Wie die Quarterback-Geilheit den NFL-Draft 2020 dominiert

Der NFL-Draft 2020 ist dieses Jahr nicht bloß besonders spannend, weil es in Corona-Zeiten kaum Pro-Days, nur sehr wenige Interviews mit Direktkontakt und letztlich auch an den Draft-Tagen ein ganz anderes Ambiente gibt.

Er ist auch deshalb interessant, weil es für die teamseitigen Verantwortungsträger zwei Möglichkeiten gibt, auf diese wackeligere Informationslage bei Prospects zu reagieren:

  1. Entweder sie reagieren vorsichtiger als gewohnt, indem sie Risikopicks (z.B. jene mit Verletzungen, die nicht mehr von eigenen Doktoren gecheckt werden konnten) ganz einfach auslassen und eventuell erst in den späteren Runden picken.
  2. Oder indem sie die Situation für sich nutzen und Risikopicks (z.B. mit Charakterfragen) höher als gewohnt draften und im Fall des Scheiterns hinterher beim Owner dann die „ich konnte es ja nicht wissen“ Keule auspacken.

Oder beides. Oder gar nichts von all dem. Wir wissen es nicht.

Der Draft ist aber ganz in der Spitze auch daher außerordentlich spannend, weil die Teams in einer spektakulären Reihenfolge draften und es mehrere Quarterbacks gibt, denen man „Franchise-Potenzial“ nachsagt. Bislang gab es keine Trades – aber das muss nicht so bleiben.


#1 Cincinnati Bengals

Die Sterne für die Bengals stehen gut: Der local hero QB Joe Burrow liegt auf dem Tablett – ein common sense #1 QB. Man möchte meinen, hier ist nicht zweimal drüber nachzudenken, aber was passiert, wenn ein Team wie Miami mit einer gigantischen Offerte kommt – sagen wir drei oder vier 1st Rounder? Sollten die Bengals dann schwach werden?

Der PFF-Draft Simulator sähe erst in einem Monster-Trade mit gleich fünf 1st Roundern (drei in 2020 und zwei künftige), aber eben auch noch insgesamt drei 2nd Roundern eine relative 50/50 Chance für die Bengals, wenn sie sich von #1 (sicher Joe Burrow) auf #5 (wahrscheinlich nichtmal mehr Tua) abseilen.

MIA-CIN

Im Allgemeinen würde man meinen, dass die Bengals mit dem Quarterback auf dem Präsentierteller aber bleiben und Burrow draften… wenn Burrow nicht doch noch einen Rückzieher macht und nicht für diese manchmal desinteressierte Franchise spielen will.

#2 Washington Redskins

Da ein Trade der Bengals eher unwahrscheinlich ist, sind die Redskins mutmaßlich die Schlüsselposition im Draft. Sie haben letztes Jahr QB Dwayne Haskins gedraftet, der in limitierter Einsatzzeit als Rookie nicht überwältigend, aber auch nicht desaströs ausgesehen hat. Die Redskins haben an #2 unter Garantie einen der beiden Top-QBs auf dem Tablett: Burrow oder Tua. Sie haben mehrere Optionen:

  1. Den QB draften um die Chance auf einen Franchise-QB im Kader zu verdoppeln. Entweder Haskins oder der QB 2020 wären am Ende der Zeit sunk cost, aber zwei 1st Rounder für einen Franchise-QB sind heutzutage auch in Trades ein normaler, ja eher mäßiger Preis, wenn man das mit den jüngsten Trades der Rams, Eagles, Texans, Chiefs oder Bills vergleicht.
  2. Den Pick verkaufen an ein QB-needy Teams wie Miami, L.A. Chargers, Carolina oder Jacksonville. In dem Fall könnte Washington mindestens einen, vielleicht mehrere zusätzliche 1st Rounder abstauben. Man würde nicht allzu viele Plätze verlieren (MIA #5, LAC #6, CAR #7, JAX #9) und hätte noch immer die Chance auf einen der Top-Prospects, wenn dann aber wohl nicht mehr auf Chase Young.
  3. Straight up den besten Passrusher des Jahrgangs draften: Chase Young. Man würde einen der „fertigsten“ Draftprospects des Jahres bekommen, aber eben nicht den „Value“ eines QB oder Trades abstauben.

