Establish the Review – NFL Woche 10

Kurzer Rückblick auf den 10ten Spieltag in der NFL (ohne Monday Night Game).


Gesamteindruck – Ein überraschend unterhaltsamer Spieltag, den man angesichts der wenigen richtigen QB-vs-QB Duelle auf Augenhöhe so nicht unbedingt hatte kommen sehen. Ich zähle mindestens drei faustdicke Überraschungen:

#1 Dolphins schlagen die Colts 16-12. Indy mit QB Hoyer eine relative Tragödie (-0.20 EPA/Play), aber man könnte es ganz einfach auch Regression zur Mitte nennen: Colts, die so viele knappe Spiele gewonnen hatten, verlieren halt nun diese Münzwürfe. Ist wenig Besonderes dabei, aber wenn dieser „close loss“ gegen den Gurkentrupp Miami kommt, ist Feuer am Dach.

Bei den nunmehr auf 2-7 stehenden Dolphins weiß man nicht so recht, ob man sich freuen soll, dass Headcoach Brian Flores seine so ausgeblutete Mannschaft trotz Hoffnungslosigkeit zu einer ambitionierten Vorstellung nach der nächsten antreibt oder ob man in Angstschweiß verfallen soll, weil man jetzt zwei Siegen schon zwei Spiele „Rückstand“ auf Cincinnati und den #1 Pick (und somit Tagovailoa Joe Burrow) hat.


#2 Falcons schlagen die Saints 26-9 in deren Stadion. Die verblüffendste Vorstellung des Spieltags – vielleicht der gesamten Saison! Atlanta hielt Brees bei -0.18 EPA/Dropback. Atlanta machte 6 Sacks, einen weniger als sie in der kompletten ersten Saisonhälfte hatten. Atlanta forcierte keinen Turnover – es war schlicht, Play für Play eine überlegene Vorstellung der Defense, die man so nicht hatte kommen sehen.

Interessant an der Saints-Offense ist z.B., dass sie überhaupt nicht mehr tief geht. Brees wie Bridgewater sind am Bodensatz der NFL, was Air-Yards/Pass (aDOT) angeht.


#3 Titans schlagen die von Patrick Mahomes angeführten Chiefs 35-32. Mahomes eigentlich mit einer monströsen Partie und einigen Big-Plays wie dem Jump-Pass, aber die Chiefs-Defense war verheerend.

Auch der Jets-Sieg über die Giants ist theoretisch ein größeres Upset, wenn man sich die bisherige absurde Schlechtigkeit der Jets vor Augen führt. Und natürlich kann, wer will, auch das nächste Spiel als Überraschung werten…


Pittsburgh Steelers 17, Los Angeles Rams 12. Das Power-Ranking hat es also doch gewusst: Dort war Pittsburgh trotz QB Mason Rudolph und trotz des heuer etwas geringeren Heimvorteils favorisiert gewesen.

Es war eine hässliche, total von Defenses dominierte Partie:

  • Steelers mit -0.56 EPA/Play
  • Rams mit -0.46 EPA/Play

Steelers-QB Rudolph mit atemberaubend schlechten 12% Success-Rate im Passing. Es reichte für die Steelers nur deshalb, weil DB Minkah Fitzpatrick mal wieder einen Defensive-TD scorte und sich schön langsam in die Konversation um den Defensive-MVP der Liga bringt, und weil Rams-QB Goff eine noch schlimmere Partie hinlegte.

Goff mit -0.43 EPA/Play. Goffs Saison gehört zu den krassesten Enttäuschungen der Saison – auch unabhängig davon, dass den Rams mit ihrer katastrophalen Offensive Line der wichtigste Baustein des Erfolgs der letzten Jahre fehlt.

Goffs gewaltiger Rückschritt zeigt auch noch ein anderes Phänomen, das wir in noch stärkerer Form in Chicago beobachten: Play-Caller Sean McVay kann den Karren eben nicht allein aus dem Dreck ziehen. Wenn der QB nix bringt, ist auch der Play-Caller eingeschränkt und jeder Versuch etwas zu ändern sieht noch stärker nach einem weiteren Bolzen des Play-Callers aus.

Ich wette, die Rams bereuen den 140-Mio. Vertrag für Goff bereits. Und damit zu den Bears, deren QB noch übler spielt, aber wenigstens nicht langfristig an die Franchise gebunden ist.


