Nachdenken über Neues und Unbekanntes

In 30 Jahren hatte ich noch nie eine komplett leere Obst- und Gemüsesektion in einem großen Supermarkt gesehen. In den letzten drei Tagen habe ich jeweils kein Obst und Gemüse mehr gesehen. Creepy. Corona-Verunsicherung ist real.

In Südtirol dürfen wir zwar noch vor die Tür, aber halbwegs Bewegungsfreiheit herrscht auf dem Papier nur mehr innerhalb der eigenen Gemeinde. Überquert man deren Grenzen, müssen triftige Gründe her: Arbeitsplatz ohne die Möglichkeit von Homework, notwendige persönliche Besuche (Eltern, Kinder), Notwendigkeit von Lebensmitteleinkäufen, die in der eigenen Gemeinde nicht möglich sind, oder dringende medizinische Gründe.

That’s it. Das öffentliche Leben steht quasi still. Das kollektive Unbehagen vor einem unsichtbaren Gegner hat die Belustigung über eine möglicherweise übertriebene Vorsicht der Behörden verdrängt. Punkt ist: So eingeschränkt wie jetzt habe ich mich in meinem ganzen Leben noch nie gefühlt. Der nächste Step wäre Hausarrest.

Aber das soll kein Jammern sein! Allein einmal diese Erfahrung im Ansatz zu machen ist es wert. Das Fenster öffnet sich in diesen Tagen einen Minispalt in eine Welt, die woanders auf diesem Planeten noch Usus ist. Man denkt jetzt auch zumindest ein bisschen darüber nach und bekommt ein bisschen ein Gefühl dafür wie es in anderen Teilen der Welt tagtäglich zugeht: Im Geschäft nicht aus dem Vollen schöpfen zu können und sich nicht völlig frei bewegen zu können.


Ein anderes Thema, über das ich gestern erstmals etwas mehr nachgedacht habe, betrifft Football. Weiterlesen