Superbowl 2020 in der Kurzanalyse

Finalbericht aus dem Krankenbett: Eine sehr eigenartige Superbowl 2020.

Zur Pause hatte es ausgeglichen 10-10 gestanden, mit „gefühlten“ Vorteilen für die 49ers. Nach dem dritten Viertel sahen die San Francisco 49ers bereits wie der Sieger aus, führten 20-10 und pflückten einen Fehlpass von QB Patrick Mahomes nach dem anderen aus der Luft. Und dann drehten die Kansas City Chiefs im Schlussviertel doch noch den Spieß und gewannen 31-20.

Die Chiefs-Offense war drei Viertel lang neben der Spur, doch dann legte sie im Schlussviertel Touchdown-Drives von 83, 65 und 42 Yards hin, während die 49ers dort beste „Superbowl-Shanahan-Impressionen“ hinterließen und nach zwei schnellen Punts ein Turnover on Downs und eine Interception folgen ließen.

Zum MVP wurde Mahomes gewählt, was sich angesichts seiner schwachen Performance in den ersten drei Vierteln wie eine arg simplifizierte Wahl anfühlt. Mahomes orchestrierte zwar drei lange TD-Drives das Feld runter, doch er fühlte sich bis zum Schlussviertel ziemlich neben der Spur an: Zahlreiche unterworfene Pässe, mehrere unnötige Sacks, zwei bitterböse Interceptions – eine ging klar auf seine Kappe, die zweite resultierte aus einem unpräzisen Pass, den WR Tyreek Hill in die Arme von FS Tartt abgefälschte.

Im Prinzip lief alles gegen die Chiefs – bis zu diesem einen Moment, als Mahomes bei 3rd & 15 seinen einzigen tiefen Pass auspackte:

Nachher ging alles ganz schnell.

Für die Chiefs war es ein echter „Team-Win“. Nicht bloß fing sich die Offense gerade noch rechtzeitig. Viel wichtiger: Die Defense, die ab Mitte des zweiten Viertels für vier lange Drives lang hoffnungslos ausgesehen hatte, erzwang im Schlussviertel gleich vier schnelle Stops – und das auf verschiedene Wege: Mit wuchtigem Pass-Rush, mit abwartender Eleganz (DT Jones fälschte gleich mehrere Pässe an der Line of Scrimmage ab) und mit guter Coverage.

Für die 49ers muss diese Niederlage wie die Hölle sein. Eigentlich hatte man den Gegner locker im Griff und vor allem der erste TD-Drive war Football-Porno in Reinform. Doch dann schlugen die bösen Superbowl-Geister von Kyle Shanahan zu:

  1. Auf Remis spielen vor der Pause. Shanahan verschenkte fast 2 Minuten Spielzeit kurz vor der Pause, in denen seine 49ers hätten eine Führung erspielen können. Man kann mir jedes Argument bringen von wegen „hat Garroppolo nix zugetraut“ oder „am Ende haben sie die Refs verpfiffen mit der OPI“, aber selbst wenn das alles zuträfe (OPI war auf jeden Fall korrekt): Wer gegen die Chiefs-Offense Angsthasenfootball spielt, ist selbst schuld.
  2. Garroppolo ist ein Problem-QB. Drei Viertel lang sah Garroppolo wie der Matchwinner aus, weil er fast jeden Play-Action Pass über 10 Meter an einen weit offenen Receiver anbrachte. Aber als er im vorletzten Drive selbst gefragt war, ging nix. Vielleicht war das der Grund, wieso Shanahan ihn vor der Pause wie Bortles behandelte.

Die 49ers-Defense machte zwei Dinge gut: Der 4-Mann Passrush brachte genug Druck um Mahomes mehrmals zum überhasteten Werfen zu zwingen, und die Deckung gab nur einen einzigen tiefen Pass auf. Trotzdem fühlte sich das nie wie eine dominante Defense-Performance an, zumindest nicht in Regionen wie 2013 die Seahawks oder 2015 die Broncos. Vielmehr wirkte Mahomes einfach lange Zeit neben den Schuhen… doch als er dann schließlich doch noch zu sich fand, war es um die Defense geschehen.

