NFL Draft 2020 für Gelegenheitszuschauer

In der Nacht von morgen auf übermorgen, Donnerstag auf Freitag 23./24.04. beginnt der NFL-Draft 2020 mit der 1ten Runde. Es verspricht angesichts von Lockdown und Corona einer der spektakulärsten Drafts der letzten Jahre zu werden, obwohl – oder gerade weil – das ganze Prozedere nach Jahren immer größerer Party notgedrungen auf das Wesentliche reduziert wird: Das Ablesen von Spielernamen.

Eine ausführliche Vorschau der wichtigsten Spieler für Gelegenheitszuschauer.

Zum Draft 2020

Der Draft 2020 war ursprünglich als pompöse Outdoor-Veranstaltung in Las Vegas mit Wasserfall und allen Pa-Pa-Po geplant, doch gerade im von interessantem Corona-„Management“ geplagten Amerika ist an solche Bilder aktuell nicht zu denken – und so werden wir morgen Zoom-Videokonferenzen aus den Privatzimmern der General Manager zu sehen bekommen – ein ganz neues Ambiente, das schon für einige Belustigung sorgte.

Die NFL soll am Montag einen Testdraft abgehalten haben – und wenn die Gerüchte stimmen, dann war es entweder ein totales technisches Fiasko oder genial von der NFL inszenierte Selbstironie, die sich aller Klischees von wegen old school tape guys und solid family guys bediente:

Es gibt Wetten darauf, dass morgen Nacht Haustiere oder Hausfrauen durch die Kamera stapfen, General Manager die technische Einrichtung zerschießen (Dave Gettleman, looking at you!) oder Spieler doppelt gedraftet werden – all die Horrorszenarien, die jeder kennt, von seinen ersten Erfahrungen mit Videokonferenzen.

Der Zeitplan des Drafts ist bei allem Freak-Ambiente wie jedes Jahr der folgende, und auch alle Networks werden wie gewohnt übertragen:

Do/Fr  23./24.04. 02h 1. Runde
Fr/Sa  24./25.04. 01h 2.-3. Runde
Sa ab  25.04.     18h 4.-7. Runde

Zu dem Prozedere und den letzten Gerüchten hoffentlich bis morgen noch mehr. Lass uns hier mal auf eine kurze Übersicht über die wichtigsten Spieler auf jeder Position beschränken. Ich habe in den letzten Wochen viele detailliertere Analysen geschrieben, die ich auch verlinke. Unter dem Tag Draft 2020 sind sie zusammengefasst.

Der Eintrag richtet sich von einem Schreiber, dem in vielen Fällen die Vogelperspektive reicht, an Leser, die ohne detaillierte Lebensgeschichte inklusive Lieblingshaustier von siebenundzwanzigsten Backup-Defensive Tackle aus Nord-Dakota leben können.

Quarterbacks

Die Premium-Position der NFL. Es gibt einen ganz klaren Favoriten auf den #1 Pick der Cincinnati Bengals: Joe Burrow von der Louisiana State University. Der bereits 23-jährige Burrow hat selbst für die größten Experten völlig unerwartet eine rekordträchtige Saison inklusive Gewinn der Heisman-Trophy und National Championship gespielt und gilt trotz einiger Fragezeichen ob seiner Armstärke als haushoher Favorit als erster Spieler gepickt zu werden.

Burrow ist kein epischer Prospect mit der Armstärke eine Patrick Mahomes, sondern vielmehr ein mobiler, auf vielen Ebenen grundsolider, sehr akkurater Werfer ohne Scheu vor dem schwierigen tiefen Ball. Es gibt Stimmen, die in ihm nur einen geupgradeten Andy Dalton sehen – doch die meisten trauen Burrow schon eine sehr gute NFL-Karriere zu.

Wo Burrow vor einem Jahr noch weitgehend unbekannt war, stand die NFL-Saison 2019 unter dem Draftmotto „Tank for Tua“. Tua, das ist Tua Tagovailoa, einer der ganz wenigen Sportler, bei denen die Nennung des Vornamens ausreicht damit jeder weiß um wen es geht. Tua ist ein hawaiianischer linkshändiger Quarterback von der University of Alabama, der seit Jahren als angehender Superstar galt – bis er sich letzten November gegen Ole Miss die Hüfte brach und seither als ziemliche Wildcard gilt.

So richtig medizinisch freigegeben ist Tua auch bedingt durch die Corona-Blockaden noch nicht, auch wenn renommierte Ärzte wie der Pro Football Doc David Chao keine zwingende Blockierung von Tuas Aktien sehen.

Sportlich ist Tua ein überwältigend positives Prospect im Stile eines neuen Drew Brees, das für zahlreiche Mannschaften in den Top-10 eine Verstärkung wäre, aber mit der Gefahr auf Knochennekrose in der Hüfte vielleicht schon in ein paar Jahren Sportinvalide ist.

