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NFL Power Ranking 2019/20 – Conference Championships

Ein paar Worte zum Championship-Wochenende.

Die Sieger

Zwei klare Siege…

  • Kansas City Chiefs 35, Tennessee Titans 24
  • San Francisco 49ers 37, Green Bay Packers 20

…die auf total unterschiedliche Art und Weise herausgespielt wurden: Die 49ers walzten mit einer Orgie an Run-Plays über die hoffnungslose Packers-Front drüber, während die Chiefs das Konzept von „time of possession“ ad absurdum führten und in nur 11 Minuten Ballbesitz und mit nur 3 designten Run-Plays vor der Pause drei Touchdown-Drives und eine Führung herausspielten.

Beide Sieger sind auf ihre Art Juggernauts. Die Chiefs haben QB Patrick Mahomes, der in den Playoffs zwei unglaubliche Spiele selbst für seine Verhältnisse machte: 0.71 EPA/Dropback gegen die Texans und gestern 0.59 EPA/Dropback (in 43 Dropbacks!) gegen die Titans.

Die 49ers rannten 39 Mal und machten 0.40 EPA/Run – das ist z.B. besser als alle Quarterback-MVP-Saisons seit 2009! Und das mit Laufspiel! Die 49ers-Performance gegen die Packers war das, was alle „Establish-the-Run“-Propheten und die Tennessee Titans sich in ihren feuchtesten Träumen zusammenträumen.

San Francisco war atemberaubend. Die ersten sieben Drives vor der Pause?

  • Punt
  • Touchdown
  • Fieldgoal
  • Touchdown
  • Fieldgoal
  • Touchdown

27-0 Führung, und dabei nur 8x den Quarterback in einen Dropback geschickt. Natürlich muss man betonen, dass die Niners dabei auch von einem schlicht desaströsen Gegner profitierten – die Packers eröffneten das Spiel in der ersten Halbzeit mit Punt, Punt (4th&1 an der Mittellinie nicht ausgespielt), Punt (Shanked Punt mit nur 23 Yards), Fumble, Interception und nochmal Punt und waren weder in Offense, Defense, Special Teams noch im Coaching präsent.

Doch die Vorstellung war trotzdem makellos: 0.40 EPA/Run und 0.30 EPA/Dropback! Wären die Niners auf dem Gaspedal geblieben, sie hätten das in der Region um 48-3 gewonnen. Und das ist keine Übertreibung.

Die Chiefs dagegen hatten in der ersten Halbzeit nur 11 Minuten lang den Ball – und führten nach nur vier Drives in der ersten Halbzeit dennoch mit 21-17! Die Titans hatten lange Zeit vieles richtig gemacht – aggressives Play-Calling, RB Henry teilweise in die Gänge bekommen, Play-Action Passing… und dann kam dieser eine erbärmliche Moment, in dem Mike Vrabel zwei Minuten vor Halbzeit auf Zeit spielen ließ und Run/Run/Pass/Punt spielte. Es ging schief, die Chiefs prügelten trotz suboptimalem Zeitmanagement, aber dank Mahomes, in nur 100 Sekunden einen fantastischen Touchdown-Drive das Feld runter und blickten nie zurück.

„time of possession“ und „control the clock” zum Selbstzweck kannste den Schweinen zum Fressen geben. Sie sind in erster Linie Produkt potenter Offenses und fehlgeleitete Strategie. Ohne das Punkten als primäres Ziel bringt der Ballbesitz nix.

Was bleibt noch?

Bei Ran hat Patrick Esume während des Chiefs-Spiels von „drei designten Run Plays in der ersten Halbzeit“ gesprochen (Mahomes hatte dazu ein paar Scrambles). Also nun doch eine Unterscheidung zwischen Laufspiel und Laufspiel – und vergangen ist „wenn Russell Wilson mit dem Ball in der Hand die Line of Scrimmage überquert, ist es ein Lauf, ihre Analytics-Spinner, haltet die Fresse bei Shit von dem ihr nix versteht“.

Das nennt man Fortschritt. In dem Tempo sind diese Jungs 2023 soweit, dass sie beim nächsten Punkt up to date sind…

4th Downs! Es ist mittlerweile so sehr Standard in der Footballkultur geworden, kurze 4th Downs auszuspielen, dass heute unisono auf Schisser-Coaches wie LaFleur draufgeprügelt wird, wenn sie an der Mittellinie bei 4th & 1 punten. Nein – wirklich! Es ist nicht bloß Brian Burke, Sideline Reporter oder Twitter – es ist sogar TROY AIKMAN, der diese Coaches hinter dem Mikrofon zur Rede stellt für solche erbärmlichen Entscheidungen!