Chicago Bears 20, Detroit Lions 13. Die Stafford-losen Lions hätten eigentlich ein einfaches Opfer für Chicago sein müssen, doch die Bears hatten fast eine ganze Halbzeit massivste Probleme Fuß zu fassen. Nur drei 1st Downs und eine Serie an Offense-Wacklern führten dazu, dass Detroit wenige Momente vor dem Pausentee noch 6-0 führte.

Doch dann wachte QB Trubisky wie schon letzte Woche gegen Philadelphia plötzlich auf, servierte drei TD-Drives en suite und schien die Partie bei 20-6 außer Reichweite zu haben… ehe Lions-Backup QB Driskel die Partie noch einmal spannend machte und in der letzten Minute einen potenziellen „Game-tying Drive“ bis in die Bears-Redzone orchestrierte.

Resultat: Chicago ist 4-4 und schöpft nach zwei Trubisky-Lebenszeichen in zwei zweiten Halbzeiten gegen kaputte Defenses Hoffnung. Vielleicht hat man da doch ein QB-Juwel in der Hand. Wie ich schon schrieb: Trubisky = Blake Bortles reloaded. Mal sehen, ob sie am Ende der Saison die Schneid haben, den Schnitt zu machen.


Cleveland Browns 19, Buffalo Bills 16.

Pregame: Browns, 2-6, im Vorfeld mit 3 Punkten gegen die Bills, 6-2, favorisiert.
Public: „Kann ja gar nicht sein!“
Ergebnis: Browns gewinnen mit 3.

Und das, obwohl Cleveland in der 1ten Halbzeit eine sagenhaft schlechte Performance an der Goal-Line hinlegte: Aus insgesamt elf (!) Versuchen aus zwei Drives von innerhalb der 3-yds Line machten die Browns letztlich keinen Touchdown. Die Situation war am Ende so katastrophal, dass die Browns sich bei einem 4th&short ein False-Start erlaubten, das seeeeeeehr vorsätzlich aussah – ganz nach dem Motto: „Wenn ich ein 4th&Goal mit 8 Yards to go nicht ausspiele, können sie mir keinen Strick drehen.“

Ich würde Extremitäten ins Feuer legen, dass Freddie Kitchens das in dem Moment dachte. Du konntest richtig spüren, wie die O-Liner und Kitchens durchschauften, als die Fieldgoal-Mannschaft nach 0/11 Bilanz der Offense aufs Feld trottete.

Anyhow: Die Bills sind nicht for real, aber das wussten wir schon (sie sind die #27 im Power-Ranking). Die Browns bleiben ein Krisenteam. Buffalo gerade so zu schagen, ist kein Qualitätsnachweis.


Dallas Cowboys 24, Minnesota Vikings 28. Sehr geile Aktion der Cowboys-Coaches, die im potenziellen Game-Winning Drive bei 3rd Down den Ball aus der Hand ihrer besten Offensiv-Waffe (Dak Prescott) nahmen um sie in die Hand der teuersten (Zeke) zu geben…

…mit vorhersehbarem Resultat: Elliott mit mehreren Yards Raumverlust, aus 3rd&5 wird 4th&long und aus die Maus. Fazit: Dallas verliert ein weiteres Spiel trotz einer fulminanten Prescott-Vorstellung.

An den Reaktionen im Nachgang konnte man eher Schuldzuweisungen an Prescott („verliert die großen Spiele in Serie“) als an den erbärmlichen Coaching-Staff vernehmen. Also alles wie gehabt in Dallas, das nie aus dem Mittelfeld herauskommen wird, solange Jason Garrett das Kommando führt.


Green Bay Packers 24, Carolina Panthers 16. Die Packers haben gewonnen und sind mit 8-2 Siegen wieder zurück in der Erfolgsspur, aber es gab den einen analytisch richtigen Call von Panthers-Headcoach Ron Rivera, den man ganz einfach erwähnen muss: Rivera ging nach dem Anschluss-TD von 10-24 zu 16-24 auf 2-pts Conversion – der mathematisch richtige Call, wie dieser Wahrscheinlichkeits-Baum aufzeigt:

Mit 8 Punkten Rückstand direkt nach einem TD auf 2-pts Conversion zu gehen, erhöht die Sieg-Wahrscheinlichkeit (natürlich in Erwartung eines zweiten, folgenden TD) um runde 10-12%, von 50% (zweimal Kicken = Remis und Overtime) auf rund 62%.

Es hagelte natürlich Kritik, weil der Versuch scheiterte. Doch Rivera traf die richtige Entscheidung. Wollte ich nur drauf hinweise, weil ich es so oft bereits gefordert hatte. Es hat also mal wieder ein Coach versucht – und glauben wir Rivera, so hat er es mit vollem Wissen um die Analytics-Tragweite gemacht.