Weil in NFL-Kreisen wohl die Angst vor so einem Szenario umgeht, scheint es mittlerweile gut möglich, dass QB Justin Herbert von Oregon an Tua vorbei als zweiter Quarterback gedraftet wird – vielleicht von den Miami Dolphins. Herbert ist das komplette Gegenteil von Tua: Ein hoch aufgeschossener QB mit Raketen-Wurfarm, aber nur rudimentäres Spielverständnis und viele Fumble-Probleme. Herbert gilt als angehender Schwiegermutterliebling und ziemlich pflegeleicht, weswegen seine Einberufung eine einfache Entschuldigung für GMs, die das Risiko Tua scheuen, sein könnte.

Herbert ist bei all seinen Flauseln eine vergleichsweise sichere Tüte im Vergleich zum vierten möglicherweise in der 1ten Runde gepickten QB: Jordan Love von Utah State. Love ist eins dieser Prospects aus der Hölle: Er hat wie Herbert eine Kanone von Wurfarm und ein sensationelles Highlight-Reel, hätte es aber in einer der schwächsten Ligen im College Football um ein Haar zustande gebracht mehr Interceptions als Touchdowns zu werfen. Loves Spielverständnis soll sich noch deutlich südlich von jenem eines Josh Allen befinden, der gerade in Buffalo wild an der Herausforderung NFL zu beißen hat.

Ausreichend Entscheidungsträger in der NFL werden als scharf genug aus Loves Potenzial eingeschätzt, dass er als in vielen Mock-Drafts 1st Rounder raus geht. Die meisten Beobachter in dem von mir geschätzten Umfeld sehen ihn aber eher als 2nd oder 3rd Rounder.

In den mittleren bis späten Runden gibt es zahlreiche weitere namhafte perspektivische Quarterbacks zu haben. Ein Jalen Hurts zum Beispiel, der einst von Tua aus Alabama verdrängt wurde und dann letztes Jahr in Oklahoma wie Phoenix aus der Asche gestiegen ist und sich als rundumerneuerter Passer zeigte.

Hurts ist der „Advanced-Stats” Passer. Im QB-freunlichen System von Oklahoma war er jedoch in Produktivität eine Stufe unter seinen Vorgängern Baker Mayfield und Kyler Murray (die #1 Picks der beiden letzten Drafts). Hurts größtes Fragezeichen: Er ist in den besseren Momenten ein Zauderer (nicht Zauberer) in der Pocket – in schlechten sein Pocket-Verhalten nicht weit von dem entfernt, was passiert wenn ich beim Nachbar in den Hühnerstall einbreche.

Jake Fromm von Georgia gilt als guter Verwalter, hat aber wohl nicht die Armstärke um dauerhaft in der NFL zu starten. Böse Stimmen schreiben über ihn: „Er wird in Kürze ein starker Coach sein“.

Jacob Eason von Washington hat den Arm, aber nicht das Hirn – und dahinter lauern noch ein paar mögliche Überraschungen wie Utahs mobiler und nicht zu unterschätzender QB Tyler Huntley, Washington States präziser Air-Raid QB Anthony Gordon, der spielt wie ein Gardner Minshew auf Drogen, oder Hawaiis Gunslinger Cole McDonald.

Runningbacks

Die Runningback-Position hat in den letzten Jahren bedingt durch die immer stärker werdende Analytics-Bewegung massiv an Wert verloren. Der Klasse von 2020 geht aber auch ohne Runningback don’t matter Gestänker der ganz große Glanz ab – was erstaunt, denn vor einem Jahr galt die Runningback-Klasse von 2020 noch als absolute Ausnahmeklasse. Das ist lange her. Ein 1st Rounder gilt heuer als ausgeschlossen.

Über das beste Prospect herrscht Uneinigkeit. Die meisten bevorzugen entweder Georgias antrittsschnellen D’Andre Swift oder das untersetzte Kraftpaket Clyde Edwards-Helaire von LSU – beides Backs, die ebenso gut Bälle fangen können wie laufen. Helaire war vor allem in den letzten Wochen ein sehr entscheidender Faktor beim Titelgewinn seiner LSU Tigers – als Runner, Catcher und interessanterweise auch als superber Pass-Blocker.

Die besten der traditionelleren Ballträger sind Utahs Zack Moss, ein Alleskönner ohne jeglichen Wow-Effekt, und Wisconsins Jonathan Taylor. Taylor ist ein pfeilschneller Back mit gefühlten Jahrzehnten Starter-Erfahrung in Wisconsins mächtigem Rushing-Attack. Moss wird von Verletzungsfragezichen umweht.

