NFL-Spielplan 2020 wird heute bekanntgegeben

Update 18h55: Nun wohl doch Divisionsspiele in den ersten Wochen.

Heute Nacht (ab 2h) will die NFL den Spielplan für die kommende NFL-Saison bekannt geben. Offensichtlich ist fürs erste ein regulärer Saisonstart Anfang September mit Superbowl im Februar geplant.

Es fällt einem aktuell noch schwer, sich gerade für Amerika eine volle NFL-Saison vorzustellen, und auch zahlreiche Journalisten sind noch skeptisch ob die Saison mit allen 16 Spielen wie geplant durchgeführt werden kann.

Über den genauen Modus ist noch relativ wenig bekannt – außer, dass die NFL vorsichtsheitshalber die non-Conference Spiele (also alle AFC vs. NFC Spiele) in den ersten vier Wochen austragen will. Der Grund ist simpel: Muss der Saisonstart wegen anhaltender Epidemie verschoben werden, so fallen die unwichtigsten Spiele im Schedule aus.

Es gerüchtelt, dass der Season Opener Kansas City Chiefs vs. Carolina Panthers sein soll. Die einzige Alternative, so dass man wirklich mit Inter-Conference Games beginnt, wäre Chiefs vs. Atlanta Falcons.

Weitere Informationen und Vermutungen hat Peter King am Montag in seiner Kolumne Football Morning in America angestellt. Wie auch immer: Es wird, wenn überhaupt, eine Freak-Saison, wie wir sie bis jetzt noch nicht gesehen haben.

10 Kommentare zu “NFL-Spielplan 2020 wird heute bekanntgegeben

  1. Durchführung NFL Saison finde ich sehr spannend. Eigentlich müsste Football der Sport sein, der am meisten Schwierigkeiten hat. Riesige Kader (53, NBA hat 17, Fussball meist etwa 25) und whrschl (Disclaimer: extremer Laie) am meisten Schwierigkeiten in Kleingruppen zu trainieren. Dagegen steht das Geld: Umsatz pro Spiel dürfte mit Abstand der größte im Sport weltweit sein 🙂 .

  2. Viel wichtiger scheint mir die Frage zu sein ob die College Saison gespielt wird.
    An der hängen Milliarden von Dollars für die Universitäten an Sponsorgeldern um ihr Überleben!

  3. bis dahin ist der corona spuck schon vorbei, der president of freedom trump wird ein heilmittelfinden.

  4. @Colo: Kohle ist in der NFL mehr drin, jetzt halt rein auf Football bezogen. Die Colleges überleben schon, da mache ich mir bei manchen NFL-Teams mit wenig Cashflow schon eher Sorgen, dass die Probleme bekommen könnten. Die Colleges, selbst jene die sich stark auf Sport konzentrieren, haben immer noch andere Standbeine und – vielleicht noch zentraler – sie müssen ihre Athleten dank des absurden NCAA-Systems nicht bezahlen.

  5. Naja so einfach würde ich die Gefahr beim College nicht abschreiben; natürlich sind die Unterschiedlich aufgestellt, allerdings sind einige dann eben doch stark abhängig vom Football und den daraus generierten Einnahmen.
    Zumindest gefährdet es das gesamte Collegesportsystem; Football finanziert ja meist die anderen Sportarten mit.

    Natürlich werden Collegespieler nicht bezahlt und da kann man durchaus Kritik üben. Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass die Stipendien auch gerne mal den Gegenwert von sechsstelligen Beträgen haben. Und fällt der Collegefootball, dann werden auch die Stipendien für alle anderen Fraglich.

