Leicht zu übersehen: Der Cleveland-Browns Draft 2020

Die Draftklasse der Cleveland Browns ist eine der cooleren in diesem Jahrgang, über die vergleichsweise wenig geredet wurde.

Sie ist eine starke Kombination aus zu adressierenden Kaderpositionen, für die man jeweils maximalen Value vom Board abstauben konnte. Sogar die Picks in den späten Runden haben gut klingendes Potenzial. Die Klasse liest sich in Summe so:

#10 OT Jedrick Wills (Alabama)
#44 S Grant Delpit (LSU)
#88 DT Jordan Elliott (Mizzou)
#97 LB Jacob Phillips (LSU)
#115 TE Harrison Bryant (Florida Atlantic)
#160 C Nick Harris (Washington)
#187 WR Donovan Peoples-Jones (Michigan)

Teil 3 der Serie „Building the Browns“ befasst sich ab ca. Minute 10 mit dem Draft. Glauben wir Paul DePodesta, so waren die drei primären Ziele:

  1. Ein Offense Tackle
  2. Tiefe für die Defense
  3. Trade Downs, eventuell um Kapital auch über 2020 hinaus zu holen

Diese Ziele wurden alle abgehakt. Dass man Receiver erst in den späten Runden geholt hat, ist ein Sternchen selbst für die 12-Personnel lastige neue Offense von Kevin Stefanski, doch ansonsten gilt bei den Browns: Viel von dem angebotenen Mehrwert am Big-Board mitgenommen.

Offense

Offensive Tackle war auch nach dem Einkauf von RT Jack Conklin in der Free Agency die Schwachstelle der Browns, und Tackle ist die einzige Position in der Offensive Line, für die man einen richtig hohen Pick rechtfertigen kann:

  1. Passrush über die Flanken ist gefährlicher als über die Mitte
  2. Tackles sind auf dem freien Markt viel teurer
  3. Tackles können viel besser prognostiziert werden als Guards und Center

Wills war natürlich am College wie Conklin ein Right Tackle, doch der Wechsel von rechts auf links sollte für ihn kein Deal-Breaker sein. Er galt als komplettestes Paket aller Offense-Line Prospects im Draft, wenn man Performance und Anlagen zusammenrechnet.

Offense Tackles haben gerne gerade zu Beginn ihrer NFL-Karriere ein paar Eingewöhnungsprobleme, doch selbst wenn Wills‘ Lernkurve eine harzige wäre, dann ist er immer noch kein Downgrade gegenüber dem indisponierten LT Greg Robinson, den er nun ersetzt.

Meine einzige Kritik an dem Pick ist prinzipiell, dass man durch Wills‘ Einberufung die Chance verpasste, einen atemberaubenden Receiving-Corps zusammenzustellen. Für Cleveland war der Draft 2020 prinzipiell nämlich ein Traumszenario: Weil zwar die Tampa Bay Buccs verzweifelt versuchten, für einen Offense Tackle hochzugehen, aber kein Team vor den Browns die Rufe erhörte, hatte Cleveland fast alle Tackles und alle Receiver am Board:

  • OT Wills, Mekhi Becton, Tristan Wirfs
  • WR Lamb, Jeudy, Ruggs

Wie genial wäre bitteschön ein Receiving-Corps Beckham/Landy mit Jeudy/Lamb gewesen? Doch offensichtlich hält Stefanski in Cleveland an seiner extremen Offense fest – hier seine Personnel-Aufstellung 2019 in Minnesota:

  • 34% in 12-Personnel (#2 der NFL hinter Philadelphia)
  • 25% in 11-Personnel (abgeschlagen #32 der NFL)

Darauf deutete auch schon die Free Agency mit dem Einkauf von TE Hooper sowie die spätere Einberufung von TE Harrison Bryant (Stefanski: „You can never have enough tight ends“) hin. Dennoch: Es wäre eine Überlegung wert gewesen, Stärke zu herausragender Stärke machen.