Es gibt keine Diskussionen mehr, wenn Teams kurze 4th Downs tief in der gegnerischen Platzhälfte ausspielen. Was 2010 noch ein Skandal höchsten Ausmaßes gewesen wäre und monatelang rauf und runter diskutiert worden wäre, ist heute nur mehr eins: Total normal. Das Handling, aber auch die Reaktionen auf 4th-Downs sind der offensichtlichste Beleg dafür, dass Analytics-Erkenntnisse den Football längst infiltriert haben.

Wie lange wird es dauern, bis Coaches z.B. Holding-Strafen bei 3rd&short akzeptieren, weil sie wissen, dass der Gegner das 4th&short ausspielen wird? Also lieber noch einmal ein 3rd&11 verteidigen. Früher konnte man dann schonmal beruhigt aufs Klo gehen.

Analytics

Chiefs vs. 49ers ist, wie ich schon gestern schrieb, sowas wie ein Traumfinale. Es ist Stärke gegen Stärke. Es ist auch das Duell zweier unterschiedlich gepolter und doch in einigen Phasen sehr ähnlicher Offenses.

Die Chiefs sind die Pass-Offense #1 in der NFL. Doch auch sie ist wandelbar: Als die Titans in der zweiten Halbzeit alles in die Coverage stellten und Andy Reid förmlich zum Laufen einlud, ließ sich sogar Big-Red zu einem Run nach dem anderen anstiften: Die Chiefs hatten 15 designte Runningback-Runs in der zweiten Halbzeit. Sie liefen über die seichte Titans-Front drüber und scorten den entscheidenden Touchdown.

Die 49ers dagegen sind eher eine Run-First Offense. Sie waren in der Regular Season längst nicht so erfolgreich im Laufspiel wie in den beiden Post-Season Spielen:

  • 49ers Regular Season Running: -0.01 EPA/Run
  • 49ers Playoff-Running: 0.19 EPA/Run

Natürlich war wieder viel über den „Analytics-Holzweg“ zu lesen, als San Francisco just mit dem so umstrittenen Laufspiel über die Packers drüberrollte. Das gibt mir die Gelegenheit mal wieder ins Gedächtnis zu rufen was „Analytics“ will und was nicht.

Analytics sagt nicht:

  1. Schaffe das Laufspiel ab und werfe nur noch den Ball.
  2. Spiele jedes 4th Down aus.
  3. Scheiß auf Defense, es zählt nur mehr Offense.

Analytics sagt:

  1. Mach mehr von dem, was du am besten kannst, ohne vorhersehbar zu werden
  2. Pass ist ligaweit auf lange Sicht wesentlich besser als Lauf
  3. Offense ist wichtiger und stabiler als Defense

Die Playoff-49ers oder aber auch die Regular-Season Ravens (und in abgeschwächter Form auch die Playoff-Titans) haben natürlich ihre Momente im Laufspiel – sie hatten Spiele, in denen die Rushing-Offense weit über 0.20 EPA/Run fabriziert. Das sind Effizienz-Zahlen jenseits von Gut und Böse und können mit denen der besten Passing-Offenses konkurrieren. In solchen Spielen spricht relativ wenig dafür von dem abzugehen, was den Erfolg bringt.

Allein: Auf lange Sicht ist der Pass besser. Er bringt im Schnitt ca. 0.10 EPA/Pass während das Laufspiel im Schnitt pro Versuch 0.07 EPA/Run verliert. Das hat viele Faktoren – ein paar, die mir immer als erstes einfallen:

  • Passspielzüge / Dropbacks haben mehr Optionen: Viele Passfänger, viele Routen, viele Möglichkeiten. Play-Action Passing ist total effizient (im Schnitt mehr als 0.35 EPA/Play-Action Pass). Mobile Quarterbacks haben als zweite, dritte oder vierte Option die Möglichkeit für einen Scramble.
  • Es gibt viel mehr Big-Plays im Passing, die die negativen Plays wie Sacks oder Interceptions deutlich kaschieren.
  • Laufspiel ist vielerorts sehr „basic“: Power-Running in die Mauer und ein paar Zone-Runs, datt wars. Ravens und 49ers sind dagegen erfrischend innovativ und mischen schön durch – Baltimore baut um das Running-Thread seines einzigartigen Quarterbacks, San Francisco hat eine Unzahl an unterschiedlichen Optionen und Schemes im Laufspiel.
  • Strafen: Offensive Holding im Laufspiel sind totale Killer, während im Passspiel selbst bei Incompletions die Defensive-Pass Interference mit ihrem automatischen 1st Down viele Plays herausreißen kann.

Establish the Run ist keine der idealen Strategien um die herum man ein Team bauen sollte. Aber es kann unter bestimmten Umständen funktionieren – z.B. wenn man den Gegner physisch so dominieren und geistig so müde laufen kann wie die 49ers die Packers – und wenn man selbst eine Passing-Defense hat, die den Gegner abwürgt.

