NFL-Transfermarkt 2020: Die ersten großen Verträge sind unterschrieben

Wer es gestern nicht mitbekommen hat: Das neue CBA wurde von den Spielern knapp gutgeheißen. Es ist bereits in Kraft. Alles weitere haben ich schon gestern geschrieben. Ergänzenswert ist höchstens, dass nur 1978 der etwas über 2500 stimmberechtigten Spieler zur Wahl gegangen sind. Nur 80% Wahlbeteiligung. Warum sollte man sich auch zu einer Abstimmung aufraffen, bei der das eigene Gehalt auf dem Spiel steht?

Jetzt sind die Rahmenbedingungen, unter denen die Free Agency abläuft, bekannt. Bekannt ist mittlerweile auch, dass es heute definitiv losgehen wird:

16h59 MEZ endet die Periode, in denen Franchise Tags vergeben werden können. Ab 17h ist dann Tampering-Periode.

Es gibt natürlich ein paar Zweifel ob man in einer Periode, in der weltweit die Angst vor dem Virus grassiert, Millionen über Millionen ausschütten sollte und ob man damit nicht das falsche Signal setzt. Aber andererseits: Es ist die Möglichkeit, News endlich mal wieder abseits des zahlreichen Horrornews zu bekommen. Wem es auch so geht, dass seine Leute schön langsam nervös werden, weil sie nix mehr anderes hören als Corona, der hebe die Hand. Wenn sie doch alle NFL-Fans wären um sich etwas abzulenken!

Im Kern trifft Mike Tanier mit diesem Tweet auch das, was ich mir zum Start der Free Agency denke:

Unterzeichnung des CBA hat gestern auch schnell für die ersten fetten Moves gesorgt: Vertragsverlängerungen allerorts!

Ryan Tannehill bleibt in Tennessee

Keine Franchise Tag für Tannehill! Auf der Oberfläche liest sich der Vertrag so: Vierjahresvertrag für Tannehill in Tennessee über 118 Millionen Dollar, 29.5 Mio/Jahr und 62 Millionen „fully guaranteed“:

Wie sich unschwer aus dem Vertrag ableiten lässt, beträgt der Signing Bonus (Handgeld), der auf vier Jahre abgeschrieben wird, 20 Mio (62 fully guaranteed – 17,5 – 24,5 aus den ersten beiden Jahren).

Der Trick in diesem Vertrag steckt in dem Gehalt von 2022, das schon nächsten März (also 2021) unkonditioniert „fully guaranteed“ wird und sich auf 29 Millionen Dollar beläuft, sollten ihn die Titans nicht nächstes Jahr schon cutten. Das ist wichtig, denn so müssen die Titans schon nächstes Jahr eine Entscheidung über Tannehills Zukunft fällen – und sie sind in dieser Entscheidung sehr limitiert!

Denn ein Cut Tannehills nächstes Jahr ist so gut wie ausgeschlossen: 39,5 Mio. Dead-Money (24,5 Mio aus dem garantierten Vertragsjahr 2021 und 15 Mio Abschreibung durch den Signing-Bonus).

Warten die Titans allerdings dann mit einer Entlassung, so beläuft sich das Dead-Money im März 2022 nach dem zweiten Vertragsjahr auf… 39 Millionen! Die Rechnung ist simpel: Die 29 Mio. für 2022 sind bereits in garantiertes Gehalt umgewandelt, und 10 Mio Abschreibung durch den Signing-Bonus verbleiben.

Erst nach der Saison 2022 kann Tannehill mit nur 5 Mio Dead-Money entlassen werden. Das Dead-Money im Tannehill-Vertrag beläuft sich also auf:

2021: 39.5 Mio
2022: 39 Mio
2023: 5 Mio

Anders: Tennessee liefert sich mit diesem Vertrag erstmal für drei Jahre auf Gedeih und Verderb Tannehill aus, denn den Vertrag kann man als Dreijahresvertrag über 91 Millionen guaranteed auslegen – es sei denn, das Front-Office reißt in zwei Jahren die Bude ein oder es findet sich irgendein Team mit gigantischem Cap-Space, das Tannehill in einem „Osweiler-Trade“ zuzüglich einem Draftpick abnimmt (Miami, harhar?).