Letztlich holte man in Peoples-Jones nur einen Late-Rounder auf WR, wenn auch einen mit Potenzial: Ein sehr guter Athlet, der in Michigan unter ganz armem Quarterbacking litt und vielleicht ein bisschen was als #3 oder #4 im Depth-Chart beisteuern kann. Er ist der typische Late-Round Griff zu einem talentierten „Sportler, aber noch nicht Footballer“-Prospect.

Auch der Runde-5 Center Nick Harris klingt vielversprechend: Manche sagen dem horizontal beweglichen Harris trotz mancher athletischen Limits sofortiges Starter-Potenzial in der Stefanski-Offense nach. Harris könnte eventuell dieses oder nächstes Jahr den bisherigen Center JC Tretter auf einen der beiden Guard-Spots verschieben. Wenn das gelingt, hätten die Browns den Jackpot gezogen und in einer einzigen Offseason alle ihre krassen Offense Line Probleme behoben!

Wenn nicht, dann hat man immer noch die beiden Tackle-Positionen mit hochwertigen Optionen bestückt und Baker Mayfield alle Ausreden genommen. Ich hatte schon im Februar darüber geschrieben, dass 2020 für die Browns das Jahr des Baker („Taugt er, oder taugt er nicht?“) sein muss.

Mit neuem Head Coach, der für eine erwiesen QB-freundlichen Offense steht, zwei neuen Tackles, neuen Tight Ends und einem erprobten Receiver-Duo sind bestimmt nicht zu wenige Ressourcen darin investiert worden – allein, es hätte eben auch Jeudy/Lamb und ein OT Josh Jones sein können… doch Stefanski scheint eher wenig 11-Personnel vorzuschweben.

Defense

In den mittleren Runden des Drafts ignorierte Cleveland die möglichen Receiver-Optionen und fokussierte sich stattdessen wie von DePodesta angekündigt auf die Defense – nicht unverständlich bei dem am Brett liegenden Personal.

Der 2nd Rounder Delpit komplettiert eine Secondary, die offenbar auf Tackling scheißt: Sowohl CB Greedy Williams (2nd Rounder 2019) als auch CB Denzel Ward (1st Rounder 2018) gelten als sensationelle Athleten und Manndecker, aber miese Tackler – Delpit passt da haargenau ins Profil: Jeder bescheinigte ihm, einer der besten, vielseitigsten Athleten im ganzen Draft zu sein, aber über 25% Missed-Tackle Quote waren dann offensichtlich doch ein entscheidender Deal-Breaker.

Trotzdem klingt Delpit wie exzellenter Gegenwert Mitte der zweiten Runde – und obendrauf luchste der neue GM Berry den Runningback-geilen Colts in einem kleinen Down-Trade noch den #160 Pick ab (man holte damit Nick Harris).

Der DB-Depth Chart von Cleveland liest sich nun schon ziemlich okay – nicht total überragend, aber mit vielen gut klingenden, jungen Prospects vielversprechend auch in der Breite besetzt:

CB Denzel Ward
CB Greedy Williams
CB Terrance Mitchell
S Karl Joseph
S Andrew Sendejo
S Grant Delpit

Man darf sehr gespannt sein, was der neue DefCoord Joe Woods damit anstellt.

Down-Trade gab es auch in Runde 3, als die Browns ihren Platz mit den Saints tauschten und für den Sprung von #74 auf #88 einen 3rd Rounder 2021 abstaubten. Der dritte-Runde Defensive Tackle an #88 war dann Jordan Elliott, wie Delpit einer der Steals des Drafts wenn man das PFF-Board als Bewertungsgrundlage heranzieht: Elliott war einer der besten Pass-Rusher im Draft – es gibt erstmal keine richtig überzeugende Erklärung dafür, warum er so tief gefallen ist.