Und damit zu den letzten beiden Spielen – einer etwas einfacheren Kost…

Tampa Bay Buccaneers 30, Arizona Cardinals 27. Eine w-i-l-d-e Partie. Wer will, kann sich am anämischen Coaching der Buccs-Trainer um Bruce Arians aufhängen. Wer darauf keine Lust hat, kann ganz einfach die Highlight-Zusammenfassung anschauen und sich an einer Orgie an verrücktesten Plays und dem vielleicht sensationellsten Punt-Fake ever ergötzen.

Denn Football muss nicht immer super-rational sein. Manchmal kann man sich auch ganz einfach berieseln lassen. Ich empfehle also, hier draufzuklicken.


Cincinnati Bengals 13, Baltimore Ravens 49. Wo wir schon bei Highlights sind, können wir auch gleich noch QB Lamar Jackson nachschieben, der den fulminantesten QB-Lauf seit weiland Michael Vick in Minnesota hinlegte.

Der Lauf ist fast zu grandios, weil er in den Hintergrund rückt, dass Jackson eigentlich primär als Pocket-Passer brilliert und als solcher mal wieder eine annähernd perfekte Partie spielte. Es war nur Cincinnati. Aber es war fantastisch.

17 Kommentare zu “Establish the Review – NFL Woche 10

  1. Zum Packers Spiel:
    Mit 8 Punkten Rückstand direkt nach einem TD auf 2-pts Conversion zu gehen, erhöht die Sieg-Wahrscheinlichkeit (natürlich in Erwartung eines zweiten, folgenden TD) um runde 10-12%, von 50% (zweimal Kicken = Remis und Overtime) auf rund 62%.
    das war natürlich die klare Ansage , wir wollen gewinnen!
    Wenn, so denk ich mir das mal aus, er den XP genommen hätte , wäre ja auch noch die Chance dagewesen in die OT zu kommen und somit auch die Siegchance erhöht hätte ( in OT )! Das wird hier ja nicht mitgerechnet, oder (bei der 2-pts Conversion aber schon !)?
    Ein weiterer Punkt wäre dann noch gewesen , nach einen späteren TD doch noch eine 2-pts Conversion zu machen und auf Sieg zu spielen !
    Aber mal ganz ehrlich , wer will die Packers denn zu Hause schlagen ! Die Wahrscheinlichkeit ist bestimmt unter , was weiß ich % 😉 ! gopackgo

  2. die eagles schlugen die packers dieses season schon in ihrem Lambeau Field,und dann noch gegen die chargers verloren.

  3. Da fällt mir noch was ein, die Panthers hätten nach dem XP, sogar ohne TD gewinnen können ! 2 FG + Safety . Da spielen dann aber wieder andere Wahrscheinlichkeiten eine Rolle.
    Also Ihr lieben Zahlenakrobaten, ich bin mal aufs Ergebnis
    gespannt.

  4. Was ich grad überlege: Wenn ein Coach weiss, dass seine schwache Offense 2pt-Conversions nur in 30% der Fälle schafft (warum auch immer), aber einen Kicker von Gottes Gnaden hat; dann bringen ihm 5% höhere Gewinnchance wenig. Soll heissen, je nach Teamstärke ist die 2-Pt Option in der gleichen Spielsituation vielleicht auch unterschiedlich rentabel.

  5. Irgendwie ist kaum ein Spiel ausgegangen wie erwartet, ich hoffe Miami beendet die Saison nicht in den Playoffs. 😉 Ist Flores ein besserer Trainer als Hue Jackson? Letzterer hat aus einem recht gutem Team keinen Sieg geholt und Flores holt mit einer fast talentlosen Truppe 2 Siege und dass nicht Mal nur gegen die anderen miserablen Teams.

    Nur die Ravens haben sich so geschlagen wie erwartet,

  6. @gopackgo

    Bei Kick sieht es so aus: Man hätte nach dem 2ten TD zwei Optionen:

    1) Fieldgoal schießen und Overtime = 50% Siegchance
    2) Ausspielen (50% Verwertungsquote) = 50% Siegchance

    Man hat also in jedem Fall 50% Siegchance, während man mit dem Ausspielen beim ersten Mal auf 62.5% kommt.

    Natürlich mit vereinfachten Zahlen. Verwertungsquote der 2-pts Conversion liegt bei 50%, während Extrapunkt mittlerweile bei ca. 95% sind.