Und das ist schon fett: Drei Viertel lang nix auf die Reihe gebracht, aber dann innerhalb von drei Drives die #2 Defense der Saison zerlegt.

Auch Andy Reid hatte ein gutes Spiel vom Gesichtspunkt des Game-Managements: Seine ständigen 2nd&long Runs vor der Pause waren ein Ärgernis, aber sie blieben das einzige. Dafür zwei 4th&1 Downs ausgespielt (was zu einem Touchdown anstatt FG führte) und keine sinnlosen Timeouts verschwendet.

Summa summarum: Die 49ers hatten es griffbereit, aber nicht die Eier um jede sich bietende Chance zu nutzen und nicht den Quarterback um die Führung nach Hause zu spielen. Und so darf nicht Nick Bosa seinen Spezl Trump im Weißen Haus besuchen, sondern die Combo Reid/Mahomes.

Die Chiefs dagegen sind die erste Air-Raid Offense, die die Superbowl gewinnt. Ich liebe ja Mahomes, aber auch die Offense ist fantastisch designt: RPO, aber auch Run/Run/Options, West Coast-Passing – und alles aus reinrassiger Spread-Formation. Es war seit vielen Jahren absehbar, dass die College-Offense Konzepte irgendwann die NFL infiltrieren würden. Niemand hat mehr dazu beigesteuert als Andy Reid mit seinem Air-Raid QB Mahomes. Fortschritt gewinnt – auch im Football.

19 Kommentare zu “Superbowl 2020 in der Kurzanalyse

  1. Nach der zweiten INT dachte ich KC hat endgültig verloren, aber das Team hat einen ähnlichen Kampfgeist wie die Pats. Wobei Kyle mit seinen Play-Calls auch mitgeholfen hat.
    Das die Chiefs Offense dann irgendwann klickt und die 49ers D# im richtigen Moment mehrmals verbrennt ist Pech, aber mit mehr Punkten dann egal.
    Zu Konservativ gespielt und damit den SB verloren.

    Und Danke für die kurze Analyse und gute Besserung.

  2. Auf Garroppolo rumhacken ist ein bisschen niveaulos. Es war sein erster Super Bowl und hat über weite Strecken des Spiels alles richtig gemacht und wesentlich besser als Mahomes. Zum Schluß war er dann halt zu nervös. So what? Er ist halt auch nur ein Mensch und keiner kann sagen, ob ihn das jetzt zu einem besseren Spieler in der Zukunft macht oder nicht. DANN könnte man sagen, er ist ein Problem-QB.

    Aus meiner Sicht hatten die 49ers nicht den richtigen Gameplan, ein unterirdisches Clockmanagement vor der Halbzeit und eine sehr fragwürdige OPI gegen sich. Wenn das OPI war, was war dann der Schubser von Kyle Rudolph im Spiel gegen die Saints?

  3. Der Klassiker: Kritische Pässe nicht anbringen, Zeit und Drive verschleudern (mit DER Vorgeschichte!) und sich dann über die Refs aufregen, die einen korrekten Call gemacht haben.

  4. Was wäre denn der richtige Gameplan gewesen?

    Mahomes als MVP finde ich auch fragwürdig. Klar, hat halt ein 10 Pinkte Comeback hingelegt, aber 2 interceptions und zahlreiche schwache Würfe.
    Eher Watkins der lange Zeit der einzige Receiver war, oder einer der Defensespieler. Generell war die Defenseleistung der Chiefs stark, auch wenn man oft Probleme mit den Runs hatte, sah das doch besser aus als beispielsweise die Packers- was mich schon überlegen lässt, wie viel wert die Defense Statistiken haben.
    Am Ende hat man dann auch schön gesehen wofür die Chiefs Defense gebaut ist: mit Führung im Rücken in offensichtlichen passing downs das Spiel entscheiden. Und so gut garapolo vorher als gamemanager ausgesehen hat, da kam dann nichts mehr und man ist komplett auseinander gefallen.