Ist Elliott kein herausragender Run-Defender? Möglich, aber dafür hat Cleveland mit Sheldon Richardson und Larry Ogunjobi bereits zwei Klocker in der Line – der explosive Elliott inmitten eines Edge-Rushes zwischen Myles Garrett und Olivier Vernon klingt wie eine echte Verlockung.

LB Jacob Phillips kommt in eine Rotation mit den noch wenig erprobten Mack Wilson und Sione Takitaki. Phillips ist der dritte ex-LSU Verteidiger neben Williams & Delpit im Kader der Browns, die offenbar ihre Jetons auf eine wuchtige, Pass-rush lastige Front Seven mit einem sehr geschwindigen Man-Coverage Defensive Backfield setzen.

Phillips gilt verschiedenen Draft-Boards nach zu urteilen als der schwächste Pick der Browns – kaum jemand hatte ihn ernsthaft als 3rd Rounder projected. Hier überwog wohl die Kaderlücke der eher schwach besetzten Browns-Linebacker.

Zusammenfassung

Der Draft hätte für die Browns kaum besser laufen können – in Runde 1 aus dem Vollen geschöpft und den überzeugendsten Tackle geholt, am zweiten Tag allen Value der Wert für die Defense mitgenommen und mit zwei Down-Trades noch Zusatz-Picks akkumuliert, und am dritten Tag gut klingende Bausteine für die Kadertiefe und im Idealfall einen Starting-Center mitgenommen.

Wie schon geschrieben, ich hätte man #10 was anderes gemacht, aber in der sehr speziellen Stefanski-Aufstellung war die Lückenschließung auf Tackle wohl die bessere Option als die Aussicht auf einen sensationellen three deep auf Receiver – daher war Wills an der Stelle wohl die einzige realistische Idee.

Berry hat die erste Nagelprobe als GM mit wehenden Fahnen bestanden – er hat die Browns in dieser Offseason gut genug aufgestellt, dass 2020 ein immediater Erfolg werden kann. Ich habe der Klasse Note A gegeben. Wie weit es nach oben geht, liegt vor allem an Baker – doch der hat jetzt alles bekommen was man braucht. Stagniert die Offense weiter, wird Cleveland im Frühjahr 2021 schon in Richtung des nächsten QB schauen.

17 Kommentare zu “Leicht zu übersehen: Der Cleveland-Browns Draft 2020

  1. Die Überschrift hätte auch „Keine Ausreden mehr für Baker“ lauten können.
    Ich bin echt überrascht, wie nach dem Sprung auf den Hypetrain diesmal in Ruhe evaluiert, gedrafted und letztendlich von den Beteiligten gearbeitet wurde.
    Vielleicht geht diesmal was, diesmal in Ruhe. Wie beschrieben unterhalb des Radars. Ich persönlich glaube auch das die Needs adressiert wurden und die individuelle Klasse mehr als ausreichend sein könnte.
    Die AFC North ist schwer genug, auch ohne den medialen oder völlig übertriebenen Fandruck.

    Jetzt muss nur noch geliefert werden.

  2. Fand auch, dass dies eine kluge Draft der Browns war. In dem obigen „Werbe“ Video der Browns wirkt es auch alles sehr unaufgeregt und überlegt. Ebenso hat man das Gefühl, dass zwischen allen handelnden Personen eine gute Chemie herrscht.
    Andrew Berry hat mit seinem Master in Informatik und Bachelor in BWL ja auch echt gute Voraussetzungen für eine virtuelle Draft.
    Das ganze Frontoffice wirkt total gegensätzlich zu Typen wie Beckham, Landry, Mayfield usw.. – deshalb finde ich es ganz gut, dass in Runde 1. kein Pick gezogen wurde der den Buzz noch erhöht. Denn Unruhe und hohe Erwartungen hatten sie ja in den letzten Jahren genug.
    Wenn die Browns die Saison so unaufgeregt und professionell angehen, wie sie es bei der Draft gemacht haben wäre das schon mal ein echter Fortschritt.
    Wie Od1um richtig sagt hat Mayfield jetzt wirklich keine Ausreden mehr, deswegen hätte ich mir in der Free Agency irgendjemand mit bissl mehr Potential als Case Keenum geholt, da ich Mayfield noch nicht so richtig trau.