Als mögliche Sleeper gelten Florida States eigentlich vielseitiger Cam Akers, dessen Tape aufgrund absurder Offense-Line Schwächen in Tallahassee kaum bewertbar ist, der von Wide Receiver auf „Widereceiverback“ umgeschulte Antonio Gibson aus Memphis, das Arbeitstier A.J. Dillon von Boston College, sowie der Spaßmacher Eno Benjamin aus Arizona, der brutale Highlight-Tapes, aber auch einen gefährlich zerbrechlichen Körper anbietet.

Wide Receiver

Einhellige Meinung: Die beste Position im Draft 2020. Die Receiver-Klasse bekommt immensen Hype und wird es trotzdem schwer haben, die Rookie-Produktivität der starken Klasse von 2019 zu toppen. Ein ganz klarer Über-Spieler à la Calvin Johnson oder A.J. Green ist wohl nicht dabei, dafür aber ein ganzer Haufen an „sehr guten“ Prospects. Um die 15 aufwärts sollen in den ersten drei Runden vom Board gehen.

Die beiden Topleute sind Jerry Jeudy (Alabama) und der Mann mit dem prächtigen Namen CeeDee Lamb (Oklahoma). Lamb ist ein sehr komplettes, physisches Paket, während Jeudy etwas kleiner, schneller, und wendiger ist, aber sich wohl nicht so gut gegen Press-Coverage durchsetzen kann. Die beiden könnten im Extremverlauf trotzdem nicht als erste Receiver vom Board gehen, weil in Jeudys College-Teamkollege Henry Ruggs ein Supersprinter mit 4.27 Sprintzeit über 40 Yards auf die Trumpfkarte „Speed“ setzt um GMs den Kopf zu verdrehen.

Hinter diesem Trio herrscht totale Uneinigkeit – ich habe selten so viele verschiedene Meinungen zu ein und demselben Prospect gesehen wie bei zahlreichen Receivern aus dieser Klasse. Die drei oben genannten sind fast sichere 1st Rounder, aber danach ist nicht klar, ob kein weiterer oder drei weitere in der 1ten Runde gehen – der Draft könnte auf dieser Position eine ganz spannende Eigendynamik entwickeln.

Aus der Kategorie „Hünen“ galten lange Clemsons Deep-Threat Tee Higgins sowie Michael Pittman von USC als bekannteste Spieler (beide sind 6‘4), doch sie haben in den letzten Wochen von der wandelnden Highlight-Maschine Denzel Mims aus Baylor ernsthafte Konkurrenz bekommen. Nicht bloß ist Mims deutlich schneller als Higgins und Pittman – er hat in der Senior-Bowl auch gezeigt, dass er Press Coverage schlagen kann. Problem von Mims: Seine ganze College-Karriere als Komplettpaket war eher unterwältigend.

Aus der Kategorie der kleinen Irrwische mit großem Potenzial wären K.J. Hamler von Penn State, Jalen Reagor von TCU (beide 5’11) sowie der etwas größere, physischere Slot-Receiver von LSU, Justin Jefferson zu nennen. Reagor gilt als Mann mit dem größten Potenzial, hatte aber grausames Quarterbacking am College und ist somit schwierig zu bewerten. Hamler ist brutal explosiv, kennt aber noch keine Press-Coverage. Jefferson dagegen kennt Press-Coverage – hat darin aber schlecht ausgesehen und war am College nur dann produktiv, wenn er im Slot gegen Zone-Coverage spielen konnte und als zweitwichtigster Receiver komplementäre Yards abstauben durfte.

Die umstritteneren „kleinen Receiver“ sind Arizonas Brandon Aiyuk, den ich angesichts seiner After-the-Catch Qualitäten schon als AiYAC habe tituliert gesehen, und Ohio States K.J. Hill, der nicht über die Physis für eine größere Rolle verfügt, aber entsprechend eingesetzt sich von seinen Gegenspielern lösen und zahlreiche Yards in der Spielfeldmitte fabrizieren könnte.

Von den Top-Prospects wäre dann noch der eigenartigste von allen zu nennen – ein Mann, der zufällig auch noch den eigenartigsten Namen von allen besitzt: Laviska Shenault von Colorado. Gebaut eher wie ein Runningbacks, wurde Shenault am College sehr speziell als Matchup-Waffe eingesetzt, weniger wie ein klassischer Receiver, mehr mit vielen Screen-Pässen in die Flat-Zonen („Wir geben dir den Ball, und dann mach du einfach mal…“). Richtiges Route-Running kennt er noch gar nicht – doch weil er als Athlet so viel Positives anbietet, halten ihn zahlreiche Beobachter trotz seiner anhaltenden Verletzungsprobleme für einen möglichen 1st Rounder.

Haben wir die wichtigsten Namen durch? Wirklich? Dann lass mich noch kurz auf ein paar interessante Jungs aus der zweiten Reihe eingehen. Tyler Johnson von Minnesota, zum Beispiel. Sein Tape ist sterbenslangweilig, weil es weder Highlights noch klare Schwächen offenbart – was möglicherweise positiv ist, wenn man Johnson zu einer verlässlichen #2 entwickeln kann. Oder Van Jefferson (Florida), einen athletisch limitierten, aber technisch feinen Route-Runner.