Aber das ist Zukunftsmusik. So wie sich dieser Vertrag erstmal präsentiert, hat er was „Kirk-Cousins artiges“: 3 Jahre, 91 Mio, kaum Möglichkeiten früher rauszukommen. Für die Titans ist das durchaus riskant: Tannehill spielte eine starke halbe Saison 2019/20 (elf Partien), und ohne ihn wäre Tennessee niemals ins AFC-Finale gekommen. Tannehill war dabei auch in allen Phasen des Spiels gut: Mit und ohne Play-Action, mit und ohne Druck in der Pocket. Es war eine rundum komplette Performance.

Doch natürlich kommt jetzt das ABER: Wir haben eine gute „dreiviertel“ Saison und sechs schwache bis mittelmäßige Jahre (plus Verletzung) als Starter der Dolphins als Gegengewicht. Präziser: Regression zur Mitte ist für Tannehill 2020 fast unausweichlich. Die Titans zahlen ihm nun ca. 30 Mio/Jahr, was kein horrender Preis ist, aber sie sind für drei Jahre an ihn gebunden.

Tennessee wettet darauf, dass Tannehill seinen Level von 2019 fast völlig halten kann.

Fällt Tannehill auf sein vor 2019 bekanntes Durchschnittsniveau zurück, so kastriert sich die Franchise mit dem Deal auf Jahre und verschwendet einen eigentlich gut zusammengestellten Kader. Natürlich: Wenn Tannehill in den drei Jahren nochmal annähernd so eine Saison ausrutscht wie in der letzten, dann kräht vielleicht kein Hahn mehr danach. Tannehill muss jetzt also liefern: Minimum 90% von dem, was er letzte Saison gebracht hat.

Insgesamt sieht der Deal wie einer aus, den die Titans schon nächstes Jahr bereuen könnten. Schwer vorstellbar, dass dieser Vertrag besser sein soll als ein Jahr unter der Franchise-Tag (unter der Tannehill wohl notgedrungen hätte spielen müssen).

Für Tannehill ist das ganze natürlich sehr, sehr fett: Vor einem Jahr als abgeschriebener Bust für einen 4th Rounder nach Tennessee verkauft, jetzt einen Rentenvertrag unterschrieben, der ihm fast sicher über 90 Millionen beschert.

Jubiliert hat bestimmt auch Dak Prescott: Wenn ein Tannehill ein paar starke Spiele schon 29 Mio/Jahr bekommt, hat Dak mit 33 Mio/Jahr zu niedrig angesetzt und kann die Cowboys jetzt weiter auspressen.

Calais Campbell für einen 5th Rounder nach Baltimore

Bäm! Die Ravens kaufen Campbell aus Jacksonville für jenen 5th Rounder, den die Vikings ihnen letztes Jahr für einen völlig unbekannten Backup-Kicker (Keese Vladvik) schenken, der an Justin Tucker eh niemals vorbeigekommen wäre.

Natürlich: Campbell ist zum Ligastart 34 Jahre alt und hatte keine überzeugende letzte Saison. Auf dem Papier ist er aber allemal eine große Verstärkung als Individualist bzw. zumindest als Ergänzung für die Rotation. Baltimore scheint ihm einen Zweijahresvertrag für 25 Mio. mit 20 Mio. guaranteed zu geben, plus 2 Mio. mögliche Boni:

Für Jacksonville ist es nur ein weiterer Schritt, die Horror-Ära von Tom Coughlin zum Ende zu bringen. Die Monster-Defense von 2017 ist längst gesprengt, nach Campbells Abgang bleiben nur noch wenige alte Leistungsträger im Kader, und einer von ihnen – Yannick Ngakoue – will unbedingt weg. Die Jaguars sparen sich ca. 15 Mio. durch Campbells Trade.

Sie haben für Leistungsträger wie Campbell oder Buoye natürlich nur Late-Rounder bekommen, aber dafür die Salary-Cap für die Zukunft freigeschaufelt. Die Zukunft beginnt in Kürze: In den nächsten beiden Drafts hat man z.B. jeweils zwei 1st Rounder (Jalen-Ramsey Trade).