Die Verlierer

Tennessee muss sich nicht grämen für seine Saison, die überraschend ins AFC-Finale führte. Im Gegenteil:

  1. Eier gehabt, den stagnierenden, aber beliebten Franchise-QB Mariota zur Saisonhälfte abzusägen – keine Selbstverständlichkeit bei Mannschaften, die ein #2 Pick Investment in einem unisono als großartigen College-QB beschriebenen Prospect wie Mariota kleben haben.
  2. Mit QB Tannehill eine der effizientesten Offenses in der NFL gespielt.
  3. Nach 2-4 Start noch mit 9-7 verdient in die Playoffs gezogen und mit New England die prägende Dynastie unserer Zeit sowie mit den Ravens das Team der Saison in deren Stadion ausgeschaltet.
  4. Mehrere Jungspunde sehen aus wie echte Cornerstones, angefangen vom WR A.J. Brown, dem Favoriten auf den Preis des Offense-Rookie des Jahres.

Doch jetzt kommt der schwierige Teil: Wir wissen zwei Dinge – 1) Ausreißer-Performances werden irgendwann Regression zurück in Richtung Mitte erleben und 2) gerade gelesen: Passspiel ist auf lange Sicht besser und stabiler als Laufspiel.

Die Titans haben zwei auslaufende Verträge: QB Tannehill und RB Henry. Nach den dominanten Rushing-Performances besteht nun erhöhte Gefahr, dass GM Robinson seinem Runningback den 40-Mio-Guaranteed-Vertrag nachwirft, den die Franchise schon im kommenden Oktober bereut wie die Rams ihren Gurley oder die Cowboys ihren Zeke. Oder aber auch Tannehill: Eigentlich mit seiner krassen Ausreißer-Performance nach sieben Jahren Mittelmaß in Miami prädestiniert für die Franchise-Tag – aber kann das Front-Office in Nashville nach so vielen Jahren im QB-Purgatory seinen Fans erklären, warum man den hoffnungsvollsten QB seit Steve McNair möglicherweise ziehen lässt, weil man ihn nicht gnadenlos überbezahlen will?


Green Bay? Ich habe in den letzten Tagen viele Theorien gelesen darüber, wie die Genialität von Aaron Rodgers in dessen Blütezeit vor 2015 zu viele strukturelle Probleme bei den Packers überlagert hat und wie er mit seinen heute 39 Jahren nur noch durchschnittlich gut zu gebrauchen ist, wenn man die ganze Offense um ihn herum baut.

Punkt ist: Rodgers war definitiv eines der Probleme der Packers. Lass dich nicht von den 31/39 für 300+ Yards und 2 TD oder aber auch den 0.25 EPA/Dropback gegen San Francisco blenden: Das meiste kam gegen eine Prevent-Defense, die nur mehr aufs Verwalten schaute. In der entscheidenden Phase des Spiels – 1. Halbzeit – machte Rodgers keinen Stich. KEINEN.

Die Packers haben den Megavertrag von Rodgers noch ein paar Jahre kleben, weswegen man sich in der Offseason unbedingt Gedanken machen muss wie man aus Rodgers noch 1-2 Jahre brauchbare Effizienz herauspressen kann. Die Gefahr ist aber auch hier groß, dass sich die Packers von der alles überstrahlenden 13-3 Bilanz und der erneuten Conference-Finalqualifikation blenden lassen.

Die Packers waren mit 13-3 überbewertet. Nicht knapp, sondern deutlich. Sie performten eher wie ein 10-6 Team. Insofern hatte die katastrophale Performance in San Francisco vielleicht ein gutes: Man kann sich nun nicht mehr einreden, „ja sehr knapp drangewesen zu sein“, sondern muss aktiv Lösungen erarbeiten um aus diesem Hamsterrad des guten Mittelmaßes herauszukommen.

Oder wie schrieb Moo auf Twitter?

Ein Franchise-QB kann ein Problem sein, wenn er ineffizientes Management übertüncht. Ein Gedanke, der zum Denken einlädt.

Obwohl die Niners 2005 im Draft den falschen Quarterback (Alex Smith anstatt von Aaron Rodgers) gezogen haben, waren sie in der Zeit seither häufiger in der Superbowl als die Packers (2x vs. Green Bay 1x). Sie haben weniger Regular-Season Erfolg, aber sie hatten Phasen, die schlecht genug waren um Rebuilds durchzuziehen.

Bei den Packers dagegen hat Rodgers‘ Genialität in seinen besten Jahren übertüncht, dass ein einzelner Star-Quarterback nicht reicht, sondern man ihm auch die bestmögliche Infrastruktur zur Seite stellen muss.