Der PFF-Podcast brachte vor ein paar Tagen ein weiteres cooles Szenario ins Spiel, das die Detroit Lions und Miami Dolphins mit inkludiert: Einen three way trade – in der NFL eine Seltenheit: Miami springt von #5 auf #2 und wirft einen zusätzlichen 1st Rounder in die Waagschale. Die Redskins hüpfen von #2 auf #3 und geben den Lions einen 2nd Rounder. Die Lions springen von #3 auf #5. Alle drei Teams bekämen das, wonach sie streben: Die Dolphins den QB, die Redskins Young und die Lions Okudah.

#3 Detroit Lions

Abgesehen von einem derartigen (kaum denkbaren) Freak-Szenario sitzen die Lions in einer interessanten Position – insbesondere, wenn die Redskins sich wie oben für Szenario 3 entscheiden, Young draften und einen der Top-Quarterbacks auf dem Tablett lassen. In diesem Fall wäre plötzlich Detroit das Team, das von den QB-needy Mannschaften Trades entgegen nehmen könnte.

Ich forderte schon vor Monaten für diesen Fall, entweder Tua/Burrow zu draften oder einen Trade-Down anzustreben. Alles andere wäre Bullshit.

Tua/Burrow? Ich bleibe dabei: Detroit muss diese Option berücksichtigen. Matthew Stafford über die letzten 10 Jahre nur selten mehr als ein durchschnittlicher QB. Er ist ein bisschen „QB-Purgatory“: Ein cooler Typ, für den man gerne rootet, zu gut um richtig abzustinken, nicht gut genug um über längere Zeit einen Contender zu führen.

Stafford wäre mit seinem Vertrag 2020 nicht „trade-bar”. Man könnte ihn also spielen lassen und sich in der Hinterhand einen QB heranzüchten. Problem: Die sportliche Leitung Quinn/Patricia steht schwer unter Beschuss und braucht schnelle Resultate. Also eher Trade.

Sollten an #3 beide der Top-QBs vom Tablett sein, wird es wohl auf die Entscheidung zwischen EDGE Young und CB Okudah hinauslaufen. Wir kennen mittlerweile alle Argumente: Cornerback ist die wertvollere Position, Young der bessere Prospect mit der höheren Aussicht auf „Blue-chip“. Nimmt man WAR als Grundlage, könnte man so argumentieren: Wird Young ein All-Pro, muss Okudah schon ein sehr guter #1 Corner werden um Okudah als Pick zu rechtfertigen.

#4 New York Giants

Die Giants gelten unter GM Dave Gettleman nicht als Team, das sich an den ganzen Trade-Spielchen beteiligen möchte. Gettleman ist dafür berühmt, nie Down-Trades einzufädeln. Würde er das auch diesmal so machen?

Gemeinhin erwartet man einen Offensive Tackle an der Position: Mekhi Becton wäre der „Upside-Pick“, Wirfs/Wills/Thomas der „High Floor“ Pick. Optional wäre Receiver oder Chase Young, sollte er am Tableau sein.

#5 Miami Dolphins

Die Dolphins sind neben den Redskins das zweitinteressanteste Team im ganzen Draft. Sie haben seit ihrem „Tank for Tua“ Ausverkauf letzten September die meisten Assets für einen Trade: Sagenhafte drei 1st Rounder (#5, #18 und #26) und zwei weitere im nächsten Jahr. Sie haben letzte Saison ein paar Spiele „zuviel“ gewonnen um straight an #1 die Chance auf Joe Burrow zu bekommen.

Aber: Sie haben in der laufenden Offseason schon Geld in die Hand genommen um den Kader an einigen kritischen Stellen aufzubolstern. Prinzipiell könnten die Dolphins natürlich alle Picks in „non-QB“ Positionen investieren und mit Ryan Fitzpatrick weitergehen. Doch wer glaubt schon dran? Miami braucht am Ende des Tages einen QB – andernfalls hat der Tanking-Job sein Ziel verfehlt, und wer weiß schon, ob man 2020 nochmal so weit oben draftet, wenn Fitzpatrick in einer schwachen AFC East wieder 5-7 Siege ergunslingert?

Miami hat, wie wir gesehen haben, theoretisch die Munition um nach oben zu gehen und eventuell mit Detroit, Washington oder sogar Cincinnati ein Geschäft einzufädeln. Im Traum-Szenario könnte man auch auf #5 sitzen bleiben und hoffen, dass einer der Top-QBs in dort in den Schoß fällt – aber in diesem Fall riskiert man, von Chargers, Panthers oder Jaguars rechts überholt zu werden!