Oder von den großen Universitäten den kleinen Devin Duvernay (Texas) oder den groß gewachsenen Jauan Jennings (Tennessee). Oder Prospects von eher kleinen Programmen wie den vom Runningback zum Receiver umgeschulten Antonio Gandy-Golden (Memphis) und den potenziell flexibel einsetzbaren Lynn Bowden (Kentucky). Oder einen der umstrittensten Receiver: Bryan Edwards von South Carolina. Bei manchen wird er als Top-10 Receiver gelistet, bei anderen außerhalb der Top-20. So chaotisch geht es im Scouting 2020 zu!

Tight Ends

Mehr Einigkeit herrscht ob der „Qualität“ auf Tight End – vulgo: „Scheiß-Klasse“. Es gibt nicht einen einzigen Prospect, dem man annähernd 1st Round-Talent zuschreibt. Auf dem Big-Board von PFF kommt der erste Tight End mit Washingtons Hunter Bryant erst an #79!

Ein oft genannter Sleeper ist Cole Kmet, während der bekannteste Tight End der Klasse, Thaddeus „I’m Randys son“ Moss maximal als Late-Rounder gilt.

Doch auf Tight End gilt mehr als auf den anderen Offensivpositionen: Die Projection von College auf NFL ist schwer, weil die Position in der NFL so viel mehr von den Athleten verlangt als am College. Die meisten wissen gar nicht, was auf sie zukommt – Beispiele? Die Klasse von 2019 war hymnisch besungen worden und erlebte einen mehr als harzigen Einstand (kann aber noch werden!), und der momentan mit Abstand beste Tight End der NFL war in George Kittle ein einstiger 5th Rounder, der am College 22 Pässe gefangen hatte.

Wer es nicht mitbekommen hat: Gestern hat übrigens der beste Tight End der Gegenwart seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt und wurde von den Patriots an die Buccs verkauft: Rob Gronkowski. Wiedervereint mit Brady.

Der ganze Move schoss wie aus dem Nichts durch die Decke. Niemand hatte was mitgekriegt. Nicht Schefter, nicht Rapoport, nicht Allbright. Corona-Lockdown zeigt seine Krallen. War es auch ein Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Tagen abgehen wird?

Offensive Tackle

Die Auguren sind sich einig: Starke Klasse, vor allem in der Spitze. Experten wie Ben Allbright erwarten „mindestens“ sechs 1st Rounder! Vier Namen darunter kann man schon jetzt fix einplanen und es ist gut möglich dass drei von ihnen als Top-10 Picks vom Tablett gehen: Andrew Thomas (Georgia), Tristan Wirfs (Iowa), Jedrick Wills (Alabama) und Mekhi Becton (Louisville).

Insbesondere Letzterer provozierte in den letzten Wochen Aufsehen – nicht bloß, weil sein Faible fürs Kochen in NFL-typischer Weise als möglicher Knackpunkt für eine Footballerkarriere wie die Sau durchs Dorf getrieben wurde, sondern vielmehr, weil dieser Berg von Mann im Vergleich zu den weniger spektakulären Kollegen noch als ziemlich ungeschliffen gilt – insbesondere im essenziellen Pass-Blocking.

Wer die anderen beiden 1st-Round Tackles sein werden, ist nicht ganz klar. Josh Jones von Houston gilt als technisch weit, aber athletisch uninspirierend. Austin Jackson (USC) ist das Gegenteil davon. Isaiah Wilson war Mann, der an der rechten Flanke von Andrew Thomas in Georgia geblockt hat – er soll bei einigen als 1st Rounder sehr hoch im Kurs stehen; PFF hat ihm im Big-Board auf #111.

Der Hipster-Favorit Ben Bartch kommt von einem brutal kleinen College aus den Niederungen des College Football und soll alle Voraussetzungen haben, doch der GM der ihn draftet, riskiert sich als Nachnummer zu exponieren wenn Bartch floppt.

Oft diskutierte, recht gute Mid-Round Optionen sind Ezra Cleveland von Boise State, Jack Driscoll von Auburn, Matt Peart von UConn, der Rohdiamant Lucas Niang (TCU) und Calvin Throckmorton (Oregon).

Interior Offensive Line

Die Position, auf der ich mich am wenigsten auskenne: Guard und Center. Offensive Line ist heute mit der Datenfülle eigentlich eine der Positionen, die man mit am besten versteht („Potenzial“ sollte man als Konstanz interpretieren, die besten Liner sind konstant, nicht punktuell dominant!), doch das detaillierte Scouten dieser Prospects ist dann doch eher was für komplette Nerds. 320kg-Bomber auf engstem Raum gegen andere 320kg-Bomber: Sorry, mir auch in Coronazeiten für freakig.