    Opi ist klar. Ich kann aber verstehen, dass es sich hart für 49ers anfühlt. Sowohl die OPI mit dem Pushoff als auch das Faceguarding bei der DPI sind Calls, die fälschlicherweise oft nicht gegeben werden; weil es eben nicht nach so viel aussieht.

  5. Was noch erwähnenswert ist. Das Laufspiel der Niners war schwach, alles was nicht über Samuel ging hat mehr geschadet als genutzt. Garroppolo hat den Gameplan lange gut ausgeführt, aber dann die entscheidenden Böcke geschossen, Shanny war viel, viel zu konservativ, auch das kurze 4th Down zum FG war mies. Hat er echt geglaubt gegen Mahomes reichen 20 Punkte? Das ist play not to lose, und damit eben play to lose.

  6. An sich muss man Kyle Shanahan nur vorwerfen, dass er den Sack nicht nach drei Vierteln zugemacht hat.
    Das wäre, mit den drei Timeouts und 1:40 vor der Halbzeit auf der Uhr und den nicht ausgespielten 4th down in der Red Zone locker drin gewesen.
    Wann bekommt man schon mal einen Mahomes, der drei viertel lange nicht auf der Höhe seines Schaffens ist und dann auch noch die eigene Defensive gut mithält.
    Den 49ers wurde die Lombardi Trophy auf dem Silbertablet serviert.
    Was soll’s. Der Sieg für Andy Reed war eh überfällige.

  7. Die ersten drei Viertel ist das Spiel irgendwie so dahin geplätschert. In der Nachbetrachtung könnte man aber auch sagen man hat sich belauert und geschaut was kann der andere, was können wir und allgemein das Spiel eng halten, weil 20 Punkte Rückstand zu heftig wären.

    Im Schlußviertel wurde dann aufgedreht, etwas mehr Risiko, und schwups war das Spiel auch schon vorbei.

    Tendenziell würde ich sagen das die 49ers das Spiel verloren haben weil sie dann doch zu konservativ waren, bzw. Garroppolo halt nur ein Guter QB ist, während Mahomes in der Obersten Liga spielt.

    War in der Summe ein spannender SB. Nicht der beste, aber schon einer den man sich mal öfter anschauen kann.

    @korsakoff
    Danke für die sehr gute Begleitung durch die Saison, wie immer unterhaltsam und lehrreich. 🙂

  8. Es war eine Offenbarung, wie die SF49er mit HC Shanahan und seinem Verwalter QB Garroppolo die Schlussphase anging. Mein Eindruck aus der ersten Halbzeit war, dass die Truppe um diese beiden mental und physisch die Chiefs dominierten. Erst mit ihrem Vorsprung im drittel Abschnitt spürte man, dass es aufs Messer Schneide zu stehen kommt, wenn die Chiefs ihre Chancen zum Anschluss nutzen, was ja auch geschah. Dann wurde der Druck spürbar aufseiten von QB Garroppollo, dem auf ne Art das Konzept verloren ging, um selbst individuell da noch etwas zu reißen.
    Er ist in der Tat nicht der Typ Matchwinner wie sein gegenüber QB Mahomes.

    Es war ein toller, spannender und unterhaltsamer Super Bowl, mit zwei verdienten Teilnehmern über die Saison gesehen.

    Dass es die Kansas City Chiefs endlich schafften die Trophy zu holen, darauf habe auch ich seit 1991 gewartet, genauso wie bei den Philadelphia Eagles, aber noch mehr gönne ich den Erfolg Head Coach Andy Reid.