Die andere Frage lautet: Welchen QB will Miami überhaupt? In den letzten Wochen hörte man immer öfter, dass gar nicht Tua Tagovailoa der angestrebte Prospect sei, sondern Oregons Justin Herbert! Ob es sich dabei um einen Smokescreen handelt oder um echtes Interesse, ist in der Zeit kurz vor dem Draft immer schwer abzuschätzen, aber das Gerücht verschwindet nicht – und es wäre lange nicht das erste Mal, dass die NFL den „Big Arm“ QB anstatt des Verletzungsrisikos draftet.

Ist Herbert das anvisierte Ziel, könnte es für Miami sogar eine Option sein, auf den zweiten Pick auf #18 warten und seinerseits den #5 Pick zu verkaufen oder einen anderen der Star-Prospects zu draften? Möglicherweise nein, denn a) tendiert die NFL, QB-Prospects wie Herbert zu „over-draften“ und b) bekommt ein hoch gedrafteter Quarterback meist mehr Ausreden und Zeit als einer, der nach unten gefallen ist und bei dem der Public sofort nach Fehlern zu suchen beginnt.

#6 Los Angeles Chargers

Auch so ein Team, bei dem noch nicht klar ist, mit welchem Quarterback es in die Zukunft gehen soll – es sei denn, man sieht ernsthaft in Tyrod „I take a sack over anything“ Taylor eine Langzeitlösung. Bei den Chargers kommt erschwerend hinzu, dass sie in der Offseason massiv in den Kader investiert haben und in der eigenen Stadt L.A. als ganz kleines Licht ohne Fan-Base kaum wahrgenommen werden.

Ein Quarterback würde viele Probleme lösen: Sportlich, aber auch fürs Marketing. Natürlich ist auch eine Free-Agent Lösung wie Cam Newton denkbar. Newton brächte auch die entsprechende mediale Aufmerksamkeit mit sich.

Doch auch Newton ist nach seinen vielen Verletzungsproblemen Stand heute ein Fragezeichen, und so könnte es durchaus passieren, dass die Chargers sich in einem der Quarterbacks verguckt haben. An #6 sitzen sie dann jedoch in einem ungünstigen Spot: Zu viele Teams vor ihnen sollten ebenso ein Interesse an QB haben. Es bräuchte also wohl einen Trade nach oben – doch wie soll man im Extremfall mit den Zillionen Picks der Dolphins mithalten?

#7 Carolina Panthers

Die Panthers befinden sich in einem merkwürdigen Zwischenzustand zwischen softem und hartem Umbruch. Sie haben ihren langjährigen Franchise-QB Newton glanzlos entlassen und bereits Teddy Bridgewater als Übergangs-QB verpflichtet, aber nichts deutet darauf hin, dass Teddy eine ernsthafte langfristige Lösung sein wird – auch nicht sein Vertrag: Der ist maximal als Zweijahresvertrag ausgelegt. Die Panthers sollten also entweder heuer oder nächstes Jahr auf Quarterback gehen.

Könnten sie tatsächlich in den Quarterback-Wahnsinn einsteigen? In dem Fall säßen sie in einem ähnlichen Boot wie die Chargers: Sie müssen an Miami vorbei und können deren Munition kaum überbieten.

#8 Arizona Cardinals

Die Cards haben mit Kyler Murray ihre Quarterbackposition erstmal gesattelt und werden sich auf anderen Positionen umschauen. Sie haben dank des Quarterback-Wahns fast alle Szenarien offen:

  1. Offensive Tackle ist einer der am häufigsten genannten Needs.
  2. Aber es könnte auch Defense werden: Ein DT Kinlaw oder, falls verfügbar, CB Okudah könnten Optionen sein.
  3. Oder wird es ein „double up“ auf Wide Receiver? Nach dem Hopkins-Einkauf und drei gedrafteten Receivern 2019 ist das eher unwahrscheinlich, aber wer weiß: Fitzgerald ist in Kürze Rentner und bei den ganzen Jungspunden muss man erstmal abwarten ob sie sich überhaupt zu NFL-Spielern entwickeln.

#9 Jacksonville Jaguars

Jacksonville hat QB Gardner Minshew, der als Rookie nicht übel ausgesehen hat, und mit dem man eventuell in die Zukunft gehen könnte. Doch die Jaguars haben auch zwei 1st Rounder (#9 und #20) und damit mehr Munition als Carolina und die Chargers um eventuell einen Angriff auf die Top-Picks zu starten.