  3. „Die RB-geilen Colts“… naja hätten die Browns aus ihren gefühlt tausenden first roundern, das gemacht, was die Colts aus ihren letzten drei gemacht haben, wäre vllt auch mal eine Playoff Teilnahme oder ein RB in der zweiten Runde drinn gewesen…

  4. Auf dem Papier sieht der Draft sehr gut aus.

    Allerdings haben auch viele andere Offseasons der Browns in letzter Zeit sehr gut ausgesehen und am Ende hat sich herausgestellt … es sind halt doch die Browns.

    Rein vom Potential her, könnte das Team sicherlich in Richtung Playoffs schielen, allein mir fehlt der Glaube daran.

    Die AFC North ist extrem schwer. Über Baltimore müssen wir nicht reden und auch die Steelers haben, falls Ben ok ist, ein Top-7 Roster.

    Ich denke das Jahr wird richtungsweisend für Cleveland. Schmiert man schon wieder (!) ab, nachdem alles so rosig ausgesehen hatte, dann kann ich mir auch gut vorstellen, dass der x-te große Hausputz vor der Tür steht.

  5. Ist die AFC North wirklich so schwer wie alle hier andeuten? Cincinnati wird wohl besser, aber kein Contender sein. In Pittsburgh ist natürlich immer noch Big Ben da, aber der wird nicht gesünder sein als die letzten Jahre und sein Spielstil akzentuiert auch nicht unbedingt die Stärken eines alternden QBs. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Steelers genauso gut mal komplett nach unten abfallen könnten und bei 5 oder 6 Wins rauskommen. Ich sehe die Steelers jedenfalls nicht als Contender, auch weil ich nicht sehe, dass sie in der FA und im Draft stärker wurden. Und Baltimore ist natürlich extrem stark und einfach anders als die restliche NFL – aber jetzt auch nicht so unlösbar anders, dass man sie nicht schlagen könnte, wie die letzten Jahre in den Playoffs zu sehen war. Es mag zu einem guten Teil an meiner NE-getriebenen Baltimore-Aversion liegen, aber irgendwie bin ich noch nicht restlos überzeugt von diesem Offensiv-Konzept.

  6. @Philipp: Naja, ich bin Steelers Fan, also alles mit einem „grain of salt“ nehmen, was jetzt kommt 😉

    Der Kader der Steelers ist sehr gut. Man muss bedenken, dass man letztes Jahr 8-8 ging und zwischenzeitlich mit 8-5 sogar klar auf Playoff Kurs war … obwohl Mason Rudolph und Duck Hodges die QBs waren. Beide eine Katastrophe.

    Die Defense allein hat mehrere First Team All Pros (TJ Watt, C.Heyward, M.Fitzpatrick), sehr gute Starter (Tuitt, Bush, Haden, Nelson, Dupree) und war letztes Jahr eine Top-3 Unit. Sie ist auch noch sehr jung.

    In der Offense hat man immer noch eine solide OL mit DeCastro, Pouncey, Villanueva etc. und einen jungen, talentierten Receiving Corps mit Juju, D.Johnson (sehr gutes Rookie-Jahr), Washington und jetzt Claypool. Kein absoluter Megastar dabei, aber alles sehr vernünftige Receiver.
    Die TEs sind mit McDonald und Ebron – sofern gesund – auch solide. Das Backfield ist mit Conner, McFarland und Snell eher unspektakulär, ist aber auch die unwichtigste Position, wie wir gelernt haben.