Das würde ich auch all jenen entgegenwerfen, die heute über die Chiefs sagen – „..aber mit einem QB wie Mahomes ist es einfach!“. Ist es nicht. Die Chiefs haben Mahomes gedraftet, aber sie haben auch alles dafür getan, dass er einschlagen konnte:

  1. Einen Top-3 Offense Coach
  2. Einen sensationellen Receiving-Corps
  3. Eine starke Offense Line
  4. Aggressives, passlastiges Play-Calling um lange 3rd Downs und klare Passsituationen zu verhindern.

Man kann jetzt glauben, dass eine Superbowl-Pleite für die Chiefs nicht so schlimm wäre, weil man mit Mahomes noch 15 Jahre Contender bleibt. Aber das halte ich für Unsinn. Wer weiß ob die Sterne noch einmal so günstig stehen werden wie jetzt. Mahomes ist der beste, aber so eine Chance kommt vielleicht nie wieder.

Power-Ranking

Keine Änderungen im Power-Ranking: Chiefs bleiben an #2 und die Niners an #3. In den Wettbüros in Las Vegas eröffneten die Chiefs als Favorit mit 1 Punkt, und es wurde ein Over/Under von 53.5 Punkten vorgeschlagen.

NFL Power Ranking 2019 - Conference

Dieses Power-Ranking sieht eine 52%ige Favoritenstellung für die Chiefs. Das entspricht 0.5 Punkten. Es ist also knapp, wie es sich für eine Superbowl gehört. Aber es ist nicht die knappste Superbowl nach den Metriken in diesem Ranking, denn diese sind und bleiben:

  1. Super Bowl 2011 Packers vs. Steelers (Packers mit 50.00004%)
  2. Superbowl 2012 Giants vs. Patriots (Giants mit 50.008%)
  3. Superbowl 2019 Patriots vs. Rams (Patriots mit 50.3%)

Ich freue mich schon, in den nächsten Tagen auf beide Franchises, beide Mannschaften und die interessantesten Superbowl-Matchups zu blicken.

25 Kommentare zu “NFL Power Ranking 2019/20 – Conference Championships

  1. Muss eine Erleichterung sein, dieses Jahr nicht schon wieder über die Patriots schreiben zu müssen 😀 Klingt auf jeden Fall nach nem super Match up. Und letztlich kann halt alles passieren. Dass es letztes Jahr bei unter 20 Punkten insgesamt bleibt, hätten wohl auch nur die aller wenigsten gedacht, die ihren Lebensmittelpunkt außerhalb psychiatrischer Einrichtungen haben.
    Ich würde es jedenfalls Andy Reid mehr gönnen als jedem anderen. Auch wenn für die 49ers gewisse Sympathien vorhanden sind (v.a. wegen Garapollo als Pats Fan, aber auch wegen der Niederlage gegen die Ravens in SB XLVII)

  2. In der Kolumne Ask Vic auf Packers.com, hatte Vic so ca. vor 5 Jahren schon geschrieben, das ein Franchise QB Fluch und Segen zugleich ist (kaum Rebuld mgl.). Mit anderen Worten, dies ist nicht eine wirklich neue Erkenntnis von Moo, sondern ist mit Sicherheit jeder Franchise bewusst. Vielleicht hat er aber auch eine Lösung für diese Herausforderung…?

  3. Haben wir in der NFL 32 Mahomes (alle unter Rookie Vertrag), die das möglich machen? Leider nein oder zum Glück nicht, denn das zwingt die Teams doch andere Wege gehen zu müssen und führt hoffentlich zu Innovation. Glaubst du, das alles Teams wie KC spielen können?

  4. Die Aussage ist nicht, dass sie Kansas City 1:1 kopieren sollen, sondern dass es nicht reicht den WB zu haben. Man muss investieren um seinen Nutzen zu maximieren! Die Packers gaben das nur bedingt gemacht. Die Chiefs dagegen haben die beschriebenen Rahmenbedingungen geschaffen um ihm zu helfen.

    Nur zu sagen „sie haben Mahomes, da ist leicht stinken“ greift sehr deutlich zu kurz.

  5. Wie sieht es mit dem Cap Space in Kansas City aus?
    Sprich: Können sie sich derzeit die Waffen auf WR und TE nur leisten weil Mahomes noch im Rookie Vertrag spielt oder würde es sich mit einem Monstervertrag auch noch ausgehen?

    Ehrliche Frage, weil ich teilweise das Gefühl habe, solche Monsterverträge können eine Franchise doch ziemlich lähmen, sei auch der QB noch so gut.