    Wobei es einen gewissen Bias geben könnte, weil vielleicht nur die guten Teams häufiger 2-pts Conversions ausspielen und daher die Verwertungsquote nach oben treiben.

  7. Kaepernick sollte auch nicht aufgeben, solange Leute wie Trubisky spielen.

    Wer Grund zum Aufgeben hätte: ran.de! Da gibt es es gerade ganz oben auf der Website eine topaktuelle Bildergalerie zu Woche 10. Tyrod Taylor spielt offenbar für die Bills nicht so gut, Aaron Rodgers ist angeblich verletzt und die Cam Newton soll vier TDs geworfen haben. 😀
    https://www.ran.de/us-sport/nfl/bildergalerien/gewinner-und-verlierer-von-woche-10
    Wird spannend zu sehen, wie lange der Artikel online bleibt.

  8. na ja ist halt von 2017 diese Bildergalerie, ran ist eigentlich schon auf NFL Standard solche Fehler dürfte ihnen nicht mehr passieren

  9. @Korsakoff
    Bei Kick sieht es so aus: Man hätte nach dem 2ten TD zwei Optionen:
    1) Fieldgoal schießen und Overtime = 50% Siegchance
    2) Ausspielen (50% Verwertungsquote) = 50% Siegchance

    ich denke mir!
    also wenn du bei der 2-pts Conversion =50% Siegchance
    ist must du natürlich auch sagen , das Risiko zu verlieren erhöht sich dadurch auch ( EP 95% sicherer! )!
    man stelle sich die gleiche Situation vor: es wären nur noch 30 oder 40 sek. auf der Uhr gewesen, Ich würde mein Puff in Arizona verwetten, das jeder erst den EP (also erst die sichere Variante) nimmt und dann versucht mit Onside Kick
    das Ei zu bekommen und dann erst mit 2-pts Conversion auszuführen, wenn ich unbedingt gewinnen will (je nach dem wie verzweifelt du bist) ! ( wobei ich mir ziemlich sicher bin das die coaches dann auch denn XP nehmen würden und auf die OT setzen würden)
    Natürlich , wer bereit ist etwas zu riskieren erhöht seine Gewinnchance, aber eben auch , genauso zu verlieren !

  10. @gopackgo
    Nur weil deiner Meinung nach „jeder erst den EP nimmt“, heißt das ja noch lange nicht, dass es die beste Entscheidung ist. Ist es nämlich offensichtlich auch nicht.

    Und wenn sich die Gewinnchance erhöht, wird gleichzeitig die Chance zu verlieren, verringert. Nicht wie du schreibst, auch erhöht. Das würde mathematisch auch keinen Sinn ergeben.

    Ich würde mich an deiner Stelle noch einmal etwas intensiver mit Analytics auseinandersetzen.

  11. GreenBayCherry
    Erfolg bei XP 95%
    bei 2-pts Conversion 50 % ,eure Zahlen
    Es liegt doch wohl auf der Hand, wenn ich die %Zahlen sehe, das es riskanter ist eine 2-pts Conversion auszuführen + dieses Risiko wird nicht berücksichtigt!
    und ich habe auch nicht „jeder“ geschrieben !

  12. Natürlich wird dieses Risiko berücksichtigt, sieh dir doch den Wahrscheinlichkeitsbaum aus dem verlinkten Tweet an.

    Doch, du hast wörtlich geschrieben:
    „das jeder erst den EP (also erst die sichere Variante) nimmt und dann versucht mit Onside Kick
    das Ei zu bekommen“

  13. sorry!GreenBayCherry
    ich hab das auf diese Situation bezogen , kurz vor abgelaufener
    Uhr also nur noch 30 oder 40 sek. zuspielen ,
    so steht das da oben !!
    und ich habe auch geschrieben „Natürlich , wer bereit ist etwas zu riskieren erhöht seine Gewinnchance“
    und den link nhab ich mir natürlich angeschaut und deshalb ist mir das ja auch aufgefallen !

  14. @gopackgo:
    > Es ist riskanter, auf 2PT zu spielen
    Du hast insofern Recht, daß mit 2PT die Chance erheblich höher ist, in Regular Time zu verlieren. Aber die Betonung liegt auf „in Regular Time“ . Mit PAT hast du die größte Chance, die Verlängerung zu erreichen, aber das heißt ja nicht, daß du die auch gewinnst.
    Weiterhin sollte man berücksichtigen, das ein PAT auch nicht zu 100% erfolgreich ist (ist so in etwa 95%).

