Montagsvorschauer 2019 – Woche 11

Abschluss von Woche 11 mit dem heutigen Monday Night Game live aus dem Estadio Azteca von Mexico City: Los Angeles Chargers (4-6) vs. Kansas City Chiefs (6-4). Durch den gestrigen Raiders-Heimsieg gegen den Tabellen-Nachzügler Cincinnati geht es für die Chiefs heute darum, ihre Tabellenführung in der AFC West zu verteidigen.

Mehr noch: Mit einem Sieg heute wäre Kansas City mit weit über 90% Playoffchance fast schon durch und könnte die Chargers auf der anderen Seite mehr oder weniger aus dem Rennen werfen. Ein Chargers-Sieg hingegen würde nicht nur Oakland auf #1 in der Division hieven, sondern auch das Tabellenbild in dieser Division schon sehr muddy ausschauen lassen:

Raiders (6-4)
Chiefs (6-5)
Chargers (5-6)

Die Chiefs sind heute natürlich der Favorit, auch wenn sich ihre Saison bislang recht harzig gestaltet. Letzte Woche reichte noch nichtmal mehr eine grandiose Vorstellung von QB Patrick Mahomes um den ewigen Mitläufer Tennessee zu schlagen – zu krass die Probleme vor allem in der Defense.


Doch aus Chiefs-Sicht gibt es heute ein paar positive Anhaltspunkte:

#1 Die Verletzungsprobleme in der Offensive Line scheinen langsam überwunden. Nachdem in den letzten Wochen zahlreiche Starter, u.a. beide Tackles und ein Guard, mit diversen Zipperlein ausgefallen waren, ist die Stamm-O Line wohl heute zum ersten Mal seit Längerem wieder vereint: RT Mitchell Schwartz spielte schon letzte Woche, und sowohl LT Eric Fisher als auch Guard Duvernay sollten unter der Woche durchtrainiert haben und scheinen auf keinem Injury-Report mehr auf.

Damit können die Chiefs den Monster-Passrusher Joey Bosa vielleicht einen Tacken solider abwehren und ihre Receiver längere Routen laufen lassen – und auch hier findet die Armada langsam zu sich: WR Hill, WR Watkins und TE Kelce waren dieses Jahr nicht so häufig gemeinsam und alle in fittem Zustand auf dem Feld, doch heute sind die Vorzeichen relativ gut.

#2 Das Spielfeld im Estadio Azteca galt vor einem Jahr noch als unbespielbar, weswegen man damals das Mexiko-Spiel kurzerhand nach Los Angeles verlegen musste (es war das 54-51 Kracher zwischen Rams und Chiefs). Heute soll das Spielfeld in exzellentem Zustand sein, was vor allem der Hochgeschwindigkeits-Offense mit den Supersprintern Hill und Watkins helfen wird.

#3 Der Erfolg der Offense in den letzten Spielen gegen die Cover-3 Defense der Chargers. Dieser kurze Twitter-Thread zeigt auf, wie Kansas Citys Offense die letzten Spiele gegen die Bolts-Defense mit tiefen Routen dominierte. Wenn Hill & Watkins heute nicht wieder ein Drop nach dem anderen unterläuft, sollte es zahlreiche Yards und Punkte geben.


Die weiteren mich interessierenden Punkte in diesem Spiel:

  • Wie sieht der Philip-Rivers-Arm aus? Weiter Nudelarm, oder nach 11 Tagen Ruhepause wieder NFL-tauglich?
  • Wie sieht der Chiefs-Passrush nach dem Ausfall von Emmanuel Ogbah aus?
  • Werden die Chargers in diesem Spiel, das sie mutmaßlich nur als Highscoring-Angelegenheit gewinnen können, auf dem Gaspedal bleiben, oder wird man wieder in den Anthony Lynn/Melvin Gordon-„Establish the Run“ Trott verfallen und erst nach dem dann standesgemäßen schnellen 21-3 Rückstand reagieren?

Punkt ist: Die Chargers sind mit der aktuellen Saisonbilanz bestimmt leicht unterbewertet. Doch auch die Chiefs wirken mächtiger als 6-4, auch wenn man alle ihre Probleme in der bisherigen Saison kommen sehen konnte. Die Partie dürfte qualitativ durchaus attraktiv sein – auch wenn ich mir schwer tue, viele Szenarien mit Chargers-Siegen auszumalen.

2 Kommentare zu “Montagsvorschauer 2019 – Woche 11

  1. „I thought offensively, we got to get the ball in the end zone. We kicked too many field goals in the first half. With a team like Kansas City, you can’t kick field goals, you got to score and I thought we let them hang around,“ Lynn said.

    Selfawareness ist beinahe da. Als Chargers-Fan wäre ich wütend ob der Spielweise.
    Im ersten Drive macht es eigentlich perfekt, Passpiel im Firstdown, Laufen bei 3rd&short. Dann, vor der Endzone, Lauf-Lauf für Raumverlust-Kurzer Pass-Fieldgoal statt Ausspielen.
    Anschließend kriegt man den Ball gegen Kansas City an die eigene 40 gelegt, um dann einmal zu oft zu laufen (auch wenn es zweimal gut geklappt hat) + Screenpass + Fieldgoal verschossen bei 4th&5. Im Anschluss die Mahomes-Punt-Int, bei 2nd&3 Passspiel, soweit man es in der Übertragung erkennen kann, ohne kurze Routen, ergibt einen Sack. Beide Rivers-Interceptions kommen dann nach sinnlosen Runs in die Mauer.
    Sind sicher auch viele individuelle Fehler dabei, aber insgesamt ist das kein „Heartbreaking Loss“, sondern schlecht(es Coaching).

  2. der rasen war ja unter aller sau, würde mich nicht wundern wenn mexico lange zeit kein NFL spiel mehr bekommt.

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