  6. Aaron Rodgers ist 36 und nicht 39 Jahre alt.

    Ansonsten stimme ich der Analyse wg. GB voll und ganz zu. Gutekunst kann natürlich auch nicht in 2 Jahren das ganze Unkraut rausjäten das Ted Thompson vorher stehen hat lassen.
    Viel wird davon abhängen welche Schlüsse LaFleur und Gutey jetzt in der Offseason ziehen werden. Wenn man es macht wie vor ein paar Jahren als sich #12 verletzt hatte, wird man the big game weiterhin nur als Zuschauer erleben.

  7. Naja, gerade offensiv hat man zumindest was das Spielermaterial angeht, doch immer viel richtig gemacht. Hatte Rodgers nicht Jahr für Jahr eine Top 10 (oder noch besser…) O-Line? Er hatte Jordy, Cobb und dann auch noch Adams. Dazu noch viel Passing unter McCarthy.

    Klar, defensiv war das nicht das Gelbe vom Ei. Und 4th Down Decision Making kann man kritisieren. Aber eigentlich haben sie doch sehr viel richtig gemacht imho. Rodgers hat am Ende (u.a. aus Verletzungsgründen) auch nicht das Optimum rausgeholt.

  8. Was soll’s die Zukunft gehört mahomes und Lamar jackson,Rodgers auch wenn ich ihn sehr schätze wird kein Superbowl mehr hollen.

  9. Klar bindet ein dicker Vertrag für einen QB einen nicht unerheblichen Teil des Cap Space. Aber die Aufgabe eines guten Managements ist es dann doch, aus den gegebenen Möglichkeiten das meiste zu machen. Und da gehört für mich auch dazu, auch mal eine schlechtere Saison durchzustehen und etwas mittelfristiger zu planen. Dann hat man doch auch genug Möglichkeiten: ein Jahr zurückhalten, (über)teure FAs abgeben und compensatory Picks sammeln, Downtrades…. Du brauchst ja kein Sammelsurium von Erstrundenpicks und einzelnen Superstars, sondern brauchbare bis überdurchschnittliche Starter als funktionierende Mannschaft.

  10. Die Packers waren 2008-2010 ähnlich wie die Chiefs von heute aufgestellt: Viele Investments in die Defense, ein extrem breit aufgestellter Receiving-Corps, dazu ein Offense-Scheme, das seiner Zeit damals voraus war – viel Spread-Offense, sehr hohe Pass-Quoten, Offense-Motto „bessere Protection bekommst du nicht mit mehr Offense Linern, sondern mehr Anspielstationen“.

    Aber der Run hörte irgendwann zwischen 2010 und der 15-1 Saison von 2011 auf. Schon 2011 war die Defense ein Torso, und sie hatte in den nächsten Jahren nur noch zweimal „borderline“ Top-10 Material nach DVOA.

    Die Packers haben Rodgers z.B. seit dem Kollaps von 2011 in den letzten neun Jahren nur zweimal eine gute Defense zur Seite gestellt, und mehrfach eine richtig schlechte – hier die Defensive-Rankings nach DVOA:

    2019: #15
    2018: #29
    2017: #20
    2016: #20
    2015: #9
    2014: #16
    2013: #31
    2012: #8
    2011: #25
    2010: #2
    2009: #2
    2008: #12

    In den Playoff-Niederlagen haben die Packers stets hohe Punkt-Zahlen aufgegeben:
    2009 – 51 Punkte (6 davon durch Rodgers-Sack/Fumble/TD)
    2011 – 37 Punkte
    2012 – 45 Punkte
    2013 – 23 Punkte
    2014 – 28 Punkte
    2015 – 26 Punkte
    2016 – 44 Punkte
    2019 – 37 Punkte

    2019 war das erste Jahr seit sehr langer Zeit, in dem die Packers mal wieder eine adäquate Pass-Coverage aufs Feld geschickt haben. Zuvor sind die Probleme viele Jahre lang kaschiert worden – überholtes Defense-System, total unerfahrenes Personal, etc. Gab viele Gründe, aber wenig Aktion um dieses minimum fünf Jahre lang eklatante Problem zu beheben.

    Der Receiving-Corps ist spätestens seit dem Abgang von Jordy Nelson personell nur noch mäßig besetzt. Seit 3-4 Jahren gibt es prinzipiell nur noch Davante Adams plus etwas Heldenfootball, weil auch das Scheme stagniert hatte. Ich würde fast meinen, 2014 war das letzte Jahr, in denen die Packers zum letzten Mal einen adäquaten Receiving-Corps hatten… und in dem Jahr haben sie dann die quasi sichere Superbowl-Qualifikation nach einer überraschenden 4-Interceptions Performance der Defense mit desaströsem Coaching weggeschmissen.

  11. Ich glaube übrigens nicht, dass ein QB-Megavertrag ein allzu großes Problem darstellt. Superstar-QBs wie Rodgers vor ein paar Jahren oder aktuell Wilson, Mahomes und 1-2 andere sind einen Vertrag der Güteklasse 40 Mio/Saison schon wert.