Daher ein bissl was Angelesenes: Die Klasse gilt als okay besetzt. PFF hat in Netane Muti (Fresno State) ein Verletzungsfragezeichen und in Jonah Jackson (Ohio State) einen athletisch unverdächtigen Guard am höchsten. Muti hat in den letzten zwei Jahren nur insgesamt lächerliche 318 Snaps gespielt, aber die waren alle sehr dominant.

Auf Center dürfte Tyler Biadasz von Wisconsin eine Einberufung innerhalb von Runde 3 bekommen; Biadasz war eine kleine Enttäuschung 2019, doch seine lange, konstante Karriere (drei volle Jahre mit jeweils 800-900 Snaps) in der besten O-Line Schmiede der USA dürften reizvoll sein. Eine gute Alternative wäre Nick Harris (Washington), ein sehr guter Pass-Blocker.

Dazu zwei Jungs von LSU (Lloyd Cushenberry und Damien Lewis) und vor allem zwei „Michigan Men“ in Cesar Ruiz und Michael Onwenu, die beide als sehr gute Prospects für 2te bis 4te Runde gelten.

Defensive Tackle

Die Auguren sind sich einig: Insgesamt mäßige Klasse an „Defensive Interior“ Spielern. Die beiden einzigen Spieler mit konstantem 1st-Round Hype sind Derrick Brown (Auburn) und Javon Kinlaw (South Carolina), anhand derer man auch im Schnelldurchgang die Prioritäten im Jahr 2020 beschreiben kann:

  1. Die NFL ist eine Passing-Liga
  2. Starke Pass-Rusher auf Defensive Tackle sind höher zu bewerten als starke Run-Defender
  3. Sie sind auch höher zu bewerten als sehr „komplette“ Defensive Tackles, denen der letzte Zacken Explosivität im Pass-Rush abgeht

Brown ist der „komplette“ Spieler mit dem atemberaubenden College-Tape. Kinlaw ist der rohe Spieler – aber eben auch jener mit dem besseren Antritt und damit dem weitaus höheren Potenzial im Pass-Rush, und daher ist Kinlaw mittlerweile auf vielen Boards auch an Brown als #1 DT vorbeigezogen.

Hinter diesem Duo gehen die Meinungen auseinander. Die Fraktion, die Pass-Rush und College-Produktivität hoch bewertet, sieht Jordan Elliott aus Missouri als dritten möglichen 1st Rounder, doch auf zahlreichen Boards hockt der etwas leichtgewichtige Elliott noch irgendwo zwischen 2ter und 3ter Runde.

Gute Prospects für die mittleren Runden sind Ross Blalock (TCU), Justin Madubuike (Mizzou), der physisch imposante Neville Gallimore (Oklahoma) und Raekwon Davis (Alabama), denen jedoch allen der notwendige Zunder für erhöhte Passrush-Qualität abgeht. Sie sind aber starke Run-Defender.

Interessante Optionen für 3te/4te Runde aufwärts für gewisse Qualität im Pass-Rush sind McTelvin Agim (Arkansas), Raequan Williams (Michigan State), Robert Windsor (Penn State) und Bravvion Roy (Baylor). Ich bin schon durchaus gespannt wie die NFL ihre Aktien letztlich bewerten wird, denn sie sind in Run-Defense eher fragwürdig.

Edge Rusher

Die Scouts sind sich einig: Schwache Klasse in der der Tiefe. Dafür gibt es an der Spitze den einen Mann, bei dem seltene Einigkeit ob seiner NFL-Reife besteht: Chase Young von der Ohio State University. Er wird als der beste Passrusher in einem Draft in den letzten 15 Jahren bezeichnet und geht in fast allen Mock-Drafts in den Top-5 vom Board. Young ist als Prospect so unangreifbar, dass er in der aufgeregten Pre-Draft Hysterie fast „untergeht“: Es gibt an ihm schlicht nichts erstnhaft zu kritisieren.

Außer natürlich den Wert seiner Position: Edge-Rusher ist nach wie vor die Premium-Position im Pass-Rush, aber die Anzeichen verdichten sich, dass Pass-Rush immer besser negiert werden kann. Dazu weiter unten in der Sektion Cornerbacks noch mehr.

Hinter Young wird es jedoch schnell dünn. Ein oft genannter Kandidat ist LSUs Big-Play Waffe K’lavon Chaisson, doch Chaisson ist einer dieser Fälle „mehr Anlage als Production“, wie dieser Chart (Pass-Rush Wins und Sack-Rate) eindrucksvoll bestätigt:

EDGE 2020 - PRWR und SackRate

Es wird wohl dennoch die 1te Runde für ihn. Ein ziemlich ähnlich gelagerter Fall ist Yetur Gross-Matos (Penn State), auch so ein hoch aufgeschossener, schlaksiger End mit krakenlangen Armen, aber unauffälligen Sack&Pressure Werten.