Der Campbell-Trade ist auch ein guter Reminder, dass man als Team jede Chance nutzen sollte um unterjährig auch späte Draftpicks zu sammeln. Man kann sie dann immer in solchen Momenten einsetzen. Aus einem 5th Rounder wird via Draft fast nie mehr als ein Ergänzungsspieler, aber man kann diese Picks in diesen Situationen glänzend einsetzen: Routiniers von Rebuilding/Cap-gestressten Teams abnehmen und noch 1-2 Jahre produktiv am Feld einsetzen.

Die Ravens z.B. haben mit zwei 5th Roundern CB Marcus Peters und Campbell bekommen. Natürlich mussten sie beide teuer verlängern, aber allein der Kaufpreis ist schon erstaunlich.

Die Kurzfassung von diesem Move ist also: Die Ravens kriegen nun relativ billig einen großen Namen in ihrem Titelfenster bis 2021. Die Jaguars stellen die Weichen für einen kompletten Umbau.

Indianapolis verlängert mit OT Castonzo

Wenig „Umbau“ in Indianapolis, dafür mehr Kontinuität: Anthony Castonzo kokettierte eine zeitlang mit Rücktritt. Jetzt unterschreibt er doch noch einmal einen Zweijahresvertrag über 33 Mio (guaranteed unbekannt). Damit halten die Colts den Kern ihrer Offense Line weiter zusammen: Kein Team hat in den letzten zwei Jahren solche Konstanz in der O-Line.

Das kann man auch als Werbeinstrument im Rennen um einen der Free-Agent Quarterbacks nutzen. Möglicherweise legen die Colts via Draft noch einen Pick nach, denn wer sagt uns, dass Castonzo nächstes Jahr nicht doch noch zurücktritt.

Bradley Roby bleibt in Houston

Drei Jahresvertrag über 36 Mio für Roby. Zum Deal selbst kann man nicht viel sagen, solange die Garantien nicht bekannt sind. Fix ist aber, dass Houston im Defensive Backfield etwas machen musste (es hätte ohne Roby nur noch 1-2 Starter gegeben) und dass die Texans auch weiterhin noch etwas machen müssen um diese eklatante Schwachstelle der letzten Saison für 2020 zu stopfen.

Roby ist kein überragender Spieler. Doch dieser ehemalige 1st Rounder gehörte letztes Jahr nach seinem Einkauf aus Denver zu den wenigen halbwegs verlässlichen Defensive Backs in Houston.

Devin McCourty bleibt noch zwei Jahre in New England

Die Patriots verlängerten schon unter der Woche mit CB Jason McCourty, jetzt ist auch der Zwilling dran: Devin McCourty bekommt noch einmal zwei Jahre für 23 Millionen, mit 17 Mio guaranteed. McCourty gilt mit seiner Spielintelligenz und seiner geringen Fehleranfälligkeit als einer der integralen Bestandteile der Patriots-Defense.

Mit 33 Lenzen zum Saisonstart sind die beiden McCourtys natürlich nicht mehr die jüngsten, doch die Tatsache, dass Belichick sie beide hält, könnte ein Signal dafür sein, dass man auch mit Tom Brady weitermacht und „das Fenster“ dann doch bis zum Ende ausreizt und den Laden erst nach Bradys Rücktritt nächstes oder übernächstes Jahr auseinanderfliegen lässt.

Aber das ist Stand jetzt Kaffeesatzleserei. Vielleicht wissen wir schon heute Abend mehr zum Thema.

14 Kommentare zu “NFL-Transfermarkt 2020: Die ersten großen Verträge sind unterschrieben

  1. Der Tannehill Deal: Alle fragen sich schon in den Stunden nach dem Deal wie die Titans da am besten/schnellsten wieder rauskommen. Deutet ja auch einen fantastischen Deal hin 🙂

  2. @FloBlogs: Exakt. Das Dead-Money errechnet sich nur anhand der Fully-Guarantees. Die Seite ist fantastisch, aber an der Stelle gibt es noch Verbesserungspotenzial.

    Ich meine damit nicht unbedingt, die Optional-Guarantees in das Dead-Money einzurechnen – das ist schwierig bis verwirrend.

    Aber hilfreich wäre z.B. eine zweite Spalte für die Guarantees: Einmal „FULLY“ und einmal „OPTIONAL/FUTURE“. Dann hätte man die Information imminenter als irgendwo im Beschreibungstext nach der Information zu suchen.