Die Jaguars haben mittlerweile jahrelang Erfahrung mit „Quarterback-Fegfeuer“ und sollten vorgebrieft sein, dass man die Chance auf einen Franchise-QB immer nutzen muss. Doch sie könnten auch verlockt sein, nicht Haus und Hof zu verkaufen und einfach Minshew alle Waffen zu draften um eine überraschend solide Offense zu spielen und in der AFC South schnell um den Divisionssieg mitzuspielen.

#10 Cleveland Browns

Alles sieht einen Offensive Tackle zu den Browns gehen. Sie haben die rechte Flanke in Free Agency mit Jack Conklin abgesichert, jetzt soll es noch was für die linke Seite geben.

Soweit zu den Top 10.

Wer könnte sonst noch Interesse haben?

Ab #11 gibt es zwar nur mehr wenige Teams mit immediatem Quarterback-Need, aber ein paar Teams mit „sneaky“ Quarterback-Need.

Die Jets auf #11 können Sam Darnold eigentlich trotz aller Warnsignale noch nicht aufgeben, die Raiders (#12 und #19) haben Derek Carr, einen Haufen anderweitiger Löcher und müssten schon einen brutalen Trade einfädeln um nach oben zu kommen – oder sich in „big arm“ Jordan Love verguckt haben. Doch Al Davis liegt seit Jahren im Grab. Jon Gruden bewertet Quarterbacks anders als Big Al.


Die San Francisco 49ers (#13) könnten natürlich ein Interesse an einem Upgrade von Jimmy Garroppolo haben, gerade nachdem Garroppolo in der Superbowl in der Crunch-Time ein paar Key-Plays in den Sand gesetzt hat – und gerade, weil sie sogar zwei 1st Rounder und einen recht kompletten Kader haben. Es wäre so unlogisch nicht, dass man sich einen Jordan Love greift und ihn dann in der Hinterhand wie weiland Colin Kaepernick zum künftigen Starter heranzüchtet!

Auf der anderen Seite: Drafte einen QB wie Love und du hast per sofort Unruhe im Haus. Die Verantwortlichen müssten schon sehr deutlich kommunizieren, dass Garroppolo erstmal die #1 bleibt.

In Summe könnte die ganze Idee aber auch daran scheitern, dass Love ganz einfach als Prospect nicht gut genug ist um einen so hohen Pick zu rechtfertigen und dass man bei ihm im Extremfall auch noch eine ganze Runde warten könnte. Aber behalt da mal ein Auge drauf!


Buccs auf #14? Kaum vorstellbar, dass sie Brady einen 1st Rounder hinstellen. Broncos auf #15 müssen erstmal mit Drew Lock weitergehen, Falcons/Dolphins können kein Interesse haben und Dolphins/Raiders/Jaguars hatten wir alle schon.


Eagles auf #21 und Vikings auf #22 kannst du abknicken. Doch dann, auf #23, sitzen die New England Patriots. Und sie sind naturgemäß total faszinierend, nachdem Tom Brady das Team nach 20 Jahren verlassen hat. Über die möglichen Pläne der Patriots habe ich schon einmal ausführlich geschrieben. Rund einen Monat später sind wir immer noch nicht viel schlauer.

  • Stidham?
  • Abwarten auf das Ende der „Compensatory-Zeit“ und dann im Mai ein Free Agent wie Newton oder Winston?
  • Mid-Rounder 2020?
  • Oder doch der Versuch, irgendwie von #23 hochzukommen um einen Brady-Nachfolger in der 1ten Runde zu draften?

Es gibt so viele Optionen für New England diese Situation zu handhaben – und man würde ihnen aktuell jede Lösung abkaufen. Zu beachten ist: Ihr Kader ist ziemlich alt. Sie sind irgendwie als „Win-Now“ Team gebaut, und wie da ein junger perspektivischer QB dazupasst, ist nicht ganz klar. Aber man kann erstmal davon ausgehen, dass Bill Belichick sich seine Gedanken schon gemacht hat.

Die restlichen Teams sind wohl alle keine Teams mit „1st Round Quarterback“-Ambitionen mehr: Saints, Seahawks, Ravens, Titans, Packers, Chiefs… vielleicht die 49ers auf #31, wenn ein Jordan Love dann noch dort sitzt?