    PFF WAR schätzt, dass QBs durchaus noch mehr verdienen könnten, wenn man ihren relativen Wert in Relation zum Salary-Cap stellt – aber die Franchise-Tag dient als „Schutz“ vor explodierenden Gehältern.

    Natürlich ist es für die Chiefs schwieriger, den Kader um einen 40-Mio Mahomes herum zu bauen als um einen 5-Mio Mahomes. Aber andererseits sind die 40 Mio. zumindest schonmal eine sichere Bank.

    Mit 160+ Mio. verfügbarem Geld sollte ein Team einen adäquaten Kader bauen können. Problematisch sind dann eher die 15-Mio Runningbacks à la Zeke oder Gurley, oder Spitzengehälter auf anderen „B-Positionen“ wie Center/Guard, Defensive Tackle, Linebacker, insbesondere wenn die bezahlten Spieler nur Mitläufer sind.

    Die Geschichte mit den Franchise-QBs unter Rookievertrag halte ich sowieso für etwas überschätzt. Seit das CBA 2011 inkraft trat, haben es nun auch nicht sooo Mannschaften mit dieser Methode in die Superbowl geschafft (6 aus 18):
    2012 San Francisco mit Kaepernick
    2013 Seattle mit Wilson
    2014 Seattle mit Wilson
    2017 Eagles mit Wentz
    2018 Rams mit Goff
    2019 Chiefs mit Mahomes

    Kaepernick war aber nur der Backup, und die Niners hatten mit Alex Smith den teuren QB im Kader. Die Seahawks hatten 2012-2014 einen superben Kader, weil sie 2010 und 2011 unzählige Superstars in den späten Runden gedraftet haben, nicht weil ihr Kader besonders teuer gewesen wäre.

  12. „Wer weiß ob die Sterne noch einmal so günstig stehen werden wie jetzt.“

    Der Gedanke ging mir neulich beim Ausscheiden der Ravens, im Grunde aber schon bei der OT-Niederlage der Chiefs gegen die Patriots durch den Kopf.
    Einer der ersten Superbowls, den ich wirklich aus sportlichem Interesse verfolgt habe, war der 50er – Manning gegen Cam Newton (mehr als dieses Duell hab ich damals ohnehin kaum verstanden). Sowohl in der Vorberichterstattung als auch nach der Niederlage hieß es über Cam: „Er wird sowieso seine 2. Chance bekommen“; „der ist zu gut, um seine Karriere irgendwann mit nur einem, geschweige denn ohne Ring zu beenden“ – und habs natürlich geglaubt.

    Tja, und seitdem läuft Cam bei mir im Grunde unter dem Radar. „Die Panthers, achja, die gibts ja auch noch“. Untergepflügt zum einen von der alten Garde um Brady, Drees, Rodgers, Roethlisberger, für mich auch Wilson, zum anderen von der neuen Generation um Mahomes, Watson, Jackson, wer weiß, was mit Burrow und Konsorten wird. Und auf einmal erscheint es wahrscheinlicher, dass Cam keinen Ring mehr bekommt als dass er auch nur in die Nähe des SB gelangt. 2015? Das wäre seine Chance gewesen.

    Seitdem bin ich vorsichtiger, wenn über Mahomes oder Jackson Ähnliches geschrieben wird. Es kann so viel passieren. Und es muss soviel passen, damit man dieses eine Team von 32 wird. Brees, Wilson, Rodgers? Alle „nur“ ein Ring, trotz aller Elogen (die hatten natürlich teilweise auch das Pech, in der Ära der Anomalie Brady/Belichick zu spielen).
    Dan Marino, Tony Romo, Philip Rivers? Kein Titel, die letzten beiden nichtmal eine SB-Teilnahme.

  13. „Wer weiß ob die Sterne noch einmal so günstig stehen werden wie jetzt.“

    Der Gedanke ging mir neulich beim Ausscheiden der Ravens, im Grunde aber schon bei der OT-Niederlage der Chiefs gegen die Patriots durch den Kopf.
    Einer der ersten Superbowls, den ich wirklich aus sportlichem Interesse verfolgt habe, war der 50er – Manning gegen Cam Newton (mehr als dieses Duell hab ich damals ohnehin kaum verstanden). Sowohl in der Vorberichterstattung als auch nach der Niederlage hieß es über Cam: „Er wird sowieso seine 2. Chance bekommen“; „der ist zu gut, um seine Karriere irgendwann mit nur einem, geschweige denn ohne Ring zu beenden“ – und habs natürlich geglaubt.