    Wenn Ben wieder halbwegs der Alte ist und sich nicht wieder verletzt, sollte mit dem leichten Schedule (leichtester der Liga … nach Baltimore) eine 11-5 Bilanz locker drin sein.

    Wenn er natürlich nach diesem Jahr Auszeit und seinen nun 38 Jahren stark abgebaut hat oder sich wieder verletzt, ist auch eine 7-9 oder 8-8 Bilanz drin.
    Schlechter sehe ich die Steelers kaum, vor allem wenn man letztes Jahr mit Rudolph/Hodges nochmal betrachtet.

    Baltimore ist halt Baltimore. An eine erneute 14-2 Bilanz glaube ich nicht. Allerdings ist der Kader so dermaßen jung und talentiert, Harbaugh und die Coordinators (Don Martindale und Greg Roman) so gut und ihr Schedule so leicht, dass ich mir alles unter 11-5 nicht vorstellen kann.

  7. Ok, danke. Das hatte ich nicht so ganz am Plan, dass die Defense doch so gut war. Dann sind sie natürlich nicht abzuschreiben, weil schlechter wirds offensiv schon per default kaum mehr werden 🙂

  8. Bei Big Ben bin ich halt echt gespannt, wie er zurück kommt. Er war ja noch nie jemand, der sich in der Offseason übertrieben geschunden hat und in seinem Alter dann ein Jahr auszusetzen und jetzt coronabedingt ohne komplette Off-Season…puh! Also Geld würde ich nicht drauf wetten, dass er als Top10-QB zurück kommt. Letztes Jahr hätte es mit zumindest durchschnittlichem QB-Spiel sicherlich für die Playoffs gereicht. Dieses Jahr sieht es so aus, dass alle andere Teams (nochmal) einen großen Schritt nach vorne gemacht haben, von daher könnte vielleicht nicht mal mehr ein Durchschnitts-QB reichen.

  9. Hast du nicht selbst geschrieben, dass Rookies im ersten Jahr so gut wie keinen Impact haben? Trotzdem wird sehr viel der aktuellen Draftklasse immer auf den Erfolg der anstehenden Saison projiziert und nicht auf „in 2 Jahren“. Widerspricht sich das nicht?

  10. @Andreas: Ja, aber das heißt nicht, dass sie *gar keinen* Impact haben 🙂 Die Browns-Rookies kommen in eine nahezu ideale Situation: Wills wie oben geschrieben im Worst-Case kein Downgrade zu Robinson, im Best-Case ein schnelles klares Upgrade, Delpit & Elliott müssen nicht schnell große Workload übernehmen – außer, sie erweisen sich schnell als Volltreffer.

    Ich halte die Browns nach dieser Offseason und sehr gezielten Free-Agency Einkäufen nach wie vor für einen Breakout-Kandidaten, nachdem letztes Jahr furchtbar viel schief gelaufen ist. Allein wenn Stefanski Baker biegen kann!

  11. Re: Steelers. Ich gebe zu bedenken, dass Pittsburghs Defense sagenhafte 38 Turnover erzwang. Das sind fast 2.5 pro Spiel und schreit gewaltig nach Regression.

  12. @korsakoff: Sicherlich ein guter Punkt, ich denke eine Regression wird auch stattfinden.

    Aber folgende Punkte:

    1) Das Spielermaterial der Defense ist immer noch hervorragend. Mit Watt, Fitzpatrick, Bush, Heyward, Tuitt, Dupree, Haden, Nelson etc. ist man immer noch klasse besetzt. Auch wenn eine Regression stattfindet, sollte das trotzdem noch eine der besten Defenses sein.

    2) Die Offense kann nicht mehr schlechter werden. Rudolph und Hodges waren furchtbar und auch sonst waren das ganze Jahr über andere Leistungsträger, wie z.B. Smith-Schuster, immer wieder verletzt. Man war nicht umsonst die #32 Offense nach DVOA. Wenn jetzt ein Roethlisberger zurückkommt, wird hier eine mMn klare und positive Regression stattfinden.

