NFL CBA 2020 ist durch – Die wichtigsten Infos kurz zusammengefasst

Das CBA 2020 ist ratifiziert. Die NFL-Spieler haben sich knapper als erwartet dafür entschieden.

Das Endergebnis according to Adam Schefter: 1019 zu 959 Stimmen. Oder 51.5% Ja-Stimmen bei 48.5% Nein-Stimmen. Die NFL hat damit für die nächsten zehn Jahre Ruhe auf dem Parkett der Verhandlungen um einen Kollektivvertrag mit der Spielergewerkschaft NFLPA – doch das knappe Endergebnis der Abstimmung zeigt einmal mehr die Zerrissenheit der NFLPA.

Das Statement des NFLPA-Vorsitzenden mahnt wieder zu mehr Einigkeit in Zukunft:

Im Prinzip haben die „Geringverdiener“ unter den NFL-Spielern die Wahl entschieden. Es war bzw. ist durchaus umstritten ob die Spieler insgesamt den bestmöglichen Deal herausschlagen konnten. Doch sei’s drum.

Kurzfristig bedeutet das prinzipiell:

  • Das Mindestgehalt wird per sofort angehoben.
  • Teams dürfen nicht mehr Franchise Tag und Transition Tag verwenden, sondern nur mehr einen von beiden. Z.B. für die Dallas Cowboys hat das wichtige Implikationen.
  • Weiter reduzierte Offseason-Trainingseinheiten
  • Die Playoffs werden schon in der anstehenden NFL-Saison auf 14 Teams aufgestockt.

Mittelfristig wird ein 17tes Regular-Season Spiel eingeführt.

Für die operative sportliche Leitung in den NFL-Mannschaften ist die Ratifizierung des CBA ein Segen, denn nun haben sie Planungssicherheit, was die Salary-Cap angeht. Sie wissen, dass es Cap-Rollover auf 2021 geben wird und können damit die in dieser Offseason abgeschlossenen Verträge flexibler gestalten.

Die Salary-Cap wird in der kommenden Saison rund 198 Millionen Dollar betragen und soll ab 2021 und darüber hinaus einen massiveren Sprung machen:

Natürlich wichtig zu betonen, dass durch den Cap-Rollover jedes Team eine „individuelle Salary-Cap“ hat. Aber die 198 Mio sind rund 8 Millionen mehr als letztes Jahr. Ein Teil davon dürfte auf die höheren Mindestlöhne umgemünzt werden.

Ob die Free Agency damit wie geplant am Mittwoch 18.03. startet, ist indes noch offen. Die NFL darf den Start nicht ohne Zustimmung der Spieler nach hinten schieben, aber es gibt offensichtlich entsprechende Gespräche:

Jetzt geht es für die NFL (und damit indirekt auch für die Spieler) um die anstehenden TV-Verhandlungen und die Erweiterung der Regular Season. Die Spieler kriegen offenbar bis zu 48.8% vom Umsatz-Kuchen, wenn alles ideal läuft.

5 Kommentare zu “NFL CBA 2020 ist durch – Die wichtigsten Infos kurz zusammengefasst

  1. Ob es wohl auch Corona-Planung gibt? Das hiesse, dass ein TEam für 20/21 so plant, das es mit max Cap-Space in 21/22 agieren kann. 20/21 könnte ja wg Corona abgesagt werden …

  2. Pingback: NFL-Transfermarkt 2020: Die ersten großen Verträge sind unterschrieben | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  3. @Ahmser: Wie es bei einem Komplettausfall der Saison 2020 genau aussehen wird, ist nicht ganz klar. Beim letzten Lockout z.B. wären die Verträge einfach ein Jahr „ruhen gelassen“ und mit einem Jahr Verzögerung wieder aufgenommen worden.

  4. Pingback: Das Teuflische am NFL Opt-In | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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