    Wenn ich folgende Annahmen treffe:
    – Wahrscheinlichkeit für PAT = 95%
    – Wahrscheinlichkeit für 2PTConversion = 50%
    – Wahrscheinlichkeit für Overtime Win = 50 %
    sieht das Ganze so aus:

    1. Gewinnchance wenn ich auf PAT gehe:
    Regular Time Win = 0%
    Overtime Win = 46,375%
    Overtime Loss = 46,375%
    Regular Time Loss = 7,25%
    => 46,375%ige Siegchance gesamt

    2. Gewinnchance wenn ich auf 2PT gehe:
    Regular Time Win = 47,5%
    Overtime Win = 13,75%
    Overtime Loss = 13,75%
    Regular Time Loss = 25%
    => 61,25%ige Siegchance gesamt

    3. Gewinnchance wenn ich erst PAT und dann 2PT mache:
    Regular Time Win = 47,5%
    Overtime Win = 1,25%
    Overtime Loss = 1,25%
    Regular Time Loss = 50%
    => 48,75%ige Siegchance gesamt

    Und dann nehme ich doch die Strategie, die die meiste Siegchance insgesamt verspricht und nicht diejenige, die mich am sichersten in die OT bringt, oder?

  15. @Termi
    oder, man benutzt statt des Wort „Gewinnchance“ , die andere Möglichkeit, ein Spiel zu verlieren, also das Wort „Verlustchance“, die Zahlen bleiben die gleichen;-),
    1.ca.46% Wahrscheinlichkeit das ich verliere
    2.ca.61% Wahrscheinlichkeit das ich verliere
    3.ca.49% Wahrscheinlichkeit das ich verliere
    —————————————————————————–
    Mit PAT hast du die größte Chance, die Verlängerung zu erreichen, aber das heißt ja nicht, daß du die auch gewinnst??

    um genau zu sein, man hat dann 50% Siegchance in OT , die Chancen sind doch dann für beide wieder gleich?! Also wie kommen denn diese Unterschiedlichen OT %Zahlen zustande?
    ———————————————————————————
    Und dann nehme ich doch die Strategie, die die meiste Siegchance insgesamt verspricht und nicht diejenige, die mich am sichersten in die OT bringt, oder?

    Wenn das so ist, dann Frage ich mich wieso man nicht immer
    die 2-pts Conversion macht ?
    _________________________________________________
    Gibt es denn Statistiken wie es in der Realität aussieht?
    Ich kenne zumindest ein Spiel bei dem es nicht gut ausgegangen ist! Wer mal interessant zu erfahren in welchen Partien es gut ging und nicht, bei ähnlicher Konstellation .

  16. @gopackgo
    > oder, man benutzt statt des Wort „Gewinnchance“ , die andere Möglichkeit, ein Spiel zu
    > verlieren, also das Wort „Verlustchance“, die Zahlen bleiben die gleichen;-),

    Nein, die Zahlen bleiben natürlich nicht die gleichen. Wenn ich bspw. eine 45% Chance habe zu gewinnen, habe ich demnach eine 55% Chance zu verlieren (vorausgesetzt wir ignorieren die sehr unwahrscheinliche Chance eines Unentschiedens, würde nichts wesentliches ändern).

    > um genau zu sein, man hat dann 50% Siegchance in OT , die Chancen sind doch dann für beide > wieder gleich?! Also wie kommen denn diese Unterschiedlichen OT %Zahlen zustande?

    Bei allen 3 Fällen, die Termi durchgegangen ist, ist die Chance für Gewinn und Niederlage in der OT ident, sprich zu 50% gewinnst du und zu 50% gewinnt der Gegner.

    > Wenn das so ist, dann Frage ich mich wieso man nicht immer
    > die 2-pts Conversion macht ?

    Ich glaube es würde tatsächlich Sinn ergeben, häufiger auf die 2-Pt Conversion zu gehen. Trotzdem muss man natürlich immer die Spielsituation im Kontext betrachten und die Gewinnchancen analysieren. Nicht immer werden sich diese erhöhen, nur weil man auf die 2-Pts geht.

    > Ich kenne zumindest ein Spiel bei dem es nicht gut ausgegangen ist! Wer mal interessant zu
    > erfahren in welchen Partien es gut ging und nicht, bei ähnlicher Konstellation .

    Die Entscheidung ist unabhängig vom Ausgang zu bewerten, es sagt ja keiner, dass sich automatisch eine 100% Siegchance ergibt. Sie wird lediglich erhöht, man kann dennoch weiterhin verlieren (ist nur unwahrscheinlicher).

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