Geht man nach reiner Passrush-Produktivität, so müssten Leute wie Julian Okwara (Notre Dame) oder Curtis Weaver (Boise State) vor Chaisson und Gross-Matos gehen. Doch Okwara ist ein suspekter Run-Defender und scheint nach seinen Verletzungen in Vergessenheit geraten zu sein – und bei Weaver hängt man sich dran auf, dass er am College zu viel Coverage gespielt hat und im Prinzip athletisch eher Zwitter als reinrassiger Passrusher ist.

Die Liste an möglichen Mid-Round Picks ist lang: Alabama schickt in Terrell Lewis (technisch fein, athletisch Mittelmaß) und Anfernee Jennings (guter Run-Defender, aber mieser Passrusher) zwei Kandidaten, Erzfeind Auburn in Marlon Davidson einen weiteren, dazu sind Jungs wie Bradlee Anae (Utah), Trevis Gipson (Tulsa) oder Jon Greenard (Florida) unter diesen „good, not great“ Anwärtern für die Rolle als Ergänzungsspieler.

Zwei schwer zuordenbare Spieler sind Zach Baun (Wisconsin) und Josh Uche (Michigan): Beide haben extrem gute Pressure-Zahlen am College, beide gelten aber als mögliche Kandidaten für eine Umschulung auf Off-Ball Linebacker mit angeflanschter Blitzer-Option. So richtig Einigkeit herrscht im Draftuniversum ob der beiden jedoch nicht.

Linebacker

Auf Linebacker ist das ähnlich: Baun und Uche kann niemand so wirklich in einem „Linebacker-Ranking“ einordnen – wie auch der fast überall als Top-Spieler des Jahrgangs bezeichnete Isaiah Simmons (Clemson) gar kein echter Linebacker ist!

Um nicht zuviel Verwirrung zu stiften, hier eine kurze Einordnung der Linebacker-Position:

  • In der NFL wurde jahrzehntelang 4-3 oder 3-4 Defense gespielt; Linebacker war mit drei oder mehr Spielern am Feld eine der Premium-Positionen.
  • In den letzten 10 Jahren jedoch ist Nickel-Defense (nur 2 LB) mit über 60% Einsatzzeit die Standard-Defense geworden, und in 15% der Spielzüge steht gar nur mehr ein klassischer Linebacker auf dem Feld
  • Früher klassischer Run-Stuffer, so sind die heute gefragten Linebacker die schnellen Jungs, die gut Raum abdecken können und dennoch kräftig genug sind um im Laufspiel die notwendigen Tackles zu setzen
  • „Two-Down Linebacker“ ist fast schon ein Disqualifikations-Kriterium für NFL-Anwärter mit Hoffnung auf die 1te oder 2te Runde geworden. Du musst in klaren Passsituationen einsatzfähig sein!

Simmons ist gleichzeitig Paradebeispiel für den modernen Linebacker und für die Diskussion um die Schwierigkeiten in der Einordnung von Linebackern: Persönlich sehe ich ihn als Safety. Er wurde am College primär dort eingesetzt, ist eine echte Matchup-Waffe und kann in klaren Passsituationen einen „zusätzlichen Linebacker“ simulieren. Doch sieht das auch die NFL so, in der locker die Hälfte der Playbooks noch von Defense-Coordinators gemacht werden, die noch in der Lauf-Ära aufgewachsen sind?

Egal, als was man Simmons interpretiert: Er wird recht früh in der 1ten Runde gedraftet werden – zu verlockend ist das, was er als Gesamtpaket anbietet. Dahinter werden noch manchmal Patrick Queen (LSU) und Kenneth Murray (Oklahoma) als mögliche späte 1st Rounder genannt, vielleicht für ein Team wie Baltimore.

Queen ist der komplettere von beiden, hat aber nur recht wenig Starter-Erfahrung am College. Murray dagegen ist athletischer, aber auch stupider. Er hat eindeutige Schwächen in Pass-Coverage.

Ein möglicher Außenseiterkandidat für einen hohen Pick in der 2ten Runde: Austin Davis-Gaither, ein extrem flinker, energiegeladener Verteidiger vom kleinen College Appalachian State. Er soll die notwendige „Range“ haben, um große Räume im Alleingang zuzudecken, aber der Sprung in die NFL könnte ein zu großer für ihn sein.

Mögliche weitere Mid-Rounder: Troy Dye (Oregon), Jordyn Brooks (Texas Tech) und Malik Harrison (Ohio State).