    Wenn man nun die 8-8 Bilanz aus 2019 betrachtet und die Umstände ansieht, dann ist es schwer zu glauben, dass es 2020 nicht besser wird. Selbst wenn in der Defense Regression auftritt, sollte die positive Regression der Offense durch einen Franchise QB wie Roethlisberger noch stärker sein und man spielt auch noch einen der einfachsten Schedules.

    Soll jetzt nicht wie klassisches Fan-Gelaber rüberkommen, ist einfach nur meine Sichtweise.
    Ich sehe z.B. auch immer noch die Ravens als klaren Divisions-Favoriten und insgesamt die Chiefs und Ravens in einer eigenen Klasse in der AFC.
    Steelers (gesunder Big Ben vorausgesetzt) mit den Colts, Texans, Browns und Bills eine Stufe dahinter. Broncos, Titans und Patriots als dark horses.

  13. @JoffreyG: Gute Punkte, bzgl. der Offense würde ich allerdings zu bedenken geben, dass das gesamte Ergebnis schlechter sein kann, auch wenn die Offense besser ist. Einerseits weil die TOs der Defense so wahrscheinlich nicht haltbar sein werden und andererseits weil die Gegner besser werden. Man braucht glaube ich kein Prophet sein um vorauszusagen, dass die Browns und die Bengals offensiv stärker sein werden als letztes Jahr, ebenso andere AFC-Rivalen wie Colts oder Bills. Und damit ist es möglicherweise nicht damit getan, dass die eigene Steelers-Offense zurück in Richtung Durchschnitt robbt, wenn die anderen Konkurrenten einfach größere Schritte gemacht haben.

  14. @Philipp: Das kann durchaus sein. Vielleicht täusche ich mich und es wird wieder eine enttäuschende 8-8 Saison.
    Wenn ich allerdings rein nach Kaderqualität und auch Coaching gehe (ja, es hat schon einen Grund, wieso Tomlin nie schlechter als 8-8 war), dann sehe ich wirklich nur die Chiefs und Ravens eindeutig besser in der AFC.

  15. @JoffreyG: Bin auch ein Anhänger der Steelers, sehe die Situation aber nicht ganz so positiv. Bei der Defense fiel mir auch zuerst die vom Hausherrn genannte Zahl ein und auch wenn ich die D weiterhin für sehr kompetent halte, glaube ich, dass es schwer wird das letzjärige Level zu halten.
    In der Offense sehe ich zwar auch eine positive Regression, aber da sind mir zu viele Positionen „ganz gut“ besetzt. Nicht wirklich schlecht, aber kein einziger Spieler, der mal wirklich den Unterschied in einer engen Situation machen kann und dich aus der Scheiße zieht. Reciever: Alle ganz nett, aber kein Nuk Hopkins, der dir im entscheidenden Drive zwei unmögliche Catches für neue First Downs macht. Ben ist auch ganz gut, sorgt aber auch nicht mehr im Alleingang für einen erfolgreichen letzten Drive.
    Ich sehe da eher 9-7 und ’ne Wildcard denn einen Angriff auf die Ravens…

  16. Die Defense bleibt sicherlich gut, aber wird dank Regression weniger impact auf die Spielausgänge haben.
    Vor allem glaube ich aber nicht an die Rückkehr von Roethlesberger – zu alt, zu viele Wehwehchen und die corona Geschichte gibt ihm dem Rest. – da geisterten doch so Bilder durch Netz, bei denen er verdächtig nach Matt patricia aussah. Vlt straft er mich lügen, aber ich tue mich schwer einfach davon auszugehen, dass er als top10 qb zurückgekommt.

  17. Ist ja auch völlig ok, wenn man das anders sieht 😉
    Am Ende müssen wir eh abwarten, was in der Saison dann tatsächlich gezeigt wird.

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