    Tja, und seitdem läuft Cam bei mir im Grunde unter dem Radar. „Die Panthers, achja, die gibts ja auch noch“. Untergepflügt zum einen von der alten Garde um Brady, Drees, Rodgers, Roethlisberger, für mich auch Wilson, zum anderen von der neuen Generation um Mahomes, Watson, Jackson, wer weiß, was mit Burrow und Konsorten wird. Und auf einmal erscheint es wahrscheinlicher, dass Cam keinen Ring mehr bekommt als dass er auch nur in die Nähe des SB gelangt. 2015? Das wäre seine Chance gewesen.

    Seitdem bin ich vorsichtiger, wenn über Mahomes oder Jackson Ähnliches geschrieben wird. Es kann so viel passieren. Und es muss soviel passen, damit man dieses eine Team von 32 wird. Brees, Wilson, Rodgers? Alle „nur“ ein Ring, trotz aller Elogen (die hatten natürlich teilweise auch das Pech, in der Ära der Anomalie Brady/Belichick zu spielen).
    Dan Marino, Tony Romo, Philip Rivers? Kein Titel, die letzten beiden nichtmal eine SB-Teilnahme.

  14. Man kann jetzt glauben, dass eine Superbowl-Pleite für die Chiefs nicht so schlimm wäre, weil man mit Mahomes noch 15 Jahre Contender bleibt. Aber das halte ich für Unsinn. Wer weiß ob die Sterne noch einmal so günstig stehen werden wie jetzt. Mahomes ist der beste, aber so eine Chance kommt vielleicht nie wieder.

    Word. Viele Argumente wurden schon genannt, aber ein ganz offensichtliches fehlt: Die anderen 31 Mannschaften haben auch gute Spieler. Selbst wenn du theoretisch zu den besten 8 gehörst, ist deine rechnerische Chance nur 1-zu-8, schnell zerbröselnde 12%.

    Man vergißt das leicht in der (berechtigten) Aufregung über Mahomes‘ Großartigkeit: aber diese Aufregung gab es auch in Vergangenheit oft: bei Manning, bei Brees, bei Marino, bei Elway, bei Favre – und eben auch bei Rodgers. Es ist sooo schwierig in den Super Bowl zu kommen, gerade vor dem Super Bowl vergißt man schnell, wer alles *nicht* da ist.

    Hier läufst du in einen Upset, da ist deine Defense zu schlecht, ein Jahr rennst du gegen die perfekte Offense, das nächste verletzt sich dein wichtigster Verteidiger. Und schon sind vier Jahre rum.

  15. Zum Thema Rodgers und Defenses übrigens passend:

    Und 37 Punkte gegen die Niners obendrauf, aber da war auch AR natürlich mitschuldig.

  16. Bzgl Super Bow Teilnahme/Sieg: Brady hat in der NFL 100 Show gesagt, er war beim ersten, zweiten und dritten SB eigentlich gar nicht nervös und konnte gar nicht richtig ermessen, was die Patriots da geschafft haben, weil er erst in der Zeit zwischen 2005 und 2015 begriffen hat, wie schwer es ist, überhaupt in die SB zu kommen bzw diese dann auch zu gewinnen. Ich denke, Brees, Peyton, Rodgers, Elway und Marino zeigen am eindruckvollsten, wie schwer es auch für All-Time-Greats auf der QB Position ist, die Super Bowl zu gewinnen. Montana und Brady mit ihren 4 bzw. 6 Ringen sind da halt schon krasse Ausnahmen. Aber wie korsakoff schon öfter geschrieben hat: die Super Bowls der Patriots zeigen Eindrucksvoll, wie nahe Sieg und Niederlage da beieinander liegen und wie wenig gefehlt hätte und Brady hätte heute statt 6 Ringen „nur“ deren 2 gegenüber 7 Niederlagen. Wie würde dann wohl die Erzählung vom GOAT in der breiten Öffentlichkeit weitererzählt werden?

  17. na ja, ohne Punkte zu erzielen ist es schwer zu gewinnen. Es gibt da wenig zu entschuldigen für einen „der beste QB“.
    Rodgers die letzten 3 Playoff Niederlagen
    2x Halbzeitstand
    – 0:27
    – 0:24
    – gesamte Spiel: 160y TD-Int 1-1
    (ohne seine Doppel Hail Mary, die erste davon bei 4th down)