    So öffnet die Tabelle natürlich den Fehlinterpretationen Tür und Tor.

  3. Ernst gemeinte Frage: Wann hat das Modell „Wir-geben-unserm-QB-all-unser-Geld“ zuletzt den Superbowl gewonnen? Ich habe immer mehr das Gefühl, dass man ein Team sofort abschreiben kann, wenn es den großen QB-Vertrag auspackt.

  4. Die Frage ist, für welchen QB der fette Vertrag ausgepackt wird.

    30 Mio/Jahr ist gar nicht mehr so viel, es sei denn, das Team kommt wie im Fall Tannehill auf drei Jahre so gut wie nicht raus aus dem Vertrag und der QB ist mittelmäßig.

    Brady hatte schon einen dicken Vertrag. Er hat vielleicht 5-6 Mio/Saison gespart, was nicht wenig ist, aber dafür kriegst du auch keinen Superstar. Das ist eher so Region WR3 oder CB3 in der heutigen NFL. Sicher hilfreich, aber letztlich nicht völlig kriegsentscheidend.

    Unter den APY/Saison Top-10 QBs aktuell haben wir:
    https://overthecap.com/position/quarterback/

    Wilson
    Big Ben
    Rodgers
    Goff
    Wentz
    Ryan
    Tannehill
    Cousins
    Brissett (!!!)
    Garroppolo

    Dann Stafford, Carr, Alex Smith. Das sind nicht die Über-QBs. Die Qualität der QBs, die hoch bezahlt werden, ist eher das Problem.

    Brady/Brees werden wohl bald wieder in den Top10 sein. Aber dann sind immer noch viele non-Elite QBs dort.

  5. @Korsakoff: Danke. Vielleicht sind solche Tabellen ein Grund, dass auf Twitter so viele falsche Zahlen kursieren. Klar ist die richtige Info auf OTC „irgendwo“ zu finden, aber wer liest schon das Kleingedruckte 😉

  6. Danke für die Antwort: Dann könnte man also sagen, dass die Eagles zuletzt trotz Mega-Vertrag auf QB den Titel geholt haben. Das ist kürzer her, als ich gedacht hätte und auch ein bisschen ironisch, wo Wentz dann nicht gespielt hat.

    Dass mittelmäßige QBs mit Mega-Vertrag deine Chancen versenken, darf wohl als recht sicher gelten (Wobei die 49ers beinahe durchgekommen wären). Die Frage ist eher, wo mittelmäßig aufhört und sich das Bezahlen lohnt. Mir scheint das eher die Region Top 3- QB und nicht Top 10 zu sein.

    Beispiel Prescott: er wird nächste Saison nicht mehr viel besser werden, aber ein schlechteres Beiblatt haben: Wie soll daraus ein Titel werden? Daher im Zweifel ziehen lassen, oder?

  7. Vorsicht, Wentz hat erst 2019 seine Verlängerung unterschrieben! 2017 spielte er noch unter Rookievertrag und auch 2020 sind die Zahlen noch niedrig gehalten.

    APY ist der Durchschnitt pro Jahr. Es heißt nicht automatisch, dass die Cap-Zahl in einem bestimmten Jahr exorbitant sein muss.

    Auch gibt es mehr wichtige Faktoren bei einem Vertrag als die reine Cap-Zahl pro Jahr. Guarantees z.B. sind wichtig – bei Tannehill sie eher sie das Problem: Schlägt er ein, wunderprächtig, dann ist das ein Top Vertrag. Das Problem bei ihm ist mehr seine Geschichte, die andeutet, dass er womöglich lange nicht so gut ist wie 2019 und die Titans dann trotzdem 3 Jahre an ihn gebunden sind.

    Bei QBs ist das Problem die „fehlende Mittelklasse“: Superstars wie Brady, Brees oder Wilson verdienen „zu wenig“. Dafür kriegt jeder Top-10 bis 15 QB heute um die 30 Mio/Jahr, wenn er den Vertrag neu verhandelt.

    Ein Problem dabei ist die Franchise-Tag, mit der man drohen kann und die die Topgehälter künstlich drückt.