  6. Ich kenne die Wechselwirkungen im Stipendiumssystem nicht im Detail, aber es würde mich sehr überraschend, wenn andere Stipendien von jenen im Football abhängig sind. Warum sollten sie das sein? Die Unis finanzieren sich üblicherweise prächtigst über das Stiftungsvermögen, Studiengebühren und Zuwendungen von Alumnis. Um das zu Veranschaulichen hab ich mal einen Blick in den Financial Report der University of Alabama geworfen, die ja bekanntlicherweise nicht wenig auf ihr Football-Programm geben (hier der Link -> https://finance-estus.fa.ua.edu/FinancialAccounting/FAPPub/UA%20Financial%20Reports/ua-financial-report-18-19.pdf). Ich bin natürlich kein Finanzexperte oder kenne mich da im Detail aus um da auch nur irgendwelche genauen Aussagen treffen zu können, aber ein paar Dinge nur mal so beispielhaft: Die Uni hat über 800 Millionen an Stiftungsvermögen (Seite 12) und alleine an Studiengebühren kamen netto 532 Millionen herein – da sind bereits über 200 Millionen an Stipendien abgezogen (Seite 22). Konkrete Aufwendungen und Einkünfte für Football oder auch nur Sport im Allgemeinen finde ich in dem Report nicht, aber ich wage mal zu behaupten dass denen selbst der Ausfall einer ganzen Saison finanziell erstmal wesentlich weniger schadet als eine Rezession, die den Wert ihres Stiftungsportfolios erstmal erheblich drücken könnte.

    Alabama steht jetzt nur als berühmtes Beispiel für eine Uni, die schon sehr viel in Football investiert – andere Unis, bei denen da noch weniger Fokus draufliegt werden das noch weniger spüren, jedenfalls finanziell.

    Ein NFL-Team bei dem eine ganze Saison an Cashflow fehlt, das aber trotzdem seine Spieler bezahlen muss, kann dagegen gut und gerne mal in finanzielle Probleme geraten, wenn der dahinterstehende Milliardär keine große Lust hat, die Verluste abzufangen.

  7. Hier noch eine Quelle, die für einen Saisonstart aus allen Rohren spricht – mit Divisionsduellen in den ersten beiden Wochen:

    Nach Silverstein eröffnen die Lions:

    Woche 1 vs. Chicago
    Woche 2 @ Green Bay

  8. @Philipp:

    Ich kann dir leider nicht mehr die Quelle sagen – aber ich meine mich zu erinnern gelesen zu haben, dass Sportarten wie Leichtathletik, Ringen, etc. Über die Foitball Einnahmen querfinanziert werden.

  9. @Philipp: „Die Bottom-Line ist: das sind alles Milliardäre, die Football als Spielzeug betreiben.“
    Warum sollte einer dieser Owner sein Spielzeug wegen Peanuts versauern lassen? Die nächste Saison kommt bestimmt (sofern der Coronavirus die Menschheit nicht komplett ausradiert und danach sieht es gerade nicht aus).
    Andererseits fände ich es natürlich genial, wenn einige Owner ihren Club abgeben würden: neue Owner schlachten vielleicht ein paar heilige Kühe, bringen neue Ausrichtungen in der Spielanlage, vielleicht sogar tiefgehende Fachkenntnis und Offenheit für moderne Spielansätze! Das würde einigen Franchises sehr gut tun. 😉
    (man wird ja mal träumen dürfen…)

  10. @alexander: Ok, das macht Sinn (so weit ich das System kenne).

    @Dizzy: Jap, sind sie. Aber an Spielzeug kann man halt auch die Lust verlieren, wenn es zu anstrengend wird. Das ist so kindisch gemeint wie es klingt. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass manche der Eigentümer bei einer längeren Wirtschaftskrise selbst gewisse finanzielle Probleme bekommen. Die werden sich nicht bei Suppenküchen anstellen müssen, aber für die NFL brauchst du schon richtig viel Cashflow. Mark Davis (Raiders) bzw. seinem Vater wurden da ja schon öfter mal Probleme nachgesagt, sowas könnte sich verstärken.

    Nicht falsch verstehen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Team pleite geht. Aber zB ein Verkauf erscheint mir eine nicht ganz unrealistische Folge.

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