Cornerbacks

Die Premium-Position der Defense, wenn man Analytics glaubt. Ich habe es nun schon häufig diskutiert und es deutet wirklich alles auf die Korrektheit dieser „neuen Footballweisheit“ hin:

  1. Die erfolgreichsten Pässe in der NFL sind jene zum ersten „Read“.
  2. Diese Pässe sind meistens schon raus, wenn der Pass-Rusher noch gar nicht die Chance hatte den QB unter Druck zu setzen.
  3. Es braucht also eine Coverage, die um die 2.5 Sekunden standhält um dem eigenen Pass-Rush überhaupt eine Chance zu geben
  4. Die besten Pass-Rusher beeinflussen durch Pressure rund 10%, maximal 15% der Pass-Plays. Cornerbacks und Safetys beeinflussen fast 100%

In der NFL sehen das längst noch nicht alle so, und daher könnte es auf den ersten Picks einen Run auf Offensive und Defensive Liner geben, während die besten Cornerbacks mal wieder später gehen als man heute denkt.

By the Way: Dass Defensive Backs auch für den Common-Sense ziemlich uninteressant sind, merke ich z.B. seit Jahren auch auf meinem Blog: Es ist für gewöhnlich der Pre-Draft Blogeintrag, der das wenigste Interesse unter den Lesern generiert, mit Klickraten unter 50% der Passrusher.

Der beste Prospect ist Jeffrey Okudah von Ohio State. Er ist langsamer als der „andere“ Top-CB auf dem Board, C.J. Henderson (Florida), aber besser im Tracking des Balls, technisch versierter und erfahrener in Press-Coverage. Bei Henderson kommt erschwerend hinzu, dass sein Tackling homophobe Züge annimmt – erst letztes Jahr ist mit Greedy Williams ein ähnlicher Prospect aufgrund solcher Bedenken in die zweite Runde gefallen.

Mit Kristian Fulton (LSU) und Clemsons physisch imposanten A.J. Terrell gibt es zwei weitere recht sichere 1st Rounder.

Hinter dem Top-Quartett gibt es eine Handvoll Kandidaten, die Ende Runde 1 gehen könnten oder sollten, bei denen aber auch ein Fallen in die zweite oder 3te Runde denkbar ist: Trevon Diggs (Alabama), ein sehr physischer, aber eben auch selbst für Laien erkennbar hüftsteifer Corner, den giftigen Jeff Gladney von TCU, Jaylon Johnson (Utah) als einer der besten Zone-Corner, Cameron Dantzler (Mississippi State), der extrem gutes College-Tape hat, aber in der Combine mit 4.64 Sekunden eher einen Trab als einen Sprint hin“zauberte“, und Auburns Noah Ibinoghene, bei dem es Jahre dauern wird, bis man seinen Namen ohne abzuschreiben unfallfrei in die Tasten hämmern kann. Igbinoghene ist die größte Wundertüte: Potenzial gigantisch, es am College aber nur in Spurenelementen zwischendurch abgerufen.

Interessant sind auch Bryce Hall von Virginia, der vor einem Jahr als Superstar galt, nach Verletzungen und Leistungsschwankungen 2019 aber in der Gunst der Scouts abgefallen ist, und Damon Arnette, Okudahs Teamkollege bei Ohio State: Ohio State ist eine Schmiede von Defensive Backs, und nur weil Arnette athletisch nicht viel anbietet und immer im Schatten von Okudah stand, heißt das noch lange nicht, dass er keine gute Wahl wäre.

Dazu Amik Robertson, der am kleinen Louisiana Tech College spielte und in fast allen fortgeschrittenen Zählmetriken zu den allerbesten Cornerbacks gehört und mit einer ungesehenen Aggressivität spielt: Geht ein Team Risiko („was der gegen die künftigen Buchhalter gespielt hat, kann er auch gegen NFL-stars“), kann Robertson hoch gezogen werden. Für gewöhnlich riskieren solche „small college“ Prospects aber ein bisschen zu fallen.

Was haben die späteren Runden zu bieten? Vielleicht geile NamenEssang Bassey, Javelin Guidry, Parnell Motley, Darnay Holmes, Groomy Choice, Kindle Vildor, Lavert Hills. Du kannst ja deine Freundin mal fragen mit welcher Wahrscheinlichkeit es sich dabei um reale Menschen handelt (Disclaimer: einen Namen habe ich erfunden. Finde heraus, welchen).

Safety

Die unterschätzteste Position in jedem NFL-Draft. Simmons haben ich schon oben diskutiert. Er wäre für mich die erste Wahl auf dieser Position. Dahinter kommen in Xavier McKinney (Alabama) und Grant Delpit (LSU) zwei spannende weitere 1st-Round Optionen, die gegensätzlicher kaum sein könnten:

  • McKinney ist der untersetzte, aber vielseitige Alleskönner, der nirgendwo überragt, aber auch keine eklatanten Schwächen hat
  • Delpit ist der epische Athlet mit Hang zum Fliegenfang, dessen Missed-Tackle Quote von 25% eigentlich jenseits von Gut und Böse ist

Vor ein paar Monaten wurde Safety als eine der schwächsten Positionen diskutiert. Mittlerweile hat man sich wohl darauf geeinigt, dass die Klasse auch hinter dem Top-Duo (oder Trio, je nachdem wie man Simmons sieht) einige brauchbare Optionen aufweist.