    Detroit Lions und die Tampa Bay Buccs plus die Cleveland Browns wären jetzt mal so die Nachfolger bei meiner Sympathieskala, mal schauen wie lange es dauern wird bis es zu einer finalen Erfolgsmeldung kommt……

    Auch von meiner Seite vielen Dank @korsakoff, zu deiner umfassenden Analyse und Hintergrundbeleuchtung über das ganze Jahr.

  9. Auch von mir ein saisonabschließendes Danke für alles und gute Besserung, kenne das leider nur zu gut :(!

    Klar, wir haben uns alle erwartet, dass sich Mahomes 4 Viertel lang das Spielfeld anzündet, aber wer letztendlich bei 12:00min in 4. Viertel und 10 Punkten Rückstand eine INT wirft und dann trotzdem mit +11 Punkten gewinnt… der verdient den MVP-Titel recht diskussionslos, finde ich… diese 3 Drives am Ende waren schon peak-Mahomes, wenige andere hätten das so gemeistert.

    Aber ja, der Team-Effort war großartig… einfach 2 Gänge höher Schalten, während der Gegner schon im Kopf die Sektkorken knallen lässt und dann selbst die Party eintüten, ist einfach ganz groß.

    Danke nochmals, freue mich auf die Draft-Vorbereitung ;)!

  10. „Der Klassiker: Kritische Pässe nicht anbringen, Zeit und Drive verschleudern (mit DER Vorgeschichte!) und sich dann über die Refs aufregen, die einen korrekten Call gemacht haben.“

    Völlig richtig.

    Die 3 P vor der HZ- um 90% sicher mit Kick, 6 Sekunden wäre auch kein Pass in Endzone mehr erfolgt – hätten den Ausgang des Spiels 0,0 beeinflußt.
    Ev. hätten die Chiefs noch fokussierter das 3 Qu. gespielt und Hr. S. noch konservativer gespielt.
    Selbst die 10 P oder eben trügerische 13 P Führung ( 2 TDs bringen die Führung) haben/ hätten die Chiefs nicht interessiert.
    Diese OPI wird als Strohhalm herangezogen, um das letztliche HZ 2 und Q4 Desaster der 49ers zu erklären, was eben mit Ende der HZ 1 seinen Lauf nahm.
    Im Übrigen waren die beiden abgefälschten Bälle der D- Line der Chiefs auch beinahe 2 mal gefangen worden. Insgesamt waren die Chiefs auch mehr an zusätzlichen Turnovers dran als die 49ers (der fallengelassene Punt an der 15 der 49ers zusätzlich).
    Die Chiefs D hat das getan, was Herrmann schrieb. Keine 2 mal 30 y Pass zu lassen, dafür paar nett anzusehende Läufe. Aber eben nicht genug wirksamen Lauf.
    RUSHING
    Player
    CAR YDS TD AVG
    Raheem Mostert
    12 58 1 4.8

    Das ist zwar schön, aber auch Hr. M. wurde eingenordet. Diese 200 Yards Nummer gegen GB wurde eben nicht wiederholt. Un ich als GB Fan kotze immer noch, dass SF uns zum widerhotlen Male kaputt lief. Die Def. war völlig überbewertet.

    Da gestern Murmeltiertag war^^ zur Widerholung.
    RBs sind auswechselbar- völlig egal, wen du da nimmst, weil Sie zu wenig Einfluß auf ihre Yards haben.
    Er kann alleine keine 5-6 Yards pro Versuch und 200 Yards das Feld runterlaufen.

    Die Chiefs hatten ihre Blaupause (ich überspitze es) vor 14 Tagen.
    RUSHING
    Player
    CAR YDS TD AVG
    Derrick Henry
    19 69 1 3.6
    Chiefs haben Pass und vor allem Lauf letztlich dicht bekommen und aus allen Rohren geballert.
    Die Laufkolonnen bekommen ihre 21-28 Punkte aufs Board und die Chiefs eben 31 und mehr.
    Wenn der Muff in HZ 1 an die Chiefs geht, hätte das Spiel eine komplett andere Statik genommen und wäre zur HZ durch sein könnnen.
    Es lief best möglich und glücklichts möglich für SF49.