  18. „Wer weiß ob die Sterne noch einmal so günstig stehen werden wie jetzt.“ Der Gedanke ging mir neulich beim Ausscheiden der Ravens, im Grunde aber schon bei der OT-Niederlage der Chiefs gegen die Patriots durch den Kopf. Einer der ersten Superbowls, den ich wirklich aus sportlichem Interesse verfolgt habe, war der 50er – Manning gegen Cam Newton (mehr als dieses Duell hab ich damals ohnehin kaum verstanden). Sowohl in der Vorberichterstattung als auch nach der Niederlage hieß es über Cam: „Er wird sowieso seine 2. Chance bekommen“; „der ist zu gut, um seine Karriere irgendwann mit nur einem, geschweige denn ohne Ring zu beenden“ – und habs natürlich geglaubt. Tja, und seitdem läuft Cam bei mir im Grunde unter dem Radar. „Die Panthers, achja, die gibts ja auch noch“. Untergepflügt zum einen von der alten Garde um Brady, Drees, Rodgers, Roethlisberger, für mich auch Wilson, zum anderen von der neuen Generation um Mahomes, Watson, Jackson, wer weiß, was mit Burrow und Konsorten wird. Und auf einmal erscheint es wahrscheinlicher, dass Cam keinen Ring mehr bekommt als dass er auch nur in die Nähe des SB gelangt. 2015? Das wäre seine Chance gewesen. Seitdem bin ich vorsichtiger, wenn über Mahomes oder Jackson Ähnliches geschrieben wird. Es kann so viel passieren. Und es muss soviel passen, damit man dieses eine Team von 32 wird. Brees, Wilson, Rodgers? Alle „nur“ ein Ring, trotz aller Elogen (die hatten natürlich teilweise auch das Pech, in der Ära der Anomalie Brady/Belichick zu spielen). Dan Marino, Tony Romo, Philip Rivers? Kein Titel, die letzten beiden nichtmal eine SB-Teilnahme.

  19. Wäre die NFL eine Meisterschaft im im europäischen Fussball, man könnte sehr sicher sein, dass QBs wie Mahomes und Jackson den Ring irgendwann holen werden, wenn sie ihre Performance über 5 bis 10 Jahre aufrechterhalten können. Aber in einem Play-off System, in dem man 1 Spiel pro Runde zu absolvieren hat, ist die Wahrscheinlichkeit einfach viel größer, dass es nicht passieren wird als in einer Saison mit x Spielen. Bestes Beispiel gerade dieses Jahr wieder die Titans. Natürlich wären die Titans über ne gesamte Saison hinter den Ravens gelandet. Aber in diesem einen Spiel, haben sie den Upset geschafft. Deshalb hat Bayern auch mehr Meisterschaften gewonnen als DFB Pokalsiege auf dem Konto.

  20. Der Faktor Zufall in der NFL ist hoch, weil die Teams qualitativ relativ eng beisammen liegen.

    Einen Superstar-QB zu haben, ist der wichtigste Teil zum Erfolg, wichtiger als der Headcoach. Aber es ist nicht der einzige.

    Es kann brutal schwierig sein, in die Superbowl zu kommen. Aber es kann auch ziemlich simpel sein.

    Ein QB der im richtigen Moment peakt und ein Defensive Back, der einen auf Fliegenfänger macht (Flacco 2012).

    Eine DL, die im richtigen Moment heißläuft, während der Gegner zähe Playoffs nach dominanten Regular Seasons spielt (Giants 2007 / 2011).

    Ein Receiver in der besten Form aller Zeiten (Cards mit Fitzgerald 2008).

    Eine absurde #25 Defense Defense, die aus dem Nichts vier dominante Partien hinlegt und zahlreiche Interceptions des QBs negiert (Colts 2006)

    Manning hat 2006 und 2015 gewonnen. Erstere Saison war vielleicht seine 4t- oder 5-beste in der NFL, letztere war seine schlechteste.

    Aaron Rodgers gewann 2010, maximal seine 3t-beste Saison als Starting-QB.

    Die Ravens waren von 2009 bis 2011 superb, aber den Titel-Run gelang ihnen erst 2012 als es eigentlich schon das eine Jahr zu spät war und der Kader schon über den Zenit hinaus war.

    Man kann halt nicht immer alles berechnen, und es spielen ein paar andere Faktoren mit rein. 3, auch 4 Playoffspiele zu gewinnen kann einem Team mit ein paar Lucky-Breaks schnell gelingen. Passiert auch alle paar Jahre – seit 2000 hatten wir mit 2001 Pats, 2007 Giants, 2011 Giants, 2012 Ravens durchaus einige Champs, die in der Regular Season eher unauffällig waren.

    Aber in den meisten Fällen setzt sich ein Team mit einem der Spitzen-QBs durch. Hat man den nicht, muss alles andere passen und zum richtigen Zeitpunkt zusammenkommen. Hat man den, ist man auf Jahre Contender. Ist das eine Garantie auf Superbowl-Ringe? Natürlich nein. Aber die Chance ist wesentlich höher.

  21. @Rantanplan: 100% Zustimmung. Schönes Beispiel mit dem DFB-pokal!

    Kann es sein, dass der Kommentar von „linksaussen“ von zwei Usern insgesamt dreimal erscheint?

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