7 Kommentare zu “Wie die Quarterback-Geilheit den NFL-Draft 2020 dominiert

  1. Geoff Schwartz meinte, dass die Teams eher auf den eignen Medizincheck verzichten und dem behandelnden Arzt glauben, da der keinen Vorteil davon hat unehrlich zu sein.
    https://www.sbnation.com/nfl/2020/4/1/21202058/nfl-draft-2020-changes-prospects-pro-days-medical-team-visits-scouts-film

    Redskins könnten einen QB nehmen, die Cards haben ja auch zweimal einen genommen.
    Dazu kommt das auch hier ein neuer HC da ist.
    Etwas Tradevalue könnte der schlechtere der beiden noch haben.

    Die Saints haben zwar einen QB, aber wenig Lücken im Kader. Dazu kommt Brees Alter.
    Denke zwar nicht, dass es sie eine QB holen werden, aber völlig ausschließen würde ich es nicht.

  2. Re Ärzte: Ja, das habe ich gehört, aber auch, dass (wie halt überall im Leben) nicht immer alle Ärzte zu allen Untersuchungen die gleiche Meinung haben. Daher könnte ein neutraler Medizinstab auch zu einem anderen Ergebnis kommen als ein anderer.

    Re Redskins: Trade-Value vom Verlierer wäre für mich nur zweitrangig, wenn ich den bestmöglichen QB dafür bekommen habe.

    Re Saints: Würde so einen Pick aber eher erst in den mittleren Runden erwarten. Die Saints müssen jetzt ihr „Fenster“ mit Brees maximieren. Gibt eigentlich keine Alternative dazu.

  3. Was ich auch in einem der Podcasts (PFF oder MMQB) gehört habe ist, dass die Teams aktuell hinter den Szenen bzgl. Medicals zusammenarbeiten, sprich dass die Daten da recht freizügig getauscht werden, weil eh alle im gleichen Boot sitzen. Da könnte ich mir dann eher vorstellen, dass es einen überraschenden Konsensus gibt zum medizinischen Status verschiedener Prospects. Üblicherweise ist es ja eher immer spannend, wenn es durch verschiedene Bewertungen von Ärzten verschiedene Meinungen in unterschiedlichen Teams gibt. Mal sehen wie sich das heuer entwickelt.

  4. Stimmt, Tua soll irgendwo durchgefallen sein. Hab die Tage die Story gelesen, das Favre bei den Packers auch durchgefallen ist und dann trotzdem geholt wurde.

    Klar Tradevalue ist zweitranging, aber wenn es wie bei Rosen noch einen Pick gibt, dann reduziert es den Schaden etwas.

    Die Saints sollten also BPA picken. Gefuehlt sind die Saints seit 5 Jahren im Win-Now Modus und hatten seitdem sehr viel Pech.

    Die Colts haben ein neues Logo und neue Trikots vorgestellt.
    Das zweite Logo sieht irgendwie grausig aus, das historische hat was.

  5. @Philipp: Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Teams sich gegenseitig ehrliche Informationen über entscheidende Prospects geben. Röntgenbilder austauschen ja, aber dass z.B. der Dolphins-Teamdoc dem Redskins-teamdoc mitteilt, dass man Tuas Verletzung als ausgeheilt ansieht? Das dürfte der Owner ganz sicher mit allen Mitteln unterbinden.

    Bzgl. Colts-logo: Ich bin kein Colts-fan, aber das schaut aus, als wäre der Prototyp auf den Boden gefallen und was rausgebrochen. „Form of the state of Indiana“ hin oder her. Der „Designer“ gehört in die Wüste geschickt.

  6. Sollte bei Pick #30 Jordan Love noch am Board sein sollte GB mMn zuschlagen.
    Medial wird man das wohl aushalten.
    Als Rodgers 2005 gedraftet wurde war Brett Favre 36 Jahre alt. So alt ist der angesprochene heute.

  7. @Dizzy: Ich würde das nicht so unmöglich sehen in der aktuellen Situation. Die Bottom-Line ist: das sind alles Milliardäre, die Football als Spielzeug betreiben. Die sind gemeinsam in Verhandlungen mit der NFLPA oder gegenüber der Öffentlichkeit knallhart, aber hinter verschlossenen Türen werden die sich kaum spinnefeind sein. Und: Ob ein Team lt. Value-Chart jetzt ein bisschen gewinnt oder verliert ist denen, behaupte ich mal, sch***egal. Gewisse persönliche Exzentrizitäten (Al/Mark Davies z.B.) ausgenommen glaube ich, dass den Ownern die ganzen Rivalries komplett wurscht sind. Das ist wie wenn unsereins Lego spielt: dann ärgert man sich vielleicht kurz wenn ein anderer ein schöneres Raumschiff bastelt, aber sobald man aufsteht ists vergessen.

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