Antoine Winfield jr aus Minnesota kriegt wie Ashtyn Davis (Cal) hie und da 1st Round Hype. Beide gelten als hochgradig spielintelligent, ja richtige Tape-Nerds. Winfield ist ein harter Knochen, Davis als Part-Time Leichtathlet überdies athletisch über viele Zweifel erhaben.

Für die mittleren Runden kannst du dir schonmal folgende Namen vormerken: Geno Stone (spielintelligener, „Defense Quarterback“ Typ aus Iowa mit ein paar athletischen Limits), Terrell Burgess von Utah (niemand weiß warum er nicht höher ist), K’von Wallace (Simmons‘ tiefer Counterpart in Clemson) und Kenny Robinson jr (Freak-Athlet, der in der XFL für Aufregen sorgte) sowie die beiden small school Prospects Kyle Dugger (Lenoir-Rhyne) und Jeremy Chinn (Southern Illinois).

Soviel zu den interessantesten Prospects. Rest dann morgen.

14 Kommentare zu “NFL Draft 2020 für Gelegenheitszuschauer

  1. Danke Korsakoff! Das ist großes Kino!

    Kannst du für den Draft noch ein, zwei (deutschsprachige) Seiten zur Vorbereitung empfehlen?
    Wirst du am DO selbst live-bloggen?

  2. @Langerer: Bei Spox macht Adrian Franke top Content zu den besten Prospects und Big Boards.

    Sonst in depth kann ich dir Triple Option empfehlen, aber das wird hier eh andauernd verlinkt: https://tripleoptionblog.wordpress.com/

    Sehr ausführliche Podcasts bei Der Draft: http://derdraft.de/ müsstest du auch im Podfeed finden!

    Sind so die ersten Anlaufstellen nach Korsakoff für mich 🙂

  3. Danke für den grandiosen Artikel! 🙂
    Damit wurde die Vorfreude auf den Draft noch mal richtig angeheizt 😀

  4. Wo bleiben die Social Distancing Jokes bei den Bad tackle Prospects???

    Bin enttäuscht 😀

  5. Vielleicht für einige interessant, wie die konkrete Vorgehensweise beim Draft aussehen wird. Peter King hat das im PFF Forecast Podcast im Detail erklärt:

    Ebene 1: Es gibt ein NFL-weites MS Teams Meeting, das nur per Passwort zugänglich ist. Im Prinzip (so hätte ich das verstanden) treffen sich da alle GMs und können ihren Pick bekannt geben.

    Ebene 2: Es gibt ein Zoom-Meeting, in dem 3 Vertreter jedes Teams sind. Es sind dort grundsätzlich alle gemutet. Falls bei jemandem Ebene 1 nicht funktioniert kann er sich im Zoom-Meeting unmuten und dort den Pick bekannt geben.

    Ebene 3: Man kann den Typen (ich hab den Namen vergessen) der den Draft seitens der NFL organisiert direkt am Telefon anrufen und ihm den Pick bekannt geben.

    Klingt wunderbar redundant, aber würde mich sehr überraschen, wenn es da nicht am Draft Day trotzdem das eine oder eine Problemchen gäbe.

  6. Grundannahme ist anscheinend: NFL ist technisch auf dem Stand von 1995. Wie wäre es eigentlich mit dem GEgenteil? Ein Team hackt das Zoom-Meeting und modifiziert bestimmte Mikros so, dass sie andere Teams abhören können 😉 . CCC: übernehmen! Patriots sind bestimmt interessiert 🙂

  7. @Langerer:

    Man sollte unbedingt noch Martin Senfters Draftguide erwähnen:
    http://www.senfl.at/senfl-draft-guide/

    Zu meinem Programm: Bin in der Zwickmühle. Ich werde wohl aufstehen, aber ich habe mich noch nicht entscheiden ob bzw. was ich machen werde.

    Gefühlt eher Twitter und dann ein zusammenfassender Bericht am Morgen.

  8. @Philipp S: Ja, so ungefähr habe ich es auch im Kopf, auch wenn King bei zwei verschiedenen Stellen von „Telefonieren“ gesprochen hat.

  9. @Martin: „Groomy Choice“? *am Kopf kratz* Sagt mir nichts, aber Leon Sandcastle schaut gut aus. Zieht die Kollegen sogar backpedaling ab. 😀

    In other news: GROOOOOOONK!!!!!!!!! 😀 Auch wenn man sich Sorgen um seinen kaputten Körper machen muss, sensationell, dass er wieder da ist. Jetzt muss nur noch die Saison stattfinden…

  10. Pingback: Die letzten Stunden vor dem NFL-Draft 2020 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

  11. Pingback: Leicht zu übersehen: Der Cleveland-Browns Draft 2020 | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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