    Und zum Thema Chiefs vom Feld halten.
    3 TDs in 5:19 Minuten !!! – Altobelli.

    Beide 10 Drives (Chiefs mit 1 Minute und 3 TOs letzten Abkniendrive).
    Und letztlich bleibt mir nur in Erinnerung Q4 SF49 mit Punt,Punt …. + Ende HZ1 mir nicht nachvollziehbares Rumgeiere; erst Zeit runter und dann bolzt J.G. starken Pass raus. Aber es fühlt sich an, als hätte man seinen QB eben da enteiert.
    Das ganze war Brainfuck und Metaebendummgehirnwindungensichschönredenverbiegen Denken anstatt das offensichtliche ist das offensichtliche zu erkennen.
    Wenn ich meinen QB nicht vertraue, was will ich dann im SB, dann kann man zu Hause bleiben, Urlaub machen und Chiefs vorab gratulieren oder man geht auf Sieg und nutzt jede Möglichkeit, die sich bietet.
    Jegliche Erklärungen den QB zu schützen sind Bullshit bla bla. Der Junge hat genug Selbstvertrauen gehabt und man zieht ja seiner eigenen Truppe den Zahn, weil man nicht an sie glaubt bzw. mitteilt mit dem QB schaffen wir es nicht. Die Spieler wissen alle, dass Herrn S. schon einmal ein Sieg entglitten ist (mag Quinn die Bremse angewiesen haben).
    Hr. Lynch mit seiner riesigen Erfahrung erkannte das auch (TO gestikulierend in der Box) und ich vermute, dass er da einwirken wird mit Ausbau analytischem Team zur Unterstützung von Herrn S. Das wird definitiv nachbesprochen werden müssen.
    (Anmerkung: ich halte sehr viel von ihm, weil es einer meiner (intelligentesten) Lieblingsspieler war).

    P.S.:
    Danke für den Blog seit Jahren, der mein FB Denke komplett erweitert und meine damaligen „Bauchgefühle“ nun durch Zahlen belegt. Mein einschneidenstes FB Erlebnis waren das MCM Spiel meiner Packer in Seattle mit den hirntoten Goalline Fieldgoals. Da hatte ich mit Freunden schwerste Diskussionen, wieso man kickt und nicht ausspielt, um den Sargnagel drauf zu kloppen zumal bei TOs on Down ja auch Def. Möglichkeiten bestanden Folgefehler von Seattle zu verursachen.
    Gott sei Dank ist da hier nun alles durch Zahlen begründbar.
    Das war mein 30 SB – AFN früher sei Dank und ich habe schon damals gesagt, dass Laufen zuerst Bullshit ist und dieses Est. the Run Gelabere nur war es eben gefühlt und nur völlig oberflächlich erklärbar.

    Also ausdrücklich Danke.

  11. Reid gut im Game-Management ?

    DAS Play des Spiels ist genannt, ohne diesen Verzweiflungs-Pass (4th down mal ausgenommen).
    Man würde heute sehr wahrscheinlich davon sprechen, Reid hat sich die Niederlage selbst verschuldet, viel zu lange viel zu passiv.

  12. „Wenn das OPI war, was war dann der Schubser von Kyle Rudolph im Spiel gegen die Saints?“

    Es war auch eine OPI und eine deutliche OPI noch dazu.

  13. Mahomes ist verdienter MVP des Super Bowls. Klar die ersten drei Viertel hat er nicht besonders gut gespielt. Allerdings als es drauf ankam zeigte er Eier und legte ein Bomben letztes Viertel hin.

    Shanahan und sein Durchschnitts-QB wirklich grottig vor der Pause und im letzten Viertel. Sowas gehört zurecht bestraft.

