vergleich zu 2018 etwas optimierte Run/Pass Verteilung nicht aus um Seattles Offense höher als #10 nach EPA zu hieven.

Und noch bitterer: Der einfache Teil des Spielplans ist um. Ab sofort wartet der #2 Schedule – beginnend am Montag mit @49ers. Meine Projection ist aktuell 10.0 Siege, was einem 3-4 Finish der Seahawks in der aktuellen Saison gleichkäme.

Damit zum Ranking.

NFL Power Ranking 2019 - Woche 9.png

Zu den Spalten: Die Spalte Rank zeigt die aktuelle Platzierung. LW war die Platzierung letzte Woche. WP% ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Team auf neutralem Boden gegen ein durchschnittliches NFL-Team gewinnen würde – nach diesem Kriterium sind die Teams sortiert. Bilanz ist die aktuelle Win/Loss Bilanz. Exp.Wins ist die erwartete Anzahl der Siege am Saisonende. Sie ist die Summe zwischen den aktuellen Siegen und den noch zu erwartenden Siegen aus den ausstehenden Spielen der Trams. OFF und DEF sind das Ranking in Offense und Defense. Schedule past ist die Stärke des bisherigen Schedules. Schedule future ist die Qualität des künftigen künftige Schedule.

Sieg-Wahrscheinlichkeiten für Woche 10

Letzte Woche hat das Ranking 12 von 14 Siegern richtig getippt. Die beiden Favoritenschrecks waren Baltimore (vs. New England) und die Chargers (gegen Green Bay). Damit waren die letzten drei Wochen mit 36-6 Bilanz für die Favoriten dieses Rankings sehr „favoritenlastig“.

Ein Trend, der mir auffällt: Der Koeffizient für Heimvorteil ist im Lauf der Saison gesunken. Ohne es unter die Lupe genommen zu haben: Es scheint, als sei dies eine Saison, in der Auswärtsmannschaften besser als in den letzten Jahren performen. Der Effekt ist nicht so stark, dass ich zwingend von einem Trend ausgehen würde.

Für die kommende Woche gibt es folgende Tipps:

Wahrscheinlichkeiten - Woche 10.png

9 Kommentare zu “NFL Power Ranking 2019 – Woche 9

  1. Die Geschichte mit der ‚ach-so-guten‘ Packers-D# war mMn schon nach wenigen Wochen gegessen. Sie lassen einfach zu viele Big-Plays zu. In Spielen wo die D# Turnovers generiert kaschiert das vieles, wenn es wie am Sonntag nicht der Fall ist, ist die Unit exposed. Und wir Blog-Leser wissen ja wie volatil Turnovers sind 😉
    Die Frage ist mMn ob der Ausfall der O# ein one-timer war oder ob die Chargers eine Blaupause zum Abwürgen geliefert haben.

  2. Bin bloß ein Cheesehead, aber iwie stört mich die Positionierung der Cowboys mit Rang 3. In den Spielen die ich von denen gesehen habe, war ich nicht wirklich krass positiv überrascht bei komplett gesundem Kader und ne Niederlage gegen die Jets tut ihr Übriges. Werde mir das kommende Spiel gegen die Vikings mal genauer unter die Lupe nehmen

  3. Packers D erinnerte mich schon seit ein paar Spielen an die D unter dom Capers. Auch wenn der Pass-Rush jetzt besser ist. Die Offense hatte glaube ich einfach nen Aussetzer.. da lief ja nix irgendwie, obwohl mich da ne fachliche Meinung/Analyse echt interessieren würde…

  4. Noch etwas genauer auf Dallas geschaut: Ihr Schedule war nicht viel weniger lachhaft als jener der Patriots bislang.

    Gegnerische Offenses und Defenses gehören zu den schwächsten.

    Vielleicht ist Dallas also wegen des geringen Schedule-Adjustments hier überschätzt.

    Andererseits wird das Power-Ranking als Gesamtes schwächer, wenn ich das Schedule-Adjustment erhöhe… EPA ist eine spannende, aber auch verwirrende Metrik.

  5. Wenn es noch ne weitere Zeile in dem Ranking gäbe, [Coaching], dann würde Dallas auch nicht so weit oben stehen. Und dann würden sie auch wahrscheinlich mehr als ne bisherige 5-3 und auf die Gesamtsaison prognostizierte 10-6 einfahren. Und dann wären PowerRanking Position und win/loss Position im Einklang.
    Sie können mehr als sie zeigen, aber sie bringen es irgendwie nicht auf das Feld.
    Leider ist Coaching als solches nicht recht messbar, aber genau das ist es, was beim Betrachten der Spiele positiv wie negativ auffällt. Und deshalb mistraut man dann auch den Zahlen des Rankings.
    Ich halte das Ranking als solches also für durchaus plausibel!

  6. Hohe Effizienz-Zahlen sind auch ein Produkt von Coaching.

    Aber es stimmt schon, dass aggressiveres Coaching und mehr Mut in Situationen mit hohem Hebel den Wert weiter in die Höhe treiben können.

    Tendenziell aber schlagen Coaches, die effizient coachen, die Erwartung dieses Rankings, ganz einfach, weil dieses Ranking den NFL-Durchschnitt repräsentiert.

  7. Oakland hat den schweren Teil seines Spielplans also überstanden.
    Ebenfalls interessant wie weit die Bills und Oakland auseinanderliegen obwohl der Unterschied zwischen Offense und Defense ungefähr gleich ist. Wobei mir die Bills unterschätzt vorkommen, ihre erwarteten gewonnen Spiele sind deutlich höher als bei anderen Teams da unten.
    Oder ist McDermott einfach so viel besser als der durchschnittliche Coach?

    Und warum stehen die Bengals auf 29, wenn Offense und D3 jeweils 27 sind?

  8. Offense ist um den Faktor 1.6 höher gewichtet als Defense, weil Offensive-EPA/Play um so viel stabiler ist als Defensive-EPA/Play.

    d.h. es ist besser, stark in der Offense zu sein als stark in der Defense. Defense ist zu viel größerem Teil davon abhängig, gegen welche Offenses man gespielt hat.

    Die erwartete Siegzahl ist bei den Bills so hoch, weil sie schon 6 Spiele gewonnen haben. Das Power-Ranking erwartet zum aktuellen Zeitpunkt in den letzten 8 Spielen von den Bills nur noch 3.3 Siege, obwohl sie einen der einfacheren Schedules haben.

    Bengals sind an #29, weil die knapp vor ihnen platzierten Teams entweder in Offense oder in Defense den einen entscheidenden Tick besser sind.

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