    Daher ist es durchaus ein Problem, wenn man „nur“ einen #15 QB besitzt: Man muss ihn *fast* so hoch bezahlen wie die Superstars, und man muss ihnen im Gegensatz zu denen auch noch eine Top Infrastruktur geben.

    Bei Prescott ist das Thema ähnlich. PFFs Top-Analysten haben z.B. erst letzten Sommer geschrieben, dass die Cowboys bei ihm mit einem hochdotierten Vertrag aufpassen müssen:
    https://www.pff.com/news/pro-z-why-the-cowboys-should-be-wary-about-giving-dak-a-record-setting-deal

    Sieht nach Prescotts starker Saison 2019 heute nimmer so gut aus, die Analyse, aber der Kern der Diskussion ist nach wie vor der gleiche: War Prescott „nur“ deswegen so gut, weil die Rahmenbedingungen gepasst haben bzw. ist er imstande, auch ohne Top-Mitspieler noch einmal so eine Saison hinzulegen?

  8. Vielen Dank nochmal. Darf ich noch eine Nachfrage?

    Du schreibst:

    „Daher ist es durchaus ein Problem, wenn man „nur“ einen #15 QB besitzt: Man muss ihn *fast* so hoch bezahlen wie die Superstars, und man muss ihnen im Gegensatz zu denen auch noch eine Top Infrastruktur geben.“

    Lohnt es sich dann überhaupt so einen Deal zu machen? Oder sollte man so einen QB nach dem Rookie-Vertrag ziehen lassen, zur QB-Bückware greifen, seine Infrastruktur ausbauen und auf den Draft hoffen?

  9. Berechtigte Fragen, die z.B. letztes Jahr mit Prescott und vielleicht noch mehr mit Goff diskutiert wurden. Den eh schon ferngesteuerten Goff einfach gehen lassen, den nächsten austauschbaren 7 Mio/Jahr QB einwechseln und weiter geht’s mit 25 Mio Gratis Cap-Space.

    Das Problem ist folgendes: Teams (Menschen?) scheuen das Risiko wie die Pest und gehen lieber mit dem Bekannten als mit dem Ungewissen, gerade auf der wichtigsten Position QB.

    Der 15t-beste QB in der NFL kann unter gegebenen Voraussetzungen locker mal ein Top 5-8 Jahr einstreuen. Siehe Dalton 2015, siehe letztes Jahr Cousins/Tannehill, Carr 2016, Eli Manning 2011, Foles und Flacco, mit ihren End-of-Season Runs, vielleicht sogar Stafford 2019 usw.

    Das geben Teams nicht gerne auf für einen Rookie, der mehr Ungewissheit birgt. Teams mit Mittelklasse-QB picken für gewöhnlich auch nicht hoch.

    Aber klar: Sie sollten sich vielleicht von solchen QBs trennen. Stuck-in-the-Middle ist nicht das Ziel der NFL, wie auch eine Playoff-Qualifikation nicht das Ziel sein kann. Der Superbowl ist das Ziel. Und dafür müssten Teams hie und da etwas mehr Mut auch mit „harten“ Entscheidungen auf QB haben.

  10. Das ist aus meiner Sicht ja eben das Dilemma: Auf den Draft kannst du als QB-needy Team nicht bauen, denn jedes Jahr werden vielleicht ein oder zwei (oder gar keiner!) QBs gedraftet, die besser als aktuelles Top15-Material sind. Ergo brauchst du entweder einen richtig hohen Pick oder wahnsinniges Glück, in einer der späteren Runden das große Los zu ziehen. Dann vielleicht dem Top20-QB doch wieder 30 Mio p.a. in den Rachen schieben…

  11. Deshalb ist ja eine der möglichen Empfehlungen, jedes Jahr einen 3rd oder 4th Rounder zu investieren, auch wenn man einen okayen bis guten QB hat.

    Man kann ihn im Hintergrund heranziehen. Wenn er sich als gut genug erweist, kann man den teuren Starter gehen lassen und 2-3 billige Jahre mit dem Jungspund gehen.

    Wenn gar nix läuft: Rebuild. Ist vielleicht besser als jahrelang bei 8-8 herumzueiern. Leider können Coaches und GMs sich nicht erlauben, so zu denken.

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