    Die OPI war ganz klar und ja auch der „Schubser von Kyle Rudolph im Spiel gegen die Saints“ war eine klare OPI. Na und?

  14. Wenn Jimmy Garoppolo im vierten Viertel weit offene Receiver trifft, die reihenweise First Downs hätten holen können, dann müsste man jetzt keinen Quark von der „überbewerteten“ Defense lesen. Shanahan hat die Chiefs D im vierten Viertel komplett an den Eiern, wenn ich mir das Play für Play ansehe. Nur choked Jimmy G auf absolut fürchterliche Art und Weise. Er trifft reihenweise schlechte Entscheidungen, überwirft/unterwirft plötzlich Receiver und würgt so die Offense ab. 27-10 nach der Moore-INT und der Drops wäre gelutscht gewesen. Und da gibt es (leider!) nur einen einzigen, der absolut nicht geliefert hat, als es darauf ankam. Und das war Nummer 10.

  15. Zum MVP: 2 Interceptions galt halt lange als Ausschluss Kriterium. – ein Zeichen dass wir uns weg von der Bexeutvon total stats bewegen?

    Ich sehe Mahomes schon kritisch – da waren auch viele Fehler dabei – amdererseits: wer außer Mahomes hätte endorses Comeback haben kömnen

  16. Was mich am meisten beschäftigt ist die Bewertung der Defense.
    Kansas hat nach allen Bewertungen eine mittelmäßige Defense bzw. Eine schlechte Run Defense- dennoch war man in der Lage sowohl Tennessee als auch die 49ers in ihren Erfolgen einzugrenzen. Denke da immer an die Diskussionen zu pac 12 Defense. Es stellt sich schon die Frage, inwieweit offense die Defense stats beeinflusst.
    Gleichzeitig ist klar, dass die 49ers ganz klar mit ihrer Defense einen Einfluss haben konnten und Mahomes über 3 quarter lang zu Fehlern zwingen konnte.
    Wenn selbst Advanced analytics Probleme haben Defense zu prognostizieren, welche Werte können dann hilfreich sein um Defense zu bewerten?

  17. Was bleibt mir von diesem Superbowl?
    Andy Reid hat endlich seien Ring. Macht mir ein warmes Gefühl ums Herz… passt.
    Mahomes MVP? Ich finde verdient. Man sieht im letzten Viertel den Unterschied zwischen einem absoluten Elite- QB und einem eher Durchschnittlichen. Mahomes hat seine Mannschaft getragen, als es wirklich eng war. Dabei ist für mich unerheblich, ob er unter anderem ein Grund dafür war. Er hat es getan. Und mir fällt in dieser Mannschaft niemand anderes ein, der dies hätte so tun können. Seine Mannschaft hat auf ihn gebaut. Ergo, MVP. Und ehrlich… 2. Saison als Starter, 24 Jahre alt und dann im Superbowl so ein Comeback im letzten Viertel. So Nerven möcht ich haben… 😎
    Hey Korsakoff, ich lese jetzt schon ein paar Jahre hier mit… Danke für diesen tollen Blog und gute Besserung.

  18. G – A – R – O – P – P – O – L – O.

    Ein „r“.
    Ein „l“.

    Zum Spiel selbst: Es gibt wohl niemand, der es Mahomes, Reid und den Chiefs-fans nicht gönnt. Toll anzuschauen. „Defense wins Championships“ dürfte trotzdem nicht totzukriegen sein.

  19. @alexanderbrink: Defense-Rating bleibt in der Tat eine der großen Schwierigkeiten. EPA/Play ist längst nicht das ideale Mittel. PFF-Grading habe ich noch nie untersucht, aber ich weiß, dass die Coverage-Grades dort auch ziemlich schwanken, was z.T. von der Qualität der Offense abhängen dürfte.

    Generell muss man sich damit abfinden, dass Offense mächtiger ist als Defense und die Performance einer Defense mehr beeinflusst als umgekehrt.

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